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PESTIZID - Dokument DE69719329T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69719329T2 21.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0909130
Titel PESTIZID
Anmelder Syngenta Participations AG, Basel, CH
Erfinder HOFER, Dieter, CH-4410 Liestal, CH;
ANGST, Max, CH-4312 Magden, CH;
CHARMILLOT, Pierre-Joseph, CH-1270 Trelex, CH
Vertreter Zumstein & Klingseisen, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69719329
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.05.1997
EP-Aktenzeichen 979218476
WO-Anmeldetag 02.05.1997
PCT-Aktenzeichen PCT/EP97/02246
WO-Veröffentlichungsnummer 0097042815
WO-Veröffentlichungsdatum 20.11.1997
EP-Offenlegungsdatum 21.04.1999
EP date of grant 26.02.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.08.2003
IPC-Hauptklasse A01N 25/02
IPC-Nebenklasse A01N 25/18   A01N 25/22   A01N 25/24   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue pestizide Zusammensetzung zum Bekämpfen von schädlichen Insekten und Vertretern der Gattung Acarina und ein Verfahren zum Bekämpfen dieser Schädlinge mit der infrage kommenden Zusammensetzung.

Beim Bekämpfen von Pflanzenschädlingen, insbesondere Insekten und Spinnmilben, in landwirtschaftlichen Kulturen, vor allem in Monokulturen, besteht ein Ziel darin, nicht nur den Kontakt zwischen den pestiziden Wirkstoffen und den Kulturpflanzen und sondern ebenfalls mit ihrer Umgebung und dem Boden, auf dem sie wachsen, auf einem Minimum zu halten. Trotzdem ist es allerdings beabsichtigt, die Schädlinge an sich, die sich hauptsächlich auf den Pflanzen befinden, dem Wirkstoff so intensiv wie möglich auszusetzen, beispielsweise durch Kontaktwirkung oder durch Wirkung als Magengift. Es wird weiterhin versucht, zu gewährleisten, dass die nachteiligen Wirkungen der pestiziden Wirkstoffe auf Nutztiere und Warmblüterspezies nicht wesentlich sind. Um diese Ziele zu erreichen, wurden Pestizide und Bekämpfungsverfahren vorgeschlagen, deren Prinzip darin besteht, dass das Verhalten der Zielschädlinge mit Hilfe der Signalsubstanzen, beispielsweise unter Verwendung von Pheromonen so gesteuert oder geändert werden kann, dass die Schädlinge auf diese Weise zu einer Quelle eines pestiziden Wirkstoffs geführt werden, wobei die Quelle auf gesonderten Bereichen innerhalb der zu schützenden Anbaufläche bereitgestellt wird (sogenannte Lock- und Tötungsverfahren, EP-A-376 888). Solche Verfahren waren insbesondere beim Bekämpfen von erwachsenen Schädlingen erfolgreich. Die Bekämpfung von Larven dieser Schädlinge unter Verwendung dieser Verfahren ist dagegen tatsächlich sehr mangelhaft, da diese Larven im Allgemeinen geringe Beweglichkeit aufweisen und deshalb kaum die Quelle der Signalsubstanzen und somit des Pestizids finden. Natürlich können, im Gegensatz dazu, Eier der Schädlinge unter Anwendung solcher Verfahren überhaupt nicht bekämpft werden. Wenn man somit einerseits erreichen möchte, dass nicht nur die zu schützenden Kulturpflanzen, sondern auch der Boden, in dem sie wachsen, möglichst wenig mit den pestiziden Wirkstoffen Kontakt haben, aber andererseits die auf den Pflanzen gefundenen Schädlinge den Wirkstoffen möglichst intensiv ausgesetzt werden, unter gleichzeitigem Hinterlassen ungeschädigter Nutztiere, wird das Verfahren der Wahl das in der Literatur beschriebene Angriffs- und Tötungsverfahren sein. Man wird jedoch, wie erörtert, akzeptieren müssen, dass es unter Verwendung dieses Verfahrens kaum möglich ist, die in der Kultur vorliegenden Larven zu bekämpfen, und die Eier, die in dem Zeitraum, während die Kultur mit der infrage kommenden Zusammensetzung behandelt wurde, abgelegt wurden, können überhaupt nicht bekämpft werden. Dies bedeutet also, dass die Kultur kurze Zeit nach der Behandlung erneut von dem Schädling befallen werden kann. Es gibt deshalb noch einen Bedarf für ein Verfahren zum Bekämpfen von Schädlingen, welches in der vorstehend beschriebenen Weise nicht nur Pflanzen und Umgebung größtenteils ungeschädigt hinterlässt, sondern auch in der Lage ist, nicht nur die erwachsenen, sondern insbesondere die Eier der Schädlinge zu zerstören, um den Schädling an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.

Die vorstehend erwähnten Mängel werden durch das Bekämpfungsverfahren und die erfindungsgemäße Zusammensetzung überwunden. Die Erfindung betrifft eine fließfähige Zusammensetzung zum Bekämpfen von Eiern schädlicher Insekten und Vertretern der Gattung Acarina, umfassend mindestens eine pestizid wirksame Verbindung, eine oder mehrere Signalsubstanzen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Pheromonen, Kairomonen und Lockstoffen, einem UV-Absorptionsmittel oder einem UV-Absorptionsmittelgemisch und, falls geeignet, einen oder mehrere Zusätze, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus viskositätsregulierenden Verdickungsmitteln, Füllstoffen, Lösungsmitteln und anderen Formulierungshilfsmitteln,

die 40 bis 98 Gewichtsprozent des UV-Absorptionsmittels oder des UV-Absorptionsmittelgemisches,

0,01 bis 30 Gewichtsprozent von einer oder mehreren Signalsubstanz(en) und

0,1 bis 20 Gewichtsprozent von einer oder mehreren pestizid wirksamen Verbindung(en), ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus den Verbindungen der Formel

worin a 0, 1 oder 2 ist, wobei, wenn a 2 ist, die zwei Reste R&sub1; gleich oder verschieden sind,

b 0, 1 oder 2 ist, wobei, wenn b 2 ist, die zwei Reste R&sub2; gleich oder verschieden sind;

X Methylen, O, S oder C(=O), insbesondere O, darstellt,

R&sub1; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkoxy, Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere Fluor oder Chlor, darstellt;

R&sub2; Halogen, Nitro, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub4;-alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkoxy, C&sub2;-C&sub4;- Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxyalkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt, und

A C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub2;-C&sub6;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub6;-Alkinyl darstellt, welche unsubstituiert oder mit einem Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub2;-C&sub6;- Alkenyloxy, C&sub3;-C&sub6;-Alkinyloxy, -O-N=CH&sub2;, -O-N=CH-C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenoxy, Pyridyl, Pyridyloxy, Phenyl und Phenyl, welches mit einem Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder -O-CH&sub2;-O-, insbesondere Pyridyloxy, C&sub2;- C&sub6;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub6;-Alkinyl, welche unsubstituiert oder mit einem Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Halogen, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub1;-C&sub6;-Alkylcarbonyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxycarbonyl und C&sub1;-C&sub6;-Aminocarbonyl, substituiert ist, substituiert sind; oder

A entweder einen Rest

darstellt,

worin

R&sub3; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;- C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, insbesondere C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, darstellt und R&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, insbesondere Wasserstoff, darstellt, oder R&sub3; und R&sub4;, zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das R&sub3; und R&sub4; gebunden sind, einen Ring mit 4, 5 oder 6 Ringgliedern darstellen, wobei das Ringgerüst, das eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung enthalten kann, entweder nur aus Kohlenstoffatomen aufgebaut ist oder ein Sauerstoffatom enthalten kann und wobei der Ring unsubstituiert oder einfach oder zweifach mit gleichem oder verschiedenem C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituiert ist;

oder A einen Rest

darstellt,

worin R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen-C&sub1;- C&sub4;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, Phenoxy, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkoxy, Halogen-C&sub1;-C&sub4;-alkoxy oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt, insbesondere C&sub1;-C&sub4;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy, vor allem C&sub1;-C&sub4;-Alkoxy;

R&sub7; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub4;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxyalkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl, insbesondere H, darstellt; und

Y O oder S, insbesondere O, darstellt; in freier Form oder in Salzform umfasst.

Die pestizid wirksamen Verbindungen der Formel (I) sind in ihrer freien Form bevorzugt.

Sofern nicht anders definiert, haben die hierin vorstehend und nachstehend verwendeten allgemeinen Begriffe die nachstehend angegebenen Bedeutungen.

Halogen - an sich oder als Strukturelement der Gruppen und Verbindungen, wie Halogenalkyl, Halogenalkenyl, Halogenalkoxy und Halogenalkylthio - ist Fluor, Chlor, Brom oder Jod, insbesondere Fluor, Chlor oder Brom, hauptsächlich Fluor einerseits und Chlor andererseits.

Kohlenstoff-enthaltende Gruppen und Verbindungen enthalten, sofern nicht anders definiert, in jedem Fall 1 bis zu und einschließlich 9, vorzugsweise 1 bis zu und einschließlich 6, vorzugsweise 1 bis zu und einschließlich 4, insbesondere 1 oder 2, Kohlenstoffatome.

Alkyl - als eine Gruppe an sich und als Strukturelement anderer Gruppen und Verbindungen, wie Halogenalkyl, Alkoxy, Halogenalkoxy, Alkylthio, Halogenalkylthio, Dialkylaminocarbonyl, Alkylcarbonyl und Alkoxycarbonyl - ist in jedem Fall unter angemessener Berücksichtigung der Anzahl an Kohlenstoffatomen in der Gruppe und in der infrage kommenden Verbindung entweder geradkettig; das heißt Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl oder Nonyl, oder verzweigt, beispielsweise Isopropyl, Isobutyl, sec-Butyl, tert-Butyl, Isopentyl, Neopentyl oder Isooctyl.

In Phenylalkyl ist eine an die restliche Einheit der Verbindung I gebundene Alkylgruppe mit einer Phenylgruppe substituiert, wobei die Alkylgruppe vorzugsweise geradkettig ist und die Phenylgruppe vorzugsweise in einer Position höher als die α-Position, insbesondere in der ω-Position, der Alkylgruppe gebunden vorliegt; Beispiele sind Benzyl, 2- Phenylethyl und 4-Phenylbutyl.

