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Überwachungsausrüstung in einer automatischen Siebdruckvorrichtung - Dokument DE69808376T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69808376T2 03.07.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0884183
Titel Überwachungsausrüstung in einer automatischen Siebdruckvorrichtung
Anmelder SAINT-GOBAIN GLASS FRANCE S.A., Courbevoie, FR
Erfinder Dahlhoff, Knut, 52064 Aachen, DE;
Yaman, Engin, 52477 Alsdorf, DE;
Patocki, Benno, 52134 Herzogenrath, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69808376
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FI, FR, GB, IT, LI, LU, PT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 10.06.1998
EP-Aktenzeichen 984013953
EP-Offenlegungsdatum 16.12.1998
EP date of grant 02.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.07.2003
IPC-Hauptklasse B41F 33/14
IPC-Nebenklasse B41F 15/16   B41F 15/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine automatische Siebdruckvorrichtung zum Bedrucken von Glasscheiben, mit einem Ständer, auf dem eine Drucktischplatte angeordnet ist und darüber eine Siebdruckform mit Mitteln zum vertikalen Bewegen, sowie eine verschiebbare Rakel zum Abdrucken der Siebdruckfarbe aus der Siebdruckform.

Beim Herstellen von Autoglasscheiben wird die Siebdrucktechnik in großem Umfang angewendet. Beispielsweise sind bei der Fertigung elektrisch beheizbarer Rückwandscheiben zum Aufbringen eines Heizleitersystems aus einer elektrisch leitenden Siebdruckfarbe und zum Aufdrucken eines Dekorrahmens aus einer lichtundurchlässigen Einbrennfarbe zwei Siebdruckautomaten mit jeweils dahinter angeordnetem Trockner erforderlich, die in der Fabrikationslinie hintereinander angeordnet sind.

Zur industriellen Serienfertigung von bedruckten Glasscheiben werden üblicherweise Siebdruckautomaten eingesetzt, bei denen der gesamte Druckablauf mit den Schritten Zuführen - Positionieren - Absenken der Druckform - Abdrucken durch die Rakelbewegung - Anheben der Druckform - Abtransport in den Trockner - Fluten durch die Rakelbewegung automatisch mit Hilfe einer elektronischen Steuerung durchgeführt wird. Dieser Vorrichtungstyp ist insbesondere in DE-U-92 18 279 beschrieben.

In der Praxis muß jedoch trotz des automatischen Ablaufs des Druckvorgangs ein Maschinenbediener an jedem Siebdruckautomaten bereitstehen, um bei Störungen einzugreifen. Insbesondere Störungen, bei denen die Siebdruckform verletzt oder zerstört wird, etwa durch Verschleiß oder durch Glassplitter, verursachen, wenn sie nicht sofort erkannt werden, Produktionsausfälle und unter Umständen einen hohen Aufwand für die Instandsetzung. Durch die defekte Siebdruckform kann nämlich Siebdruckfarbe auf den Drucktisch gelangen, die durch die nachfolgenden Glasscheiben von deren Unterseite auf die Transportbänder und Transportrollen des Siebdruckautomaten, des Trockners und der nachgeschalteten Produktionseinrichtungen übertragen wird. Die dann notwendige Reinigung erfolgt durch manuelles Abwaschen jedes verschmutzten Maschinenteils mit Lösemittel, was mit einem erheblichen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden ist.

Im Zusammenhang mit Druckvorrichtungen sind bereits optische Überwachungseinrichtungen bekannt, z. B. mit Detektion mittels Laserstrahl (JP-A-52 54 089) oder mittels einer Kamera (DE-A-39 28 527).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine automatische Siebdruckvorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass Störungen, bei denen die Siebdruckform verletzt oder zerstört wird, automatisch und rechtzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen getroffen werden können, um Folgeschäden zu vermeiden.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Bei Feststellung eines Fremdkörpers in dem durch die vorgenannte Einrichtung überwachten Zwischenraum unterbricht die Auswerteschaltung den Druckvorgang.

Die erfindungsgemäße optische Überwachungseinrichtung besteht aus einem Lichtvorhang, der eine Reihe einzelner Lichtschranken mit jeweils einem Sender und Empfänger umfasst. Der Abstand der nebeneinander angeordneten Lichtschranken bestimmt in diesem Fall die Größe der Fremdkörper, die noch erkannt werden.

