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Dokumentenidentifikation DE10253902A1 24.07.2003
Titel Verlängerte Steckgleitschuhservoauflageanordnung zur Positionierung einer Schwenkscheibe und Montageverfahren dafür
Anmelder Sauer-Danfoss Inc., Ames, Ia., US
Erfinder Boone, Nick, Ames, Ia., US
Vertreter FROHWITTER Patent- und Rechtsanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 19.11.2002
DE-Aktenzeichen 10253902
Offenlegungstag 24.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.2003
IPC-Hauptklasse F04B 1/20
Zusammenfassung Bei einer Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung stellt eine verlängerte Steckgleitschuhservoauflage eine verbesserte Verbindung zwischen der Schwenkscheibe und einem Positioniermittel bereit. Die Schwenkscheibenanordnung enthält eine Schwenkscheibe mit einer darin ausgebildeten Buchse und einer Steckgleitschuhservoauflage, die schwenkbar an der Schwenkscheibe an der Buchse befestigt ist. Die Steckgleitschuhservoauflage weist ein in der Buchse befestigtes Kugelende und ein Auflageende auf, das daran eine im Wesentlichen flache, planare Fläche besitzt, die vom Kugelende weggerichtet ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Hydraulikeinheiten mit variabler Verdrängung, wie zum Beispiel hydrostatische Pumpen und Motoren. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine verlängerte Steckgleitschuhservoauflage, die schwenkbar an der Schwenkscheibe solcher Einheiten angebracht ist und so einen Oberflächengleitkontakt mit dem Positionier-mechanismus bereitstellt. Die Erfindung führt zu einer einzigartigen Schwenkscheibenanordnung, die nur wenige Teile aufweist und deren Herstellung wirtschaftlich ist.

Es sind verschiedene Anordnungen zur Verbindung der Schwenkscheibe einer Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung, wie zum Beispiel einer Pumpe oder eines Motors, mit einem Positioniermittel oder -mechanismus, wie zum Beispiel einem Servokolben oder einem Stellkolben, bekannt. Bei einer solchen Anordnung wird ein Nocken-Knopf durch Presspassung in der Schwenkscheibe angeordnet. Dadurch wird ein Liniengleitkontakt am Servokolben oder Stellkolben bereitgestellt. Bei einer zweiten Anordnung läuft ein gewölbter Servokolben oder Stellkolben gegen die Schwenkscheibe. Dies liefert einen Punktgleitkontakt. Es sind auch Zapfen- oder Zwischengliedverbindungen ausprobiert worden. Bei einer anderen bekannten Anordnung wird ein Aufnahmegleitschuh in einem Quetsch- oder Tiefziehvorgang an einem Steckkolben befestigt. Dann wird das Steckkolbenende dieser Kolben-Gleitschuhanordnung in ein zylindrisches Loch in der Schwenkscheibe gepresst. Bei dieser Anordnung sind mehrere Arbeitsgänge erforderlich, um eine Schwenkscheibenanordnung bereitzustellen, die zur Verbindung mit dem Positioniermechanismus bereit ist. Deshalb besteht Bedarf nach einer verbesserten Verbindung der Schwenkscheibe mit dem Positionier-mechanismus in einer Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung.

Eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung einer verbesserten Verbindung zwischen der Schwenkscheibe und dem Schwenkscheibenpositioniermechanismus einer Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung.

Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines verlängerten Steckgleitschuhs mit einem Kugelende, das schwenkbar an der Schwenkscheibe befestigt ist, und einem Auflageende, das zur Bereitstellung eines Oberflächenkontakts mit dem Positioniermechanismus ausgeführt ist.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Verbindung zwischen der Schwenkscheibe und dem Schwenkscheibenpositionier mechanismus, deren Herstellung wirtschaftlich und deren Verwendung zuverlässig ist.

