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Dokumentenidentifikation DE10203576A1 07.08.2003
Titel Flächenvorhang sowie Verfahren zur Herstellung eines Flächenvorhanges
Anmelder Moosbauer, Claus, 94419 Reisbach, DE
Erfinder Moosbauer, Claus, 94419 Reisbach, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 30.01.2002
DE-Aktenzeichen 10203576
Offenlegungstag 07.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.08.2003
IPC-Hauptklasse A47H 23/01
IPC-Nebenklasse A47H 23/05   A47H 13/00   
Zusammenfassung Flächenvorhang (10), bestehend aus wenigstens einem längs einer Laufschiene (12) hin- und verfahrbaren Wagen, und einer an dem Wagen befestigbaren Stoffbahn (14), wobei an der unteren Kante der Stoffbahn (14) ein Keder, insbesondere in Form einer Leiste (33), befestigt ist, der bzw. die in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene (19) einführbar ist, derart, daß sich die Stoffbahn (14) durch die schlitzartige Längsöffnung (37) der Hohlprofilschiene (19) hindurcherstreckt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Flächenvorhang bestehend aus wenigstens einem längs einer Laufschiene hin- und herverfahrbaren Wagen, und einer an dem Wagen befestigbaren Stoffbahn, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Flächenvorhangs.

Flächenvorhänge dieser Art sind allgemein bekannt. Sie umfassen in der Regel zwei bis sechs Stoffbahnen mit einer Breite von etwa 40 bis 90 cm. Diese Bahnen werden längs einer Deckenlaufschiene hin- und herverschoben unter entsprechender Freigabe eines Fensters, einer Bilderwand od. dgl.. Abhängig von der Anzahl der einzelnen Stoffbahnen müssen entsprechend viele Laufschienen bzw. Laufbahnen vorgesehen sein. Jeder Stoffbahn ist eine Laufschiene zugeordnet. Damit lassen sich die Stoffbahnen beim Öffnen einer Fenster- oder Wandfläche lamellenartig übereinander schieben. Die den Stoffbahnen zugeordneten Wagen können mit Mitnehmer versehen sein zur gegenseitigen Mitnahme von Laufwagen bei Verschiebung derselben in der einen oder in der anderen Richtung. Da es sich hierbei um eine an sich bekannte Technik handelt, bedarf es hier keiner näheren Beschreibung derselben. Um die Stoffbahnen stets straff und faltenfrei zu halten, können an der unteren Kante derselben jeweils Bleischnüre eingenäht sein.

Zum Zwecke der Reinigung der einzelnen Stoffbahnen sind diese am hin- und herverfahrbaren Wagen vorzugsweise lösbar befestigt. In der Regel werden die Stoffbahnen längs ihrer oberen Kante am Laufwagen klemmend gehalten. Die entsprechende Mechanik ist relativ aufwendig. Auch das Einnähen einer Bleischnur an der unteren Kante jeder Stoffbahn ist aufwendig und muß in der Regel von Fachkräften durchgeführt werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flächenvorhang der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch wenige Bauteile auszeichnet, die sich einfach zusammenfügen lassen und somit für den "Do it yourself"-Gebrauch geeignet sind, und die es insbesondere jedermann ermöglichen, die Länge des Vorhangs ohne besondere Handfertigkeiten an äußere Bedingungen anzupassen.

Des weiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung und Anpassung eines Flächenvorhangs der vorgenannten Art vorzuschlagen.

Hinsichtlich des Flächenvorhangs wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die kennzeichnenden Verfahrensschritte gemäß Anspruch 16 gelöst.

Der Kern der vorliegenden Erfindung liegt also darin, daß an der unteren Kante der Stoffbahn eine Leiste, insbesondere in Form eines Flachprofils aus Kunststoff befestigt wird, die in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene einführbar ist derart, daß sich die Stoffbahn durch die schlitzartige Längsöffnung der Hohlprofilschiene hindurcherstreckt. Die Hohlprofilschiene bildet also den unteren Abschluß einer jeden Stoffbahn. Dementsprechend ist es nicht erforderlich, die untere Kante der Stoffbahn einzunähen. Darüber hinaus ist es nicht erforderlich, in die untere Kante der Stoffbahn eine Bleischnur oder ein Bleiband einzunähen, um die Stoffbahn ausreichend straff zu halten. Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Hohlprofilschiene gelöst. Beim Ablängen der Stoffbahn genügt es, diese auf gewünschter Höhe abzuschneiden. Längs der Schnittkante braucht dann lediglich die erfindungsgemäße Leiste angebracht zu werden, über die dann die Hohlprofilschiene geschoben wird. Etwaige Fransen längs der Schnittkante werden durch die Hohlprofilschiene verdeckt. Diese Tätigkeit kann praktisch jedermann durchführen, ohne daß besondere handwerkliche Fähigkeiten gefordert werden.

