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Dokumentenidentifikation DE69903603T2 14.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0985548
Titel Sicherheitsdruckmaschine für Wertpapiere
Anmelder KBA-GIORI S.A., Lausanne, CH
Erfinder Giori, Fausto, 1003 Lausanne, CH;
Schaede, Johannes, 97074 Würzburg, DE
Vertreter Scharlach, D., Rechtsanw., 80469 München
DE-Aktenzeichen 69903603
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 18.08.1999
EP-Aktenzeichen 998107403
EP-Offenlegungsdatum 15.03.2000
EP date of grant 23.10.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.2003
IPC-Hauptklasse B42D 15/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine zum Aufbringen eines Sicherheitsdrucks auf Wertpapieren, mit einer Vorrichtung zum Zuführen des Papiers in Form von Bogen, mit einer Transportvorrichtung zum Transport der Bogen zu einer Druckeinheit, mit einer Transportvorrichtung zum Transport der bedruckten Bogen zu einer die Druckqualität kontrollierenden Kontrolleinheit und mit einer Vorrichtung zur Ablage der bedruckten Bogen.

Es ist bereits bekannt, als Sicherheitselement optisch variable Bilder oder Ähnliches in Form eines Films z. B. auf Bankkarten oder Wertpapiere, insbesondere Banknoten, aufzubringen, um ihre Fälschungen zu vermeiden oder schwieriger zu gestalten. Diese Bilder, die häufig optisch variabel sind und entweder ein Hologramm oder ein Kinegramm aufweisen, haben die Eigenschaft, ihr Aussehen zu verändern, je nachdem, unter welchem Blickwinkel sie betrachtet werden.

Diese Bilder können nach verschiedenen Methoden aufgebracht werden. Dazu wird beispielsweise auf die im Dokument EP-A-0 441 596 (MOLINS) beschriebene Vorrichtung hingewiesen; dort werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kalten Aufbringen eines solchen Bildes auf eine Banknote beschrieben. In dieser Vorrichtung gelangt das Papier in Form von Bogen, nachdem es an bestimmten, den Aufdrucken auf der Banknote entsprechenden Stellen selektiv mit einer klebenden Farbe versehen worden ist und nachdem es eine UV-Strahlungs- Trocknungsvorrichtung passiert hat, in eine Einheit zum Aufbringen eines solchen Bildes, das von einem Band getragen wird, welches zwischen einer in einer ersten Kassette montierten Abrollspule und einer in einer zweiten Kassette montierten Aufrollspule abgerollt wird. Die Bewegung des Bandes erfolgt parallel zur Bewegungsrichtung des Papiers.

Im Dokument EP-A-0 625 466 (DE LA RUE GIORI) werden die ebenfalls von einem Band getragenen optisch variablen Bilder an bestimmten Stellen aufgebracht, wobei die Einheit zum Aufbringen wenigstens einen mit einem Druckzylinder zusammenwirkenden Applikationszylinder aufweist und das Papier zwischen beiden Zylindern hindurchläuft. Das Band ist zwischen zwei Spulen montiert, die in einem Sektor des Applikationszylinders angeordnet sind, und das Band verläuft längs einer Mantellinie des erwähnten Applikationszylinders senkrecht zur Bahn des Papiers.

Dieser Installationstyp ist mit Mitteln versehen, welche das perfekte Register zwischen dem Aufbringen der optisch variablen Bilder und der gewünschten Position auf dem Wertpapier gewährleisten. Diese Installationen sind im Prinzip für nur einen einzigen Drucktyp eines Sicherheitselements vorgesehen, sie sind kostspielig und nicht für begrenzte Auflagen oder Auflagen von Wertpapieren geeignet, für welche eine perfekte Druckqualität nicht erforderlich ist.

Wenn man zwei Sicherheitselemente nach verschiedenen Methoden auf ein Wertpapier aufzubringen wünscht, muss man über zwei Installationen verfügen, von denen jede für den Applikationstyp und das betreffende Verfahren zur Applikation des betreffenden Sicherheitselements geeignet ist. Auch wenn man Sicherheitselemente nach verschiedenen Verfahren auf begrenzte Serien aufzubringen wünscht, ist eine Installation je Verfahren erforderlich.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung für die vorstehend beschriebenen Probleme anzugeben, und zwar eine Druckmaschine zum Aufbringen eines Sicherheitsdrucks vorzuschlagen, welche leicht umgewandelt werden kann, um das eine oder das andere der bekannten Verfahren zum Sicherheitsdruck anzuwenden.