Diese und andere Aufgaben gehen aus den Zeichnungen sowie aus der Beschreibung und den Ansprüchen, die folgen, hervor.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verlängerte Steckgleitschuhservoauflage, die schwenkbar an der Schwenkscheibe von Hydraulikeinheiten mit variabler Verdrängung angebracht ist, um einen Oberflächengleitkontakt mit dem Schwenkscheibenpositioniermechanismus bereitzustellen. Die verlängerte Steckgleitschuhservoauflage ist schwenkbar in einer in der Schwenkscheibe ausgebildeten Buchse befestigt. Die Gleitschuhservoauflage besitzt ein im Wesentlichen sphärisches Kugelende, dessen Hauptdurchmesser in der Buchse angeordnet ist, einen länglichen Halsteil und ein Auflageende mit einer im Wesentlichen flachen, planaren Fläche daran, die vom Kugelende weg gerichtet ist. Die im Wesentlichen flache, planare Fläche des Auflageendes stellt einen Oberflächenkontakt mit einer planaren Gegenfläche am Schwenkscheibenpositioniermechanismus bereit, der einen Servokolben und/oder einen Stellkolben enthalten kann.

Bei der ersten Ausführungsform der Erfindung enthält die Schwenkscheibenbuchse einen einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil neben dem Einlass der Buchse und daneben einen einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil zur Bildung einer Schulter dazwischen zwecks Festhalten des Kugelendes der Gleitschuhservoauflage, das durch Presspassung in der Buchse angeordnet werden kann. Bei einer anderen Ausführungsform wird bei der Installation eine Hülse oder eine Muffe mit einem verformbaren, rampenförmigen Schürzenteil zwischen dem Kugelende der Steckgleitschuhservoauflage und der Buchse angeordnet. Der rampenförmige Schürzenteil, dessen Außendurchmesser etwas größer ist als der Durchmesser der Buchse, krümmt oder verformt sich nach innen, um die Hülse am Kugelende der Gleitschuhservoauflage automatisch zusammenzuquetschen und sie in der Buchse festzuhalten. Beide Ausführungsformen stellen eine schnelle und einfache Weise der Verbindung der Schwenkscheibe mit einem Kolbenglied eines Positioniermechanismus bereit.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1 ist eine Querschnittsansicht von Teilen einer Hydraulikeinheit, die mit der vorliegenden Erfindung in einer Null-Verdrängungsposition angeordnet ist.

Fig. 2 ist eine Querschnittsansicht ähnlich der Fig. 1, die aber die in ihre maximal ausgelenkte oder Vollhubstellung geschwenkte Schwenkscheibe zeigt.

Fig. 3 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht, die die erfindungsgemäße verlängerte Steckgleitschuhservoauflageanordnung zur Positionierung der Schwenkscheibe genauer zeigt. Die Gleitschuhservoauflage stellt einen Oberflächenkontakt mit dem Servokolben bereit.

Fig. 4 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht des Bereichs 4-4 in Fig. 3 und zeigt das Mittel und das Verfahren zur schwenkbaren Befestigung der Steckgleitschuhservoauflage an der Schwenkscheibe noch genauer.

Fig. 5 ist eine Querschnittsansicht ähnlich der Fig. 1, die aber eine andere Ausführungsform dieser Erfindung zeigt.

Fig. 6 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht, die zeigt, wie die selbstquetschende Muffe die Steckgleitschuhservoauflage aufnimmt und automatisch darangequetscht wird, während sie durch die Gleitschuhservoauflage in die Schwenkscheibenbuchse getrieben wird.

Fig. 7 ist eine Querschnittsansicht, die die Steckgleitschuhservoauflage zeigt, die durch die selbstquetschende Muffe an der Schwenkscheibe befestigt ist. Die Gleitschuhservoauflage sorgt für einen wesentlichen Oberflächenkontakt mit dem Servokolben.

