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Dokumentenidentifikation DE69715489T2 24.07.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0793156
Titel Multiplexübertragungsnetzwerk für Fahrzeuge
Anmelder Jaguar Cars Ltd., Coventry, West Midlands, GB
Erfinder Smith, Ian Robert, Cheylesmore, Coventry CV3 5GW, GB;
Kendall, Ian Robert, Nr Tamworth, Staffordshire B79 0JE, GB;
Croft, Andrew, Broughton Vale, Rugby CV23 0SG, GB
Vertreter Drömer, H., Dipl.-Phys. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 51429 Bergisch Gladbach
DE-Aktenzeichen 69715489
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.03.1997
EP-Aktenzeichen 973014947
EP-Offenlegungsdatum 03.09.1997
EP date of grant 18.09.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.07.2003
IPC-Hauptklasse G05B 23/02
IPC-Nebenklasse B60R 16/02   H04L 12/417   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft elektronischer Steuersysteme im Multiplexbetrieb, und besonders Steuersysteme für Motorfahrzeuge im Multiplexbetrieb.

Mit der zunehmenden Ausgeklügeltheit von Motorfahrzeugen werden mehrere elektronische Steuermodule verwendet um die verschiedenen Systeme des Fahrzeugs zu steuern, zum Beispiel: Motor-Steuermodul (ECM, Engine Control Module; Motor- Steuermodul); Getriebe-Steuermodule (TCM, Transmission Control Module; Getriebe- Steuermodul); Antiblockier-Bremsmodul (ABS, Antilock Braking System; Antiblockier- Bremssystem); und das Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul (INST). Diese Module überwachen verschiedene Steuereingaben und Betriebsparameter des damit in Zusammenhang stehenden Systems und steuern die Systeme entsprechend. Zum Beispiel kann die ECM das Niederdrücken des Gaspedals überwachen um die Zündungs- und Kraftstoffsysteme des Motors zu steuern. Die ECM kann außerdem Motordrehzahl, -drehmoment und andere Betriebsparameter des Motors überwachen, um die Leistung des Motors zu optimieren.

Einige der durch ein Modul überwachten Steuerungen oder Betriebsparameter können auch von einem oder mehreren der anderen Module benötigt werden. Zum Beispiel kann die Motordrehzahl, welche durch das Motor-Steuermodul überwacht wird, auch von dem Getriebe-Steuermodul, dem Antiblockier-Bremssystem und dem Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul benötigt werden. Ferner kann die Raddrehzahl, welche durch das Antiblockier-Bremssystem überwacht wird, auch von dem Motor-Steuermodul und dem Getriebe-Steuermodul zu Zwecken der Traktionssteuerung verwendet werden.

Die verschiedenen Module sind folglich in einem Netzwerk vermascht, so daß die Information zwischen den Modulen ausgetauscht werden kann, und die Module können ihre Funktionen in einer integrierten Art und Weise verrichten. Die Module sind vorzugsweise durch ein verdrilltes Doppelleitungspaar vermascht, wobei der Informationsaustausch in Übereinstimmung mit ISO/DIS 11898 "Road Vehicles - Interchange of Digital Information - Controller Area Network (CAN) for High Speed Communication" durch das CAN-Protokoll ausgeführt wird.

Ein Problem mit Netzwerken dieses Typs ist es daß ein Modul, wenn es versagt, auch den richtigen Betrieb der anderen Module beeinträchtigen kann, zu welchen es Informationen liefert. Es ist folglich notwendig Vorrichtungen zur Warnung vor solchen Fehlern bereitzustellen, so daß das Netzwerk über ein Problem unterrichtet werden kann und Aktion ergriffen werden kann um die Folgen zu lindern.

Eine Methode dies zu tun wäre es daß alle Module alle Informationen überwachen, die von allen anderen Modulen übermittelt werden. Dies würde jedoch übermäßige Rechen- und Speicherressourcen verwenden und wäre, weil die meisten Module nur eine relativ geringe Menge an übermittelten Daten benötigen werden, extrem verschwenderisch.