Alkoxyhydroxyalkyl ist eine Alkylgruppe, die mit nicht nur einer oder mehreren Alkoxygruppen, sondern auch mit einer oder mehreren Hydroxylgruppen substituiert ist. Bevorzugt ist eine Alkylgruppe, die mit einer Alkoxy- und einer Hydroxylgruppe substituiert ist.

Alkenyl, Halogenalkenyl, Alkenyloxy, Alkinyl, Halogenalkinyl und Alkinyloxy sind geradkettig oder verzweigt und enthalten in jedem Fall zwei oder vorzugsweise eine ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung(en). Die Doppel- oder Dreifachbindungen dieser Substituenten sind vorzugsweise von dem übrigen Rest der Verbindung der Formel I durch mindestens ein gesättigtes Kohlenstoffatom getrennt. Beispiele, die erwähnt werden können, sind Allyl, Methallyl, But-2-en-1-yl, But-3-en-2-yl, Propargyl, But-2-in-1-yl und But-3-in-1-yloxy.

Halogensubstituierte Kohlenstoff-enthaltende Gruppen und Verbindungen, wie Halogenalkyl, Halogenalkenyl, Halogenalkoxy und Halogenalkylthio, können teilweise halogeniert oder perhalogeniert sein, wobei es im Fall der Polyhalogenierung für die Halogensubstituenten möglich ist, dass sie gleich oder verschieden sind. Beispiele für Halogenalkyl - als eine Gruppe an sich und als Strukturelement von anderen Gruppen und Verbindungen, wie Halogenalkoxy und Halogenalkylthio - sind Methyl, die mit Fluor, Chlor und/oder Brom ein- bis dreifach substituiert sind, wie CHF&sub2;, CF&sub2;Cl, CFCl&sub2; oder CF&sub3;; Ethyl, das mit Fluor, Chlor und/oder Brom ein- bis fünffach substituiert ist, wie CH&sub2;CF&sub3;, CF&sub2;CF&sub3;, CF&sub2;CCl&sub3;, CF&sub2;CHCl&sub3;, CF&sub2;CHF&sub2;, CF&sub2;CFCl&sub2;, CF&sub2;CHBr&sub2;, CF&sub2;CHClF, CF&sub2;CF&sub2;Br, CF&sub2;CHBrF oder CClFCHClF; Propyl oder Isopropyl, ein- bis siebenfach substituiert mit Fluor, Chlor und/oder Brom, wie CH&sub2;CHBrCH&sub2;Br, CF&sub2;CHFCF&sub3;, CH&sub2;CF&sub2;CF&sub3;, CF&sub2;CF&sub2;CF&sub3; oder CH(CF&sub3;)&sub2;; und Butyl oder eines von seinen Isomeren, ein- bis neunfach substituiert mit Fluor, Chlor oder Brom, wie CF(CF&sub3;)CHFCF&sub3;, CF&sub2;(CF&sub2;)&sub2;CF&sub3; oder CH&sub2;(CF&sub2;)&sub2;CF&sub3;.

Halogenalkyl R&sub1; ist vorzugsweise ausschließlich fluoriert, insbesondere perfluoriert. Beispiele für Halogenalkenyl sind 2-Chlorprop-2-en-1-yl, 2,3-Dichlorprop-2-en-1-yl und 2,3-Dibromprop-2-en-1-yl.

Cycloalkyl ist Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl; bevorzugt ist Cyclopropyl.

Geeignete Heteroatome im Ringgerüst des heterocyclischen Restes sind alle Elemente des Periodensystems, die mindestens zwei kovalente Bindungen bilden können.

Aryl ist Phenyl oder Naphthyl, insbesondere Phenyl. Heteroaryl ist ein fünf- bis 6-gliedriger heterocyclischer aromatischer Rest, der ein oder zwei Heteroatome, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus N, O und S, enthält.

Bevorzugte Wirksubstanzen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind die Verbindungen der Formel (I), besonders bevorzugt eine Zusammensetzung, die eine Verbindung der Formel (I) umfasst, worin

a und b 0 sind; oder

X O darstellt; oder

A C&sub1;-C&sub6;-Alkyl darstellt, das mit C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, -O-N=CH&sub2;, -O-N=CH-C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenoxy, Pyridyl, Pyridyloxy substituiert ist, oder C&sub2;-C&sub6;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub6;-Alkinyl darstellt; oder worin

A einen Rest der Formel (Ia) und R&sub3; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl darstellt und R&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl darstellt und R&sub5; Wasserstoff darstellt; oder worin

A einen Rest der Formel (Ib) darstellt und R&sub6; C&sub1;-C&sub6;- Alkyl oder C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy darstellt, R&sub7; Wasserstoff darstellt und Y O darstellt.

Besonders bevorzugt als pestizid wirksame Verbindungen für den erfindungsgemäßen Zweck sind Diofenolan, Fenoxycarb und Pyriproxyfen. Fenoxycarb ist besonders bevorzugt.

Die Verbindungen der Formel (I) sind dem Fachmann bekannt, insbesondere

Diofenolan aus The Pesticide Manual, 10. Ausgabe (1994), The British Crop Protection Council, London, Seite 363;

Fenoxycarb aus The Pesticide Manual, 9. Ausgabe (1991), The British Crop Protection Council, London, Seite 375; und

Pyriproxyfen aus The Pesticide Manual, 10. Ausgabe (1994), The British Crop Protection Council, London, Seite 887.

Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass die vorliegenden Zusammensetzungen zum Bekämpfen der Eier der vorstehend genannten Schädlinge außergewöhnlich geeignet sind, während sie eine gute Langzeitwirkung aufweisen, von Pflanzen gut toleriert werden und Nutztiere in hohem Maße unbeschädigt hinterlassen. Die Applikation der vorstehend erwähnten Signalsubstanzen oder Lockmittel erlaubt beim Behandeln der zu schützenden Anbauflächen die Anwendung beträchtlich geringerer Mengen an solchen Insektiziden, die häufig für Warmblüterspezies und Nutztiere toxisch sind. Dieses neue Verfahren, das vom ökologischen Standpunkt vorteilhaft ist, gehört zu den Prinzipien des integrierten Kulturartenschutzes. Dies ist besonders wichtig, da zum Bekämpfen der Eier von Schädlingen normalerweise besonders hohe Mengen Pestizide verwendet werden müssen. Dieses Ergebnis ist besonders überraschend, da die männlichen Insekten zuerst von der erfindungsgemäßen Zusammensetzung angelockt werden, welche die Signalsubstanz(en) und die pestizid wirksame(n) Verbindung(en) umfasst, das Pestizid aufnehmen und anschließend dieses Pestizid auf weibliche Schädlinge übertragen, durch die die Verbindung mit den Eiern in Kontakt kommt. Es ist noch unbekannt, ob das abgelegte Ei bereits mit dem Wirkstoff in Kontakt gebracht wurde, oder ob es mit dem Pestizid nur nach Ablage mit Hilfe des Kontakts mit dem Weibchen in Kontakt kommt. Abgesehen davon ist das Verfahren vollständig neu; die Möglichkeit des Bekämpfens von Schädlingen, insbesondere ihrer Eier, über diesen Weg wurde noch nicht erkannt und eröffnet neue Wege der Schädlingsbekämpfung. Das Verfahren zum Bekämpfen von Schädlingen über diesen Weg wird deshalb "Lock- und Sterilisier"-Verfahren, im Gegensatz zu dem "Lock- und Tötungs"-Verfahren, offenbart beispielsweise in EP-A-376 888, bezeichnet. In dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Männchen nicht zerstört, was im Gegensatz zu dem "Lock- und Tötungs"-Verfahren steht. Die Wirkung für die bekannte systemische Bekämpfung von Ectoparasiten, insbesondere Flöhe, bei Haustieren und Viehbestand darf auch nicht fehlerhaft sein. In diesem zuletzt erwähnten Verfahren wird die pestizid wirksame Verbindung - beispielsweise zusammen mit der Nahrung - an den Wirtsorganismus verabreicht, wobei das Pestizid den Blutstrom des Wirtsorganismus erreicht und von den weiblichen Flöhen direkt aus dem Blut aufgenommen wird.

Ein weiterer, wichtiger Vorteil der Applikation der erfindungsgemäßen Verbindungen ist die Tatsache, dass sie unabhängig davon, ob die zu bekämpfende Schädlingspopulation hauptsächlich aus Weibchen oder hauptsächlich aus Männchen besteht, oder ob sie ungefähr gleich in der Anzahl sind, wirksam sind. Dies ist in dem vorstehend erwähnten "Lock- und Tötungs"-Verfahren nicht der Fall. Beim Applizieren des zuletzt erwähnten Verfahrens ist die Mehrheit der Tiere in der Population Weibchen; es wird sich als ziemlich wahrscheinlich erweisen, dass die Männchen in der Minderheit sind; eines von diesen Weibchen finden werden anstelle eines Tropfens des pestiziden Wirkstoffs, und das Ergebnis wird Eiablage von Weibchen sein, die kein Pestizid über die Männchen aufgenommen haben, was bedeutet, dass Reproduktion stattfindet. Zunächst kann dies auch in dem "Lock- und Sterilisier"-Verfahren der Fall sein. Da jedoch die reifen Weibchen kein Pheromon mehr abgeben und die Männchen, die mit dem Pheromon in Kontakt kommen, nicht bekämpft wurden, wird die Anzahl der Männchen in der Population die Anzahl der Weibchen in jedem Fall nach einem sehr kurzen Zeitraum übersteigen, sodass die Mehrheit an Weibchen, die von diesem Zeitpunkt an reif werden, mit der pestizid wirksamen Substanz in Kontakt kommen wird.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden zum Bekämpfen von Pflanzen-schädlichen Insekten in Kulturen von Nutzpflanzen, Aufforstungen und Beständen von Zierpflanzen, bei Baumwolle, im Obst- und Weinbau, in Ackerkulturen und der Forstwirtschaft, vorzugsweise beim Obstbau, angewendet. Die Zusammensetzungen zeichnen sich durch eine ausgeprägte Wirkung, insbesondere gegen Larven und Eier, hauptsächlich gegen Eier, aus.