Die Maschine nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit modular aufgebaut ist, um sie den verschiedenen Arten des Sicherheitsdrucks anzupassen, und dass sie aus folgenden, allen diesen verschiedenen Druckarten gemeinsamen Elementen besteht: einer Siebdruckvorrichtung mit einem eine Siebschablone tragenden Formzylinder, der mit einem Druckzylinder zusammenwirkt, und einer dahinter liegenden Trocknungs/Aktivierungsvorrichtung, gefolgt von einem Transferzylinder, der die Bogen auf einen zweiten Druckzylinder überführt, welcher dazu bestimmt ist, mit wenigstens einer Druckvorrichtung zum Drucken eines Sicherheitselements zusammenzuwirken.

Der Vorteil der erfindungsgemässen Maschine besteht darin, dass man sie auf der Basis einer geschickten Wahl bestimmter Elemente, aus denen diese Maschine ständig aufgebaut ist, auf einfache Weite verschiedenen Arten des Sicherheitsdrucks anpassen kann, ohne jedesmal eine für jeden Sicherheitsdrucktyp geeignete Installation zur Verfügung haben zu müssen. Es ist so verhältnismässig leicht, ausgehend von der Basisinstallation, Module anzufügen, welche mit dieser Basisinstallation zusammenarbeiten, um eine Sicherheitsdruck nach Wunsch und gemäss den nachstehend beschriebenen Varianten zu erhalten, wodurch Investitionskosten begrenze werden.

Gemäss einer Ausführungsvarianten fügt man den oben erwähnten Basiselementen der Druckmaschine eine Installation an, um Bilder in Form einer Marke oder eines Streifens aufzubringen, welche sich auf einem Band befinden, das zwischen einer Abrollspule und einer Aufrollspule parallel zur Bewegung des Papiers und zwischen dem zweiten Druckzylinder und einem Applikationszylinder verläuft, der mit dem Druckzylinder zusammenwirkt.

Je nach dem Bearbeitungsvorgang und dem aufzubringenden Marken- oder Streifentyp druckt die Siebdruckeinheit zuvor eine entweder aus einer Kleberkomponente oder einem Klebstoff bestehenden Farbe auf das Papier, das zwischen dem Druckzylinder und dem die Siebschablone tragenden Formzylinder, nachstehend Siebschablonenzylinder genannt, verläuft. Dieser Druck erfolgt selektiv an den Stellen, welche auf dem Papier zum nachfolgenden Aufbringen der Sicherheits-Marken oder -Streifen vorgesehen sind.

Wenn eine Kleberkomponente aufgetragen wird, befindet sich die zweite Komponente direkt auf der Marke oder dem Streifen, und der Applikationszylinder wird erhitzt, um die beiden Komponenten zu aktivieren. Wenn es sich um einen Einkomponenten-Klebstoff handelt, werden die Sicherheits-Marken oder -Streifen direkt und in kaltem Zustand vom Applikationszylinder auf diesen Klebstoff aufbracht.

Gemäss einer anderen Ausführungsform erfolgt der Sicherheitsdruck durch wenigstens einen Applikationszylinder, der mit dem zweiten Druckzylinder zusammenwirkt, wobei das Papier zwischen beiden Zylindern verläuft und der Applikationszylinder mit wenigstens einem Paar Spulen versehen ist, zwischen denen das Band montiert ist und längs einer Mantellinie bewegt wird, d. h., dass sich das Band in diesem Falle senkrecht zum Vorschub des Papiers intermittierend zwischen zwei aufeinanderfolgenden Drucken verschiebt. In diesem Falle kann jeder Zylinder mehrere Paare derartiger Spulen aufweisen, welche die Sicherheitselemente in einem Durchgang des Papiers auf mehrere Reihen der Bogen aufzubringen erlauben. Ebenso ist es möglich, einen zweiten Applikationszylinder vorzusehen, wie übrigens in der früher erwähnten EP-A-0 625 466 beschrieben. In dieser Installation wird die Siebdruckeinheit dazu benutzt, entweder eine erste Kleberkomponente aufzubringen, wobei sich die zweite Komponente auf den Marken oder Streifen befindet und der Druck unter Erhitzung erfolgt, oder die Siebdruckinstallation bringt einen einfachen Kleber auf, und die Bedruckung einer Marke oder eines Streifens mit dem Sicherheitsmuster erfolgt in kaltem Zustand.