Im Einklang mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt ein elektronisches Steuersystem für Motorfahrzeuge im Multiplexbetrieb eine Mehrzahl elektronischer Steuermodule, wobei die Module so vernetzt sind daß Informationen von einem Modul zu einem anderen übermittelt werden können, gekennzeichnet durch einen Netzwerk- Monitor; wobei dieser Netzwerkmonitor jedem einer Mehrzahl von diesen Modulen zugehörige Vorrichtungen umfaßt, um zu regelmäßigen Zeitintervallen eine einzigartige, das Modul identifizierende Nachricht zu erzeugen, die ein Belegungsbit umfaßt; welches von allen anderen durch das Modul übermittelten Daten unabhängig ist, wenn dieses Modul funktioniert; und jedem dieser Mehrzahl von Modulen zugehörige Vorrichtungen, um die identifizierende Nachricht von mindestens einem anderen dieser Module zu überwachen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Integrität des Netzwerks bestätigt werden solange jedes Modul seine identifizierende Nachricht überträgt, und die von einem Modul zum anderen übertragene Information kann verwendet werden um die verschiedenen Systeme des Fahrzeugs steuern. Versagt jedoch eines der Module oder liegt eine Unterbrechung im Netzwerk-Bus vor, so daß keine identifizierende Nachricht übertragen wird oder die identifizierende Nachricht nicht empfangen wird, können die anderen Module in dem Netzwerk dann eine angemessene Fehlerstrategie annehmen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung hat jedes Modul höchstens eine identifizierende Nachricht von jedem der anderen Module in dem Netzwerk zu überwachen, wodurch die für den Netzwerk-Monitor verwendeten Rechner- und Speicherresourcen minimiert werden.

Ferner wird die Anzahl an verwendeten Kennungen und die Belastung des Netzwerk- Busses mit Netzwerkmanagement-Nachrichten minimiert.

Zusätzlich zur Anzeige der angemessenen Funktion der Module und der Integrität des Netzwerk-Busses können die identifizierenden Nachrichten außerdem identifizieren daß das richtige Modul eingebaut ist. Überdies kann der Netzwerk-Monitor es auf einem geeigneten, nichtflüchtigen Speicher - welcher mit geeigneter Diagnoseausrüstung abgefragt werden kann, wenn das Fahrzeug gewartet wird - als einen periodischen Fehler loggen, wenn ein Modul periodisch versagt, so daß seine identifizierende Nachricht auftaucht und verschwindet.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung überwacht jedes Modul des elektronischen Steuersystems im Multiplexbetrieb die identifizierende Nachricht aller anderen Module in dem System. In dieser Art und Weise wird jedes Modul es wissen wenn irgendeines der anderen Module versagt, und kann die geeigneten Voreinstellungen für die Informationen setzen, welche es von dem versagenden Modul benötigt.

Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können die Module in einem logischen Ring zusammengeschaltet werden, in welchem die identifizierende Nachricht von jedem Modul nur von einem verschiedenen der anderen Module überwacht wird, und so weiter, bis die identifizierende Nachricht des letzten Moduls nur durch das erste Modul überwacht wird. In dieser Ausführungsform geht von jedem der Module eine einzigartige Nachricht aus, welche entlang des Rings und schließlich zum Ausgangsmodul weitergegeben wird. Empfängt ein Modul folglich erneut die Nachricht die von ihm ausgegangen ist, so kann es annehmen daß das Netzwerk intakt ist und alle Module richtig funktionieren. Kehrt die Nachricht jedoch nicht zum verursachenden Modul zurück, dann weiß das Modul daß im Netzwerk ein Fehler besteht, und das Modul kann im Voreinstellungs-Modus arbeiten.

