Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen eines Heizkörpers mittels einer Flüssigkeit,
mit einer auf der Oberseite des Heizkörpers aufsetzbaren Verteilerwanne und einer an der
Unterseite des Heizkörpers angeordneten Auffangwanne für verbrauchte Reinigungsflüssigkeit, wobei die
Verteilerwanne, wobei die Verteilerwanne und/oder die Auffangwanne Sprühdüsen aufweist.
Die zur Beheizung von Räumen vorgesehenen Heizkörper sind an eine zentrale
Warmwasserversorgung angeschlossen. Auf ihre großflächig ausgebildeten der Wärmeabgabe dienenden
Abstrahlflächen und die Vielzahl der mit denselben verbundenen Lamellen setzen sich im Laufe der
Heizperiode erhebliche Mengen von aus der Luft angezogenen Staubpartikel und Schmutzpartikel ab. Diese
Staub- und Schmutzpartikel verschlechtern bei der Wärmeabgabe durch den Heizkörper zum einen
das Raumklima und zum anderen den Wirkungsgrad des Heizkörpers.
Es ist gängige Praxis, derartige Heizkörper aus dem Heizsystem auszubauen, einer gesonderten
Reinigung zu unterziehen und sie dann wieder in das Heizsystem einzubauen, was zusätzlich einen
Entlüftungsvorgang erforderlich macht. Die Handhabung ist jedoch umständlich und teuer, und der
Heizvorgang wird dabei unterbrochen.
Um die Nachteile dieser Vorgehensweise zu beheben, ist aus der DE 197 25 631 C1 ein
Heizungsreinigungsgerät zur Reinigung von Konvektionsheizkörpern mittels Reinigungsflüssigkeit bekannt
geworden. Dieses Heizungsreinigungsgerät besteht aus einer Betriebseinheit, welche einen
Flüssigkeitsvorratsbehälter, wenigstens ein Druckerzeugungselement und eine Steuereinheit besitzt.
Ferner sind ein haubenartiger Sprühdüsenträger zur Auflage auf den Kopfbereich des zu reinigenden
Heizkörpers und zur Abgabe der Reinigungsflüssigkeit und ein erster wannenartiger
Auffangbehälter zur Anordnung unterhalb des Heizkörpers und zum Sammeln der durch den Heizkörper
hindurchgespülten Reinigungsflüssigkeit vorgesehen.
Dieses Gerät gewährleistet es jedoch nicht, dass vor allem der in den Ecken und Winkeln der
Lamellen angesammelte Staub und Schmutz zuverlässig entfernt wird.
Weiterhin ist in der deutschen Offenlegungsschrift DE 24 57 294 A1 eine Reinigungsvorrichtung
zum Reinigen von Heizlamellen eines Heizkörpers gezeigt. Die beschriebene Reinigungsvorrichtung
dient insbesondere der Säuberung von Gasheizungen, die in ihrem Inneren eine Vielzahl von
Lamellen aufweisen. Die Reinigungsvorrichtung weist ein in die Unterseite des Heizkörpers einsetzbares
Unterteil und ein auf die Oberseite des Heizkörpers aufsetzbares haubenartiges Oberteil auf. Unter-
und Oberteil sind mit Sprühdüsen ausgerüstet, die das Einspritzen einer Reinigungsflüssigkeit in
den Heizkörper ermöglichen. Diese beiden Teile der Reinigungsvorrichtung weisen weiterhin
umlaufende Gummischläuche auf, die als Dichtungselemente dienen. Damit wird die Abdichtung von
Unter- bzw. Oberteil gegenüber dem jeweiligen Heizkörperrand bewirkt. Dieses Gerät ist jedoch für
eine gründliche Reinigung moderner Heizkörper nicht geeignet.
Aus Gründen der Hygiene werden daher bspw. in Krankenhäuser keine konventionellen Heizkörper
verwendet, sondern leicht zu reinigende Sonderanfertigungen. Da diese Heizkörper in
vergleichsweise geringer Anzahl produziert werden, stellen sie einen erheblichen Kostenfaktor dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine transportable Vorrichtung zum Reinigen von
Heizkörpern zu schaffen, die das Reinigen eines eingebauten Heizkörpers erlaubt, die eine gründliche
Reinigung gewährleistet, einfach aufgebaut ist und zuverlässig arbeitet. Dabei soll auch
gesteigerten Hygieneanforderungen entsprochen werden.