Gemäss einer anderen Ausführungsform, die der ähnlich ist, bei der sich das Band parallel zur Papierbewegung verschiebt, ist die heiss aufgebrachte Marke oder der heiss aufgebrachte Streifen (die Siebdruckeinheit druckt also eine erste Kleberkomponente auf das Papier) nur teilweise oder gar nicht bedruckt, und nachdem die Marke oder der Streifen auf das Papier aufgebracht worden ist, erfolgt der Aufdruck einer Mikrostruktur. Zu diesem Zweck weist die Installation, ausser den oben erwähnten Elementen zum Aufbringen einer Marke oder eines Streifens von einem sich parallel zur Papierbewegung verschiebenden Bande, einen Plattenzylinder auf, der eine mit einem Reliefmuster versehene Platte trägt. Wenn das Papier mit dem Sicherheitselement zwischen dem zweiten Druckzylinder und dem Plattenzylinder hindurchläuft, wird eine Mikrostruktur durch Gaufrieren der Marke oder des Streifens erzeugt. Nach dieser Verformung bringt ein zweiter Siebschablonenzylinder, der hinter dem Plattenzylinder angeordnet ist, ebenfalls selektiv auf das so gebildete Muster einen Lack auf, der die durch Gaufrieren des Papiers erzeugte Mikrostruktur zu verfestigen erlaubt. Dahinter ist eine Trocknungseinheit angeordnet, die den Lack trocknet, bevor das Papier die Kontrolleinheit zur Qualitätskontrolle des erwähnten Drucks passiert.

Bei einer anderen Ausführungsform ist, immer ausgehend von der Basismaschine, die Siebdruckeinheit schliesslich so ausgebildet, dass eine Schicht eines Überzugs aufgebracht wird, der dazu bestimmt ist, durch Gaufrieren bedruckt zu werden.

Der zweite Druckzylinder befindet sich in diesem Falle, wie im vorhergehenden Falle, in Kontakt mit einem Plattenzylinder, der eine Reliefdruckplatte trägt, welche, wenn sie mit dem zuvor in der Siebdruckeinheit aufgetragenen Überzug in Kontakt kommt, durch Gaufrieren dieses Überzugs ein Bild erzeugt. Auch in dieser Installation wird ein Lack auf die so gebildete Mikrostruktur mittels eines Siebschablonenzylinders aufgetragen, welcher sich ebenfalls mit dem zweiten Druckzylinder in Kontakt befindet. Anschliessend erlaubt eine Trocknungseinheit die Trocknung des erwähnten Lacks und damit die Verfestigung der aufgebrachten Mikrostruktur. Das Papier durchläuft danach die Kontrolleinheit zur Kontrolle der Druckqualität.

Die Erfindung wird im einzelnen mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung, in welcher das Sicherheitsmuster von einem sich parallel zur Papierbewegung verschiebenden Band aufgebracht wird.

Fig. 2 zeigt ebenfalls eine schematische Ansicht einer Vorrichtung, in der das Sicherheitsmuster von einer Mehrzahl von Bändern aufgebracht wird, welche sich senkrecht zur Papierbewegung verschieben.

Fig. 3 ist eine Variante der Fig. 1.

Fig. 4 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung, mit welcher ein Überzug auf die Bogen auf getragen und anschliessend durch Gaufrieren bedruckt wird.

In den Figuren sind die Elemente, welche die Basis der Installation bilden, mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Daher werden die mit denselben Nummern bezeichneten Elemente gemeinsam beschrieben.

Die Installation hat eine Vorrichtung 1 zum Zuführen der Wertpapiere, insbesondere der Banknoten, in Form von Bogen. Diese Bogen, die schon teilweise bedruckt oder noch unbedruckt sein können, werden einer nach dem anderen über eine Zuführungsrolle 2 einem ersten Druckzylinder 3 zugeführt, der mit einem Siebschablonenzylinder 4 zusammenwirkt. Die Zylinder 3 und 4 bilden eine Siebdruckeinheit. Hinter diesen beiden Zylindern befindet sich eine Trocknungs/Aktivierungsvorrichtung 5, bei der es sich vorzugsweise um einen Ultraviolettstrahler handelt. Dahinter übergibt ein Transferzylinder 6 die Bogen auf einen zweiten Druckzylinder 7, und anschliessend erlauben andere Elemente, je nach der Ausführungsvarianten, das Aufdrucken des Sicherheitsmusters, wie es später erläutert wird. Nach dem Druck werden die so bedruckten Bogen von einem Kettengreifersystem 8 übernommen, passieren eine Kontrolleinheit 9 zur Qualitätskontrolle und gelangen dann in eine Ablagevorrichtung 10, 11, 12 für die bedruckten Bogen.

