PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10017343C2 14.08.2003
Titel Antriebsvorrichtung und Verfahren zum Erzeugen von Stoßwellen
Anmelder Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., 51147 Köln, DE
Erfinder Schall, Wolfgang, 71111 Waldenbuch, DE;
Zeyfang, Eberhard, Dr., 73262 Reichenbach, DE;
Riede, Wolfgang, 75417 Mühlacker, DE;
Mayerhofer, Wilhelm, 70839 Gerlingen, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWÄLTE, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 07.04.2000
DE-Aktenzeichen 10017343
Offenlegungstag 18.10.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.08.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.2003
IPC-Hauptklasse F03H 1/00
IPC-Nebenklasse H05H 1/46   B64G 1/40   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung insbesondere für ein Raumfahrzeug, umfassend eine Plasmakammer, in der in einem Treibmittel ein Plasma erzeugbar ist, und eine Fokussierungseinrichtung zum Fokussieren eines elektromagnetischen Strahlungsfeldes in einen Fokusbereich in der Plasmakammer, um das Plasma zu erzeugen.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Erzeugen von Stoßwellen, insbesondere zum Antreiben eines Raumfahrzeugs, mittels Erzeugung eines Plasmas in einem Treibmittel, bei welchem ein elektromagnetisches Strahlungsfeld in einen Fokusbereich einer Plasmakammer zur Plasmaerzeugung in dem Treibmittel fokussiert wird.

Beispielsweise in der US 3 825 211 wurde vorgeschlagen, ein Raumfahrzeug mittels eines Laserstrahls anzutreiben, wobei der Laser auf dem Erdboden oder in einem Satelliten installiert ist. Das Raumfahrzeug weist dazu einen parabolischen zylindrischen Reflektor auf, und ein Treibmittel wird einer Fokalachse dieses Reflektors zugeführt.

Ähnliche Vorrichtungen sind auch in den US 3 818 700, US 4 426 843 und US 5 152 135 beschrieben.

Der Artikel "Propulsion by Absorption of Laser Radiation" von A. N. Pirri, M. J. Monsler und P. E. Nebolsine in AIAA Journal, Vol. 12, No. 9 (1974), Seiten 1254 bis 1261 beschreibt Ergebnisse von experimentellen Untersuchungen bezüglich der Physik von Antriebssystemen, welche auf dem Prinzip der Strahlungsabsorption beruhen, wobei die Strahlungsquelle ein entfernt angeordneter Laser ist.

Ein Stab aus einem Festkörper-Treibmittel ist an dem Fokus angeordnet. Dadurch strömt verdampfendes Treibmittel durch ein Gebiet hoher Laserintensität und wird dadurch auf hohe Temperaturen aufgeheizt.

JP 63-280872 A und JP 5-79451 A beschreiben ebenfalls Plasmaantriebsvorrichtungen, bei denen ein Plasma mittels eines Laserstrahls erzeugt wird.

Der Laserstrahl erzeugt in dem Treibmittel ein Plasma, welches sich ausdehnt und damit wiederum das Treibmittel beschleunigt. Durch eine geeignete Einrichtung, beispielsweise durch eine Düsenanordnung, wird dann dies in Vortriebsenergie zum Antriebs des Raumfahrzeugs umgesetzt.

Durch die Entwicklung von gepulsten Hochleistungslasern ist aufgrund der hohen räumlichen Kohärenz von Laserstrahlung eine Übertragung der Strahlungsenergie in die Plasmakammer über Entfernungen in der Größenordnung von 100 bis 1000 km möglich.

Da ein lasergestützter Antrieb seine Energieerzeugungseinrichtung nicht mitführen muß, sondern sich auch in größerer Entfernung von dem Antrieb installieren läßt, läßt sich die Startmasse eines mit einem solchen Antrieb versehenen Raumfahrzeugs gering halten. Zudem lassen sich mit Laserantrieben höhere spezifische Impulse erzeugen als mit konventionellen auf chemischer Verbrennung beruhenden Antrieben.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung und ein Verfahren zum Erzeugen von Stoßwellen zu schaffen, welche bzw. welches einen hohen Wirkungsgrad aufweist und welche bzw. welches steuerbar ist.

Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Antriebsvorrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in der Plasmakammer eine Plasmazündeinrichtung angeordnet ist, durch die ein die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material (Zündmedium) in den Fokusbereich bringbar ist.

Durch die erfindungsgemäße Lösung läßt sich in dem Fokusbereich an einem vordefinierten Ort, nämlich im wesentlichen dort, wo das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material positioniert bzw. eingebracht wird, ein Plasma erzeugen, das wiederum zur Erzeugung einer Druckwelle führt. Die Plasmazündung erfolgt dadurch kontrolliert und insbesondere in einem punktförmigen Raumbereich, d. h. es ist eine hohe Reproduzierbarkeit bezüglich des Zündzeitpunkts und des Zündorts gewährleistet.

Da das elektromagnetische Strahlungsfeld und insbesondere Laserstrahlung durch ein Plasma besser absorbiert wird als durch ein neutrales Treibmittel, wird durch die definierte Plasmaerzeugung auch der Vortriebswirkungsgrad erhöht; die Energieeinkopplung des elektromagnetischen Strahlungsfeldes in die Antriebsvorrichtung ist erfindungsgemäß stark verbessert. Insbesondere muß es erfindungsgemäß auch nicht vorgesehen werden, ein zusätzliches Absorbermedium der Plasmakammer zuzuführen, wie es beispielsweise in der US 3 818 700 oder der US 4 036 012 vorgeschlagen ist.

Dadurch, daß durch das Einbringen des die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Materials in den Fokusbereich das Plasma und folglich Plasmapulse an einem vordefinierten Ort in der Plasmakammer erzeugt werden, ergibt sich auch die Möglichkeit, den Schubvektor der Antriebsvorrichtung zu steuern, indem dieser vordefinierte Ort der Plasmaerzeugung in dem Fokusbereich steuerbar ist. Dies läßt sich auf einfache Weise dadurch erreichen, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzende Material gesteuert in dem Fokusbereich positioniert wird. Es läßt sich dadurch ein mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung versehenes Raumfahrzeug auch lagesteuern.

