Schleifwerkzeuge werden mit Fasern verstärkt, um sie
widerstandsfähiger zu machen und ihren sicheren Einsatz
bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten zu erlauben,
insbesondere bei Metalltrennschnitten, Schleifputz- und
Grobschleifvorgängen. Schleifwerkzeuge, die für solche
Vorgänge bestimmt sind, werden im Allgemeinen als "dünne
Schleifscheiben" bezeichnet.
Bei den herkömmlichen Herstellungsverfahren für solche
Schleifwerkzeuge werden gewebte Glasfaserstoffscheiben
aus Stoffbahnen ausgeschnitten und in Formen für die
Scheiben unter und auf einer Mischung von Schleifkorn-
und Bindebestandteilen angeordnet. Die Scheiben werden
dann in eine Form gepresst und ausgehärtet. Typische
Herstellungsverfahren für gewebte
Glasfaserstoffverstärkungen werden in der US-
Patentschrift US-A-4,800,685, erteilt an Haynes, und in
der US-Patentschrift US-A-4,401,442, erteilt an Oide,
beschrieben. Obwohl diese Techniken einheitliche
Verstärkungen über den Durchmesser der Scheibe erzielen,
wobei die Scheibe durchgehend von der mittigen
Befestigungsnabe bis zum Scheibenumfang bedeckt wird,
sind die Herstellungsverfahren durch große
Materialverschwendung (z. B. ein Mindestabfall von 22%)
und hohen Arbeitskosten gekennzeichnet.
In einer nicht herkömmlichen Scheibenbauart wurde eine
teilweise Verstärkung einer laminierten Verbundscheibe
mit gewebtem Glasfaserstoff in der US-Patentschrift US-A-
5,431,596, erteilt an Akita et al., vorgeschlagen. Höhere
Scheibengeschwindigkeiten wurden durch Verwendung von
gewebten Garnsträngen (nicht hochgedrehte Garne) aus
Glasfaser erzielt, wie in der US-Patentschrift US-A-
3,838,543, erteilt an Lakhani, offenbart. Gewebte Fasern,
die höhere Festigkeits- und Leistungseigenschaften als
Glasfaser aufweisen, werden zur Verstärkung von Scheiben
in der US-Patentschrift US-A-4,259,089, erteilt an
Waizer, und in der US-Patentschrift US-A-4,021,209,
erteilt an Binkley, eingesetzt und Faserbeschichtungen
werden für verbesserte Scheiben, die gewebte Fasern
umfassen, in der US-Patentschrift US-A-4,338,357, erteilt
an Pichler et al., verwendet.
Die Techniken mit Glasfaservliesverstärkung, wie sie auf
diesem Gebiet der Technik bekannt sind, schaffen keine
einheitlichen, wirksamen Verstärkungsmuster. Zum Beispiel
würde der gebogene, vorzugsweise spiralförmige oder
spirografische Pfad der Glasfaserverstärkung, wie in der
kanadischen Patentschrift CA-A-2,108,094; erteilt an
Rector, offenbart, eine Scheibe schaffen, die eine
tangentiale Verstärkung aufweist, die keinen Widerstand
gegen eine seitliche Belastung aufbringen könnte. Die
Scheibe besitzt auch Faserstränge parallel zur
Schleiffläche der Scheibe, welche verschiedene Probleme
(z. B. Aufweiten) im Schleifbetrieb verursachen würden.
Ähnliche Probleme mit nicht einheitlicher Verstärkung,
also Nichterreichen von Bruchgeschwindigkeitsvorschriften
und Fehlen ausreichender Verstärkung an der Schleiffläche
der Scheibe, ergeben sich aus der "Fahrradspeichen"-
Faserlagenbauart, die in der deutschen Patentschrift DE-
1,291,648, erteilt an Kistler et al.; und aus dem
ringförmigen Fasermuster, wie es in der US-Patentschrift
US-A-3,262,230, erteilt an Seymour et al., offenbart
wird.
Der Einsatz einer Verstärkung aus kurzen, gebrochenen
Fasern, wie z. B. in den US-Patentschriften US-A-
4,989,375, erteilt an Henmi; US-A-4,657,563, erteilt an
Licht et al.; US-A-4,253,850, erteilt an Rue et al.; in
der britischen Patentschrift GB-A-2,137,220, erteilt an
Rands; und in der deutschen Patentschrift DE-A-1,502,655,
erteilt an Ruggeberg, offenbart, stellen keine
ausreichende Festigkeit bereit, um dünne Schleifscheiben
für den größere Ansprüche stellenden
Hochgeschwindigkeitsschleifbetrieb zu verstärken.
Andere Faservliesverstärkungstechniken, wie sie auf
diesem Gebiet der Technik bekannt sind und die
entsprechende Scheibenfestigkeit bereitstellen könnten,
sind nicht zielführend, da sie komplexe Verfahren mit
hohen Arbeitskosten oder Maschinenkosten erfordern. Zum
Beispiel erfordert ein Verfahren zum Verstärken von
Scheiben, wie es in der US-Patentschrift US-A-3,121,981,
erteilt an Hurst, offenbart wird, die folgenden Schritte:
Beschichten eines fasrigen Plattenmaterials, das
Schleifkörner umfasst, mit Bindemittel, Anordnen
paralleler Stränge von verstärkenden Fasern auf der
klebrigen Oberfläche, Beschichten der verstärkenden
Fasern mit einer Schicht einer Mischung aus
Schleifkörnern und organischem Kleber, Trocknen und
Schneiden des sich ergebenden Laminats in die
Scheibenform und Stapeln der Schichten des Laminats,
wobei die verstärkenden Fasern in unterschiedliche
Richtungen ausgerichtet sind, und Formen des Stapels, um
eine Scheibe auszubilden. Wie in der US-Patentschrift US-
A-4,164,098, erteilt an Akita, offenbart, wird eine
blumige Anordnung von langen und kurzen "Blütenblättern"
als eine Hilfsverstärkung nahe der Nabe der Scheibe mit
gewebter Glasfaserstoffverstärkung eingesetzt, die von
der Nabe zum Umfang der Scheibe vorgesehen ist. Diese
Verfahrensabschnitte mit Vliesfasern erfordern
umfangreiche und kostspielige Verfahrensschritte, um eine
Scheibenverstärkung zu erzielen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es hat sich herausgestellt, dass Verfahren zum Ausbilden
von Mustern aus Vliesfasern auf relativ billiger
Maschinausrüstung eingesetzt werden können, um
einheitlich verstärkte, dünne Schleifscheiben
herzustellen. Dünne Schleifscheiben, insbesondere
Scheiben mit erhabenen Naben, die mit solchen
einheitlichen Mustern aus Vliesfasern verstärkt sind,
weisen eine deutlich verbesserte Widerstandsfähigkeit
gegen Nabenauszug während des Schleifbetriebs auf. Es
wurde eine Vorrichtung entwickelt, um diese regelmäßigen
Vliesfaseranordnungen mit hohem Wirkungsgrad
herzustellen.
BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Fig. 1A-1D sind Darstellungen eines Verfahrens zum
Herstellen einer Vliesfaseranordnung in einem Zickzack-
Muster mit einer oder zwei Faserspulen, wobei ein Rechen
und eine rotierende Platte mit feststehenden Stiften
eingesetzt wird.
Fig. 2A-2C sind Darstellungen eines zweiten Verfahrens
zum Herstellen einer Vliesfaseranordnung in einem
Zickzack-Muster mit einer oder zwei Faserspulen, wobei
bewegbare Stifte auf einer kreisförmigen Plattform
eingesetzt werden.