Die an der unteren Kante der Stoffbahn befestigte Leiste besteht - wie bereits erwähnt - vorzugsweise aus einem Flachprofil, insbesondere einem biegeelastischen Kunststoffband, welches auf die Stoffbahn aufgeklebt wird. Diese Leiste besitzt eine Breite von etwa 7 bis 10 mm und eine Dicke von 0,4 bis 0,8 mm. Sie kann an einer Seite mit Klebstoff beschichtet sein, der durch einen Papierstreifen abgedeckt ist. Dieser Papierstreifen lässt sich jederzeit entfernen, so daß die Klebseite des Kunststoffbandes frei liegt. Mit dieser Klebseite wird dann das Kunststoffband auf die Stoffbahn aufgeklebt.

Um die untere Kante der Stoffbahn sicher vor Ausfransen und Einrissen zu schützen, kann an der unteren Kante der Stoffbahn zusätzlich noch ein Klebeband, insbesondere Bügelband angebracht werden.

Die an der unteren Kante der Stoffbahn befestigte Leiste kann alternativ auch ein Rund- oder Ovalprofil aus Metall, Kunststoff oder auch textilem Material sein. Entscheidend ist, daß die Leiste innerhalb der Hohlprofilschiene sicher gehalten wird, d. h. nicht durch die schlitzartige Längsöffnung herausrutschen kann. Die Hohlprofilschiene kann aus Holz oder Metall, insbesondere Aluminium bestehen. Das Hohlprofil selbst weist vorzugsweise einen etwa T-förmigen Querschnitt auf.

Eine besonders einfache Ausführungsform der Hohlprofilschiene ist dadurch gekennzeichnet, daß diese ein C- oder U-Profil ist, dessen Schenkel an den freien Enden zur Begrenzung einer schlitzartigen Längsöffnung nach innen eingezogen sind.

Auch der die Stoffbahn haltende Wagen wird durch eine Profilschiene gebildet, und zwar insbesondere T-Profilschiene, die längs der zugeordneten Laufschiene entweder gleitend oder rollend hin- und herverfahrbar ist. Bei Rolllagerung der Profilschiene zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform dadurch aus, daß an der Profilschiene im Längsabstand voneinander wenigstens zwei Laufrollen-Einheiten befestigt, insbesondere verrastbar sind, so daß die Laufrollen-Einheiten entweder zusammen mit der Profilschiene oder, falls dies aus Platzgründen nicht möglich ist, unabhängig von der Profilschiene in die Laufschiene einführbar sind, wobei in letztgenanntem Fall die Profilschiene nach Montage der Laufrollen-Einheiten an diesen verrastet wird. Die Laufrollen-Einheiten werden jeweils stirnseitig in die Laufschienen eingefädelt. Dementsprechend benötigt man stirnseitig Platz. Dieser Platz ist sehr häufig begrenzt, so daß es in den meisten Fällen erforderlich sein wird, die Laufrollen-Einheiten vorab einzeln in die Laufschienen einzufädeln. Anschließend werden dann die als Laufwagen dienenden Profilschienen an den Laufrollen-Einheiten befestigt, insbesondere verrastet. Zu diesem Zweck sind die die Laufwagen definierenden Profilschienen vorzugsweise entsprechend Anspruch 14 ausgebildet.

Die Befestigung der einzelnen Stoffbahnen an den längs verfahrbaren und als Laufwagen dienenden Profilschienen erfolgt vorzugsweise in der in Anspruch 13 beschriebenen Weise, wonach an den längs verfahrbaren Profilschienen jeweils ein Klettband befestigt ist, das mit einem Flauschband längs der oberen Kante der Stoffbahn zur lösbaren Befestigung desselben an der Profilschiene korrespondiert.

Bei der Herstellung eines Flächenvorhangs der beschriebenen Art geht man vorzugsweise wie folgt vor:

  • - Befestigung einer Stoffbahn längs einer oberen Kante derselben am Wagen;
  • - Ablängen der Stoffbahn unter Ausbildung einer unteren Kante auf gewünschter Höhe;
  • - Befestigung einer Leiste längs der unteren Kante der Stoffbahn;
  • - Einführen der Leiste in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene derart, daß sich die Stoffbahn durch die schlitzartige Längsöffnung der Hohlprofilschiene hindurch erstreckt.