Im folgenden wird die in Fig. 1 dargestellte Variante der Installation beschrieben.

Im Vergleich zur Basisinstallation umfasst diese Installation eine Einheit 13, welche mit einem Sicher heitsbild versehene Marken oder Streifen auf die Bogen aufbringt, die zwischen dem zweiten Druckzylinder 7 und einem Applikationszylinder 14 hindurchlaufen. Die Einheit 13, die ähnlich der im Dokument EP-A-441 596 beschriebenen ist, wird kurz beschrieben. Die Sicherheitsbilder in Form von Marken oder Streifen werden von einem Band 15 getragen, welches zwischen zwei Spulen 16 und 17 gespannt ist; die Rolle 16 ist eine Abrollspule, während die Spule 17 eine Aufrollspule ist. Das Band verläuft über verschiedene Vorgelege, bevor es zwischen den Applikationszylinder 14 und den Druckzylinder 7 gelangt, um eine Marke oder einen Streifen an der vorgesehenen Stelle aufzubringen.

Die Einheit 13 hat selbstverständlich eine Vorrichtung zur Kontrolle des Registers zwischen den aufzubringenden Bildern und den betreffenden Stellen, die sich auf dem Papier zwischen dem Zylinder 7 und dem Applikationszylinder 14 befinden. Im Prinzip erfolgt der Vorschub des Bandes schrittweise. Man könnte jedoch auch, je nach der Applikation und vor allem, wenn es sich um das Aufbringen von Streifen handelt, eine Vorrichtung verwenden, in der das Band 15 gleichzeitig mit dem Papier vorgeschoben wird.

Die Siebdruckeinheit 3, 4 ist, gemäss einer Varianten, zu eingerichtet, an vorbestimmten Stellen des Papiers zwischen dem Druckzylinder 3 und einem Siebschablonenzylinder 4 eine erste Kleberkomponente in Form einer Farbe aufzutragen; das Papier passiert dann eine Vorrichtung 5 zum Trocknen und Aktivieren dieser Kleberkomponente und wird anschliessend vom Druckzylinder 7 übernommen. Gemäss dieser ersten Varianten befindet sich die zweite Kleberkomponente auf den Marken oder Streifen, und beim Drucken wird der Applikationszylinder 14 erhitzt, um das Haften der Marke oder des Streifens auf dem Wertpapier zu erreichen.

Gemäss einer anderen Ausführungsvarianten erlaubt die Siebdruckeinheit 3, 4, auf vorbestimmte Stellen des Papiers einen Kleber aufzutragen, der von der Einheit 5 aktiviert wird, und wenn der Papierbogen zwischen dem Druckzylinder 7 und dem Applikationszylinder 14 hindurchläuft, erfolgt die Kaltklebung.

Die Einheit 13 kann als geschlossene Einheit ausgebildet sein, die man als Kassette bezeichnen kann. Es ist klar, dass die Kassette, wenn das Papier mehrere Spalten in Richtung der Papierbewegung auf weist, mehrere parallele Bänder umfasst, was es erlaubt, die Marke oder den Streifen in allen Spalten der Papierbogen in einem Durchgang aufzubringen.

Im folgenden wird die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsvariante beschrieben, die der nach Fig. 1 mit einer Ausnahme sehr ähnlich ist. In der Tat kann die Kassette 13 ein Band enthalten, auf dem teilweise oder gar nicht bedruckte Marken oder Streifen angeordnet sind; nachdem diese, wie vorstehend beschrieben, kalt oder heiss aufgebracht worden sind, erlaubt ein in Kontakt mit einem zweiten Druckzylinder 7 stehender Plattenzylinder 18 mittels einer ein Reliefbild aufweisenden Platte 18a, die Marke oder den Streifen beim Durchlauf des Papiers zwischen dem Plattenzylinder 18 und dem Druckzylinder 7 mit einer Mikrostruktur zu versehen. In diesem Falle hat natürlich das Material, das zur Herstellung der Marken oder Streifen verwendet wurde, eine Struktur, welche einen Prägedruck durch Gaufrieren erlaubt. Anschliessend läuft das so bedruckte Papier zwischen einem Siebschablonenzylinder 19 und dem Druckzylinder 7 hindurch, wobei ein Lack auf die so gebildete Mikrostruktur aufgetragen wird, um diese zu verfestigen. Beim Transport des Papiers mit dem Kettengreifersystem 8 passiert das Papier eine Trocknungsvorrichtung 20, bei der es sich vorzugsweise um einen Ultraviolettstrahler handelt.

