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Dokumentenidentifikation DE10158494C1 07.08.2003
Titel Lade/Entlade-Schutzschaltung
Anmelder Dialog Semiconductor GmbH, 73230 Kirchheim, DE
Erfinder Hüls, Rolf, 68766 Hockenheim, DE;
Jörger, Wolfgang, 69168 Wiesloch, DE;
Knödgen, Horst, 80997 München, DE;
Pannwitz, Axel, Dr., 73252 Lenningen, DE;
Stellberger, Achim, Dr., 76709 Kronau, DE
Vertreter Prietsch, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80687 München
DE-Anmeldedatum 29.11.2001
DE-Aktenzeichen 10158494
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse H02H 7/18
IPC-Nebenklasse H02J 7/00   
Zusammenfassung Eine Lade/Entlade-Schutzschaltung mit n parallelen Laststromschaltern und einer Steuerlogik für letztere, die im Überspannungsfall die Batterie von den Lade/Entlade-Anschlüssen durch sequentiell gesteuertes Durchbrennen von integrierten Schmelzsicherungen auslöst, kann auf einem kleineren und daher kostengünstigeren Chip untergebracht werden, wenn die Steuerlogik (6) im Überspannungsfall alle Laststromschalter (10 [1 : n]) gleichzeitig schließt, anschließend eine erste Anzahl der Laststromschalter sequentiell öffnet und gleichzeitig den dem jeweiligen Laststromschalter zugeordneten Teilschalter (12 [1 : (m - 1)]) einer Kurzschlussschalteranordnung schließt, so dass die ersteren zugeordneten Schmelzsicherungen (11 [1 : (m - 1)]) sequentiell durchbrennen, nach dem Öffnen dieser ersten Anzahl von Laststromschaltern letztere wieder schließt und gleichzeitig die verbliebene Anzahl (10 [m : n]) noch geschlossener Laststromschalter öffnet sowie fortfährt, die verbleibenden Teilschalter (12 [n : m]) sequentiell zu schließen. Auf diese Weise besteht bis zum vollständigen Abtrennen der Batterie stets ein niederohmiger Pfad zwischen den Lade/Entlade-Anschlüssen (59, 60) der Schutzschaltung, so dass letztere vor der Überspannung geschützt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lade/Entlade-Schutzschaltung für eine mindestens eine wiederaufladbare Zelle umfassende Batterie.

Aus der DE 197 37 775 A1 ist eine Lade/Entlade-Schutzschaltung für wiederaufladbare Batterien bekannt, die zusätzlich zu ihrer normalen Steuerungsfunktion der Lade/Entlade-Vorgänge eine gefährliche Überladung der Batterie verhindert, falls die den Lastschalter bildenden MOSFETs durchgebrochen sind. In diesem Fall trennt die Schutzschaltung die Batterie von den Lade/Entlade-Anschlüssen dauerhaft ab, uzw. durch Schließen eines Kurzschlussschalters, der die Batterieanschlüsse über eine Schmelzsicherung verbindet. Das hat den Nachteil, dass die Schaltung durch eine an ihre Lade/Entlade-Anschlüsse angelegte Überspannung schon zerstört sein kann, bevor sie ihre Schutzfunktion wahrnehmen kann. Außerdem vermag die Schaltung den Fall der "aktiven Überentladung", d. h. den verpolten Anschluss eines Ladegerätes mit Überspannung, nicht zu erkennen.

Aus der JP 10-66251 A ist eine Lade/Entlade-Schutzschaltung bekannt, die zwei parallel geschaltete Serienschaltungen aus je einem Laststromschalter und einer Schmelzsicherung umfasst, die mittels eines Kurzschlussschalters, alternativ mittels zweier Kurzschlussschalter, ausgelöst werden, entweder wenn die Spannung an den Batterieanschlüssen einen maximal zulässigen Wert überschreitet oder wenn ein Laststromschalter-Ausfall vorliegt. In der Ausführungsform mit zwei Kurzschlussschaltern werden letztere zeitlich nacheinander durchgeschaltet.

