PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10156101A1 05.06.2003
Titel Fahrzeugdach mit Kopf-Airbag und Seitenblende dafür
Anmelder Webasto Vehicle Systems International GmbH, 82131 Stockdorf, DE
Erfinder Braun, Robert, 82335 Berg, DE;
Pschorn, Heinz, 85221 Dachau, DE
Vertreter Patentanwälte Wiese & Konnerth, 82152 Planegg
DE-Anmeldedatum 16.11.2001
DE-Aktenzeichen 10156101
Offenlegungstag 05.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse B60R 21/22
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem karosseriefest angebrachten, nach unten auslösenden Kopfairbag (20), einem Festhimmel (16), der mindestens einen Teil (12, 14) des Daches zum Fahrzeuginnenraum (18) hin verdeckt, sowie einer Seitenblende (22) zum Verdecken des Kopfairbags bezüglich des Fahrzeuginnenraums, die mit einer Befestigungseinrichtung (24) zum karosseriefesten Anbringen der Seitenblende versehen ist und sich seitlich an den Festhimmel anschließt. Die Befestigungseinrichtung (24) ist so ausgebildet, dass die Seitenblende (22) in Fahrzeugquerrichtung montierbar und demontierbar ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem Kopf-Airbag gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Ein solches gattungsgemäßes Fahrzeugdach ist aus der DE 198 48 794 A1 bekannt, wobei der Fuß eines Dachhaltegriffes als Clips ausgebildet ist, der zum Befestigen der Seitenblende für den Kopf-Airbag dient. Der Clips ist unter einem Winkel von etwa 45° bezüglich der Horizontalen schräg nach oben durch eine in einem Dachrahmenteil ausgebildete Öffnung geführt. Nachteilig dabei ist, daß, da der Kopf-Airbag nach unten auslöst, eine wesentliche Kraftkomponente beim Auslösen des Airbags in die Montagerichtung der Seitenblende wirkt, was zu Stabilitätseinbußen bzw. der Gefahr einer Separierung der Seitenblende führt.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeugdach mit einem Kopf- Airbag mit zugehöriger Seitenblende zu schaffen, wobei die Befestigung der Seitenblende im Auslösefall des Airbags möglichst stabil bleibt, die Seitenblende jedoch möglichst einfach montierbar und demontierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeugdach mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Da die Seitenblende im wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung bzw. Dachquerrichtung montierbar und demontierbar ist, weist ihre Befestigung eine hohe Stabilität und Festigkeit auf, wenn der Kopf-Airbag nach unten auslöst und dabei die zumindest teilweise flexible Seitenblende um eine Biege- oder Knicklinie umbiegt, so daß der Airbag aus der abgedeckten Stellung hinter der Seitenblende vortreten kann. Die dabei auf die Seitenblende ausgeübten Kräfte wirken im wesentlichen senkrecht zur Montagerichtung der Befestigung und können demnach die Seitenblende nicht aus ihrer Befestigung herausdrücken und verhindern damit das vollständige Loslösen der Seitenblende aus ihrer Anordnung an der Karosserie.

Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorzugsweise ist die Befestigungseinrichtung als Rastverbindung zum Einschieben in eine karosseriefeste Öffnung ausgebildet, die eine besonders einfache Montage und Demontage insbesondere auch ohne Werkzeug gestattet.

Wenn die Befestigungseinrichtung einen Verstärkungsabschnitt und einen Befestigungsabschnitt umfasst, so kann der Verstärkungsabschnitt, an dem die beispielsweise teilflexible Seitenblende befestigt ist, die Seitenblende in diesem Bereich verstärken. An einer sich anschließenden vorgefertigten oder sich bildenden Biege- oder Knicklinie im flexiblen Bereich kann sich dann die Seitenblende beim Auslösen des Airbags umklappen.

Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung beispielhaft näher erläutert, welche eine Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Fahrzeugdaches im seitlichen Randbereich mit Kopf-Airbag zeigt.

In der einzigen Figur ist ein Fahrzeugdach 10 dargestellt, welches einen Deckel 12, eine sich in Dachlängsrichtung erstreckende Führungsschiene 14, einen Festhimmel 16, welcher die Führungsschiene 14 und den Deckel 12 zum Fahrzeuginnenraum 18 hin verdeckt, einen karosseriefest angebrachten Kopf-Airbag 20 sowie eine Seitenblende 22 umfaßt, welche den Airbag 20 zum Fahrzeuginnenraum 18 hin verdeckt. Die Seitenblende 22 schließt sich dabei seitlich an den Festhimmel 16 an und weist eine Befestigungseinrichtung 24 auf, mittels welcher die Seitenblende 22 an einem karosseriefesten Element 26 angebracht werden kann und welche einen Verstärkungsabschnitt 28 und einen Befestigungsabschnitt 30 umfaßt.

