Das Verfahren zur Kontrolle mindestens eines Funktionsparameters eines Elektrozaungeräts (14), von dem ein Elektrozaun (1) mit Hochspannungsimpulsen versorgt wird, besteht einerseits in der Erzeugung eines Messsignals (MBAT) mit einem für den zu kontrollierenden Funktionsparameter repräsentativen Wert des und der Steuerung der Erzeugung von Abschreckungsimpulsen in Abhängigkeit vom Messsignal, derart, dass der Zeitabstand der Abschreckungsimpulse vom Wert des Messsignals abhängt, und andererseits in der Erfassung von Abschreckungsimpulsen in einem beliebigen Bereich entlang des Elektrozauns, entfernt von Elektrozaungerät, der Auswertung des Zeitabstands der erfassten Abschreckungsimpulse und der Steuerung einer Anzeige in Abhängigkeit vom ausgewerteten Zeitabstand, derart, dass eine Anzeige über den Funktionsparamter erfolgt.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kontrolle mindestens eines
Funktionsparameters eines Elektrozaungerätes, von dem ein Elektrozaun mit
Hochspannungsabschreckungsimpulsen versorgt wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens.
Unter Funktionsparameter wird im vorliegenden Text ein Parameter wie beispielsweise
der Ladezustand einer autonomen Stromquelle (Batterie oder wiederaufladbarer Akku)
des Elektrozaungeräts, die Höchstspannung, die maximale Energie oder der
Spitzenstrom der Abschreckungsimpulse am Ausgang des Elektrozaungeräts oder auch der
Isolierungsgrad des Elektrozauns gegenüber dem Boden, der vom Elektrozaungerät am
Ausgangspunkt des Elektrozauns wahrgenommen wird, oder auch der Zustand eines
internen Speichers des Elektrozaungeräts mit einem oder mehreren Werten oder jeder
andere bekannte Parameter des Elektrozaungeräts, der für einen Benutzer interessant
sein könnte, verstanden.
Die Elektrozaungeräte werden üblicherweise von unterschiedlichen Energiequellen mit
elektrischer Energie versorgt, wie beispielsweise von Batterie, wiederaufladbarem Akku
oder dem Netz. Bestimmte Elektrozaungeräte sind so ausgelegt, dass sie, entsprechend
der Wahl des Benutzers, von einer beliebigen der drei oben genannten Energiequellen
mit elektrischer Energie versorgt werden können.
Für den Fall, dass der zu kontrollierende Funktionsparameter der Ladungsgrad der
autonomen Stromquelle (Batterie oder Akku) des Elektrozaungeräts ist, findet die
vorliegende Erfindung selbstverständlich nur auf Elektrozaungeräte Anwendung, bei denen
das Elektrozaungerät von einer derartigen autonomen Stromquelle gespeist wird. Für
den Fall, dass der zu kontrollierende Funktionsparameter einer der übrigen oben
genannten Funktionsparameter des Elektrozaungeräts ist, findet die vorliegende Erfindung
unabhängig davon Anwendung, von welcher Energiequelle das Elektrozaungerät
gespeist wird.
Die tragbaren Elektrozaungeräte, die von einer autonomen Stromquelle (Batterie oder
Akku) gespeist werden, sind üblicherweise auf freiem Feld installiert. Diese
Elektrozaungeräte verfügen im allgemeinen über eine Vorrichtung zur Kontrolle und Anzeige
des Ladezustands der oder des sie speisenden Batterie oder Akkus. Eine derartige
Vorrichtung zur Kontrolle und Anzeige ist im französischen Patent FR 2 786 874
beschrieben. Nach dem Betätigen eines Druckknopfs zeigt eine Leuchtanzeige vom Typ
Leuchtdioden (LED) den Ladezustand der Batterie oder des Akkus an, und zwar mittels
der Farbe und/oder des Dauerleucht- oder Blinkzustands des von der Leuchtanzeige
emittierten Lichtes. Für den Benutzer besteht der Nachteil darin, dass er sich bei einer
derartigen Vorrichtung an den Ort begeben muss, an dem sich das Elektrozaungerät
befindet, welcher von einer Straße oder einem Zugangsweg weit entfernt sein kann.
Ferner ist ein drahtloses elektronisches Kontrollgerät für Elektrozäune bekannt, mit dem
sich das Vorhandensein von Abschreckungsimpulsen in einer Leitung des Zauns in
einer Entfernung vom Zaun feststellen lässt (siehe das Schweizer Patent CH 672 960).
