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Dokumentenidentifikation DE10202589A1 24.07.2003
Titel Türanschlag für einflügelige Türen, zum Begrenzen der Türbewegung zwischen der Schließposition und einer Teil-Öffnung
Anmelder Gröschel, Franz, 73207 Plochingen, DE
Erfinder Gröschel, Ursula, 73207 Plochingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.01.2002
DE-Aktenzeichen 10202589
Offenlegungstag 24.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.2003
IPC-Hauptklasse E05C 17/06
IPC-Nebenklasse E05C 17/46   E05B 13/10   G08B 13/08   

Beschreibung[de]
Stand der Technik

Die Erfindung betrifft einen Türanschlag, mit dem es möglich ist, den Öffnungsweg einer einflügeligen, um eine vertikale Achse schwenkbaren Türe wahlweise zu begrenzen. Dabei betrifft die Erfindung einen als Sperrhebel ausgebildeten Türanschlag, der mit der Türe selbst nicht verbunden ist. Solche zusätzlich zur türeigenen Schließeinrichtung anwendbaren Türanschläge werden bei Wohnungstüren, Haustüren und Nebeneingangstüren in zunehmendem Maße verwendet. Mit ihnen kann die Türe in teilweise geöffneter Stellung (Teil-Öffnungsstellung) blockiert werden - der Türspalt ermöglicht einen Blick nach außen und man kann erkennen, wer Einlaß begehrt. Handelt es sich um eine unerwünschte Person, so verhindert der Türanschlag ein weiteres Öffnen der Türe. Türanschläge stellen ein wirksames Hindernis gegen unbefugte Öffnungsversuche dar, sie verzögern den Öffnungserfolg und erfordern geräuschvolle Gewaltmaßnahmen wenn eine Überwindung des Hindernisses versucht wird.

Es sind verschiedene Türanschlag-Einrichtungen bekannt. Aus der EP 0 626 497 ist ein Türanschlag bekannt, der jedoch auch nur von der Innenseite der Türe aus betätigt werden kann und zudem auch keinen hohen Widerstandszeitwert (gegen gewaltsames Eindringen) erreicht, da der Anschlag am unteren Ende der Türe angreift, ungüstige Hebellänge aufweist und somit geringe Stabilität besitzt. Verwendet werden auch Verschlußvorrichtungen (DE 34 08 917), bei denen ein drehbar gelagerter Sperrbügel zwischen dem Schließblech im Türrahmen und dem speziell geformten Riegel der Türe ein ungewolltes, weiteres Öffnen der Türe verhindert. Schwachstelle gegen ein gewaltsames Öffnen der teilweise geöffneten Türe ist bei diesem System die Befestigung des Schließbleches im Holzrahmen (zusätzliche Maueranker für das Schließblech sind nötig) und die dünne Materialstärke des Sperrbügels. Auch ist keine elektronische Warnanlage integriert. Desweiteren gibt es sogenannte Querriegelschlösser, das sind Querbalken aus Metall-Hohlprofil. Sie reichen über die ganze Türbreite, werden auf der Scharnierseite (also innen) auf die Türe aufgeschraubt und weisen seitliche Verriegelungen in die Wand auf. Solche Querriegelschlösser werden meist nur von der Rauminnenseite geschlossen. Wenn auch ein Schließen von außerhalb der Wohnung gewünscht wird, ist es nötig, daß die Schließeinrichtung (der Profilzylinder) durch die Türe hindurchreicht. Zirka in der Mitte der Türfläche muß dazu ein Durchbruch in das Türblatt eingearbeitet werden, bei einer Mietwohnung ist eine solche Lösung nur eingeschränkt möglich. Auch bei diesen Querriegelschlössern ist keine elektronische Warnanlage integriert und sie ermöglichen keine Teil-Öffnungsstellung der Türe.

Zusätzlich gibt es Türüberwachungs-Einrichtungen mit Alarmmeldung, die in der Regel jedoch keinen erhöhten mechanischen Schutz gegen gewaltsames Eindringen aufweisen, zudem relativ hohe Kosten, auch feste Kosten (Funk-Alarmsystem); verursachen und eine hohe Fehlalarm-Quote aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Türanschlag der eingangs angegebenen Art so zu gestalten, daß ein hoher, mechanischer "Widerstandszeitwert" gegen gewaltsames Überwinden des Türanschlages (zum vollständigen Öffnen der Türe) erreicht wird, daß der Türanschlag von beiden Seiten der Türe aus (also auch beim Verlassen der Wohnung) in Funktion gesetzt werden kann, daß diese zusätzliche Türsicherung von außerhalb der Türe nicht erkennbar ist, daß in den Türanschlag eine elektronische Warnanlage integriert ist, die bei festgelegten "Einbruchkriterien" ein Alarmsignal auslöst, daß er bei bestehenden Türen nachträglich anbaubar ist und keine Umarbeitung an Türe oder Türrahmen erfordert. Die Mechanik des Türanschlages soll einen Einbruchversuch ca. 5 Minuten verzögern (Widerstand entgegensetzen) und die Alarmanlage muß direkt erbeiten (kein fehlalarmanfälliges Funk-Alarmsystem) und Hausbewohnern und Nachbarn die besondere Situation signalisieren. Die Alarmanlage soll gegen Zerstörung gesichert sein und auch bei Notsituationen spontan manuell eingeschaltet werden können.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Türanschlag mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Vorteile der Erfindung