Weiterhin können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auch zum Bekämpfen von ectoparasitischen Insekten, beispielsweise Lucilia sericata, und Vertretern der Gattung Acarina, hauptsächlich Zecken, wie Boophilus microplus, die für produktiven Lebendbestand und Haustiere schädlich sind, beispielsweise durch Behandeln der Tierkäfige und des Weidelandes, verwendet werden.

Erfolgreiche Bekämpfung innerhalb des Umfangs des Gegenstands der Erfindung ist insbesondere bei Schädlingen der Gattung Lepidoptera, Coleoptera, Orthoptera, Isoptera, Psocoptera, Anoplura, Mallophaga, Thysanoptera, Heteroptera, Homoptera, Hymenoptera, Diptera, Siphonaptera, Thysanura und Acarina, hauptsächlich Lepidoptera und Coleoptera, möglich. Besonders gute Bekämpfung nachstehender Schädlinge ist möglich:

Abagrotis spp., Abraxas spp., Acantholeucania spp., Acanthoplusia spp., Acarus spp., Acarus siro, Aceria spp., Aceria sheldoni, Acleris spp., Acoloithus spp., Acompsia spp., Acossus spp., Acria spp., Acrobasis spp., Acrocercops spp., Acrolepia spp., Acrolepiopsis spp., Acronicta spp., Acropolitis spp., Actebia spp., Aculus spp., Aculus schlechtendali, Adoxophyes spp., Adoxophyes reticulana, Aedes spp., Aegeria spp., Aethes spp., Agapeta spp., Agonopterix spp., Agriopis spp., Agriotes spp., Agriphila spp., Agrochola spp., Agroperina spp., Alabama spp., Alabama argillaceae, Agrotis spp., Albung spp., Alcathoe spp., Alcis spp., Aleimma spp., Aletia spp., Aleurothrixus spp., Aleurothrixus floccosus, Aleyrodes spp., Aleyrodes brassicae, Allophyes spp., Alsophila spp., Amata spp., Amathes spp., Amblyomma spp., Amblyptilia spp., Ammoconia spp., Amorbia spp., Amphion spp., Amphipoea spp., Amphipyra spp., Amyelois spp., Anacamptodes spp., Anagrapha spp., Anarsia spp., Anatrychyntis spp., Anavitrinella spp., Ancylis spp., Andropolia spp., Anhimella spp., Antheraea spp., Antherigona spp., Antherigona soccata, Anthonomus ssp., Anthonomus grandis, Anticarsia spp., Anticarsia gemmatalis, Aonidiella spp., Apamea spp., Aphania spp., Aphelia spp., Aphididae, Aphis spp., Apotomis spp., Aproaerema spp., Archippus spp., Archips spp., Acromyrmex, Arctia spp., Argas spp., Argolamprotes spp., Argyresthia spp., Argyrogramma spp., Argyroploce spp., Argyrotaenia spp., Arotrophora spp., Ascotis spp., Aspidiotus spp., AspiTapteryx spp., Asthenoptycha spp., Aterpia Spp., Athetis spp., Atomaria spp., Atomaria linearis, Atta spp., Atypha spp., Autographa spp., Axylia spp., Bactra spp., Barbara spp., Batrachedra spp., Battaristis spp., Bembecia spp., Bemisia spp., Bemisla tabaci, Bibio spp., Bibio hortulanis, Bisigna spp., Blastesthia spp., Blatta spp., Blatella spp., Blepharosis spp., Bleptina spp., Boarmia spp., Bombyx spp., Bomolocha spp., Boophilus spp., Brachmia spp., Bradina spp., Brevipalpus spp., Brithys spp., Bryobia spp., Bryobia praetiosa1 Bryotropha spp., Bupalus spp., Busseola spp., Busseola fusca, Cabera spp., Cacoecimorpha spp., Cadra spp.. Cadra cautella, Caenurgina spp., Calipitrimerus spp., Callierges spp., Callophpora spp., Callophpora erythrocephala, Calophasia spp., Caloptilia spp., Calybites spp., Capnoptycha spp., Capua spp., Caradrina spp., Caripeta spp., Carmenta spp., Carposina spp., Carposina nipponensis, Catamacta spp., Catelaphris spp., Catoptria spp., Caustoloma spp., Celaena spp., Celypha spp., Cenopis spp., Cephus spp., Ceramica spp., Cerapteryx spp., Ceratitis spp, Ceratophyllus spp., Ceroplaster spp., Chaetocnema spp., Chaetocnema tibialis, Chamaesphecia spp., Charanvca spp., Cheimophila spp., Chersotis spp., Chiasmia spp., Chilo spp., Chionodes spp., Chorioptes spp., Choristoneura spp., Chrysaspidia spp., Chrysodeixis spp., Chrysomya spp., Chrysomphalus spp., Chrysomphalus dictyospermi, Chrysomphalus aonidium, Chrysoteuchia spp., Cilix spp., Cimex spp., Clysia spp., Clysia ambiguella, Ciepsis spp., Cnaemidophorus spp., Cnaphalocrocis spp., Cnephasia spp., Coccus spp., Coccus hesperidum, Cochylis spp., Coleophora spp., Colotois spp., Commophila spp., Conistra spp., Conopomorpha spp., Corcyra spp., Cornutiplusia spp., Cosmia spp., Cosmopolites spp., Cosmopterix spp., Cossus spp., Costaeonvexa spp., Crambus spp., Creatonotos spp., Crocidolomia spp., Crocidolomia bin.otalis, Croesia spp., Crymodes spp., Cryptaspasma spp., Cryptoblabes spp., Cryptocala spp., Cryptophlebia spp., Cryptophlebia leucotreta, Cryptoptila spp., Ctenopseustis spp., Cucullia spp., Curculio spp., Culex spp., Cuterebra spp., Cydia spp., Cydia pomonella, Cymbalophora spp., Dactylethra spp., Dacus spp., Dadica spp., Damalinea spp., Dasychirä spp., Decadarchis spp.; Decodes spp., Deilephila spp., Deltodes spp., Dendrolimus spp., Depressaria spp., Dermestes spp., Dermanyssus spp., Dermanyssus gallinae, Diabrotica spp., Diachrysia spp., Diaphania spp., Diarsia spp., Diasemia spp., Diatraea spp., Diceratura spp., Dichomeris spp., Dichrocrocis spp., Dichrorampha spp., Dicycla spp., Dioryctria spp., Diparopsis spp., Diparopsis castanea, Dipleürina spp., Diprion spp., Diprionidae, Discestra spp., Distantiella spp., Distantiella theobroma, Ditula spp., Diumea spp., Doratopteryx spp., Drepana spp., Drosophila spp., Drosophila melanogaster, Dysauxes spp., Dysdercus spp., Dysstroma spp., Eana spp., Earias spp., Ecclitica spp., Ecdytolopha spp., Ecpyrrhorrhoe spp., Ectomyelois spp., Eetropis spp., Egira spp., Elasmopalpus spp., Emmelia spp., mpoasca spp., Empyreuma spp., Enargia spp., Enarmonia spp., Endopiza spp., Endothenia spp., Endotricha spp., Eoreuma spp., Eotetranychus spp., Eotetranychus carpini, Epagoge spp., Epelis spp., Ephestia spp., Ephestiodes spp., Epiblema spp., Epiehoristodes spp., Epinotia spp., Epiphyas spp., Epiplema spp., Epipsestis spp., Epirrhoe spp., Episimus spp., Epitymbia spp., Epllachna spp., Erannis spp., Erastria spp., Eremnus spp., Ereunetis spp., Eriophyes spp., Eriosoma spp., Eriosoma lanigerum, Erythroneura spp., Estigmene spp., Ethmia spp., Etiella spp., Euagrotis spp., Eucosma spp., Euehlaena spp., Euelidia spp., Eueosma spp., Euchistus spp., Eucosmomorpha spp., Eudonia spp., Eufidonia spp., Euhyponomeutoides spp., Eulepitodes spp., Eulia spp., Eulithis spp., Eupithecia spp., Euplexia spp., Eupoecilia spp., Eupoecilia ambiguella, Euproctis spp., Eupsilia spp., Eurhodope spp., Eurois spp., Eurygaster spp., Eurythmia spp., Eustrotia spp., Euxoa spp., Euzophera spp., Evergestis spp., Evippe spp., Exartema spp., Fannia spp., Faronta spp., Feltia spp., Filatima spp., Fishia spp., Frankliniella spp., Fumibotys spp., Gaesa spp., Gasgardia spp., Gastrophilus spp., Gelechia spp., Gilpinia spp., Gilpinia polytoma, Glossin.a spp., Glyphipterix spp., Glyphodes spp., Gnorimoschemini spp., Gonodonta spp., Gortyna spp., Gracillaria spp., Graphania spp., Grapholita spp., Grapholitha spp., Gravitarmata spp., Gretchena spp., Griselda spp., Gryllotalpa spp., Gynaephora spp., Gypsonoma spp., Hada spp., Haematopinus spp., Halisidota spp., Harpipteryx spp., Harrisina spp., Hedya spp., Helicoverpa spp., Heliophobüs spp., Heliothis spp., Hellula spp., Helotropa spp., Hemaris spp., Hercinothrips spp., Herculia spp., Hermonassa spp., Heterogenea spp., Holomelin.a spp., Homadaula spp., Homoeosoma spp., Homoglaea spp., Homohadena spp., Homona spp., Homonopsis spp., Hoplocampa spp., Hoplodrina spp., Hoshinoa spp., Hxalomma spp., Hydraecia