Der Vorzug dieser Installation besteht darin, dass man, vor allem für relativ begrenzte Serien, ein Band 15, das teilweise oder gar nicht bedruckte Marken oder Streifen trägt, verwenden und die Platte 18a austauschen kann, um Wertpapier-Serien mit verschiedenen Motiven zu bedrucken.

Die in Fig. 2 gezeigte Installation für das Aufbringen von Sicherheitsmustern umfasst zwei Applikationszylinder 21, 22, die mit auf diesen Zylindern montierten Spulen versehen sind. Diese Spulen erlauben das Abrollen eines Bandes längs einer Mantellinie des Applikationszylinders 21 oder 22 und somit das Aufbringen der Marke oder des Streifens an der vorgesehenen Stelle des Papierbogens, wenn dieser zwischen dem Applikationszylinder und dem Druckzylinder 7 hindurchläuft. Im Prinzip hat jeder Zylinder 21, 22 mehrere Spulen mit den mit einem Sicherheitsmuster versehenen Etiketten oder Streifen, um beim Durchlauf die Marken oder Streifen auf mehrere Spalten des auf den Bogen aufgedruckten Wertpapiers aufzubringen. Zu weiteren Informationen und Einzelheiten bezüglich der Applikationszylinder 21, 22 wird auf die Patentanmeldung EP-A-0 625 466 verwiesen.

Natürlich verschiebt sich in diesem Falle das Band senkrecht zur Bewegungsrichtung des Papiers. Auch hier wird die Siebdruckeinheit gemäss zweier Varianten verwendet, und zwar trägt entweder der Siebschablonenzylinder 4 eine erste Kleberkomponente auf die vorbestimmten Papierstellen auf und die auf dem Band befindlichen Marken oder Streifen tragen die zweite Kleberkomponente, die beim Aufbringen durch den Applikationszylinder 21 oder 22 durch Erhitzen aktiviert wird, oder es wird mittels des Siebschablonenzylinders 4 eine Kleberschicht aufgetragen, und das Aufbringen der Etiketten oder Streifen erfolgt im kalten Zustand.

In der in Fig. 4 gezeigten Installation schliesslich trägt die Siebdruckeinheit eine Schicht eines Überzugs auf die vorgewählten Stellen des Bogens auf, der zwischen dem Druckzylinder und dem Siebschablonenzylinder hindurchläuft. Diese Schicht wird mittels der UV- Strahlungs-Trocknungsvorrichtung 5 getrocknet. Ein Plattenzylinder 23 trägt eine Platte 23a mit einer als Relief ausgebildeten Mikrostruktur und erlaubt, diese durch Gaufrieren auf den zuvor auf die Papierbogen aufgetragenen Überzug zu drucken. Anschliessend erlaubt ein zweiter Siebschablonenzylinder 24 das Auftragen eines Lacks auf die zuvor gebildete Mikrostruktur, um diese zu verfestigen. Wie vorher beschrieben, erlaubt eine Trocknungseinheit 25 den Lack zu trocknen, bevor der Bogen die Qualitätskontrolleinheit passiert.


