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Dokumentenidentifikation DE10203343A1 07.08.2003
Titel Transponder als Sicherungs- und Diebstahlschutz
Anmelder Flakowski, Wolfgang, 40885 Ratingen, DE
DE-Anmeldedatum 29.01.2002
DE-Aktenzeichen 10203343
Offenlegungstag 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse G08B 13/00

Beschreibung[de]
Einleitung

Ein großes Problem in SB Märkten ist die Diebstahlrate bei höherwertigen Elektrogeräten. Um Diebstahlschutz und das Verarbeiten der Daten in Warenwirtschaftssystemen zu kombinieren stelle ich mir den Einsatz von Transpondern vor. Der EAN Code ist ungeeignet um Garantiebetrug vorzubeugen.

Istzustand

Die Warenwirtschaft wird heute fast ausschließlich vom EAN Code über den Verkauf informiert, d. h. der vom Kunden aus dem Regal genommene Artikel wird an der Kasse mittels EAN Nummer elektronisch erfasst. Das Warenwirtschaftssystem liefert den dazugehörigen Datensatz zur Kasse und der Kassenbon wird produziert bzw. fortgeschrieben. Zusätzlich kann an der Kasse durch einen separaten Vorgang ein Sicherheitsetikett deaktiviert werden. Eine Ausgangsschleuse kontrolliert noch aktive Sicherheitsetiketten. Kassieren und Deaktivieren sind zwei getrennte Vorgänge.

Die Idee

Höherwertige Waren (z. B. Elektrogeräte) werden mit einem Transponder ausgerüstet. Der Transponder korrespondiert mit der Motorelektronik. Unmittelbar nach der Produktion können beim Hersteller die Quellendaten wie Seriennummer, Los, Fertigungsort, Fertigungsmaschine, Fertigungsdatum, usw. eingetragen werden. Gleichzeitig wird ein Warensicherungseintrag gemacht. Dieser Warensicherungseintrag bewirkt, dass durch die Elektronik die Inbetriebnahme blockiert wird. Die Daten der Ware können zu jeder Zeit ausgelesen werden. Wird die Ware vom Hersteller verkauft, können die Daten beim Einlagern als Individualdaten in das Warenwirtschaftssystem übernommen werden. Kommt die Ware in den SB Markt, werden die Daten ggf dem lokalen Warenwirtschaftssystem übergeben. Wird diese Ware verkauft, kann die individuelle Ware auf dem Kassentisch oder mit Handlesegeräten erfasst werden. Zum Transponder werden die Daten, die beim Verkauf entstehen hinzugefügt, und das Sicherungsmerkmal wird zurückgesetzt. Dadurch wird die Funktion der Ware freigeschaltet. Sollte die Ware zurückgegeben werden, können die Originaldaten wieder in das Warenwirtschaftssystem eingelesen und das Sicherungsmerkmal wieder aktiv geschaltet werden.

Ein weiteres Einsatzgebiet dieser Idee ist das Zusammenführen von Individualdaten die bei Einzelaufträgen entstehen, wie z. B. beim Zusammenbau von PC's. Hier kann das Transpondersystem effizient gegen Garantiebetrug eingesetzt werden.

Zusatzinformationen
  • - Die Freigabeinformation an die Betriebselektronik des zu steuernden Gerätes kann entweder durch den Einbau eines Transponderlesemoduls (wobei die zur Freigabe erforderliche Energie von der Antenne des Lesemoduls auf den Transponder übertragen wird), oder durch die direkte Koppelung des Transponders mit der Steuerelektronik des zu schützenden Gerätes übertragen werden.

    Die Betriebselektronik muss den Transponder (bzw. das Sicherungskennzeichen) bei jeder Inbetriebnahme auslesen und entsprechend reagieren. Die Information bleibt im Transponder gespeichert. Dadurch bleibt die Steuerung, z. B. bei Rücknahme und Wiedereinbuchung, reversibel.
  • - Eine Betrugsverhinderung ist meines Erachtens nur durch die Datenhaltung im Transponder sinnvoll.

    Nach meinem Kenntnisstand wird der Transponder als Lade- bzw. Transporthilfsmittel und als Begleiter in logistischen Systemen eingesetzt. Kern der Idee ist nicht der Einsatz von Transpondern allgemein, sondern die Verbindung zwischen Warenwirtschaft und Freigeben einer Betriebsfunktion

Anspruch[de]
  1. 1. Elektronisches Gerät

    mit einer Betriebselektronik () zum Steuern mindestens einer Betriebsfunktion des elektronischen Gerätes (),

    mit einem Transponder () und

    mit einem Schaltmittel () in der Betriebselektronik (),

    wobei der Transponder () das Schaltmittel () für ein Freigeben oder ein Blockieren der Betriebsfunktion in Abhängigkeit von einer im Transponder () gespeicherten Freigabeinformation steuert.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebselektronik () einen Motor, eine Heiz- oder Kühleinrichtung oder eine Empfangs- oder Sendeeinrichtung steuert.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel () die Stromzufuhr blockiert oder freigibt.
  4. 4. Vorrichtung zum Freigeben oder Blockieren einer Betriebselektronik eines elektrischen Gerätes nach einem der Ansprüche 1 bis,

    mit einer Transponderschreibvorrichtung () zum Einschreiben mindestens einer Freigabeinformation auf den Transponder () und

    mit einem Schaltmittel () zum Aktivieren der Transponderschreibvorrichtung ().
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Transponderschreibvorrichtung () als Handgerät ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Transponderschreibvorrichtung () als Tischgerät ausgebildet ist.
  7. 7. Verfahren zum Freigeben oder Blockieren der Betriebselektronik eines elektronischen Gerätes nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

    bei dem nach dem Herstellen des elektronischen Gerätes eine negative Freigabeinformation im Transponder zum Blockieren der Betriebsfunktion des Gerätes gespeichert wird und

    bei dem nach einem Verkauf des Gerätes eine positive Freigabeinformation im Transponder zum Freigeben der Betriebsfunktion des Gerätes gespeichert wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, bei dem nach einer Rückgabe des Gerätes erneut eine negative Freigabeinformation auf dem Transponder gespeichert wird.
  9. 9. Verfahren zum Erfassen eines individuellen Gerätes in einem Warenwirtschaftssystem,

    bei dem von einem Hersteller das Gerät individualisierende Informationen in einem mit dem Gerät verbundenen Transponder gespeichert werden und

    bei dem beim Verkauf des Gerätes Verkaufsinformationen im Transponder gespeichert werden.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem als individualisierende Informationen mindestens eine der Informationen Seriennummer, Herstellungsort, Herstellungsmaschine und Herstellungsdatum gespeichert werden.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, bei dem während der Herstellung des Gerätes aus einer Mehrzahl von einzelnen Komponenten die individualisierenden Informationen zumindest eines Teils der Komponenten im Transponder gespeichert werden.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem als Verkaufsinformationen mindestens eine der Informationen Verkaufsort, Verkaufsdatum, Verkaufsuhrzeit, Käuferpersonalien und Garantiedauer gespeichert werden.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, bei dem beim Verkauf die das Gerät individualisierenden Informationen ausgelesen und mit den Verkaufsinformationen auf einem externen Speichermedium gespeichert werden.






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