spp., Hydriomena spp., Hyles spp., Hyloicus spp., Hypagyrtis spp., Hypatima spp., Hyphantria spp., Hyphantria cunea, Hypocala spp., Hypocoena spp., Hypodema spp., Hyppobosca spp., Hypsipyla spp., Hyssia spp., Hysterosia spp., Idaea spp., Idia spp., Ipimorpha spp., Isia spp., Isochorista spp., Isophrictis spp., Isopolia spp., Isotrias spp., Ixodes spp., Itame spp., Jodia spp., Jodis spp., Kawabea spp., Keiferia spp., Keiferia lycopersicella, Labdia spp., Lacinipolia spp., Lambdina spp., Lamprothritpa spp., Laodelphax spp., Lasius spp., Laspeyresia spp., Leptinotarsa spp., Leptinotarsa decemlineata, Leptocorisa spp., Leptostales spp., Lecanium spp., Lecanium comi, Lepidosaphes spp., Lepisma spp., Lepisma saccharina, Lesmone spp., Leucania spp., Leucinodes spp., Leucophaea spp., Leucophaea maderae, Leücoptera spp., Leucoptera scitella, Linognathus spp., Liposcelis spp., Lissorhoptrus spp., Lithacodia spp., Lithocolletis spp., Lithomoia spp., Lithophane spp., Lixodessa spp., Lobesia spp., Lobesia botrana, Lobophora spp., Locusta spp., Lomanaltes spp., Lomographa spp., Loxagrotis spp., Loxostege spp., Lucilia spp., Lymantria spp., Lymnaecia spp., Lyonetia spp., Lyriomyza spp., Macdonnoughia spp., Macrauzata spp., Macronoctua spp., Macrosiphus spp., Malacosoma spp., Maliarpha spp., Mamestra spp.,. Mamestra brassicae, Manduca spp., Manduca sexta, Marasmia spp., Margaritia spp., Matratinea spp., Matsumuraeses spp., Melanagromyza spp., Melipotes spp., Melissopus spp., Melittia spp., Melolontha spp., Meristis spp., Meritastis spp., Merophyas spp., Mesapamea spp., Mesogona spp., Mesoleuca spp., Metanema spp., Metendothenia spp., Metzneria spp., Micardia spp., Microcorses spp., Microleon spp., Mnesictena spp., Mocis spp., Monima spp., Monochroa spp., Monomorium spp., Monomorium pharaonis, Monopsis spp., Morrisonia spp., Musca spp., Mutuuraia spp., Myelois spp., Mythimna spp., Myzus spp., Naranga spp., Nedra spp., Nemapogon spp., Neodiprion spp., Neosphaleroptera spp., Nephelodes spp., Nephotettix spp., Nezara spp., Nilaparvata spp., Niphonympha spp., Nippoptilia spp., Noctua spp., Nola spp., Notocelia spp., Notodonta spp., Nudaurelia spp., Ochropleura spp., Ocnerostoma spp., Oestrus spp., Olethreutes spp., Oligia spp., Olindia spp., Olygonychus spp., Olygonychus gallinae, Oncocnemis spp., Operophtera spp., Ophisma spp., Opogona spp., Oraesia spp., Omiodoros spp., Orgyia spp., Oria spp., Orseolia spp., Orthodes spp., Orthogonia spp., Orthosia spp., Oryzaephilus spp., Oscinella spp., Oscinella frit, Osminia spp., Ostrinia spp., Ostrinia nubilalis, Otiorhynchus spp., Ourapteryx spp., Pachetra spp., Pachysphinx spp., Pagyda spp., Paleacrita spp., Paliga spp., Palthis spp., Pammene spp., Pandemis spp., Panemeria spp., Panolis spp., Panolis flammea, Panonychus spp., Parargyresthia spp., Paradiarsia spp., Paralobesia spp., Paranthrene spp., Parapandemis spp., Parapediäsia spp., Parastichtis spp., Parasyndemis spp., Paratoria spp., Pareromeme spp., Pectinophora spp., Pectinophora gossypiella, Pediculus spp., Pegomyia spp., Pegomyia hyoscyami, Pelochrista spp., Pennisetia spp., Penstemonia spp., Pemphigus spp., Peribatodes spp., Peridroma spp., Perileucoptera spp., Periplaneta spp., Perizoma spp., Petrova spp., Pexicopia spp., Phalonia spp., Phalonidia spp., Phaneta spp., Phlyctaenia spp., Phlyctinus spp., Phorbia spp., Phragmatobia spp., Phricanthes spp., Phthorimaea spp., Phthorimaea operculella, Phyllocnistis spp., Phyllocoptruta spp., Phyllocoptruta oleivora, Phyllonorycter spp., Phyllophila spp., Phylloxera spp., Pieris spp., Pieris rapae, Piesma spp., Planococus spp., Planotortrix spp., Platyedra spp., Platynota spp., Platyptilia spp., Platysenta spp., Plodia spp., Plusia spp., Plutella spp., Plutella xylostella, Podosesia spp., Polia spp., Popillia spp., Polymixis spp., Pölyphagotarsonemus spp., Polyphagotarsonemus latus, Prays spp., Prionoxystus spp., Probole spp., Proceras spp., Prochoerodes spp., Proeulia spp., Proschistis spp., Proselena spp., Proserpinus spp., Protagrotis spp., Proteoteras spp., Protobathra spp., Protoschinia spp., Pselnophorus spp., Pseudaletia spp., Pseudanthonomus spp., Pseudatemelia spp., Pseudaulacaspis spp., Pseudexentera spp., Pseudococus spp., Pseudohermenias spp., Pseudoplusia spp., Psoroptes spp., Psylla spp., Psylliodes spp., Pterophorus spp., Ptycholoma spp., Pulvinaria spp., Pulvinaria aethiopica, Pyralis spp.; Pyrausta spp., Pyrgotis spp., Pyrreferra spp., Pyrrharctia spp., Quadraspidiotus spp., Rancora spp., Raphia spp., Reticultermes spp., Retinia spp., Rhagoletis spp., Rhagoletis pomonella, Rhipicephalus spp., Rhizoglyphus spp., Rhizopertha spp., Rhodnius spp., Rhophalosiphum spp., Rhopobota spp., Rhyacia spp., Rhyacionia spp., Rhynchopacha spp., Rhyzosthenes spp., Rivula spp., Rondotia spp., Rusidrina spp., Rynchaglaea spp., Sabulodes spp., Sahlbergella spp., Sahlbergella singularis, Saissetia spp., Samia spp., Sannina spp., Sanninoidea spp., Saphoideus spp., Sarcoptes spp., Sathrobrota spp., Scarabeidae, Sceliodes spp., Schinia spp., Schistocerca spp., Schizaphis spp., Schizura spp., Schreckensteinia spp., Sciara spp., Scirpophaga spp., Scirthrips auranti, Scoparia spp., Scopula spp., Scotia spp., Scotinophara spp., Scotogramma spp., Scrobipalpa spp., Scrobipalpopsis spp., Semiothisa spp., Sereda spp., Sesamia spp., Sesia spp., Sicya spp., Sideridis spp., Simyra spp., Sineugraphe spp., Sitochroa spp., Sitobion spp., Sitophilus spp., Sitotroga spp., Solenopsis spp., Smerinthus spp., Sophronia spp., Spaelotis spp., Spargaloma spp., Sparganothis spp., Spatalistis spp., Sperchia spp., Sphecia spp., Sphinx spp., Spilonota spp., Spodoptera spp., Spodoptera littoralis, Stagmatophora spp., Staphylinochrous spp., Stathmopoda spp., Stenodes spp., Sterrha spp., Stomoxys spp., Strophedra spp., Sunira spp., Sutyna spp., Swammerdamia spp., Syllomatia spp., Sympistis spp., Synanthedon. spp., Synaxis spp., Syncopacma spp., Syndemis spp., Syngrapha spp., Synthomeida spp., Tabanus spp., Taeniarchis spp., Taeniothrips spp., Tannia spp., Tarsonemus spp., Tegulifera spp., Tehama spp., Teleiodes spp., Telorta spp., Tenebrio spp., Tephrina spp., Teratoglaea spp., Terricula spp., Tethea spp., Tetranychus spp., Thalpophila spp., Thaumetopoea spp., Thiodia spp., Thrips spp., Thrips palmi, Thrips tabaci, Thyridopteryx spp., Thyris spp., Tineola spp., Tipula spp., Tortricidia spp., Tortrix spp., Trachea spp., Trialeurodes spp., Trialeurodes vaporariorum, Triatoma spp., Triaxomera spp., Tribolium spp., Tricodectes spp., Trichoplusia spp., Trichoplusia ni, Trichoptilus spp., Trioza spp., Trioza erytreae, Triphaenia spp., Triphosa spp., Trogoderma spp., Tyria spp., Udea spp., Ungspis spp., Ungspis citri, Utetheisa spp., Valeriodes spp., Vespa spp., Vespamima spp., Vitacea spp., Vitula spp., Witlesia spp., Xanthia spp., Xanthorhoe spp., Xanthotype spp., Xenomicta spp., Xenopsylla spp., Xenopsylla cheopsis, Xestia spp., Xylenä spp., Xylomyges spp., Xyrosaris spp., Yponomeuta spp., Ypsolopha spp., Zale spp., Zanclognathus spp., Zeiraphera spp., Zenodoxus spp., Zeuzera spp., Zygaena spp..

Die gute pestizide Wirkung der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen entspricht einer Zerstörungsrate (Mortalität) von mindestens 50-60% der vorstehend erwähnten Schädlinge oder von ihren Eiern und Larven.