Weitere Details des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Ansprüchen 17 ff. beschrieben.

Nachstehend wird eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Flächenvorhangs samt Verfahren zur Anpassung desselben an äußere Gegebenheiten anhand der beigefügten Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 die Ausbildung und Montage eines als T-Profil ausgebildeten Laufwagens an einer dreiläufigen Decken-Laufschiene;

Fig. 2a, 2b eine alternative Montage eines als T-Profil ausgebildeten Laufwagens an einer dreiläufigen Decken-Laufschiene in perspektivischer Ansicht;

Fig. 3 die Befestigung der oberen Kante einer Stoffbahn an einem Laufwagen gemäß den Fig. 1, 2a, 2b;

Fig. 4a, 4b, 4c die Anpassung der Länge einer Stoffbahn an äußere Gegebenheiten jeweils in schematischer perspektivischer Darstellung;

Fig. 5a, 5b die Ausbildung des Abschlusses der unteren Kante der Stoffbahn in perspektivischer Darstellung;

Fig. 6 Teil eines montierten Flächenvorhangs, der entsprechend den Fig. 1-5b hergestellt worden ist, in perspektivischer Ansicht.

In Fig. 6 ist ein dreiteiliger Flächenvorhang 10 bestehend aus drei längs einer an der Unterseite einer Zimmerdecke 11 angebrachten Laufschiene 12 hin- und herverfahrbaren Wagen 13 und an diesen Wagen 13 jeweils befestigbaren Stoffbahnen 14 dargestellt. Die Hin- und Herverfahrbarkeit der Wagen 13 samt zugehöriger Stoffbahnen 14 ist in Fig. 6 mit den Doppelpfeilen 15, 16 angedeutet. Der in Fig. 6 dargestellte Flächenvorhang dient zur Abdeckung bzw. Verdunkelung eines Fensters 17. Die Stoffbahnen 14 reichen jeweils bis zum Boden 18. Selbstverständlich ist es auch denkbar, daß die Stoffbahnen nur bis zum Fenstersims reichen.

An der unteren Kante der Stoffbahnen 14 ist jeweils eine in Fig. 6 nicht näher dargestellte Leiste befestigt, die in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene einführbar ist derart, daß sich die Stoffbahnen 14 durch die schlitzartige Längsöffnung der Hohlprofilschienen hindurcherstreckt. In Fig. 6 sind die erwähnten Hohlprofilschienen mit der Bezugsziffer 19 versehen. Konkret handelt es sich um Rohrprofile mit Längsschlitz, durch den die Stoffbahnen sich jeweils hindurcherstrecken können. Die Unterkanten der Stoffbahnen 14 umfassen einen sog. "Keder", der innerhalb der Hohlprofilschienen, insbesondere Rohrprofile 19 gehalten ist. Als Keder dient - wie bereits erwähnt - vorzugsweise ein biegeelastisches Kunststoffband. Dieses wird anhand der Fig. 4 und 5 noch näher beschrieben.

Die Decken-Laufschiene 12 ist bei der dargestellten Ausführungsform drei-läufig, d. h. umfasst drei Laufbahnen, wobei jeder Laufbahn ein Wagen samt Stoffbahn zugeordnet ist. Dementsprechend lassen sich drei Stoffbahnen beim Öffnen der Fensterfläche entsprechend Fig. 6 gegenseitig überlappend zusammenschieben. Die Translationsbewegung der Wagen 13 samt Stoffbahnen 14 erfolgt mittels eines herkömmlichen Schnur- oder Kettenzuges. Der in Fig. 6 linke Wagen 13 samt Stoffbahn 14 ist vorzugsweise ortsfest montiert, d. h. behält beim Hin- und Verfahren der beiden anderen Wagen samt Stoffbahnen in Richtung der Pfeile 15, 16 seine ursprünglich festgelegte Lage bei.

Von besonderem Interesse ist zunächst die Ausbildung der den einzelnen Stoffbahnen 14 zugeordneten Laufwagen 13. Entsprechend Fig. 1 wird der Laufwagen 13 durch ein T-Profil gebildet, an dessen Steg 20 die Stoffbahn 14 befestigt wird. Zu diesem Zweck ist an der Sichtseite des Steges 20 ein Klettband 21 befestigt, insbesondere aufgeklebt. An diesem Klettband wird die obere Kante der zugeordneten Stoffbahn 14 befestigt. Zu diesem Zweck ist an der oberen Kante jeder Stoffbahn 14 ein Flauschband 22 vorgesehen, welches mit dem Klettband 21 korrespondiert derart, daß die Stoffbahn 14 lösbar an dem durch eine T-Profilschiene definierten Laufwagen 13 befestigt ist. Es wird dazu auf Fig. 3 verwiesen.