Der Türanschlag besteht aus einer Basisplatte, die zur stabilen, bauseitigen Befestigung mittels ausreichend dimensionierter Schrauben und hochbelastbaren Dübeln dient und an welcher ein beweglicher Sperrhebel befestigt ist. Ein solcher Türanschlag vereinigt in sich die Vorteile eines stabilen Türanschlages mit den Vorteilen einer von beiden Seiten schließbaren Türe und bietet auch die Funktion einer integrierten Warnanlage. Da die Verriegelungseinrichtung des Sperrhebels auch beim Verlassen der Wohnung in Funktion gesetzt werden kann, bietet er eine Zusatzsicherheit gegen unbefugtes Betreten der Wohnung durch Personen, die das normale Türschloß bereits illegal überwunden haben. In Kombination mit der Warnanlage bietet dieser Türanschlag eigentlich den Sicherheitsaufbau, wie er vom Verband für Sicherheitstechnik bei Wohnungstüren und Haustüren verlangt wird - also hohen Widerstandszeitwert gegen gewaltsames Türöffnen und zusätzlich eine elektronische Warnanlage. Wichtiges Merkmal dieses neuen Türanschlages ist es, daß der Sperrhebel mit der Schließeinrichtung von beiden Seiten der Türe in Funktion gesetzt werden kann. Von außerhalb der Türe erfolgt dieses "In-Funktion-Setzen" des Sperrhebels durch einen kleinen Öffnungsspalt "O" der Türe.

Der Sperrhebel des Türanschlages wird beim Verfassen der Wohnung aus der Ruheposition in eine Zwischenposition zur Türe hin bewegt. Mittels dem am Sperrhebel befestigten Zugteil wird der Sperrhebel dann von außerhalb durch die "fast angelegte" Türe in die arretierte Sperrposition bewegt. Die Anschläge am Sperrhebel ragen dann mit den Anschlagflächen in den Öffnungs-Schwenkkreis der Türe und ermöglichen nun ein Öffnen der Türe nur bis zur Anschlagstellung. In dieser Anschlagstellung der Türe wird die Schließeinrichtung des Sperrhebels manuell verschlossen. Ein weiteres Öffnen der Türe, wie es zum Betreten der Wohnung erforderlich ist, wird durch diesen Türanschlag verhindert. Die Wohnungstüre kann dann in Schließstellung zugezogen und mit dem Türschloß verschlossen werden. Es ist ein Vorteil, wenn für die Schließeinrichtung des Sperrhebels ein Profilzylinder mit einem anderen Schlüsselprofil (gegenüber dem des Türschlosses) verwendet wird. Der Türanschlag muß nicht bei jedem Verlassen der Wohnung in Funktion gesetzt werden, sondern kann ganz nach Bedarf genutzt werden. Die aus dem kleinen Öffnungsspalt "O" (bei einem Tür-Schwenkwinkel α von maximal 10°) sich ergebende kurze Anschlaghöhe "D" ermöglicht den Aufbau eines stabilen Sperrhebels mit hoher mechanischer Stabilität. Erst eine kurze Anschlaghöhe ermöglicht einen auch stabilen Sperrhebel- Aufbau als "Hohlkörper", damit der Einbau der Verriegelung und elektronischen Steuerung mit Sirene und Schaltern möglich wird. Eine besonders kompakt gestaltete Sperrhebel- Konzeption mit noch guter Zugänglichkeit zur Schließeinrichtung des Sperrhebels ergibt sich, wenn der Tür-Schwenkwinkel α nur ca. 6° bis 9° beträgt. Bei kleineren Tür-Schwenkwinkeln (ca. 3° bis 5°) läßt sich die Schließeinrichtung von außerhalb der Türe nicht mehr mittels eines üblichen Schlüssels von Hand schließen (beengte Platzverhältnisse für die Hand), dann ist ein elektronischer Schlüssel oder ein besonders verlängerter Spezialschlüssel erforderlich. Von der Innenseite der Türe aus ist die Schließeinrichtung des Sperrhebels auch bei kleinen Tür-Schwenkwinkeln α immer gut zugänglich. Bei einem schließbaren Türanschlag nach dieser Konzeption ist von außerhalb der Türe nicht erkennbar, daß die Türe durch eine zusätzliche, innenliegende Sperreinrichtung gesichert ist. Dies ist ein wichtiges Merkmal von Sicherungseinrichtungen - dieser Türanschlag bietet dieses Merkmal. Ein Unbefugter, der das normale Türschloß überwunden hat, steht also vor einem unerwarteten Hindernis, auf das er nicht vorbereitet ist. Er kann auch in dieser Teil-Öffnungsstellung der Türe nicht ohne weiteres erkennen, wie und wie widerstandsfähig dieser Türanschlag aufgebaut ist. Auch der geringe Öffnungsspalt "O" schafft erschwerte Bedingungen für unbefugte Manipulationen an diesem innenliegenden Hindernis.

