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Dokumentenidentifikation DE69903611T2 26.06.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1056822
Titel WÄSSRIGE REINIGUNGSZUSAMMENSETZUNGEN ENTHALTEND 2-ETHYLHEXYLSULFAT SOWIE C8-C10 ALKYLDIMETHYLAMIN-OXID
Anmelder Reckitt Benckiser Inc., Wayne, N.J., US
Erfinder WEIBEL, Thomas, A., Cranbury, US
Vertreter Spott & Weinmiller, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69903611
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.02.1999
EP-Aktenzeichen 999056195
WO-Anmeldetag 02.02.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/02191
WO-Veröffentlichungsnummer 0099043778
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 06.12.2000
EP date of grant 23.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.06.2003
IPC-Hauptklasse C11D 3/10
IPC-Nebenklasse C11D 3/02   C11D 3/395   C11D 1/83   C11D 1/75   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Reinigungszusammensetzungen, die sich zur Verwendung bei der Reinigung harter Oberflächen in einer Haushaltsumgebung, insbesondere bei der Reinigung von Fliesenoberflächen eignen. Insbesondere eignen sich die Reinigungszusammensetzungen zur Verwendung bei der Entfernung von Kalkseifenschmutz, der üblicherweise als "Kalkablagerung" bezeichnet wird.

Obwohl es viele bekannte Reinigungszusammensetzungen für harte Oberflächen gibt, sind Alternativformulierungen wünschenswert. Es besteht ein spezieller Bedarf an Reinigungszusammensetzungen, die auf die Entfernung von gebildeten Kalkablagerungen von derartigen Oberflächen gerichtet sind.

Gebildete Kalkablagerungen sind ein insbesondere in Badezimmern und Küchen mit Keramikfliesen auftretendes Problem. Typischerweise erfordert die Entfernung der Ablagerungen ein Reiben oder Wischen der Oberfläche nach Behandlung mit der Reinigungszusammensetzung. Ein Eindringen unter die Ablagerung und ein Entfernen der aufgebauten Ablagerung ist das wünschenswerteste Entfernungsverfahren. Das Formulieren einer Reinigungszusammensetzung für eine derartige Eindringungswirkung ist jedoch schwierig, da zahlreiche Zusammensetzungen nach der Reinigung oft in Fliesen eine unerwünschte Schmier- oder Streifenwirkung zurücklassen.

Zur möglichen Verwendung bei der Entfernung von Kalkablagerungen wurde eine Reihe von Zusammensetzungen vorgeschlagen. Viele dieser Zusammensetzungen erfordern hohe Konzentrationen an wirksamen Bestandteilen und/oder Lösemittelsystemen, die mehrere Bestandteile enthalten. Andere erfordern die Verwendung von Bestandteilen, die wie oben ausgeführt, einen festen Rückstand zurücklassen, so dass eine Spülstufe notwendig ist. Eine verdünnte wässrige Lösung, die eine leichte Entfernung von Kalkablagerungen liefert, wäre wünschenswert.

Die US-A-4 501 680 offenbart eine flüssige Reinigungszusammensetzung zur Reinigung von Keramikfliesen zur Entfernung von Kalkablagerungen, ohne dass das Kernpressmittel zwischen derartigen Fliesen erodiert wird. Die offenbarten Formulierungen umfassen teilweise neutralisierte Glutar- und Phosphorsäure und als Reinigungsmittel ein Kondensationsprodukt von Ethylenoxid und linearen Alkoholen mit 8-20 Kohlenstoffatomen.

Die US-A-4 581 161 offenbart einen Reiniger für harte Oberflächen, der möglicherweise zur Entfernung von Kalkablagerungen verwendet werden kann. Die Zusammensetzung ist auch eine saure Zusammensetzung mit mindestens einer C&sub5;-C&sub7;-Dicarbonsäure und einem organischen Lösemittel, bei dem es sich vorzugsweise um ein Alkylen- oder Polyalkylenglykol handelt.

Die US-A-4 587 030 betrifft eine schäumbare Reinigungszusammensetzung, die sich zur Entfernung von Kalkablagerungen und anderem Haushaltsschmutz eignet. Sie enthält eine saure Komponente, die ein Gemisch aus einer schwachen organischen Säure und einer schwachen anorganischen Säure, ein grenzflächenaktives Aminoxid und ein Colösemittel zur Verringerung der Oberflächenspannung und zum Halten der Zusammensetzung in einem stabilen Gemisch umfasst.

