PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10002966C2 07.08.2003
Titel Transportvorrichtung für längliche Gegenstände auf dem Dach eines Kraftwagens
Anmelder Bliemel, Reinhard, Dipl.-Ing., 84036 Landshut, DE
Erfinder Bliemel, Reinhard, Dipl.-Ing., 84036 Landshut, DE
Vertreter Gustorf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 84036 Landshut
DE-Anmeldedatum 25.01.2000
DE-Aktenzeichen 10002966
Offenlegungstag 02.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse B60R 9/04
IPC-Nebenklasse B60R 9/045   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für längliche Gegenstände, insbesondere Skier, Skikoffer oder dergleichen, auf dem Dach eines Kraftwagens nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 297 15 447 ist eine gattungsbildende Vorrichtung zum Kippen von Dachkoffern bekannt, die aus einem unteren Rahmen besteht, der auf einem Dachgrundträger befestigt wird und an dem ein oberer Rahmen um eine Querachse schwenkbar angelenkt ist. Die Rahmen sind jeweils aus einem Hohlschenkelpaar mit Stabilisierungsstreben zusammengesetzt. Eine derartige Transportvorrichtung eignet sich auch zum Einsatz an kurzen Kraftwagen, beispielsweise Coupés, hat jedoch den Nachteil, daß die beiden miteinander fest verbundenen Rahmen viel Platz benötigen, so daß sie bei zeitweiser Nichtbenutzung nicht im Kofferraum mitgeführt werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung der gattungsgemäßen Bauart zur Verfügung zu stellen, die sich vor allem zum Einsatz auf einem Sportwagen mit kurzem Dach eignet und die so platzsparend ausgebildet ist, daß eine Unterbringung im Fahrzeug möglich ist, wenn die Transportvorrichtung zeitweise nicht benötigt wird.

Bei einer Transportvorrichtung der angegebenen Bauart wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Diese Lösung hat gegenüber den bekannten Transportvorrichtungen mit an starren Rahmen angebrachten Halteorganen den Vorteil eines geringen Bauraumes, so daß eine Mitnahme der beiden voneinander getrennten Querträger im Fahrzeug, vorzugsweise im Kofferraum, möglich ist. Die beiden Halteorgane können in der Weise bewegt werden, daß die darauf fixierten Gegenstände um die Querachse geschwenkt werden, ohne sie von den Halteorganen abnehmen zu müssen. Wenn die hinteren Halteorgane von der Traverse gelöst sind, können die nach hinten über den hinteren Querträger vorstehenden Enden der Gegenstände so angehoben werden, daß ein ausreichend großer Freiraum geschaffen wird, um die Heckklappe des Fahrzeugs nach oben zu schwenken. Die über den vorderen Querträger vorstehenden Enden der Gegenstände werden dabei in Richtung auf die Windschutzscheibe nach unten geschwenkt, ohne jedoch dabei in Berührung mit dieser zu kommen.

Die einfachste Möglichkeit der Realisierung, bei der bereits vorhandene Querträger mit an den Füßen fest angebrachter Traverse vorliegen, besteht darin, an der festen Traverse einen Lagersockel anzubringen, auf welchem über die genannte Querachse das vordere Halteorgan schwenkbar gelagert ist.

Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, daß die Querachse des vorderen Halteorgans von der Traverse selbst gebildet wird, die drehbar zwischen den beiden Füßen gelagert ist.

Im allgemeinen sind die von den Fahrzeugherstellern vorgegebenen Fixierungspunkte für den vorderen Querträger ausreichend weit vorn angebracht, so daß die geschilderten Lösungsmöglichkeiten der Transportvorrichtung ohne weiteres eingesetzt werden können, um die genannten Schwenkbewegungen auszuführen. Sofern dies jedoch nicht der Fall ist und die Fixierungspunkte für den vorderen Querträger weiter hinten liegen, kann das vordere Halteorgan an einer Konsole gelagert werden, die von dem vorderen Querträger nach vorn vorspringt. Auf diese Weise wird der notwendige Freiraum über der Windschutzscheibe vergrößert.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung können die hinteren Halteorgane am hinteren Querträger mittels eines Haltewinkels verriegelt werden, um eine sichere Halterung der beförderten Gegenstände zu gewährleisten.