Außer der Information, ob Abschreckungsimpulse vorhanden sind, liefert dieses
Kontrollgerät dem Benutzer keine weiteren Angaben, wie beispielsweise den Ladezustand
der Batterie oder des Akkus oder irgend einen anderen Parameter, der den Betrieb des
Elektrozaungeräts kennzeichnet.
In der Patentanmeldung US 2001/0 002 793 A1 ist eine Detektorvorrichtung
beschrieben, die auf dem gleichen Prinzip basiert wie das Kontrollgerät des Patents CH 672 960
und die dieses noch darin weiterentwickelt, dass sich mit ihr nicht nur aus der Ferne
feststellen lässt, ob an einer bestimmten Stelle entlang eines Elektrozauns
Abschrekkungsimpulse vorhanden sind, sondern dass sie außerdem eine Wertangabe über den
Spitzenstrom, die Spannung oder die Energie dieser Impulse an dieser Stelle des Zauns
liefert, indem sie ein akustisches Signal abgibt, dessen Frequenz von einer elektrischen
Größe dieser Impulse abhängt. Diese Vorrichtung liefert jedoch keine Angabe über
einen Funktionsparameter des Elektrozaungeräts selbst.
Im neuseeländischen Patent NZ 258 240 ist ein Verfahren und eine Steuervorrichtung
beschrieben, mit der sich entlang der Leitung eines Elektrozauns codierte Signale
senden lassen, die sich von den vom Elektrozaungerät erzeugten Abschreckungsimpulsen
unterscheiden, um den Betriebszustand des Elektrozaungeräts zu steuern, das heißt, es
einzuschalten oder auszuschalten.
In der internationalen Anmeldung WO 00/22750 ist ein Verfahren und ein System
beschrieben, mit dem Steuersignale oder Informationen entlang einer Leitung des
Elektrozauns übertragen werden können. Die Steuersignale oder Informationen, die aus einem
oder mehreren Datenblöcken bestehen, werden entlang der Leitung des Zauns in Form
einer durch diese Steuersignale oder Informationen phasenmodulierten Trägerfrequenz
übertragen. Das System umfasst einerseits einen oder mehrere Sender, die eine tragbare
Fernbedienungseinheit aufweisen, oder eine andere Vorrichtung, die mit der Leitung des
Zauns verbunden wird, zur Erzeugung und Sendung dieser Steuersignale oder
Informationen, und andererseits einen oder mehrere Empfänger, die mit der Leitung des Zauns
verbunden werden, um die entlang der Leitung des Zauns übertragenen Steuersignale
oder Informationen zu empfangen, diese Steuersignale oder Informationen zu
verarbeiten und/oder diese Informationen anzuzeigen. In der tragbaren Fernbedienungseinheit
selbst kann ein derartigen Empfänger enthalten sein. Ein derartiges System kann einen
Benutzer vom Elektrozaungerät entfernt über einen oder mehrere Funktionsparameter
des Zauns informieren. Allerdings ist es relativ kompliziert und vom
Materialgesichtspunkt her teuer, da an dem oder an jedem Sender Mittel vorhanden sein müssen, um
eine Trägerfrequenz zu erzeugen, die sich von den Abschreckungsimpulsen
unterscheidet, sowie Mittel vorhanden sein müssen, um diese Trägerfrequenz mit den
Steuersignalen oder Informationen phasenzumodulieren, und am oder an jedem Empfänger
Mittel vorhanden sein müssen, um die empfangene Trägerfrequenz zu demodulieren
und die Steuersignale oder Informationen wiederherzustellen.