Aufgrund der Steuerbarkeit des Ortes der Plasmaentstehung wird es auch ermöglicht, das elektromagnetische Strahlungsfeld in einem schrägen Einfallswinkel zu einer Achse der Plasmakammer und damit schräg zur Achse eines Raumfahrzeugs einzukoppeln, da entsprechend durch Steuerung des vordefinierten Ortes der Plasmaerzeugung der Schubvektor der Antriebsvorrichtung entsprechend verkippbar ist. Es ist dann nicht erforderlich, daß die Fokussierungseinrichtung genau auf das einfallende elektromagnetische Strahlungsfeld ausgerichtet ist. Dadurch läßt sich unter Umständen auch die Energieeinkopplung des elektromagnetischen Strahlungsfeldes in die Plasmakammer verbessern, da das Einkopplungsfeld entsprechend führbar ist; es kann beispielsweise vorteilhaft sein, daß das Strahlungsfeld nicht durch einen Treibmittel- Ausstoßbereich der Antriebsvorrichtung geführt wird, um Energieverluste durch Absorption zu vermeiden.

Durch den Einsatz des die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Materials werden Fehlzündungen weitgehend vermieden. Solche Fehlzündungen setzen insbesondere an einer Plasmakammerwand an und führen zu einer Degradation bzw. zum Materialabtrag an dieser Struktur. Durch den Einsatz eines Zündmediums werden weiterhin Schwankungen des Schubvektors der Antriebsvorrichtung in Betrag und Richtung, welche ohne ein solches Zündmedium zu beobachten sind, stark verringert.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material ein Metall ist. Insbesondere ist dabei das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material Kupfer. Es wurde beispielsweise nachgewiesen, daß die Durchbruchsschwelle in Luft um ca. drei Größenordnungen höher liegt als der entsprechende Wert für Kupferdampf über einer Kupferoberfläche in Luft. Bei einem CO2-Laser mit Wellenlänge 10,6 µm bei einer Pulsdauer von 10 µs liegt die Durchbruchsschwelle in Luft bei 15 kJ/cm2 und bei 10 J/cm2 bei Kupferdampf. Siehe dazu auch H. M. Musal, "Pulsed Laser Initiation of Surface Plasma on Metal Mirrors", Bennett, H. E., Glass, A. J., A. H. Guenther, Eds., Damage in Laser Materials: 1980, Nat. Bur. Stand. (U.S.) Spec. Publ. 620 (1981), Seite 227.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn die Plasmazündeinrichtung so beweglich in der Plasmakammer angeordnet ist, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material innerhalb des Fokusbereiches positionierbar ist. Dadurch läßt sich ein Plasmapuls an einem reproduzierbaren vordefinierten Ort gesteuert innerhalb der Plasmakammer erzeugen, um so eine Schubvektorsteuerung der Antriebsvorrichtung zu ermöglichen. Durch eine solche Schubvektorsteuerung läßt sich ein Drehimpuls erzeugen, um dadurch eine Lageänderung beispielsweise eines Flugkörpers herbeizuführen. Für die entsprechende Drehimpulsänderung des Flugkörpers ist maßgebend, wie der resultierende Schubvektor bezüglich des Schwerpunktes des Flugkörpers liegt. Es lassen sich dann auch durch Veränderung der Massenverteilungen am Flugkörper bei unverändertem resultierendem Schubvektor Drehbewegungen des Flugkörpers um eine quer zur Flugrichtung stehende Achse erreichen. Dadurch, daß erfindungsgemäß der Schubvektor steuerbar ist, d. h. dieser insbesondere auch festgehalten werden kann, ergibt sich somit eine weitere Möglichkeit zur Lageänderung beispielsweise eines Flugkörpers.

Bei einer konstruktiv besonders vorteilhaften Ausführungsform umfaßt die Plasmavorrichtung einen Stift aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material. Dieser Stift wirkt dann als Zündstift. Er läßt sich auf einfache Weise in der Plasmakammer und insbesondere in dem Fokusbereich positionieren, um den Schubvektor der Antriebsvorrichtung zu steuern (beispielsweise zur Lageregelung eines Raumfahrzeugs). Das Stiftmaterial selber läßt sich dabei auch als Treibstoff nutzen, wenn der Stift verdampft; der Materialdampf kann dann auch als Absorber zur Verbesserung der Plasmaerzeugung dienen und außerdem direkt zur Schuberzeugung beitragen. Die Plasmaerzeugung erfolgt im wesentlichen definiert an einer Stiftoberfläche. Der Kontakt des sich ausbreitenden Plasmas mit einer Innenwand der Plasmakammer wird dadurch vermindert.

Günstigerweise ist zur Steuerung des Schubvektors und damit zur Lageregelung beispielsweise eines Raumfahrzeugs der Stift schwenkbar in der Plasmakammer angeordnet. Durch Schwenkpositionierung des Stiftes innerhalb des Fokusbereiches in der Plasmakammer läßt sich die ausgestoßene Druckwelle steuern.

Günstigerweise ist dabei der Stift in seiner Längsrichtung verschieblich in der Plasmakammer angeordnet. Es ergibt sich dann die Möglichkeit, das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material (Zündmedium) insbesondere abgestimmt auf das Abbrandverhalten des Stiftes nachzuführen, um so für eine gleichmäßige reproduzierbare Erzeugung von Plasmapulsen in der Plasmakammer zu sorgen.

Konstruktiv vorteilhaft ist es, wenn der Stift in einer Hülse gelagert ist, mittels welcher der Stift in der Plasmakammer gehalten ist. Mittels der Hülse läßt sich auf einfache Weise eine Längsverschieblichkeit des Stiftes ausbilden und über eine Schwenklagerung der Hülse läßt sich dann der Stift in der Plasmakammer schwenken.

Bei einer Variante einer Ausführungsform ist ein eine Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material in den Fokusbereich einblasbar. Die Plasmadurchbruchsschwelle wird dann an einem Einblaspunkt, in dem das Zündmedium-Fluid in den Fokusbereich gelangt, herabgesetzt. Vorteilhafterweise umfaßt dann die Plasmazündeinrichtung ein Einblaselement zum Einblasen von einem eine Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material in den Fokusbereich. Insbesondere ist es dabei vorgesehen, daß das Einblaselement schwenkbar in der Plasmakammer angeordnet ist, um auf diese Weise den Einblasort des Zündmediums in dem Fokusbereich verändern zu können.

