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Dokumentenidentifikation DE10154269A1 24.07.2003
Titel Trapezlamellenbalken
Anmelder Fries, Petra, 57319 Bad Berleburg, DE
Erfinder Riha, Vaclav, Strakonice, CZ
DE-Anmeldedatum 05.11.2001
DE-Aktenzeichen 10154269
Offenlegungstag 24.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.2003
IPC-Hauptklasse B27M 3/00
Zusammenfassung Holzbalken aus keilgezinkten Trapezlamellensträngen.

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die DE 28 49 757 A1 beschreibt ein Verfahren zur Tafelherstellung aus verleimten Paketen, von denen die Tafeln parallel und auch quer zur Längsfaserrichtung abgesägt werden. Eine Lösung für kernbereichsfreie Lamellen und die Qualitätssicherung der Lamellenlängen (Fehlerauskappung und Keilzinkung) wird nicht aufgezeigt.

Die WO 89/04747 beschreibt Rundholz-Radialschnitte mit wiederholtem Bezug auf den Mittelpunkt der Rundholzgeometrie und daraus ableitend die entsprechenden Einzelstückformierungen. Dieses System ist nur bei gleichmäßig runden Holzabschnitten mit genau zentrisch liegendem, kleinen Kernbereich praktikabel.

Die DE 692 26 540 T2 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von gleichwinkligen, gleichseitigen Dreiecken, wobei durch die Integration von parallelen Holzteilen/Platten für die innen liegenden Dreieckspitzen ein entsprechender Abstand zum Kernbereich erzielt wird. Mit diesem Verfahren werden beliebige Paketquerschnitte zum beliebigen Aufschneiden gebildet; für die Herstellung von langen Balken ist dieses Verfahren nicht geeignet.

Die DE 196 13 237 C2 beschreibt den Beginn der Verrfahrensweisen mit der Formierung des Rundholzes zu einem Oktogon, um danach die rechtwinkligen Dreieckslamellen zu erstellen. Eine Lösung für die Anlegung eines Oktogons an ovalen und krummen Abschnitten und für kernbereichsfreie Lamellen bei opitmaler Ausbeute, sowie für sinnvolle Erreichung der Balkenhöhen, wird nicht aufgezeigt.

Die DE 101 35 123 A1 zeigt zwar Lösungen zur optimalen Ausbeute und zur Qualitätssicherung und auch für die Verpressung zur Erreichung der von einem Teppich abzusägenden Balkenhöhen. Mit den Methoden der DE 101 35 123 A1 aber ist es nicht möglich, starke Rundhölzer optimal zu nutzen. Es ist zur Qualitätssicherung zwingend notwendig, die Spitzen der Dreieckslamellen eindeutig kernbereichsfrei zu gestalten; daraus ergibt sich, dass die Sternschnitt- bzw. Halbierungsmethoden sich nicht an dem Zentrum des Rundholzes orientieren dürfen, sondern auf die Lage des Kernbereichs Bezug genommen werden muss. Dies sieht zwar die DE 101 35 123 A1 im wesentlichen vor, es wird aber keine Lösung aufgezeigt, wie die großen Lamellenbreiten aus großen Rundholzdurchmessern zu vermeiden sind. Ein Rundholzzopfdurchmesser von z. B. 50 cm würde bei einem Kernbereichsversatz von 60 mm zu einer Lamellenbreite von über 280 mm führen; und für solche Lamellenbreiten gibt es keinen Markt, und die Lamellenbreitenhalbierung - oder die B Halbierung bereits verpreßter Balken - würde bei der innerbetrieblichen Logistik multikomplexe Vorgänge auslösen.

Systeme, bei denen die gesamte Rundholzfläche zu Dreieckstücken aufgesägt wird, bringen zwar in einer Zeichenfigur eine hohe Ausbeute, sie sind aber letztendlich wegen der unterschiedlichsten Rundholzformen und unterschiedlichsten Kernbereichszonen nicht praktikabel.

Erfindung

Bei dem erfindungsgemäßen System ist die zur Ausbeute- und Qualitätssteigerung führende, rasterlose Langholzeinteilung einbezogen. Die Längeneinteilung orientiert sich an Verastungen/Ovalitäten/Verkrümmungen. Die Rundholzlängen (1) - in der Regel 3,00 bis 4,00 m (unabhängig - ob 2,99 m über 3,46 bis 4,08 m) - unterliegen keinem Längenraster.