In den Patenten US 5.420.885 und 5.651.025 und im Patent EP 0 514 222 ist ein
Verfahren und ein Gerät beschrieben, mit dem sich ein Kommunikationssignal auf eine
Leitung des Elektrozauns übertragen lässt. Das Kommunikationssignal wird in Form
von codierten amplitudenmodulierten, frequenzmodulierten oder
impulspositionsmodulierten Impulsen übertragen, die sich von den vom Elektrozaungerät erzeugten
Abschreckungsimpulsen unterscheiden und von diesen getrennt sind. Die codierten
Impulse werden von einer Kommunikationsvorrichtung erzeugt, die vom Elektrozaungerät
getrennt oder in diesem Elektrozaungerät enthalten ist. Im zweiten Fall ist vorgesehen,
dass außer den bereits im Elektrozaungerät enthaltenen Komponenten als Minimum für
die für die Kommunikationsvorrichtung erforderlichen zusätzlichen Komponenten eine
zweite Energiespeichervorrichtung, wie beispielsweise ein Kondensator, und eine
steuerbare Schaltvorrichtung, wie beispielsweise ein Thyristor, vorhanden ist, der die
Ladung oder Entladung des Kondensators im Elektrozaunsystem bewirkt, je nachdem, ob
der Thyristor sich in leitendem oder in sperrendem Zustand befindet. Das
Vorhandensein seinerseits von codierten Kommunikationsimpulsen, die sich von den
Abschreckungsimpulsen unterscheiden, kann hinsichtlich der für Elektrozaungeräte geltenden
Sicherheitsnormen problematisch sein. Des weiteren erhöhen sich die Kosten durch die
Notwendigkeit von zusätzlichen Komponenten für die Erzeugung von codierten
Impulsen.
Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, einen Benutzer auf wirtschaftliche Weise über
mindestens einen Funktionsparameter eines Elektrozaungeräts zu informieren, und zwar
ausschließlich auf der Basis der von ihm erzeugten Abschreckungsimpulse, das heißt,
ohne dass es erforderlich ist, ein codiertes Signal zu senden, das sich von den vom
Elektrozaungerät erzeugten Abschreckungsimpulsen unterscheidet, oder dass es
erforderlich ist, eine durch ein Datensignal phasenmodulierte Trägerfrequenz zu senden, das
heißt, ohne dass das Elektrozaungerät durch zusätzliche Komponenten ergänzt werden
muss.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Kontrolle
mindestens eines Funktionsparameters eines Elektrozaungerätes, von dem ein
Elektrozaun mit Hochspannungsabschreckungsimpulsen versorgt wird, gekennzeichnet durch
die folgenden Schritte:
a) Erzeugung eines Messsignals mit einem repräsentativen Wert des zu kontrollierenden
Funktionsparameters;
b) Steuerung der Erzeugung der Abschreckungsimpulse in Abhängigkeit von diesem
Messsignal, derart, dass der Zeitabstand dieser Abschreckungsimpulse vom Wert des
Messsignals abhängt;
c) Erfassung dieser Abschreckungsimpulse in einem beliebigen Bereich entlang des
Elektrozauns, vom Elektrozaungerät entfernt, Auswertung des Zeitabstands der
erfassten Abschreckungsimpulse und Steuerung einer Anzeige in Abhängigkeit vom
ausgewerteten Zeitabstand, derart, dass sie eine Angabe über den Funktionsparameter liefert.
Das Verfahren entsprechend der Erfindung kann außerdem ein oder mehrere der
folgenden Merkmale aufweisen:
- bei einer ersten Ausführungsart, bei der das Elektrozaungerät eine Folge von einzelnen
Abschreckungsimpulsen mit einem Wiederholungstakt erzeugen kann, ist der
Zeitabstand der Wiederholungstakt dieser Abschreckungsimpulse;
- bei dieser ersten Ausführungsart der Erfindung kann das Verfahren darin bestehen,
beim Schritt a) n Messsignale zu erzeugen, wobei n eine ganze Zahl größer als 1 ist,
deren Werte jeweils n zu kontrollierenden Funktionsparametern entsprechen; im Schritt
b) zyklisch n aufeinanderfolgende Sequenzen von Abschreckungsimpulsen zu erzeugen,
derart, dass in jeder Sequenz die Abschreckungsimpulse einen Wiederholungstakt
haben, dessen Wert jeweils vom Wert eines der n Messsignale abhängt und in einem von n