Aus der DE 101 49 234 A1 gilt eine Schaltung als bekannt, bei der ebenfalls anstelle einer einzigen Sicherung mehrere parallelgeschaltete Sicherungen sequentiell ausgelöst werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schutzschaltung der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die trotz hoher Schutzfunktion auf einem flächenmäßig kleinen und daher kostengünstigen Chip untergebracht werden kann.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch eine Schutzschaltung mit den im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Diese Lösung hat den Vorteil, einen niederohmigen Pfad zu schaffen, der zunächst über die sämtlich geschlossenen Laststromschalter und die Batterie führt, später über die wieder geschlossene erste Anzahl von Laststromschaltern und die schon geschlossenen Kurzschlußschalter. Der anfängliche Stromfluß durch die Batterie verursacht noch keine gefährliche Überladung (oder auch Entladung) weil der Abtrennprozeß innerhalb von Millisekunden (höchstens innerhalb einer Sekunde) abgeschlossen ist.

Der Kerngedanke der Erfindung besteht also darin, eine erkannte Überspannung über niederohmige Strompfade unter Verwendung parallel liegender Laststromschalter abzubauen, so daß die Schutzschaltung bis zum endgültigen Abtrennen der Batterie durch Zerstörung der letzten Sicherung funktionsfähig bleibt. Im Überspannungsfall werden deshalb zunächst alle Lastschalter geschlossen und während des anschließenden, sequentiellen Durchbrennens der Sicherungen wird stets eine ausreichende Anzahl der Laststromschalter geschlossen gehalten, damit die Überspannung zunächst über die Batterie, im weiteren Verlauf über die bereits geschlossenen Teilschalter der Kurzschlußschalteranordnung niederohmig kurzgeschlossen wird.

Zweckmäßig erhalten zumindest die die Schaltsignale für die verschiedenen Schalter generierenden Schaltungsteile der Steuerlogik ihre Versorgungsspannung von einer Hilfsspannungsquelle, insbesondere einem geladenen Stützkondensator (Anspruch 2). Dadurch ist die Funktion der Schutzschaltung auch dann sichergestellt, wenn die äußere Überspannung infolge des erzeugten, niederohmigen Kurzschlußpfades zusammenbricht oder umgekehrt so hoch ist, daß sie zu einer Zerstörung anderer, für die normale Funktion der Schutzschaltung vorgesehener Teile der Steuerlogik geführt hat.

Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht darin, den die Hilfsspannungsquelle bildenden Stützkondensator über einen Halbleiterschalter auf die Batteriespannung aufzuladen, wobei der Halbleiterschalter öffnet, wenn die Batteriespannung einen vorgegebenen Wert unterschreitet oder wenn der Überspannungsdetektor im Überspannungsfall ein Schaltsignal erzeugt (Anspruch 3).

Alternativ dazu kann die Hilfsspannungsquelle ein Stützkondensator sein, der über eine Ladungspumpe auf die für die Steuerlogik maximal zulässige Betriebsspannung aufgeladen ist (Anspruch 4).

Zweckmäßig erhält der Überspannungsdetektor als Eingangsspannung die Spannung an den Lade/Entlade-Anschlüssen (Anspruch 5). Das vermeidet den Nachteil eines Vorschlages nach dem Stand der Technik, bei dem eine äußere Überspannung erst dann als solche erkannt wird, wenn sie über den entsprechenden Batterieladestrom auch eine Überspannung an der Batterie verursacht hat.

Der Überspannungsdetektor kann insbesondere eine bistabile Kippschaltung umfassen, die im Überspannungsfall in ihren zweiten stabilen Zustand kippt (Anspruch 6), so daß auch eine nur kurzzeitig anliegende Überspannung die Sequenz von Schaltsignalen auslöst, die den niederohmigen Kurzschlußpart erzeugen.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind dem Überspannungsdetektor ein Taktgenerator und eine Schaltlogik nachgeschaltet, wobei der Überspannungsdetektor im Überspannungsfall ein den Taktgenerator freigebendes Signal erzeugt und die Schaltlogik eine der Anzahl der zu steuernden Schalter entsprechende Anzahl von aufeinanderfolgenden D- Flipflops umfaßt, die durch das Taktsignal nacheinander in ihren zweiten stabilen Zustand gekippt werden und deren Ausgänge dann seriell einerseits die Schaltsignale für die Teilschalter der Kurzschlußschalteranordnung und andererseits über logische Verknüpfungsglieder die Schaltsignale für die Laststromschalter liefern (Anspruch 7). Wie eine diese Funktion erfüllende, logische Verknüpfungsschaltung zu realisieren ist, ist dem Fachmann bekannt.