Nach einer anderen Ausführungsform besteht die optische Überwachungsvorrichtung aus einer CCD-Kamera mit geeigneter Auswertesoftware, die den Zwischenraum zwischen Drucktisch und Siebdruckform vor einem definierten Hintergrund beobachtet.

Die optische Überwachungseinrichtung wird vorzugsweise an der Drucktischplatte befestigt. Es ist jedoch auch möglich, sie an dem Ständer des Siebdruckautomaten, an der Siebdruckform oder an einem eigenen Ständer anzuordnen.

Bei der erfindungsgemäßen Siebdruckvorrichtung wird also zusätzlich zu dem oben beschriebenen Ablauf des Druckvorgangs, und zwar schon während die Druckform angehoben wird, der freiwerdende Zwischenraum zwischen der Drucktischplatte und der Siebdruckform mit einer optischen Überwachungseinrichtung auf Fremdkörper überwacht. Ein Fremdkörper ist dabei insbesondere Siebdruckfarbe, wenn sie aus einem Riß in der Siebdruckform auf die Drucktischplatte heruntertropft. Ein solcher Riß kann in dem Siebdruckgewebe der Siebdruckform durch die ständige Reibung der Rakel auf der oberen Seite oder durch scharfe Kanten der Glasscheibe auf der unteren Seite der Siebdruckform entstehen. Selbstverständlich werden auch großflächige Zerstörungen der Siebdruckform an dem dann herabhängenden Siebdruckgewebe erkannt.

Nach dem Erkennen des Fremdkörpers gibt die optische Überwachungseinrichtung ein Signal an die Auswerteschaltung, die mit der Steuerung des Siebdruckautomaten in Verbindung steht. Die Auswerteschaltung, die in der optischen Überwachungseinrichtung integriert sein kann, und die Steuerung sind so programmiert, dass die Überwachungseinrichtung nur dann aktiviert ist, wenn sich die Siebdruckform in der angehobenen Stellung befindet, so dass nur ein Fremdkörper die sofortige Unterbrechung des Druckvorgangs hervorruft, und nicht etwa ein bewegliches Maschinenteil des Siebdruckautomaten.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Siebdruckautomaten anhand der Zeichnung.

Die einzige Zeichnungsfigur zeigt in schematischer Darstellung einen Siebdruckautomaten mit den erfindungsgemäßen Merkmalen im Schnitt.

Ein zum Bedrucken von Glasscheiben 7 geeigneter Siebdruckautomat umfaßt im wesentlichen einen Drucktisch, bestehend aus einem Ständer 1 und einer Drucktischplatte 2, sowie ein oberhalb des Drucktisches angeordnetes Druckwerk bestehend aus der Rakel 4 und einem Drucksiebrahmen 3', an welchem ein Drucksieb 3" aufgespannt ist. Der Drucksiebrahmen 3' und das Drucksieb 3" bilden zusammen die Siebdruckform 3, welche in einem Halterahmen 12 lösbar eingespannt ist. Der Antrieb und die Führung der Rakel 4 sind hier nicht dargestellt und haben den üblichen Aufbau. Der Halterahmen 12, in dem die Siebdruckform 3 gelagert ist, ist über die Kolbenhubzylinder 6 und deren Kolbenstangen 6' mit der Drucktischplatte 2 verbunden.

An der Drucktischplatte 2 sind Halterungen 8 angebracht, an denen auf der einen Seite des Siebdruckautomaten vorzugsweise über dessen gesamte Seitenlänge eine Reihe von hintereinander angeordneten Sendern 9 befestigt sind. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine Reihe von den Sendern 9 zugeordneten Empfängern 10 befestigt. Die Sender 9 senden Lichtstrahlenbündel f 1 aus, die den Zwischenraum A zwischen der Drucktischplatte 2 und der Siebdruckform 3 durchqueren und von den Empfängern 10 empfangen werden. Die Lichtstrahlenbündel 11 bilden also einen mehr oder weniger geschlossenen Lichtvorhang. Um alle Fremdkörper sicher zu erkennen, hat sich ein Abstand zwischen den Lichtstrahlenbündeln 11 von etwa 5 bis 8 mm bewährt.

