Die Erfindung bezieht sich auf einen Fermenter, der
insbesondere in der Weinindustrie zum Keltern von Mosten
verwendet wird.
Auf dem technischen Gebiet sind sehr viele Typen von
Fermentern bekannt, wobei die genannten Fermenter im
wesentlich alle einen Behälter oder einen Bottich mit einem
umgekehrten, stumpfkegelförmigen Boden enthalten, versehen mit
einer Öffnung für den Einlass der zu gärenden Flüssigkeit
und mit einem Hahn zum Ablassen der gegärten Flüssigkeit.
Die zu gärende Flüssigkeit ist im Falle des Kelterns, zum
Beispiel bei der Herstellung von Wein aus gepressten
Trauben, aus dem Traubensaft wie auch aus dem Trester
zusammengesetzt, nämlich allen festen Bestandteilen der Traube,
bestehend aus Schalen, Kernen (die in den Trauben
vorhandenen Samen) und in manchen Fällen auch Stielen. Die
gegorene Flüssigkeit wird typischerweise gegorener Most oder
Wein genannt.
Während des Gärprozesses wird eine feste schwimmende
Schicht - eine sogenannte Decke - im oberen Teil des
Bottichs gebildet, wobei die genannte Schicht aus verschiedenen
Lagen von Trester besteht, deren oberste normalerweise
leicht aus der Flüssigkeit herauskommt. Es handelt sich somit
um eine besonders kompakte Masse, welche gebrochen
werden muss, um am Ende der Gärung eine übermässige
Festigkeit zu vermeiden, aber auch, um seine Eigenschaften
während des Weichens in der gärenden Flüssigkeit zu nutzen.
Die Schalen zum Beispiel enthalten die Substanz, welche
dem Wein die Farbe gibt, und diese Eigenschaft ist von
besonderer Wichtigkeit im Falle von Trauben, welche ihre
ausgezogenen Farbsubstanzen weniger leicht freigeben, so wie
bei der Traubenart Sangiovese. Um eine geeignete Nutzung
der Schicht zu haben, ist es daher wichtig, dass sie nicht
einfach oben auf der zu gärenden Flüssigkeit schwimmen
gelassen wird, sondern im Gegenteil, dass sie genutzt wird, um die
Qualität des Weines zu verbessern.
Zu diesem Zweck gibt es die bekannten Gärbehälter, welche
es während der alkoholischen Gärung erlauben, eine
vollkommene und kalibirierte Bewegung des Tresters
auszuführen, so dass die Freigabe der färbenden und phenolischen
Substanzen verbessert wird. Insbesondere sind diese Behälter
mit einer mechanischen Vorrichtung ausgestattet, welche drei
angetriebene, rotierende Wellen hat, die mit Schaufeln
versehen sind, angeordnet in der Weise einer offenen Schraube,
sowie eine Rückführpumpe, dazu bestimmt, den Trester
wieder in den unteren Teil des Fermenters einzugeben.
US-4 836 918 zeigt eine Vorrichtung zum Gären und Aufschliessen
von einem in einer Suspension enthaltenen
organischen Material, enthaltend eine horizontale, drehbar
montierte Trommel mit einem Einlass für die Suspension an einem
Ende und einem Auslass für die behandelte Suspension an
dem anderen Ende, welche den axialen Transport von
abgelagerten und schwimmenden Materialschichten in Richtung
des Auslasses ermöglicht.
Diese Lösung ist jedoch ausgesprochen umfangreich und
teuer. Ausserdem erzeugt die mechanische Wirkung auf die
Schicht eine unerwünschte Menge von Bodensätzen, welche
anschliessend auf dem Boden des Bottichs abgelagert
werden.
Es sind ausserdem Fermenter bekannt, die mit
kontinuierlichen, rechenähnlichen Förderern oder Schnecken versehen
sind, angeordnet im oberen Teil des Fermenters und dazu
bestimmt, den Teil der Schicht mechanisch zu entfernen,
welcher an der Oberfläche schwimmt, und ihn wieder in den
unteren Teil der Keltervorrichtung einzugeben oder ihn
endgültig zu entfernen.
Schliesslich ist noch bekannt, unter Verwendung von
Druckluftkolben auf die Schicht einzuwirken, so dass sie in den
Traubenmost eingetaucht wird, auch nur teilweise, um sie
aufzubrechen und die Festigkeit derselben zu verringern.
