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Dokumentenidentifikation EP1099055 31.07.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 1099055
Titel RADIALKOLBENMASCHINE MIT ROLLENFÜHRUNGEN
Anmelder Bosch Rexroth AG, 70184 Stuttgart, DE
Erfinder CUNNINGHAM, Sinclair, Kinghorn, Fife KY3 9XL, GB
DE-Aktenzeichen 59906111
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 09.07.1999
EP-Aktenzeichen 999346455
WO-Anmeldetag 09.07.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/EP99/04835
WO-Veröffentlichungsnummer 0000005502
WO-Veröffentlichungsdatum 03.02.2000
EP-Offenlegungsdatum 16.05.2001
EP date of grant 25.06.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.07.2003
IPC-Hauptklasse F03C 1/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Radialkolbenmaschine, deren Kolben innen mit Druck beaufschlagt sind und sich jeweils über eine durch Rollenführungen an den Stirnseiten axial gehaltene Rolle am Hubring abstützen und die die sonstigen Merkmale aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufweist.

Aus der EP 0 046 691 A2 ist eine Radialkolbenmaschine bekannt, bei der die Länge der Rollen gleich dem Durchmesser der die Kolben aufnehmenden Zylinder im Zylinderblock ist, der zur Aufnahme der Rollen entsprechende an die Zylinder angrenzende Aussparungen aufweist. Die Breite der Aussparungen ist gleich dem Durchmesser der Rollen. Knapp vor den Stirnseiten der Rollen befinden sich zwei in umlaufenden Rücksprüngen des Zylinderblocks liegende Führungsringe, die mit dem Zylinderblock verschraubt sind und verhindern, daß sich die Rollen in Richtung ihrer Achse bewegen und daß sich die Gesamtheit aus einer Rolle und einem Kolben um die Achse des Kolbens dreht, auch wenn die Rolle um mehr als den halben Durchmesser radial über den Zylinderblock und damit über die an die Zylinder angrenzenden Aussparungen vorsteht.

Aus der Druckschrift GB 2 238 086 B ist eine die Merkmale aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufweisende Radialkolbenmaschine bekannt, für die der bislang im Zusammenhang mit der axialen Positionierung der Rollen verbundene fertigungstechnische Aufwand und somit die Fertigungs- und Montagekosten vermindert werden sollten. Diese Aufgabe sollte dadurch gelöst werden, daß in den Räumen zwischen den Rollenstirnseiten und der Zylinderinnenfläche als individuelle Rollenführung für nur eine Rolle jeweils ein Keilstück mit einem, in Hubrichtung des Kolbens betrachtet, kreissegmentartigen Querschnitt angeordnet wird, welches die Rolle gegenüber dem Hubring im Zylinder axial positioniert. Die in der vorstehend genannten Druckschrift offenbarten Keilstücke lassen sich im wesentlichen in drei verschiedene Bauarten einteilen.

In einer ersten Bauart hat jedes Keilstück an der der Rolle zugewandten Seite eine an der Stirnseite der Rolle anliegende ebene Oberfläche und an der der Rolle abgewandten Seite eine die Innenfläche des Zylinders kontaktierende zylindrische Oberfläche. Zudem ist dieses Keilstück in dem Raum zwischen Rolle, Kolben und Zylinderwand aufgenommen, ohne mit irgendeinem dieser Bauteile in fester Verbindung zu stehen. Aufgrund dieser in Kolbenrichtung frei beweglichen Anordnung des Keilstücks gegenüber der Rolle nimmt der Kolben bei einem Lasthub die Keilstücke in Richtung Hubring mit. Dabei erfolgt noch kein Kontakt zwischen den Keilstücken und den am Hubring ausgebildeten Nocken. Bei dem anschließenden Leerhub des Kolbens dagegen stoßen die Keilstücke an die am Hubring ausgebildeten Nocken und werden nach innen geschoben.

In einer zweiten Bauart weist jedes der beiden Keilstücke an der der Rolle zugewandten Seite einen mitnehmerartigen Vorsprung auf, der sich in einer am Kolben vorgesehenen Aussparung zwischen Kolben und Rolle in Richtung zum anderen Keilstück erstreckt. Hier werden die Keilstücke beim Leerhub des Kolbens von der Rolle wieder in den Zylinder mitgenommen.