Um den Schubvektor gezielt steuern zu können, ist bei einer Variante einer Ausführungsform dann vorgesehen, daß der Einblasdruck von einem die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material in den Fokusbereich einstellbar ist. Es läßt sich dadurch insbesondere steuern, inwieweit von einer Mündung des Einblaselements in die Plasmakammer eingeblasenes Zündmedium in den Fokusbereich eindringt.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das elektromagnetische Strahlungsfeld gepulst in die Plasmakammer eingeleitet ist. Es lassen sich dann in der Plasmakammer reproduzierbare gleichförmige Plasmapulse erzeugen, welche in Stoßwellen resultieren, die einen Vorschub zum Antrieb beispielsweise eines Raumfahrzeugs erzeugen.

Günstig ist es, wenn eine Laserpulslänge höchstens in der Größenordnung der Zeitdauer ist, welche das Plasma zum Ausbreiten von seinem Zündort bis zu einem geometrischen Fokalpunkt benötigt. Insbesondere ist es günstig, wenn die Dauer eines Laserpulses kürzer ist als die entsprechende Ausbreitungszeit. Dadurch wird gewährleistet, daß sich das Plasma an dem durch die Plasmazündeinrichtung definierten Ort zündet und sich von dort stoßwellenartig ausbreitet.

Insbesondere ist das elektromagnetische Strahlungsfeld ein Laser-Strahlungsfeld. Mittels gepulsten Hochleistungslasern läßt sich eine hohe Leistung in die Antriebsvorrichtung einleiten, wobei wegen der räumlichen Kohärenz der Laserstrahlung eine Übertragung über Entfernungen in der Größenordnung von beispielsweise 100 km bis 1000 km möglich ist. Dadurch läßt sich die Energie von einer Bodenstation auch über große Höhen in die Fokussierungsrichtung eintragen, um ein mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung versehenes Fluggerät anzutreiben.

Bei einer fertigungstechnisch günstigen Variante einer Ausführungsform ist die Plasmakammer selber als Fokussierungseinrichtung ausgebildet. Es muß dann keine zusätzliche Fokussierungseinrichtung zur Einleitung des elektromagnetischen Strahlungsfelds in die Plasmakammer und zur Fokussierung dort vorgesehen werden. Günstig ist es, wenn eine Plasmakammerwand als Reflektor ausgebildet ist. In die Plasmakammer eingeleitete Strahlung wird dann an einer Plasmakammerwand in einen Fokusbereich reflektiert, um dort ein Plasma zünden zu können.

Um eine hohe Reflektivität zu erreichen, ist dann günstigerweise eine Plasmakammerwand poliert oder verspiegelt, so daß die Plasmakammerwand möglichst wenig Strahlungsleistung absorbiert oder streut und eine möglichst große Strahlungsleistung in den Fokusbereich gelangt.

Es kann vorgesehen sein, daß eine Plasmakammer kegelförmig ausgebildet ist oder paraboloidförmig. Die Plasmakammer kann auch eine Mehrzahl von Segmenten umfassen, um die elektromagnetische Strahlung in einen Fokusbereich zu lenken. Günstig ist dabei eine paraboloidförmige Ausbildung der Plasmakammer, da ein großer Öffnungswinkel zur Einleitung der elektromagnetischen Strahlung bereitsteht und außerdem ein entsprechend großer Öffnungswinkel zur Ausführung der Druckwelle zum Antrieb der Antriebsvorrichtung. Zudem läßt sich die Strahlung im wesentlichen unabhängig von der Einfallsrichtung konzentrieren.

Günstigerweise ist dann die Plasmazündeinrichtung im Bereich eines Scheitels der Plasmakammer gehalten. Die Haltevorrichtung der Plasmazündeinrichtung liegt dadurch im wesentlichen außerhalb des Strahlengangs des elektromagnetischen Strahlungsfeldes und wird durch das Plasma und die resultierende Druckwelle am geringsten beaufschlagt.

Bei einer besonders vorteilhaften Variante einer Ausführungsform ist als Treibmittel Luft und insbesondere atmosphärische Luft eingesetzt. Das Treibmittel muß dann nicht mitgeführt werden, so daß eine Gewichtsersparnis erreicht ist und die Antriebsvorrichtung konstruktiv einfach gehalten ist. Das Treibmittel Luft eignet sich für in der Atmosphäre eingesetzte Antriebsvorrichtungen, wie beispielsweise in der Nähe der Erdoberfläche eingesetzte angetriebene Vorrichtungen oder für Flugkörper innerhalb der Atmosphäre oder auch für Raumfahrzeuge als Antriebsstufe innerhalb der Atmosphäre.

Günstig ist es dann, wenn die Plasmakammer mit Treibmittel- Zuführungsöffnungen versehen ist. Es kann sich dabei insbesondere um Schlitze handeln, welche in einem vorderen Bereich der Plasmakammer angeordnet sind, so daß das Treibmittel und insbesondere atmosphärische Luft gut in die Plasmakammer gelangen kann.

Es kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, daß als Treibmittel ein mit der Antriebsvorrichtung mitgeführtes Gas und/oder mitgeführte Flüssigkeit und/oder mitgeführter Festkörper eingesetzt ist. Werden derartige Treibmittel im Weltraum in die Plasmakammer eingeblasen, dann läßt sich durch die Plasmaerzeugung in dem Treibmittel ein entsprechender Vorschub erreichen. Im Gegensatz zu über chemische Verbrennungsvorgänge angetriebene Raketen muß aber kein zur Verbrennung notwendiger Oxidator mitgeführt werden.

Günstig ist es dabei, wenn das elektromagnetische Strahlungsfeld zur Verdampfung des Treibmittels eingesetzt ist. Es kann dazu beispielsweise ein Teil der eingekoppelten Strahlungsleistung abgezweigt werden.

Bei einer vorteilhaften Variante einer Ausführungsform ist eine Plasmakammer und/oder eine Fokussierungseinrichtung so ausgebildet, daß eine Mehrzahl von Fokusbereichen vorliegt. Beispielsweise kann eine Mehrzahl von rinnenförmigen Paraboloiden nebeneinander angeordnet sein. Dadurch läßt sich je nach Anwendung gezielt ein bestimmter Schubvektor einstellen.