Die Erfindung wird nun, anhand eines Beispiels, unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:

Abb. 1 eine diagrammartige Darstellung eines elektronischen Steuermoduls im Multiplexbetrieb für ein Motorfahrzeug gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Abb. 2 diagrammartig den Informationsfluß zwischen den verschiedenen Modulen in dem in Abb. 1 veranschaulichten System illustriert;

Abb. 3 eine diagrammartige Veranschaulichung des in dem in Abb. 1 veranschaulichten Steuersystem im Multiplexbetrieb verwendeten Netzwerk-Monitors ist;

Abb. 4 eine diagrammartige Veranschaulichung einer alternativen Form eines Netzwerk-Monitors ist, die in dem in Abb. 1 veranschaulichten, elektronischen Steuersystem im Multiplexbetrieb verwendet werden kann.

Abb. 1 veranschaulicht ein integriertes elektronisches Steuersystem für ein Motorfahrzeug, in welchem ein Motor-Steuermodul 10, ein Getriebe-Steuermodul 12, ein Antiblockier-Bremsmodul 14, ein Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul 16 und ein J-Gatter-Beleuchtungsmodul 18 über ein verdrilltes Doppelleitungspaar vernetzt sind. An jedem Ende des Netzwerk-Busses werden Abschlußwiderstände 22 bereitgestellt.

Wie in Abb. 2 veranschaulicht erzeugen das Motor-Steuermodul 10, das Getriebe-Steuermodul 12, das Antiblockier-Bremsmodul 14 und das Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul 16 Signale, welche Sensordaten, Schaltdaten und Echtzeit- Steuerdaten einschließen können, welche durch das Netzwerk zu einem oder mehreren der anderen Module übertragen werden. Zum Beispiel erzeugt das Motor- Steuermodul 10 Signale mit Informationen, die in Beziehung stehen zu: Traktionsbestätigung, TCS-geschätztem Motordrehmoment und Pedalstellung, welche zum Antiblockier-Bremsmodul 14 übertragen werden; Drosselklappenstellung, klarem OBD-II-Fehlercode, MIL-Status des ECM-Fehlercodes und des Motor-Fehlercodes, welche zu dem Getriebe-Steuermodul 12 und dem Antiblockier-Bremssystem 14 übertragen werden; SEM-geschätztes Motordrehmoment, Drehmomentminderungs- Bestätigung und Fahrstatus, welche zum Getriebe-Steuermodul 12 übertragen werden; der Motor-Kühlmitteltemperatur, welche zu dem Instrumenten- und Fahrerinformations- Modul 16 und dem Getriebe-Steuermodul 12 übertragen wird; dem Parkbremsen- Status, ECM-Pecus-Merker und verbrauchten Kraftstoff, welche an das Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul 16 übertragen werden; mit Motordrehzahl, niedergedrücktem Bremspedal, OBD-II-MIL des Motors, roter Drosselklappen-Störung, orangefarbener Drosselklappen-Störung, welche an das Getriebe-Steuermodul 12, das Antiblockier-Bremssystem-Modul 14 und das Instrumenten- und Fahrerinformations- Modul 16 übertragen werden.

Diese Signale werden von den Modulen 10, 12, 14, 16 und 18 verwendet, zu welchen sie übertragen werden, um Funktionen der mit diesen Modulen in Zusammenhang stehenden Systemen zu steuern, zum Beispiel das Antriebsgetriebe vom Motor zu den Fahrzeugrädern, das Bremsensystem und die Instrumentierung des Fahrzeugs.

Das Netzwerk läuft bei 500 Kbps und verwendet in Übereinstimmung mit IS/DIS 11898 das CAN-Protokoll.