Fig. 3 ist eine Darstellung eines Verfahrens, das für
das Herstellen eines Zickzack-Musters aus Vliesfasern mit
einer oder zwei Faserspulen nützlich ist, wobei ein
Weberschiffarm auf einer Platte mit feststehenden Stiften
eingesetzt wird.
Fig. 4A-4F sind Darstellungen eines Verfahrens zum
Herstellen einer Vliesfaseranordnung in einem Kreuzmuster
mit einer Mehrzahl von Faserspulen, die mit bewegbaren
Faserführungen verbunden sind.
Fig. 5-6 sind Darstellungen einer Vorrichtung, die für
das Herstellen eines Kreuzmusters aus Vliesfasern mit
einer Mehrzahl von Faserspulen, die mit bewegbaren
Faserführungen verbunden sind, nützlich ist.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Jedes Verfahren und jede Vorrichtung zur Ausrichtung von
Fasern kann verwendet werden, um die
Vliesfaserverstärkungen für dünne Schleifscheiben
herzustellen, vorausgesetzt, dass gemäß der Erfindung die
Verstärkung eine einheitliche Menge an Fasern in einer
einheitlichen räumlichen Anordnung von der Scheibennabe
zum Scheibenumfang aufweist. Wie hierin verwendet,
bedeutet der Begriff "einheitlich" ein regelmäßiges
Muster aus Zellen, das durch die Schnittpunkte von zwei
oder mehr Fasern definiert wird, z. B. das Kreuzmuster
quadratischer Zellen, die durch zwei parallele
Faseranordnungen, die mit 90 Grad zueinander angeordnet
sind, definiert werden, ein Muster, welches das Aussehen
gewebten Stoffs nachahmt. Um die Scheibensicherheit und
die Schleifgeschwindigkeit größtmöglich zu gestalten,
stellen das Verfahren und die Vorrichtung Verstärkungen
bereit, die im Wesentlichen parallele Fasern aufweisen,
die in einer kreuzförmigen Anordnung mit
Faserkreuzungswinkeln von ungefähr 45 bis 135 Grad,
vorzugsweise ungefähr 90 Grad, gruppiert sind.
Die Verfahren und die Vorrichtung sind vorzugsweise nach
dem Kriterium kostengünstige, automatisierte Herstellung
mit geringstem Faserabfall ausgewählt. Beispiele für
geeignete Verfahren und eine Vorrichtungsbauart werden in
Fig. 1-6 dargestellt. In den Zickzack-Verfahren, die
in Fig. 1-3 gezeigt werden, müssen nur eine oder zwei
Faserversorgungsspulen gewartet werden, um die
Faserausrichtung durchzuführen. In dem Verfahren mit
mehrfachen, nicht fortlaufenden Fasern, das in Fig. 4A-
4F gezeigt wird, wird eine Mehrzahl von Versorgungsspulen
verwendet, um Fasern in den Vorgang einzuspeisen.
Fig. 1A-1D veranschaulichen die Schritte eines
Zickzack-Verfahrens zur Faseranordnung. Wie gezeigt,
versorgt die Faserspule 1 eine Faser 2, die am führenden
Ende an einem Anker 3 angebracht ist. Die Faser 2 kann
durch ein warmes Harzbad 4 hindurchgezogen werden, um die
Faser mit Harz zu überziehen. Die Faser 2 wird entlang
einer Tangente an einer kreisförmigen, drehbaren
Plattform 5, die eine Mehrzahl von feststehenden Stiften
6 umfasst, die entlang des Umfangs 7 der drehbaren
Plattform 5 angeordnet sind, ausgerichtet. Ein gebogener
Rechen 8 ist benachbart dem Umfang 7 der drehbaren
Plattform positioniert und die Faser 2 geht zwischen dem
Rechen 8 und dem Umfang 7 im Anfangsschritt des
Verfahrens hindurch, wie in Fig. 1A gezeigt. Der Rechen
8 wird dann in die Richtung 8a in Richtung der drehbaren
Plattform 5 bewegt, wobei er die Faser 2 aufnimmt, die
Faser 2 in dem Abschnitt der feststehenden Stifte 6 am
nächsten zum Rechen 8 erfasst und die Faser 2 über die
drehbare Plattform 5 hinwegträgt, wo entweder der Rechen
8 oder die drehbare Plattform 5 so vertikal bewegt wird,
dass die Faser 2 auf den verbleibenden feststehenden
Stiften 6 eingehängt wird. Wie in Fig. 1B gezeigt, wird
der Rechen 8 dann in die Richtung 8b in seine
ursprüngliche Position zurückgezogen, wobei er eine
parallele, Zickzack-gerichtete (0 Grad) Anordnung der
Faser 9 hinterlässt. Ein Harzsprühnebel oder eine
Harzbeschichtung kann aufgebracht werden, um die
Faseranordnung 9 anstelle oder zusätzlich zum Durchziehen
der Faser durch ein warmes Harzbad zu beschichten. Um die
Faserausrichtung zu vervollständigen, wird die drehbare
Plattform gedreht, z. B. um 90 Grad zu ihrer
ursprünglichen Position 5a in eine zweite Position 5b,
wie in Fig. 1B und 1C gezeigt, und der Rechen 8 wird
wiederum über die Faser 2 durch einen Abschnitt der
feststehenden Stifte 6 über die drehbare Plattform 5 und
über die verbleibenden feststehenden Stifte 6
hinweggeführt, um die Faser 2 einzuhängen und eine
parallele, Zickzack-gerichtete (z. B. 90 Grad)
Faseranordnung 11 bereitzustellen, wie in Fig. 1D
gezeigt. Die Faseranordnungen werden dann miteinander
verklebt, z. B. durch Wärme, wahlweise mit einem
Sprühnebel aus Harz, um die Faseranordnungen 9 und 11 zu
beschichten, und wahlweise mit Druck. Wenn zur
Verstärkung erwünscht, können zusätzliche
Faseranordnungen bereitgestellt und mit den
ursprünglichen Faseranordnungen 9 und 11 verklebt werden.
Die sich ergebende, kreuzförmig gelegte
Faservliesverstärkungsscheibe wird von den feststehenden
Stiften 6 und der drehbaren Plattform 5 durch mechanische
Mittel (z. B. Einblasen von Luft, Abheben mit
Greiffingern oder Vakuum, Umdrehen usw.) abgenommen und
als Verstärkung in einer dünnen Schleifscheibe verwendet.
Fig. 2A-2C veranschaulichen zwei alternative Verfahren
zum Herstellen der Faserverstärkungsscheiben, die
Zickzack-Faseranordnungen und bewegbare Stifte über einer
Haltescheibe 14 einsetzen, wobei die Haltescheibe drehbar
sein kann oder auch nicht, je nachdem wie von der
Vorrichtung verlangt, die zur Ausführung des Verfahrens
auswählt wird. In einer Ausführungsform dieses Verfahrens
wird ein erster Satz bewegbarer Stifte 12 in einer Reihe
quer über den Durchmesser der Haltescheibe 14 am oder
nahe dem Mittelpunkt 14a der Haltescheibe 14
ausgerichtet. Ein zweiter Satz bewegbarer Stifte 13 wird
in einer Reihe quer über den Durchmesser der Haltescheibe
am oder nahe dem Mittelpunkt 14a und parallel dem ersten
Satz bewegbarer Stifte 12 ausgerichtet. Jeder der
bewegbaren Stifte 12 ist auf einem Arm 16 angebracht, der
eine Bewegung in die Richtungen, die als 12a
gekennzeichnet sind, ausführen kann. Ähnliche Arme (nicht
gezeigt), die eine Bewegung in die Richtungen, die als
13a gekennzeichnet sind, ausführen können, sind an jedem
der bewegbaren Stifte 13 angebracht. Die Faser 2 wird
zwischen die zwei Reihen bewegbarer Stifte 12 und 13 von
einer Versorgungsspule 1, mit dem führenden Ende in einem
Anker 3 befestigt, gezogen.