Ein Druckzyklus des Siebdruckautomaten mit einer optischen Überwachungsvorrichtung läuft wie folgt ab:

Zunächst wird die Glasscheibe 7 auf der Drucktischplatte 2 positioniert abgelegt. Dann wird die Siebdruckform 3 mit Hilfe der Kolbenhubzylinder 6 und Kolbenstangen 6' so weit abgesenkt, dass der Abstand zwischen der Glasscheibe 7 und dem Drucksieb 3" nur einige Millimeter beträgt. Anschließend wird die Rakel 4 mit definiertem Druck und definierter Geschwindigkeit über das Drucksieb 3" bewegt, so dass das Drucksieb 3" durch Dehnung an der Stelle, an der sich die Rakel 4 befindet, Kontakt mit der Glasscheibe 7 bekommt und die Siebdruckfarbe 5 durch die offenen Stellen des Drucksiebes 3" auf die Glasscheibe 7 übertragen wird. Nachdem die Rakel 4 ihre Endstellung erreicht hat, heben die Kolbenhubzylinder 6 die Siebdruckform 3 wieder in ihre Ausgangsstellung an. Sobald die Siebdruckform 3 den Zwischenraum A freigegeben hat, wird die optische Überwachungseinrichtung aktiviert, so dass in dem Zwischenraum A befindliche Fremdkörper erkannt werden. Währenddessen fährt die Rakel 4 wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und verteilt die Siebdruckfarbe 5 auf dem Drucksieb 3", während die bedruckte Glasscheibe 7 abtransportiert wird. Nun kann der nächste Druckzyklus mit dem positionierten Ablegen der nächsten Glasscheibe 7 beginnen.

Die Aktivierung der Überwachungseinrichtung erfolgt durch die in den Empfängern 10 integrierte Auswerteschaltung, die mit der Steuerung des Siebdruckautomaten verbunden und derart programmiert ist, dass die Überwachung des Zwischenraums A zwischen der Siebdruckform 3 und der Drucktischplatte 2 ab dem Zeitpunkt beginnt, zu dem die untere Begrenzungsfläche der Siebdruckform 3 beim Anheben nach dem Abdrucken die Lichtstrahlenbündel 11 durchquert hat und mit dem Zeitpunkt endet, zu dem die untere Begrenzungsfläche des Drucksiebes 3" beim Absenken vor dem Abdrucken wieder in die Lichtstrahlenbündel 11 eintaucht. Wenn während dieses definierten Zeitraums eines der Lichtstrahlenbündel 11 unterbrochen wird, etwa durch herabhängendes Gewebe eines zerstörten Drucksiebes 3" oder durch heruntertropfende Siebdruckfarbe 5, wird ein Signal an die Steuerung des Siebdruckautomaten abgegeben und der Druckzyklus sofort automatisch unterbrochen.


Anspruch[de]

1. Automatische Siebdruckvorrichtung zum Bedrucken von Glasscheiben, mit einem Ständer (1), auf dem eine Drucktischplatte (2) und darüber eine Siebdruckform (3) mit Mitteln zum vertikalen Verschieben und einer verschiebbaren Rakel (4) zum Abdrucken der Siebdruckfarbe durch die Siebdruckform angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Zwischenraum (A) zwischen der Drucktischplatte (2) und der Unterseite der Siebdruckform (3) eine optische Überwachungseinrichtung (9, 10) angeordnet ist, die aus einem Lichtvorhang aus einer Vielzahl von im Abstand von jeweils einigen Millimetern angeordneten Lichtschranken (9, 11, 10) gebildet ist, der an eine Auswerteschaltung zum Unterbrechen des Druckvorgangs angeschlossen ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bündel (11) der Lichtschranken 5 bis 8 mm voneinander beabstandet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Überwachungseinrichtung (9, 10) an der Drucktischplatte (2) befestigt ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Überwachungseinrichtung (9, 10) an dem Ständer (1) befestigt ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Überwachungseinrichtung (9, 10) an der Siebdruckform (3) befestigt ist.







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