Dieser Vorgang, der als "Brechen" bezeichnet wird, ist auf
zwei oder drei Male am Tag verteilt und erfordert besondere
Aufmerksamkeit, da jeder Brechvorgang ein Aufspalten des
Tresters verursacht, was das Bilden von Bodensätzen erhöht.
Das Brechen kann auch mit Hilfe der Eingabe von nur
Druckluft allein ausgeführt werden, wobei Strahlrohre oder
ähnliches verwendet werden; um die Schicht zu bewegen und
zu mischen.
Wenn diese Arbeit von Hand vorgenommen wird, muss das
Personal vorher eingewiesen werden, wie und bei welcher
bestimmten Geschwindigkeit diese Arbeit auszuführen ist.
Die Eingabe einer übermässigen Menge an Luft kann einen
wesentlichen Verlust an Alkohol ergeben oder in einigen
Fällen zur Essiggärung führen, die den Wein in Essig
umwandelt. Andererseits verlangsamt die Eingabe von zu wenig
Luft unnötig den Gärprozess. Unter Berücksichtigung, dass
ein Bottich bis zu 3000-4000 hl enthalten kann, ist die
Wichtigkeit und die schwierige Art dieser Arbeiten leicht zu
verstehen. Jeder Fehler in der Bewertung während des Brechens
kann sich in einem Verlust einer erheblichen Menge an Wein
auswirken.
Alle die Lösungen des oben aufgeführten Typs haben die
Tatsache gemein, dass sie mechanisch auf die Schicht
einwirken, zumal nachdem letztere sich bereits gebildet und eine
gewisse Festigkeit erreicht hat. Ausserdem fördert das
mechanische Einwirken auf die Schicht den Zerfall des Tresters,
was dazu führt, dass die Menge des erzeugten Bodensatzes in
unerwünschter Weise zunimmt. Es ist bekannt, dass
Bodensätze einen unerwünschten Geschmack hervorrufen können
und weitere Prozeduren zum anschliessenden Reinigen des
Weins erfordern.
Es gibt noch eine weitere Lösung, die im Falle von grossen
Bottichen, welche die Arbeit des Brechens schwierig machen
würden, das Rückführen unter Verwendung verschiedener
Vorrichtungen vornimmt, dessen Zweck es schliesslich ist,
den in dem Bottich enthaltenen Most durch Besprühen auf
die Schicht zu leiten.
Obwohl diese Lösung einfach durchzuführen und weit
verbreitet ist, erlaubt sie nicht ein gutes Aufmischen des
gesamten Tresters, da sich vorgezogene Bahnen bilden, entlang
welchen der Weinmost innerhalb der Schicht nach unten
fliesst.
Diese Lösung erfordert ebenfalls zu ihrer Anwendung den
Einsatz von Pumpen und Leitungen, welche kostspielig sind
und aufgrund eventueller Störungen oder eines nicht
einwandfreien Betriebes Unterbrechungen unterliegen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist daher, die erwähnten
Nachteile der Vorrichtungen des bekannten Typs zu
vermeiden, indem ein Fermenter vorgesehen wird, welcher keine
angetriebenen mechanischen Vorrichtungen zum Bewegen
des Tresters erfordert.
Ein weiterer Zweck ist der, die Ausnutzung des Tresters zu
verbessern, und zwar durch gleichzeitiges Reduzieren der
andernfalls hierfür erforderlichen Arbeitsgänge.
Ausserdem ist ein Zweck der vorliegenden Erfindung der, die
Zahl der in dem Fermenter vorhandenen mechanischen
Vorrichtungen zu verringern, um die Herstellungs- und
Betriebskosten zu reduzieren. Auf diese Weise ist es ausserdem
möglich, auch die Anzahl der Störungen herabzusetzen, welche
während der Gärphasen auftreten können.
Schliesslich ist ein weiterer Zweck der, die Benutzung des
Fermenters zu vereinfachen.
Diese und noch weitere Zwecke werden alle erreicht durch
einen Fermenter, wie er in den nachstehenden Ansprüchen
beschrieben ist.