Wie in Fig. 2A gezeigt, können die Arme 16 eingesetzt
werden, um die Stifte 12 in Richtung der Faser 2 zu
bewegen, wobei die Faser eingehängt und die Faser 2 in
einem Halbkreis in Richtung des Umfangs 15 der
Haltescheibe 14 gezogen wird. Gleichzeitig werden die
bewegbaren Stifte 13 quer über die Faser 2 in eine
Richtung 180 Grad zur Richtung der bewegbaren Stifte 12
bewegt, wobei die Faser eingehängt und die Faser 2 in
einem Halbkreis in Richtung des Umfangs 15 der
Haltescheibe 14 gezogen wird. Die Positionen am Umfang 15
der Faser 2, der Stifte 12 und der Arme 16 werden in
gestrichelten Linien in Fig. 2A gezeigt. Eine oder
mehrere Spannvorrichtungen 10 können verwendet werden, um
die Faserspannung während dieses Schrittes einzustellen.
Zusätzlich können die bewegbaren Stifte 12 und 13
aufeinanderfolgend betätigt werden, um die Spannung
während des Ziehens der Fasern gering zu halten. Am
Umfang 15 wird die Faser 2 von den bewegbaren Stiften 12
und 13 freigegeben. In Abhängigkeit von der Vorrichtung,
die zur Ausführung dieses Verfahrens ausgewählt wird,
kann ein zweiter Satz Stifte eingesetzt werden, um eine
zweite Faseranordnung auszurichten, und die
Vorgangsablaufschritte werden wiederholt. Alternativ dazu
werden bei Verwendung desselben Stiftsatzes entweder die
bewegbaren Stifte 12 und 13 oder die Haltescheibe 14,
welche die erste parallele Zickzack-gerichtete (0 Grad)
Faseranordnung trägt, um 45 bis 135 Grad, vorzugsweise 90
Grad, aus der ursprünglichen Anordnung gedreht und die
Fasereinzieh- und Faserverziehschritte werden wiederholt,
um eine oder mehrere parallele, Zickzack-gerichtete (z. B.
90 Grad) Faseranordnungen auf die erste Faseranordnung
drauf herzustellen. Die sich ergebende
Kreuzfaservliesanordnung wird dann verarbeitet, wie oben
für das Verfahren, das in Fig. 1A-1D gezeigt,
beschrieben, und dazu verwendet, um dünne Schleifscheiben
herzustellen.
In einer zweiten Ausführungsform dieses Verfahren, das
eine unterschiedliche Art von Vorrichtung verwendet, sind
die Ausgangsposition und die Bewegungsrichtung der Reihen
bewegbarer Stifte 12 mit jenen der Reihe bewegbarer
Stifte 13 ausgetauscht und die Faser 2 wird in Richtung
des Umfangs 15 durch die Stiftreihen 12 und 13 geschoben,
die sich in entgegengesetzte Richtungen bewegen, anstatt
in Richtung des Umfangs 15 gezogen zu werden, wie in
Fig. 2A dargestellt.
In dem zweiten Verfahren, das in Fig. 2A-2C
dargestellt ist, wird die Faservliesscheibe hergestellt,
wie in Fig. 2B und 2C dargestellt. Ein erster Satz
bewegbarer Stifte 12, der in einem Halbkreis angeordnet
ist, ist mit einem bewegbaren Arm 17 verbunden, der
anfänglich am Umfang 15 der Haltescheibe 14 positioniert
ist. Eine Faser 2, von einer Versorgungsspule 1 kommend,
wird über einen zweiten Satz bewegbarer Stifte 13
gezogen, die in einem Halbkreis entlang des Umfangs 15
der Haltescheibe 14 aufgestellt sind, und das führende
Ende der Faser wird an einem Anker 3 angebracht. Der
bewegbare Arm 17 wird in Richtung der Faser 2 und über
die Faser 2, die bewegbaren Stifte 13 und die
Haltescheibe 14 zum Umfang 15 hin bewegt, wodurch die
Faser 2 in eine erste parallele, Zickzack-gerichtete (0
Grad) Faseranordnung gezogen wird, wie in Fig. 2C
gezeigt. Der bewegbare Arm 17 wird dann zurückgezogen. In
Abhängigkeit von der Vorrichtung, die zur Ausführung des
Verfahrens ausgewählt wird, kann ein alternativer Satz
Stifte für den nächsten Schritt eingesetzt werden, oder
es wird entweder die Haltescheibe 14, welche die erste
Faseranordnung trägt, gedreht oder es werden die
bewegbaren Stifte 12 und 13 gemeinsam mit dem bewegbaren
Arm 17 um 45 bis 135 Grad, vorzugsweise 90 Grad, gedreht.
Der Faserverziehschritt wird wiederholt, um eine oder
mehrere, Zickzack-parallel-gerichtete (z. B. 90 Grad)
Faseranordnungen auszubilden, und die Faseranordnungen
werden abgeschlossen, wie oben beschrieben, wodurch sich
eine kreuzlagige Faservliesverstärkungsscheibe ergibt,
die zum Einsatz in der Herstellung dünner Schleifscheiben
geeignet ist.
Fig. 3 veranschaulicht ein drittes Zickzack-Verfahren
zum Herstellen einheitlicher
Faservliesverstärkungsscheiben für dünne Schleifscheiben.
In diesem Verfahren führt ein Weberschiffarm 18 eine
Faser 2, die durch eine Nadel 19 gefädelt wird, in einem
Zickzack-Muster über die Haltescheibe 14, wobei die Faser
2 um jeden einer Mehrzahl von feststehenden Stiften 6
eingehakt wird, die am Umfang 15 der Haltescheibe 14
angeordnet sind, um eine erste
Zickzack-parallelgerichtete (0 Grad) Faseranordnung herzustellen. Eine
Führungsvorrichtung für die Bewegung des Webschiffarms 18
kann eingesetzt werden, um die Grenzen des Umfangs der
Zickzack-Faseranordnung zu definieren.
Die Haltescheibe 14 kann ein Teil eines Förderbands in
einer Fertigungsstraße, einer drehbaren Plattform, des
Bodens einer Schleifscheibenform oder eine Vielzahl von
alternativen Strukturen sein, die so ausgebildet sind,
dass sie ungefähr dieselbe Größe und Form wie eine
Schleifscheibe aufweisen, für welche die
Verstärkungsscheibe vorgesehen ist. In Abhängigkeit von
der eingesetzten Vorrichtung wird entweder der Aufbau,
der den Webschiffarm 18, die Nadel 19 und die Faser 2
umfasst, von ungefähr 45 bis 135 Grad, vorzugsweise 90
Grad, in Bezug auf die erste Zickzack-Faseranordnung
gedreht oder die Haltescheibe 14 wird um die
beabsichtigte Distanz gedreht, um eine oder mehrere
Zickzack-Faseranordnungen ausbilden und verkleben zu
können, um die beabsichtigte kreuzlagige
Faservliesverstärkungsscheibe herzustellen.
Die Verfahren, die in Fig. 1-3 dargestellt werden,
verstehen sich nur als Beispiele und tragen nicht die
Absicht in sich, den Umfang der Erfindung zu beschränken.
