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Dokumentenidentifikation DE10156472A1 05.06.2003
Titel Stumpfes Spleissen von gummierten Bandabschnitten
Anmelder Continental Aktiengesellschaft, 30165 Hannover, DE
Erfinder Hersing, Hans, 30627 Hannover, DE
DE-Anmeldedatum 16.11.2001
DE-Aktenzeichen 10156472
Offenlegungstag 05.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.06.2003
IPC-Hauptklasse B29D 30/38
Zusammenfassung Zunächst zerlegt eine Vorrichtung (32) zum stumpfen Spleißen Kautschuk-beschichtete Cordbahnen (Kalander) unter einem Winkel von 55° bis 95° geradlinig in 500 bis 1000 mm breite Abschnitte (Lagenbahnen 12, 28) oder der doppelten oder n-fachen Breite mit anschließendem Mittelschnitt, wobei die zuvor längs verlaufenden Corde (Kettfäden) nun quer angeordnet sind. Die Vorrichtung (32) weist unterhalb und oberhalb einer Spleißunterlage (8) jeweils ein Backenpaar (Spleißoberteil 14; Spleißunterteil 18 bzw. 18') auf. Die Backen (46, 46'; 56, 56') jeden Backenpaares (14, 18 bzw. 18') sind horizontal zueinander und voneinander bewegbar. Ferner weist die Vorrichung (32) einen vertikal bewegbaren Anschlag (42) zur Begrenzung der Abschnitte (12, 28) auf.
Die Spleißunterlage (8) ist eine Spleißtrommel und das obere und das untere Backenpaar (Spleißoberteil 14 bzw. Spleißunterteil 18 bzw. 18') besteht jeweils aus einem Satz Spleißlamellen (46, 46', ...; 56, 56', ...), die horizontal und vertikal unabhängig zueinander und voneinander bewegbar sind.
Ein spezielles Einsatzgebiet betrifft die Herstellung von Stahl- und Textil-Cord-Karkassen für PKW- und LKW-Reifen, außerdem faserverstärkte Kautschukbahnen für die Keilriemenherstellung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung handelt von einem Verfahren zum stumpfen Spleißen und einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Gattung der Ansprüche 1 und 6.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum stumpfen Spleißen ("butt splicer") ist Teil einer Spleißanlage, die in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden kann. Ein spezielles Einsatzgebiet betrifft die Herstellung von Stahl- und Textil-Cord-Karkassen für PKW- und LKW-Reifen. Ein weiteres Einsatzgebiet betrifft faserverstärkte Kautschukbahnen für die Keilriemenherstellung.

Stand der Technik

Diese Karkassen werden aus Kautschuk-beschichteten, bis zu ca. 1,5 m breiten Cordbahnen (z. B. kalandriert) hergestellt. Und zwar werden diese aus Stahl- oder Textil- Cord bestehenden Bahnen in 500 bis 800 mm breite Abschnitte zerlegt, deren Seiten stumpf aneinander gefügt werden. In dem dabei entstehenden neuen Band in der Breite von 500 bis 800 mm sind die zuvor längs verlaufenden Corde (Kettfäden) nun quer angeordnet.

Das Zusammenfügen der Abschnitte kann überlappend erfolgen. Es ist leicht einzusehen, das ein Überlappen eine Materialverschwendung darstellt, was bei einer Großserienproduktion letztendlich beträchtliche Ausmaße annehmen kann. Auch führt eine Überlappung des Karkassen-Materials zu einer Unwucht der daraus hergestellten Reifen. Bei der Fertigung der Reifen sind spezielle Vorkehrungen erforderlich.

Um diese sich aus einer Überlappung des Karkassen-Materials ergebenden Nachteile zu vermeiden, ist man bestrebt, die Abschnitte der Kautschuk-beschichteten Cordbahnen stumpf miteinander zu verbinden.

Die in der EP 0 860 266 A2 (DE 197 07 367 C1) beschriebene Spleißmaschine ist in der Lage, unter einem spitzen Winkel abgetrennte Abschnitte aneinander zu fügen. Zur Durchführung dieses Verfahrens sind komplizierte Bewegungen zu realisieren, die nicht nur in Fließbandrichtung verlaufen sondern auch eine Querkomponente aufweisen.

Gemäß der US-PS 5,221,409 werden rechtwinklig abgetrennte Enden der Abschnitte zwar stumpf miteinander verbunden, aber es erfolgt eine komplizierte Verzahnung der Enden miteinander, was eine aufwendige Maschinerie erforderlich macht.