Um auch dann, wenn die Rollen keinen Kontakt mit dem Hubring haben, die erforderliche Drehlage des Kolbens und damit der Rollen im Zylinder zu gewährleisten, weist gemäß einer dritten Bauart eines der beiden Keilstücke an der der Zylinderwand zugewandten Seite eine längliche Nut auf, in die ein an der Zylinderwand gehaltener Riegel in Form einer Schraube, Klammer oder dergleichen eingreift und auf diese Weise eine Verdrehung des Kolbens im Zylinder und damit der Rolle gegenüber dem Hubring verhindert. Zur Verdrehsicherung des Keilstücks und damit von Kolben und Rolle bezüglich der Achse des Zylinders wird also ein zusätzliches Teil benötigt, so daß der Fertigungsaufwand hoch ist.

Ziel der Erfindung ist es, eine Radialkolbenmaschine mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so weiterzuentwickeln, daß sie unter Gewährleistung eines funktionssicheren Betriebs mit geringerem Aufwand hergestellt werden kann.

Diese Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß bei einer Radialkolbenmaschine mit den Merkmaien aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 gemäß dem kennzeichnenden Teil dieses Patentanspruchs zumindest eine der beiden Rollenführungen einer Rolle unmittelbar ohne ein zusätzliches Teil zum Zylinderblock verdrehgesichert ist. Damit ist der Herstellungsaufwand für die Radialkolbenmaschine beträchtlich verringert. Denn es erübrigt sich die Fertigung oder der Zukauf, die Handhabung und die Montage des in die Rollenführung eingreifenden Riegels.

Vorteilhafte Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen hydraulischen Radialkolbenmaschine kann man den Unteransprüchen entnehmen.

So weist gemäß Patentanspruch 2 eine Rollenführung auf ihrer der Rolle abgewandten Seite einen Vorsprung auf, während der Zylinder mit einer in Achsrichtung verlaufenden Nut versehen ist, die den Vorsprung der Rollenführung in Drehrichtung um die Achse des Zylinders formschlüssig aufnimmt. Die Rollenführungen bestehen im allgemeinen aus einem Kunststoffmaterial, so daß der Vorsprung an der Rollenführung leicht aus dem Vollen herausgearbeitet oder, sofern die Rollenführung durch Spritzgießen hergestellt wird, gleich mit angeformt werden kann. Eine Nut im Zylinder kann nach der Herausarbeitung des Zylinders ausgefräst werden. Wenn sie sich in vorteilhafter Weise vom offenen Ende des Zylinders aus nach innen erstreckt, kann sie auch dadurch erhalten werden, daß zunächst eine kleine Bohrung in den Zylinderblock eingebracht wird, die beim Herausarbeiten eines Zylinders angeschnitten wird.

Damit die Rollenführung nicht von Druck beaufschlagt wird, erstreckt sich gemäß Patentanspruch 4 die Nut im Zylinder nach innen bis radial außerhalb einer Stelle, an der sich die der Rolle abgewandte Unterseite des Kolbens in dessen ausgefahrenem Totpunkt befindet. Insbesondere sind gemäß Patentanspruch 5 die Lage des inneren Endes der Nut, die Lage einer am Kolben gehaltenen und den Spalt zwischen ihm und dem Zylinder abdichtenden Kolbendichtung und der Hubweg des Kolbens derart aufeinander abgestimmt, daß die Kolbendichtung nicht in den Bereich der Nut gelangt.

Vorteilhafterweise ist gemäß Patentanspruch 6 der Vorsprung an der Rollenführung eine in Achsrichtung des Zylinders verlaufende Leiste, so daß für den Formschluß zwischen dem Vorsprung an der Rollenführung und der Nut des Zylinders eine gewisse Länge zur Verfügung steht. Die Leiste an einer Rollenführung befindet sich, in Achsrichtung des Zylinders betrachtet, bevorzugt mittig der Rollenführung, so daß die Rollenführung indifferent hinsichtlich der Richtung ist, in der ein Verdrehen des Kolbens und der Rolle verhindert wird und Kräfte an der stärksten Stelle der Rollenführung in diese eingeleitet werden. Zudem kann die Rollenführung bei der Montage in zwei um 180° gegeneinander gedrehten Positionen in den Zwischenraum zwischen der Rolle und dem Zylinder eingesetzt werden, wenn der Vorsprung bzw. die Leiste symmetrisch zu einer senkrecht zur Achse des Zylinders verlaufenden Ebene auf halber Höhe der Rollenführung liegt.