Das Verfahren der Erfindung kann auch auf andere Arten
ausgeführt werden, vorausgesetzt das Verfahren verwendet
nicht mehr als eine Faserversorgungsquelle für jede Art
Faser, die in der Zickzack-Faseranordnung angeordnet
wird, stellt ein Vliesmuster bereit, das sich durch
Festigkeit in zwei Richtungen und Widerstandskraft
gegenüber seitlichen Belastungen auszeichnet, wenn in
eine Schleifscheibe eingeklebt, und ermöglicht eine
einheitliche Fasermenge und einheitlichen Faserabstand
vom Mittelpunkt bis zum Umfang der
Faserverstärkungsscheibe, die durch das Verfahren
hergestellt wird. In gleicher Weise kann verschiedene
Maschinausrüstung durch Fachleute auf diesem Gebiet der
Technik ausgewählt und eingesetzt werden, um die
Faservliesverstärkungsscheiben zu produzieren und um
dünne Schleifscheiben, welche die Verstärkungsscheiben
umfassen, herzustellen.
Während Fig. 1-3 im Allgemeinen die Herstellung einer
Faseranordnung als voller Kreis darstellen, ist auch
mitbedacht, dass eine Faseranordnung über weniger als den
vollen Kreis, z. B. über ein Viertel eines Kreises oder
ein Drittel eines Kreises, der durch die Halteplattform
umschrieben wird, ausgerichtet werden und dann das
Werkstück gedreht werden kann, z. B. 45 Grad und
nachfolgende Abschnitte an Faser über einen Abschnitt der
ersten Anordnung ausgerichtet werden können. Auf diese
Weise wird keine Faser über dem mittigen Loch der
Verstärkungsscheibe angeordnet und eine Schleifscheibe
kann ohne Ausschneiden eines mittigen Lochs hergestellt
werden, so dass die Scheibe auf einer Schleifmaschine
angebracht werden kann.
Bei Ausführung des Zickzack-Faserausrichtungsverfahrens
wird bevorzugt, die Faseranordnungen miteinander zu
verkleben. Jedoch könnte eine einzelne Zickzack-
Faseranordnung als ein einzelnes Stück verwendet werden,
über das eine oder mehrere zusätzliche Faseranordnungen
gestapelt werden, die in einem Kreuzlagenmuster
angeordnet und z. B. in einer Schleifscheibenform
aufgenommen sind, um die Verstärkungsscheibe auszubilden.
Dies könnte ausgeführt werden, indem eine
Schleifscheibenform auf einem Band an einer ersten und
einer zweiten Faserausrichtungsstation vorbeigefördert
wird, wo eine erste und eine zweite Faseranordnung in der
Form abgelegt werden. Während sich die Form auf dem
Förderband die Fertigungsstraße hinunterbewegt, könnte
eine Mischung aus Schleifkorn und Kleber auf die
Faseranordnungen obenauf angeordnet werden, wiederum
gefolgt von einer dritten und vierten Ablage einer
Faseranordnung in der Form.
Bei der Herstellung einer bevorzugten verklebten
Faservliesverstärkungsscheibe wird ein Harz auf die
halbfertiggestellten Faseranordnungen vorzugsweise
aufgesprüht oder diese werden auf andere Art beschichtet.
Die unbeschichtete Faser kann leicht in eine Anordnung
hineingezogen und darin verzogen werden, ohne dass die
Klebrigkeit des Harzes diese Faserbewegung behindern und
ohne dass durch die Bewegung so viel Spannung während der
Verarbeitung aufgebaut würde, was die Fasern brechen
ließe. Jedoch kann bei einer Maschinausrüstung mit
geeigneten Spannvorrichtungen und Zeitablaufsteuerungen
ein Harzbad eingesetzt werden, um die Fasern mit Harz vor
dem Herstellen der Faseranordnungen zu beschichten. Für
jedes der Beschichtungsverfahren kann das Harz erwärmt
werden, um ein festes Harz zu verflüssigen oder die
Viskosität eines flüssigen Harzes herabzusetzen oder das
Harz kann solvatisiert oder mit einem Lösungsmittel oder
einem Verdünnungsmittel gestreckt werden, das
anschließend verdampft wird, um ein entsprechendes
Beschichten der Faser zu erreichen. Harze, die im
Wesentlichen bei Raumtemperatur fest sind, werden für das
darauffolgende Handhaben der Verstärkungsscheiben
bevorzugt. Eine Harzbeschichtung auf der Faser wird als
ein Mittel bevorzugt, um Faserbeschädigungen während des
Handhabens zu vermeiden, die Verklebung der
Verstärkungsscheibe mit den Bestandteilen der
Schleifscheibe zu verbessern und die Faserausrichtung
während der Herstellung der Schleifscheiben zu fixieren.
Fig. 4A-4F veranschaulichen ein Verfahren mit einer
Mehrzahl von nicht fortlaufenden Fasern zur Herstellung
einer einheitlichen Vliesverstärkungsscheibe für dünne
Schleifscheiben. Wie in Fig. 4A gezeigt, wird jede einer
Mehrzahl von Fasern 2, die in einer parallelen Richtung
durch eine Faseranordnungsklemme 21 gehalten wird,
einzeln durch eine Mehrzahl von Faserführungen 20
ergriffen. Die Fasern 2 werden von einer Mehrzahl von
Faserversorgungsspulen 1 abgezogen und können durch ein
gewärmtes Harzbad 4 durchgezogen werden, um die Fasern
mit Harz zu beschichten. Anders als beim Zickzackfaser-
Verfahren wird im Verfahren mit einer Mehrzahl von nicht
fortlaufenden Fasern ein Harzbad gegenüber nachfolgenden
Besprüh- oder Beschichtungsschritten bevorzugt, da die
Faserspannung viel einheitlicher und leichter zu regeln
ist und der Schritt zur Beschichtung der Fasern im
Vorhinein viel wirksamer ist.
Die Faserführungen 20 sind anfänglich in einem Halbkreis
am Umfang 7 der drehbaren Plattform 5 angeordnet, wie in
Fig. 4A gezeigt, sind aber in der Lage nach vor und
zurück in parallelen Bahnen (nicht gezeigt) über die
drehbare Plattform 5 von den Punkten auf der
Ausgangshälfte des Umfangs 7 zu Punkten auf der
gegenüberliegenden Hälfte des Umfangs 7 zu verfahren. Die
Bewegungen der einzelnen Faserführungen 20 zu einem Punkt
auf halbem Weg in der Mitte der drehbaren Plattform 5 und
dann auf die gegenüberliegende Hälfte des Umfangs 7
werden in Fig. 4B und 4C dargestellt. Ein
halbkreisförmiger Abschnitt einer kreisförmigen
Messerklinge 22 schneidet die Fasern 2 an der
Ausgangshälfte des Umfangs 7 ab, wie in Fig. 4D gezeigt,
und die Faserführungen 20 werden auf die Ausgangshälfte
des Umfangs 7 zurückgeführt, wo neue Fasern 2 in die
Faserführungen 20 mittels einer Nocke (nicht gezeigt)
zugeführt werden. In diesem Stadium ist auf der drehbaren
Plattform 5 eine parallel gerichtete (0 Grad) Anordnung
von nicht fortlaufenden Fasern 23 vorhanden, die ungefähr
dieselbe Größe und Form wie die dünne Schleifscheibe
aufweisen, die verstärkt werden soll. Die Anordnung der
nicht fortlaufenden Fasern 23 wird, wie in Fig. 4E
gezeigt, auf ungefähr 45 bis 135 Grad, vorzugsweise auf
90 Grad, aus einer parallel gerichteten Ausgangsposition
von 0 Grad gedreht. Der Vorgang des Ziehens einer
Mehrzahl von Fasern 2 mit den Faserführungen 20 und des
Abschneidens der Fasern 2 wird wiederholt, um ein
kreuzförmiges Muster nicht fortlaufender Faseranordnungen
24 zu vervollständigen. Das kreuzlagige Faservliesmuster
wird weiter verarbeitet, wie oben für das Zickzackfaser-
Verfahren beschrieben, um eine
Faservliesverstärkungsscheibe für den Einsatz in der
Herstellung dünner Schleifscheiben zu erhalten.