Mit diesem System wird die korrekte Funktionsweise des durch ein Modul, zum Beispiel das Traktions-Steuermodul 12, gesteuerten Systems von jener von den anderen Modulen empfangenen Information abhängen, das bedeutet von dem Motor- Steuermodul 10 und Antiblockier-Bremssystem-Modul 14. Obwohl Vorkehrungen getroffen sind um Fehlercodes von einem Modul zu einem anderen zu senden, ist es notwendig das Netzwerk als Ganzes zu überwachen, um sicherzustellen daß alle Module sich im Netzwerk befinden und der Netzwerk-Bus 20 intakt ist. Der Netzwerkmonitor kann dann dazu dienen den Fahrer zu warnen daß ein Fehler existiert, und kann die anderen Module im Netzwerk informieren, so daß geeignete Voreinstellungen verwendet werden können und die verschiedenen durch das Modul gesteuerten Systeme sicher betrieben werden können.

Wie in Abb. 3 veranschaulicht umfaßt ein Netzwerk-Monitor in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung jedem Modul 10, 12, 14 und 16 zugehörige Vorrichtungen, um ein einzigartiges Modulkennungs-Belegungsbit zu erzeugen. Dieses Belegungsbit wird zu allen anderen Modulen des Netzwerks übertragen, und jedes Modul 10, 12, 14 und 16 ist mit Vorrichtungen 32 versehen, um das von jedem der anderen Module 10, 12, 14 und 16 - oder mindestens von diesen Modulen 10, 12, 14, 16, von welchen das Modul Daten empfängt - übertragene Belegungsbit zu überwachen.

Die Belegungsbits werden von jedem Modul 10, 12, 14, 16 in Intervallen von 200 Millisekunden übertragen. Jedes Modul 10, 12, 14, 16 in dem System bestimmt den Status des Netzwerks ungefähr einmal alle 500 Millisekunden, indem es prüft daß es von den anderen Modulen Belegungsbits empfangen hat. Funktioniert das Modul richtig, so sollte ein Belegungsbit in der Zeitdauer zwischen den Prüfungen mindestens zweimal empfangen werden.

Wurde das Belegungsbit von einem oder mehreren Modulen nicht in dem Fenster von 500 Millisekunden empfangen, so kann der Netzwerk-Monitor die Verwendung von Voreinstellungen der Information autorisieren, die normalerweise von dem fehlenden Modul oder den fehlenden Modulen empfangen wird/werden. Wenn der Netzwerk- Monitor einen Fehler im Netzwerk detektiert, können alle Module alternativ Voreinstellungen verwenden; welche es dem System, das sie steuern, erlauben werden auf stand-alone-Basis vorhersehbar und sicher zu funktionieren.

Wenn ein Modul als fehlend detektiert wird, sich dann aber während der selben Reise erholt, d. h. das Belegungsbit taucht wieder auf, wird es durch die detektierenden Module auf der nichtflüchtigen Speichervorrichtung 34 - zum Beispiel einem EEPROM - als ein periodisches Versagen geloggt. Die jedem der Module 10, 12, 14 16 zugehörige, nichtflüchtige Speichervorrichtungen 34 führt Buch über die Anzahl periodischer Versager jedes der anderen Module, und kann durch geeignete diagnostische Ausrüstung abgerufen werden wenn das Fahrzeug gewartet wird. Die nichtflüchtige Speichervorrichtung 34 kann zurückgesetzt werden nachdem das Modul gewartet und der Fehler berichtigt wurde.

Das einzigartige Identifizierungs-Begleitbit jedes Moduls enthält ein Byte an Information. Dieses Byte an Information enthält verschlüsselte Informationen, welche widerspiegeln:

1. das Fahrzeugmodell;

2. die Funktion des Moduls, zum Beispiel ECM, TCM, ABS oder INST;

3. die Entwicklungsphase des Moduls.

Die Überwachungsvorrichtung 32 des Netzwerk-Monitors kann folglich außerdem bestätigen daß während der Herstellung oder des Austauschs von Teilen während der Wartung richtige Module installiert wurden. Es können auch Vorrichtung bereitgestellt werden um auf der Instrumentengruppe eine Nachricht "Falsches Teil eingebaut" anzuzeigen, falls dies durch den Netzwerk-Monitor detektiert wird.