Gemäß Patentanspruch 8 wird die Kontur einer Nut des Zylinders, in Achsrichtung des Zylinders betrachtet, vorzugsweise durch einen Kreisbogen gebildet, weil sich dann die Nut, wie schon angedeutet, besonders einfach herausarbeiten läßt.

Sind beide Rollenführungen einer Rolle zum Zylinderblock verdrehgesichert, so teilen sich die zur Sicherung notwendigen Kräfte auf zwei Rollenführungen auf, so daß der Vorsprung bzw. die Leiste an den Rollenführungen relativ niedrig und die Nuten im Zylinder relativ flach sein können.

Zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen hydraulischen Radialkolbenmaschine sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand der Figuren dieser Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert.

Es zeigen

Figur 1
in der oberen Hälfte einen Längsschnitt durch das erste Ausführungsbeispiel in einer ersten Ebene und in der unteren Hälfte einen Längsschnitt durch eine zweite Ebene,
Figur 2
einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 1 mit Kolben und Rollenführungen in Ansicht,
Figur 3
einen Schnitt entlang der Linie III-III aus Figur 2,
Figur 4
einen Teillängsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel mit einer anderen Form der Rollenführungen und
Figur 5
einen Schnitt entlang der Linie V-V aus Figur 4.

Die in den Figuren 1 und 2 als Ganzes gezeigte Radialkolbenmaschine wird hauptsächlich als Radialkolbenmotor verwendet und besitzt ein Gehäuse 12, das sich im wesentlichen aus zwei Gehäusetöpfen 13 und 14 und einem zwischen diesen angeordneten Hubring 15 zusammensetzt. Die genannten drei Teile sind mittels Schrauben 10 koaxial und fluiddicht aneinander gehalten. Die Innenfläche des Hubrings 15 ist als Hubkurve 16 mit einer Vielzahl von nach innen vorspringenden Nocken 17 ausgebildet, wie es deutlich aus Figur 2 ersichtlich ist. Innerhalb des Hubrings 15 befindet sich ein Zylinderblock 18, der um eine mit den Achsen der Gehäuseteile zusammenfallende Drehachse 19 drehbar ist. Der Zylinderblock 18 besitzt einen mit einer Innenverzahnung versehenen, zentrischen Durchgang 20, in dem ein Endabschnitt 21 einer Abtriebswelle 22, der mit einer der Innenverzahnung des Durchgangs 20 entsprechenden Außenverzahnung versehen ist, axial verschiebbar aufgenommen ist. Die Abtriebswelle 22 ist über eine Lageranordnung 30 gegenüber dem Gehäuse 12 drehbar gelagert. Die Lageranordnung umfaßt dabei zwei Kegelrollenlager 31 und 32, die im Gehäuseteil 13 untergebracht sind und hohe Axial- und Radialkräfte übertragen können. Der zweite Endabschnitt 33 der Abtriebswelle 22 ragt aus dem Gehäuseteil 13 heraus und weist außerhalb von diesem einen Wellenflansch 34 zur Befestigung an einem nicht dargestellten Antriebselement eines anzutreibenden Geräts, beispielsweise an einem Rad eines Laders, auf.