Günstigerweise ist dann jedem Fokusbereich eine Plasmazündeinrichtung zugeordnet, um umfangreiche Steuermöglichkeiten für die Antriebsvorrichtung zu erhalten.

Bei einer vorteilhaften Variante sind eine Mehrzahl von Plasmazündeinrichtungen für eine Plasmakammer vorgesehen. Je nach individueller Ansteuerung der einzelnen Plasmazündeinrichtungen läßt sich dann die Druckwellenerzeugung in der Plasmakammer gezielt steuern und so je nach Anwendung ein bestimmter Schubvektor erzeugen und steuern.

Günstig ist es dann, wenn die Plasmazündeinrichtungen individuell ansteuerbar sind, beispielsweise indem Stifte aus einem Zündmedium in oder aus einem Fokusbereich bringbar sind. Dadurch kann in der Plasmakammer gezielt eine Druckwellenverteilung zur Erzeugung eines resultierenden Schubvektors bzw. zur Erzeugung einer Stoßwelle mit einer definierten Stoßwellenfront eingestellt werden.

Bei einer weiteren Variante einer Ausführungsform weist eine Plasmakammer eine oder mehrere Fokallinien auf. Beispielsweise sind dazu Reflektoren der Fokussierungseinrichtung rinnenförmig ausgebildet oder toroidal ausgebildet. Es läßt sich dann das Plasma längs einer solchen Fokallinie zünden, um so eine entsprechende Druckwelle zur Erzeugung eines Schubvektors für die Antriebsvorrichtung zu erzeugen.

Beispielsweise kann eine Fokallinie geschlossen sein, indem der entsprechende Reflektor der Fokussierungseinrichtung toroidal ausgebildet ist. Das Plasma läßt sich dann insbesondere rotationssymmetrisch zu einem Zentrum einer solchen geschlossenen Fokallinie erzeugen.

Günstig ist es, wenn eine Mehrzahl von Plasmazündeinrichtungen längs einer Fokallinie in der Plasmakammer angeordnet ist, um so insbesondere symmetrisch auf der Fokallinie das Plasma zu zünden.

Bei einer Variante einer Ausführungsform ist es vorgesehen, daß eine Plasmazündeinrichtung ein klingenförmiges Element aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Material umfaßt. An einer scharfen Kante eines solchen klingenförmigen Elements erfolgt dann die Plasmazündung bevorzugt.

Günstig ist es, wenn eine Plasmazündeinrichtung quer zu einer Fokallinie schwenkbar ist. Es läßt sich dann an der Fokallinie der Zündort entsprechend einstellen. Weiterhin ist es günstig, wenn eine Plasmazündeinrichtung bezüglich einer Fokallinie höhenverstellbar ist, um den Ort der Plasmazündung gezielt steuern zu können.

Die Erfindung betrifft ferner einen Stoßwellengenerator, bei welchem die Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30 ortsfest fixiert ist.

Ein solcher Stoßwellengenerator erzeugt Stoßwellen, die sich beispielsweise zur Materialprüfung einsetzen lassen. Erfindungsgemäß lassen sich dabei die Stoßwellen bezüglich ihrer Ausbreitungsrichtung und dem Betrag ihres Ausbreitungsvektors gezielt steuern.

Der Stoßwellengenerator weist die gleichen Vorteile auf, wie sie bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung erläutert wurden.

Die eingangs genannte Aufgabe wird ferner durch das oben beschriebene Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in den Fokusbereich ein die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material gebracht wird.

Dadurch ergeben sich die Vorteile, die bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung erläutert wurden. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung erläutert.

Günstig ist es dabei, wenn das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material als Stift im Fokusbereich positioniert wird. Dadurch ergeben sich umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten zur Steuerung der aus der Plasmakammer austretenden Druckwelle. Insbesondere ist dazu der Stift relativ zum Fokusbereich beweglich. Zur Steuerung des Austrittsvektors der Druckwelle aus der Plasmakammer, welche mittels der Plasmaerzeugung erzeugt wurde, wird vorteilhafterweise die Bewegung des Stiftes gesteuert.

Ganz besonders vorteilhaft ist es, wenn das elektromagnetische Strahlungsfeld gepulst zugeführt wird, um so gleichförmige Plasmapulse in der Plasmakammer erzeugen zu können, durch die gepulste Druckwellen erzeugbar sind.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Plasmakammer mit einer erfindungsgemäßen Plasmazündeinrichtung;

Fig. 2 eine Detailansicht der Plasmazündeinrichtung gemäß Fig. 1;

Fig. 3 den Verlauf der Plasmadurchbruchsschwelle in Luft im Vergleich zu der Durchbruchsschwelle bei Kupferdampf über einer Kupferoberfläche in Luft, wobei Laserlicht eines gepulsten CO2-Lasers mit einer Wellenlänge von 10,6 µm zugeführt wird; die Ordinate ist die Laserpulsfluenz F und die Abszisse die Pulsdauer Tp;

Fig. 4 mittels Raytracing berechneter Verlauf von Druckwellenfronten in der Plasmakammer gemäß Fig. 1, wobei die Plasmazündeinrichtung kollinear zu einer Plasmakammerachse ausgerichtet ist;

Fig. 5 den berechneten Druckwellenverlauf bei einer gegenüber der Plasmakammerachse geneigten Zündungseinrichtung;

Fig. 6 die Schubvektordichteverteilung in einer Austrittsebene der Plasmakammer bei einer Positionierung der Plasmazündeinrichtung gemäß Fig. 5;

Fig. 7 ein Diagramm der Phase von Stoßwellenfronten bei einer parabolisch geformten Plasmakammer über dem Austrittsort aus der Plasmakammer an einer Austrittsebene;

Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Plasmakammer mit einer Mehrzahl von Fokusbereichen und

Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Plasmakammer.

Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung umfaßt, wie in Fig. 1 gezeigt, eine Plasmakammer 10 mit einer Plasmakammerwand 12 und einem Kammerraum 14. Die Plasmakammer 10 ist mit einem anzutreibenden Körper, beispielsweise einem Raumfahrzeug, verbunden (in der Zeichnung nicht gezeigt).