Das oben beschriebene Netzwerk ist nicht dauerhaft betrieben und erfordert folglich keinen Schlafmodus, um eine Batterieentladung zu vermeiden. Um jedoch sicherzustellen daß ein vorhersehbares System erreicht wird, spezifiziert man daß die Kommunikation zwischen den Modulen 10, 12, 14, 16 innerhalb definierter Grenzen stattfindet, und dies vermeidet daß der Netzwerk-Monitor Phantomprobleme markiert. Voreinstellungen von Daten werden während der Anlaufphase bei Inbetriebnahme verwendet, so daß in vorhersehbare Zustände eingetreten wird, wenn das System den Betrieb aufnimmt und bevor ein vollständig integrierter Betrieb übernimmt.

Wenn das System abgeschaltet wird ist wiederum eine Grenze spezifiziert, bei welcher die Module aufhören müssen zu kommunizieren. Dies wird die falsche Markierung von Fehlern verhindern, wenn die Versagenssignale von einem Modul, wenn es abschaltet, zum Beispiel durch ein anderes Modul falsch diagnostiziert werden, welches eine längere Abschaltdauer erfährt.

Während des Anlaßzyklus wird außerdem die Versorgungsspannung in manchen Fällen unter spezifizierte Betriebsspannungen fallen. Unter diesen Bedingungen werden eines oder mehrere Module ein Zurücksetzen erfahren und werden während ihrer Rücksetzdauer aufhören mit den anderen Modulen zu kommunizieren.

Gemäß einer wie in Abb. 4 veranschaulichten, alternativen Ausführungsform der Erfindung kann ein Netzwerk-Monitor die jedem Modul 10, 12, 14 und 16 zugehörigen Vorrichtungen 40 einschließen um ein Belegungsbit mit einer einzigartigen Kennung zu erzeugen und das Belegungsbit auf dem Netzwerk-Bus zu übertragen, wobei jedes Modul 10, 12, 14, 16 Vorrichtungen 42 aufweist, um ein Belegungsbit von einem verschiedenen dieser anderen Module zu empfangen und das Belegungsbit mit seiner eigenen, einzigartigen Kennung erneut zu übertragen. Zum Beispiel überträgt das Motor-Steuermodul 10 ein Belegungsbit mit einer Kennung, welche für das Motor- Steuermodul 10 einzigartig ist. Dieses Belegungsbit wird auf dem Netzwerk übertrafen, wird aber nur von dem Getriebe-Steuermodul 12 aufgegriffen. Auf den Empfang des Belegungsbits vom Motor-Steuermodul 10 hin entfernt das Getriebe- Steuermodul 12 die einzigartige Kennung des Motor-Steuermoduls 10, ersetzt sie durch seine eigene, einzigartige Kennung und überträgt das Belegungsbit dann erneut. Das geänderte Belegungsbit wird dann von dem ABS-Modul 14 aufgegriffen und mit einer einzigartigen ABS-Kennung erneut übertragen; und dann durch das Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul 16, und wird mit einer für Instrumenten- und Fahrerinformation einmaligen Kennung erneut übertragen. Das geänderte Belegungsbit mit der für das Instrumenten- und Fahrerinformations-Modul einzigartigen Kennung wird schließlich von dem Motor-Steuermodul 10 aufgegriffen.

Zusätzlich zu der einzigartigen Kennung, welche als eine Adresse für das Belegungsbit dient, schließt das Belegungsbit - welches von jedem der Module 10, 12, 14 und 16 ausgeht - außerdem Daten ein, die für jedes Modul im Netzwerk eine einzigartige Nummer und den Fehlercode umfassen, welcher anzeigen kann daß ein Netzwerkfehler besteht oder daß das Netzwerk in Ordnung ist.