Das US-Patent 4,867,823 beschreibt das stumpfe Zusammenfügen von gummierten Gewebeabschnitten. Nach dieser Methode werden konische Rollen unter Druck über die sich lose gegenüberstehenden Enden bewegt. Aufgrund des schrägen Winkels soll ein Aneinanderdrücken der Enden erreicht werden.

Diese Querbewegung ist mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Deshalb muss der ansonsten kontinuierliche Fließbandablauf während des Querrollierens unterbrochen werden.

Aus der DE-OS 234 59 131 ist eine Vorrichtung zum stumpfen Verbinden von unter 90° geradlinig geschnittenen Enden zweier vulkanisierbarer, parallele Verstärkungsseile aus Textil oder Stahl enthaltenden Kautschukbahnen mit jeweils einem oberhalb und unterhalb der Bahn-Enden jeweils angeordneten Backenpaar, deren Backen horizontal zueinander und voneinander bewegbar sind, und wobei die beiden Backenpaare insgesamt vertikal zueinander und voneinander bewegbar sind. Das Zueinander- und Voneinanderweg- Bewegen der Backen wird mittels schiefer Ebenen realisiert, auf denen die Backen entlang gleiten.

Der Nachteil dieser Spleißmethode besteht darin, dass die einzelnen Backenpaare nicht unabhängig voneinander betätigt werden können, d. h. das Einspannen der Bahn-Enden erfolgt stets synchron und in gleichem Maße mit dem Zueinanderführen der Bahn-Enden. Zwischen den jeweiligen Backen der beiden Backenpaare sind zwar Schraubfedern zum Verstellen der Zuspannkraft vorgesehen. Aber während des Betätigungsvorgangs erfolgt stets ein synchrones Zusammenfahren aller vier Backen.

Vorteile der Erfindung

Das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen des Hauptanspruchs und die zur Durchführung des Verfahrens beschriebene Vorrichtung hat demgegenüber den Vorteil, dass die beiden Backenpaare unabhängig voneinander betätigt werden können. Da der Spleißvorgang gleichzeitig über die gesamte Breite erfolgt, ergibt sich - verglichen mit Verfahren, die durch eine Querbewegung gekennzeichnet sind - eine Zeitersparnis. Außerdem ist kein seitliches Verschieben möglich.

Weitere Vorteile sind:

  • - Spezifisch gleiche Kraft über die gesamte Spleißbreite, unabhängig von nicht geraden Lagenkanten (Qualität).
  • - Aufgrund der Trommelausführung mit zwei Spleißunterteilen eine hohe Wirtschaftlichkeit der Anlage.
  • - Die gleichmäßige Krafteinwirkung bleibt über eine bestimmte Zeit erhalten, was die Spleißqualität beträchtlich erhöht.
  • - Eine integrierte Anschlagleiste gewährleistet einen definierten Spalt zwischen den Lagen-Enden in kürzester Zeit.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Spleißanlage, insbesondere die eigentliche Spleißvorrichtung, in Seitenansicht;

Fig. 2 dieselbe Spleißvorrichtung von vorn;

Fig. 3 Details von Spleißober- und Unterteil, in Seitenansicht,

Fig. 4 Spleißober- und Unterteil von vorn; und

Fig. 5 Details von Spleißober- und -Unterteil zur Verdeutlichung der Funktionsweise des Spleißvorganges.

Beschreibung der Erfindung
  • 1. Aufbau:

    Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform handelt es sich um eine 90°-Spleißanlage
  • 2. Sie weist die folgenden Komponenten auf:
    • - einen Zuführ-Gurtförderer 4, angetrieben durch einen Positioniermotor (nicht dargestellt), gesteuert über Fotozelle 6 und Wegerfassung, zum Transport und Positionieren einzelner Abschnitte 12;
    • - eine Spleißtrommel 8, die gemäß der vorliegenden Erfindung als Spleißunterlage dient, mit Positioniermotor (jeweils 180° Drehwinkel) 10 (Fig. 2), einen sequentierten Trommelmantel, zwei Trommelböden mit Achse und Lagerung, bestehend aus:
    • - einem um die Trommelachse unter 90° schwenkbaren Spleißoberteil 14, welches mit einer pneumatisch betätigbaren Andrückrolle 16 ausgerüstet ist;
    • - zwei unter 180° versetzt angeordneten Spleißunterteilen 18 und 18'; und
    • - jeweils einer, dem jeweiligen Spleißunterteil 18 bzw. 18' nachgeordneten Rollenbahn 20 bzw. 20';
[Der Antrieb der jeweiligen in Arbeitspositionen befindlichen Rollenbahn 20 bzw. 20' erfolgt durch einen ein- und auskuppelbaren Positioniermotor 22 (Fig. 2), gesteuert über eine Fotozelle 24 mit Wegerfassung. Der halbe Trommelumfang muss größer sein als die maximale Abschnittlänge (Kalanderbahnbreite).]
  • - einer Ausgleichsschleife 26, in die die gespleißten Abschnitte (Lagenbahn) 28 gefördert werden und welche eine Aufwickelstation steuert;
  • - einer angetriebenen Bürstenwalze 30 zum Lösen eines evtl. anhaftenden Abschnitts 28 von der Trommel 8.
  • - Die Steuerung der Spleißanlage 2 erfolgt durch eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS).