Der Steg 20 umfaßt des weiteren an der im montierten Zustand rückwärtigen, nämlich der Sichtseite abgewandten Seite bzw. an der der Wand- oder Fensterfläche zugewandten Seite zwei Längsleisten 23, 24 mit einander zugekehrten Längsvorsprüngen zur Verrastung von Laufrollen-Einheiten 25. Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 sind zwei Laufrollen-Einheiten 25 fest an der T- Profilschiene angeordnet, so daß die T-Profilschiene samt Laufrollen-Einheiten 25 in die zugeordnete Laufbahn der Decken- Laufschiene 12 eingefädelt werden muß, und zwar in Richtung des Pfeiles 26 in Fig. 1. Bei dieser Montage ist es natürlich erforderlich, daß an der offenen Stirnseite der Decken- Laufschiene genügend Platz zur Verfügung steht, um die den Laufwagen 13 definierende T-Profilschiene stirnseitig in die zugeordnete Laufbahn der dreiläufigen Decken-Laufschiene 12 in Richtung des Pfeiles 26 einführen zu können.

Da dieser Platz in der Regel nicht zur Verfügung steht, wird alternativ entsprechend den Fig. 2a und 2b vorgeschlagen, die Laufrollen-Einheiten 25 lösbar an jeder T-Profilschiene bzw. Laufwagen 13 zu befestigen, wobei vorzugsweise dafür eine Rastverbindung dient. Die Verrastung der Laufrollen-Einheiten 25 erfolgt zwischen den beiden Längsleisten 23, 24 an der dem Klettband 21 gegenüberliegenden bzw. abgewandten Seite des Steges 20. In diesem Fall ist es ausreichend, wenn zunächst die Laufrollen-Einheiten 25 stirnseitig in die jeweils zugeordnete Laufbahn der Decken-Laufschiene 12 eingeführt werden entsprechend den Pfeilen 27 in Fig. 2a. Nach Positionierung der Laufrollen-Einheiten 25 entsprechend Fig. 2b wird an diese die den Laufwagen 13 definierende T-Profilschiene angeklippst.

Jede Laufrollen-Einheit umfasst einen aufrechten Mittelsteg 28 mit jeweils einer Laufrolle 29 an jeder Seite desselben, wobei die Laufrollen 29 einer jeder Laufrollen-Einheit auf derselben Achse liegen.

Der Befestigungsteil 30 jeder Laufrollen-Einheit 25 weist zwei Schlitze auf, in die die Längsleisten 23, 24 eingreifen, und zwar vorzugsweise so, daß die Laufrollen-Einheiten 25 nach Verrastung auch in Längsrichtung der T-Profilschiene festgelegt sind.

Wie bereits eingangs erwähnt, umfasst das beschriebene System auch die Möglichkeit einer einfachen Anpassung der Länge der Stoffbahnen an äußere Gegebenheiten. Zu diesem Zweck wird eine Stoffbahn zunächst mit ihrer Oberkante am zugeordneten Wagen 13 entsprechend Fig. 3 befestigt. Anschließend erfolgt entsprechend Fig. 4a die Ablängung der Stoffbahn 14, zum Beispiel entsprechend 4a knapp oberhalb des Zimmerbodens 18. Die Ablängung erfolgt mittels einer Schere längs der Linie 31 in Fig. 4a.

Anschließend wird an der Wandseite der Stoffbahn 14 entsprechend Fig. 4b ein Klebe- oder Bügelband 32 längs der unteren Schnittkante 31 der Stoffbahn 14 aufgebügelt, um ein weiteres Ausfransen oder Einreißen der Stoffbahn zu vermeiden. Diese Maßnahme ist nicht unbedingt erforderlich, jedoch zweckmäßig. Als nächstes wird dann entsprechend Fig. 4 an der Vorder- bzw. Sichtseite der Stoffbahn 14 ein biegeelastisches Kunststoffband 33 aufgeklebt. Stattdessen kann auch ein Aluminium-Flachprofil oder Kunststoff-Flachprofil aufgeklebt werden. Ein dazugehöriger Bausatz umfasst ein Kunststoffband 33, dessen Länge etwas größer ist als die maximale Breite einer Stoffbahn 14. Dementsprechend kann die Länge des Kunststoffbandes 33 an die aktuelle Breite jeder Stoffbahn 14 gut angepasst werden.