Die US-A-4 960 533 offenbart ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen auf Siliconbasis, das sich zur Entfernung von Kalkablagerungen eignet. Neben zwei erforderlichen Siliconkomponenten enthält die Zusammensetzung Glutarsäure.

Die US-A-5 439 609 offenbart eine Zusammensetzung, die sich insbesondere zur Entfernung von Kalkablagerungen eignet und die auch der gereinigten Fliese einen Restschutz verleiht. Die Zusammensetzung umfasst ein Siloxanblockpolymer, ein grenzflächenaktives Mittel auf Ethoxylatbasis, Lösemittel und Chelatbildner.

Die internationale Patentveröffentlichung WO-A-97/09407 offenbart verdünnte Reinigungsmittel für harte Oberflächen, die bei der Entfernung von Kalkablagerungen wirksam sind. Die Reinigungsmittel umfassen eine Carbonsäure, ein grenzflächenaktives Reinigungsmittel und sofern das grenzflächenaktive Reinigungsmittel nicht ein tertiäres Aminoxid ist, in dem die längste Alkylgruppe 6 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist, ein organisches Lösemittel, das bedingt, dass die Zusammensetzung ein klares Gemisch bildet. Wie bei den meisten der oben ausgeführten Reinigungsmittel des Standes der Technik liegt diese Reinigungszusammensetzung im sauren pH-Bereich vor.

Die internationale Patentveröffentlichung WO-A-97/09412 offenbart eine Reinigungszusammensetzung, die sich zur Entfernung von Kalkablagerungen eignet. Die Zusammensetzungen umfassen ein grenzflächenaktives Reinigungsmittel und sofern das grenzflächenaktive Mittel nicht ein tertiäres Aminoxid ist, worin die längste Alkylgruppe 6 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist, ferner ein organisches Lösemittel, das bedingt, dass die Zusammensetzung ein klares Gemisch bildet. In einer bevorzugten Ausführungsform enthält die Zusammensetzung ein Bleichmittel.

Viele der Zusammensetzungen des Standes der Technik sind wirksam bei der Entfernung von Kalkablagerungen und einige von ihnen bewirken ferner eine Steuerung von Schimmel und Mehltau, die häufig mit Kalkablagerungen einhergehen. Diese Zusammensetzungen enthalten im allgemeinen jedoch hohe Mengen an wirksamen Bestandteilen und/oder erfordern die Verwendung von speziellen Lösemitteln und sind als Ergebnis relativ teuer in der Herstellung. Es wäre vom Vorteil, ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen zu entwickeln, das besonders wirksam bei der Entfernung von Kalkablagerungen wäre und das geringe Mengen an wirksamen Bestandteilen enthält.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine verdünnte wässrige Reinigungszusammensetzung für harte Oberflächen, die eine Entfernung von Kalkablagerungen und ferner von Schimmel und Mehltau bewirkt. Die Zusammensetzung besteht im wesentlichen aus:

(1) 1,5 bis 6,0% Natriumcarbonat.

(2) 0,2 bis 1,0% Alkalimetallhydroxid,

(3) 1 bis 4% Natriumhypochlorit,

(4) 0,2 bis 1,5% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(5) 0,4 bis 1,5% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

In den oben genannten Formulierungen sind alle Prozentsätze auf das Gewicht bezogen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner ein Verfahren zur Entfernung von Kalkablagerungen von Oberflächen, insbesondere von Fliesenflächen und Fliesenböden durch Applizieren einer Zusammensetzung, die im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(1) 1,5 bis 6,0% Natriumcarbonat.