Fig. 8 ist eine Querschnittsansicht der selbstquetschenden Muffe der Ausführungsform nach Fig. 5.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

In den Zeichnungen und der folgenden Beschreibung sind gleiche Komponenten mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet. Teile einer Axialkolben-Verstelleinheit 10, die gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt ist, werden in Fig. 1 gezeigt. Obgleich die Erfindung in der Darstellung und Beschreibung auf eine Verstellpumpe mit offenem Kreislauf angewandt wird, versteht sich für den Fachmann, dass die Erfindung auch auf hydraulische Verstellmotoren angewandt werden kann. Weiterhin ist die Erfindung auf Pumpen oder Motoren mit geschlossenem Kreislauf anwendbar.

Die Hydraulikeinheit 10 weist ein Gehäuse 12 und eine Endkappe 14 auf, die mittels (nicht gezeigter) herkömmlicher Befestigungselemente lösbar daran befestigt ist. Die Hauptdrehkomponenten der Hydraulikeinheit 10 sind herkömmlich und für die Erfindung nicht besonders relevant. Somit sind die folgenden herkömmlichen Komponenten aus den Zeichnungen weggelassen worden, um diese zu vereinfachen: eine Welle, eine Zylinderblockanordnung mit einem Zylinderblock, in dem mehrere sich axial hin- und herbewegende Kolben untergebracht sind, und eine Ventilplatte zur Steuerung des Arbeitsmediumstroms. Die Fluidverdrängung oder der Fluidverbrauch der Hydraulikeinheit 10 wird durch eine Schwenkscheibe 16 bestimmt oder gesteuert, die beweglich so im Gehäuse 12 angebracht ist, dass sie auf wohlbekannte herkömmliche Weise entlang einer Kippachse 18 schwenkt. Positioniermittel positionieren oder schwenken die Schwenkscheibe 16 zwangsweise um die Kippachse 18. Allgemein enthält das Positioniermittel einen oder mehrere hydraulisch betriebene Servokolben 20. In den in den Zeichnungen gezeigten und unten beschriebenen Beispielen enthält das Positioniermittel einen Servokolben 20 und einen federbelasteten Stellkolben 22. Der Stellkolben 22 schiebt die Schwenkscheibe 16 zum Schwenken um ihren maximalen Winkel, und der auf der gegenüberliegenden Seite der Kippachse 18 angeordnete Servokolben 20 sorgt für Hubverringerung der Pumpe mit offenem Kreislauf zur Änderung ihrer Verdrängung.

Die Schwenkscheibe 16 weist eine untere Fläche 24, die allgemein auf die Unterseite des Gehäuses 12 gerichtet ist, und eine im Wesentlichen planare obere Fläche 26, die allgemein auf die Endkappe 14 gerichtet ist, auf. Eine im Wesentlichen zylindrische Buchse 28A erstreckt sich in die Schwenkscheibe 16, und zwar vorzugsweise senkrecht von ihrer oberen Fläche 26. Die Buchse 28A ist in Deckung mit dem Servokolben 20. Eine zweite Buchse 28B ist mit dem Stellkolben 22 in Deckung. Da die Buchsen 28A und 28B vorzugsweise identisch sind, wird nur die Buchse 28A unten ausführlich beschrieben.

Wie am besten in den Fig. 3 und 4 zu sehen, weist die Buchse 28A neben ihrem Einlass einen einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil 30 auf. Ein einen vergrößerten Durchmesser aufweisender Teil 32 liegt einwärts neben dem einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil 30, so dass dazwischen eine Schulter 34 liegt. Bei der unteren Wand 36 der Buchse 28A handelt es sich vorzugsweise um eine kegelstumpfförmige Fläche mit einem eingeschlossenen Winkel von ca. 60 Grad. Dies entspricht ungefähr dem Winkel der Spitze an einem Standardbohrer. Ein Fluiddurchgang 38 erstreckt sich von der unteren Fläche 24 der Schwenkscheibe 16 in die Buchse 28A. Am Einlass der Buchse 28A an der oberen Fläche 26 der Schwenkscheibe 16 ist vorzugsweise eine Einführfase 40 ausgebildet. Die Fase 40 bildet vorzugsweise einen Winkel von ca. 30 bis 60 Grad und besonders bevorzugt ca. 45 Grad bezüglich einer mittleren Längsachse 42 der Buchse 28A. Die Buchse 28A verläuft vorzugsweise senkrecht zur oberen Fläche 26 der Schwenkscheibe 16. Die Buchse 28A ist zu der Kippachse 18 der Schwenkscheibe 16 versetzt.