Im Zylinderblock 18 sind eine Vielzahl von bezüglich der Drehachse 19 sternförmig radial ausgerichteten und nach außen zum Hubring 15 hin offene Zylinder 35 ausgebildet, die als durchgängig gleichen Durchmesser aufweisende Kreiszylinder mit einer jeweiligen bezüglich der Drehachse 19 des Zylinderblocks 18 senkrechten Zylinderachse 36 betrachtet werden können. Bodenseitig besitzt jeder Zylinder 35 zentral eine flache Vertiefung 37 mit einem verringerten Durchmesser, so daß eine ringförmige Schulter 38 als Anlagefläche für den sich im Zylinder befindlichen Kolben 45 geschaffen ist. Jedem Zylinder 35 ist eine im Zylinderblock 18 parallel zu dessen Drehachse 19 verlaufende, von der einen Stirnseite des Zylinderblocks ausgehende und beidseits der Schulter 38 in den Zylinder mündende Zutrittsbohrung 41 zugeordnet, über die im Betrieb des Radialkolbenmotors Hydraulikfluid zu- und abgeführt wird. Jeder Zylinder 35 besitzt außerdem in seiner Wand zwei sich in Richtung der Drehachse 19 des Zylinderblocks diametral gegenüberliegende Nuten 39, deren Kontur, wie insbesondere aus Figur 3 hervorgeht, durch einen Kreisbogen 40 gebildet wird und deren Tiefe etwa einem Drittel der Wandstärke des Zylinderblocks 18 im Bereich der Nuten entspricht. In Richtung einer Zylinderachse 36 erstrecken sich die beiden Nuten 39 nach innen etwa bis auf die halbe Höhe eines Zylinders 35. An dem in einem Zylinder 35 aufgenommenen Kolben 45 läuft in einem geringen Abstand zur nach innen gewandten Unterseite 46 eine Ringnut herum, in der eine Kolbendichtung 47 aufgenommen ist. Wie man aus Figur 1 erkennt, in der der dort gezeigte Kolben 45 ganz nach außen ausgefahren ist und seinen oberen Totpunkt einnimmt, befindet sich in dieser Position des Kolbens die Kolbendichtung 47 unterhalb der Nuten 39, so daß der Arbeitsraum zwischen der Unterseite 46 des Kolbens 45 und dem Boden des Zylinders 35 immer gegen die Nuten 39 abgedichtet ist.

Im Betrieb werden die Arbeitsräume der Zylinder 35 jeweils paarig in Abhängigkeit von der relativen Position zwischen dem Zylinderblock 18 und dem Gehäuseteil 12 abwechselnd und versetzt zueinander über die jeweilige Zutrittsbohrung 39 mit der Hochdruckseite einer Druckmittelquelle verbunden oder von Druck entlastet. Bei Druckbeaufschlagung wirkt auf einen Kolben 45 eine nach außen in Richtung auf den Hubring 15 zu gerichtete Kraft. Dabei stützt sich der Kolben am Hubring 15 über eine Rolle 48 ab. Diese befindet sich in einer Aufnahme des Kolbens 45, in der sie um mehr als 180° umfaßt wird, so daß sie nur in Richtung ihrer Achse 49 montiert werden kann. In jeder Aufnahme ist eine dünne Lagerschale 50 aus einem Lagermetall eingeklipst, auf der die Rolle aufliegt.

Die Rollen 48 sind Tonnen mit zwei senkrecht zur Achse 49 liegenden Stirnseiten 51, 52 und tauchen, wenn die Kolben 45 beim Auflaufen auf einen Nocken 16 der Hubkurve 17 in den Zylindern 35 radial nach innen verschoben werden, bis über die Hälfte in die Zylinder 35 ein. Dies bedeutet, daß ihre Länge geringer sein muß als der Durchmesser eines Zylinders 35 und daß in einem weiten Hubbereich der Kolben 45 ein Abstand zwischen den durch die Stirnflächen und die Zylinderfläche einer Rolle gebildeten kreisförmigen Kanten und der Wand der Zylinder 35 besteht. Ohne zusätzliche Maßnahme könnten sich die Rollen in Richtung ihrer Achse 49 verschieben und beim Rückhub des Kolbens gegen den Zylinderblock 18 stoßen. Dies könnte zur Beschädigung der Teile und zum Ausfall des Motors führen. Um dies zu verhindern, ist vor jeder der beiden Stirnseiten 51 und 52 einer Rolle 48 eine Rollenführung 53 angeordnet und dadurch die Position jeder Rolle 48 in Richtung ihrer eigenen Achse bezüglich eines Zylinders 35 und damit bezüglich eines Kolbens 45 und bezüglich der Hubkurve 16 vorgegeben. Die beiden Rollenführungen 53 für jede Rolle 48 sind jeweils in einem zwischen der Stirnseite 51 bzw. 52 der Rolle 48, dem Kolben 45 und der Zylinderwand des Zylinders 35 vorhandenen Räumen angeordnet und identisch zueinander. In Kolbenhubrichtung, also in Richtung der Achse 36 eines Zylinders 35 betrachtet, weist eine Rollenführung 53 einen im wesentlichen kreissegmetförmigen Querschnitt auf. Bei der Ausführung nach den Figuren 1 bis 3 liegen die Rollenführungen mit einer geschlossenen ebenen Fläche an den Stirnseiten 51 und 52 einer Rolle 48 an.