verschiedenen Zeitfenstern liegt, wobei jedes Zeitfenster einem der n
Funktionsparameter entspricht; und im Schritt c) mindestens eine der n aufeinanderfolgenden
Sequenzen von Abschreckungsimpulsen erfasst wird, der Wiederholungstakt der
Abschreklcungsimpulse der erfassten Sequenz ausgewertet wird und das Zeitfenster bestimmt
wird, in dem sich der ausgewertete Wiederholungstakt befindet, derart, dass eine
Angabe über den entsprechenden Funktionsparameter erfolgt;
- bei einer zweiten Ausführungsart der Erfindung, bei der das Elektrozaungerät eine
Folge von komplexen Abschreckungsimpulsen erzeugen kann, wobei jeder komplexe
Abschreckungsimpuls durch eine Folge von mindestens zwei Elementarpulsen gebildet
wird, die relativ nah aufeinanderfolgen, wobei die Impulsfolgen einen
Wiederholungstakt haben, der im wesentlichen größer ist als die Gesamtdauer jeder Impulsfolge, ist
dieser Zeitabstand mindestens einer von folgenden, nämlich dem Wiederholungstakt der
Impulsfolgen und dem Zeitabstand von zwei aufeinanderfolgenden Elementarimpulsen
jeder Impulsfolge;
- bei dieser zweiten Ausführungsart der Erfindung kann das Verfahren darin bestehen,
im Schritt a) n Messsignale zu erzeugen, wobei n eine ganze Zahl größer als 1 ist, deren
Werte jeweils n zu kontrollierenden Funktionsparametern entsprechen; im Schritt b) die
Erzeugung dieser komplexen Abschreckungsimpulse zu steuern, derart, dass der
Wiederholungstakt der Impulsfolgen einen Wert hat, der von mindestens einem der n
Messsignale abhängt, und der Zeitabstand von mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Elementarimpulsen jeder Impulsfolge einen Wert hat, der von mindestens einem anderen
von den n Messsignalen abhängt; und im Schritt c) diesen Wiederholungstakt der
Impulsfolgen und diesen Zeitabstand von mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Elementarfolgen jeder Impulsfolge auszuwerten, um Angaben über die jeweiligen
Funktionsparameter zu liefern.
- in der ersten und zweiten Ausführungsart erfolgt im Schritt c) die Erfassung ohne
elektrischen Kontakt mit dem Elektrozaun;
- der oder die Funktionsparameter ist oder sind aus der Gruppe ausgewählt, die den
Ladezustand einer autonomen Stromquelle des Elektrozaungeräts, die Höchstspannung,
die maximale Energie und den Spitzenstrom der Abschreckungsimpulse am Ausgang
des Elektrozaungeräts, den Isolierungsgrad des Elektrozauns, der vom Elektrozaungerät
am Ausgangspunkt des Elektrozauns wahrgenommen wird, den Zustand eines internen
Speichers mit einem oder mehreren Werten oder jeden anderen bekannten Parameter
des Elektrozaungeräts, der für den Benutzer interessant sein könnte, umfasst;
- der Wert des Zeitabstands der Abschreckungsimpulse ist eine monotone Funktion des
Wertes des Messsignals;
- der Wert des Zeitabstands der Abschreckungsimpulse ist eine stufenförmige Funktion.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur Kontrolle
mindestens eines Funktionsparameters eines Elektrozaungerätes, von dem ein Elektrozaun
mit Hochspannungsabschreckungsimpulsen versorgt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass sie umfasst:
a) mindestens ein Messmittel zur Erzeugung eines Messsignals mit einem für den zu
kontrollierenden Funktionsparameter repräsentativen Wert;
b) ein Steuermittel zur Steuerung der Erzeugung von Abschreckungsimpulsen in
Abhängigkeit von diesem Messsignal, derart, dass der Zeitabstand der
Abschreckungsimpulse vom Wert des Messsignals abhängt;
c) ein Erfassungsmittel zur Erfassung der Abschreckungsimpulse in einem beliebigen
Bereich entlang des Elektrozauns;
d) ein Anzeigemittel; und
e) Auswertungsmittel zur Auswertung des Zeitabstands der erfassten Impulse und zur
Steuerung des Anzeigemittels in Abhängigkeit vom ausgewerteten Zeitabstand, derart,
dass es eine Angabe über den Funktionsparameter liefert.