Einer der Vorteile des Verfahrens mit vielfachen, nicht
fortlaufenden Fasern besteht darin, dass eine
Verschiedenheit an Fasertypen in der Verstärkungsscheibe
verwendet werden kann. Zum Beispiel können Glasfasern und
Kohlefasern miteinander verwendet werden, oder es kann
eine Mischung aus Glasfaservorgarnen und Glasfasergarnen
zum Einsatz kommen. Die Menge an Faser kann einfach durch
Weglassen jeder anderen Faserversorgungsspule aus dem
Vorgang halbiert werden.
Fig. 5 stellt eine Vorrichtung dar, die für das
Durchführen des Verfahrens, gezeigt in Fig. 4A-4F,
nützlich ist. Die Vorrichtung umfasst eine drehbare
Plattform 25, die auf einem Rotationsmittel 26 angebracht
ist, und ein ortsfestes Aufbausockelmittel 27 mit einer
Bodenplatte 28, die eine Reihe von bodenparallelen Nuten
29 umfasst, und mit einer Kopfplatte 30 mit einer
synchronisierten Reihe von oberen parallelen Nuten 31,
die an dem bewegbaren Haltearm 32 für die Kopfplatte und
den bewegbaren Haltearm 33 für die Bodenplatte angebracht
und einen definierten Abstand über der Ebene der
drehbaren Plattform 25 positioniert sind.
Im Betriebsfall veranlasst die Bewegung des Haltearms 32
für die Kopfplatte 30 jede Faserführung 20, die mit einem
der Schlitze 31 in der Kopfplatte 30 in Eingriff steht,
sich zu bewegen, und jede Länge der Schlitze 31 definiert
die Verfahrstrecke der entsprechend in Eingriff stehenden
Faserführung 20. Die Verfahrstrecke der Faserführung 20
bestimmt die Länge der Faser 2, die auf der Plattform 25
abgelegt wird. Jede Faserführung 20 steht auch mit einem
der Schlitze 29 in der Bodenplatte 28 in Eingriff und
diese Schlitze 29 halten die Fasern 2 während des
Betriebsvorgangs in einer parallelen Ausrichtung.
Die Faserführungen 20 der Vorrichtung aus Fig. 5 werden
genauer in Fig. 6 dargestellt. Eine Nut 37 sichert die
Faserführung 20 gegen die Bodenplatte 27 so, dass sich
die Faserführung 20 in einer Bahn bewegt, die durch den
Schlitz 29 in der Bödenplatte 28, mit dem sie in Eingriff
steht, definiert ist. Der Kopf 38 der Faserführung bewegt
sich in einer Bahn, die durch den Schlitz 31 in der
Kopfplatte 30 (nicht gezeigt), mit dem sie in Eingriff
steht, definiert ist, um die Faser 2 zu positionieren,
die von den Federstahlklemmbacken 39 der Faserführung 20
ergriffen wird. Die Faser 2 wird in den Klemmbacken 39
durch eine Nocke 40 angeordnet. Wenn die Nocke 40 nach
vorne bewegt wird, öffnet sie die Klemmbacken 39 und gibt
das Ende einer Faser 2 in die Klemmbacken 39 frei, die in
dem Haken 41 nach vorne getragen wird, der mit der Nocke
40 verbunden ist. Die Bewegungen dieser Bauteile werden
so synchronisiert, dass die Vorrichtung, die in Fig. 5
und 6 dargestellt ist, automatisch und ohne Unterbrechung
betrieben werden kann.
Wie in Fig. 5 gezeigt, sind ein kreisförmiges
Schneidmesser 22 und eine Pressplatte 35 auf einem
bewegbaren Halteaufbau 36 über der drehbaren Plattform 25
angebracht. Das Schneidmesser 22 und die Pressplatte 35
können vertikal bewegt werden, um die Fasern 2
abzuschneiden, nachdem die nicht fortlaufende
Faseranordnung ausgebildet worden ist, und um die
kreuzlagigen Faseranordnungen wahlweise durch die
Anwendung von Wärme zu pressen, damit die
Verstärkungsscheibe verklebt wird. Der Halteaufbau 36 ist
wahlweise mit linear oder kreisförmig bewegbaren Klemmen
(nicht gezeigt) ausgestattet, um die Faser während der
Schneidschritte, zusätzlicher Verziehschritte, der
Faserführungsrückfahrschritte der Verklebeschritte, der
Scheibenabnahmeschritte und Ähnlichem in ihrer Lage zu
halten. Die Bewegung des Schneidmessers 22, der
Pressplatte 35 und des Halteaufbaus 36 wird mit der
Bewegung der drehbaren Plattform 25, der Faserführungen
20, der Nocken 40 und anderer Bauteile der Vorrichtung
synchronisiert, um den automatischen Betrieb ohne
Unterbrechungen zu ermöglichen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die
pneumatische Betätigung der Drehstellglieder, Kolben und
anderer bewegter Bauteile in der gesamten Vorrichtung
durchgängig eingesetzt, um einen genauen Ablauf zu
ermöglichen. Als Alternative können Elektromotoren, die
über verschiedenartige Getriebemechanismen in Eingriff
gelangen, in der Vorrichtung verwendet werden. Der Ablauf
wird vorzugsweise durch eine oder mehrere
speicherprogrammierbare Steuerungen betrieben.
Andere Bauteile können der Vorrichtung, die in Fig. 5
und 6 dargestellt ist, hinzugefügt werden, wie dies eben
für eine gegebene Herstellungsanlage oder eine
vorgegebene Schleifscheibe wünschenswert erscheint. Zum
Beispiel wird für das Verstärken von 17,8 cm (7 Inch)
oder 22,9 cm (9 Inch) großen Schleifscheiben keine
kreisförmige Klemme notwendig sein, um die Anordnung aus
nicht fortlaufenden Fasern während weiterer nachfolgender
Bearbeitung in ihrer Lage zu halten, wohl aber kann dies
für Scheiben mit größerem Durchmesser wünschenswert sein.
Rückführbare Zähne oder Nuten auf einer drehbaren
Plattform, die in der Lage sind, sich vertikal zu
bewegen, können hinzugefügt werden, um die Faseranordnung
in ihrer Lage für bestimmte Schritte zu halten und um sie
dann, wenn sie nicht mehr gebraucht werden,
zurückzuführen.
Verschiedene Formen und Bauarten der Bauteile der
Vorrichtung können ausgewählt werden. Zum Beispiel werden
die Bodenplatte 28 und die Kopfplatten mit rechteckiger
Form vorgeführt, sie können aber kreisförmig sein oder
eine unterschiedliche Form und Größe aufweisen, um
Modifikationen an der Vorrichtung durchführbar zu machen.
Es ist Absicht, dass die Vorrichtung an unterschiedliche
Scheibengrößen für eine Vielzahl von Scheiben anpassbar
ist. Daher kann die Vorrichtung in einer bevorzugten
Ausführungsform mit austauschbaren Teilen ausgestattet
sein und sie ist so aufgebaut, um die Anforderungen für
die größten und kleinsten Scheiben, die zur
Schleifscheibenverstärkung gebraucht werden, zu erfüllen.
In Hinblick auf die Ausrüstungsstandzeit wird die
Vorrichtung vorzugsweise aus haltbaren Metallen wie aus
rostfreiem Stahl aufgebaut, obwohl andere Materialien
verwendet werden können, wo Ausrüstungsaufbau, Kosten,
Reparatur oder Einsatz haltbare Metalle unerwünscht
erscheinen lassen.