Bei dieser Bauform des Ausführungsbeispieles ist der im wesentlichen aus Stahlprofilen mit Verstärkungsrippen (hohes Widerstandsmoment Wt) bestehende Sperrhebel besonders geeignet, die Forderung nach hohem, mechanischem Widerstandszeitwert (gegen gewaltsames Türöffnen) durch hohe Steifigkeit und mechanische Stabilität zu erfüllen.

Die Anschlaghöhe "D" des Sperrhebels ist im Idealzustand so gewählt, daß die Öffnungsspaltweite "O" der Türe in der Sperrstellung kein Durchschlüpfen einer Person (auch nicht eines Kindes) ermöglicht. Eine günstige Sperrhebel-Ausführung ergibt sich, wenn die Anschlaghöhe "A" maximal 30% vom Türbreitenmaß beträgt - vorzugsweise 18% bis 24% - bei einer Türbreite von 80 cm. Die Basisplatte wird nahe am Türrahmen befestigt und die abgesetzte Form des Sperrprofils wird so gewählt, daß die Sperrhebel-Frontfläche einen Sperrwinkel δ von ca. 70° bis 85° (vorzugsweise 77° bis 82°) zur Türebene "T" bildet. Der Sperrwinkel δ wird begrenzt von der Türebene "T" und der Frontfläche zwischen Schließzylinder und der Anschlagfläche am Anschlag. Die Gestaltung und Anordnung des Sperrhebels ist so zu wählen, daß hauptsächlich Zugkräfte über die Anschläge in den Sperrhebel und weiter in die Arretierung (in Sperrposition) in der Basisplatte eingeleitet werden. Eine vorteilhafte Konzeption ergibt sich, wenn die Frontseite des Sperrhebels durch ein widerstandsfähiges Blech flächig verkleidet ist, dann bieten sich kaum Angriffspunkte für Aufbruchwerkzeuge. Im Idealfall besteht die flächige Verkleidung ganz oder zum Teil aus gehärteten Stahl-Werkstoffen und erschwert so eventuelle Manipulationen - wie Aufbohren oder Schneiden- zum gewaltsamen Öffnen.

In Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Türanschlags wird die Verriegelung durch ein Stangenschloß vorgenommen, das so positioniert ist, daß die Mitte der Schließeinrichtung (auf der Außenseite) ca. mittig im Öffnungsspalt "O" liegt. Die formschlüssige, mittelbare Verriegelung (an vorzugsweise 2 Stellen) der Linearbewegung erfolgt dabei in die bauseitig befestigte Basisplatte. Bei Sperrhebeln mit einer kurzen Höhe H (bis ca. 400 mm) ergibt sich durch den Einbau eines Riegelschloßes (mit oder ohne Falle) eine kostengünstige Version. Der Riegel wirkt unmittelbar in die Basisplatte. Wenn die Verriegelungsnut in der Basisplatte nur wenig breiter ist als der Riegel, so vermittelt der Türanschlag auch einen soliden, widerstandsfähigen Aufbau mit hoher Steifigkeit. Zum Schließen der Verriegelungseinrichtung ist im Normalfall ein Doppel-Profilzylinder eingesetzt.

Die Erfindung sieht vor, daß in den Türanschlag eine komplette elektronische Warnanlage eingebaut ist. Von einem Magnetplättchen an der aufschwenkenden Türe wird in der Anschlagstellung ein Schalt-Kontakt (z. B. Reed-Kontakt) im Sperrhebel betätigt, der nach ca. 30 sec. über die Warnanlagen-Steuerung (max. 24 V =) ein Alarmsignal auslöst und so den Hausbewohnern und Nachbarn einen unbefugten Öffnungsversuch oder eine Notsituation meldet. Der Schalt-Kontakt ist leitungsverbunden mit der Alarmanlagen-Steuerung.

Der Schalt-Kontakt am Sperrhebel kann vorteilhaft direkt im Anschlag verdeckt befestigt sein, nur die kleine Schaltfläche des Schalt-Kontaktes ist in der Anschlagfläche sichtbar. Das kleine Magnetplättchen kann genau positioniert an der Tür Innenfläche angeklebt sein oder mit einer Schraube befestigt sein.