Bei der Ausführung nach den Figuren 4 und 5 dagegen besitzen sie der Rolle 48 zugewandt einen bezüglich der Achse 49 einer Rolle axialen, kreiszylindrischen Zapfen 54, der in eine entsprechende zentrische Ausnehmung 55 an der Stirnseite 51 bzw. 52 saugend eingreift. Die Länge des Zapfens 54 ist etwas größer als die Tiefe einer Ausnehmung 55, so daß zwischen der Ringfläche einer Rolienführung 53 um den Zapfen 54 herum und der entsprechenden Ringfläche an der Stirnseite 51 bzw. 52 einer Rolle 48 ein geringer Abstand besteht. Über den Zapfen 54 werden bei der Ausführung nach den Figuren 4 und 5, bei der die Breite des Hubrings in Richtung der Achse des Zylinderblocks 18 etwa gleich der Länge der Rollen 48 ist, die Rollenführungen 53 von der Rolle 48 beim Ein- und Ausfahren des Kolbens 45 mitgenommen. Die Rollenführungen 53 des Ausführungsbeispiels nach den Figuren 4 und 5, die wie auch diejenigen nach dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 in einer Ansicht in Richtung der Achse 49 einer Rolle 48 eine kreisförmige Außenkontur mit zwei gegenüberliegenden Abflachungen zeigen, haben deshalb auch einen Durchmesser, der geringfügig kleiner als der Durchmesser einer Rolle 48 ist. Der Durchmesser der Rollenführungen 53 nach dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 3 ist gleich dem Durchmesser einer Rolle 48. Dort werden die Rollenführungen nach außen vom Kolben 45 und nach innen von den Nocken des Hubrings 15 bewegt. Die einer Rolle 48 abgewandte im wesentlichen zylindrische Außenfläche 56 jeder Rollenführung 53 liegt an der Wand des Zylinders 35 an. Die Rollenführungen 53 sind dadurch bezüglich der Drehachse 49 einer Rolle 48 nicht verdrehbar. Die relative Drehbewegung zwischen Rolle und Rollenführungen findet an den Stirnseiten 51 und 52 der Rolle statt. Durch die Rollenführungen wird eine Rolle 48 sozusagen verlängert und an den kreiszylindrischen Querschnitt eines Zylinders 35 angepaßt, so daß sich die Rollen im gesamten Hub eines Kolbens 45 in Richtung ihrer Achse nicht verlagern können.

Ohne weitere Maßnahmen noch nicht verhindert wäre, daß sich die Kolben 45 mitsamt den Rollen 48 um die Achse 36 eines Zylinders 35 verdrehen. Um eine Verdrehsicherung um diese Achse zu erhalten, ist jede Rollenführung 53 mittig ihrer Außenfläche 56 mit einer in Richtung der Achse 36 über die gesamte Höhe einer Rollenführung verlaufenden Leiste 57 versehen, die in ihrem Querschnitt an den Querschnitt der Nuten 39 des Zylinders 35 angepaßt ist und von diesem in Drehrichtung um die Achse 36 des Zylinders 35 formschlüssig aufgenommen wird. Auf diese Weise ist ohne zusätzliche Teile verhindert, daß sich Kolben 45 und Rolle 48 um die Achse 36 des Zylinders 35 verdrehen und eine Rolle die Hubkurve 16 am Hubring 15 in einer Schräglage beaufschlagt. Die Leiste 57 läßt sich an den aus einem Kunststoffmaterial hergestellten Rollenführungen 53 leicht ausformen.