Vorzugsweise sind mit Ausnahme von Kondensatoren alle Schaltungsteile auf einem Chip integriert (Anspruch 8).

Ein Ausführungsbeispiel einer Schutzschaltung nach der Erfindung ist schematisch vereinfacht in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt:

Fig. 1 ein Blockschaltbild,

Fig. 2 ein vereinfachtes Schaltbild des Überspannungsdetektors in Fig. 1 und

Fig. 3 ein Schaltbild der dem Überspannungsdetektor nachgeschalteten Schaltlogik einschließlich des Taktgenerators.

Die in Fig. 1 dargestellte Schutzschaltung liegt als integrierte Schaltung zwischen den Polen einer Li-Ionenzelle 1 und zwei Lade/Entlade-Anschlüssen 50 und 60, zu denen ein Filterkondensator 40 als Schutz gegen steilflankige Spannungsanstiege parallelliegt. Die Schutzschaltung hat die äußeren Anschlüsse Com, +Batt und Out sowie +VH. Letzterer ist über einen Stützkondensator 2 mit dem Bezugspotential Com verbunden. Der Stützkondensator 2 ist über einen als Diode angedeuteten Halbleiterschalter 4 normalerweise auf die Batteriespannung aufgeladen. Fällt diese Spannung weg, so öffnet der Halbleiterschalter 4 und der Stützkondensator 2 versorgt über die Leitung 5 funktionswesentliche Teile der integrierten Schaltung noch eine Zeit lang mit Spannung. Statt des Halbleiterschalters 4 kann auch eine Ladungspumpe vorgesehen sein, die den Stützkondensator 2 auf die durch die Technologie der integrierten Schaltung vorgegebene maximale Gatespannung auflädt.

Zwischen Out und +Batt liegt ein Stromfühlwiderstand Rsense in Serie mit einer Schaltungsanordnung, die aus zahlreichen, parallelgeschalteten Serienschaltungen aus je einem Laststromschalter 101, 102, . . . 10n und einer integrierten Schmelzsicherung 111, 112, . . . 11n bestehen. Jeder Verbindungspunkt zwischen einem Laststromschalter 10x und einer Schmelzsicherung 11x ist über einen eigenen Kurzschlußschalter 121, 122, . . . 12n mit dem Bezugspotential Com verbunden. Die Gesamtheit dieser Kurzschlußschalter wird nachfolgend als Kurzschlußschalteranordnung und die einzelnen Schalter werden nachfolgend als Teilschalter bezeichnet.

Eine innerhalb des strichpunktierten Blocks 6 vereinfacht dargestellte Steuerlogik erzeugt in an sich bekannter Weise mittels Differenzverstärkern D1 und D2 ein Batterieunterspannungssignal UV und ein Batterieüberspannungssignal OV sofern die Spannung der Li-Ionenzelle 1 sich außerhalb des vorgegebenen Toleranzbereiches befindet. Weiter erzeugt die Steuerlogik mittels der Differenzverstärkern D3 und D4 aus dem Spannungsabfall über Rsense Ausgangssignale OCD bzw. OCC bei Erreichen des maximalen Ladestroms bzw. des maximalen Entladestroms. Die Ausgangssignale UV, OV, OCC und OCD der Differenzverstärker D1 bis D4 werden einem ODER-Glied OD zugeführt, das in jedem der genannten Fälle ein Fehlersignal F1 an eine Schaltlogik 7 liefert, die anhand von Fig. 3 näher erläutert werden wird.

Die Spannung am Anschluß Out liegt nicht nur an den entsprechenden Eingängen von D3 und D4 sondern auch am Eingang eines Überspannungsdetektors OVD an, der im Überspannungsfall ein Fehlersignal F2 erzeugt, das ebenfalls der Schaltlogik 7 zugeführt wird.