Dies wird erfindungsgemäß bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art dadurch erreicht, dass
in der Verteilerwanne und/oder der Auffangwanne ein sich im wesentlichen über deren gesamte
Länge erstreckendes Sprührohr angeordnet ist, das eine Vielzahl von auf den Heizkörper
ausgerichteter Sprühdüsen aufweist. Mit zahlreichen Sprühdüsen ist eine gleichmäßige Verteilung der
Reinigungsflüssigkeit über den gesamten Heizkörper möglich, so dass eine besonders gründliche
Reinigung erfolgt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Sprührohr um seine Körpermittelachse
verschwenkbar gelagert angeordnet, derart, dass der Sprühwinkel der Sprühdüsen gegenüber den zu
reinigenden Flächen des Heizkörpers verstellbar ist. Eine derart ausgebildete Reinigungsvorrichtung ist in
der Lage, auch versteckte Ecken und Winkel des Heizkörpers mit einem gezielten Wasser- oder
Dampfstrahl zu erreichen und sie gründlich zu säubern.
Im einzelnen ist die Vorrichtung so ausgebildet, dass das Sprührohr aus einer Stellung, in der die
Sprühdüsen senkrecht zur Oberseite des Heizkörpers ausgerichtet sind, um einen bestimmten
Winkel nach beiden Seiten verschwenkbar angeordnet ist. Dabei liegt der Verschwenkwinkel des
Sprührohrs vorzugsweise im Bereich von 0 bis 30 Winkelgraden.
Zur Durchführung der Vorstellbewegung kann das Sprührohr mit einer außerhalb der
Verteilerwanne vorgesehenen Handhabe verbunden und mittels derselben manuell oder motorisch verstellbar
sein.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Sprührohr U-förmig ausgebildet. Die beiden Schenkel
des Sprührohrs sind vorzugsweise in ihrer Ausgangslage mit gleichem Abstand zur Ober- bzw.
Unterseite des Heizkörpers ausgerichtet und aus dieser Stellung um einen bestimmten Winkel nach
beiden Seiten verschwenkbar gelagert. Bei dieser Ausführungsform greift die Handhabe zur
Verschwenkung des Sprührohrs am bogenförmigen Ende des U-förmig ausgebildeten Sprührohrs an.
Ein weiteres erfindungsgemäßes Merkmal ist dadurch gegeben, dass die Auffangwanne einen
Boden aufweist, der in Richtung ihrer Auslauföffnung für die verbrauchte Reinigungsflüssigkeit schräg
abfallend angeordnet ist. Dadurch kann verbrauchte Reinigungsflüssigkeit leicht abfließen und
entsorgt oder recycelt werden.
Wenn in der Auffangwanne ein weiteres Sprührohr angeordnet ist, sind dessen Sprühdüsen
vorzugsweise gegen die Unterseite des Heizkörpers ausgerichtet sind. Auch dieses Sprührohr kann um
einen bestimmten Winkel nach beiden Seiten zur senkrechten Ausrichtung der Sprühdüsen zur
Unterseite des Heizkörpers verschwenkbar angeordnet sein.
Zur Abdichtung der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung nach außen können die
Verteilerwanne und/oder die Auffangwanne Dichtungen aufweisen, welche im Betriebszustand gegen den
Heizkörper gepresst sind und ein Auslaufen der Reinigungsflüssigkeit verhindern.
Die weiteren Merkmale und Vorteile sind der Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel der Erfindung sowie den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen. Die
Zeichnung zeigt in der
Fig. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung in
betriebsbereitem Einsatz an einem Heizkörper in einer Schnittdarstellung entlang der Linie I-I in
Fig. 2 in schematischer, nicht maßstabsgetreuer Darstellung;
Fig. 2 die Reinigungsvorrichtung gemäß Fig. 1 in einer Schnittdarstellung entlang der Linie II-
II in Fig. 1;
Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sprührohrs in schematischer, nicht
maßstabsgetreuer Darstellung.