(2) 0,2 bis 1,0% Alkalimetallhydroxid,

(3) 1 bis 4% Natriumhydrochlorit,

(4) 0,2 bis 1,5% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(5) 0,4 bis 1,5% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht die Zusammensetzung im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen:

(1) 3 bis 5% Natriumcarbonat,

(2) 0,4 bis 1,0% Alkalimetallhydroxid,

(3) 1,5 bis 4,0% Natriumhypochlorit,

(4) 0,9 bis 1,2% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(5) 0,4 bis 0,6% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht die Zusammensetzung im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen:

(1) 1,75 bis 2,5% Natriumcarbonat,

(2) 0,4 bis 1,0% eines Alkalimetallhydroxids,

(3) 1,5 bis 4,0% Natriumhypochlorit,

(4) 0,2 bis 0,6% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(5) 0,8 bis 1,4% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

In den erfindungsgemäßen Reinigungszusammensetzungen müssen die Mengen der verschiedenen Bestandteile genau gesteuert werden, um eine wirksame Entfernung von Kalkablagerungen zu erreichen und gleichzeitig die gewünschten Kriterien hinsichtlich billiger Bestandteile und eines hohen Verdünnungsgrades zu erreichen. Alle in diesen Zusammensetzungen enthaltenen Bestandteile sind als mögliche Bestandteile für Reinigungszusammensetzungen für harte Oberflächen bekannt, es wurde jedoch überraschenderweise festgestellt, dass verdünnte wässrige Zusammensetzungen, die diese Bestandteile in diesen genauen Mengen umfassen, extrem wirksam bei der Entfernung von Kalkablagerungen sind und gleichzeitig zu einer Minimierung von Rückständen, die eine Spülstufe erfordern würden, führen. Die Tatsache, dass die vorliegende Zusammensetzung in ihren bevorzugten Ausführungsformen etwa 87% bis etwa 96% Wasser enthalten, macht sie ökonomisch attraktiv.

Ein Hypochloritbleichmittel ist ein wichtiger Bestandteil der vorliegenden Zusammensetzungen. Ein Bleichmittel ist eine wohlbekannte Komponente von Reinigungsmitteln harter Oberflächen und ist besonders wirksam bei der Entfernung von Kalkablagerungen sowie bei der Bekämpfung von Schimmel und Mehltau, bei denen es sich um Substanzen handelt, die häufig mit Kalkablagerungen einhergehen. Obwohl andere Hypochloritbleichmittel, beispielsweise Kaliumhypochlorit zur Entfernung von Schimmel, Mehltau und Kalkablagerungen verwendet werden können, erfordern die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen großteils aus ökonomischen Gründen, dass das Bleichmittel Natriumhypochlorit ist. Es ist bekannt, dass Natriumhypochlorit-Bleichmittelformulierungen des für Bedarfsartikelzwecke verkauften Typs häufig signifikante Mengen Chloridsalz enthalten. Die Verwendung derartiger Zusammensetzungen als Quelle von Natriumhypochlorit fällt unter den Umfang der vorliegenden Erfindung, wodurch die Notwendigkeit zur Verwendung von "hochreinem" NaOCl vermieden wird. In einem breiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist Natriumhypochlorit in einem Bereich von 1,0-4,0 Gew.-% vorhanden.

Natriumcarbonat ist ein wohlbekannter Bestandteil in Reinigungszusammensetzungen und in einem breiten Aspekt der vorliegenden Erfindung in einer Menge von 1,5-6,0 Gew.-% vorhanden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind alkalisch und zur Gewährleistung der geeigneten Alkalinität sollten 0,2-1,0%, vorzugsweise 0,4-1,0% eines Alkalimetallhydroxids enthalten sein. Vorzugsweise ist das Alkalimetallhydroxid Natriumhydroxid und dies ist wünschenswerterweise in einer Menge von 0,6 Gew.-% vorhanden.

Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist ein aus zwei Komponenten bestehendes grenzflächenaktives System aus einem Natrium-2-ethylhexylsulfat und einem C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxid.

Ocylsulfate, insbesondere n-Octylsulfat sind bekannte Bestandteile in Reinigungszusammensetzungen für harte Oberflächen und können in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen verwendet werden. Es wurde jedoch festgestellt, dass, wenn der Alkylsulfatbestandteil Natrium-2-ethylhexylsulfat ist, eine bessere Kalkablagerungsentfernungszusammensetzung erreicht werden. Ohne an irgendeine Theorie gebunden werden zu wollen, wird vermutet, dass die bessere Wirksamkeit des 2-Ethylhexylisomers auf seine größere Stabilität in hyochlorithaltigen Lösungen zurückzuführen ist. In einem breiten Aspekt der vorliegenden Erfindung muss das Natrium-2-ethylhexylsulfat in einer Menge von 0,2-1,5% der gesamten wässrigen Reinigungszusammensetzung vorhanden sein.