In Intervallen von 200 Millisekunden, aber zu verschiedenen Zeiten, geht von jedem der Module 10, 12, 14, 16 ein Belegungsbit aus. Zum Beispiel wird das Motor- Steuermodul 10 ein Belegungsbit verursachen, welches seine einzigartige Kennung und eine Nachricht einschließt, welche angibt daß es Modul 1 ist und daß das Netzwerk in Ordnung ist. 50 Millisekunden später kann das Getriebe-Steuermodul 12 ein Belegungsbit verursachen, welches seine einzigartige Kennung und eine Nachricht einschließt, welche angibt daß es Modul 2 ist und daß das Netzwerk in Ordnung ist. Weil das von jedem der Module 10, 12, 14 und 16 ausgehende Belegungsbit von einem Modul zum nächsten weitergeben wird ändert sich die Nachricht nicht, während sich die Kennung ändert; und folglich wird die Nachricht die es verursacht hat - wenn das Netzwerk intakt ist - schließlich wieder von dem ursprünglichen Modul empfangen. Ist das Netzwerk jedoch nicht intakt, das heißt eines der Module versagt oder es besteht eine Unterbrechung im Netzwerk-Bus, so wird die Nachricht nicht zum ursprünglichen Modul zurückkehren. Wenn folglich jedes Modul die Nachricht empfängt die es verursacht hat, wird es wissen daß das Netzwerk intakt ist und die anderen auf dem Netzwerk übertragenen Daten verwendet werden können um die Fahrzeugsysteme in einer integrierten Art und Weise zu betreiben. Wenn die Nachricht jedoch nicht zu dem ursprünglichen Modul zurückkehrt, dann ist bekannt daß ein Versagen im Netzwerk vorliegt und alle diese Module werden auf Voreinstellungen für die Informationen gehen, die sie unter normalem Betrieb von den anderen Modulen empfangen würden; so daß die Module dann in einem stand-alone-Modus arbeiten werden. Typischerweise wird ein Belegungsbit 1 Millisekunde brauchen, um zurück zu seinem Ursprungsmodul zu gelangen.

Als eine Prüfprozedur können die Module nur dann in den Voreinstellungs-Modus gehen, nachdem zwei aufeinander folgende Belegungsbits nicht zum Ursprungsmodul zurückgekehrt sind.

Anstatt wie oben beschrieben in einen vollständigen Voreinstellungs-Modus zu gehen wenn ein Modul ein Netzwerkversagen detektiert, kann es dann nach den Belegungsbits schauen die es empfangen hat, und welche von den anderen Modulen verursacht wurden, und nur für Informationen jener Module Voreinstellungen annehmen, von denen es keine Nachrichten empfangen hat.

Liegt im Netzwerk ein periodisches Versagen vor, so daß die Nachricht periodisch zu ihrem ursprünglichen Modul zurückkehrt, kann diese Tatsache für diagnostische Zwecke - wenn das Fahrzeug gewartet wird - auf nichflüchtigen Speichervorrichtungen aufgenommen werden.

Wie mit dieser Ausführungsform unter Bezug auf Abb. 3 veranschaulicht, kann eine Vorkehrung getroffen werden um die Kommunikation zwischen den Modulen 10, 12, 14 und 16 zu beschränken, um während Inbetriebnahme, Ausschalten und Anlassen innerhalb spezifizierter Grenzen stattzufinden, um eine Falschen Markierung von Versagensfällen zu vermeiden.

Obwohl die Belegungsbits nach obiger Ausführungsform von jedem Modul in Intervallen von 200 Millisekunden übertragen werden, kann jedes geeignete Zeitintervall verwendet werden. Das Prüfintervall sollte mindestens zweimal das Übertragungsintervall sein, so daß die Abwesenheit von mindestens zwei Belegungsbits benötigt wird bevor man einen Netzwerkfehler detektiert.

Obwohl die Erfindung unter Bezug auf das CAN-Protokoll beschrieben wurde, ist die Erfindung gleichermaßen auf andere Protokolle anwendbar, zum Beispiel VAN und J1850.