Als letzter Schritt verbleibt dann die Einführung der unteren durch das Bügelband 32 und Kunststoffband 33 verstärkten Kante der Stoffbahn 14 in eine Hohlprofilschiene 19 entsprechend Pfeil 34 in Fig. 5a. Dort ist die Hohlprofilschiene, dessen Schenkel 35, 36 an den freien Enden zur Begrenzung einer schlitzartigen Längsöffnung 37 nach innen eingezogen sind.

Anschließend werden die stirnseitigen Enden der Hohlprofilschiene 19 mittels Abschlusskappen verschlossen.

Wie Fig. 5a erkennen lässt, ist der Querschnitt des Hohlprofils T-förmig. Die lichte Breite des Hohlprofils ist etwas kleiner als die Breite des an der unteren Kante der Stoffbahn 14 befestigten Kunststoffbandes, so daß dieses diagonal in das Hohlprofil eingeführt werden muß. Damit ist sichergestellt, daß das Kunststoffband 33 im wesentlichen spielfrei innerhalb der Hohlprofilschiene 19 gehalten ist. Vor allem ist dadurch sichergestellt, daß die Stoffbahn 14 samt Kunststoffband 33 nicht durch den Längsschlitz 37 herausrutschen kann. Die Hohlprofilschiene 19 besteht vorzugsweise aus Aluminium und dient damit zugleich als Beschwerung, wodurch sichergestellt ist, daß die Stoffbahnen 14 stets straff bzw. glatt gehalten werden.

Zur Ablängung der Stoffbahnen 14 und zur Ausbildung eines sauberen Abschlusses der Schnittkante sind also nur erforderlich eine Schere, ein biegeelastisches Kunststoffband mit Klebseite, ggf. noch ein Bügelband und eine Hohlprofilschiene mit Längsschlitz sowie ggf. Abschlusskappen für die Stirnseiten der Hohlprofilschiene.

Die Maßnahmen an der Unterkante jeder Stoffbahn werden sowohl in Kombination als auch unabhängig von den Maßnahmen an der Oberseite jeder Stoffbahn sowie den Maßnahmen betreffend den jeder Stoffbahn zugeordneten Laufwagen als erfindungswesentlich beansprucht.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Bezugszeichenliste 10 Flächenvorhang

11 Zimmerdecke

12 Laufschiene

13 Laufwagen

14 Stoffbahn

15 Doppelpfeil

16 Doppelpfeil

17 Fenster

18 Boden

19 Hohlproflischiene

20 Steg

21 Klettband

22 Flauschband

23 Längsleiste

24 Längsleiste

25 Laufrolleneinheit

26 Pfeil

27 Pfeil

28 Mittelsteg

29 Laufrolle

30 Befestigungsteil

31 Trennlinie

32 Bügelband

33 Kunststoffband

34 Pfeil

35 Schenkel

36 Schenkel

37 schlitzartige Längsöffnung

38 Abschlußkappe


Anspruch[de]
  1. 1. Flächenvorhang (10) bestehend aus

    wenigstens einem längs einer Laufschiene (12) hin- und herverfahrbaren Wagen (13), und