Die Befestigungseinrichtung 24 ist auf der von dem Fahrzeuginnenraum 18 abgewandten Seite der Seitenblende 22 angeordnet und wird von dieser bezüglich des Fahrzeuginnenraums 18 vollständig verdeckt. Vorzugsweise ist die Befestigungseinrichtung 24 einstückig ausgebildet, wobei sie beispielsweise als Spritzgußteil ausgebildet sein kann. In der Figur ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher die Befestigungseinrichtung 24 ein Zweikomponenten-Spritzgußteil mit einem stiftartigen Metalleinleger 32 ist, der ein Rastelement 34 trägt, welches mehrere hintereinander angeordnete elastische Lappen bzw. Rippen 36 umfaßt und in eine an dem karosseriefesten Element 26 ausgebildete Öffnung 38 eingeschoben ist.

Der Metallstift 32 und das Rastelement 34 erstrecken sich im wesentlichen in Dach- bzw. Fahrzeugquerrichtung, so daß bei der Montage bzw. Demontage der Seitenblende 22 lediglich eine entsprechende Verschiebebewegung der Seitenblende 22 in Dachquerrichtung erforderlich ist. Bei der Montage wird dabei der Festhimmel bzw. Haupthimmel 16 leicht überdrückt, um den nötigen Montageweg in Dachquerrichtung zu erzielen.

Durch den Verstärkungsabschnitt 28 erhält die beispielsweise zumindest teilflexible Seitenblende 22 eine Verstärkung, so daß der auslösende und sich nach unten erweiternde Airbag 20 den Unterabschnitt 42 der Seitenblende 22 z. B. entlang einer an den Verstärkungsabschnitt 28 angrenzenden Biege- oder Knicklinie 44 umbiegt oder umklappt. Die Biege- oder Knicklinie 44 kann auch durch eine innenseitige Materialschwächung an der Seitenblende 22 gebildet sein.

Da der Airbag 20 im Bedarfsfall im wesentlichen nach unten in Richtung des Pfeils 40 auslöst und auch die Auslösekraft im wesentlichen in diese Richtung wirkt, wirkt somit die Auslösekraft im wesentlichen in einer Richtung senkrecht zur Montage-/Demontage-Richtung der Seitenblende 22. Dadurch wird eine hohe Stabilität der Anbringung der Seitenblende 22 an dem karosseriefesten Element 26 erreicht, wodurch ein vollständiges Loslösen der Seitenblende 22 von dem Element 26 im Auslösefall des Airbags 20 verhindert werden kann.

Das karosseriefeste Element 26 kann beispielsweise ein Teil eines Seitenholms sein oder es kann ein Teil eines zum Fahrzeugdach gehörenden Dachrahmens sein.

Das Fahrzeugdach 10 ist vorzugsweise ein öffnungsfähiges Fahrzeugdach, welches auch als Dachmodul ausgebildet sein kann, beispielsweise ein Schiebedach, Schiebehebedach, Spoilerdach, Lamellendach etc..

Bei Ausführungen ohne Festhimmel 16, z. B. bei einem großflächigen festen Glasdach, reicht die Seitenblende 22 an ihrem Oberrand beispielsweise an ein Dachrahmenteil. Bezugszeichenliste 10 Fahrzeugdach

12 Dachdeckel

14 Führungsschiene

16 Festhimmel

18 Fahrzeuginnenraum

20 Kopf-Airbag

22 Seitenblende

24 Befestigungseinrichtung

26 karosseriefestes Element

28 Verstärkungsabschnitt

30 Befestigungsabschnitt

32 Metallstift

34 Rastelement

36 Rippen von 34

38 Öffnung in 26

40 Auslöserichtung von 20

42 Unterabschnitt

44 Biege- oder Knicklinie


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugdach mit einem karosseriefest angebrachten, nach unten auslösenden Kopfairbag (20) und einer Seitenblende (22) zum Verdecken des Kopfairbags (20) bezüglich des Fahrzeuginnenraums (18), die zum karosserieseitigen Anbringen eine Befestigungseinrichtung (24) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) so ausgebildet ist, dass die Seitenblende (22) im wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung montierbar und demontierbar ist.
  2. 2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (22) als Rastverbindung (34) zum Einschieben in eine karosseriefeste Öffnung (38) ausgebildet ist.
  3. 3. Fahrzeugdach nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) einen Verstärkungsabschnitt (28) und einen Befestigungsabschnitt (30) umfasst.
  4. 4. Fahrzeugdach nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) einteilig gefertigt ist.
  5. 5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) als Spritzgussteil ausgebildet ist.
  6. 6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) als 2- Komponententeil mit Metalleinleger (32) ausgebildet ist.
  7. 7. Fahrzeugdach nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Metalleinleger als Stift (32) ausgebildet ist, der ein Rastelement (34) trägt.
  8. 8. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (24) vollständig auf der vom Fahrzeuginnenraum (18) abgewandten Seite der Seitenblende (22) angeordnet ist und von der Seitenblende (22) verdeckt ist.
  9. 9. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Festhimmel (16) vorgesehen ist, der mindestens einen Teil (12, 14) des Daches zum Fahrzeuginnenraum (18) hin verdeckt und an den sich die Seitenblende (22) anschließt.
  10. 10. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugdach (10) öffnungsfähig ist.
  11. 11. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeugdach als Dachmodul ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com