Ein vorteilhafter Einbau des Schalt-Kontaktes ergibt sich auch, wenn er ganz vorne in dem Sperrhebel angeordnet ist - gegenüber der Stirnseite der Türe (in Sperrposition), wie in einer Figur dargestellt. Statt einem Schließ-Kontakt kann ein Magnet-Öffnungskontakt (Reed- K.) als Schalt-Kontakt eingesetzt werden, so ist u. U. ein sichereres Schaltsignal (weniger Manipulationsmöglichkeit) erreichbar. Möglich sind verschiedene elektr. Detektoren, auch optische, berührungslose Schalter - in an sich bekannter Weise - zur Auslösung des Warnsignals z. B. direkt durch die Türe. Die Kabelführung liegt innerhalb des Sperrhebels, der Aufbau ist also weitestgehend gegen Zerstörung geschützt. Das Warnsignal besteht primär aus einem lautstarken Sirenensignal (ca. 100 dB) von z. B. einer elektrischen Kleinsirene (10 V = bis 24 V =). Voraussetzung für die Alarm-Bereitschaft (scharfschalten) ist die geschlossene Schließeinrichtung des Sperrhebels. Dazu ist am Betätigungsglied des Stangenschlosses ein Kontakt angebracht, der einen Schalter betätigt. Als Schaltelement kann ein Magnet-Kontakt (Reed-K.) oder z. B. ein Micro-Schalter verwendet werden. Durch eine Leuchtdiode kann der Zustand "Scharfgeschaltet" an der Frontseite des Sperrhebels angezeigt werden. Wenn die Schließeinrichtung des Sperrhebels von außen geschlossen wird (beim Verlassen der Wohnung z. B.) muß darauf geachtet werden, daß die Tür innerhalb von ca. 25 sec. zugezogen wird, damit der eventuell noch betätigte Schalt-Kontakt am Sperrhebel kein Alarm-Signal auslöst. Das Zeitglied löst z. B. nach 30 sec. das Alarm-Signal aus. Auf der Rückseite des Sperrhebels (Innenseite des Raumes) ist verdeckt ein Schalter eingebaut (leitungsverbunden mit der Alarmanlagen-Steuerung), durch den das Alarmsignal abgeschaltet werden kann (Ausschalten des Zeitschaltsignals bei befugtem Betreten). Wenn die Türe von innen geöffnet wird, bei in Sperrposition befindlichem Sperrhebel, so kann der Öffnende von Innen das Alarmsignal, das nach 30 sec. ausgelöst wird, bei Bedarf abschalten, damit er sich mit dem vor der Türe stehenden weiter unterhalten kann. Das Alarmsignal läßt sich durch diesen Schalter (mehrere Schaltstellungen) auch separat einschalten, wenn der Öffnende sich in einer bedrohlichen Situation glaubt - als Notsignal. Das Betätigen dieses verdeckt angeordneten Schalters zum Abschalten des Alarmsignals oder zum Einschalten, kann durch eine zusätzliche Sicherungs-Einrichtung erschwert werden. Ein Mißbrauch (auch von Kindern) muß ausgeschlossen werden. Die Sicherungseinrichtung kann aus einer zusätzlichen Schließeinrichtung bestehen oder einer entfernbaren, steckbaren Betätigungs-Einrichtung des Schalters.

An die Warnanlagen-Steuerung im Türanschlag kann auch zusätzlich ein rein optisches oder optisch-akustisches Warngerät (12 V = bis 24 V =) angeschlossen werden - normal jedoch leitungsverbunden. Dieses kann sich auch entfernt vom Türanschlag irgendwo in der Wohnung (oder außerhalb - z. B. am Fenster) befinden. An die Warnanlagen-Steuerung kann prinzipiell auch eine weitere Meldelinie (z. B. ein Schalt-Kontakt an einer Terassentüre) angeschlossen werden (leitungsverbunden).

Der Einbau der kompletten Warnanlage mit Energiequelle (z. B. Akku) und elektronischer Steuerung in den Türanschlag schützt sie weitestgehend vor einer "Außerbetriebsetzung durch Zerstörung". Die Warnanlage (Signalsirene) wird spannungsseitig von einem Akku- Satz (z. B. 12 V = Blei-Gel-Akku) versorgt, kann aber auch über ein Netzteil (z. B. 220 V/12 V =) versorgt werden. Die Stromversorgung über den Akku-Satz sorgt dafür, daß es sich um eine netzunabhängige, installationsfertige Einheit handelt - es ist keine Elektroinstallation erforderlich. Da am Installationsort eines Türanschlages (neben einer Wohnungs- oder Haustüre) in der Regel Lichtschalter oder Steckdosen angebracht sind, ist ein Anschluß der Alarmanlage an eine Netzstrom-Versorgung (220 V) meist auch möglich. Die Stromzuführung erfolgt verdeckt aus der Wand in die Basisplatte und von dort in den Sperrhebel. Bei Sperrhebeln mit kleiner Sperrhebel-Höhe "H" kann es aus Platzgründen erforderlich sein, daß z. B. die Warnanlagen-Steuerung oder/und die Energiequelle (Akku-Satz) in eine etwas vergrößerte, als Hohlkörper gestaltete Basisplatte montiert sind. Der Einbau der Energiequelle und/oder der Warnanlagen-Steuerung in die wandfest montierte Basisplatte kann auch sicherheitstechnische Vorteile (elektrische Schutzmaßnahmen) haben. Durch den Führungskörper des Sperrhebels sind die elektrischen Verbindungsleitungen zu den Schaltkontakten und der Sirene zerstörungssicher verlegt und abgedeckt. Die Alarm- Funktion kann jederzeit durch die "Simulation eines Einbruchversuches" (Schaltzeit von ca. 35 sec. abwarten) geprüft werden. Die Verzögerungszeit für das Alarmsignal (z. B. 30 sec.) ist prinzipiell einstellbar.