Die Plasmakammer 10 ist rotationssymmetrisch um eine Achse 16 ausgebildet. Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weist sie die Form eines Rotations-Paraboloids auf. Die Plasmakammer 10 ist als Reflektor ausgebildet, indem eine Plasmakammerinnenwand poliert ist oder verspiegelt, so daß in den Kammerraum 14 eintretende elektromagnetische Strahlung 18 in einen Fokusbereich 20 reflektiert wird. Ein elektromagnetisches Strahlungsfeld tritt dabei über eine Eintrittsöffnung 22 in den Kammerraum 14 ein. Durch die paraboloide Ausgestaltung der Plasmakammer 10 wird elektromagnetische Strahlung in den Fokusbereich 20 reflektiert.

Die Plasmakammer 10 weist dabei einen geometrischen Fokalpunkt 21 auf, um den der Fokusbereich 20 liegt. Der Fokusbereich 20 ist dadurch der Raumbereich um den Fokalpunkt 21, der eine genügend hohe Energiedichte zur Zündung eines Plasmas aufweist.

Die Plasmakammer 10 ist damit gleichzeitig als Fokussierungseinrichtung 24 für das elektromagnetische Strahlungsfeld zur Fokussierung dessen Energie in den Fokusbereich 20 ausgebildet.

Am oder im Bereich des Scheitels 25 der Plasmakammer 10 ist eine als Ganzes mit 26 bezeichnete Plasmazündeinrichtung gehalten (Fig. 2). Durch diese ist ein die Plasmadurchbruchsschwelle in einem Treibmittel, welches in den Kammerraum 14 eingeführt wird, herabsetzendes Material (Zündmedium) in den Fokusbereich 20 bringbar.

Bei einer Variante einer Ausführungsform, welche in Fig. 2 gezeigt ist, umfaßt die Plasmazündeinrichtung 26 eine Hülse 28, welche in dem Kammerraum 14 quer zur Achse 16 schwenkbar angeordnet ist. Dazu ist bei der gezeigten Variante einer Ausführungsform die Hülse 28 außerhalb der Plasmakammer 10 kardanisch gelagert mit einer Welle 30, welche im wesentlichen senkrecht zu der Achse 16 ausgerichtet ist und über einen Antrieb 32 drehbar ist, um so die Hülse 28, welche über ein Verbindungselement 34 mit der Welle verbunden ist, zu verschwenken. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Hülse 28 durch die Welle 30 in einer Ebene senkrecht zur Zeichenebene verschwenkbar.

Die Welle 30 mit dem Antrieb 32 wiederum ist als Ganzes über eine Welle 36 quer dazu drehbar, wobei diese Drehung durch einen Antrieb 38 antreibbar ist. Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Drehachse der Welle 36 senkrecht zur Zeichenebene, so daß sich die Hülse 28 in der Zeichenebene verschwenken läßt.

Die Antriebe 32 und 38 sind dabei so ausgebildet, daß sich die Hülse 28 in einer definierten Schwenkposition relativ zu der Achse 16 festhalten läßt.

Um die Verschwenkung der Hülse 28 in dem Kammerraum 14 zu ermöglichen, ist an dem Scheitel 25 die Plasmakammerwand 12 mit einer Öffnung 40 versehen, durch die das Verbindungselement 34 geführt ist, um die Hülse 28 mit der Welle 30 zu verbinden. Über eine flexible Dichtung 42, beispielsweise über einen Faltenbalg, ist der Kammerraum 14 an der Öffnung 40 abgedichtet, wobei die Dichtung 42 die Schwenkbarkeit der Hülse 28 erlaubt.

Die Hülse 28 und die Dichtung 42 sind dabei aus einem Material gefertigt, welches temperaturfest bezüglich den in dem Kammerraum 14 erreichten Temperaturen ist. Außerdem weist das entsprechende Material eine hohe Plasmadurchbruchsschwelle auf, um das gezielte Zünden eines Plasmas durch die Plasmazündeinrichtung 26 nicht zu beeinflussen.

In der Hülse 28 ist ein Stift 44 aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Material verschieblich geführt. Der Stift ist beispielsweise aus einem Metall gefertigt und insbesondere aus Kupfer. Der Stift 44 sitzt auf einem Schiebeboden 46 und ist insbesondere an diesem fixiert. Der Schiebeboden 46 ist in der Hülse 28 längs einer Hülsenachse verschieblich geführt, so daß eine Eintauchtiefe des Stiftes 44 in den Fokalbereich 20 veränderbar ist.

Zur Verschiebungsführung des Schiebebodens 46 weist die Hülse 28 beispielsweise an einer Innenwand eine Zahnleiste auf und der Schiebeboden ist mit einem angetriebenen Zahnrad 48 versehen.

Durch den Stift 44 in dem Fokusbereich 20 wird die Plasmadurchbruchsschwelle herabgesetzt. Es erfolgt dann die Plasmazündung an einem definierten Ort, nämlich im wesentlichen an der Oberfläche an einem vorderen Ende 50 des Stiftes 44.

In Fig. 3 ist die Durchbruchsschwelle 52 für Luft bei einem Druck von 1 Atmosphäre im Vergleich zu der Durchbruchsschwelle 54 für Kupferdampf über einer Kupferoberfläche in Luft in einem Diagramm der Fluenz F über der Pulsdauer Tp gezeigt. Es handelt sich dabei um CO2-Laserpulse bei einer Laserwellenlänge von 10,6 µm. Bei einer Pulsdauer von Tp von 10 µs ist die Durchbruchsschwelle in Luft 15 kJ/cm2 und bei Kupferdampf über einer Kupferoberfläche 10 J/cm2, d. h. durch einen Stift 44 aus Kupfer wird die Durchbruchsschwelle um drei Größenordnungen herabgesetzt.

Bei einer Variante einer Ausführungsform ist es vorgesehen, daß das Zündmedium in den Fokusbereich 20 eingeblasen wird, beispielsweise in Pulverform oder als Gas. Dazu ist die Hülse 28 als Einblaselement ausgebildet, durch die das Zündmedium in die Plasmakammer 10 einblasbar ist (in der Zeichnung nicht gezeigt). Insbesondere ist dabei der Einblasdruck steuerbar, um auf diese Weise den Zündort, an dem die Plasmazündung einsetzt, steuern zu können.

