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Dokumentenidentifikation DE19756705C2 31.07.2003
Titel Beleuchtungssystem
Anmelder Insta Elektro GmbH, 58511 Lüdenscheid, DE
Erfinder Neumann, Udo, Dipl.-Ing., 58579 Schalksmühle, DE;
Hidde, Axel, Dr.-Ing., 57076 Siegen, DE;
Schigelski, Gordian, 44357 Dortmund, DE
DE-Anmeldedatum 19.12.1997
DE-Aktenzeichen 19756705
Offenlegungstag 24.06.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse A47F 11/06
IPC-Nebenklasse H02J 13/00   H05B 37/02   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung geht von einem gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches ausgeführten Beleuchtungssystem aus.

In Schaufenstern oder Verkaufsräumen werden heute häufig Strahler eingesetzt, die die präsentierten Objekte anstrahlen und für den Betrachter aus der Umgebung herausheben. In dem Gebrauchsmuster DE 296 04 904 U1 ist ein Installationsbussystem beschrieben, das in der Gebäudesystemtechnik des Europäischen Installationsbusses (EIB) eingesetzt wird. Hierbei übernehmen Sensoren und Aktoren die Steuerung der Leuchten. Mit dem Installationsbus EIB kann z. B. in einem Schaufenster eine Steuerung realisiert werden, die zu definierten Zeiten in dem Schaufenster ein bestimmtes Produkt beleuchtet oder Lichtszenen einstellt. Damit ist also ein dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechendes Beleuchtungssystem bekannt geworden.

Des weiteren ist durch die DE 195 46 831 A1 ein Verfahren zum Managen von Installationen in Gebäuden, wie z. B. Licht, Heizung, Jalousien usw. bekannt geworden. Bei diesem System sind die einzelnen Installationen über den Europäischen Installationsbus EIB verbunden. Sämtliche Installationen werden von der Zentrale durch Betätigen eines Touch-Screen gemanagt. Die Installationen sind jedoch nur im einzelnen hinsichtlich ihrer Funktion ansteuerbar, eine zeitlich und situationsabhängige Verknüpfung der Installationen bei gleichzeitiger Einspielung von visuellen und akustischen Darbietungen ist jedoch nicht möglich. Für werbewirksame Zwecke ist ein solches Verfahren nicht zweckmäßig.

Außerdem ist durch die DE 90 03 926 U1 ein Verkaufsförderungsgerät bekannt geworden, das eine akustische und visuelle Warenpräsentation mittels Lautsprecher- bzw. Bildschirmanlage erlaubt. Bei diesem als Funktionssäule ausgebildeten Gerät ist jedoch eine gezielte, situationsabhängige Beleuchtung eines bestimmten Produktes, welches sich in einer großen Gruppe von anderen Produkten befindet nicht möglich. Außerdem weist dieses Verkaufsförderungsgerät keine datentechnische Verbindung zu seiner Steuerung auf und der Benutzer muss gezielt auf dieses Gerät zugehen und eine entsprechende Präsentation durch Bedienung des Gerätes abrufen, was für diesen entsprechend aufwendig ist. Kataloge über Produkte werden heute auch auf sogenannten CD-ROMs verschickt und können auf dem Personal Computer betrachtet werden. Diese CD-ROMs enthalten Produktinformationen wie Produktdarstellungen, Produktnummern und -preise, aber auch Videosequenzen, in denen die Produkte in ihrer Anwendung dargestellt werden. Hier kann der Kunde Videosequenzen auf einem dafür geeigneten Gerät wie z. B. Personal Computer anschauen und auch andere Farben und Formen in den Videosequenzen wählen, was ebenfalls entsprechend aufwendig ist.