Insbesondere ist der betreffende Fermenter mit einer
Membrane versehen, dazu bestimmt, die durch die Gärung
erzeugten Gasblasen anzusammeln und sie freizugeben, wenn diese
eine grössere Abmessungen erreicht haben. Die Membrane
besteht aus einer konkaven Oberfläche, unterhalb welcher die
aufsteigenden Blasen vorübergehend angesammelt werden.
Die genannten Blasen steigen dann weiter auf, sobald sie aus
der mit Gas gefüllten Membrane austreten. Auf diese Weise
gehen die kleinen Blasen, welche nach oben steigen,
zusammen, um andere, grössere Blasen zu bilden, die in der Lage
sind, starke Strömungen zu bilden, welche kontinuierlich den
schwimmenden Trester aufmischen und auf diese Weise fähig
sind, die Verfestigung der Schicht zu verhindern oder
wenigstens grösstmöglich zu begrenzen. Somit sind
mechanische Vorrichtungen, dazu bestimmt, auf die Schicht
einzuwirken, nicht länger erforderlich, da letztere sich nicht mehr
bildet, oder wenn sie sich bildet, sich nicht verfestigt.
Sobald die Gärung beendet ist, kann der Trester durch
einfaches Betätigen der unteren Klappe aus dem Bottich entfernt
werden, welche auch zum Entfernen des Bodensatzes benutzt
wird, oder er kann durch eine Leitung abfliessen, die in der
Nähe der Membrane angeordnet ist.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung gehen deutlicher aus der nachstehenden detaillierten
Beschreibung einer vorgezogenen Ausführung hervor,
welche rein als ein nicht begrenzendes Beispiel in den
beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, von denen
- Abb. 1 eine schematische Ansicht von einem Fermenter
nach der vorliegenden Erfindung zeigt;
- Abb. 2 zeigt eine Konstruktionsvariante der Membrane
wie in der Abb. 1;
- Abb. 3 zeigt eine weitere Variante der Membrane wie in
der Abb. 1;
- Abb. 4 zeigt eine vereinfachte Plandarstellung der
Membrane wie in der Abb. 1;
- Abb. 5 und 6 zeigen eine vereinfachte Plandarstellung von
zwei verschiedenen Ausführungen der Membranen aus
Abb. 2;
- Abb. 7 zeigt eine dritte Konstruktionsvariante der
Membrane.
Unter besonderer Bezugnahme auf die beiliegende
Abb. 1, ist mit 1 in seiner Gesamtheit ein Fermenter
bezeichnet.
Der Fermenter 1 enthält insbesondere einen Bottich 2 mit
einem Boden 8, enthaltend eine zu gärende Lösung 3, die in
dem hier gezeigten Beispiel aus Wein, Most, Trester und
einigen chemischen Zusätzen wie Hefe oder dergleichen
besteht. Der Bottich 2 hat ausserdem eine Öffnung 4 zum
Einfüllen der zu gärenden Lösung 3, nämlich der gepressten
Trauben, und eine Öffnung 5 zur Entnahme der gegärten
Lösung 6, nämlich des Weines. Natürlich kann das Einfüllen
der gepressten Trauben auch direkt durch eine obere Öffnung
33 des Bottichs 2 erfolgen.
Der Bottich 2 hat vorzugsweise einen umgekehrten,
stumpfkegelförmigen Boden, um nach Beendigung der Gärung das
Abziehen der festen Rückstände, nämlich der Bodensätze,
des Tresters 10 und der Traubenstiele 34 zu erleichtern. Im
Bereich dieses Bodens 8 ist eine Ablassklappe 25
angeordnet, mit Hilfe welcher es möglich ist, Zugang zu dem Boden
8 nicht nur zum Entfernen der Bodensätze 30 und des Tresters
10 zu haben, sondern auch, falls notwendig, den Zugang
zum Inneren des Bottichs 2 zu Wartungs- und
Reinigungsarbeiten zu erleichtern.
Der Bottich 2 enthält im Inneren eine Vorrichtung zum
Ansammeln des Gärgases oder Membrane 7, welche sich von
den Wänden 35 zum Inneren des Bottichs 2 hin erstreckt, und
welche fest an den Innenwänden 35 des Bottichs 2
angebracht ist. Diese Membrane 7 ist so ausgebildet, dass sie
zwischen den Wänden 35 des Bottichs 2 und dem unteren Teil
der Membrane 7 eine konkave Oberfläche bildet, die in der
Lage ist, die durch die Gärung gebildeten kleinen Gasblasen
einzuschliessen.