Weil eine Vielzahl der aus unterschiedlichen Rundholzlängen (1) unterschiedlich lang entstehenden Dreieckslamellen nach Besäumung/Trocknung/Vorhobelung zu langen Strängen (7) bis 14,00 oder 16,00 m keilgezinkt werden, sind bei den Lamellen innerhalb eines Stranges natürlich gleiche Querschnittformen notwendig; dies allerdings nicht zwingend in Übereinstimmung zum benachbarten Strang innerhalb eines Balkenquerschnitts; und weil die meist unförmigen Rundholzgeometrien und die stets außermittig liegenden Kernbereiche - bei Vermeidung von Ausbeute- und Qualitätsverlusten - immer zu unterschiedlich großen Dreieckslamellen (4) innerhalb eines Rundholzes (1) führen, kommt der Einbringung der Trapezform (6) eine besondere Bedeutung zu.

Bei dem erfindungsgemäßen System ist einbezogen, dass die Dreieckslamellenspitzen (5) erstens eine kernbereichsfreie Struktur aufweisen, und zweitens die Querschnittwinkel präzise angelegt sind. Demzufolge gehört zu dem erfindungsgemäßen System bei der Rundholzaufteilung zur Erreichung einer klaren Bezugsfläche zuerst das Herausschneiden eines kernbereichbezogenen Parallelstückes (2); und weil bei Starkholz ab z. B. > 30 cm Durchmesser der eigentliche Kernbereich sich nicht nur auf wenige cm beläuft, geht die Parallelstückstärke (2) weit über das hinaus, was die Branche als Kernbohle bezeichnet.

Die Parallelstückstärke (2) orientiert sich auch an den daraus zu erzeugenden Marktprodukten (8). Die Jahrringstrukturen der Parallelstücke führen zu hervorragenden Schnittholzqualitäten, und mit den Parallelstücknutzungen ergeben sich im Starkholzbereich gegenüber der ausschließlichen Dreiecklamellenherstellung höhere Wirtschaftlichkeiten; die Nutzung der Parallelstücke ist aber nicht Bestandteil der Patentansprüche.

Das erfindungsgemäße System führt über das Herausschneiden eines Parallelstückes zu kreisabschnittförmigen Halbhölzern (3), deren Grundflächen kernbereichsfrei sind und alle Voraussetzungen für ein toleranzenges Aufteilen bieten. Die erfindungsgemäße Einbeziehung der Dreieckslamellenspitzen (5) als Referenzlinie (5) zur Besäumung bzw. zur Trapezformierung (6) bietet die Voraussetzungen für eine kontrollierte und ausbeutehohe Produktion von Trapezlamellen (6) unterschiedlicher Stärken bei gleichen Breiten.

Die langen Lamellenstränge werden zu einem Teppich verpresst, von dem die Balkenhöhe abgesägt wird; diese Methode ist aber nicht Bestandteil der Patentansprüche.

Beschreibungen zu den Figuren

Fig. 1 zeigt die unterschiedlich langen Rundhölzer (1) und das Heraussägen des Parallelstückes (2) und die Nutzung des Parallelstückes (8).

Fig. 2 zeigt Halbhölzer (3) und deren Aufteilungen zu Dreieckslamallen (4).

Fig. 3 zeigt die Besäumgeometrien zu Trapezlamellen (6) in Orientierung zur Spitzenlinie (5).

Fig. 4 zeigt den fertigen Trapezlamellenbalken (9) aus Trapezlamellensträngen (7).


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines Trapezlamellenbalkens (9) mit aus Rundhölzern und aus Rundholzsegmenten herausgeschnittenen Dreieckslamellen zur Formung der den Balken bildenden Trapezlamellen, dadurch gekennzeichnet, dass aus längenunsortierten Rundhölzern (1) zuerst kernbereichsbezogene Parallelstücke (2) herausgesägt werden, dass die danach entstehenden kreisabschnittförmigen Halbhölzer (3) in eine Vielzahl von Dreieckslamellen (4) aufgesägt werden, und dass bei den kernbereichsfreien Dreieckslamellen (4) deren Spitzen (5) als Referenzlinie (5) zur Trapezformierung (6) dienen.






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