Eine gute Sperrfunktion des Türanschlages ergibt sich, wenn die Sperrhebelhöhe "H" im Bereich von 15% bis 35% der Türdurchgangshöhe von 2 m ausgeführt wird. Zur Sicherstellung der Sperrfunktion weist der Sperrhebel eine stabile Verriegelung auf, die auch starkem Druck (gegen das Verschieben aus der Sperrposition) widerstehen kann. Der Führungskörper des Sperrhebels wird in der Sperrposition durch 2 Arretierbolzen in der wandfesten Basisplatte formschlüssig gehalten (auch zur Indexierung). Die Linearführung ist bauteilfest mit der Basisplatte verbunden und am anderen Ende wandfest, ausgerichtet montiert. Der gesamte Türanschlag ist in der Höhenlage so positioniert, daß die Schließeinrichtung im Normalfall etwas höher als das Türschloß liegt, damit die Türklinke nicht den Zugang zur Schließeinrichtung behindert.

Eine besondere Erhöhung der Stabilität ergibt sich, wenn zwischen den Anschlägen am Sperrhebel und der Türe ein Formschluß durch eine Sperrschulter vorgesehen wird. An der Türe ist dazu eine Platte stabil befestigt. Der Formschluß mit der Gegensperrschulter an der Platte wirkt tangential zur Schwenkrichtung des Sperrhebels. Eine Kraft zum Wegdrücken des Sperrhebels aus der Sperrposition wird - bei anliegender Türe - gleichzeitig in die Türe eingeleitet. Die Lagerung der Türe in den Scharnieren wird damit zur Erhöhung der Stabilität des Türanschlages mit hinzugezogen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich auch, wenn die Frontseite des Sperrhebels konvex nach außen gewölbt ist, und damit die Schließeinrichtung (Frontfläche des Profilzylinders) näher zum Türschwenkkreis rückt. Die Zugänglichkeit von außen, zur Schließeinrichtung, wird damit verbessert. Funktionell vorteilhaft ist es auch, wenn die Frontflächen-Krümmung teilweise dem Schwenkkreis-Profil der Türe angepaßt wird. Dann entsteht die optimal kürzeste Distanz zur Frontfläche des Profilzylinders.

Ein Ausführungsbeispiele eines Türanschlages gemäß der Erfindung ist nachfolgend in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. Die Fig. 8 bis 13 zeigen weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten. Dabei ist:

Fig. 1 ist die perspektifische Darstellung einer teilweise geöffneten Türe mit einem erfindungsgemäßen Türanschlag - der Sperrhebel ist horizontal, geradlinig beweglich gelagert und in Sperrposition gezeichnet.

Fig. 2 ist die perspektifische Darstellung einer Türe mit einem erfindungsgemäßen Türanschlag - der Sperrhebel ist horizontal, geradlinig beweglich gelagert und in Ruheposition (von der Türe weg bewegt) gezeichnet.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch die Wand und die Türe - in Blickrichtung der Linie X-X gemäß Fig. 1 - der Sperrhebel ist in Sperrposition gezeichnet.

Fig. 4 zeigt die Ansicht auf den Sperrhebel mit der Basisplatte, in Blickrichtung des Pfeiles Y von Fig. 3, von außerhalb des Raumes aus.

Fig. 5 zeigt eine Teilansicht (im Schnitt) gemäß Fig. 4 von der Verriegelungseinrichtung.

Fig. 6 zeigt die Teilansicht (im Schnitt) auf den Sperrhebel mit Anschlag (in Sperrposition).

Fig. 7 zeigt die Teilansicht (im Schnitt) - in Blickrichtung der Linie IV gemäß Fig. 3 - auf die Basisplatte und den Führungskörper.

Fig. 8 zeigt die perspektifische Darstellung einer Türe mit einem Türanschlag; es ist eine andere Ausgestaltungsform dargestellt, bei dem der Sperrhebel um eine vertikale Achse schwenkbar gelagert ist.

Fig. 9 zeigt die perspektifische Darstellung einer Türe mit einem Türanschlag nach Fig. 8, der Sperrhebel ist Ruheposition (gegen die Basisplatte geschwenkt) gezeichnet.

Fig. 10 zeigt die perspektifische Darstellung einer Türe mit einem Türanschlag, es ist eine andere Ausgestaltungsform dargestellt, bei dem der Sperrhebel um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert ist.

Fig. 11 zeigt einen Schnitt durch die Wand und die Türe - in Blickrichtung der Linie V-V gemäß Fig. 8 -, der um eine vertikale Achse schwenkbare Sperrhebel ist in Sperrposition gezeichnet.

Fig. 12 zeigt die Sicht auf den Sperrhebel gemäß Fig. 8 - von der Innenseite des Raumes.

Fig. 13 zeigt die Ansicht (mit Teilschnitt) auf einen Sperrhebel in einer von dem Ausführungsbeispiel abweichenden Ausbildung (gemäß Fig. 8), bei dem ein Riegelschloß für die unmittelbare radiale Verriegelung verwendet ist.

Die Fig. 1 und 2 zeigen eine teilweise geöffnete Türe (20), mit dem normalen Türschloß (22), dem Türstock (21) und der Wand (23). Ein solcher Türanschlag gemäß Erfindung besteht aus einem wandfesten Bauteil der Basisplatte (30).