Ein Ausführungsbeispiel des Überspannungsdetektors OVD ist in Fig. 2 dargestellt. Die Bezeichnungen der äußeren Anschlüsse entsprechen denjenigen der Fig. 1. Zwischen Out und Com liegt die Serienschaltung eines ersten Triggerelementes 21 und eines Widerstandes 22 sowie eines zweiten Triggerelementes 23 und eines zweiten Widerstandes 24. Die Triggerelemente 21, 23 sind nur symbolisch als Serienschaltung einer Zehnerdiode und einer Rückstromdiode dargestellt und gegensinnig gepolt. Bei Überschreitung des vorgegebenen Spannungsgrenzwertes in positiver oder in negativer Richtung wird das entsprechende Triggerelement leitend und damit auch der jeweils nachgeschaltete MOS-Transistor T1 oder T2, der seinerseits die jeweils nachgeschalteten Schmitt-Trigger ST1 bzw. ST2 auf "0" oder "L" gehen läßt. Die Ausgänge der Schmitt-Trigger sind über Inverter I mit den Eingängen eines NAND-Gliedes 25 verbunden, dessen Ausgang seinerseits mit dem Takteingang eines D-Flipflops 26 verbunden ist. Dessen D-Eingang liegt normalerweise auf "1" oder "H". Deshalb geht der Ausgang Q des Flipflops 26 auf "H", wenn am Takteingang ein Impuls von dem ODER-Glied 25 eintrifft. Der Überspannungsdetektor verhält sich deshalb wie eine bistabile Kippstufe. Das Ausgangspegel "1" oder "H" stellt das Fehlersignal F2 an dem ebenso bezeichneten Anschluß dar.

Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel für die Schaltlogik 7 in Fig. 1, die aus den Fehlersignalen F1 und F2 sequentielle Schaltsignale F3 [1:n] für die Teilschalter 121 bis 12n der Kurzschlußschalteranordnungen in Fig. 1 und Schaltsignale F4 [1:n] für die Laststromschalter 101 bis 10n in Fig. 1 erzeugt. Letztere sind in diesem Beispiel in PMOS- Technik realisiert, öffnen also, wenn ihr Schaltsignal den Pegel "1" hat und schließen in den durchlässigen Zustand, wenn ihr Schaltsignal den Pegel "0" hat.

Der Anschluß F1, über den das Fehlersignal F1 zugeführt wird, ist mit den ersten Eingängen von UND-Gliedern 20(1) bis 20(m) verbunden. Deren zweite Eingänge erhalten das negierte Fehlersignal F2, also den Pegel "1", solange OVD keine Überspannung detektiert und sich deshalb das Fehlersignal F2 auf "0" befindet. Die Ausgänge der UND-Glieder 20[1:m] sind mit den ersten Eingängen von ODER-Gliedern 21 [1:m] verbunden. Deren Ausgänge liefern die Schaltsignale F4 [1:n] für die Lastschalter 101 bis 10n in Fig. 1, wobei das ODER-Glied 21(m) ein gemeinsames Schaltsignal für die Lastschalter 10 [m:n] liefert. Geht das Fehlersignal F1 auf "1", so gehen dementsprechend alle Steuersignale F4 [1:n] gleichzeitig auf "1", d. h. alle Laststromschalter 101 bis 10n öffnen gleichzeitig. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Steuerlogik 6 in Fig. 1 eines der Signale UV, OV, ODC oder OCC erzeugt.

Die Schaltlogik 7 umfaßt weiter einen Taktgenerator CLK, der anläuft, wenn an seinem Eingang En das über den Anschluß F2 zugeführte Fehlersignal F2 mit dem Pegel "1" anliegt. Das Taktsignal clk wird den Takteingängen einer der Anzahl der zu steuernden Lastschalter 10 und der Kurzschluß-Teilschalter 12 in Fig. 1 entsprechenden Anzahl aufeinanderfolgender D-Flipflops DFF [1:n] zugeführt. Der Anschluß F2 ist außerdem parallel mit allen Eingängen XR dieser D-Flipflops verbunden. Der Eingang D des ersten Flipflops DFF(1) liegt beständig auf "1". Der zugehörige Ausgang Q ist mit dem Eingang D des DFF(2) verbunden, dessen Ausgang Q mit dem Eingang D des nächsten DFF, u. s. w. Wenn das Fehlersignal F2 mit dem Pegel "1" anliegt, gehen deshalb die Ausgänge Q der DFF [1:n] sequentiell im Takt des Taktsignals clk auf "1" und liefern damit die Folge der Schaltsignale F3 [1:n] für die zugeordneten Teilschalter 12 [1:n] der Kurzschlußschalteranordnung, die dadurch nacheinander schließen.