Die Kontrollvorrichtung entsprechend der Erfindung kann außerdem ein oder mehrere
der folgenden Merkmale aufweisen:
- bei einem Elektrozaungerät mit einem Microcontroller, bei dem jede Impulsfolge als
Ansprechen auf das Auslösen eines elektronischen Schalters erzeugt wird, wird das
Steuermittel von dem Microcontroller gebildet, der derart programmiert oder
programmierbar ist, dass er an diesen elektronischen Schalter Auslöseimpulse mit einem Takt
sendet, der vom Wert des Messsignals abhängt;
- bei einem Elektrozaungerät mit mindestens zwei elektronischen Schaltern, die von
einem Microcontroller derart gesteuert werden, dass das Elektrozaungerät eine Folge
von komplexen Abschreckungsimpulsen erzeugen kann, wobei jeder komplexe
Abschreckungsimpuls durch eine Folge von mindestens zwei aufeinanderfolgenden
Elementarpulsen gebildet wird, die relativ nah aufeinanderfolgen, wobei jede Impulsfolge
als Ansprechen auf das Auslösen eines entsprechenden elektronischen Schalters erzeugt
wird, und die Impulsfolgen einen Wiederholungstakt haben, der im wesentlichen größer
ist als die Gesamtdauer jeder Impulsfolge, wird dieses Steuermittel von dem
Microcontroller gebildet, der derart programmiert oder programmierbar ist, dass er an mindestens
einen dieser elektronischen Schalter Auslöseimpulse mit einem Takt sendet, der vom
Wert des Messsignals abhängt;
- das Erfassungsmittel, das Anzeigemittel und die Auswertungsmittel sind in einem
tragbaren Gehäuse unabhängig vom Elektrozaungerät installiert;
- das Erfassungsmittel weist eine Antenne auf;
- die Antenne ist mit den Auswertungsmitteln durch eine Impulsformerschaltung
verbunden;
- die Auswertungsmittel weisen einen zweiten programmierten oder programmierbaren
Microcontroller auf, der einem Zeitmesser zugeordnet ist;
- das Anzeigemittel ist ein Element der Gruppe, die eine Leuchtanzeige mit mindestens
einer Leuchtdiode, eine Flüssigkristallanzeige, einen Bargraph und eine akustische
Anzeige umfasst.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem als Zwischenprodukt ein Elektrozaungerät, das
einen ersten Teil des Verfahrens gemäß der Erfindung umsetzt, umfassend:
a) einen Hochspannungsabschreckungsimpulsgeber, der mit einem Elektrozaun
verbunden wird;
b) mindestens ein Messmittel zur Erzeugung eines Messsignals mit einem
repräsentativen Wert eines Funktionsparameters des Elektrozaungeräts, dadurch gekennzeichnet,
dass es ferner ein Steuermittel umfasst, das mit dem Messmittel und dem
Abschreckungsimpulsgeber zur Steuerung des Abschreckungsimpulsgebers verbunden ist, derart,
dass der Zeitabstand dieser Abschreckungsimpulse vom Wert des Messsignals abhängt.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem als Zwischenprodukt ein Kontrollgerät, das
einen zweiten Teil des Verfahrens gemäß der Erfindung umsetzt, umfassend:
a) ein Erfassungsmittel zur Erfassung dieser Abschreckungsimpulse in einem beliebigen
Bereich entlang des Elektrozauns;
b) ein Anzeigemittel,
dadurch gekennzeichnet, dass es im übrigen umfasst
1. Auswertungsmittel zur Auswertung des Zeitabstands der erfassten
Abschreckungsimpulse und zur Steuerung des Anzeigemittels in Abhängigkeit vom
ausgewerteten Zeitabstand, derart, dass es eine Angabe über den Funktionsparameter liefert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung treten im Laufe der nachfolgenden
Beschreibung einer Ausführungsart genauer hervor, die als Beispiel mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen angeführt ist, wobei:
Fig. 1 schematisch das Funktionsprinzip einer bekannten Vorrichtung zur
Fernerkennung des Vorhandenseins von Abschreckungsimpulsen an einer
bestimmten Stelle entlang des Elektrozauns zeigt;
Fig. 2 einen allgemeinen Verlauf der elektrischen Signale sowie deren
Zeitverhältnis bei der bekannten Erkennungsvorrichtung der Fig. 1 zeigt;
Fig. 3 ein vereinfachtes Schema eines Elektrozaungeräts bei der Umsetzung eines
ersten Teils des Verfahrens entsprechend der Erfindung ist, für den Fall, dass
der zu kontrollierende Funktionsparameter der Ladezustand einer autonomen
Spannungsquelle des Elektrozaungeräts ist;
Fig. 4 eine Graphik ist, die das Verhältnis zwischen einem repräsentativen
Messsignal der Ausgangsspannung der autonomen Spannungsquelle und dem
Wiederholungstakt der vom Elektrozaungerät der Fig. 3 erzeugten
Abschreckungsimpulse zeigt;
Fig. 5 ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise des Elektrozaungeräts der Fig. 3
ist;
Fig. 6 ein vereinfachtes Schema eines Geräts zur Fernkontrolle des Ladezustands
der Batterie oder des Akkus des Elektrozaungeräts der Fig. 3 bei der
Umsetzung eines zweiten Teils des Verfahrens entsprechend der Erfindung ist;
Fig. 7 einen allgemeinen Verlauf der elektrischen Signale sowie deren
Zeitverhältnis bei dem Kontrollgerät der Fig. 6 zeigt;
Fig. 8 eine Zuordnungstabelle zeigt, die bei dem Kontrollgerät der Fig. 6
anwendbar ist;
Fig. 9 ein Ablaufdiagramm der Funktionsweise des Kontrollgeräts der Fig. 6 ist;
Fig. 10 eine Graphik ist, die die zeitliche Codierung der Abschreckungsimpulse für
den Fall zeigt, dass mehrere Funktionsparameter zu kontrollieren sind;
Fig. 11 eine Graphik ist, die die zeitliche Codierung den Fall zeigt, dass das
Elelctrozaungerät komplexe Abschreckungsimpulse erzeugen kann, die jeweils von
einer Elementarimpulsfolge gebildet werden.