    einer an dem Wagen (13) befestigbaren Stoffbahn (14),

    dadurch gekennzeichnet, daß

    an der unteren Kante der Stoffbahn (14) ein Keder, insbesondere in Form einer Leiste (33) befestigt ist, die in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene (19) einführbar ist derart, daß sich die Stoffbahn (14) durch die schlitzartige Längsöffnung (37) der Hohlprofilschiene (19) hindurcherstreckt.
  2. 2. Flächenvorhang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an der unteren Kante der Stoffbahn (14) befestigte Keder ein Flachprofil aus Metall oder Kunststoff, insbesondere ein biegeelastisches Kunststoffband ist.
  3. 3. Flächenvorhang nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Keder mit der unteren Kante der Stoffbahn (14) klebverbunden ist.
  4. 4. Flächenvorhang nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der an der unteren Kante der Stoffbahn (14) befestigte Keder ein Rund- oder Ovalprofil aus Metall, Holz, Kunststoff oder textilem Material ist.
  5. 5. Flächenvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofilschiene (19) aus Holz, Kunststoff, Glas, Keramik oder Metall, insbesondere Aluminium besteht.
  6. 6. Flächenvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofilschiene (19) ein etwa T-förmiges Hohlprofil umfaßt.
  7. 7. Flächenvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlprofilschiene ein Rohrprofil mit Längsschlitz, C- oder U-Profil ist, dessen Schenkel (36, 37) an den freien Enden zur Begrenzung einer schlitzartigen Längsöffnung (37) nach innen eingezogen sind.
  8. 8. Flächenvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kante der Stoffbahn (14) durch ein Klebeband, insbesondere Bügelband (32) vor Ausfransen oder Einrissen geschützt ist.
  9. 9. Flächenvorhang nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bügelband (32) an der der Vorder- bzw. Sichtseite gegenüberliegenden Seite der Stoffbahn (14) aufgebügelt ist.
  10. 10. Flächenvorhang, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der die Stoffbahn (14) haltende Wagen (13) durch eine Profilschiene gebildet ist, die längs der Laufschiene (12) entweder gleitend oder rollend hin- und herverfahrbar ist.
  11. 11. Flächenvorhang nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Rollagerung der Profilschiene an dieser im Längsabstand voneinander wenigstens zwei Laufrollen-Einheiten (25) befestigt, insbesondere verrastbar sind, so daß die Laufrollen-Einheiten (25) entweder zusammen mit der Profilschiene (Fig. 1) oder, falls dies aus Platzgründen nicht möglich ist, unabhängig von der Profilschiene in die Laufschiene (12) einführbar sind, wobei in letztgenanntem Fall die Profilschiene nach Montage der Laufrollen- Einheiten (25) an diesen verrastet wird (Fig. 2b).
  12. 12. Flächenvorhang nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffbahn (14) an der den zugehörigen Wagen (13) definierenden längs verfahrbaren Profilschiene mittels Druckknopf-, Haken- oder Klett-Verbindung lösbar gehalten ist.
  13. 13. Flächenvorhang nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der längs verfahrbaren Profilschiene ein Klettband (21) befestigt ist, das mit einem Flauschband (22) längs der oberen Kante der Stoffbahn (14) zur lösbaren Befestigung derselben an der Profilschiene korrespondiert.
  14. 14. Flächenvorhang, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der die Stoffbahn (14) haltende Wagen (13) durch eine T- Profilschiene gebildet ist, deren Steg (20) an der im montierten Zustand rückwärtigen, nämlich der Sichtseite abgewandten Seite zwei Längsleisten (23, 24) mit einander zugekehrten Längsvorsprüngen zur Verrastung von Laufrollen- Einheiten (25) umfasst.
  15. 15. Flächenvorhang nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß an der Sichtseite des Steges (20) der T-Profilschiene ein Klettband (21) zur Befestigung der oberen Kante der Stoffbahn (14) aufgebracht ist.
  16. 16. Verfahren zur Herstellung eines Flächenvorhanges bestehend aus

    wenigstens einem längs einer Laufschiene hin- und herverfahrbaren Wagen, und

    einer an dem Wagen befestigbaren Stoffbahn,

    gekennzeichnet durch folgende Schritte:
    1. a) Befestigung der Stoffbahn längs einer oberen Kante derselben am Wagen;
    2. b) Ablängen der Stoffbahn unter Ausbildung einer unteren Kante auf gewünschter Höhe;
    3. c) Befestigung eines Keders längs der unteren Kante der Stoffbahn; und
    4. d) Einführen des Keders in eine an einer Seite in Längsrichtung schlitzartig offene Hohlprofilschiene derart, daß sich die Stoffbahn durch die schlitzartige Längsöffnung der Hohlprofilschiene hindurcherstreckt.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ablängen der Stoffbahn die untere Kante derselben durch ein Klebeband, insbesondere Bügelband vor Ausfransen oder Einrissen geschützt wird.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der die Stoffbahn haltende Wagen an Laufrollen-Einheiten, die stirnseitig in zugeordnete Laufschienen eingefädelt worden sind, verrastet wird.
  19. 19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß am Wagen ein Klettband befestigt wird, an dem dann die obere Kante der Stoffbahn, an der vorzugsweise vorher ein Flauschband angebracht wird, lösbar verhakt wird.
  20. 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die stirnseitigen Enden der Hohlprofilschiene nach Befestigung an der unteren Kante der Stoffbahn mittels Abschlußkappen aus Metall, Holz oder Kunststoff verschlossen werden, um die Hohlprofilschiene relativ zur Stoffbahn in Lage zu halten.






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