Die Alkyldimethylaminoxidkomponente ist eine Verbindung der folgenden Formel

worin R für C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyl, vorzugsweise geradkettiges C&sub8;- oder C&sub1;&sub0;-Alkyl steht. In einem breiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist diese Komponente in einer Menge von 0,4-1,5 Gew.-% der wässrigen Reinigungszusammensetzung vorhanden.

Neben den oben genannten essentiellen Bestandteilen umfassen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorzugsweise eine oder mehrere bleichmittelstabile Duftstoffkomponenten und ein oder mehrere bleichmittelstabile Färbemittel. Vorzugsxveise ist die Duftstoffkomponente relativ flüchtiger als die Komponenten dieser Zusammensetzungen, die für Bleichmittelgerüche verantwortlich sind.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Natriumcarbonat in einem relativ hohen Anteil von 3,0-5,0 Gew.-%, vorzugsweise von etwa 4,0 Gew.-% vorhanden. Das Natrium- 2-ethylhexylsulfat ist in einer Menge im Bereich von 0,9-1,2 Gew.-%. vorzugsweise in einer Menge von etwa 1,0 Gew.-% vorhanden. Das C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Dimethylaminoxid ist in Mengen im Bereich von 0,4-0,6%, vorzugsweise in einer Menge von etwa 0,5% der gesamten Zusammensetzung vorhanden.

Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet eine geringere Menge an Natriumcarbonat, d. h. Mengen im Bereich von 1,75-2,5 Gew.-% der wässrigen Reinigungszusammensetzung, vorzugsweise eine Menge von etwa 2,0 Gew.-%. Die Menge an Natrium-2-ethylhexylsulfat wird auf Mengen von 0,2-0,6 Gew.-%, vorzugsweise von 0,25-0,5 Gew.-% verringert und die Menge an C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxid wird auf einen Bereich von 0,8-1,4 Gew.-%, vorzugsweise von 0,9- 1,3 Gew.-% erhöht. Vorzugsweise ist in dieser Ausführungsform die Alkylgruppe in dem Alkyldimethylaminoxid eine C&sub8;-Alkylgruppe der geringere Gehalt an Feststoffen in der zweiten Ausführungsform macht diese Zusammensetzungen besonders geeignet zur Verwendung auf dunkelfarbigen Fliesenoberflächen.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können durch Vermischen der oben beschriebenen Bestandteile miteinander in den geeigneten Konzentrationen mit Hilfe beliebiger herkömmlicher Maßnahmen, die normalerweise verwendet werden, um verdünnte wässrige Zusammensetzungen herzustellen, hergestellt werden.

Die vorliegende Erfindung lässt sich anhand der folgenden Beispiele, die lediglich veranschaulichende Zwecke haben und keinerlei Einschränkungen darstellen sollen, weiter veranschaulichen.

Beispiele 1 und 2

Zwei Zusammensetzungen gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wurden durch Einmischen der verschiedenen wirksamen Bestandteile in Wasser hergestellt. Die Zusammensetzungen besaßen die folgenden Bestandteile (alle ausgedrückt in Gew.-%):

TABELLE I

(1) Rhodapon BOS, Rhônc Poulenc

(2) Mackamine C-8, McIntyre

(3) Barlox 10S, Lonza

Beispiel 3

Kalkablagerungstests auf Fliesen wurden mit Zusammensetzungen der Beispiele 1 und 2 durchgeführt. Die Tests wurden gemäß einer Modifikation des allgemein in CSMA Designation DCC-16. "Scrubber Test for Measuring the Removal of Lime Soap", veröffentlicht in CSMA Detergents Division Test Methods Compendium, Seiten I-51 - I-55 (3. Ausgabe 1995) beschriebenen Vorgehens durchgeführt.

Materialien:

1. Substratproben: Schwarze Standardkeramikfliesen einer Größe von etwa 10,8 cm². Es wurden Fliesen verwendet, die den ANSI-Standard A371.1 erfüllen.

2. Reinigungsmedium

(a) Celluloseschwamm.