In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Reinigen eines Heizkörpers 10
dargestellt. Der Heizkörper 10 besteht im wesentlichen aus mindestens einem mit warmem Wasser
gefüllten Heizbehälter 20, der mit Heizlamellen 21 verbunden ist. Auf die Oberseite des Heizkörpers
10 ist eine Verteilerwanne 11 aufgesetzt, in deren sich gegenüberliegenden Stirnwänden 12 und 13
ein mit einer Vielzahl von Sprühdüsen 15 versehenes Sprührohr 14 um seine Körpermittelachse
drehbeweglich gelagert ist. Zu diesem Zweck ragt ein am geschlossenen Ende des Sprührohrs 14
angebrachter Lagerzapfen 16 durch die Stirnwand 12 der Verteilerwand 11 ins Freie und ist mit
einer Handhabe 17 zum beidseitigen Verschwenken des Sprührohrs 14 um jeweils einen bestimmten
Winkel versehen. Durch dieses Verschwenken der Sprühdüsen 15 in verschiedene Winkelstellungen
können die gesamten von Staub und Schmutz zu reinigenden Flächen des Heizkörpers 10,
insbesondere die schwer zugänglichen Heizlamellen 21, gezielt gereinigt werden, ohne dass der
Heizkörper 10 aus dem Heizsystem ausgebaut werden muss.
Das der Handhabe 17 gegenüberliegende Ende des Sprührohrs 14 ist auf in der Stirnwand 13 der
Verteilerwanne 11 vorgesehenen Lagerbuchse 18 gelagert und mit einer Zulaufleitung 19 für die
Reinigungsflüssigkeit verbunden.
An der Unterseite des Heizkörpers 10 ist eine Auffangwanne 22 angeordnet, die die verschmutzte
Reinigungsflüssigkeit auffängt und durch eine Auslauföffnung 23 mit einer Ablaufleitung 24 zum
Abtransport der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit verbunden ist. Zum Zwecke eines schnellen
und vollständigen Ablaufs der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit ist der Boden 25 in Richtung
auf Auslauföffnung 23 schräg abfallend angeordnet.
Damit die Reinigungsflüssigkeit sich nur innerhalb des Heizkörpers 10 bewegt und nicht in die
Umwelt gerät, sind die Verteilerwanne 11 und die Auffangwanne 22 mittels sie verbindenden
Federelementen 26 gegen die Oberseite bzw. die Unterseite des Heizkörpers 10 unter Zwischenlage
von elastischen Dichtungselementen 27 gepresst.
Zum Betrieb und zur Steuerung der Vorrichtung zum Reinigen eines Heizkörpers ist eine
Betriebseinrichtung 28 vorgesehen, die über die Zulaufleitung 19 mit dem in der Verteilerwanne 11
angeordneten Sprührohr 14 und über die Ablaufleitung 24 mit der Auffangwanne 22 verbunden ist.
Die Betriebseinrichtung 28 umfasst einen Vorratsraum 29 für die Reinigungsflüssigkeit, eine Saug-
Druckpumpe 30 zum Transportieren der Reinigungsflüssigkeit durch die Reinigungsvorrichtung und
den Heizkörper 10, eine Heizeinrichtung 31 zum Erwärmen bzw. zum Verdampfen der
Reinigungsflüssigkeit. Ferner sind ein Filter 32 zum Recyceln der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit und eine
Steuereinrichtung 33 mit Schaltmitteln 34 vorgesehen, um die Reinigungsvorrichtung in Betrieb zu
setzen und den Reinigungsprozess zu steuern.
Die Reinigungsflüssigkeit ist vorzugsweise warmes Wasser oder Wasserdampf, ggf. mit Reinigungs-
und/oder Desinfektionsmitteln versetzt. Wenn die Reinigungsflüssigkeit mit Druck beaufschlagt
wird, findet eine besonders gründliche hygienische Reinigung des Heizkörpers statt.
In der Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Sprührohrs 14 dargestellt. Dieses Sprührohr 14a
ist U-förmig gestaltet und mit einer Vielzahl von Sprühdüsen 15a versehen. Die Handhabe 17 ist
mittels des Lagerzapfens 16 am bogenförmigen Ende des U-förmigen Sprührohrs 14a angebracht.
Zusätzlich zum in der Verteilerwanne 11 angeordneten Sprührohr 14 sollte in der Auffangwanne 22
ebenfalls ein Sprührohr mit in Richtung auf die Unterseite des Heizkörpers 10 ausgerichteten
Sprühdüsen vorgesehen sein. Auch dieses Sprührohr kann verschwenkbar gelagert sein.