Günstigerweise weist der Stift 44, welcher als Zündstift für das Plasma wirkt, eine geringe Reflektivität für elektromagnetische Strahlung 18 auf, so daß durch den Stift 44 nicht zu einem wesentlichen Anteil Strahlung aus dem Fokusbereich 20 herausreflektiert wird.

Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung funktioniert wie folgt:

Elektromagnetische Strahlung 18 wird in die Plasmakammer 10 eingekoppelt, beispielsweise über einen gepulsten bodenstationären Hochleistungslaser. Aufgrund ihrer Ausbildung als Fokussierungseinrichtung 24 wird diese Strahlung 18 in der Plasmakammer 10 in den Fokusbereich 20 fokussiert, so daß dort eine hohe Energiedichte vorliegt. Der Stift 44 ragt in diesen Fokusbereich 20 bzw. über das Einblaselement wird ein Zündmediumfluid in den Fokusbereich 20 eingeblasen. Es erfolgt dadurch eine Plasmazündung auf reproduzierbare Weise, d. h. an einem vordefinierten Ort und zu einem definierten Zeitpunkt. Der vordefinierte Ort ist dabei im wesentlichen durch das obere Ende 50 des Stiftes 44 gegeben bzw. durch eine Einblasmündung des Einblaselements.

In der Plasmakammer 10 befindet sich ein Treibmittel, das dieser zugeführt wurde. Es kann sich dabei beispielsweise um atmosphärische Luft handeln. Es kann auch zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, daß mit der Antriebsvorrichtung beispielsweise in einem Raumfahrzeug zusätzlich ein Treibmittel mitgeführt ist, wie ein Gas und/oder eine Flüssigkeit und/oder ein Festkörper. Die Flüssigkeit und/oder der Festkörper wird dabei dann erhitzt, so daß ein dampfförmiges Treibmittel entsteht. Insbesondere wird zur Erhitzung des flüssigen oder festen Treibmittels das elektromagnetische Strahlungsfeld 18 eingesetzt, indem beispielsweise ein entsprechendes Teilstrahlungsfeld zur Beaufschlagung des flüssigen oder festen Treibmittels abgezweigt wird. Das dampfförmige Treibmittel wird dann der Plasmakammer 10 zugeführt (in der Zeichnung nicht gezeigt).

Nach der Plasmazündung an der Oberfläche des Endes 50 des Stiftes 44 bzw. an einer Mündung des Einblaselements breitet sich das Plasma thermisch und über freigesetzte Elektronen auf das umgebende Treibmittel aus. Ist dabei eine kritische Elektronendichte überschritten, die in der Größenordnung von 1018 cm-3 liegt, dann wird die elektromagnetische Strahlung 18 im wesentlichen vollständig im Plasma in der Plasmakammer 10 absorbiert.

Das Plasma dehnt sich explosionsartig aus und beschleunigt das Treibmittel in der Plasmakammer 10. Das Treibmittel entweicht dann in einer Überschallströmung über eine Austrittsebene 56 der Plasmakammer 10 und wird beispielsweise einer Düsenanordnung zugeleitet (in der Zeichnung nicht gezeigt). Die im Treibmittel erzeugte Druckwelle (Stoßwelle) bewirkt einen Schub, so daß über die Antriebsvorrichtung einem Körper, welcher mit dieser verbunden ist, ein Impuls erteilt wird. Dies bewirkt dann den Vorantrieb des Körpers.

Durch die Pulsung der eingekoppelten Strahlungsleistung entsteht dann eine gepulste Druckwelle und damit ein gepulster Schubvektor. Es muß dafür gesorgt werden, daß in die Plasmakammer 10 Treibmittel nachgeführt wird. Ist das Treibmittel atmosphärische Luft, welche in den Kammerraum 14 eindringen kann, dann füllt dieser sich automatisch mit dem Treibmittel. Insbesondere ist dazu dann die Plasmakammer 10 mit Luftzuführungsöffnungen wie beispielsweise Schlitzen versehen, so daß Luft als Treibmittel in den Kammerraum 14 gelangen kann (in der Zeichnung nicht gezeigt). Bevorzugt sitzen solche Öffnungen an einer dem Scheitel 25 abgewandten Vorderseite.

Die Pulslänge der eingekoppelten Strahlungsleistung ist so eingestellt, daß sie kürzer ist als die Laufdauer einer Stoßwelle von dem Plasmazündort, welcher durch die Plasmazündeinrichtung (26) vorgegeben ist, zu dem geometrischen Fokalpunkt 21.

Ist die Antriebsvorrichtung ortsfest gehalten, dann wirkt die Plasmakammer 10 als Stoßwellengenerator, mit dem sich gezielt Stoßwellen erzeugen lassen, wobei aus der Austrittsebene 56 eine Stoßwelle austritt.

Dadurch, daß die Hülse 28 schwenkbar in der Plasmakammer 10 angeordnet ist, so daß der Stift 44 bzw. das Einblaselement schwenkbar ist, läßt sich der vordefinierte Ort der Plasmazündung in dem Fokusbereich 20 einstellen. Dadurch wiederum läßt sich die Druckwelle, welche aus der Austrittsebene 56 austritt, steuern und damit wiederum ein resultierender Schubvektor, um so insbesondere eine Lagesteuerung der Antriebsvorrichtung und damit eines Körpers, welcher mit der Antriebsvorrichtung verbunden ist, zu erreichen. Entsprechend läßt sich bei einem Einsatz als Stoßwellengenerator die auftretende Stoßwelle steuern.

In Fig. 4 ist eine Plasmakammer 58 gezeigt, welche aus aufeinanderfolgenden kegelstumpfförmigen Segmenten 60a und 60b und einem anschließenden Kegelsegment 62 gebildet ist. Diese Plasmakammer 58 weist eine näherungsweise parabolische Gestalt auf und ist rotationssymmetrisch um eine Achse 64. Eingezeichnet ist der mittels Raytracing berechnete Verlauf von Wellenausbreitungsrichtungen 65, zu denen auslaufende Druckwellenfronten 65 (Stoßwellenfronten) im Treibmittel senkrecht liegen. Es wird dabei von einer sphärischen Stoßwelle 66 ausgegangen, die durch die Plasmazündung an der Plasmazündeinrichtung 26 entsteht. Die austretenden Stoßwellenfronten erzeugen einen Vorschub an der Plasmakammer 58 zum Antrieb beispielsweise eines Raumfahrzeugs.