Fasern, die hierbei nützlich sind, umfassen, ohne darauf
beschränkt zu sein, Glasfaser, Fasern aus Kohlenstoff,
Bor, Aramid, Polyacrylnitril, hochdichtes Polyethylen und
Ähnliches, Fasern aus Keramik wie Siliziumkarbid und
Aluminiumoxid und Verbindungen daraus. Ein
zusammengemengtes Vorgarn aus Glasfasern und Fasern aus
organischem Polymer hat sich als für den Einsatz in
diesem Zusammenhang geeignet herausgestellt. Einzelne
oder unverdrillte Fäden aus Fasern (Vorgarne) oder
mehrfache, verdrillte Fäden aus Fasern (Garne) und
Verbindungen der zwei Arten können verwendet werden. In
einer bevorzugten Ausführungsform werden
Glasfaservorgarne verwendet. Geeignete
Glasfasermaterialien können von CertainTeed Corporation,
Owens-Corning Fiberglass, PPG Corporation oder anderen
Zulieferern bezogen werden. Obwohl eine Harzbeschichtung
auf der Faser nicht wesentlich ist, wird sie besonders
bei Glasfaser bevorzugt.
Harze, die hierin nützlich sind, umfassen, ohne darauf
beschränkt zu sein, Phenolmaterialien verschiedener
Sorten und Güteklassen, wobei Resolharze und/oder
Novolaks mit oder ohne Vernetzungsmittel darunter sind;
Epoxyharze; Acetatharze; Harnstoffharze; Polyethylen; und
Verbindungen und Abkömmlinge davon. Geeignete Harze sind
thermoplastische Harze der Art, dass das Harz die Fasern
an den Faserschnittpunkten zu Positionierung während der
Herstellung der Verstärkungsscheiben zusammenklebt und
dann die Verstärkungsscheiben zum Handhaben miteinander
verkleben kann, wenn die Schleifscheiben hergestellt
werden. Geeignete Harze lassen Temperaturen bis zu
ungefähr 180ºC ohne Verschlechterung der Eigenschaften
zu und erlangen ihre Funktionalität anschließend an
Heißpressvorgänge wieder, die typischerweise eingesetzt
werden, um verstärkte Schleifscheiben herzustellen. Eine
Beschichtung von ungefähr 10 bis 60, vorzugsweise 25 bis
45 Gewichtsprozent Harz in Bezug auf ein
Fasergrundgewicht wird bevorzugt.
Die Faservliesverstärkungsscheiben der Erfindung können
eingesetzt werden, um eine Vielzahl von Scheibengrößen
und Scheibenformen zu verstärken. In Abhängigkeit vom
Verstärkungsfestigkeitserfordernis der Scheibe liegen die
Zellen offenen Raums, die durch die Faserschnittpunkte in
den Verstärkungsscheiben definiert werden, in ihrer Größe
vorzugsweise zwischen ungefähr 0,1 mm bis 10 mm,
insbesondere in der Größe von ungefähr 1 mm bis 5 mm. Die
Scheiben sind am besten zum Verstärken dünner
Schleifscheiben für Schruppschleifen,
Abschleiftätigkeiten, Abschneidtätigkeiten und andere
Schleiftätigkeiten mit hoher Geschwindigkeit, die hohe
Metallabtragraten erfordern, geeignet. Typische Scheiben
dieser Klasse werden in den US-Patentschriften U.S.-A-
4,253, 850, U.S.-A-4,338, 357, U.S.-A-4,230,461, U.S.-A-
4,657,563 und U.S.-A-4,800,685 beschrieben, deren Inhalte
durch Hinweis hierbei aufgenommen sind. Diese Scheiben
umfassen typischerweise eine oder mehrere Arten von
Schleifkorn (ungefähr 24-60 Volumsprozent) wie Schmelz-
Aluminiumoxid, Schmelz-Aliminiumoxid-Zirkondioxid,
gesintertes Aliminiumoxid-Zirkondioxid, gesintertes
Aliminiumoxid (durch Sol-Gel- oder geimpfte Sol-
Vorgänge), gesintertes Bauxit und Siliziumkarbid;
organische oder harzartige Kleber, typischerweise Phenol-
oder Epoxidharzkleber (ungefähr 30-70 Volumsprozent);
und verschiedene Füllstoffe, Zwischenlagenmaterialien und
Verarbeitungszusätze wie Kryolith, Cyanit,
Siliziumkarbid, Sulfide, Sulfate, Halogenide, Chloride,
Fluoride und Mischungen derselben.
Beim Zusammenbau der verstärkten Scheibe wird eine
Faservliesverstärkungsscheibe am Boden der Form
angeordnet, eine Mischung aus Korn, Bindebestandteilen
und anderen Scheibenbestandteilen wird in die Form
hinzugefügt, eine zweite Faservliesverstärkungsscheibe
wird auf die obere, ebene Oberfläche innerhalb der Form
geschichtet, die Form wird abgedichtet, gepresst,
wahlweise durch die Anwendung von Wärme, ausgehärtet mit
einem Aufheizvorgang bei ungefähr 130-200ºC und die
fertiggestellte Scheibe wird aus der Form entnommen.
Abänderungen zu diesem grundlegenden Vorgang können von
einem Fachmann auf diesem Gebiet der Technik durchgeführt
werden, um unterschiedliche Typen der Scheiben
herzustellen, die unterschiedliche Mengen an Verstärkung
in ausgewählten Bereichen der Scheiben umfassen.
Die Scheiben, die mit den Faservliesanordnungen der
Erfindung verstärkt sind, sind stärker als gleichwertige
Scheiben, die mit einer vergleichbaren Menge an gewebtem
Faserstoff verstärkt sind. Während nicht der Wunsch
besteht, durch eine Theorie gebunden zu sein, glaubt man,
dass die gewebte Konfiguration des Faserstoffs an den
Schnittpunkten der Fasern Belastungen erzeugt, die durch
die Handhabung des Stoffs während der Herstellung
verschlimmert werden, wobei diese Belastungen bei einer
Faservliesanordnung nicht vorhanden sind. Diese
Belastungen schwächen die Fasern und es tritt eine
Schwäche der Faserverstärkung bei einer geringeren Last
auf, dies besonders unter Bedingungen mit seitlicher
Last.
Beispiel 1
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung der
dünnen Schleifscheiben, die durch das Verfahren der
Erfindung verstärkt werden, und zeigt die verbesserte
Widerstandskraft der Scheiben gegenüber Nabenschäden auf
Grund seitlicher Belastungskräfte.
Verstärkungsscheiben, die ein 90 Grad Kreuzlagenmuster
der nicht fortlaufenden Faseranordnungen aufweisen,
wurden von Hand aus Glasfaservorgarnen hergestellt, die
aus Style 184 Materialien gewonnen wurden, wobei das
Material von Industrial Polymer and Chemicals bezogen
wurde. Die Ausrichtung der Fasern zu einer
Verstärkungsscheibe würde von Hand durchgeführt, im
Wesentlichen wie für das Verfahren, gezeigt in Fig. 4A-
4F, beschrieben.
Für die Prüfvergleichsscheibe wurden Verstärkungsscheiben
aus gewebtem Glasfaserstoff (Style 184-Stoff, bezogen von
Industrial Polymers and Chemicals) ausgeschnitten.
