Die Erfindung betrifft ein Halteelement zur unverlierbaren Halterung von
Kopfschrauben, die mit ihrem Schaft im Loch einer Halteplatte drehbar eingelagert
sind. Diese Halteplatte ist üblicherweise mit einem Befestigungselement
einstückig verbunden, welches mittels der Schraube auf einer Trägerplatte befestigt
werden soll.
Aus DE 295 05 255 U1 ist bereits ein derartiges Halteelement bekannt, bei dem
ein an der Halteplatte angeformter Schenkel parallel zur Schraubenachse
hochgebogen und dicht oberhalb des Schraubenkopfes ein weiterer Schenkel parallel
zur Halteplatte zurückgebogen ist.
Die Schraube wird hierbei zunächst in die zu befestigende Montageplatte
eingeführt und dann erst durch den Haltebügel unverlierbar, aber drehbar, gehaltert in
dem dieser zunächst mit dem Loch des einen Schenkels über den Kopf der
Schraube gebracht und dann mit dem Engpass des klammerartigen Einschnitts
des anderen Schenkels über die Spitze der Schraube geführt wird. Dieses
Zusammenwirken zwischen Montageplatte und Haltebügel ist umständlich und
erhöht die Montagekosten.
Aus DE 36 39 774 A1 ist ebenfalls ein Halteelement bekannt, bei dem die
Schraube nach dem Einführen in das Loch der Montageplatte durch einen ähnlich
ausgebildeten Bügel in Montageposition gehalten wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, das Halteelement so zu gestalten, dass die
Kopfschraube allein zwischen der Halteplatte und dem Gegenschenkel sicher gehalten
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der zurückgebogene
Schenkel von der Halteplatte einen Abstand (a) hat, der um mindestens eine
Gewindesteigung (s) kleiner ist als die Gesamtlänge (l) der Zylinderkopfschraube.
Aufgrund dieser konstruktiven Maßnahmen ist die Kopfschraube wie in einem
Käfig gehalten, wobei der Gegenschenkel erst nach dem Einführen der Schraube in
das Loch der Halteplatte herumgebogen wird, und zwar so weit, dass der Abstand
"a" zur Halteplatte kleiner ist als die Gesamtlänge "l" der Zylinderkopfschraube.
Hierdurch wird gewährleistet, dass die einmal eingelegte Schraube mit ihrem
Schaft nicht aus dem Loch der Halteplatte heraustreten kann und dadurch stets in
eindrehbereiter Lage gehalten wird. Außerdem kann die Kopfschraube bis zur
Anlage am oberen Schenkel problemlos zurückweichen, wodurch der
Gewindeschaft im Anlieferungszustand des Halteelements so lange versenkt bleiben kann,
bis er am Einsatzort die Position über dem Befestigungsloch erreicht hat und in
das Loch hineinfallen kann.
Durch die Ausbildung der Haltelappen nach Anspruch 2 und insbesondere nach
Anspruch 3 wird ferner eine gute axiale Führung des Zylinderkopfes im
Halteelement erreicht, so dass der Schraubenschaft beim Eindrehen der Schraube gleich
die richtige Lage und axiale Ausrichtung zu dem darunter befindlichen Gewinde
der zur Verschraubung vorgesehenen Mutter besitzt.
Die Merkmale und Ausgestaltungen der Erfindung sollen nachfolgend mit ihren
Vorteilen anhand von zwei in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben werden. Es zeigen
Fig. 1 einen Halter für Zylinderkopfschrauben mit Befestigungselement und
eingelagerter Zylinderkopf in Seitenansicht,
Fig. 2 den gleichen Halter in Vorderansicht,
Fig. 3 den gleichen Halter in Draufsicht,
Fig. 4 den gleichen Halter in perspektivischer Darstellung,
Fig. 5 den gleichen Halter im Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 3 im
aufmontierten Zustand und
Fig. 6 einen zweiten Halter im Schnitt mit einem anderen Befestigungselement
und eingelagerter Sechskantschraube im aufmontierten Zustand.