Verhalten-verändernde Substanzen, die für die Erfindung geeignet sind, sind Pheromone, Kairomone und Lockmittel, hauptsächlich Pheromone. Solche Signalsubstanzen sind auch bei außergewöhnlich niedrigen Konzentrationen wirksam und sind in der Lage, das Verhalten der Insekten in einer Weise zu verändern, die deren Bekämpfung erlaubt. Pheromone sind Sexualsignalsubstanzen, die in den meisten Fällen durch die weiblichen Erwachsenen der Schädlinge, hauptsächlich Insekten, erzeugt werden, die die männlichen Individuen der gleichen Schädlingsspezies anziehen. Die natürlichen Pheromone sind flüchtig und können ihre anlockende Wirkung über große Distanzen zeigen. Der Begriff "Pheromon" kann zum Beschreiben von nicht nur einer chemisch definierten einzelnen Verbindung verwendet werden, sondern auch für ein Gemisch der Verbindungen. Es hängt von den Arten ab, ob es eine definierte einzelne Verbindung oder ein Gemisch von Verbindungen bedeutet. Geeignet für die erfindungsgemäßen Zwecke sind im Prinzip alle Pheromone, die in der Literatur beschrieben wurden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen die Verhalten-verändernde Substanz, vorzugsweise in einer Menge von 0,01 bis 10 Gewichtsprozent, insbesondere 0,02 bis 5 Gewichtsprozent, ganz besonders 0,04 bis 2%. Besonders bevorzugt ist ein Pheromongehalt von 0,08 bis 0,24 Gewichtsprozent zum Bekämpfen der Eier der Vertreter der Gattung Lepidoptera und ein Pheromongehalt von 0,7 bis 0,9 Gewichtsprozent zum Bekämpfen der Eier von Vertretern der Gattung Coleoptera. Ein typischer Pheromongehalt zum Bekämpfen der Eier der Vertreter der Gattung Lepidoptera ist 0,16 Gewichtsprozent und zum Bekämpfen der Eier der Vertreter der Gattung Coleoptera 0,8 Gewichtsprozent. Bevorzugt ist auch eine Zusammensetzung, die nur ein Pheromon umfasst. Im Fall von Kairomonen und Lockmitteln, die hauptsächlich in Zusammensetzungen zum Bekämpfen der Larvenstadien verwendet werden, werden Mengen von 0,5 bis 30 Gewichtsprozent, insbesondere 5 bis 20 Gewichtsprozent, angewendet.

Struktur und Zusammensetzung der Pheromone sind aus der Literatur gut bekannt. Beispiele für Pheromone, die innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind die nachstehenden:

Essigsäure-Z-5-decenylester, Essigsäuredodecanylester, Essigsäure-Z-7-dodecenylester, Essigsäure-E-7-dodecenylester, Essigsäure-Z-8-dodecenylester, Essigsäure-E-8-dodecenylester, Essigsäure-Z-9-dodecenylester, Essigsäure-E-9-dodecenylester, Essigsäure-E-10-dodecenylester, Essigsäure-11-dodecenylester, Essigsäure-Z-9,11-dodecadienylester, Essigsäure-E-9,11-dodecadienylester, Essigsäure-Z-11-tridecenyl- ester, Essigsäure-E-11-tridecenylester, Essigsäuretetradecanylester, Essigsäure-E-7-tetradecenylester, Essigsäure-Z-8- tetradecenylester, Essigsäure-E-8-tetradecenylester, Essigsäure-Z-9-tetradecenylester, Essigsäure-E-9-tetradecenylester, Essigsäure-Z-10-tetradecenylester, Essigsäure-E-10- tetradecenylester, Essigsäure-Z-11-tetradecenylester, Essigsäure-E-11-tetradecenylester, Essigsäure-Z-12-pentadecenylester, Essigsäure-E-12-pentadecenylester, Essigsäurehexadecanylester, Essigsäure-Z-7-hexadecenylester, Essigsäure-Z- 11-hexadecenylester, Essigsäure-E-11-hexadecenylester, Essigsäureoctadecanylester, Essigsäure-E,Z-7,9-dodecadienylester, Essigsäure-Z,E-7,9-dodecadienylester, Essigsäure-E,E- 7,9-dodecadienylester, Essigsäure-Z,Z-7,9-dodecadienylester, Essigsäure-E,E-8,10-dodecadienylester, Essigsäure-E,Z-9,12- dodecadienylester, Essigsäure-E,Z-4,7-tridecadienylester, 4- Methoxycinnamaldehyd-β-ionon, Östragol (4-Allylanisol), Eugenol (4-Allyl-2-methoxyphenol), Indol, Propansäure-8-methyl-2-decylester, Essigsäure-E,E-9,11-tetradecadienylester, Essigsäure-Z,Z-9,12-tetradecadienylester, Essigsäure-Z,Z- 7,11-hexadecadienylester, Essigsäure-E,Z-7,11-hexadecadienylester, Essigsäure-Z,E-7,11-hexadecadienylester, Essigsäure-E,E-7,11-hexadecadienylester, Essigsäure-Z,E-3,13-octadecadienylester, Essigsäure-E,Z-3,13-octadecadienylester, Essigsäure-E,E-3,13-octadecadienylester, Ethanol, Hexanol, Heptanol, Octanol, Decanol, Z-6-Nonenol, E-6-Nonenol, Dodecanol, 11-Dodecenol, Z-7-Dodecenol, E-7-Dodecenol, Z-8- Dodecenol, E-8-Dodecenol, E-9-Dodecenol, Z-9-Dodecenol, E- 9,11-Dodecadienol, Z-9,11-Dodecadienol, Z,E-5,7-Dodecadienol, E,E-5,7-Dodecadienol, E,E-8,10-Dodecadien-1-ol (Codlemone, Codlure), E,Z-8,10-Dodecadienol, Z,Z-8,10-Dodecadienol, Z,E-8,10-Dodecadienol, E,Z-7,9-Dodecadienol, Z,Z-7,9- Dodecadienol, E-5-Tetradecenol, Z-8-Tetradecenol, Z-9-Tetradecenol, E-9-Tetradecenol, Z-10-Tetradecenol, Z-11-Tetradecenol, E-11-Tetradecenol, Z-11-Hexadecenol, Z,E-9,11-Tetradecadienol, Z,E-9,12-Tetradecadienol, Z,Z-9,12-Tetradecadienol, Z,Z-10,12-Tetradecadienol, Z,Z-7,11-Hexadecadienol, Z,E-7,11-Hexadecadienol, (E)-14-Methyl-8-hexadecen-1-ol, (Z)-14-Methyl-8-hexadecen-1-ol, E,E-10,12-Hexadecadienol, E,Z-10,12-Hexadecadienol, Dodecanal, Z-9-Dodecenal, Tetradecanal, Z-7-Tetradecenal, Z-9-Tetradecenal, Z-11-Tetradecenal, E-11-Tetradecenal, E-11,13-Tetradecadienal, E,E-8,10- Tetradecadienal, Z,E-9,11-Tetradecadienal, Z,E-9,12-Tetradecadienalhexadecanal, Z-8-Hexadecenal, Z-9-Hexadecenal, Z-10- Hexadecenal, E-10-Hexadecenal, Z-11-Hexadecenal, E-11-Hexadecenal, Z-12-Hexadecenal, Z-13-Hexadecenal, (Z)-14-Methyl-8-hexadecenal, (E)-14-Methyl-8-hexadecenal, Z,Z-7,11- Hexadecadienal, Z,E-7,11-Hexadecadienal, Z,E-9,11-Hexadecadienal, E,E-10,12-Hexadecadienal, E,Z-10,12-Hexadecadienal, Z,E-10,12-Hexadecadienal, Z,Z-10,12-Hexadecadienal, Z,Z- 11,13-Hexadecadienaloctadecanal, Z-11-Octadecenal, E-13-Octadecenal, Z-13-Octadecenal, Buttersäure-Z-5-decenyl-3-methylester.

Disparlur: (+)-cis-7,8-Epoxy-2-methyloctadecan

Seudenol: 3-Methyl-2-cyclohexen-1-ol

Sulcatol: 6-Methyl-5-hepten-2-ol

Ipsenol: 2-Methyl-6-methylen-7-octen-4-ol

Ipsdienol: 2-Methyl-6-methylen-2,7-octadien-4-ol

Grandlur I: cis-2-Isopropenyl-1-methylcyclobutanethanol

Grandlur II: Z-3,3-Dimethyl-1-cyclohexan-ethanol

Grandlur III: Z-3,3-Dimethyl-1-cyclohexan-acetaldehyd

Grandlur IV: E-3,3-Dimethyl-I-cyclohexan-acetaldehyd

cis-2-Verbenol: cis-4,6,6-Trimethylbicyclo[3.1.1]hept-3- en-2-ol, Cucurbitacin, 2-Methyl-3-buten- 2-ol, 4-Methyl-3-heptanol, Cucurbitacin, 2-Methyl-3-buten-2-ol, 4-Methyl-3-heptanol

α-Pinen: 2,6,6-Trimethylbicyclo[3.1.1]hept-2-en

α-Caryophyllen: 4,11,11-Trimethyl-8-methylenbicyclo- [7.2.0]undecan-Z-9-tricosen

α-Multistriatin: 2(2-endo,4-endo)-5-Ethyl-2,4-dimethyl- 6,8-dioxabicyclo-[3.2.1]octan

Methyleugenol: 1,2-Dimethoxy-4-(2-propenyl)phenol

Lineatin: 3,3,7-Trimethyl-2,9-dioxatricyclo- [3.3.1.0]nonan

Chalcogran: 2-Ethyl-1-6-dioxaspiro[4.4]nonan

Frontalin: 1,5-Dimethyl-6,8-dioxabicyclo[3.2.1]octan

endo-Brevicomin: endo-7-Ethyl-5-methyl-6,8-dioxabicyclo- [3.2.1]octan

exo-Brevicomin: exo-7-Ethyl-5-methyl-6,8-dioxabicyclo- [3.2.1]octan

(Z)-5-(1-Decenyl)dihydro-2(3H)-furanon

Famesol 3,7,11-Trimethyl-2,6,10-dodecatrien-1-ol

Nerolidol 3,7,11-Trimethyl-1,6,10-dodecatrien-3-ol Essigsäure-3-methyl-6-(1-methylethenyl)- 9-decen-1-ol-ester

Essigsäure-(Z)-3-methyl-6-(1-methylethenyl)-3,9-decadien-1-ol-ester

Essigsäure-(E)-3,9-methyl-6-(1-methyl- ethenyl)-5,8-decadien-1-ol-ester

Propionsäure-3-methylen-7-methylocten-1- ol-ester

Propionsäure-(Z)-3,7-dimethyl-2,7-octadien-1-ol-ester

Propionsäure-(Z)-3,9-dimethyl-6-(1-methylethenyl)-3,9-decadien-1-ol-ester

Kairomone sind ebenfalls natürlich vorkommende Signalsubstanzen. Sie werden durch Pflanzen erzeugt und bestehen in den meisten Fällen aus einem Gemisch einer Vielzahl von verschiedenen flüchtigen, riechenden Substanzen. Die Kairomone können Insekten und Vertreter der Gattung Acarina anziehen. Jedoch sind, in Abhängigkeit von der Konzentration ebenfalls abstoßende Wirkungen möglich. Die Wirkung auf die Kairomone muss im Zusammenhang mit der Tatsache gesehen werden, dass Insekten und Acarina in engen Symbiosen mit den infrage kommenden Pflanzenteilen leben.