Die Schleifscheiben (Typ 1, flach, 7 Inch (17,78 cm) im
Durchmesser bei 1/8 Inch (0,32 cm) Dicke) wurden aus 72,9
wt % (Gewichts-%) braunem Aluminiumoxidschleifkorn (36-
iger Schleifkorn) (Washington Mills), 27, 1 Gewichts-%
einer Mischung aus organischem Kleber (Novolak-Harz)
(Oxychem) und Füllstoffen (Kaliumsulfat und Eisensulfid)
hergestellt. Eine Verstärkungsscheibe wurde in eine 7 1/8
Inch (18,1 cm) Scheibenform eingelegt, das Schleifkorn
und der Kleber wurden vermischt und in die Form
hinzugefügt und eine weitere Verstärkungsscheibe wurde
auf die Mischung angeordnet. Diese Bestandteile wurden
mit 5 Tonnen/Quadratinch (703,1 kg/cm²) 10 Sekunden lang
bei Raumtemperatur verpresst, dann bei Temperaturen bis
200ºC ausgehärtet. Die Scheiben wurden aus den Formen
entnommen und geprüft: auf
Oberflächengeschwindigkeitsfehler unter Verwendung der
A.N.S.I. Prüfvorschriften; auf maximale Mittenlast aus
seitlicher Kraftbelastung (eine Ring-auf-Ring
Festigkeitsprüfung bei 0,05 Inch/Minute Belastungsrate
auf einer Universalprüfmaschine, wobei die Last auf den
Scheibenflansch von Nulllast bis zum
Scheibenzerstörungsfall aufgebracht wurde); auf G-
Kennwert (Metallabtragrate/Scheibenabnützungsrate),
gemessen an einem Werkstück aus einem
Kohlenstoffstahlrohr, mit einer 12 kg-Last auf der
Schleifspindel; und auf Leistungsaufnahme während des
Schleifens.
Die Ergebnisse, wie in der obigen Tabelle gezeigt, zeigen
im Wesentlichen eine gleiche Schleifleistung für gewebte
Faserverstärkung wie für Faservliesverstärkung mit einem
deutlichen Anstieg (ungefähr 25%) beim Widerstand gegen
den Schaden des Mittenauszugs an der Scheibe. Daher ergab
der Einsatz der Faservliesverstärkungsscheibe der
Erfindung in dünnen Schleifscheiben eine stärkere
Scheibe, als sie durch eine gewebte Faserverstärkung
erzielt werden konnte.
Anspruch[de]
1. Verfahren zum Herstellen einer dünnen Schleifscheibe
unter Verwendung einer einheitlichen
Vliesfaser-Verstärkungsscheibe, umfassend die
Schritte:
a) Wickeln eines ersten Abschnitts einer Faser auf
eine Mehrzahl von Haltemitteln, um eine erste
Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
mit einem kreisrunden Umfang herzustellen;
b) Wickeln zumindest eines zusätzlichen Abschnitts
der Faser auf die Mehrzahl von Haltemitteln in
einer Richtung von ungefähr 45 Grad bis ungefähr
135 Grad relativ zu der ersten
Zickzack-verlaufenden, parallelen Faseranordnung,
um zumindest eine zusätzliche
Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
mit einem kreisrunden Umfang aufzubauen und
dadurch eine Verstärkungsscheibe auszubilden, die
eine einheitliche Vliesfaseranordnung umfasst;
c) Hinzufügen von zumindest einer Schicht, einer
Mischung von Schleifkörnern und, organischen
Bindebestandteilen zu zumindest einer
Verstärkungsscheibe, um ein einheitliches Laminat
auszubilden;
d) Einformen des einheitlichen Laminats unter Druck,
um eine. Vliesfaser-verstärkte, dünne
Schleifscheibe zu bilden; und
e) Aushärten der Vliesfaser-verstärkten, dünnen
Schleifscheibe.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, des Weiteren umfassend
den Schritt des Drehens der Haltemittel für die
erste Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
auf eine Position ungefähr 90 Grad von einer
Ausgangsposition vor dem Wickeln eines zweiten
Abschnitts der Faser, wodurch der zweite Abschnitt
der Faser ein einheitliches Kreuzlagenmuster in
Verbindung mit dem ersten Abschnitt der Faser
komplettiert.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, des Weiteren umfassend
den Schritt des Drehens der Haltemittel für die
erste Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
auf eine Position 45 Grad von einer Ausgangsposition
vor dem Wickeln eines zweiten Abschnitts der Faser.
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, des Weiteren umfassend
den Schritt des Drehens der Haltemittel für die
erste Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
für ein zweites Mal auf eine Position 90 Grad von
der Ausgangsposition vor dem Wickeln eines dritten
Abschnitts der Faser.
5. Verfahren gemäß Anspruch 4, des Weiteren umfassend
den Schritt des Drehens der Haltemittel für die
erste Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung
für ein drittes Mal auf eine Position 135 Grad von
der Ausgangsposition vor dem Wickeln eines vierten
Abschnitts der Faser.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Mehrzahl der
Haltemittel Segmente eines Laufbandes sind.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Mehrzahl der
Haltemittel Passstifte sind, die auf einem Umfang
einer kreisförmigen Plattform angebracht sind, die
einen Durchmesser aufweist, der ungefähr gleich
einem Durchmesser der dünnen Schleifscheibe ist.
8. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Mehrzahl der
Haltemittel zwei Reihen einer Mehrzahl von
bewegbaren Stiften in einer versetzten Anordnung mit
einer Mehrzahl von bewegbaren Stiften sind, die
einzeln auf einer entsprechenden Mehrzahl von
einstellbaren Armen angebracht sind, die wiederum
die Mehrzahl der Stifte in eine parallele Richtung
bewegbar machen.
9. Verfahren gemäß Anspruch 8, wobei die Faser zwischen
den Reihen der bewegbaren Stifte abgewickelt wird
und jede Reihe bewegbarer Stifte in eine parallele
entgegengesetzte Richtung zu der anderen Reihe über
die Faser bewegt wird, um die Faser in eine
Zickzack-verlaufende, parallele Faseranordnung mit
einem kreisförmigen Umfang zu ziehen.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, wobei die bewegbaren
Stifte aufeinanderfolgend betätigt werden, um eine
Fadenspannungsprüfung für die Faser bereitzustellen.
11. Verfahren gemäß Anspruch 1, des Weiteren umfassend
den Schritt des Aufbringens einer
Kunstharzbeschichtung auf die Faser vor dem Wickeln
der Faser.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, des Weiteren umfassend
den Schritt des Erwärmens der Verstärkungsscheibe,
um den ersten Abschnitt der Faser mit zumindest
einem zusätzlichen Faserabschnitt zu verkleben und
die Verstärkungsscheibe innerlich zu binden.
13. Verfahren gemäß Anspruch 1, des Weiteren umfassend
den Schritt des Aufbringens einer
Kunstharzbeschichtung auf die Faser nach dem Wickeln
der Faser.
14. Verfahren gemäß Anspruch 13, des Weiteren umfassend
den Schritt des Erwärmens der Verstärkungsscheibe,
um den ersten Abschnitt der Faser mit zumindest
einem zusätzlichen Faserabschnitt zu verkleben und
die Verstärkungsscheibe innerlich zu binden.