Die in den Figuren dargestellten Halter für Kopfschrauben werden üblicherweise
zur Befestigung von Bau- oder Funktionselementen auf Trägerplatten verwendet,
wozu eine Montageplatte 1 mit einem geeigneten Befestigungselement starr
verbunden und mit einem Loch 3 zum Einführen des Schaftes 5 der Kopfschraube 4
versehen ist.
Bei dem in Fig. 6 dargestellten, allgemeinen Ausführungsbeispiel der Erfindung
ist an der Montageplatte 1 auf der einen Seite ein Steg 8 mit einer Schelle 9
angeformt, welche zur klemmenden Halterung von Rohr- oder Kabelleitungen
bestimmt ist.
An der Montageplatte 1 ist auf der anderen Seite des Loches 3 ein Schenkel 10
angeformt und parallel zur Achse der im Loch 3 der Montageplatte 1
einzulagernden Schraube 4 hochgebogen. An diesem Schenkel 10 ist dicht oberhalb des
eingelegten Schraubenkopfes 6 ein weiterer Schenkel 11 angeformt und parallel zur
Montageplatte 1 zurückgebogen. Das komplette Befestigungselement mit der
Montageplatte 1 und der im Loch 3 eingelagerten Kopfschraube 4 kann nun
mittels einer Mutter 14 auf einer Trägerplatte 12 fest verschraubt werden, die mit
einem entsprechenden Befestigungsloch 13 zur Aufnahme des Schraubenschaftes
5 versehen ist.
Bei dem in den Fig. 1 bis 5 gezeigten, bevorzugten Ausführungsbeispiel
eines Halters für Zylinderkopfschrauben ist die Montageplatte 1, genau wie bei
Fig. 6, auf der einen Seite über einen Steg 8 mit zwei Klemmschenkeln 2
verbunden, welche zur Aufnahme eines im Querschnitt rechteckigen Bauteils wie bsp.
eines Kabelkanals ausgebildet sind. Auf der gegenüberliegenden Seite ist die
Montageplatte 1 mit einem angewinkelten Schenkel 10 und einem über den
Zylinderkopf 7 zurückgebogenen Schenkel 11 versehen, wobei im letzteren Schenkel
11 eine Aussparung 15 in axialer Verlängerung des Zylinderkopfes 7 zum
Einführen eines Schraubendrehers in das Eingriffsloch 18 des Zylinderkopfes 7
vorgesehen ist. Das Eingriffsloch 18 kann hierbei aus einem Innensechskant bestehen
oder sonst ein geeignetes Kraftübertragungsprofil aufweisen.
Der zurückgebogene Schenkel 11 hat hierbei von der Montageplatte 1 aus einen
Abstand "a", der mindestens um die Gewindesteigung "s" des Schaftes 5 kleiner
ist als die Gesamtlänge "l" der Kopfschraube 4. Außerdem sind an diesem
Schenkel 11 beiderseits des Schraubenkopfes 7 zwei Haltelappen 16 angeformt
und parallel zur Zylinderwand 17 des Schraubenkopfes 7 umgebogen. Die
Haltelappen 16 enden hierbei in einer Höhe "h" über der Montageplatte 1, die
mindestens etwas kleiner sein muß als die Höhe "k" des Zylinderkopfes 7. Zur
besseren Führung des Zylinderkopfes 7 sind die Haltelappen 16 zweckmäßigerweise
konzentrisch zur Wand 17 des Zylinderkopfes 7 geformt.
Bezugszeichenliste
1 Montageplatte
2 Befestigungselement
3 Loch
4 Kopfschraube
5 Schaft
6 Sechskantkopf
7 Zylinderkopf
8 Steg .
9 Schelle
10 Schenkel
11 Schenkel
12 Trägerplatte
13 Befestigungsloch
14 Mutter
15 Aussparung
16 Haltelappen
17 Zylinderwand
18 Eingriffsloch