Bei der Betrachtung und Beleuchtung eines Produktes, z. B. eines Bekleidungsstückes, das in einem Schaufenster ausgestellt ist, kann der Betrachter nur diese Ausführungsform des Produktes bewerten. Es ist ein Nachteil, dass nicht alle möglichen Farben und Formen präsentiert werden können. Durch den Einsatz von Videosequenzen im Schaufenster kann dies gelöst werden, jedoch kann der Betrachter die Videosequenz nur schwer oder gar nicht dem bestimmten ausgestellten Produkt innerhalb einer Vielzahl von präsentierten Produkten zuordnen, da es in einer Menge von Ausstellungsstücken nicht mehr hervorgehoben ist. Die Wirkungskraft der Videosequenz im Schaufenster ist daher nicht immer sehr stark.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Beleuchtungssystem anzugeben, mit dem es auf einfache Art und Weise möglich ist, aus einer Vielzahl von Produkten durch wechselweise Beleuchtung eines bestimmten Produktes, dieses bestimmte Produkt bzw. diese bestimmten Produkte gegebenenfalls wechselweise hervorzuheben und gleichzeitig eine immer auf das bestimmte Produkt abgestellte, multimediale Darbietung in Szene zu setzen, so dass im Schaufenster eine produktinformative, hoch werbewirksame Aktion für ein bestimmtes Produkt bzw. wechselweise für mehrere bestimmte Produkte realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche geben besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im folgenden anhand eines mit Hilfe von Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 ein Schaubild eines erfindungsgemäßen Aufbaus eines Beleuchtungssystems mit einer gezielten Ausleuchtung eines Ausstellungsstücks in Form einer knienden Figur, mit Beleuchtungsmitteln an einer Busleitung und ein Multimedia-Steuergerät in Verbindung mit Kommunikationseinrichtungen;

Fig. 2 ein detailliertes Blockschaltbild der Multimedia-Steuerung.

In Fig. 1 sind die Beleuchtungsmittel 2 bis 8 über die Busleitung 1 miteinander verbunden. Das Multimedia-Steuergerät 9 ist sowohl an die Busleitung 1 als auch an Kommunikationseinrichtungen wie einem Bildschirm 13, einem Lautsprecher 14 und einem Tastenfeld 15 angeschlossen. Der Bildschirm 13, der Lautsprecher 14 und das Tastenfeld 15 sind über die separaten Verbindungsleitungen 10, 11 und 12 an das Multimedia-Steuergerät 9 angeschlossen. Die Beleuchtungsmittel 2 bis 8 dienen der Ausleuchtung der Ausstellungsstücke 16, 17 oder 18. Das Multimedia-Steuergerät 9 gibt über die Busleitung 1 Steuerdaten an die Beleuchtungsmittel 2 bis 8, die damit auf einen bestimmten Helligkeitswert einstellen. Die Beleuchtungsmittel 2 und 6 können z. B. auf volle Helligkeit eingestellt werden, während die Beleuchtungsmittel 3, 4, 5, 7, 8 eine geringe Helligkeit haben oder sogar ausgeschaltet werden, damit wird eine gewünschte Lichtszene im einem Ausstellungsraum ermöglicht. Im vorliegenden Beispiel wird der Blick des Betrachters auf das ausgeleuchtete Ausstellungsstück 16 gelenkt. Zeitgleich mit dem Aussenden der Daten für diese Lichtszene gibt das Multimedia-Steuergerät 9 auch Videodaten über die Leitung 10 an den Bildschirm 13 und Audiodaten über die Leitung 11 an den Lautsprecher 14. Die audiovisuelle Beschreibung des ausgeleuchteten Ausstellungsstückes 16 wird so dem Betrachter mitgeteilt. Er sieht auf dem Bildschirm zusätzlich Informationen zu dem Ausstellungsstück 16. Dies könnten andere Farben oder Formen, Preise oder Größen oder Lieferinformationen sein. Über den Lautsprecher 14 werden Erklärungen zu dem Ausstellungsstück 16 abgegeben. Um somit eine verständliche Präsentation zu erreichen. Nach einem bestimmten Zeitintervall gibt das Multimedia- Steuergerät 9 die nächsten Helligkeitswerte an die Beleuchtungsmittel 2 bis 8 und stellt damit die nächste Lichtszene ein, mit der beispielsweise das Ausstellungsstück 17 optisch aus der Umgebung hervorgehoben wird. Auch dazu gibt das Multimedia-Steuergerät 9 Videodaten über die Leitung 10 an den Bildschirm und Audiodaten über die Leitung 11 an den Lautsprecher 14. Die Einstellung der unterschiedlichen Lichtszenen und die dazugehörigen Video- und Audioinformation wird synchron erreicht.