Die Buchse 28A oder 28B bildet ein Element der einzigartigen Mittel und Verfahren zur Verbindung des Positioniermittels mit der Schwenkscheibe 16 bei dieser Erfindung. Das andere Element ist eine Steckgleitschuhservoauflage 44 (im Folgenden "Gleitschuh"). Der Gleitschuh 44 weist ein Auflageende 46 und ein allgemein sphärisches Kugelende 48 auf, das mittels eines länglichen Zwischenhalsteils 50 damit verbunden ist. Der Gleitschuh 44 weist eine mittlere Längsachse 52 auf. Das Kugelende 48 des Gleitschuhs 44 weist einen Hauptdurchmesser D1 in einer senkrecht zur mittleren Längsachse 52 verlaufenden Ebene auf. Das Kugelende 48 des Gleitschuhs 44 besitzt an seinem Hinterende einen hinterschnittenen Radius, der in den Zwischenhalsteil 50 übergeht. Das Auflageende 46 ist vorzugsweise eine kreis- oder ringförmige Scheibe, deren Außendurchmesser größer als der Durchmesser D1 des Kugelendes 48 ist. Das Auflageende 46 weist eine im Wesentlichen planare Fläche 54 daran auf, die mit der im Wesentlichen planaren vorderen Fläche 56 am Servokolben 20 in Eingriff steht. Somit wird die durch den Servokolben 20 an der Schwenkscheibe 16 übertragene Positionierkraft vorteilhafterweise über eine beträchtliche Kontaktoberfläche verteilt.

Der einen vergrößerten Durchmesser aufweisende Teil 32 der Buchse 28A besitzt einen Durchmesser D2, der größer ist als der Hauptdurchmesser D1 des Kugelendes 48 des Steckgleitschuhs 44. Andererseits weist der einen verkleinerten Durchmesser aufweisende Teil 30 der Buchse 28A einen Durchmesser D3 auf, der etwas kleiner ist als der Hauptdurchmesser D1 des Kugelendes 48.

Zur schwenkbaren Befestigung des Gleitschuhs 44 an der Schwenkscheibe 16 positioniert der Monteur den Gleitschuh 44 mit seinem Kugelende 48 am Einlass der Buchse 28A. Die Fase 40 stellt eine Führung in die Buchse 28A bereit. Dann wird an das Auflageende 46 des Gleitschuhs 44 eine Axialkraft angelegt, um das Kugelende 48 durch den einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil 30 der Buchse 28A zu schieben. Sobald sich der Hauptdurchmesser D1 vor der Schulter 34 befindet und in dem einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil 32 der Buchse 28A befindet, hält die Schulter 34 das Kugelende 48 des Gleitschuhs 44 in der Buchse 28A fest, und das Auflageende 46 kann um die mittlere Längsachse 52 schwenken. Die Größe der Durchmesser D2 und D3 kann bezüglich des Durchmessers D1 des Kugelendes 48 eingestellt werden, so dass eine angemessene Eindrückkraft und ein gewünschter Abziehwiderstand für die Verbindung erreicht wird. Zum Beispiel hat sich herausgestellt, dass die folgenden Abmessungen bei einer 100 cm3/U-Pumpe mit offenem Kreislauf gut funktionieren:

D1 = 12,137 mm

D2 = 12,23 mm und

D3 = 12,1 mm.

Neben dem Kolbenglied 58 des Stellkolbens 22 auf der gegenüberliegenden Seite der Kippachse 18 sind eine zweite Buchse 28B und ein zweiter Gleitschuh 44 vorgesehen. Ein Durchgang 38B schneidet die Buchse 28B. Die Fläche 54 des Gleitschuhs 44 steht mit der im Wesentlichen planaren Fläche 60 am Stellkolben 22 in Eingriff, wie am besten in Fig. 2 zu sehen. Es wird wiederum Oberflächenkontakt zwischen dem Kolben 22 und dem Gleitschuhauflageende 46 bereitgestellt.