15. Verfahren zum Verstärken einer dünnen Schleifscheibe
mit einer Vliesfaserverstärkungsscheibe, umfassend
die Schritte:
a) Aufziehen eines ersten Satzes von parallelen
Fasern, die durch eine Mehrzahl von Haltemitteln
eingespannt werden, über eine Halteplattform mit
einem kreisförmigen Umfang, um eine erste
Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern in
parallelen Positionen mit kreisförmigem Umfang
bereitzustellen, wobei jede Faser eine
ausreichende Strecke gezogen wird, um einen
Anfangspunkt und einen Endpunkt entlang des
kreisförmigen Umfangs der Halteplattform zu
kreuzen;
b) Schneiden der Fasern an den Kreuzungspunkten
entlang des kreisförmigen Umfangs unter
Beibehaltung der parallelen Positionen der ersten
Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern;
c) Aufziehen eines zweiten Satzes von parallelen
Fasern, die durch eine Mehrzahl von Haltemitteln
eingespannt werden, in eine Richtung ungefähr
lotrecht zu der ersten Anordnung
nicht fortlaufender Fasern, um eine zweite
Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern in
parallelen Positionen mit kreisförmigem Umfang
bereitzustellen, wobei jede Faser eine
ausreichende Strecke gezogen wird, um einen
Anfangspunkt und einen Endpunkt entlang des
kreisförmigen Umfangs der Halteplattform zu
kreuzen;
d) Schneiden der Fasern an den Kreuzungspunkten
entlang des kreisförmigen Umfangs unter
Beibehaltung der parallelen Positionen der
zweiten Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern;
e) Verkleben der ersten Anordnung nicht-
fortlaufender Fasern mit der zweiten Anordnung
nicht fortlaufender Fasern, um eine
Verstärkungsscheibe auszubilden, die eine
gleichförmige Vliesfaseranordnung mit einem
kreisförmigen Umfang umfasst;
f) Entfernen der Verstärkungsscheibe von der
Mehrzahl von Haltemitteln und der Halteplattform;
g) Hinzufügen von zumindest einer Schicht einer
Mischung aus Schleifkörnern und organischen
Bindebestandteilen zu zumindest einer
Verstärkungsscheibe, um ein einheitliches Laminat
zu bilden;
h) Einformen des einheitlichen Laminats unter Druck,
um eine Vliesfaser-verstärkte, dünne
Schleifscheibe zu bilden; und
i) Aushärten der Vliesfaser verstärkten, dünnen
Schleifscheibe.
16. Verfahren gemäß Anspruch 15, des Weiteren umfassend
den Schritt des Aufbringens einer
Kunstharzbeschichtung auf die Fasern vor dem
Aufziehen der Fasern.
17. Verfahren gemäß Anspruch 16, des Weiteren umfassend
den Schritt des Erwärmens der Kunstharzbeschichtung
auf den Fasern, um die erste Anordnung
nicht fortlaufender Fasern mit der zweiten Anordnung
nicht fortlaufender Fasern zu verkleben.
18. Verfahren gemäß Anspruch 17, des Weiteren umfassend
den Schritt des Ausübens von Druck auf die Fasern,
um die erste Anordnung nicht fortlaufender Fasern
mit der zweiten Anordnung nicht fortlaufender Fasern
zu verkleben.
19. Verfahren gemäß Anspruch 15, des Weiteren umfassend
den Schritt des Drehens der ersten Anordnung
nicht fortlaufender Fasern auf der Halteplattform
auf eine Position ungefähr 90 Grad von einer
Ausgangsposition vor dem Aufziehen des zweiten
Fasersatzes.
20. Vorrichtung zum Herstellen einer
Vliesfaserverstärkungsscheibe für eine dünne
Schleifscheibe, umfassend:
a) eine Halteplattform mit einem kreisförmigen
Umfang und einem Durchmesser, der ungefähr gleich
einem Durchmesser der dünnen Schleifscheibe ist:
b) eine Mehrzahl von Versorgungsspulen, wobei jede
Spule eine Fasermenge aufnimmt;
c) eine Mehrzahl von Klemmen in einer parallelen
Anordnung, wobei jede Klemme zum Ergreifen eines
Endes einer Faser mit ausreichender Kraft, um
eine Faser von einer Versorgungsspule abzuziehen,
zum Ziehen der Faser über die Halteplattform und
zum Loslassen der Faser ausgebildet ist;
d) ein Mittel zum Halten der Klemmen in einer
parallelen Anordnung, während sie sich über die
Plattform bewegen;
e) ein Mittel zum Steuern der Strecke, über die jede
Klemme verfährt, während die Klemmen die
Halteplattform überfahren;
f) ein Mittel zum Schneiden jeder Faser an einem
Punkt entlang des kreisförmigen Umfangs der
Halteplattform;
g) ein Mittel zum Ankleben einer ersten Anordnung
von nicht fortlaufenden Fasern mit einer zweiten
Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern auf der
Halteplattform, um eine einheitliche
Vliesfaserverstärkungsscheibe auszubilden; und
h) ein Mittel zum Abnehmen der
Vliesfaserverstärkungsscheibe von der
Vorrichtung.
21. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, des Weiteren
umfassend ein Mittel zum Drehen der Halteplattform
auf eine Position von ungefähr 45 Grad bis ungefähr
135 Grad aus einer Ausgangsposition relativ zu der
Mehrzahl der Klemmen.
22. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei das Mittel zum
Steuern der Strecke, über die jede Klemme verfährt,
während die Klemmen die Halteplattform überfahren,
eine bewegbare Kopfplatte ist, die mit einer Reihe
von parallelen Nuten ausgerüstet ist, die als Bahnen
dienen, in denen die Mehrzahl der Klemmen über die
Kopfplatte verfahren, während sie Fasern über die
Halteplattform ziehen.
23. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei das Mittel zum
Halten der Klemmen in einer parallelen Anordnung,
während die Klemmen die Halteplattform überfahren,
eine bewegbare Bodenplatte ist, die mit einer Reihe
von parallelen Nuten ausgerüstet ist, die als Bahnen
dienen, in denen sich die Mehrzahl der Klemmen in
einer parallelen Anordnung bewegen, während sie
Fasern über die Halteplattform ziehen.
24. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei das Mittel zum
Schneiden jeder Faser an einem Punkt entlang des
kreisförmigen Umfangs der Halteplattform ein
kreisförmiges Messer ist, das auf einem Halterahmen
angebracht ist, der für eine vertikale Bewegung
entlang einer Rotationsachse der Halteplattform
vorgesehen ist.
25. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, wobei das Mittel zum
Verkleben der ersten parallelen Anordnung von
nicht fortlaufenden Fasern mit der zweiten
parallelen Anordnung von nicht fortlaufenden Fasern
eine Druckplatte ist, die einen Durchmesser
aufweist, der ungefähr derselbe wie der Durchmesser
der Halteplattform ist, die auf einem Halterahmen
angebracht ist, der für eine vertikale Bewegung
entlang einer Rotationsachse der Halteplattform
vorgesehen ist, und die so ausgebildet ist, um
ausreichenden Druck auszuüben, um die benachbarten
Fasern durch eine Kunstharzbeschichtung auf den
Fasern zu verkleben.
26. Vorrichtung gemäß Anspruch 25, des Weiteren
umfassend ein Mittel zum Zuführen von Wärme zu den
Fasern.
27. Vorrichtung gemäß Anspruch 20, des Weiteren
umfassend zumindest eine Rückhalteklemme zum
vorübergehenden Festmachen nicht-fortlaufender
Fasern während des Schneidens.
28. Vorrichtung gemäß Ansprüch 20, des Weiteren
umfassend ein Kunstharzbad und ein Mittel zum Ziehen
der Fasern durch das Kunstharzbad, um eine
Kunstharzbeschichtung auf den Fasern zu bilden.
29. Vorrichtung gemäß Anspruch 28, des Weiteren
umfassend ein Mittel zum Erwärmen des Kunstharzbads.
30. Vliesfaser-verstärkte, dünne Schleifscheibe, die ein
mittiges Befestigungsloch und einen kreisförmigen
Umfang aufweist, umfassend Schleifkörner- und
Bindematerialen und zumindest eine
Vliesfaserverstärkungsscheibe, die eine einheitliche
Anordnung der Fasern aufweist und sich von dem
mittigen Befestigungsloch zum kreisförmigen Umfang
der Schleifscheibe erstreckt, wobei die
Vliesfaserverstärkungsscheibe ein regelmäßiges
Muster von Zellen aufweist, die durch zwei
Anordnungen von im Wesentlichen parallelen Fasern
mit Faserüberkreuzungswinkeln von 45 bis 135 Grad
definiert sind.