Die eigentliche Spleißvorrichtung 32 (Fig. 3) besteht aus dem Spleißoberteil 14 und zwei Spleißunterteilen 18 und 18'.

Das Spleißoberteil 14 ist aufgebaut auf den auf der Trommelachse gelagerten Seitenwänden 34 und 34' (siehe auch Fig. 2), einer sie verbindenden Traverse 36, einer pneumatisch betätigten, formschlüssigen Arretierung 38 (Fig. 2), mit dem Trommelboden, sowie einem pneumatisch betätigten Schwenkmechanismus 40 (Fig. 2).

Oberhalb der Spleißtrommel 8 (Fig. 1) sind zwischen den Seitenwänden 34 und 34' folgende, in Fig. 3 dargestellte Komponenten integriert:

  • - eine pneumatisch senkrecht zu betätigende quer zur Förderrichtung (Lagenwinkel 90°) angeordnete Anlageleiste 42,
  • - eine pneumatisch senkrecht zu betätigende, ebenfalls quer zur Förderrichtung angeordnete Hohlwelle 44 mit den rechten und linken, im Wechsel aufgesteckten, schwenkbaren Spleißlamellen 46 und 46', sowie den sie seitlich begrenzenden Ringen 48 (Fig. 4),
  • - Anschlagbolzen 50, 50',
  • - ein federbelasteter Rückholmechanismus 52.

Die Spleißlamellen 46 und 46' (siehe auch Fig. 4) sind derart ausgebildet, dass sie in angehobener Position des Spleißoberteiles 14 auf ihrer Unterseite einen quer verlaufenden, mittigen Spalt bilden.

Variante: dass sie auf der Unterseite in der Mitte bereits gleichmäßig verzahnt sind. (Dies gilt nur für das Spleißoberteil 14.)

Die Spleißunterteile 18, 18' sind um 180° über jeweils eine Hohlwelle 54 fest in den Trommelböden aufgenommen, wobei die oberen Flächen von Spleißlamellen 56 und 56' in gleicher Höhe wie die Trommeloberfläche liegen und bestehen jeweils aus:

  • - der Hohlwelle 54 mit dem rechten und linken im Wechsel aufgesteckten, schwenkbaren, zangenartig ausgebildeten Spleißlamellen 56 und 56', sowie sie seitlich begrenzende Ringe 58 (Fig. 4),
  • - dem zwischen den Spleißlamellen 56 und 56' unterhalb der Hohlwelle 54 liegenden elastischen Schlauch 40, der pneumatisch be- und entlüftbar ist, und bei Belüftung den Spleißvorgang auslöst,
  • - zwei Anschlagbolzen 60 und 60',
  • - einem federbelasteten Rückholmechanismus 62, und
  • - einer Dreh-Luftzuführung 64 (Fig. 2).

Die Spleißlamellen 56 und 56' jedes Spleißunterteiles 18 bzw. 18' sind auf der Oberseite in gleicher Weise ausgebildet wie die Spleißlamellen 46 und 46' des Spleißoberteiles 14 auf der Unterseite.

Die Spleißlamellen 46 und 46'; 56 und 56' des Spleißober- 14 und -Unterteiles 18 bzw. 18' haben eine Dicke von 2 mm und sind auf den Hohlwellen 44 und 54 derart angeordnet, dass jeweils die rechten Spleißlamellen 46 des Spleißoberteiles 14 über den rechten Spleißlamellen 56 des Spleißunterteiles 18 positioniert sind.

Die linken Spleißlamellen 46' und 56' sind entsprechend positioniert.