Die Fig. 5-8 stellen eine andere Ausführungsform dieser Erfindung dar. Bei dieser Ausführungsform sind in der Schwenkscheibe 16 eine oder mehrere Buchsen 28C, 28D ausgebildet. Fluiddurchgänge 38C, 38D erstrecken sich so von der unteren Fläche 24 der Schwenkscheibe 16A, dass sie mit den Buchsen 28C bzw. 28D in Strömungsverbindung stehen. Da die Buchsen 28C und 28D abgesehen von ihrer Position an der Schwenkscheibe 16a identisch sind, wird unten nur die erste Buchse 28C ausführlich beschrieben. Wie am besten in den Fig. 6 und 7 zu sehen, weist die Buchse 28C eine im Wesentlichen zylindrische Form auf. Ein Hauptdurchmesserabschnitt 62 erstreckt sich von der oberen Fläche 26 der Schwenkscheibe 16A einwärts. Der Hauptdurchmesserabschnitt 62 weist einen Durchmesser D8 auf. Der Einlass der Buchse 28C weist eine Einführfase 64 auf. Die Fase 64 weist einen eingeschlossenen Winkel von ca. 60 Grad bis 120 Grad, besonders bevorzugt ca. 60 Grad bis 90 Grad, auf. Der Hauptdurchmesserabschnitt 62 endet in einer unteren Wand 66.

Auf Fig. 8 Bezug nehmend, enthält diese Ausführungsform eine Muffe oder Hülse 70, die aus einem geeignet verformbaren Material, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, Messing, hergestellt ist. Die Muffe 70 weist ein erstes Ende 72 und ein zweites Ende 74 auf. Die Muffe 70 enthält einen Hauptdurchmesserabschnitt 76, der allgemein neben dem ersten Ende 72 liegt, und einen rampenförmigen Schürzenteil 78, der allgemein neben dem zweiten Ende 74 liegt. Die Muffe 70 weist eine mittlere Längsachse 80 und einen Fluiddurchgang 82 auf, der sich durch die Muffe 70 entlang ihrer mittleren Längsachse 80 erstreckt. Ein Hohlraum 83 zur Aufnahme des Kugelendes 48 des Steckgleitschuhs 44 erstreckt sich in das zweite Ende 74 der Muffe 70. Der Hohlraum 83 enthält eine halbkugelförmige konkave Höhlung 84 und eine Aussenkung 86. Die halbkugelförmige Höhlung weist einen Durchmesser D4 auf, während die Aussenkung 86 einen Durchmesser D5 aufweist. Der Hauptdurchmesserabschnitt 76 der Muffe 70 wird mit der Bezugszahl D6 bezeichnet. Die rampenförmige Schürze 78 weist einen Außendurchmesser auf, der durch das Bezugszeichen D7 bezeichnet wird.

Die Verwendung der Muffe 70 zur schwenkbaren Befestigung des Steckgleitschuhs 44 an der Schwenkscheibe 16A lässt sich am besten bei Betrachtung der Fig. 6-8 verstehen. Das Kugelende 48 des Gleitschuhs 44 ist lose in der Höhlung 83 der Muffe 70 eingeführt. Diese lose Baugruppe wird dann an dem Einlass der Buchse 28C positioniert. Eine Axialkraft F wird an das Auflageende 46 des Gleitschuhs 44 angelegt, um die Baugruppe in die Buchse 28C zu drücken. Die Einführungsfase 64 unterstützt die Einführung der Muffe 70 in den Hauptdurchmesserabschnitt 62 der Buchse 28C. Der Durchmesser D8 des Hauptdurchmesserabschnitts 62 ist groß genug, den Durchmesser D6 der Muffe 70 gleitend aufzunehmen. Nachdem der Hauptdurchmesser D1 des Kugelendes des Gleitschuhs 44 die Einführungsfase 64 passiert hat, nimmt der Hauptdurchmesser D8 jedoch den rampenförmigen Schürzenabschnitt 78 der verformbaren Muffe 70 in Eingriff. Somit wird der verformbare, rampenförmige Schürzenabschnitt 78 automatisch um die Rückseite des Kugelendes 48 des Gleitschuhs 44 nach innen zusammengequetscht, verformt oder gebogen, während die Baugruppe in die Buchse 28C gedrückt wird. Des Weiteren bildet der rampenförmige Schürzenabschnitt 78 eine leichte Presspassung zwischen der Baugruppe und der Buchse 28C.