Die Basisplatte ist in entsprechendem Abstand vom Türstock (21) auf der Raum-Innenseite an der Wand befestigt. Bei dem Ausführungsbeispiel wird die Beweglichkeit des Sperrhebels durch die Linearführung (27) erreicht. Der Führungskörper (26) des Sperrhebels ist durch die Linearführung in 2 Ebenen geführt. Der Sperrhebel ist zwischen der in Fig. 1 dargestellten Sperrposition und der in Fig. 2 dargestellten Ruheposition frei beweglich. Die Fig. 1 zeigt, wie die Türe gegen den in Sperrstellung befindlichen Sperrhebel (24) mit den beiden Anschlägen (25) anschlägt. Der gesamte Türanschlag ist in der Höhenlage so positioniert, daß die Schließeinrichtung (28) des Sperrhebels im Normalfall etwas höher als das Türschloß (22) liegt, damit die Türklinke nicht den Zugang zur Schließeinrichtung (28) behindert. Als Schließeinrichtung ist bei beiden Figuren ein Profilzylinder dargestellt. Der Schalter (29) zum Abschalten des Warn-Signals ist auf der Rückseite des Sperrhebels sichtbar.

In Fig. 2 ist der Sperrhebel (24) in Ruheposition dargestellt, er ist von der Basisplatte (30) wegbewegt. Die Türe kann frei geöffnet werden. Die Fig. 2 zeigt, daß die Raumseite des Sperrhebels (24) durch eine Fläche geprägt ist und dadurch sich für eine optisch ansprechende Gestaltung - z. B. durch ein strukturiertes, auch farbliches, bildähnliches Dekor - sehr eignet. Der Türanschlag in dieser Version kann als dekorativer, an der Wand befestigter Gegenstand gestaltet werden (künstlerisches Design) und verbirgt dadurch seine technische Funktion. an der Vorderseite ist noch das für kleine Öffnungsspaltweiten nötige Zugteil (73) angeordnet. Das Zugteil ist vorteilhafterweise biegsam oder schwenkbar befestigt. Es kann auch in der oberen Hälfte der Vorderseite befestigt sein und ermöglicht ein bequemes "in Sperrposition ziehen" des Sperrhebels, aus einer Zwischenposition vor dem Tür Schwenkkreis, wenn der Sperrhebel beim Verlassen der Wohnung in Sperrposition verriegelt werden soll.

Die Fig. 3 zeigt die besonderen Anordnungsverhältnisse des Sperrhebels (24) entsprechend den Patentansprüchen. Die Darstellung zeigt die Ausführungsform, bei der als Schließeinrichtung (28) ein Doppelprofilzylinder vorhanden ist. Der Doppel-Profilzylinder ist durch den Öffnungsspalt "O" auch von außerhalb der um den Schwenkwinkel α geöffneten Türe (20) zugänglich - eine wesentliche Ausgestaltung. Die geschlossene Türe (strichpunktiert dargestellt) ist mit der Bezugszahl (32) versehen. Durch eine Rosette (35) ist der Überstand des Doppelprofilzylinders abgedeckt um Angriffsmöglichkeiten für Zangen auszuschließen. Die Darstellung zeigt, daß die aus sicherheitstechnischer Sicht optimale Öffnungsspaltweite "O" nur bei kleinem Tür-Schwenkwinkel α von max. 10° erreicht wird. Bei einem größeren Schwenkwinkel α müsste die Anschlaghöhe "D" des Sperrhebels größer werden.

Ein größerer Schwenkwinkel α verschlechtert die Stabilität des Sperrhebels und macht eine Abdeckung der Öffnungsspaltweite "O" auf der ganzen Höhe der Türöffnung erforderlich, damit kleine Personen (z. B. Kinder) nicht hindurchschlüpfen können. Die Türe ist in Anschlagstellung und liegt an der Anschlagfläche (36) des Anschlages (25) an. Die Anschlagfläche (36) des Anschlages ist durch ein weiches Material (z. B. Filz) belegt, um ein Beschädigen der Türe zu verhindern. Der Winkel an dem Anschlag ist so ausgeführt, daß in Anschlagstellung eine parallele Anlagefläche zur Tür-Innenfläche (33) entsteht. Dargestellt ist der Sperrwinkel δ, der auf einer Seite durch die Türebene "T" (bei geschlossener Türe) begrenzt wird und von der Frontfläche des Sperrhebels. Neben dem Türstock (21) ist die Basisplatte (30) eingezeichnet, in welche die mittelbare Verriegelung wirkt. Die Bezugszahl (42) ist das Verriegelungselement und dieses wirkt in die Verriegelungsöffnung (31). Mit der Bezugszahl (41) ist der Arretierbolzen sichtbar, welcher für Stabilität des Sperrhebels in der Sperrposition sorgt. Die beiden Arretierbolzen übernehmen die Kräfte, die bei Manipulationen und gewaltsamen Öffnungsversuchen auf den Sperrhebel einwirken. Mit der Bezugszahl (38) ist die Energiequelle angedeutet, die dort im Hohlraum des Führungskörpers vom Sperrhebel eingebaut sein kann. Der Öffnungs-Schwenkkreis der Türe hat die Bezugszahl (39). Der notwendige Spalt zwischen der Türstirnseite und der Fronfläche des Sperrhebels ist mit (40) bezeichnet. Der horizontale Hub des Sperrhebels zum Freigeben der Türe ist mit "P" bezeichnet und beträgt ca. 150 mm. Er richtet sich auch nach den baulichen Gegebenheiten. Die Anschlaghöhe "D" beträgt max. 20 cm - vorzugsweise 12 cm bis 17 cm.