Mit dem Bezugszeichen 66 ist ein Kommutator bezeichnet, über den im Betrieb des Radialkolbenmotors den Arbeitsräumen der Zylinder 35 Hydraulikfluid über die Zutrittsbohrungen 41 zugeführt oder aus den Arbeitsräumen abgeführt wird. Der Kommutator ist im Gehäuseteil 14 fluiddicht und drehfest angeordnet. Zwischen ihm und dem Gehäuseteil 14 sind zwei voneinander getrennte Ringräume 68 und 70 ausgebildet, die mit einerm nach außen führenden Zuflußkanal 71 bzw. Abflußkanal 72 verbunden sind. Von der dem Zylinderblock 18 zugewandten Stirnseite des Kommutators 66 gehen gleichmäßig verteilt eine der Anzahl der Nocken 17 der Hubkurve 16 entsprechende Anzahl von axialen Sackbohrungen 73 aus, die den Ringraum 68 anschneiden. Zwischen jeweils zwei Sackbohrungen 73 verlaufen ebenfalls von der besagten Stirnseite des Kommutators aus und im gleichen Abstand von der Drehachse 19 wie die Sackbohrungen 73 kürzere Sackbohrungen 74, die mit dem Ringraum 70 verbunden sind. Im Betrieb wird beim Auflaufen einer Rolle 48 auf einen Nocken 17 der Hubkurve 16 aus dem Arbeitsraum des entsprechenden Zylinders 35 Hydraulikfluid über die Bohrung 41 des Zylinderblocks 18 und über eine der Sackbohrungen 74 drucklos verdrängt. Im Bereich der Kuppe eines Nockens 17 gerät die Bohrung 41 außer Überdekkung mit der entsprechenden Bohrung 74 und kurz darauf in Überdeckung mit einer der Bohrungen 73. Nun wird dem Arbeitsraum Hydraulikfluid zugeführt, so daß der Kolben 45 nach außen gedrängt wird und beim Ablaufen der Rolle 48 von einer Nocke 17 ein Drehmoment erzeugt wird.