Der rampenförmige Schürzenabschnitt 78 weist eine im Wesentlichen kegelstumpfförmige Vorderkante 79 auf. Der rampenförmige Schürzenabschnitt 78 erstreckt sich in einem Winkel von ca. 15 bis 45 Grad, besonders bevorzugt von ca. 20 bis 30 Grad und ganz besonders bevorzugt von ca. 25 Grad, bezüglich des Hauptdurchmesserabschnitts 76 nach außen. Obgleich die gesamte Muffe 70 bei der beschriebenen bevorzugten Ausführungsform verformbar ist, liegt für einen Fachmann auf der Hand, dass nur der Schürzenabschnitt 78 verformbar zu sein braucht.

Somit ist zu sehen, dass die vorliegende Erfindung zumindest ihre angeführten Ziele erreicht.

In den Zeichnungen und Beschreibungen ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung aufgeführt worden, und obgleich spezielle Begriffe eingesetzt werden, werden diese nur gattungsmäßigen und beschreibenden Sinne und nicht zum Zweck der Einschränkung verwendet. Es kommen Änderungen der Form und Proportion der Teile sowie bezüglich der Verwendung von Äquivalenten in Betracht, so wie die Umstände es nahelegen oder zweckmäßig machen, ohne vom Schutzbereich der Erfindung abzuweichen, wie er in den folgenden Ansprüchen definiert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Schwenkscheibenanordnung für eine Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung, die Folgendes umfasst:

    eine Schwenkscheibe mit einer darin ausgebildeten Buchse; und

    eine Steckgleitschuhservoauflage, die schwenkbar und drehbar an der Buchse an der Schwenkscheibe befestigt ist, wobei die Gleitschuhservoauflage ein im Wesentlichen sphärisches Kugelende mit einem in der Buchse der Taumelscheibe angeordneten Hauptdurchmesser, einen länglichen Halsteil mit einem Durchmesser, der kleiner als der Hauptdurchmesser des Kugelendes ist, und ein Auflageende mit einer im Wesentlichen flachen, planaren Fläche daran, die vom Kugelende weg gerichtet ist, aufweist.
  2. 2. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 1, bei der die planare Fläche am Auflagenende ein unteres Ende einer kreisförmigen Scheibe ist, dessen Außendurchmesser größer als der Hauptdurchmesser des Kugelendes ist.
  3. 3. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 2, bei der die planare Fläche am Auflagenende ringförmig ist und einen Innendurchmesser aufweist, der kleiner als der Hauptdurchmesser des Kugelendes ist.
  4. 4. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 1, bei der die Buchse einen einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil neben einem Einlass der Buchse und einen einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil einwärts neben dem einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil aufweist, so dass dazwischen eine Halteschulter gebildet wird, wobei der einen verminderten Durchmesser aufweisende Teil einen Durchmesser aufweist, der etwas kleiner ist als der Hauptdurchmesser des Kugelendes der Steckgleitschuhservoauflage, und der einen vergrößerten Durchmesser aufweisende Teil einen Durchmesser aufweist, der größer ist als der Hauptdurchmesser des Kugelendes der Steckgleitschuhauflage, so dass das Kugelende schwenkbar und drehbar an der Buchse befestigt wird, wenn es durch den einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil in die Buchse hineingedrückt wird, bis der Hauptdurchmesser die Schulter passiert und in dem einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil der Buchse liegt.
  5. 5. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 4, bei der der einen vergrößerten Durchmesser aufweisende Teil der Buchse in einer kegelstumpfförmigen unteren Wand endet.
  6. 6. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 1, bei der die Buchse einen gegebenen Durchmesser aufweist, der größer ist als der Hauptdurchmesser des Kugelendes der Steckgleitschuhauflage, und die Anordnung weiterhin eine Hülse mit einem Hohlraum darin zur Aufnahme des Kugelendes der Steckgleitschuhservoauflage und einem Hauptaußendurchmesserabschnitt, der gleitend in den gegebenen Durchmesser der Buchse eingeführt werden kann, umfasst, wobei die Hülse einen verformbaren Schürzenabschnitt enthält, der bezüglich des Hauptaußendurchmesserabschnitts nach hinten und nach außen rampenförmig ausgebildet ist, wobei der Schürzenabschnitt einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der gegebene Durchmesser der Buchse, so dass der Schürzenabschnitt durch Presspassung in dem gegebenen Durchmesser der Buchse angeordnet werden kann und sich dadurch nach innen verformt oder sich um das Kugelende der Steckgleitschuhservoauflage herum zusammenquetscht.
  7. 7. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 6, bei der die gesamte Hülse aus einem verformbaren Material hergestellt ist.
  8. 8. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 7, bei der das verformbare Material Messing ist.
  9. 9. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 6, bei der der rampenförmige Schürzenabschnitt eine kegelstumpf-förmige Fläche aufweist.
  10. 10. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 6, bei der sich der rampenförmige Schürzenabschnitt in einem Winkel von ca. 15 bis 45 Grad zum Hauptaußendurchmesserabschnitt erstreckt.
  11. 11. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 10, bei der sich der rampenförmige Schürzenteil in einem Winkel von ca. 20 bis 30 Grad zum Hauptaußendurchmesserabschnitt erstreckt.
  12. 12. Schwenkscheibenanordnung nach Anspruch 11, bei der sich der rampenförmige Schürzenteil in einem Winkel von ca. 25 Grad zum Hauptaußendurchmesserabschnitt erstreckt.
  13. 13. Hydrostatische Antriebseinheit mit variabler Verdrängung, die Folgendes umfasst:

    ein Gehäuse;

    eine Schwenkscheibe, die so beweglich im Gehäuse angebracht ist, dass sie zur Steuerung der Fluidverdrängung der Einheit um eine Kippachse schwenkbar ist;

    wobei die Schwenkscheibe eine darin von der Kippachse versetzt ausgebildete erste Buchse aufweist, welche einen einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil neben einem Einlass der Buchse und einen einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil einwärts neben dem einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil enthält, so dass eine Schulter dazwischen gebildet wird;

    ein Positioniermittel zur schwenkbaren Positionierung der Schwenkscheibe;

    einen ersten Steckgleitschuh zur Verbindung des Positioniermittels mit der Schwenkscheibe, der ein Auflageende zur Bereitstellung eines Planaroberflächengleitkontakts mit dem Positioniermittel und ein im Wesentlichen sphärisches Kugelende mit einem Hauptdurchmesser daran zum schwenkbaren Eingriff der Schwenkscheibe aufweist, wobei der Hauptdurchmesser größer als der Durchmesser des einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teils und kleiner als der Durchmesser des einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teils ist;