Die in dem Beispiel in Abb. 1 gezeigte betreffende
Oberfläche besteht aus einer umgekehrten,
stumpfkegelförmigen Fläche 14, deren äusserer Rand 26 fest an der inneren
Oberfläche des kreisförmigen Bottichs 2 angebracht ist.
Wenn natürlich jemand wünscht, die Membrane an Bottichen
mit nicht kreisförmigen Querschnitt anzubringen, sondern
beispielsweise mit einem viereckigen, so muss die
Membrane eine zu diesem Zweck geeignete Fläche haben, nämlich
eine Fläche in Form eines Pyramidenstumpfes.
Eine Öffnung 20, die nicht von der Membrane 7 abgedeckt
ist, bleibt daher in dem mittleren Bereich des Bottichs 2
offen. Durch diese Öffnung können die kleinen Gasblasen 11
nach oben steigen, ohne durch die Membrane zum Ansammeln
des Gases 7 abgefangen zu werden.
Die kleinen Blasen 11, welche entlang dem umlaufenden
Bereich des Bottichs 2 aufsteigen, werden durch eine Kammer
27 abgefangen, die zum Boden hin offen ist und durch die
zwischen den Seitenwänden des Bottichs 2 vorgesehene
konkave Oberfläche und der unteren Oberfläche der Membrane 7
gebildet wird. Die kleinen Blasen 11, welche sich in der
Kammer 27 ansammeln, füllen allmählich das leere
Volumen, bis sie eine oder mehrere grosse Blasen 36 bilden,
welche anschliessend eine nach der anderen als grosse Blasen
12, erzeugt durch die Blasen 36, freigegeben werden, die
nach dem Überwinden des freien Volumens der Kammer 27
über deren Innenränder hinaus und in den Bereich der
Öffnung 20 strömen.
Auf diese Weise bilden die kleinen Blasen 11 während ihres
Aufsteigens an die Oberfläche grösser bemessene Blasen 12,
welche in der Lage sind, kontinuierlich eine Schicht 10 zu
bewegen, die aus dem in dem Bottich 2 enthaltenen Trester
gebildet wird. Die Schicht 10 ist daher ständig von unten her
belüftet (durch die Kohlensäure der Blasen 12), und ihr
unterer Teil im Kontakt mit der Oberfläche des Weinmostes 6
wird aufgemischt und erneut in den Weinmost 6 gegeben,
was die Freigabe von Substanzen begünstigt, einschliesslich
der Farbsubstanzen, die in der Schicht 10 enthalten sind. Von
der Freigabe ist die gesamte Oberfläche der Schicht 10 betroffen,
da das kontinuierliche Mischen derselben letztere
daran hindert, sich zu verfestigen.
Da die Schicht 10 normalerweise nicht den verfestigten
Zustand erreicht, kann das Entfernen derselben, sobald die
Gärung beendet ist, durch die einfache Betätigung der
Ablassklappe 25 erfolgen, ähnlich wie bei dem für die Bodensätze
30 und die Traubenstiele 34 auszuführenden Arbeitsgang.
Dank der Wirkung der grossen Blasen 12 während deren
Aufsteigen in dem Weinmost 6 wird auch das Aufmischen
der gärenden Flüssigkeit 3 gefördert.
Um von aussen her auf die Gärung einwirken zu können, ist
es möglich, die Kammer 27 mit Hilfe von Leitungen 28 oder
ähnlichem mit dem Teil des Bottichs 2 zu verbinden, der sich
oberhalb der Membrane 7 befindet. Diese Leitungen, die mit
steuerbaren Absperrsystemen 29 versehen sind, können nicht
nur zum schnellen Ablassen des in der Kammer 27
enthaltenen Gases benutzt werden, sondern auch zum Zuführen von
anderem Gas von aussen, zum Beispiel von Luft, um das
Gären zu fördern. Da der Bereich der Schicht 10, der oberhalb
der Membrane angeordnet ist, nur leicht von der
Aufmischwirkung durch die grossen Blasen 12 betroffen sein könnte,
kann man durch die Möglichkeit der Freigabe innerhalb
dieser Bereiche eines Teiles oder des gesamten Inhaltes der
Kammer 27 ausserdem auch in diesen Bereichen eine
optimale Aufmischwirkung erhalten.