Den D-Flipflops DFF [1:(m - 1)] sind UND-Glieder 22 [1:(m - 1)] zugeordnet. Jedes dieser UND-Glieder hat drei Eingänge. Alle ersten Eingänge sind mit dem Anschluß F2 verbunden. Der zweite Eingang jedes UND-Gliedes ist mit dem Ausgang Q des D-Flipflops gleicher Ordnungszahl verbunden. Alle dritten Eingänge sind über einen gemeinsamen Inverter 23 mit dem Ausgang Q des DFF(m) verbunden. Die Ausgänge aller UND- Glieder [1:(m - 1)] sind mit den zweiten Eingängen der ODER- Glieder [1:(m - 1)] verbunden. Hingegen ist der zweite Eingang des ODER-Gliedes 21(m) mit dem Ausgang Q des DFF(m) verbunden, an dem auch der Inverter 23 liegt.

Die Schaltung verhält sich wie folgt: Wenn nur das Fehlersignal F1 auftritt, also an dem Anschluß F1 der Pegel "1" anliegt, werde, wie schon erwähnt, alle Schaltsignale F4 [1:n] gleichzeitig mit dem Pegel "1" erzeugt, so daß alle Laststromschalter 101 bis 10n in Fig. 1 öffnen.

Wenn der Überspannungsdetektor OVD das Fehlersignal F2 mit dem Pegel "1" erzeugt, sperren alle UND-Glieder 20 [1:m], so daß alle Schaltsignale F4 [1:m] gleichzeitig den Pegel "0" annehmen, wodurch alle Lastschalter 101 bis 10m gleichzeitig geschlossen werden. Somit sind die Lade/Entlade- Anschlüsse 50, 60 niederohmig über die Batterie 1 kurzgeschlossen. Nur bei einer hohen Überspannung und einem niedrigen Innenwiderstand der äußeren Stromquelle brennen bereits jetzt sämtliche Sicherungen 111 bis 11n durch und trennen dadurch die Batterie 1 vollständig ab. Im anderen Fall startet das Fehlersignal F2 den Taktgenerator CLK, so daß die Ausgänge Q der D-Flipflops DFF [1:n], wie ebenfalls schon erwähnt, nacheinander die Schaltsignale F3 [1:n] erzeugen. Im gleichen Takt ist nacheinander für jedes UND- Glied 22(1) bis 22(m - 1) die logische UND-Bedingung erfüllt, so daß die Schaltsignale F4 [1:(m - 1)] von "0" auf "1" gehen, wodurch die zugeordneten Lastschalter zum gleichen Zeitpunkt öffnen, zu dem die Teilschalter gleicher Ordnungszahl schließen. Dementsprechend brennen nacheinander die Sicherungen 111 bis 11m-1 durch.

Wenn im nächsten Takt der Ausgang Q des D-Flipflops DFF(m) auf "1" geht, werden über den Inverter 23 alle UND-Glieder 22 [1:(m - 1)] gesperrt. Somit gehen alle Schaltsignale F4 [1:(m - 1)] auf den Pegel "0", so daß die nacheinander geöffneten Lastschalter 101 bis 10m-1 alle gleichzeitig schließen und alle verbleibenden Lastschalter 10m bis 10n über das ODER-Glied 21(m) gleichzeitig das Schaltsignal "1" erhalten, woraufhin sie öffnen. Somit besteht zu jedem Zeitpunkt bis zum Durchbrennen der letzten Sicherung 11n ein niederohmiger Kurzschlußpfad, zunächst über die Batterie, dann über die wieder geschlossenen Lastschalter und alle Teilschalter, die bereits geschlossen sind und in diesem Zustand verbleiben.