Der Spleißvorgang ist detailliert in Fig. 5 dargestellt:

Das Ende des gespleißten Abschnitts 28 sowie der Anfang des zu spleißenden Abschnitts 12 liegen an der abgesenkten Anschlagleiste 42 an.

Während sich das Spleißoberteil 14 absenkt, wird die Anschlagleiste 42 angehoben. Der Schlauch 40 ist entlüftet.

Durch Belüften des Schlauches 40 schließen sich die Spleißlamellen 56 und 56' des Spleißunterteiles 18 und verzahnen miteinander.

Kraftschlüssig über die Abschnitte 12 und 28 nehmen die Spleißlamellen 56 und 56' des Spleißunterteiles die Spleißlamellen 46 und 46' des Spleißoberteiles 14 mit und führen so den Spleißvorgang mit spezifisch gleicher Kraft über die gesamte Abschnittbreite aus. Während dieser Phase rotiert die Spleißtrommel 8.

Nach erfolgtem Spleißvorgang hebt das Spleißoberteil 14 ab, dadurch öffnen sich die Spleißlamellen 46 und 46'. Parallel dazu entlüftet der Schlauch 40 des Spleißunterteiles 18 und die Spleißlamellen 56 und 56' öffnen ebenfalls. Dieser Vorgang ist beendet, wenn die Spleißtrommel 8 einen Drehwinkel von 90° erreicht hat.

  • 1. Funktion:

    In der Ausgangsposition (Spleißvorbereitung) steht das Spleißoberteil 14 in angehobener Position, das in Arbeitsposition befindliche Spleißunterteil 18 steht senkrecht darunter, wobei der Schlauch 40 entlüftet ist. Der Spalt zwischen den Spleißlamellen 46 und 46' sowie 56 und 56' ist geöffnet.

Die Anschlagleiste 42 senkt sich auf das Spleißunterteil 18 ab. Gleichzeitig fördert die Rollenbahn 20, gesteuert über die Fotozelle 24 mit Wegerfassung das Ende der Lagenbahn 28 gegen die Anschlagleiste 42 zurück.

Parallel zu diesem Arbeitsgang wird der Anfang des zu spleißenden Abschnitts 12 durch den Zuführ-Gurtförderer 4, gesteuert über die Fotozelle 6 mit Wegerfassung, gegen die Vorderkante der Anschlagleiste 42 transportiert.

Es bildet sich damit ein weitestgehend gleichmäßiger Spalt zwischen der End- und Anfangskante der zu spleißenden Abschnitte 12 und 28.

Das Spleißoberteil 14 senkt sich auf das Spleißunterteil 18 ab, wobei gleichzeitig die Anschlagleiste 42 abhebt. Die beiden zu spleißenden Abschnitte sind damit kraftschlüssig fixiert. Der Schlauch 40 im Spleißunterteil 18 wird belüftet und drückt die Spleißlamellen 56 und 56' im Spleißbereich zusammen, wobei die kraftschlüssig fixierten Lagenenden sowie die Spleißlamellen 46 und 46' des Spleißoberteiles 14 mitgenommen werden.

Der Spalt zwischen den Spleißlamellen 46 und 46' verringert sich, die Spleißlamellen 56 und 56' greifen ineinander, wodurch aufgrund eines gleichmäßigen Druckes im Schlauch 40 über die gesamte Breite eine spezifisch gleiche Anpresskraft (Spleißkraft) aufgebaut wird.

Während dieses Spleißvorganges läuft die Spleißtrommel 8 um 180° um, wobei das Spleißoberteil 14 über die Arretierung 38 (Fig. 2) mitläuft, ihre Position zum Spleißunterteil 18 also nicht verändert.

Der Abschnitt 28 füllt die Ausgleichschleife 26, die entsprechend ihrem Füllgrad die Abwickelstation steuert.

Nachdem die Spleißtrommel 8 einen Weg von 90° zurückgelegt hat, hebt das Spleißoberteil 14 ab, die Arretierung 38 entriegelt, die Schwenkeinrichtung 40 transportiert das Spleißoberteil 14 in die Ausgangsposition zurück und der Schlauch 40 des Spleißunterteiles 18 entlüftet.

Die Bürstenwalze 30 löst evtl. einen an der Trommel 8 anhaftenden Abschnitt 28.