Anspruch[de]

1. Druckmaschine zum Aufbringen eines Sicherheitsdrucks auf Wertpapieren mit einer Vorrichtung (1) zum Zuführen von Papier in Form von Bogen, mit einer Transportvorrichtung (2) zum Transport der Bogen zu einer Druckeinheit, mit einer Transportvorrichtung zum Transport der bedruckten Bogen zu einer die Druckqualität kontrollierenden Kontrolleinheit (9) und einer Vorrichtung (10, 11, 12) zur Ablage der bedruckten Bogen, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinheit modular aufgebaut ist, um sie den verschiedenen Arten des Sicherheitsdrucks anzupassen, und dass sie aus folgenden, allen diesen verschiedenen Druckarten gemeinsamen Elementen besteht: einer Siebdruckvorrichtung (3, 4) mit einem eine Siebschablone tragenden Formzylinder (4), der mit einem Druckzylinder (3) zusammenwirkt, und einer dahinter liegenden Trocknungs/Aktivierungsvorrichtung (5), gefolgt von einem die Bogen auf einen zweiten Druckzylinder (7) überführenden Transferzylinder (6), wobei dieser zweite Druckzylinder (7) dazu bestimmt ist, mit wenigstens einer Druckvorrichtung zum Drucken eines Sicherheitselements zusammenzuwirken.

2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckvorrichtung (13) zum Drucken eines Sicherheitselements dazu eingerichtet ist, Sicherheitselemente in Form von Marken oder Streifen aufzubringen, welche sich auf einem Band (15) befinden, das zwischen einer Abrollspule (16) und einer Aufrollspule (17) parallel zur Papierbewegung verlauft, wobei das erwähnte Sicherheitselement beim Durchlaufen des Papiers und des erwähnten Bandes zwischen einem Applikationszylinder (14) und dem zweiten Druckzylinder (7) auf das Papier aufgebracht wird.

3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebdruckvorrichtung (3, 4) dazu eingerichtet ist, eine erste Komponente eines Klebers auf das Papier aufzubringen, dass die Sicherheits-Marken oder -Streifen die zweite Komponente des Klebers tragen und dass der Applikationszylinder (14) geheizt wird.

4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebdruckvorrichtung (3, 4) dazu eingerichtet ist, einen Kleber auf das Papier aufzubringen.

5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckvorrichtung zum Drucken eines Sicherheitselements wenigstens einen mit dem zweiten Druckzylinder (7) zusammenwirkenden Applikationszylinder (21, 22) aufweist, wobei das Papier zwischen den beiden genannten Zylinders hindurchläuft, und dass der erwähnte Applikationszylinder (21, 22) mit wenigstens einem Paar von Spulen ausgerüstet ist, zwischen denen das Band montiert ist und längs einer Mantellinie des Applikationszylinders (21, 22), senkrecht zur Bewegungsbahn des Papiers, bei jedem Aufbringen intermittierend vorgeschoben wird.

6. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebdruckvorrichtung (3, 4) dazu eingerichtet ist, eine erste Komponente eines Klebers auf das Papier aufzubringen, dass die Sicherheitselemente die zweite Komponente des Klebers tragen und dass der Applikationszylinder (21, 22) geheizt wird.

7. Maschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebdruckvorrichtung (3, 4) dazu eingerichtet ist, einen Kleber auf das Papier aufzubringen.

8. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen mit dem zweiten Druckzylinder (7) zusammenwirkenden Plattenzylinder (18) aufweist, welcher eine Druckplatte (18a) mit einer erhabenen Mikrostruktur trägt, um ein Sicherheitselement durch Gaufrieren zu drucken, und dass ein zweiter, eine Siebschablone tragender Formzylinder (19) mit dem zweiten Druckzylinder (7) zusammenwirkt, um auf das so durch Gaufrieren erhaltene Bild einen Lack aufzubringen, und dass hinter dem zweiten, die Siebdruckschablone tragenden Formzylinder (19) eine Trocknungsvorrichtung (20) angeordnet ist.

9. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebdruckvorrichtung (3, 4) dazu eingerichtet ist, eine Schicht eines Überzugs aufzubringen, die dazu bestimmt ist, durch Gaufrieren bedruckt zu werden, dass ein Plattenzylinder (23), der eine Druckplatte (23a) mit einer erhabenen Mikrostruktur trägt, mit dem zweiten Druckzylinder (7) zusammenwirkt, um auf dem erwähnten Überzug ein Bild mit einer Sicherheits-Mikrostruktur durch Gaufrieren zu bilden, dass ein zweiter, eine Siebschablone tragender Formzylinder (24) mit dem zweiten Druckzylinder (7) zusammenwirkt, um auf das durch Gaufrieren erzeugte Bild einen Lack aufzutragen, und dass hinter dem zweiten, die Siebschablone tragen den Formzylinder (24) eine Trocknungsvorrichtung (25) zum Trocknen des erwähnten Lacks angeordnet ist.







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