    wobei das Kugelende des Gleitschuhs unter Kraftaufwand an dem einen verminderten Durchmesser aufweisenden Teil und der Schulter der ersten Buchse vorbei in den einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil eingeführt wird, um den Gleitschuh schwenkbar an der Schwenkscheibe zu befestigen.
  14. 14. Hydrostatische Antriebseinheit nach Anspruch 13, bei der die Schwenkscheibe weiterhin einen Schmierdurchgang darin enthält, der sich von der unteren Fläche der Schwenkscheibe so erstreckt, dass er den einen vergrößerten Durchmesser aufweisenden Teil der Buchse schneidet.
  15. 15. Hydrostatische Antriebseinheit nach Anspruch 13, bei der der Gleitschuh rückwärtig des Hauptdurchmessers hinterschnitten ist, damit eine winkelförmige Bewegungsfreiheit des Gleitschuhs bezüglich der Schwenkscheibe gestattet wird, wenn die Schwenkscheibe geschwenkt wird.
  16. 16. Hydrostatische Antriebseinheit nach Anspruch 13 mit einem Stellkolben, der dem Servokolben operativ gegenüberliegt, einer zweiten Buchse, die bezüglich der ersten Buchse auf einer gegenüberliegenden Seite der Kippachse in der Schwenkscheibe ausgebildet ist, und einem zweiten Gleitschuh, der auf identische Weise wie der erste Gleitschuh schwenkbar an der Schwenkscheibe befestigt ist und ein den Stellkolben gleitend kontaktierendes Auflageende aufweist.
  17. 17. Hydrostatische Antriebseinheit mit variabler Verdrängung, die Folgendes umfasst:

    ein Gehäuse;

    eine schwenkbar im Gehäuse angebrachte Schwenkscheibe;

    einen länglichen Steckgleitschuh mit einem Auflageende gegenüber einem im Wesentlichen sphärisch geformten Kugelende mit einem Hauptquerdurchmesser;

    eine in der Schwenkscheibe ausgebildete im Wesentlichen zylindrische Buchse;

    eine im Wesentlichen zylindrische Hülse aus verformbarem Metall mit einem vorderen und einem hinteren Teil und einem im vorderen Teil teilweise sphärisch ausgebildeten Hohlraum zur schwenkbaren Aufnahme des Hauptdurchmessers des Kugelendes des Gleitschuhs, wobei die Hülse einen normalerweise nach außen und nach hinten rampenförmigen Schürzenabschnitt am hinteren Teil der Hülse aufweist, der rückwärtig des Hauptdurchmessers zum Kugelende hin gebogen ist und eine Außenfläche aufweist, die sich in der Buchse in Presspassbeziehung befindet, um die Hülse in der Buchse und das Kugelende des Gleitschuhs in der Hülse zu halten.
  18. 18. Hydrostatische Antriebseinheit nach Anspruch 17, bei der der Gleitschuh rückwärtig des Hauptdurchmessers hinterschnitten ist, damit dem Gleitschuh bezüglich der Schwenkscheibe eine gewisse winkelförmige Bewegungsfreiheit gestattet wird, wenn die Schwenkscheibe geschwenkt wird.
  19. 19. Verfahren zur Herstellung einer Schwenkanordnung mit einer schwenkbaren Scheibe für eine Hydraulikeinheit mit variabler Verdrängung, bei dem:

    eine Buchse mit einem gegebenen Durchmesser in der Schwenkscheibe von einer Schwenkachse davon versetzt ausgebildet ist;

    eine Hülse, deren Hauptaußendurchmesser kleiner als der gegebene Durchmesser der Buchse ist, an einem Einlass der Buchse platziert ist, wobei die Hülse einen teilweise sphärischen Hohlraum darin und einen verformbaren rampenförmigen Schürzenabschnitt aufweist, der sich nach hinten und nach außen vom Hauptaußendurchmesser zum Schürzendurchmesser erstreckt, der größer als der gegebene Durchmesser ist;

    ein Kugelende einer Steckgleitschuhservoauflage in den Hohlraum der Hülse eingeführt ist, um eine lose zusammengebaute Hülsen- und Gleitschuh- Baugruppe zu bilden;

    an der Baugruppe eine Kraft in einer Axialrichtung angelegt ist, um die Hülse durch Presspassung in der Buchse in der Schwenkscheibe anzuordnen und während des gleichen Schritts die rampenförmige Schürze nach innen zu biegen oder zu verformen, um sie um das Kugelende der Gleitschuhservoauflage herum zusammenzuquetschen und die Gleitschuhservoauflage schwenkbar an der Schwenkscheibe zu befestigen.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die Kraft in einer Axialrichtung an die Steckgleitschuhservoauflage angelegt wird






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