Anspruch[de]
  1. Hydraulische Radialkolbenmaschine mit einem Hubring (15) und mit einem gegenüber dem Hubring (15) um eine Drehachse (19) drehbar angeordneten Zylinderblock (18) mit einer Vielzahl von in Radialrichtung des Zylinderblocks (18) ausgerichteten Zylindern (35), in denen jeweils ein verschiebbarer Kolben (45) aufgenommen ist, der sich über eine Rolle (48) am Hubring (15) abstützt, wobei die Rolle (48) am Kolben (45) um eine zur Drehachse (19) des Zylinderblocks (18) parallele Drehachse (49) drehbar gelagert angeordnet ist und jeder Rolle (48) individuell zwei Rollenführungen (53) zugeordnet sind, die sich vor den Stirnseiten (51, 52) der Rolle (48) befinden, die bezüglich der Achse (36) des Zylinders (35) relativ zum Zylinderblock (18) verdrehgesichert sind, und durch die die Rolle (48) in Richtung ihrer Drehachse (49) axial im Zylinder (35) gehalten ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß zumindest eine der beiden Rollenführungen (53) einer Rolle (48) unmittelbar ohne ein zusätzliches Teil zum Zylinderblock (18) verdrehgesichert ist.
  2. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rollenführung (53) auf ihrer der Rolle (48) abgewandten Seite (56) einen Vorsprung (57) aufweist und daß der Zylinder (35) mit einer in Richtung seiner Achse (36) verlaufenden Nut (39) versehen ist, die den Vorsprung (57) der Rollenführung (53) in Drehrichtung um die Achse (36) des Zylinders (35) formschlüssig aufnimmt.
  3. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Nut (39) vom offenen Ende des Zylinders (35) aus nach innen erstreckt.
  4. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach Patentanspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Nut (39) im Zylinder (35) nach innen bis radial außerhalb einer Stelle erstreckt, an der sich die der Rolle (48) abgewandte Unterseite (46) des Kolbens (45) in dessen ausgefahrenem Totpunkt befindet.
  5. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (39) radial außerhalb des Hubweges einer am Kolben (45) gehaltenen und den Spalt zwischen diesem und dem Zylinder (35) abdichtenden Kolbendichtung (47) endet.
  6. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (57) an der Rollenführung (53) eine in Achsrichtung des Zylinders (35) verlaufende Leiste ist.
  7. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Vorsprung bzw. die Leiste (57) an einer Rollenführung (53), in Achsrichtung des Zylinders (35) betrachtet, mittig der Rollenführung (53) befindet.
  8. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur einer Nut (39) des Zylinders (35), in Achsrichtung des Zylinders (35) betrachtet, durch einen Kreisbogen (40) gebildet wird.
  9. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem vorhergehenden Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, daß beide Rollenführungen (53) einer Rolle (48) unmittelbar ohne ein zusätzliches Teil zum Zylinderblock (18) verdrehgesichert sind.
  10. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem vorhergehenden Patentanspruch,dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenführungen (53) an der der Stirnseite (51, 52) der Rolle (48) zugewandten Seite einen Vorsprung (54) aufweisen, der in eine an der Stirnseite (51, 52) der Rolle (48) ausgebildete Ausnehmung (55) eingreift.
  11. Hydraulische Radialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenführungen (53) nach außen durch den Kolben (45) und nach innen durch den Hubring (15) verschiebbar sind.
Anspruch[en]
  1. A hydraulic radial piston machine having a lifting ring (15) and having a cylinder block (18) which is arranged with respect to the lifting ring (15) in a manner allowing it to rotate about an axis of rotation (19) and has a plurality of cylinders (35) which are orientated in the radial direction of the cylinder block (18) and in each of which is accommodated a displaceable piston (45) which is supported on the lifting ring (15) by a roller (48), the roller (48) being mounted on the piston (45) in a manner allowing it to rotate about an axis of rotation (49) parallel to the axis of rotation (19) of the cylinder block (18), each individual roller (48) being held axially in the direction of its axis of rotation (49) in the cylinder (35) by two dedicated roller guides (53) which are situated in front of its end faces (51, 52) and are secured against rotation with regard to the axis (36) of the cylinder (35) relative to the cylinder block (18), characterized in that at least one of the two roller guides (53) of a roller (48) is directly secured against rotation with respect to the cylinder block (18) without an additional part.
  2. A hydraulic radial piston machine according to Claim 1, characterized in that a roller guide (53) has a projection (57) on its side (56) facing away from the roller (48), and that the cylinder (35) is provided with a groove (39) which runs in the direction of its axis (36) and accommodates the projection (57) of the roller guide (53) in a form-locking manner in the direction of rotation about the axis (36) of the cylinder (35).
  3. A hydraulic radial piston machine according to Claim 2, characterized in that the groove (39) extends inwards from the open end of the cylinder (35).
  4. A hydraulic radial piston machine according to Claim 2 or 3, characterized in that the groove (39) extends inwards in the cylinder (35) until radially outside a point at which the lower side (46) of the piston (45), which lower side faces away from the roller (48), is in its extended dead centre.
  5. A hydraulic radial piston machine according to Claim 4, characterized in that the groove (39) ends radially outside the travel range of a piston seal (47) which is held on the piston (45) and seals the gap between the latter and the cylinder (35).
  6. A hydraulic radial piston machine according to any of Claims 2 to 5, characterized in that the projection (57) on the roller guide (53) is a ridge running in the axial direction of the cylinder (35).
  7. A hydraulic radial piston machine according to any of Claims 2 to 6, characterized in that the projection or the ridge (57) on a roller guide (53) is situated in the centre of the roller guide (53), as viewed in the axial direction of the cylinder (35).
  8. A hydraulic radial piston machine according to any of Claims 2 to 7, characterized in that the contour of a groove (39) of the cylinder (35) is formed by a circular arc (40), as viewed in the axial direction of the cylinder (35).
  9. A hydraulic radial piston machine according to any of the preceding patent claims, characterized in that the two roller guides (53) of a roller (48) are directly secured against rotation with respect to the cylinder block (18) without an additional part.
  10. A hydraulic radial piston machine according to any of the preceding patent claims, characterized in that the roller guides (53) have, on the side facing the end face (51, 52) of the roller (48), a projection (54) which engages in a recess (55) formed on the end face (51, 52) of the roller (48).
  11. A hydraulic radial piston machine according to any of Claims 1 to 10, characterized in that the roller guides (53) can be displaced outwards by the piston (45) and inwards by the lifting ring (15).
Anspruch[fr]
  1. Une machine hydraulique à pistons radiaux, dotée d'un stator (15) et dotée d'un bloc (18) de vérins, qui est disposé de façon à pouvoir tourner autour d'un axe (19) de rotation par rapport au stator (15) et qui est doté d'un certain nombre de vérins (35), orientés dans la direction radiale par rapport au bloc (18) de vérins, hébergeant chacun un piston (45), lequel peut être amené à coulisser, lequel vient s'étayer contre le stator (15) par le biais d'un rouleau (48), cependant que le rouleau (48) est guidé au niveau du piston (45) de façon à pouvoir tourner autour d'un axe (49) de rotation parallèle à l'axe (19) de rotation du bloc (18) de vérins et qu'à chaque rouleau (48) pris individuellement sont dédiés deux guidages (53) de rouleau, qui sont disposés devant les faces (51, 52) du rouleau (48), qui ne peuvent effectuer aucun mouvement de rotation relatif au bloc (18) de vérins par rapport à l'axe (36) du vérin (35) et qui maintiennent le rouleau (48) dans la direction axiale à l'intérieur du vérin (35), dans la direction de son axe (49) de rotation,