Die sogenannten Lockmittel sind bekannte chemische Verbindungen, die relativ leicht erhältlich sind und die in der Lage sind, das Verhalten der Schädlinge in dem Sinne zu beeinflussen, dass den Schädlingen Zugang zu den Pestiziden verschafft wird und sie in besonders hohem Maße der Wirkung der Pestizide, die gleichzeitig vorliegen, ausgesetzt werden.

Solche Kairomone und Lockmittel, die für die erfindungsgemäßen Zwecke verwendet werden können - vorzugsweise in Kombination mit Pheromonen - sind auch aus der Literatur bekannt.

Natürlich müssen die mit den Zusammensetzungen und Produkten gemäß der Erfindung angewendeten pestizid wirksamen Verbindungen mit den verbleibenden Bestandteilen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verträglich sein und mindestens darin maximal löslich sein. Noch dürfen die pestizid wirksamen Bestandteile zu rasch verdampfen; sondern sie müssen in oder auf der Oberfläche des Mikrotropfens oder den tropfenförmigen Zonen für einen hinreichenden Zeitraum vorliegen, um die Aufnahme des Wirkstoffs durch den zu bekämpfenden Schädling zu erlauben. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen umfassen vorzugsweise 1 bis 15 Gewichtsprozent, insbesondere 5 bis 12 Gewichtsprozent, der pestizid wirksamen Verbindung. Ein typischer Gehalt von pestizid wirksamer Verbindung ist 10 Gewichtsprozent. Bevorzugt ist eine Zusammensetzung, die nur eine pestizid wirksame Verbindung umfasst.

Eine fließfähige Zusammensetzung für die erfindungsgemäßen Zwecke ist eine Zusammensetzung, die typische Fließeigenschaften, wie Honig oder beispielsweise Leim, zeigt. Die Zusammensetzungen mit besserem Fließvermögen können angewendet werden, solange sie auf dem Träger anhaften, beispielsweise dem Blatt oder der Rinde der Pflanze. Die Viskosität der erfindungsgemäßen Zusammensetzung ist vorzugsweise in einem Bereich von 1000 bis 40 000, insbesondere 10 000 bis 30 000, ganz besonders 15 000 bis 25 000 cP (Centipoise). Eine typische Viskosität ist 20 000 cP.

Die Viskositäten der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen werden normalerweise unter Verwendung eines Verfahrens gemessen, bei dem das Drehmoment, das den Widerstand einer Flüssigkeit aufgrund seiner Viskosität überwinden muss, zu der Rotationsbewegung eines Zylinders oder einer Scheibe mit Hilfe des Zugs einer Metallfeder (sogenanntes Torsionsprinzip) bestimmt wird. Die angesagte Spannung der Feder (Drehmoment) ist proportional der Viskosität, die irr Millipascal Sekunden angegeben wird (mPa·s = 1 cP). Die Messungen werden beispielsweise unter Verwendung eines Brookfield Synchro-Lectric Viscometer, Modell LV, von Brookfield Engineering Laboratories Inc., Stoughton, Mass., USA, ausgeführt.

Der Begriff UV-Absorptionsmittel ist in der Bedeutung gemäß der Erfindung als eine Verbindung zu verstehen, die einen Hauptabsorptionsbereich zwischen 200 und 450 nm, insbesondere zwischen 270 und 400 nm, aufweist. In den meisten Fällen gibt es die bekannten, kommerziell verfügbaren UV-Absorptionsmittel, die insbesondere aus der Kunststoffindustrie bekannt sind. Verbindungen, die vorzugsweise angewendet werden, sind jene, die zu den nachstehenden Klassen von Substanzen gehören: Benzotriazolderivate, Benzophenonderivate, Zimtsäurederivate, Oxalanilide, sterisch gehinderte Amine, insbesondere Piperidinderivate, und Triazine. Die Benzotriazolderivate sind besonders bevorzugt. Falls geeignet, können andere Substanzen, die nicht normalerweise UV- Absorptionsmittel in dem engen Sinne genannt werden, für diesen Zweck angewendet werden, vorausgesetzt, sie sind ausreichend stabil gegenüber Licht, haben eine ausreichend hohe Absorption in dem vorstehend erwähnten Absorptionsbereich und können zusammen mit den übrigen Komponenten unter Gewinnung einer Zusammensetzung mit der gewünschten Viskosität verarbeitet werden. Sterisch gehinderte Amine, insbesondere Piperidinderivate, werden in dem vorliegenden Zusammenhang, zusammen mit den UV-Absorptionsmitteln erwähnt, auch wenn ihr Wirkmodus vielleicht aufgrund ihrer Antioxidationsmitteleigenschaften erfolgt. In dem Fall, dass sie angewendet werden, werden sie vorzugsweise nicht einzeln angewendet, sondern in Kombination mit einer oder mehreren Substanzen aus einer der anderen Klassen an erwähnten UV-Absorptionsmitteln, insbesondere in Kombination mit Benzotriazolen, vorzugsweise in einer Menge von 5 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung.

Besonders bevorzugt ist eine Zusammensetzung, die 50 bis 95 Gewichtsprozent, insbesondere 60 bis 90%, besonders 70 bis 90%, besonders bevorzugt 80 bis 90%, des UV- Absorptionsmittels oder an sich bekannten UV-Absorptionsmittelgemisches umfasst. Ein typischer Gehalt ist 85 Gewichtsprozent. Bevorzugt ist auch eine Zusammensetzung, die nur ein UV-Absorptionsmittel umfasst. Vorzugsweise verwendet werden flüssige oder fließfähige UV-Absorptionsmittel mit einem cP-Wert zwischen 1000 und 40 000, insbesondere zwischen 10 000 und 30 000. Andererseits ist es auch möglich, ein oder mehrere feste UV-Absorptionsmittel anzuwenden und dieselben mit oder ohne andere Hilfsmittel, beispielsweise Lösungsmittel, in die gewünschte fließfähige Form umzuwandeln. Es ist auch möglich, ein Gemisch eines fließfähigen UV-Absorptionsmittels mit einem festen UV-Absorptionsmittel - wiederum mit oder ohne weitere Hilfsmittel - zu mischen, um die Zusammensetzung in die gewünschte fließfähige Form umzuwandeln.

Beispiele für Untergruppen an UV-Absorptionsmittel und freien Radikalfängern der vorstehend erwähnten Klassen, die besonders gemäß der Erfindung geeignet sind, sind:

A) 2-(2-Hydroxyphenyl)benzotriazole der Formel

worin R&sub5;&sub1; H oder Halogen, insbesondere H oder Cl, ganz besonders H oder 5-Cl, darstellt;

R&sub5;&sub2; H, C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub1;&sub2;-alkyl, Phenyl; insbesondere C&sub1;-C&sub1;&sub2;-Alkyl, darstellt;

R&sub5;&sub3; H, C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub1;&sub2;-alkyl, Phenyl, -(CH&sub2;)g-COO- C&sub1;-C&sub1;&sub2;-Alkyl, -(CH&sub2;)h-COO-C&sub1;-C&sub2;&sub4;-Alkenyl darstellt; und g and h unabhängig voneinander 1 bis 20, insbesondere 2, sind; oder R&sub5;&sub3; eine Kette, gebildet durch Umsetzen einer Verbindung der Formel (VI), worin R&sub5;&sub3; einen Rest -(CH&sub2;)g-COO-C&sub1;-C&sub1;&sub2;-Alkyl darstellt, mit einem Polyethylenglycol, darstellt.

Besonders bevorzugte Verbindungen der Formel (VI) sind: ein Reaktionsprodukt von

und HO(CH&sub2;CH&sub2;C)iH (Polyethylenglycol 300), i = 6 oder 7, mittleres Molekulargewicht des Reaktionsprodukts > 600, bekannt unter dem Handelsnamen Tinuvin 1130);

das Reaktionsprodukt, gebildet durch Alkylieren von 2-(2-Hydroxy-5-methylphenyl)benzotriazol mit i-Dodecen:

(Tinuvin 171);

2-(2'-Hydroxy-3'-tert-butyl-5'-methylphenyl)-5-chlorbenzotriazol (Tinuvin 326);

2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazol (Tinuvin 327)

2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-amylphenyl)benzotriazol (Tinuvin 328);

2-(2'-Hydroxy-3',5'-di-tert-butylphenyl)-5-chlorbenzotriazol (Tinuvin 329);

und die Verbindung der Formel

worin Ra C&sub4;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, insbesondere C&sub8;-Alkyl, insbesondere eine Verbindung, worin Ra aus ungefähr 50% n-Octyl und ungefähr 50% 2-Ethylhexyl zusammengesetzt ist (Tinuvin 109);

B) 2-Hydroxy-4-alkoxybenzophenone der Formel

worin

R&sub5;&sub4; = H, C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkoxy

R&sub5;&sub5; = C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl, vorzugsweise -C&sub8;H&sub1;&sub7; und -C&sub1;&sub2;H&sub2;&sub5;, insbesondere die Verbindung der Formel (VII), worin R&sub5;&sub4; Wasserstoff darstellt und -OR&sub5;&sub5; 4-O-n-C&sub8;H&sub1;&sub7; darstellt (Chimassorb 81);

C) Oxalanilide der Formel

worin

R&sub5;&sub6; C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl darstellt und

R&sub5;&sub7; C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl darstellt;

D) Zimtsäurederivate der Formel

worin

R&sub5;&sub8; H oder C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl darstellt;

R&sub5;&sub9; oder C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder Phenyl darstellt;