3. Schmutzkomponenten

(a) Kernseife auf Stearinbasis

(b) Shampoo: ein einfacher, moderat reinigender Typ, der Alkylethoxysulfat enthält, wird empfohlen. Diejenigen, die konditionierende oder behandelnde Additive enthalten, sollten vermieden werden.

(c) Schwarzer Bindeton oder "bandy black clay".

(d) Künstlicher Talk (gefroren halten).

(e) Hartes Wasser: Entionisiertes Wasser, dem Calcium : Magnesium in einem Verhältnis von 2 : 1 zugegeben wird, um eine Gesamthärte ausgedrückt als CaCO&sub3; von 20000 ppm zu erreichen.

(f) Salzsäure (0,1 N).

(g) Aceton: HPLC-Reinheit oder ähnliches.

(h) Whatman Nr. Q1-Filterpapier oder ein Äquivalent hiervon.

(i) Papiertücher.

Vorrichtung:

1. Waschvorrichung: Gardner Neotec oder ein Äquivalent hiervon.

2. Waschmediumhalter, um zu einem Tester zu passen, wog insgesamt 454 ± 25 g.

3. Substrathalter: Acrylplatte, die geschnitten war, um zu dem Waschboden zu passen: die Platte besaß ein 10,8 cm² großes Loch in der Mitte, um die Fliese aufnehmen zu können.

4. Dreiflügelpropellermischer oder anderer geeigneter Mischer.

5. Saugfiltrationskolben, ausgestattet mit einem Buchner-Trichter.

6. Laborofen mit der Fähigkeit 45ºC zu halten.

7. Künstler-"Spritzpistole".

8. Laborofen mit der Fähigkeit 205ºC zu halten.

9. Küchenspatel.

10. Homogenisator oder ein anderer geeigneter Hochschermischer.

Verfahren: 1. Tag: Schmutz/Substrat-Zubereitung Stufe 1A: Basisschmutzrezeptur

Kernseife 3,90% g/g

Shampoo 0,35%

Ton 0,06%

Künstlicher Talk 0,15%

hartes Wasser 95,54%

1. Schaben der Kernseife in ein geeignetes Becherglas.

2. Zugeben der restlichen Schmutzkomponenten in der obigen Reihenfolge und Rühren mit einem Dreiflügelpropellerrührer.

3. Erwärmen der Rezeptur auf 45-50ºC und Vermischen, bis eine weiche klumpenfreie Suspension erreicht wird. Dies sollte etwa 2 h bei mäßigem Rühren erfordern.

4. Filtrieren der Suspension durch einen Buchner-Trichter, der mit einem Whatman Nr. 1- Filterpapier oder einem Äquivalent hiervon ausgerüstet ist.

5. Resuspendieren des Filtrats in reinem entionisiertem Wasser unter Verwendung derselben Menge Wasser, die zur Herstellung des Schmutzes verwendet wurde und abermals Filtrieren.

6. Gleichmäßiges Trocknen des Filtratkuchens über Nacht bei 45ºC.

7. Pulverisieren des nun trockenen Kuchens und Aufbewahren desselben in einem verschlossenen Behälter.

Stufe 1B: Substratherstellung

1. Reinigen der Keramikfliesen mit einem im Handel erhältlichen flüssigen Leichtgeschirrwaschprodukt.

2. Vollständiges Spülen mit reinem Wasser.

3. Trocknen über Nacht in einem 45ºC warmen Ofen, wobei die Fläche jeder Fliese zur Ofenregalfläche zeigt.

2. Tag: Schmutzzubereitung/Applikation Stufe 2: Wiederhergestellte Schmutzrezeptur

Basisschmutz (Stufe 1A) 4,50%g/g

Hartes Wasser 9,00%

Salzsäure (0,1 N) 0,77%

Aceton 8,73%

1. Vereinigen der obigen Bestandteile in einem geeigneten Becherglas. Zugeben von hartem Wasser zu dem Aceton und anschließendes Zugeben des Schmutzes. Mischen, bis ein gleichmäßiges Gemisch erhalten wird, dann Zugeben der Säure.

2. Homogenisieren der Suspension, bis sich die Farbe von weiß nach grau ändert (etwa 20- 30 min). Das Becherglas sollte soweit wie möglich bedeckt sein, um übermäßigen Lösemittelverlust zu vermeiden.