    caractérisée en ce que,

    sans aucun élément additionnel, au moins un des deux guidages (53) de rouleau d'un rouleau (48) est empêché de pouvoir effectuer tout mouvement de rotation par rapport au bloc (18) de vérins.
  2. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon la revendication de brevet n° 1, caractérisée en ce que un guidage (53) de rouleau présente une protubérance (57) sur sa face (56) détournée du rouleau (48) et que le vérin (35) est pourvu d'une rainure (39), orientée dans la direction de son axe (36), qui reçoit la protubérance (57) du guidage (53) de rouleau, en épousant sa forme, dans la direction de rotation autour de l'axe (36) du vérin (35).
  3. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon la revendication de brevet n° 2, caractérisée en ce que la rainure (39) s'étend vers l'intérieur à partir de l'extrémité ouverte du vérin (35).
  4. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon la revendication de brevet n° 2 ou n° 3, caractérisée en ce que la rainure (39) s'étend vers l'intérieur du vérin (35) jusqu'à l'extérieur, dans la direction radiale, d'un point, au niveau duquel se trouve la face (46) inférieure du piston (45), détournée du rouleau (48), dans son point mort de sortie.
  5. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon la revendication de brevet n° 4, caractérisée en ce que la rainure (39) prend fin à l'extérieur, dans la direction radiale, de la course d'un joint (47) d'étanchéité de piston, qui est maintenu au niveau du piston (45) et qui assure l'étanchéité de la fente entre celui-ci et le vérin (35).
  6. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une des revendications n° 2 à n° 5, caractérisée en ce que la protubérance (57) au niveau du guidage (53) de rouleau est une baguette orientée dans la direction de l'axe du vérin (35).
  7. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une des revendications n° 2 à n° 6, caractérisée en ce que la protubérance ou, le cas échéant, la baguette (57) est disposée au niveau d'un guidage (53) de rouleau et, considérée dans la direction de l'axe du vérin (35), au milieu du guidage (53) de rouleau.
  8. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une des revendications n° 2 à n° 7, caractérisée en ce que le contour d'une rainure (39) du vérin (35), considéré dans la direction de l'axe du vérin (35), est formé par un arc (40) de cercle.
  9. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une revendication de brevet précédente, caractérisée en ce que les deux guidages (53) de rouleau d'un rouleau (48) sont directement empêchés de pouvoir effectuer tout mouvement de rotation par rapport au bloc (18) de vérins, sans élément additionnel.
  10. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une revendication de brevet précédente, caractérisée en ce que les guidages (53) de rouleau présentent, sur la face orientée vers la face (51, 52) du rouleau (48), une protubérance (54), qui vient prendre dans un évidement (55) formé au niveau de la face (51, 52) du rouleau (48).
  11. Une machine hydraulique à pistons radiaux selon une des revendications n° 1 à n° 10, caractérisée en ce que les guidages (53) de rouleau peuvent être amenés à coulisser vers l'extérieur par le piston (45) et vers l'intérieur par le stator (15).






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