R&sub6;&sub0; H oder C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkoxy darstellt und

R&sub6;&sub1; H, CN oder COO-C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl darstellt;

in freier Form oder in Salzform;

E) Triazinderivate der Formel

worin

R&sub6;&sub2; und R&sub6;&sub4; unabhängig voneinander H, C&sub1;-C&sub1;&sub2;-Alkyl oder OH darstellen;

R&sub6;&sub3; und R&sub6;&sub5; unabhängig voneinander C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub1;&sub8;- Alkoxy darstellen;

R&sub6;&sub6; C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkyl; C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkoxy-C&sub1;-C&sub1;&sub2;-alkyl, C&sub1;-C&sub1;&sub8;-Alkoxyhydroxy-C&sub1;-C&sub1;&sub2;-alkyl darstellt;

k 0, 1 oder 2 ist und l 0, 1 oder 2 ist;

worin, wenn k und/oder l 2 sind, die Reste R&sub6;&sub3; und R&sub6;&sub5; unabhängig voneinander in freier Form oder in Salzform vorliegen;

insbesondere ein Gemisch von 2-[4-((2-Hydroxy-3-didecyloxypropyl)-oxy]-2-hydroxyphenyl]-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)- 1,3,5-triazin und 2-[4-((2-Hydroxy-3-tridecyloxypropyl)- oxy]-2-hydroxyphenyl]-4,6-bis(2,4-dimethylphenyl)-1,3,5-triazin, mit einem ungefähren Molekulargewicht von 654 (Tinuvin 400);

E) Piperidinderivate der Formel

worin die Reste R&sub7;&sub0; unabhängig voneinander Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, insbesondere Wasserstoff oder Methyl, darstellen und

m 2 bis 8, insbesondere 8, ist,

in freier Form oder in Salzform;

insbesondere Bis-2,2,6,6-tetramethyl-4-piperidylsebacat (Tinuvin 770 DF) und Bis-1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidylsebacat (Tinuvin 765);

F) Piperidinderivate der Formel

worin die Reste R&sub7;&sub1; unabhängig voneinander Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub4;-Alkyl, insbesondere Wasserstoff oder Methyl, darstellen,

AA und BB unabhängig voneinander C&sub1;-C&sub8;-Alkylen, insbesondere -CH&sub2;-CH&sub2;-, darstellen, und

n ausreichend groß ist, sodass das Molekulargewicht der Verbindung zwischen 1000 und 4000 liegt;

in freier Form oder in Salzform;

insbesondere Poly-(N-β-hydroxyethyl-2,2,6,6-tetramethyl-4- hydroxypiperidylsuccinat (Tinuvin 622 LD); und die Verbindungen n-Butylamin-nickel-2,2'-thiobis(4-tert-octylphenolat) (Chimassorb N-705) und Poly-{[6-[(1,1,3,3-tetramethylbutyl)imino]-1,3,5-triazin-2,4-diyl][2-(2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)amino]hexamethylen-[4-(2,2,6,6-tetramethylpiperidyl)imino]} (Chimassorb 944 LD/FL).

Falls erforderlich, können die fließfähigen, erfindungsgemäßen Produkte übliche Viskosität-steuernde Verdickungsmittel in einer Menge von 1 bis 47 Gewichtsprozent, vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 20 Gewichtsprozent, umfassen. Beispiele für geeignete organische Verdickungsmittel sind: Base-neutralisierte Acrylsäurepolymere mit hohem Molekulargewicht und relativ hoher Viskosität ("Carbopol"- Typen), Polyvinylpyrrolidone, Cellulosegummen, insbesondere Cellulosealkylester und Cellulosealkylether ("Blanose"-Typen), flüssige Polyalkylenglycol-Blockcopolymere von Ethylenoxid und Propylenoxid ("Pluronic"-Typen), Polyethylenglycole mit einem Molekulargewicht oberhalb 10 000 und Polyisobutylen mit einem Molekulargewicht von ungefähr 1000 (Glissopal 1000). Unter den anorganischen Verdickungsmitteln können die nachstehenden beispielsweise erwähnt werden: gefällte oder pyrogene Siliziumdioxide, Aluminiumoxide und Steinmehle, insbesondere Calcit, verschiedene Typen von Talkum oder Kaolinen, Bentonite, Montmorillonite, Smectite und Attapulgit, Aluminiumoxid/Siliziumdioxid ("Aerosil"-Typen) und Natriumaluminiumsilikate. Quarzsand oder vernetzte, feste, pulverförmige Polymere können als zusätzliche Füllstoffe in die Produkte eingearbeitet werden.

Um die Viskosität der erfindungsgemäßen fließfähigen Produkte zu modifizieren, kann es in bestimmten Fällen zweckmäßig sein, ein inertes Lösungs- oder Verdünnungsmittel zuzusetzen. Diese Lösungsmittel sollten mit den übrigen Bestandteilen des Produkts verträglich und vorzugsweise von niederer Flüchtigkeit sein. Geeignete Beispiele sind die nachstehenden Lösungsmittel: Ether und Ether-ähnliche Verbindungen von niederer Flüchtigkeit, wie Dipropylether, Dibutylether, Dioxan, Dimethoxyethan und Tetrahydrofuran; N,N- dialkylierte Carboxamide; aliphatische, aromatische und halogenierte Kohlenwasserstoffe, insbesondere Pentane, Hexane, Heptane, Octane, Hexadecan, Toluol, Xylole, Chlorkohlenwasserstoffe und Chlorbenzole, Alkohole, wie Ethanol, Propanole, t-Butanol und höhere Alkohole; Nitrile, wie Acetonitril oder Propionitril; und Ketone, beispielsweise Methylisopropylketon und Methylisobutylketon; Alkylester von aliphatischen Carbonsäuren, wie Propionsäurebutylester, Oxalsäuremethylester, Sebacinsäuredibutylester, Sebacinsäuredi- (2-ethylhexyl)ester. Im Allgemeinen umfassen die erfindungsgemäßen Formulierungen nur relativ kleine Mengen an Lösungsmitteln, beispielsweise 1 bis 2 Gewichtsprozent.

Falls erforderlich, können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen weiterhin andere Formulierungshilfsmittel umfassen, die dazu dienen, die Zusammensetzung an die speziellen Bedingungen anzupassen oder die biologisch wirksame Bestandteile schützen, welche sie gegen bestimmte Umweltfaktoren umfassen. Solche Formulierungshilfsstoffe können Substanzen sein, die zusätzlichen Schutz gegen UV bereitstellen, wie fein verteilte Kohlenstoffpulver (beispielsweise Ruß mit Pigment-Qualität), Farbstoffe und färbende Pigmente (beispielsweise Sudanschwarz, Chromphthalblau, Terasilblau, Cibacetgelb, Titandioxid, Zinksulfat und Zinkoxide), optische Aufheller (beispielsweise Uvitex oder Tinopal DMS), Antioxidanzien (beispielsweise Butylhydroxytoluol oder 2,6-Ditert-butyl-p-cresol), und in einigen Fällen auch spezielle Tenside und Emulgatoren (beispielsweise anionische Tenside: Natriumlaurylsulfat, Calciumdodecylbenzolsulfonat, und nichtionische Tenside: Fettalkoholethoxylate, Alkylphenolethoxylate, Oleylalkoholethoxylate, Ethylenoxid/Propylenoxid-Blockcopolymere, Fettaminethoxylate, Silikontenside), sein. Leimpigmente und Farbpigmente können in einer Menge von 1 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 3 bis 10 Gewichtsprozent, der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, optische Aufheller bis 0,1 bis 2 Gewichtsprozent, Antioxidanzien bis 0,1 bis 5 Gewichtsprozent, und Tenside und Emulgatoren bis 0,1 bis 1 Gewichtsprozent, vorliegen.

Im Umfang des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Bekämpfen von pflanzenschädlichen Insekten und Vertretern der Gattung Acarina werden die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen im Allgemeinen nicht über die landwirtschaftliche Anbaufläche durch Verwendung üblicher, dem Fachmann bekannter Vorrichtungen verteilt, da diese üblichen Verfahren eher zum Versprühen der Zusammensetzungen von niedriger Viskosität, beispielsweise wässerige Emulsionen oder Suspensionen, geeignet sind. Stattdessen werden Verfahren angewendet, die sich als erfolgreich erwiesen haben, beispielsweise automatische Pipetten mit geeigneten Dosierungsvorrichtungen, mit deren Hilfe einzelne Mikrotropfen oder tropfenförmigen Zonen aufgetragen werden. Auch geeignet sind Vorrichtungen mit schubweiser Tropfenabgabe, die durch Druckluft oder mechanisch gesteuert werden, und diese Vorrichtungen sind hauptsächlich für größere Flächen geeignet. Die Mikrotropfen werden direkt auf die Pflanzen oder auf einen geeigneten Ort in Nachbarschaft der Pflanzen, vorzugsweise auf die Pflanzen, beispielsweise auf die Blätter oder Rinde, vorzugsweise auf die Blätter, appliziert. Die Anzahl von Mikrotropfen oder der tropfenförmigen Zonen, die über die zu behandelnde kultivierte Fläche verteilt werden, können sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung, in Abhängigkeit der zu bekämpfenden Arten an Schädlingen und deren Entwicklungsstadien, unterscheiden. 50 bis zu 100 000 Mikrotropfen oder zu Tropfen geformte Zonen können pro 1000 m² der zu schützenden kultivierten Fläche verteilt werden, und 100 bis 1500, insbesondere 200 bis 500, Mikrotropfen oder tropfenförmige Zonen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung werden im Allgemeinen verteilt. Die Größe der applizierten Mikrotropfen ist vorzugsweise 5 bis 3000 ul, insbesondere 30 bis 1000 ul, insbesondere 30 bis 200 ul, typischerweise 50 ul.