3. Beladen der Künstler-Spritzpistole mit einer geeigneten Menge Schmutz. Durch Wirbelbilden des Schmutzes, um eine Schmutzgleichförmigkeit während des Führens zu gewährleisten. Die Spritzpistole sollte auf einen Luftdruck von 40 psi gesetzt werden.

Stufe 3: Schmutzapplikation

1. Die erforderliche Zahl sauberer, trockener Fliesen kann in Reihen oder Kolonnen bei der Herstellung für eine Schmutzapplikation gesetzt werden.

2. Sprühen einer visuell gleichmäßigen Menge (0,10-0,15 g) Schmutz auf die Fliesen. Halten einer gleichförmigen Schmutzsuspension während der Applikation durch kontinuierliche Bürstenbewegung und/oder Verwirbeln der Suspension.

3. Trocknenlassen der Fliesen an Luft (etwa 30 min).

4. Vorwärmen des Laborofens auf etwa 205ºC. Hineingeben der Fliesen in den Ofen während 30 min. um den Schmutz zu schmelzen. Entfernen der Fliesen mit einem Küchenspatel.

5. Kühlen der Fliesen über Nacht vor dem Test.

Stufe 4: Reinigungssimulation

1. Das Reinigungsmedium wird tariert, gleichmäßig mit Wasser benetzt und gedrückt, bis noch 17,5 ± 0,5 g Wasser in dem Schwamm verbleiben. Es wird anschließend in den Wischkopf installiert.

2. Etwa 2 g Testprodukt werden aus einem geeigneten Sprühgefäß auf die verschmutzte Fläche einer Fliese gesprüht. Das Produkt wird 30 s auf dem Schmutz stehengelassen.

3. Der Wischer wird 12-mal (6 Zyklen) über die Fliese geführt.

4. Spülen der Fliese mit Leitungswasser und Trockenblasen mit einem Luftstrom, um Wasserflecken zu eliminieren.

Stufe 5: Reinigungsbewertung

Dies erfolgt mittels eines Reflektometers. Die prozentuale Reinigungswirkung der Testprodukte wird unter Verwendung der folgenden Gleichung bewertet:

Prozentuale Reinigungswirkung = RC - RS/RO - RS · 100

worin:

RC der Reflexionsgrad der gereinigten Fliese ist

RO der Reflexionsgrad der ursprünglichen (unverschmutzten) Fliese ist und

RS der Reflexionsgrad der verschmutzten Fliese ist.

Minimal erfolgten vier RC-Ablesungen bei jedem Testprodukt pro Fliese.

Weitere Details sind in der oben genannten CSMA-Veröffentlichung angegeben.

Die Ergebnisse dieser Tests waren die folgenden:

TABELLE II

Beispiele 4 bis 7

Zwei Zusammensetzungen (Beispiele 4 und 5) gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wurden durch Einmischen der verschiedenen wirksamen Bestandteile in Wasser hergestellt. Darüber hinaus wurden auf dieselbe Weise zwei Vergleichszusammensetzungen (Beispiele 6 und 7), die lediglich eines der beiden erforderlichen grenzflächenaktiven Mittel enthielten, hergestellt. Die Zusammensetzungen wiesen die folgenden Bestandteile auf (alle ausgedrückt in Gew.-%):

TABELLE III

Beispiel 8

Kalkablagerungstests auf Fliesen wurden mit den Zusammensetzungen der Beispiele 4 bis 7 durchgeführt. Das Testvorgehen war mit dem in Beispiel 3 beschriebenen Vorgehen identisch. Die Ergebnisse dieser Tests waren die folgenden:

TABELLE IV

Diese Daten zeigen einen offensichtlichen Synergismus, wenn das grenzflächenaktive System sowohl Natrium-2-ethylhexylsulfat- als auch die Alkyldimethylaminoxidbestandteile enthält. Dieselbe Menge eines einzelnen grenzflächenaktiven Mittels, das in den Vergleichsbeispielen 6 und 7 verwendet wurde, führte zu einer signifikant geringeren Kalkablagerungsentfernung als wenn die Detergenzien in Kombinationen verwendet wurden, wie in den Beispielen 4 und 5 gezeigt ist.