Nach erfolgter Drehung der Spleißtrommel 8 um 180° hat das zweite Spleißunterteil 18' die Arbeitsposition eingenommen und der gesamte Spleißvorgang wiederholt sich. Der Zuführgurtförderer 4 hat inzwischen einen neuen Abschnitt 12 herangeführt. Während der Drehbewegung der Spleißtrommel 8 ist die Andrückrolle 16 abgehoben. Erst zum Ende der Bewegung hin, beim Rücktransport des Abschnitts 28 gegen die Rückseite der Anschlagleiste 42 liegt die Andrückrolle 16 auf dem Abschnitt 28 an. Bezugszeichenliste 2 Spleißanlage

4 Zuführ-Gurtförderer

6 Fotozelle

8 Spleißtrommel, Trommel, Spleißunterlage

10 Positioniermotor

12 einzelne Lage(n), Abschnitt

14 Spleißoberteil, (oberes) Backenpaar

16 Andrückrolle

18, 18' Spleißunterteil, (unteres) Backenpaar

20, 20' Rollenbahn

22 Positioniermotor

24 Fotozelle

26 Ausgleichsschleife

28 (gespleißte) Lage, Lagenbahn, Abschnitt

30 (angetriebene) Bürstenwalze

32 Spleißvorrichtung

34, 34' Seitenwände

36 Traverse

38 Arretierung

40 Schwenkmechanismus, Schwenkeinrichtung, Schlauch

42 Anlagebürste Anschlagleiste, Anschlag

44 Hohlwelle

46, 46' Spleißlamelle(n), (obere) Backen

48 Ringe

50, 50' Anschlagbolzen

52 Rückholmechanismus

54 Hohlwelle

56, 56' Spleißlamellen, (untere) Backen

58 Ringe

60, 60' Anschlagbolzen

62 Rückholmechanismus

64 Dreh-Luftzuführung


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum stumpfen Spleißen von 500 bis 1.000 mm breiten Abschnitten (Lagenbahnen, 12, 28) oder der doppelten oder n-fachen Breite mit anschließendem Mittelschnitt, in die Kautschuk-beschichtete Cordbahnen (Kalander) unter einem Winkel von 55° bis 95° geradlinig zerlegt wurden,

    wobei die zuvor längs verlaufenden Corde (Kettfäden) nun quer angeordnet sind, mit Hilfe einer Spleißvorrichtung (32),

    die oberhalb und unterhalb einer Spleißunterlage (8) jeweils ein Backenpaar (Spleißoberteil, 14; Spleißunterteil, 18 bzw. 18') aufweist,

    wobei die Backen (46, 46'; 56, 56') jeden Backenpaares horizontal zueinander und voneinander bewegbar sind, und

    wobei die Backenpaare (14, 18 bzw. 18') insgesamt vertikal zueinander und voneinander bewegbar sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Vertikalbewegung der Backenpaare (14; 18 bzw. 18') unabhängig von der horizontalen Bewegung der einzelnen Backen (46, 46'; 56, 56') erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    dass ein Anschlag (42) abgesenkt wird und

    dass dann das Ende des abgetrennten Abschnittes (28) sowie der Anfang des zu spleißenden Abschnittes (12) beidseitig an die abgesenkte Anschlagleiste (42) angelegt werden,

    dass das in der Ausgangsposition angehobene Spleißoberteil (14) abgesenkt und gleichzeitig oder zeitlich versetzt die Anschlagleiste (42) angehoben wird,

    dass, nachdem das Spleißoberteil (14) in Kontakt mit den zu spleißenden Abschnitten (12, 28) gelangt ist, ein zur Betätigung der unteren Backen (Spleißlamellen 56, 56') vorgesehener, zuvor entlüftete Schlauch (40) belüftet wird, wodurch sich der Spalt zwischen den Backen (Spleißlamellen, 56, 56') des senkrecht unter dem Spleißoberteil (14) befindlichen Spleißunterteils (18) bzw. (18') schließt und dabei über die Abschnitte (12 und 28) die Backen (Spleißlamellen, 46 und 46') des Spleißoberteils (14) kraftschlüssig mitnehmen und den zwischen den Spleißlamellen (46 und 46') des Spleißunterteils (18) bzw. (18') befindlichen Spalt ebenfalls schließen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die als Spleißtrommel ausgebildete Spleißunterlage (8) während des Spleißvorganges rotiert, wobei das Spleißoberteil (14) über eine Arretierung (38) mitläuft und der Spleißvorgang beendet ist, wenn die Spleißtrommel (8) einen vorgegebenen Drehwinkel erreicht hat.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Spleißoberteil (14) nach erfolgtem Spleißvorgang von den gespleißten Abschnitten (12, 28) abhebt, wobei sich die oberen Spleißlamellen (46 und 46') mit Hilfe eines oberen Rückholmechanismus (52) öffnen, und dass der Schlauch (40) des Spleißunterteils (18) bzw. (18') entlüftet wird, wodurch sich die unteren Spleißlamellen (56 und 56') mit Hilfe eines unteren Rückholmechanismus (62) öffnen.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Spleißunterteil (18') nach erfolgter Drehung der Spleißtrommel (8) um 180° mit Hilfe eines pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Schwenkmechanismus die Arbeitsposition einnimmt und ein neuer Spleißvorgang vonstatten geht.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum stumpfen Spleißen von 500 bis 1.000 mm breiten Abschnitten (Lagenbahnen, 12, 28) oder der doppelten oder n-fachen Breite mit anschließendem Mittelschnitt, in die Kautschuk-beschichtete Cordbahnen (Kalander) unter einem Winkel von 55° bis 95° geradlinig zerlegt wurden, wobei die zuvor längs verlaufenden Corde (Kettfäden) nun quer angeordnet sind,