Durch das Verbinden der Kammer 27 mit dem Teil des
Bottichs 2, der sich oberhalb der Membrane 7 befindet, wird das
Aufmischen verstärkt dank der Expansionswirkung der
Gasblasen, welche sich ausdehnen, da der Druck P&sub2; in dem Teil
des Bottichs oberhalb der Membrane niedriger ist als der
Druck P&sub1;, der in der Kammer 27 vorhanden ist.
Mit Hilfe der Leitungen 28 oder einfachen Hähnen 16 ist es
ebenfalls möglich, zwei oder mehrere Fermenter miteinander
zu verbinden, um beispielsweise mit dem in einem derselben
erzeugten Überschuss an Gas andere Fermenter zu speisen.
Dieser Vorgang hat den grossen Vorteil, dass keine Luft in
die Bottiche eingeführt wird, um die Schicht zu bewegen;
tatsächlich beeinflusst die Luft nicht nur das Bilden der
Schicht, sondern auch die Oxidation des Mostes.
Abb. 2 zeigt eine Konstruktionsvariante der Membrane
7. Nach der genannten Variante sind zwei Membranen 7 und
7' kaskadenartig auf solche Weise angeordnet, dass die durch
die untere Membrane 7 erzeugten grösser bemessenen Blasen
12 die darüber angeordnete Membrane 7' speisen. Auf diese
Weise ist es möglich, die Wirkung der Erzeugung der Blasen
im Inneren grosser Bottiche 2 zu verbessern.
Die an dem Fermenter wie in Abb. 2 angebrachten
Membranen sind deutlich in den Abb. 5 und 6
sichtbar. Sie bestehen im wesentlichen aus Membranen in Form
eines Halbkreises oder Halbmondes.
Die Abb. 3 zeigt schliesslich eine weitere
Konstruktionsvariante der Membrane 7. Sie enthält einen
stumpfkegelförmigen umlaufenden Bereich 21, in der Mitte begrenzt
durch ein zylindrisches Element 22. Eine kontrollierbare
ringförmige Öffnung 23, enthaltend einen aufblasbaren
Ringwulst 24; ist zwischen den beiden Flächen vorgesehen.
Durch Verändern des Aufblasdruckes des Ringwulstes 24 ist
es möglich, die Weite der Öffnung 23 auf eine
ausgesprochen einfache und wirtschaftliche Weise zu regulieren.
Die Abb. 3 zeigt ebenfalls Ablassmittel 37, die es dem
Wein 6 und dem Trester erlauben, mit Hilfe der Schwerkraft
abzufliessen, sobald die Gärung beendet ist. Diese
Konfiguration erlaubt das Abziehen des Tresters ohne die Hilfe von
Pumpen, Schnecken und ähnlichem, um den Trester bis zu
den Auslaugpressen (hier nicht gezeigt) zu leiten. Die
Hilfspumpen haben, ausser dass sie die Anschaffungs- und
Betriebskosten erhöhen, noch den schwerwiegenden Nachteil
des weiteren Zerkleinerns des Tresters mit Folgen, die sich
negativ auf die Qualität des Weines auswirken. Tatsächlich
ist bekannt, dass jeder an dem Produkt ausgeführte
mechanische Vorgang eine Minderung der Qualität des erhaltenes
Weines bewirkt.
Die Möglichkeit des Abziehens des Tresters nicht vom
Boden des Bottichs, wie es normalerweise erfolgt, sondern von
einer mittleren Höhe, die ausreichend ist, um diesen direkt in
die Auslaufpressen abfliessen zu lassen, ist daher ausgesprochen
vorteilhaft, sei es in Bezug auf die Kosten wie auch in
Bezug auf die Qualität des Weines, die erreicht werden kann.