Anspruch[de]

1. Wässrige Reinigungszusammensetzung, die im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(a) 1,5 bis 6,0% Natriumcarbonat,

(b) 0,2 bis 1,0% eines Alkalimetallhydroxids,

(c) 1,0 bis 4,0% Natriumhypochlorit,

(d) 0,2 bis 1,5% Natrium-2-ethylhexylsulfat,

(e) 0,4 bis 1,5% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids,

wobei alle Prozentsätze auf das Gewicht bezogen sind und

gegebenenfalls Octylsulfate, bleichmittelstabile Duftstoffkomponenten und bleichmittelstabile Färbemittel.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, worin das Alkalimetallhydroxid Natriumhydroxid ist.

3. Zusammensetzung nach den Ansprüchen 1 oder 2, worin das Alkyldimethylaminoxid ein geradkettiges C&sub8;- oder geradkettiges C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxid ist.

4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, die im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht.

(a) 3 bis 5% Natriumcarbonat,

(b) 0,4 bis 1% Natriumhydroxid,

(c) 1,5 bis 4% Natriumhypochlorit,

(d) 0,9 bis 1,2% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(e) 0,4 bis 0,6% eines geradkettigen C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

5. Zusammensetzung nach Anspruch 4, worin

(a) das Natriumcarbonat in einer Menge von etwa 4,0% vorhanden ist,

(b) das Natriumhydroxid in einer Menge von etwa 0,6% vorhanden ist,

(c) das Natriumhypochlorit in einer Menge von etwa 2,5% vorhanden ist,

(d) das Natrium-2-ethylhexylsulfat in einer Menge von etwa 1,0% vorhanden ist und

(e) das Alkyldimethylaminoxid in einer Menge von etwa 0,5% vorhanden ist.

6. Zusammensetzung nach Anspruch 1, die im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(a) 1,75 bis 2,5% Natriumcarbonat.

(b) 0,4 bis 1% Natriumhydroxid.

(c) 1,5 bis 4% Natriumhypochlorit.

(d) 0,2 bis 0,6% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(e) 0,8 bis 1,4% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

7. Zusammensetzung nach Anspruch 6, worin

(a) das Natriumcarbonat in einer Menge von etwa 2,0% vorhanden ist,

(b) das Natriumhydroxid in einer Menge von etwa 0,6% vorhanden ist,

(c) das Natriumhypochlorit in einer Menge von etwa 2,5% vorhanden ist,

(d) das Natrium-2-ethylhexylsulfat in einer Menge von 0,25% bis 0,5% vorhanden ist und

(e) das Alkyldimethylaminoxid in einer Menge von 0,9% bis 1,3% vorhanden ist.

8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, worin das Alkyldimethylaminoxid Octyldimethylaminoxid ist.

9. Verfahren zur Entfernung von Kalkablagerungen von einer Oberfläche durch Applizieren einer wässrigen Zusammensetzung auf die Oberfläche, wobei die Zusammensetzung im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(a) 1,5 bis 6,0% Natriumcarbonat,

(b) 0,2 bis 1,0% eines Alkalimetallhydroxids,

(c) 1,0 bis 4,0% Natriumhypochlorit.

(d) 0,2 bis 1,5% Natrium-2-ethylhexylsulfat,

(e) 0,4 bis 1,5% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids,

wobei alle Prozentsätze auf das Gewicht bezogen sind, und

gegebenenfalls Octylsulfate, bleichmittelstabile Duftstoffkomponenten und bleichmittelstabile Färbemittel.

10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Zusammensetzung im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(a) 3 bis 5% Natriumcarbonat,

(b) 0,4 bis 1,0% Natriumhydroxid.

(c) 1,5 bis 4,0% Natriumhypochlorit,

(d) 0,9 bis 1,2% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(e) 0,4 bis 0,6% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.

11. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Zusammensetzung im wesentlichen aus den folgenden Bestandteilen besteht:

(a) 1,75 bis 2,5% Natriumcarbonat,

(b) 0,4 bis 1,0% Natriumhydroxid,

(c) 1,5 bis 4,0% Natriumhypochlorit,

(d) 0,2 bis 0,6% Natrium-2-ethylhexylsulfat und

(e) 0,8 bis 1,4% eines C&sub8;-C&sub1;&sub0;-Alkyldimethylaminoxids.







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