    wobei die Vorrichtung oberhalb und unterhalb einer Spleißunterlage (8) jeweils ein Backenpaar (Spleißoberteil 14; Spleißunterteil 18 bzw. 18') aufweist,

    wobei die Backen (46, 46'; 56, 56') jeden Backenpaares (14; 18 bzw. 18') horizontal zueinander und voneinander bewegbar sind,

    wobei die Backenpaare (14; 18 bzw. 18') insgesamt vertikal zueinander und voneinander bewegbar sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die horizontale und vertikale Bewegbarkeit der Backenpaare (14; 18 bzw. 18') unabhängig voneinander ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Spleißunterlage eine Spleißtrommel (8) ist,

    dass das obere Backenpaar (Spleißoberteil 14) aus einem Satz Spleißlamellen (46, 46'; . . .) besteht, deren Stirnflächen mit Hilfe eines Rückholmechanismus (52) einen Spalt bilden, und welches mit einer pneumatisch betätigbaren Andrückrolle (16) ausgerüstet ist,

    und

    dass das untere Backenpaar (Spleißunterteil 18 bzw. 18') in die Spleißtrommel)8) eingelassen ist, und ebenfalls aus einem Satz Spleißlamellen (56, 56'; . . .) besteht, deren Stirnflächen mit Hilfe eines Rückholmechanismus (62) einen Spalt bilden,

    wobei bei Kraftschluss zwischen Spleißoberteil (14) und Spleißunterteil (18 bzw. 18') die zwischen dem oberen Satz Spleißlamellen (46, 46'; . . .) und dem unteren Satz Spleißlamellen (56, 56'; . . .) befindlichen Spalte mit Hilfe eines pneumatisch betätigbaren Schwenkmechanismus (40) schließbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spleißlamellen (46, 46'; 56, 56') des Spleißober- (14) und -Unterteiles (18 bzw. 18') eine Dicke von 1 bis 10 mm aufweisen und auf Hohlwellen (44 und 54) derart angeordnet sind, dass jeweils die rechten Spleißlamellen (46, . . .) des Spleißoberteils (14) über den rechten Spleißlamellen (56, . . .) des Spleißunterteiles (18 bzw. 18') positioniert sind, und dass die linken Spleißlamellen (46', . . . und 56', . . .) entsprechend positioniert sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spleißlamellen (46, 46'; . . .) des Spleißoberteils auf ihrer Unterseite in der Mitte gleichmäßig verzahnt sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Spleißtrommel (8) zwei unter 180° oder drei unter 120° zueinander versetzt angeordnete Spleißunterteile (18, 18') bzw. (18, 18', . . .) aufweist, wobei die Spleißtrommel (8) durch einen ein- und auskuppelbaren Positioniermotor (10) um jeweils 180° bzw. 120° antreibbar ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, gekennzeichnet durch folgende zusätzliche Komponenten:
    1. - einen Zuführ-Gurtförderer (4), angetrieben durch einen Positioniermotor, gesteuert über Fotozelle (6) und Wegerfassung, zum Transport und Positionieren einzelner Abschnitte (12);
    2. - eine Ausgleichsschleife (26), in die der gespleißte Abschnitt (28) gefördert wird und welche eine Aufwickelstation steuert,
    3. - eine angetriebene Bürstenwalze (30) zum Lösen eines evtl. anhaftenden Abschnittes (28) von der Trommel (8), und
    4. - eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) zur Steuerung der Spleißanlage.






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