Anspruch[de]

1. Ein elektronisches Steuersystem für Motorfahrzeuge im Multiplexbetrieb, das eine Mehrzahl elektronischer Steuermodule (10, 12, 14, 16, 18) umfaßt, wobei die Module (10, 12, 14, 16, 18) so vernetzt sind daß Informationen von einem Modul zu einem anderen übermittelt werden können, gekennzeichnet durch einen Netzwerk-Monitor; wobei dieser Netzwerkmonitor jedem einer Mehrzahl von diesen Modulen (10, 12, 14, 16) zugehörige Vorrichtungen (30, 40) umfaßt, um zu regelmäßigen Zeitintervallen eine einzigartige, das Modul identifizierende Nachricht zu erzeugen, die ein Belegungsbit oder eine Zugriffsberechtigung umfaßt; welche(s) von allen anderen durch das Modul übermittelten Daten unabhängig ist, wenn dieses Modul (10, 12, 14, 16) funktioniert; und jedem dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) zugehörige Vorrichtungen (32, 42), um die identifizierende Nachricht von mindestens einem anderen dieser Module (10, 12, 14, 16) zu überwachen.

2. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch daß jedes dieser Mehrzahl von Module (10, 12, 14, 16) des Systems im Multiplexbetrieb die identifizierende Nachricht aller anderen dieser Mehrzahl von Module (10, 12, 14, 16) des Systems überwacht.

3. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch daß die von jedem dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) erzeugte, einzigartige, das Modul identifizierende Nachricht ein Informationen einschließendes Belegungsbit oder Zugriffsberechtigung umfaßt, das dieses Modul (10, 12, 14, 16) identifiziert.

4. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch daß das oder die von jedem dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) erzeugte Belegungsbit oder Zugriffsberechtigung mit dem Fahrzeugmodul (10, 12, 14, 16) und/oder der Entwicklungsphase des Moduls (10, 12, 14, 16) in Zusammenhang stehende Informationen einschließt.

5. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch daß die identifizierende Nachricht von jedem dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) des elektronischen Steuersystems im Multiplexbetrieb nur durch ein anderes dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) überwacht wird.

6. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß die durch jedes dieser Mehrzahl von Modulen (10, 12, 14, 16) erzeugte einzigartige, identifizierende Nachricht ein(e) Belegungsbit oder Zugriffsberechtigung umfaßt; das oder die eine einzigartige Kennung und eine Nachricht einschließt, welche Details des Moduls (10, 12, 14, 16) aus dem es stammt und den Netzwerk-Status enthält.

7. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet daß das empfangende Modul (10, 12, 14, 16) die Nachricht mittels der einzigartigen Kennung identifiziert und auf Empfang der Nachricht hin die einzigartige Kennung entfernt und seine eigene Kennung einsetzt, bevor es die Nachricht erneut überträgt.

8. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß das Modul (10, 12, 14, 16) Voreinstellungen für Informationen annimmt, die es von den anderen Modulen (10, 12, 14, 16) zu empfangen erwartet, wenn ein Modul (10, 12, 14, 16) darin versagt eine oder mehrere erwartete, identifizierende Nachrichten zu empfangen.

9. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet daß das Modul (10, 12, 14, 16) Voreinstellungen für alle die Informationen annimmt, die es von all den anderen Modulen (10, 12, 14, 16) in dem Netzwerk empfängt.

10. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß das Modul (10, 12, 14, 16) für die Informationen Voreinstellungen annimmt, die es von den Modulen (10, 12, 14, 16) zu empfangen erwartet, deren identifizierenden Nachrichten fehlen.

11. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß Vorrichtung (34) zur Aufnahme periodischer Versager bereitgestellt wird, welche durch den Netzwerk-Monitor detektiert werden.

12. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Kommunikation im Netzwerk außerhalb definierter Grenzen blockiert wird.

13. Ein elektronisches Steuersystem im Multiplexbetrieb gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet daß Kommunikation von Information im Netzwerk nicht stattfindet während Inbetriebnahme, Einschalten und/oder Anlassen des Fahrzeugs.







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