Um die Gegenstände zum Öffnen der Heckklappe des Fahrezugs in der nach vorn geschwenkten, angehobenen Stellung zu halten, ist es in Weiterbildung der Erfindung möglich, im Bereich des hinteren Querträgers eine Gasdruckfeder oder eine nach oben ausschwenkbare Haltestange anzubringen. Alternativ oder zusätzlich kann zu demselben Zweck vorgesehen werden, daß am Halteorgan des vorderen Queträgers ein Federelement angreift, das das Halteorgan im Sinne einer nach vorn ausgeschwenkten Stellung belastet.

Die Erfindung ist nachstehend an Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Schemadarstellung einer ersten Lösungsmöglichkeit,

Fig. 2 eine Variante der Fig. 1,

Fig. 3 die schematische Seitenansicht einer Transportvorrichtung nach einer der Fig. 2 ähnlichen Ausführungsform und

Fig. 4 eine weitere Variante.

In den Figuren ist schematisch das Dach 10 eines Sportwagens 12 mit einem Teil der Windschutzscheibe 14 zu erkennen. Ferner ist in den Fig. 3 und 4 gestrichelt eine Heckklappe 16 des Fahrzeugs 12 in der nach oben geschwenkten Öffnungsstellung angedeutet.

An beiden Längsseiten des Daches 10 sind jeweils zwei Füße 18 einer Transportvorrichtung 20 befestigt; in den Seitenansichten der Fig. 1 und 2 sind jeweils nur die beiden linken Füße 18 zu erkennen, während die in Fahrtrichtung rechten Füße von diesen verdeckt werden. Die vorderen Füße 18 sind Bestandteil eines vorderen Querträgers 22, der in an sich bekannter Weise eine Traverse 24 aufweist, welche die beiden Füße 18 überbrückt. In entsprechender Weise werden auch die beiden hinteren Füße 18 durch eine Traverse 26 überbrückt, welche Teil eines hinteren Querträgers 28 ist.

Fig. 1 zeigt zwei herkömmliche, auf dem Dach 10 befestigte Querträger 22, 28, bei denen die jeweilige Traverse 24 bzw. 26 fest mit den Füßen 18 verbunden ist. Auf der vorderen Traverse 24 ist ein Lagersockel 46 befestigt, der ein an sich bekanntes Halteorgan 48 trägt, das Sitze zur Aufnahme länglicher Gegenstände 30 trägt, beispielsweise Skier (vgl. Fig. 3 und 4). Diesem Halteorgan 48 entspricht ein Halteorgan 50, das auf der hinteren Traverse 26 angebracht ist.

Fig. 1 zeigt weiter, daß das vordere Halteorgan 48 um eine Querachse 32 schwenkbar in dem Lagersockel 46 gelagert ist. Das hintere Halteorgan 50 ist hingegen so an der Traverse 26 befestigt, daß es sich leicht von dieser lösen läßt. Dies ist in Fig. 1 durch einen Haltewinkel 52 angedeutet, der drehbar am Halteorgan 50 gelagert ist und mit seinem unteren Schenkel die Traverse 26 umgreift.

Während die in Fig. 1 dargestellte Transportvorrichtung 20 bei herkömmlichen Querträgern mit festen Traversen 24, 26 eingesetzt werden kann, zeigt die Fig. 2 eine andere Lösungsmöglichkeit, die darin besteht, daß die Querachse 32 zum Schwenken des vorderen Halteorgans 48 von der Traverse 24 selbst gebildet wird, welche hier drehbar zwischen den beiden Füßen 18 gelagert ist. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, nicht die ganze Traverse 24 drehbar auszuführen, sondern nur den Längenbereich, auf welchem das vordere Halteorgan 48 befestigt ist. In äquivalenter Ausführungsform kann auch die vordere Traverse 24 fest sein, um das vordere Halteorgan 48 drehbar auf dieser zu lagern.

In allen Fällen ist, wie Fig. 2 weiter zeigt, das hintere Halteorgan 50 auch hier wieder lösbar an der hinteren Traverse 26 angebracht, was durch den ausschwenkbaren Haltewinkel 52 angedeutet ist.

Fig. 3 zeigt eine der Fig. 2 ähnliche Ausführungsform, bei der das vordere Halteorgan 48 unmittelbar auf der Traverse mit der Querachse 32 sitzt. Das hintere Halteorgan 50 ist lösbar an der hinteren Traverse 26 angebracht. Sobald das hintere Halteorgan 50 von der Traverse 26 gelöst ist, lassen sich die Gegenstände (Skier 30 o. dgl.) in der in Fig. 3 gezeigten Weise um die Querachse 32 schwenken, so daß ihre über die Transportvorrichtung 20 nach hinten vorstehenden Enden angehoben werden und ein Öffnen der Heckklappe 16 erlauben. Die über die Windschutzscheibe 14 vorstehenden Enden der Gegenstände 30 werden dabei um einen verhältnismäßig geringen Winkelausschlag nach unten geschwenkt, ohne dabei an die Windschutzscheibe 14 anzustoßen.