Der ideale Punkt zum Positionieren des Eintrittsendes der
Ablassmittel 37 befindet sich im Bereich der Öffnung 20, da
auf dieser Höhe durch die ständige Aufmischwirkung,
hervorgerufen durch die grossen, aufsteigenden Blasen 12, der
Trester, obwohl auf dem Wein schwimmend, kontinuierlich
aufgemischt und daher durch die aufsteigende Flüssigkeit
flüssig gehalten wird. Das Ablassen des Tresters ist somit
gesichert und erleichtert durch die Fliessfähigkeit, welche
beibehalten werden kann, und welche im Bereich der Öffnung
20 am stärksten ist.
Als Alternative ist es möglich, eine gross bemessene
Ablassöffnung vorzusehen, und zwar direkt in den Seitenwänden
des Bottichs auf der Höhe der Membrane oder leicht
oberhalb dieser. Diese Lösung hat den konstruktionsmässigen
Vorteil, dass die Installation eines Rohres im Inneren des
Bottichs nicht erforderlich ist.
Im Falle der Membranen wie in der Abb. 2 sollte die
Öffnung vorteilhafterweise an der gegenüberliegenden Seite
von jener angeordnet sein, an welcher die Membrane 7
befestigt ist, so dass die Wirkung des in der Kammer 27
enthaltenen Gases in der Lage ist, die Schicht in die Richtung der
Ablassöffnung zu schieben, wodurch der Abzugsvorgang
noch weiter erleichtert würde.
Natürlich ist es möglich, auch an der Öffnung 20 der
Ausführung nach Abb. 1 eine geeignete Vorrichtung
anzubringen, welche in der Lage ist, die Weite der Öffnung 20 je nach
Bedarf zu verändern. Diese Vorrichtung könnte, wie in dem
Beispiel in Abb. 1, eine Ausdehnung der
stumpfkegelförmigen Fläche in Richtung ihrer imaginären Spitze sein,
wodurch das Volumen des in der Kammer 27 angesammelten
Gases vergrössert wird, oder sie könnte einfach nur den
Querschnitt der Öffnung verändern, ohne eine Zunahme des
Volumens der Kammer 27. Es würde sich daher in diesem
zweiten Falle um eine Vorrichtung handeln, welche sich
horizontal oder, nach oben erstreckt und zu dem Ergebnis führt,
dass es zusätzlich zur Veränderung der Grösse des
Einwirkungsbereiches der grossen Blasen 12 auf die Schicht 10
auch möglich wäre, die Erzeugung der grossen Blasen 12 so
zu verändern, dass man während des Betriebes die Grösse
derselben beeinflussen könnte.
Die Abb. 7 zeigt eine weitere Konstruktionsvariante,
welche eine umgekehrte, stumpfkegelförmige Membrane
enthält, ähnlich der Membrane in Abb. 1, und welche
am Boden in einem Rohr mit einer im wesentlichen
vertikalen Achse 40 ausläuft und so eine Membrane in Form eines
Trichters bildet, die es erlaubt, eine beachtliche Menge an
Gas einzuschliessen. Auch in diesem Falle ist es möglich, die
vorzugsweise nach unten geneigten Ablassmittel
anzubringen, um das Abfliessen des Mostes 6 zu erlauben.
Die gezeigte Lösung erlaubt es daher, das Bilden einer festen
Schicht zu vermeiden oder wenigstens zu begrenzen, und
erlaubt es auch, die Schicht mit dem gärenden Weinmost
kontinuierlich aufzumischen und den Trester ohne die Hilfe von
Pumpen oder ähnlichem abzuziehen. Die letztere Eigenschaft
ist ausgesprochen wichtig und einer Bemerkung würdig, weil
sie es ermöglicht, auch die Kosten für die mit dem Fermenter
zusammenhängenden Anlagen zu begrenzen.
Nach der vorliegenden Erfindung ist es somit möglich,
Fermenter vorzusehen, die eine einfache jedoch wirkungsvolle
Auslegung laben, und welche zusätzlich zu der
ausgesprochenen Wirtschaftlichkeit, wenn sie mit anderen Fermentern
des bekannten Typs verglichen werden, keine komplizierte
oder teuere Wartung erfordern. Die Erfindung erreicht somit
die gewünschten Zwecke. Es ist möglich, den Fermenter
nach der vorliegenden Erfindung nicht nur zur Herstellung
von Wein zu verwenden, sondern auch zum Umwandeln von
anderen gärfähigen Substanzen, wie beispielsweise Äpfel.