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Dokumentenidentifikation DE10017648C2 07.08.2003
Titel Geotextile Matten zur Sandakkumulation an sandigen Küsten
Anmelder Wendorf, Karl-Erich, 22529 Hamburg, DE
Erfinder Wendorf, Karl-Erich, 22529 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 04.04.2000
DE-Aktenzeichen 10017648
Offenlegungstag 18.10.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse E02B 3/04
IPC-Nebenklasse E02B 3/18   

Beschreibung[de]

Die Anmeldung betrifft eine Vorrichtung zur Sandakkumulation an sandigen Küsten bestehend aus geotextilen Matten mit einer Lochweite bis zu 2 mm.

An sandigen Küsten erfolgt durch erhöhten Energieeintrag (besonders im Winterhalbjahr) eine Materialumlagerung. Dabei gibt es Strandbereiche, die eine negative Sandbilanz, durch ständigen Sandabtrag aufgrund auflaufender Wellen, aufweisen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der eine Erosion des Sandstrandes zuverlässig verhindert und zusätzlich eine Akkumulation bis zur Feinsandfraktion erreicht werden kann.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Vorrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen erreicht.

Bevorzugte Ausführungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

Zur Sicherung dieser Strandabschnitte soll die geotextile Matte mit aufgesetzten Sandfangklappen dienen.

Der erfinderische Anspruch basiert auf einer Technologie des Sandfangens-, -ablagerns-, und -festhaltens.

Die Lochweite des Geotextils auf den Klappen (0,06 mm = Korngröße Feinsand) soll diese Sandfraktion festhalten und auf der Grundmatte mit Lochweiten bis 2 mm ablagern. Dort wird der Sand mittels auf- und ablaufenden Wassers durch die Matte hindurch befördert. Die Bewegung der Sandfangklappen wird ebenfalls durch die auf- und ablaufende Welle erzeugt. Die Befestigung der Matten erfolgt mittels Holzpfählen, die ein Anwachsen des Strandniveaus durch Höherlegung des Pfahlkopfes tolerieren. Das Ergebnis dieser Technologie soll eine positive Sandbilanz an rückgangsgefährdeten Stränden sein. Das Prinzip der Sandakkumulation besteht darin, dass die Klappen bei auf- und ablaufender Welle, die im Wasser mitgeführten Sandkörner festhalten. Diese werden auf der geotextilen Matte abgelagert und der Sand dort durch auf- und ablaufendes Wasser durch das Gewebe hindurch auf dem Strand und Unterwasserbereich festgehalten. Der Anteil der Mattenlänge im Ober- und Unterwasserbereich ergibt sich aus der praktischen Anwendung. Die geotextilen Matten sollten im Winterhalbjahr (15.10.-15.04.) an rückgangsgefährdeten Strandbereichen ausgebracht werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.

Darin zeigen

Fig. 1 eine Draufsicht einer Matte

Fig. 2 einen Schnitt der geotextilen Matte

Fig. 3 ein Detail mit Klappen

Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen bedeuten: 1 Matte

2 Stahldrahtrahmen

3 Festmacherpfähle

4 Streben

5 Klappen

6 Winkelverstärkung

7 Flügel

8 Ösen am Stahldrahtrahmen

9 Uferlinie



Merkmale: zwischen Metallkranz und Strand soll ein Puffer von 10-15 cm sein.

Die Abmessungen der Vorrichtung sind in der Praxis variabel, den jeweiligen Strandformationen, Wellenhöhen und Belastungen anzupassen (Erfahrungswerte durch praktisches Erproben).


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Sandakkumulation an sandigen Küsten bestehend aus geotextilen Matten (1) mit einer Lochweite bis zu 2 mm, dadurch gekennzeichnet, dass diese im Strand- und Unterwasserbereich auf einem rechteckigen Stahldrahtrahmen (2) verlegt und mit Festmacherpfählen (3) befestigt sind, dass auf den Matten (1) mittels eingezogener Streben (4) Sandfangklappen (5) aufgesetzt sind, die aus zwei rechtwinklig zueinander angeordneten Flügeln (7) bestehen, und dass die Klappen (5) ein Gewebe mit Lochweiten von etwa 0,06 mm aufweisen und derart beweglich angeordnet sind, dass durch die auf- und ablaufende Welle die im Wasser transportierten Sandkörner bis zur Feinsandfraktion festgehalten und auf der geotextilen Matte (1) abgelagert werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Festmacherpfähle (3) Holzpfähle mit einem Metallkranz an der Oberseite sind und die Matten (1) mit Ösen (8) an den Holzpfählen befestigt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Holzpfähle (3) eine Länge von 1,5 bis 2,0 m und einen Durchmesser von 80 mm aufweisen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahldrahtrahmen (2) eine Größe von 5 m × 10 m aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (4) einen Abstand von 1 m und die Klappen (5) eine Größe von 0,5 m × 0,5 m aufweisen.






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