Im Beispiel der Fig. 3 ist schließlich gezeigt, daß das vordere Halteorgan 48 und das hintere Halteorgan 50 durch einen Längsholm 34 miteinander verbunden werden können, der jedoch nicht Gegenstand der Erfindung ist. Von den Skiern 30 sind die vorderen und hinteren Bindungsteile 36, 36' angedeutet.

Fig. 3 zeigt deutlich, daß die erläuterten Schwenkbewegungen der gesamten Transportvorrichtung 20 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 42 durchgeführt werden können, ohne dabei die Gegenstände 30 aus den Halteorganen 48 und 50 herausnehmen zu müssen.

Bei der Variante der Fig. 4 ist die Querachse 32 des vorderen Halteorgans 48 nicht zwischen den beiden Füßen 18 gelagert. Um die Querachse 32 weiter nach vorn zu verlagern, ist bei dieser Lösung zwischen den beiden vorderen Füßen 18 eine Konsole 38 befestigt, beispielsweise durch nicht dargestellte Schrauben, welche an ihrem in Fahrtrichtung nach vorn vorspringenden Ende die Querachse 32 für die Schwenkbewegung des Halteorgans 48 trägt.

Ferner ist abgedeutet, daß am vorderen Halteorgan 48 ein Federelement 40 angreift, dessen anderes Ende an der Konsole 38 befestigt ist. Dieses Federelement 40 belastet das vordere Halteorgan 48 im Sinne einer nach vorn ausgeschwenkten Stellung, so daß die in Fig. 4 eingezeichnete Öffnungsstellung der Transportvorrichtung 20 stabil bleibt, um die Heckklappe 16 öffnen zu können.

Zusätzlich kann im Bereich des hinteren Querträgers 28 eine durch den Öffnungspfeil angedeutete Haltestange 42 schwenkbar gelagert sein, deren gegenüberliegendes Ende am hinteren Halteorgan 50 verriegelt werden kann, um die Transportvorrichtung 20 in der ausgeschwenkten Stellung zu halten. Nach einer Entriegelung der Haltestange 42 kann das hintere Halteorgan 50 gegen die Kraft des Federelementes 40wieder nach unten geschwenkt und an der Traverse 26 verriegelt werden.

An Stelle der Haltestange 42 kann auch eine Gasdruckfeder eingesetzt werden, die die Öffnungsbewegung in Pfeilrichtung 42 unterstützt und das System in der ausgeschwenkten Stellung hält.


Anspruch[de]
  1. 1. Transportvorrichtung für längliche Gegenstände, insbesondere Skier, Skikoffer oder dergleichen, auf dem Dach eines Kraftwagens, umfassend einen vorderen Querträger und einen hinteren Querträger, von denen jeder zwei an den beiden Längsseiten des Daches zu befestigende Füße sowie eine die beiden Füße überbrückende Traverse für die Aufnahme von Halteorganen für die um eine vordere Querachse schwenkbar angebrachten Gegenstände aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan (48) des vorderen Querträgers (22) um die Querachse (32) schwenkbar an der vorderen Traverse (24) gelagert ist, während das Halteorgan (50) des hinteren Querträgers (28) lösbar an der hinteren Traverse (26) befestigt ist.
  2. 2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querachse (32) des vorderen Halteorgans (48) in einem an der Traverse (24) fixierbaren Lagersockel (46) angeordnet ist.
  3. 3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querachse (32) des vorderen Halteorgans (48) von der Traverse (24) gebildet wird, die drehbar zwischen den beiden Füßen (18) gelagert ist.
  4. 4. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Halteorgan (48) an einer von dem vorderen Querträger (22) nach vorn vorspringenden Konsole (38) gelagert ist.
  5. 5. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Halteorgan (50) am hinteren Querträger (28) mittels eines Haltewinkels (52) verriegelbar ist.
  6. 6. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des hinteren Querträgers (28) eine nach oben ausschwenkbare Haltestange (42) angebracht ist.
  7. 7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des hinteren Querträgers (28) eine Gasdruckfeder angebracht ist, die mit dem hinteren Halteorgan (50) verbunden ist.
  8. 8. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Halteorgan (48) des vorderen Querträgers (22) ein Federelement (40) angreift, das das Halteorgan (48) im Sinne einer nach vorn ausgeschwenkten Stellung belastet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com