Unter Bezugnahme zunächst auf Fig. 1 ist ein Teil einer Leitung des Elektrozauns 1 zu
sehen, der von Isolatoren 2 getragen wird, die ihrerseits von Pflöcken 3 gehalten
werden, die im Boden 4 verankert sind. Die Leitung des Zauns 1 wird von einem nicht in
Fig. 1 dargestellten Elektrozaungerät mit Abschreckungsimpulsen versorgt. Die vom
Elektrozaungerät abgegebenen Abschreckungsimpulse haben üblicherweise einen
konstanten Wiederholungstakt, der im allgemeinen größer als 1 Sekunde ist, beispielsweise
zwischen 1 und 2 Sekunden liegt. Bei jedem vom Elektrozaungerät abgegebenen Impuls
breitet sich eine elektromagnetische Impulswelle 5 über die Leitung des Zauns 1
räumlich aus. Die elektromagnetische Welle 5 kann über ein elektronisches Detektionsgerät 6
erfasst werden, das sich an einer beliebigen Stelle entlang der Leitung des Zauns 1
befindet. Das Detektionsgerät 6 weist eine Empfangsantenne 7 zur Erfassung der
elektrischen Komponente oder der magnetischen Komponente der elektromagnetischen Welle
5 auf. Die in der Antenne 7 durch die elektromagnetische Welle 5 erzeugte Spannung
wird über einen Verstärker 8 geformt, dessen Ausgangssignal eine monostable
Schaltung 9 auslöst. Die Amplitude und die Dauer des Ausgangsimpulses der monostabilen
Schaltung 9 reichen aus, um einen akustischen Alarm 10 und/oder eine Anzeigeleuchte,
wie beispielsweise eine Leuchtdiode, (LED) oder jedes andere Anzeigemittel zu
aktivieren, über das einem Benutzer das Vorhandensein von elektromagnetischen Wellen 5,
das heißt von Abschreckungsimpulsen in der Leitung des Zauns 1, angezeigt werden
kann.
In Fig. 2 sind die in der Antenne 7 erzeugten Abschreckungsimpulse 11 dargestellt.
Die Spannungsimpulse 11 werden im Takt der Abschreckungsimpulse in der Leitung
des Zauns 1 erzeugt, das heißt, die Impulse 11 haben den gleichen Wiederholungstakt T
wie die Abschreckungsimpulse. Nach Formung der Impulse 11 durch den Verstärker 8
ergeben sich kalibrierte Impulse 12, die dazu dienen, die monostable Schaltung 9
auszulösen. Als Ansprechen auf jeden Impuls 12 gibt die monostable Schaltung 9 einen
Rechteckimpuls 13 mit einer Dauer d ab, der den Alarm 10 auslöst. Da die Impulse 11,
12 und 13 einen Wiederholtakt T haben, der gleich dem der in der Leitung des Zauns 1
vorhandenen Abschreckungsimpulse ist, sendet der Alarm 10 folglich Piep-Töne
und/oder gegebenenfalls Blinksignale im Takt der in der Leitung des Zauns 1
vorhandenen Abschreckungsimpulse aus. Bei einem derartigen Kontrollgerät, das durch das oben
genannte Patent CH 672 960 bekannt ist, wird lediglich angezeigt, ob in der Leitung des
Zauns 1 Abschreckungsimpulse vorhanden sind.