Fig. 4 zeigt den Aufbau des Sperrhebels (24) in der Version mit dem Stangenschloß (44). Das Stangenschloß (z. B. Baskülschloß) ist im Hohlraum des Sperrhebels eingebaut. Die Betätigungsglieder des Stangenschloßes haben die Bezugszahl (47) und wirken mittelbar, formschlüssig mit den beiden Verriegelungseinrichtungen (45) zusammen. Im oberen Freiraum ist im Sperrhebel die Signal-Sirene (46) eingesetzt und darunter ist die elektronische Steuerung (48) vorhanden. Der stabile Rahmen des Sperrhebels mit Führungskörper bildet eine widerstandsfähige Einheit zum Schutze vor Zerstörung der eingebauten Geräte. Links ist die wandfest angeordnete Basisplatte (30) sichtbar, in welche die beiden Verriegelungselemente (42) wirken - die Basisplatte hat auch die Funktion einer Schließplatte.

Die Fig. 5 zeigt die Verriegelungseinrichtung (45) als Detail von Fig. 4. Am Sperrhebel (Fig. 4) sind zwei gleiche Verriegelungseinrichtungen (eine spiegelbildlich) vorgesehen. Der axiale Verriegelungshub des Stangenschloßes (44) wird über das Betätigungsglied (47) in das Gleitstück (49) eingeleitet. Das Gleitstück ist in dem Führungskanal geführt. Die Verriegelung wird über das Verriegelungselement (42) in die Verriegelungsöffnung in der Basisplatte vorgenommen. Die Druckfeder (51) übernimmt die Rückstellung des Verriegelungselementes, wenn die Verriegelung beim Öffnen über den Schließzylinder wieder freigegeben wird.

Der geringe Spalt (50) zur Basisplatte ist wichtig und führt zu geringen Momenten bei auftretenden Druckkräften am Sperrhebel. Über Anschlagbolzen (54) wird die genaue Sperrposition (vordere Hubbegrenzung) indexiert, damit ein problemloses Verriegeln möglich ist.

Die Fig. 6 zeigt im Teilschnitt des Sperrhebels (24), wie der Schalt-Kontakt (53) zum Auslösen des Alarm-Signals an der Stirnseite sehr günstig positioniert und zerstörungssicher im Hohlraum eingebaut ist. Das dünne Magnetplättchen (52) für die Kontaktgabe ist an der Stirnfläche der Türe vertieft eingesetzt - kann auch angeklebt sein. Mit der Bezugszahl (40) ist der notwendige Spalt zwischen der Tür-Stirnfläche und der Frontfläche des Sperrhebels bezeichnet.

Die Fig. 7 zeigt die Teilansicht auf die wandfest angeordnete Basisplatte (30). Die Befestigungsbohrungen haben die Bezugszahl (55). Mit (41) ist der Arretierbolzen bezeichnet und der Anschlagbolzen für den Führungskörper (26) hat die Bezeichnung (54). Die Linearführung (27) ist mit der Basisplatte befestigt. Mit (31) sind die beiden Verriegelungsöffnungen bezeichnet.

Die Fig. 8 und 9 zeigen die Darstellung einer vom Ausführungsbeispiel abweichenden Ausführungsform. Über eine vertikale Achse, parallel zur Tür-Schwenkachse, ist hier der schwenkbare Sperrhebel (57) mit der Basisplatte (59) verbunden. In Fig. 8 liegt die Türe in Anschlagstellung an den Anschlägen (25) an. In Fig. 9 ist die Tür in die Ruheposition zur Basisplatte zurückgeschwenkt gezeichnet. Das Zugteil zum "In-Funktion-Setzen" des Sperrhebels in der Sperrposition hat die Bezugszahl (56).

Die Fig. 10 zeigt eine Darstellung einer vom Ausführungsbeispiel abweichenden Ausführungsform. Hier wird der Sperrhebel (61) mittels einer horizontal angeordneten Schwenk- Achse (63) von der Ruheposition (strichpunktiert gezeichnet) in die Sperrposition geschwenkt. Die Verriegelung erfolgt in eine Basisplatte wie bei dem Ausführungsbeispiel. Die stabile, horizontale Schwenkachse gewährleistet eine genaue Führung des Sperrhebels vor der Wand bis zur Verriegelung in Sperrposition.