In den nachstehenden Beispielen, die die Erfindung erläutern, sind Teil- und Prozentangaben auf das Gewicht bezogen, sofern nicht anders ausgewiesen:

Beispiel 1: Eine fließfähige Formulierung mit einer Viskosität von 25 000 cP wird durch inniges Vermischen der nachstehenden Bestandteile hergestellt (Formulierung A):

Tinuvin 171 (vgl. vorstehende Information) 68,64%

Glissopal 1000 (Polyisobutylen, Molekulargewicht ungefähr 1000) 10%

Diofenolan 10%

Codlemon 0,16%

Neptun black X60 (Diazo-Farbstoff) 4%

Special black (Spezialschwarz) 5 (amorpher Kohlenstoff) 4%

Aerosil COK 84 (fein verteiltes SiO&sub2;/Al&sub2;O&sub3; - 84 : 16 Gewichtsprozent) 3,2%

Die nachstehende fließbare Formulierung wird analog hergestellt (Formulierung B):

Tinuvin 171 68,64%

Glissopal 1000 (Polyisobutylen, Molekulargewicht ungefähr 1000) 10%

Fenoxycarb 10%

Codlemon 0,16%

Neptune black (Neptun-Schwarz) X60 (Diazo-Farbstoff) 4%

Special black (Spezialschwarz) 5 (amorpher Kohlenstoff) 4%

Aerosil COK 84 3,2%

Die Tropfen von in jedem Fall 100 ul dieser Formulierungen werden auf eine Aluminiumfolie appliziert und jeden Tag UV-Bestrahlung (UV-Lampe) für 9 Stunden bei 35ºC, unter Verändern mit 15 Stunden im Dunkeln bei einer Temperatur von 12ºC, ausgesetzt. Unmittelbar nach dieser Behandlung werden Tropfen, die über verschiedene Zeiträume behandelt wurden, in einem Windkanal auf insektizide Wirkung und die Anlockwirkung auf männliche Cydia pomonella getestet.

Der verwendete Windkanal wird in EP-A-376 888 beschrieben. Insbesondere besteht er aus einem verschlossenen Kanal aus transparentem Material mit einem rechtwinkeligen Querschnitt. Ein Tropfen der vorstehend beschriebenen Lock/Insektizid-Formulierung wird auf ein Ende des Kanals appliziert. Kurze, offene Glasrohre, die die Insekten aufnehmen und eine Startplattform werden an dem entgegengesetzten Ende des Kanals angeordnet. Von dieser Startplattform fliegt der Schädling geradewegs zu der Anlockquelle (das heißt, den Tropfen, der den Wirkstoff umfasst). Für jeden Flugtest wird das Glasrohr mit einem Schädling besetzt. Im Durchschnitt werden 40 Flugtests pro Testformulierung ausgeführt. Die männlichen Schädlinge, die die Quelle, welche das Pestizid umfasst, berührt haben, werden anschließend in einem Behälter, zusammen mit Weibchen der gleichen Art, die nicht mit dem Pestizid in Kontakt gekommen waren, gehalten. Die Anzahl der Larven, die aus durch weibliche Tiere, die so gehalten wurden, abgelegten Eiern schlüpften, wird bestimmt und mit der Schlupfrate von Eiern, die durch Weibchen, zusammen mit Männchen gehalten, welche nicht mit dem Insektizid in Kontakt gekommen waren, abgelegt wurden, verglichen (% Sterilisierung). Die vorstehend erwähnten Formulierungen A und B werden unter Verwendung von 2 bis 3 Tage alten erwachsenen Cydia pomonella getestet.

Tabelle: Sterilisierung von Cydia pomonella-Eiern

Beispiele 2 bis 28: Viskose Formulierungen werden analog zu Beispiel 1 unter Verwendung der nachstehenden Bestandteile hergestellt:

Die Zusammensetzung des verwendeten Pheromons in Gewichtsteilen: Essigsäure-(Z)9-tetradecenylester: 9, Essigsäure-(Z)11-tetradecanylester: 1, (Z)9-Tetradecenol: 1, (Z)11-Tetradecenol: 0,2

Die fertiggestellte Formulierung wird im Windkanal gegen Eupoecilia-ambiguella-Männchen gemäß dem in Beispiel 1 beschriebenen Protokoll getestet und die Brutraten von behandelten und unbehandelten Eiern werden verglichen. In diesem Test hat die Formulierung eine gute Aktivität.

Die Zusammensetzung des in Beispielen 3 und 4 verwendeten Pheromons in Gewichtsteilen: Essigsäure-Z,Z-7,11- hexadecadienylester: 1, Essigsäure-Z,E-7,11-hexadecadienylester: 1.


Anspruch[de]

1. Fließfähige Zusammensetzung zum Bekämpfen von Eiern schädlicher Insekten und Vertretern der Gattung Acarina, umfassend mindestens eine pestizid wirksame Verbindung, eine oder mehrere Signalsubstanzen, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Pheromonen, Kairomonen und Lockstoffen, einem UV-Absorptionsmittel oder einem UV-Absorptionsmittelgemisch und, falls geeignet, einen oder mehrere Zusätze, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus viskositätsregulierenden Verdickungsmitteln, Füllstoffen, Lösungsmitteln und anderen Formulierungshilfsmitteln,

die 40 bis 98 Gewichtsprozent des UV-Absorptionsmittels oder des UV-Absorptionsmittelgemisches,

0,01 bis 30 Gewichtsprozent von einer oder mehreren Signalsubstanz(en) und

0,1 bis 20 Gewichtsprozent von einer oder mehreren pestizid wirksamen Verbindung(en), ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus den Verbindungen der Formel

worin a 0, 1 oder 2 ist, wobei, wenn a 2 ist, die zwei Reste R&sub1; gleich oder verschieden sind,

b 0, 1 oder 2 ist, wobei, wenn b 2 ist, die zwei Reste R&sub2; gleich oder verschieden sind;

X Methylen, O, S oder C(=O) darstellt,

R&sub1; C&sub1;-C&sub3;-Alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, Halogen-C&sub1;- C&sub3;-alkoxy, Fluor, Chlor oder Brom darstellt;

R&sub2; Halogen, Nitro, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen- C&sub1;-C&sub4;-alkyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkoxy, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxyalkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt, und

A C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, C&sub2;-C&sub6;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub6;-Alkinyl darstellt, welche unsubstituiert oder mit einem Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, C&sub2;-C&sub6;-Alkenyloxy, C&sub3;-C&sub6;-Alkinyloxy, -O-N=CH&sub2;, -O-N=CH-C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenoxy, Pyridyl, Pyridyloxy, Phenyl und Phenyl, welches mit einem Substituenten, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder -O-CH&sub2;-O-, substituiert ist, substituiert sind; oder

A einen Rest

darstellt, worin

R&sub3; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub3;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;- Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxy oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt und R&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl darstellt, oder R&sub3; und R&sub4;, zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das R&sub3; und R&sub4; gebunden sind, einen Ring mit 4, 5 oder 6 Ringgliedern darstellen, wobei das Ringgerüst, das eine Kohlenstoff-Kohlenstoff- Doppelbindung enthalten kann, entweder nur aus Kohlenstoffatomen aufgebaut ist oder ein Sauerstoffatom enthalten kann und wobei der Ring unsubstituiert oder einfach oder zweifach mit gleichem oder verschiedenem C&sub1;-C&sub3;-Alkyl substituiert ist;

oder A einen Rest

darstellt,

worin R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen-C&sub1;-C&sub4;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, Phenoxy, Phenyl- C&sub1;-C&sub6;-alkoxy, Halogen-C&sub1;-C&sub4;-alkoxy oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt;

R&sub7; Wasserstoff, C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenyl-C&sub1;-C&sub6;-alkyl, Halogen-C&sub1;- C&sub4;-alkyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkenyl, C&sub2;-C&sub4;-Alkinyl, C&sub1;-C&sub3;-Alkoxyalkyl oder C&sub3;-C&sub6;-Cycloalkyl darstellt; und

Y O oder S darstellt; in freier Form oder in Salzform umfasst.

2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, die nur eine pestizid wirksame Verbindung umfasst.

3. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, die eine Verbindung der Formel (I) umfasst, worin A C&sub1;-C&sub6;-Alkyl darstellt, das mit C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy, -O-N=CH&sub2;, -O-N= CH-C&sub1;-C&sub6;-Alkyl, Phenoxy, Pyridyl, Pyridyloxy substituiert ist, oder C&sub2;- C&sub6;-Alkenyl oder C&sub3;-C&sub6;-Alkinyl darstellt.

4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, die eine Verbindung der Formel (I) umfasst, worin A einen Rest der Formel (Ia) darstellt; R&sub3; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl darstellt, R&sub4; Wasserstoff oder C&sub1;-C&sub3;-Alkyl darstellt; und R&sub5; Wasserstoff darstellt.

5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, die eine Verbindung der Formel (I) umfasst, worin A einen Rest der Formel (Ib) darstellt; R&sub6; C&sub1;-C&sub6;-Alkyl oder C&sub1;-C&sub6;-Alkoxy darstellt; R&sub7; Wasserstoff darstellt und Y O darstellt.

Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, die Pyriproxyfen als pestizid wirksame Substanz umfasst.

7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 und 5, die Fenoxycarb als pestizid wirksame Substanz umfasst.

8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, die 1 bis 15 Gewichtsprozent einer pestizid wirksamen Verbindung umfasst.

9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die 0,01 bis 10 Gewichtsprozent Pheromon umfasst.

10. Verfahren zum Bekämpfen von Eiern von schädlichen Insekten und Vertretern der Gattung Acarina, das Verteilen einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in Form einer vorbestimmten Anzahl von gesonderten Mikrotropfen innerhalb der gegen den Befall durch Schädlinge zu schützenden Fläche umfasst.

11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Zusammensetzung auf einer landwirtschaftlichen Anbaufläche verteilt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Zusammensetzung gleichförmig über die zu schützende Anbaufläche in Form von Mikrotropfen im Bereich von 5 bis 3000 ul verteilt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei 50 bis 100000 Mikrotropfen pro 1000 m² Erntefläche verteilt werden.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die Mikrotropfen auf die zu schützenden Pflanzen appliziert werden.

15. Verwendung einer wie in einem der Ansprüche 1 bis 7 beschriebenen Verbindung der Formel (I) in einem wie in einem der Ansprüche 10 bis 14 beschriebenen Verfahren.







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