Unter Bezugnahme nunmehr auf Fig. 3 ist ein Elektrozaungerät 14 zur Durchführung
eines Teils des Kontrollverfahrens entsprechend der Erfindung zu sehen. Das
Elektrozaungerät 14 weist auf herkömmliche Weise ein Netzteil 15 auf, das an eine elektrische
Primärstromquelle 16 (Batterie, wiederaufladbarer Akku oder Netz) angeschlossen oder
anschließbar ist, einen Energiespeicherkondensator 17, einen Transformator 18, einen
elektronischen Schalter 19, wie beispielsweise einen Thyristor, und eine
Steuerschaltung 20 auf, die mit dem Gate 21 des Thyristors 19 verbunden ist. Der Ausgang 22 des
Netzteils 15 ist einerseits mit einer der Belegungen des Kondensators 17 und
andererseits mit einer der Klemmen der Primärwicklung 23 des Transformators 18 verbunden,
dessen andere Klemme über den Thyristor 19 mit der Gemeinschaftsleitung 24
verbunden ist, die ihrerseits an die Masse 25 angeschlossen ist. Die andere Belegung des
Kondensators 17 ist ebenfalls über die Gemeinschaftsleitung 24 an die Masse 25
angeschlossen. Die Ausgangsklemme 26 der Sekundärwicklung 27 des Transformators 18 ist
mit einem der Enden der Leitung des Zauns 1 verbunden, während die andere
Ausgangsklemme 28 der Sekundärwicklung 27 mit einer Erdung 29 verbunden ist.
Wenn der Elektrozaungerät 14 in Betrieb ist, wird der Kondensator 17 üblicherweise
vom Netzteil 15 geladen und periodisch über die Primärwicklung 23 des Transformators
18 entladen, indem der Thyristor 19 unter der Einwirkung von periodischen
Zündungsimpulsen, die über die Steuerschaltung 20 an sein Gate 21 abgegeben werden, in
den leitenden Zustand gebracht wird. An den Klemmen der Sekundärwicklung 27 und
folglich an der Leitung des Zauns 1 ergeben sich demnach Abschreckungsimpulse,
deren Wiederholungstakt gleich dem Wiederholungstakt der Zündungsimpulse ist, die
über die Steuerschaltung 20 an das Gate 21 des Thyristors 19 abgegeben werden.
Für den Fall, dass die Primärstromquelle 16 eine autonome Stromquelle wie
beispielsweise eine Batterie oder ein wiederaufladbarer Akku ist, wie in Fig. 3 dargestellt, und
für den Fall, dass der zu kontrollierende Funktionsparameter der Ladezustand der
Batterie oder des Akkus 16 ist, sieht die vorliegende Erfindung vor, dass der Zeitabstand oder
der Wiederholungstakt der vom Elektrozaungerät 14 erzeugten Abschreckungsimpulse
von diesem Ladezustand abhängt.
Zu diesem Zweck weist das Elektrozaungerät 14 ferner eine Messschaltung 30 zur
Erzeugung eines Messsignals MBAT auf, das einen repräsentativen Wert der Spannung an
den Klemmen der Batterie oder des Akkus 16 hat, also des Ladezustands dieser Batterie
oder dieses Akkus, und das an die Steuerschaltung 20 gesendet wird. Die Messschaltung
30 kann beispielsweise von einem aus zwei Widerständen 31 und 32 bestehenden
Spannungsteiler gebildet werden, der zu der Batterie oder zu dem Akku 16 parallelgeschaltet
ist. Der Zwischenabgriff 33 des von den Widerständen 31 und 32 gebildeten
Spannungsteilers 30 ist mit einer Eingangsklemme 34 der Steuerschaltung 20 verbunden.
Wie später zu sehen sein wird, ist diese so gestaltet, dass sie an ihrem Ausgang 35, der
mit dem Gate 21 des Thyristors 19 verbunden ist, Zündungsimpulse abgibt, die einen
Wiederholungstakt haben, dessen Wert von dem am Eingang 34 erhaltenen Messsignal
MBAT abhängt.