Die Fig. 11 zeigt die Anordnungsverhältnisse des Sperrhebels bei der Version mit vertikaler Schwenkachse. Diese Ausführung wird vorteilhaft bei Tür-Schwenkwinkeln α von max. 12° eingesetzt (vorzugsweise 6° bis 9°) und dabei ergeben sich Sperrwinkel β zur Türebene "T" zwischen 45° und 71°, vorzugsweise 50° bis 65°. Der Sperrwinkel wird begrenzt von der Türinnenfläche (64) und der Verbindungslinie zwischen dem Schwenkachsenmittelpunkt und der Kante "K" der Türe. Der vorteilhafte Abstand "A" der Schwenkachse von dem Schließblech (34) liegt zwischen 7 cm bis 10 cm (maximal 15 cm). Die Einhaltung dieser Kriterien ergibt eine kurze Anschlaglänge "L" mit hoher mechanischer Stabilität.

Diese Darstellung zeigt auch, daß durch eine konvex gewölbte Frontfläche des Sperrhebels die Zugänglichkeit zur Schließeinrichtung verbessert wird, da die Bedienseite des Profil- Zylinders (28) sehr nahe an den Öffnungsschwenkkreis (39) der Türe rückt.

Die Fig. 12 zeigt den Aufbau des Sperrhebels (65) in der Version mit der vertikalen Schwenkachse (gemäß Fig. 8/9 und 11). Das Stangenschloß (z. B. Baskülschloß) ist parallel zur Schwenkachse (68) eingebaut. Die Betätigungsglieder (47) des Stangenschlosses (44) wirken mittelbar und formschlüssig mit den beiden Verriegelungseinrichtungen (45) zusammen. An dem oberen Betätigungsglied ist die Magnetplatte (69) mit dem Schalt-Kontakt (70) für das Scharfschalten der Warnanlage eingezeichnet. Im oberen Hohlraum ist die Signal-Sirene (46) eingesetzt und unten ist der Schalter (62) für die manuelle Signalababschaltung dargestellt. Im unteren Freiraum ist die Warnanlagen-Steuerung (48) mit Akku- Satz (38) vorhanden. Der stabile Hohl-Rahmen (43) des Sperrhebels ist mit den beiden fluchtenden Schwenkaugen (67) fest verbunden und bildet so eine widerstandsfähige Einheit. Oben und unten ist die wandfest angeordnete Basisplatte (66) sichtbar, in welcher die Gegenlagerung des Sperrhebels konzipiert ist. Die Schließeinrichtung hat die Bezugszahl (28).

Fig. 13 zeigt den Aufbau des Sperrhebels in der Version mit der vertikalen Schwenkachse (gemäß Fig. 8/9 und 11). Es ist eine Ansicht von der Innenseite der Türe aus. Bei diesem Sperrhebel-Beispiel ist ein Riegelschloß (71) eingebaut. Die radiale Verriegelung durch den Riegel (72) geht unmittelbar in die als Schließplatte ausgebildete Schwenkachse (68). Diese Ausführung ist sehr kostengünstig, da der Aufwand für die beiden radialen Verriegelungseinrichtungen in die Schwenkachse (wie beim Ausführungsbeispiel) eingespart werden. Als Alternative kann auch ein Mehrfach-Riegelschloß eingesetzt werden oder ein Riegel- Schloß mit Schwenkriegel, der den Sperrhebel mit der Basisplatte verspannt durch die "Hinterkrallung". Die Schließeinrichtung ist mit der Bezugszahl (28) versehen. Die Sperrhebel-Höhe "H" beträgt bei dieser Riegelschloß-Ausführung maximal ca. 400 mm, ist also bei größeren Höhen nicht vorteilhaft.


Anspruch[de]
  1. 1. Türanschlag für einflügelige, um eine vertikale Achse schwenkbare Türen, bestehend aus einem auf der Türinnenseite beweglich angeordneten Sperrelement, das eine Schließeinrichtung zum Verriegeln des Sperrhebels aufweist, um die Türbewegung zwischen der Schließposition und einer Teil-Öffnung begrenzen zu können, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:, a) am Sperrhebel sind ein bis mehrere formschlüssige Anschläge (25) ausgebildet, b) der Sperrhebel kann auch von außerhalb des Raumes durch die um einen Schwenkwinkel α von maximal 12° geöffnete Türe (15) in Sperrstellung verriegelt und entriegelt werden, c) im Türanschlag ist eine elektronische Warnanlage mit Steuerung (48), Akku (38), Sirene (46) und Schaltelementen eingebaut.
  2. 2. Türanschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (24) linear, horizontal beweglich angeordnet ist.
  3. 3. Türanschlag nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel α vorzugsweise 6° bis 9° beträgt.
  4. 4. Türanschlag nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel in Verriegelungsposition einen Sperrwinkel δ zur Türebene "T" von maximal 85°, vorzugsweise 77° bis 82° hat.
  5. 5. Türanschlag nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung durch einen von beiden Seiten des Sperrhebels betätigbaren Schließzylinder (28) oder dergleichen in der Sperrposition verriegelt oder entriegelt werden kann.
  6. 6. Türanschlag nach einem oder mehrere der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Verriegelungseinrichtung ein Stangenschloß (44) eingesetzt ist.
  7. 7. Türanschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet ist.
  8. 8. Türanschlag nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel durch ein Riegelschloß oder Mehrfach-Riegelschloß unmittelbar in die Basisplatte verriegelt ist.






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