In Fig. 5 ist der Stift 44 der Plasmazündeinrichtung gegenüber der Achse 64 verkippt. Der Ort der Plasmazündung erfolgt dadurch außerhalb der Achse 64 und liegt außerhalb des geometrischen Fokusses der Plasmakammer 58.

Die daraus resultierende Schubvektordichteverteilung an einer Austrittsebene 68 der Plasmakammer 58 ist in Fig. 6 gezeigt. Die Null-Linie entspricht dabei der Achse 64 (Symmetriezentrum) und positive Werte entsprechen der Richtung links der Achse 64 in Fig. 5.

Die Höhe der Balken in dem Diagramm von Fig. 6 zeigt die Schubvektordichte an. Die Schubvektordichte ist in willkürlichen Einheiten aufgetragen.

Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, wird durch die Verkippung des Stiftes 44 eine erhöhte Schubvektordichte in dem Bereich der Austrittsebene 68 erzeugt, von dem der Stift 44 weggekippt wurde. Durch die Schwenkbewegung der Plasmazündeinrichtung 26 wird dadurch ein Drehmoment erzeugt, mittels dem sich die Lage eines Raumfahrzeugs, welches von der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung angetrieben ist, steuern läßt.

Ist, wie in Fig. 4 gezeigt, der Stift 44 durch den geometrischen Fokus der Plasmakammer 58 geführt, so weist die ausgestoßene Druckwelle eine ebene Wellenfront auf.

In Fig. 7 ist für das Modell der Fig. 5 die Phase in willkürlichen Einheiten über dem Ort an der Austrittsebene gezeigt. Die Kurve 70 zeigt dabei die direkte Welle, d. h. die Welle, welche ohne vorherige Reflexion an Wänden der Plasmakammer 58 aus der Austrittsebene 68 austritt. Die Phasenlage ist dabei nicht symmetrisch zur Null-Linie, d. h. zur Achse 64, da ja die Plasmazündeinrichtung 26 gegenüber der Achse 24 verkippt ist.

Weiterhin ist der Verlauf der Phase einer reflektierten Welle 72 gezeigt.

So wie bezogen auf die Fig. 5 am linken Rand der Austrittsebene 68 der Plasmakammer 58 bei nach rechts verkippter Plasmazündeinrichtung keine direkte Welle auftritt (große positive Werte auf der Abszisse in der Fig. 7), so tritt entsprechend am rechten Rand keine reflektierte Welle auf (hohe negative Werte auf der Abszisse in Fig. 7).

Am linken Rand treten dabei Mehrfach-Reflexionen 74 auf, d. h. eine Welle wird mehr als einmal an einer Plasmakammerinnenwand reflektiert. Dies bewirkt die entsprechend mit dem Bezugszeichen 74 in der Fig. 7 gezeigte Phasenverschiebung.

Durch die Höhenverschieblichkeit des Stiftes 44 in der Hülse 28 läßt sich der Stift 44 insbesondere in Abhängigkeit von seinem Abbrandverhalten in den Fokusbereich 20 nachführen. Beispielsweise kann der Stift an seinem Ende 50 verdampfen, so daß das entsprechende Verdampfungsmaterial als Absorber für die elektromagnetische Strahlung 18 wirkt. Das zu verdampfende Zündmedium kann dabei auch direkt zur Schuberzeugung beitragen, indem der Massenausstoß vergrößert wird und dadurch der Impulsübertrag.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 8 gezeigt ist, umfaßt eine erfindungsgemäße Plasmakammer 76 eine Mehrzahl von Fokussierungseinrichtungen 78. Dazu ist die Plasmakammer 76 aus einer Mehrzahl von Parabolrinnen 80, 80a, 80b zusammengesetzt, wobei diese Parabolrinnen nebeneinander angeordnet sind. Eine entsprechende Parabolrinne 80 weist eine geometrische Fokallinie 82 auf, welche in Längsrichtung der Parabolrinne orientiert ist (in der Fig. 8 senkrecht zur Zeichenebene). Dadurch wiederum weist die Plasmakammer 76 eine Mehrzahl von Fokallinien 82, 82a und 82b bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel auf, bei welchem die Plasmakammer 76 drei Parabolrinnen 80, 80a, 80b umfaßt. Die Fokussierungseinrichtung 78 weist dann eine Mehrzahl von Fokusbereichen 84, 84a, 84b auf, wobei die einzelnen Fokusbereiche 84, 84a, 84b getrennt voneinander sind. In jeder Parabolrinne 80, 80a, 80b ist dabei eine Plasmazündeinrichtung 86, 86a, 86b angeordnet.

Es kann dabei auch vorgesehen sein, daß längs einer Fokallinie 82, 82a, 82b eine Mehrzahl von entsprechenden Plasmazündeinrichtungen angeordnet ist.

Eine Plasmazündeinrichtung 86 umfaßt dabei insbesondere einen Stift 88 aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Material (Zündmedium), welcher klingenförmig ausgebildet ist mit einer Klinge 90, welche insbesondere quer zur zugeordneten Fokallinie 82 orientiert ist. Ein solcher Stift 88 ist bevorzugterweise schwenkbar quer zur zugeordneten Fokallinie 82 in der jeweiligen Parabolrinne 80 gehalten, so daß die Orientierung der Klinge 90 zu der entsprechenden Fokallinie 82 variierbar ist.

Jede der Plasmazündeinrichtungen 86 ist dabei bevorzugterweise individuell ansteuerbar. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß ein individueller Stift 88 aus dem Fokalbereich gezogen wird, so daß dort dann, wo kein Stift ist, kein Plasma zündet.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel, welches in Fig. 9 gezeigt ist, weist eine Plasmakammer 92 eine geschlossene Fokallinie 94 auf. Dazu ist die Plasmakammer 92 ringförmig ausgebildet, indem beispielsweise eine parabolrinnenartige Struktur toroidal geschlossen ist. Die Plasmakammer 92 weist dadurch die Gestalt eines Paraboltoroids auf (in der Art einer Gugelhupfform).