Anspruch[de]
  1. 1. Lade/Entlade-Schutzschaltung für eine mindestens eine wiederaufladbare Zelle (1) umfassende Batterie, mit einer Steuerlogik (6), die n parallele Laststromschalter (10 [1:n]) in Abhängigkeit von den Werten der Spannung an den Batterieanschlüssen (+Batt, Com), der Spannung an den Lade/Entlade-Anschlüssen (50, 60) der Schutzschaltung und dem Lade- oder Entladestrom schließt oder öffnet, welche Steuerlogik (6) einen Überspannungsdetektor (OVD) enthält und im Überspannungsfall die Batterie (1) von den Lade/Entlade-Anschlüssen (50, 60) durch sequentiell gesteuertes Durchbrennen von integrierten, batterieseitig parallel geschalteten Schmelzsicherungen (11 [1:n]) auslöst, von denen jede in Serie mit einem zugeordneten Laststromschalter (10 [1:n]) liegt und über einen zugeordneten, steuerbaren Teilschalter (12 [1:n]) einer Kurzschlussschalteranordnung mit dem gegenpoligen Batterieanschluss (Com) verbindbar ist, wobei die Steuerschaltung (6) im Überspannungsfall alle Laststromschalter (10 [1:n]) gleichzeitig schließt, anschließend eine erste Anzahl (10 [1:(m - 1)]) der Laststromschalter sequentiell öffnet und gleichzeitig den dem jeweiligen Laststromschalter zugeordneten Teilschalter (12 [1:(m - 1)]) der Kurzschlussschalteranordnung schließt, so daß die zugeordneten Schmelzsicherungen (11 [1:(m - 1)]) sequentiell durchbrennen, nach dem Öffnen dieser ersten Anzahl (10 [1: (m - 1)]) von Laststromschaltern letztere wieder schließt und gleichzeitig die verbliebene Anzahl (10 [m:n]) noch geschlossener Laststromschalter öffnet sowie fortfährt die verbleibenden Teilschalter (12 [n:m]) sequentiell zu schließen, so daß bis zum vollständigen Abtrennen der Batterie stets ein niederohmiger Pfad zwischen den Lade/Entlade-Anschlüssen (50, 60) der Schutzschaltung besteht, um letztere vor der Überspannung zu schützen.
  2. 2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die die Schaltsignale (F3) für die Teilschalter (12) generierenden Schaltungsteile der Steuerlogik (6) ihre Versorgungsspannung (+VH) von einer Hilfsspannungsquelle, insbesondere einem geladenen Stützkondensator (2), erhalten.
  3. 3. Schutzschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsspannungsquelle ein Stützkondensator (2) ist, der über einen Halbleiterschalter (4) auf die Batteriespannung aufgeladen ist, wobei der Halbleiterschalter (4) öffnet, wenn die Batteriespannung einen vorgegebenen Wert unterschreitet oder wenn der Überspannungsdetektor (OVD) im Überspannungsfall ein Schaltsignal erzeugt.
  4. 4. Schutzschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsspannungsquelle ein Stützkondensator (2) ist, der über eine Ladungspumpe auf die für die Steuerlogik (6) maximal zulässige Betriebsspannung aufgeladen ist.
  5. 5. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Überspannungsdetektor (OVD) als Eingangsspannung die Spannung an den Lade/Entlade-Anschlüssen (50, 60) erhält.
  6. 6. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Überspannungsdetektor (OVD) eine bistabile Kippschaltung (26) umfaßt, die im Überspannungsfall in ihren zweiten stabilen Zustand kippt.
  7. 7. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem Überspannungsdetektor (OVD) eine Schaltlogik (7) mit einem Taktgenerator (CLK) nachgeschaltet ist, daß der Überspannungsdetektor (OVD) im Überspannungsfall ein den Taktgenerator (CLK) freigebendes Signal (F2) erzeugt und daß die Schaltlogik eine der Anzahl der zu steuernden Schalter (10; 12) entsprechende Anzahl von aufeinanderfolgenden D-Flipflops (DFF [1:n]) umfaßt, die durch das Taktsignal nacheinander in ihren zweiten stabilen Zustand gekippt werden und deren Ausgänge (Q) dann seriell einerseits die Steuersignale (F3 [1:n]) für die Teilschalter (12 [1:n]) der Kurzschlußschalteranordnung und andererseits über logische Verknüpfungsglieder (20 bis 23) die Steuersignale (F4 [1:n]) für die Laststromschalter (10 [1:n]) liefern.
  8. 8. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mit Ausnahme von Kondensatoren alle Schaltungsteile auf einem Chip integriert sind.






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