Der Betrachter kann über das Tastenfeld 15 die dargestellte Lichtszene und die Bildschirm- und Lautsprecherausgabe beeinflussen, um beispielsweise Zusatzinformationen auf dem Bildschirm zu sehen oder eine weitere Lichtszene abzurufen. Damit kann er einen Zeitablauf im Multimedia-Steuergerät verändern.

In Fig. 2 ist das Multimedia-Steuergerät 9 über eine interne Telekommunikationsleitung 19 mit einer Telekommunikationssteckdose 22 und extern über ein Telekommunikationsnetzwerk 20 über eine Telekommunikationssteckdose 22 mit einem Multimedia-Datenverteiler 21 verbunden. Damit ist es möglich Präsentationen, die in einem weit entfernten Gebäude installiert sind, von einer anderen Stelle mit Multimedia- Daten und Steuerdaten für die Beleuchtung zu versorgen. Es können die Daten von einer zentralen Stelle erzeugt und an verschiedenste Gebäude mit Ausstellungsräumen über das Telekommunikationsnetzwerk 20 verteilt werden. Das Telekommunikationsnetzwerk 20 ist in Fig. 2 als Leitung dargestellt, es kann aber auch eine drahtlose Kommunikation über Funkgeräte oder Satellitenstationen erfolgen. Bezugszeichenliste 1 Busleitung

2 Beleuchtungsmittel

3 Beleuchtungsmittel

4 Beleuchtungsmittel

5 Beleuchtungsmittel

6 Beleuchtungsmittel

7 Beleuchtungsmittel

8 Beleuchtungsmittel

9 Multimedia-Steuergerät

10 Verbindungsleitung zum Bildschirm

11 Verbindungsleitung zum Lautsprecher

12 Verbindungsleitung zum Tastenfeld

13 Bildschirm

14 Lautsprecher

15 Tastenfeld

16 Ausstellungsstück

17 Ausstellungsstück

18 Ausstellungsstück

19 interne Telekommunikationsleitung

20 externes Telekommunikationsnetzwerk

21 Multimedia-Datenverteiler

22 Telekommunikationssteckdose


Anspruch[de]
  1. 1. Beleuchtungssystem zur wahlweisen Ansteuerung von Beleuchtungsmitteln über eine Busleitung, die zur Ausleuchtung bestimmter Ausstellungsstücke dienen und dessen Ansteuerung mit Hilfe von Kommunikationseinrichtungen vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bildschirm (13) über eine separate Verbindungsleitung (10), ein Lautsprecher (14) über eine separate Verbindungsleitung (11) und ein Tastenfeld (15) über eine separate Verbindungsleitung (12) mit einem Multimedia-Steuergerät (9) in Verbindung stehen, welches diese Kommunikationseinrichtungen datentechnisch (13, 14, 15) über eine Busleitung (1) mit ausgangsseitig angeschlossenen Beleuchtungsmitteln (2-8) in Verbindung bringt, und dass vom Multimedia- Steuergerät (9) entsprechende Daten aussendbar sind, dass produktbezogen zeitlich aufeinander abgestimmt bei Ausleuchtung von bestimmten, in einem Präsentationsraum vorhandener, Ausstellungsstücke (16, 17, 18) eine visuelle Darbietung über den Bildschirm und eine akustische Darbietung über den Lautsprecher abgegeben wird.
  2. 2. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Multimedia-Steuergerät (9) eine zeitabhängige Steuerung, sowohl für die Lichtszenen der Beleuchtungsmittel (2-8), als auch visuell für den Bildschirm (13) und akustisch für den Lautsprecher (14) durchführbar ist.
  3. 3. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Tastenfeld (15) eine Gestaltung der Präsentation der Ausstellungsstücke (16, 17, 18) durchführbar ist.






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