Längs der Fokallinie 94 sind entsprechende Plasmazündeinrichtungen 26 positioniert mit beispielsweise Zündmedium- Stiften 88 (in der Zeichnung nicht gezeigt). Diese sind insbesondere quer zu der Fokallinie 94 schwenkbar gelagert.

Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung läßt sich auch zum Antrieb von Maschinenteilen verwenden; beispielsweise ist ein Antriebsrad oder ein Schubkolben mit einer entsprechenden Plasmakammer versehen und die nach Zündung des Plasmas erzeugten Stoßwellen bewirken einen Vortrieb des Antriebsrads bzw. des Schubkolbens.


Anspruch[de]
  1. 1. Antriebsvorrichtung insbesondere für ein Raumfahrzeug, umfassend eine Plasmakammer (10; 76; 92), in der in einem Treibmittel ein Plasma erzeugbar ist, und eine Fokussierungseinrichtung (24; 78) zum Fokussieren eines elektromagnetischen Strahlungsfelds (18) in einen Fokusbereich (20) in der Plasmakammer, um das Plasma zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Plasmakammer (10; 76; 92) eine Plasmazündeinrichtung (26) angeordnet ist, durch die ein die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material in den Fokusbereich (20) bringbar ist.
  2. 2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material ein Metall ist.
  3. 3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material Kupfer ist.
  4. 4. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmazündeinrichtung (26) so beweglich in der Plasmakammer (10) angeordnet ist, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material innerhalb des Fokusbereiches (20) positionierbar ist.
  5. 5. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmazündeinrichtung (26) einen Stift (44) aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material umfaßt.
  6. 6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (44) schwenkbar in der Plasmakammer (10) angeordnet ist.
  7. 7. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (44) in seiner Längsrichtung verschieblich in der Plasmakammer (10) angeordnet ist.
  8. 8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (44) in einer Hülse (28) gelagert ist, mittels welcher der Stift (44) in der Plasmakammer (10) gehalten ist.
  9. 9. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein eine Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material in den Fokusbereich (20) einblasbar ist.
  10. 10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmazündeinrichtung ein Einblaselement zum Einblasen von einem eine Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material in den Fokusbereich (20) umfaßt.
  11. 11. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Einblaselement schwenkbar in der Plasmakammer (10) angeordnet ist.
  12. 12. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Einblasdruck von einem die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzenden Material in den Fokusbereich (20) einstellbar ist.
  13. 13. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Strahlungsfeld (18) gepulst in die Plasmakammer (10) eingeleitet wird.
  14. 14. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß eine Laserpulslänge höchstens in der Größenordnung der Zeitdauer ist, welche das Plasma zum Ausbreiten von seinem Zündort bis zu einem optischen Fokalpunkt (21) benötigt.
  15. 15. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Strahlungsfeld (18) ein Laser-Strahlungsfeld ist.
  16. 16. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmakammer (10) als Fokussierungseinrichtung (24) ausgebildet ist.
  17. 17. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmakammerwand (12) als Reflektor ausgebildet ist.
  18. 18. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmakammerwand (12) poliert oder verspiegelt ist.
  19. 19. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmakammer (10) paraboloidförmig ausgebildet ist.
  20. 20. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmazündeinrichtung (26) im Bereich eines Scheitels (25) der Plasmakammer (10) gehalten ist.
  21. 21. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Treibmittel Luft eingesetzt ist.
  22. 22. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Treibmittel ein mit der Antriebsvorrichtung mitgeführtes Gas und/oder mitgeführte Flüssigkeit und/oder mitgeführter Festkörper eingesetzt ist.
  23. 23. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmakammer (10) mit Treibmittel- Zuführungsöffnungen versehen ist.
  24. 24. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Strahlungsfeld (18) bei flüssigem oder festem Treibmittel zur Verdampfung des Treibmittels eingesetzt ist.
  25. 25. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmakammer (76) und/oder eine Fokussierungseinrichtung (78) so ausgebildet ist, daß eine Mehrzahl von Fokusbereichen (84, 84a, 84b) vorliegt.
  26. 26. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Fokusbereich (84, 84a, 84b) eine Plasmazündeinrichtung (86) zugeordnet ist.
  27. 27. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Plasmazündeinrichtungen (86) für eine Plasmakammer (76) vorgesehen ist.
  28. 28. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Plasmazündeinrichtungen (86) individuell ansteuerbar sind.
  29. 29. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmakammer (76; 92) eine oder mehrere Fokallinien (82, 82a, 82b; 94) aufweist.
  30. 30. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fokallinie (94) geschlossen ist.
  31. 31. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Plasmazündeinrichtungen längs einer Fokallinie (82, 82a, 82b; 94) in der Plasmakammer (76; 92) angeordnet ist.
  32. 32. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmazündeinrichtung (86) ein klingenförmiges Element (88) aus einem die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzenden Material umfaßt.
  33. 33. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 31 oder 32, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmazündeinrichtung (86) quer zu einer Fokallinie (82, 82a, 82b) schwenkbar ist.
  34. 34. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 31 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß eine Plasmazündeinrichtung (86) bezüglich einer Fokallinie (82, 82a, 82b) höhenverstellbar ist.
  35. 35. Antriebsvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, welche ortsfest fixiert ist und als Stoßwellengenerator betrieben wird.
  36. 36. Verfahren zum Erzeugen von Stoßwellen, insbesondere zum Antreiben eines Raumfahrzeugs, mittels Erzeugung eines Plasmas in einem Treibmittel, bei welchem ein elektromagnetisches Strahlungsfeld in einen Fokusbereich einer Plasmakammer zur Plasmaerzeugung in dem Treibmittel fokussiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den Fokusbereich ein die Plasmadurchbruchsschwelle im Treibmittel herabsetzendes Material gebracht wird.
  37. 37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß das die Plasmadurchbruchsschwelle herabsetzende Material als Stift im Fokusbereich positioniert wird.
  38. 38. Verfahren nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift relativ zum Fokusbereich beweglich ist.
  39. 39. Verfahren nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Stifts gesteuert wird.
  40. 40. Verfahren nach einem der Ansprüche 36 bis 39, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Strahlungsfeld gepulst zugeführt wird.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche


Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com