Die modernen Elektrozaungeräte weisen üblicherweise einen elektronischen, digitalen,
programmierten oder programmierbaren integrierten Schaltkreis vom Typ
Microcontroller auf, der verschiedene Funktionen hat. Dieser integrierte Schaltkreis oder
Microcontroller verfügt üblicherweise über vielpolige Eingangs-/Ausgangsstecker, von denen
einige analoge Signale abnehmen, die von einem Analog-Digital-Wandler im Innern des
Microcontrollers in digitale Werte umgewandelt werden. Ein derartiger Microcontroller
kann im Elektrozaungerät 14 entsprechend der Erfindung vorgesehen sein, um außer
seinen üblichen Funktionen möglicherweise die Aufgabe der Steuerschaltung 20 des
Elektrozaungeräts 14 zu übernehmen.
Für diesen Fall führt eine spezielle, im Speicher des Microcontrollers 20 hinterlegte
Software die folgenden Operationen durch:
- Auslesen der am Eingang 34 vorhandenen Spannung (Messsignal MBAT);
- Berechnung eines Zeitintervalls zwischen den Zündungsimpulsen, die an das Gate 21
des Thyristors 19 abzugeben sind, also den Abschreckungsimpulsen, die vom
Elektrozaungerät 14 erzeugt werden, in Abhängigkeit von der am Eingang 24 ausgelesenen
Spannung (dies kann eine Berechnung anhand einer mathematischen Formel oder die
Suche nach einem Zeitwert in einer im Microcontroller 20 gespeicherten Tabelle sein);
- Zünden des Thyristors 19 durch Abgeben eines Impulses an sein Gate 21, indem der
Ausgang 35 des Microcontrollers 20 im durch die vorangegangene Berechnung
bestimmten Takt aktiviert wird.
Das Zünden des Thyristors 19 erfolgt in extrem präzisen Zeitintervallen, da der
Microcontroller 20 über einen Zeitbezugspunkt (Zeitmesser) verfügt, der im allgemeinen
durch einen Quarz 36 oder eine ähnliche Vorrichtung gesteuert wird.
Bei einer Ausführungsart der vorliegenden Erfindung ist es möglich, jedem
Spannungsbereich, der im Laufe der Entladung der Batterie oder des Akkus 16 vorhanden ist,
einen genauen Wert für das Zeitintervall zwischen den Zündungsimpulsen zuzuordnen,
die an das Gate 21 des Thyristors 19 abgegeben werden, also für den Wiederholungstakt
T der vom Elektrozaungerät 14 abgegebenen Abschreckungsimpulse.
Vorzugsweise, wenn auch nicht zwingend für die Erfindung, ist die im Microcontroller
20 enthaltene Software so auslegt, dass sich das Zeitintervall zwischen den
Zündungsimpulsen, also der Wiederholungstakt T der Abschreckungsimpulse, erhöht, wenn
die Spannung der Batterie oder des Akkus abnimmt. Damit lässt sich die Autonomie des
Betriebs des Elektrozaungeräts 14 durch Reduzierung ihres durchschnittlichen
Verbrauchs erhöhen, wenn die Spannung der Batterie oder des Akkus abnimmt.
Wie in Fig. 4 dargestellt, lassen sich beispielsweise sieben Spannungsschwellwerte S1
bis S7 vorsehen, die acht Werten T1 bis T8 für den Wiederholungstakt T der
Abschreckungsimpulse entsprechen. In der unten stehenden Tabelle sind beispielhaft die
Spannungswerte des Akkus oder der Batterie, die den Spannungsschwellwerten S1 bis S7
entsprechen, sowie die entsprechenden Werte T1 bis T8 für ein Elektrozaungerät 14
angegeben, das von einem 12-V-Akku oder einer 9-V-Batterie gespeist wird.
Fig. 5 zeigt das Ablaufdiagramm der von der im Microcontroller 20 enthaltenen
Software durchgeführten Operationen. Die erste Operation 37 besteht im Auslesen des am
Eingang 34 vorhandenen Messsignals MBAT. Die zweite Operation 38 besteht in der
Überprüfung, ob der Wert des Messsignals höher ist als der Schwellwert S1. Sollte dies
der Fall sein, geht die Software zu Operation 39 über, bei der der Wiederholungstakt der
Zündungsimpulse festgelegt wird, die an das Gate 21 des Thyristors 19 abgegeben
werden, also der Wiederholungstakt T der vom Elektrozaungerät 14 bei Wert T1 erzeugten
Abschreckungsimpulse; anschließend kehrt die Software zu Operation 37 zurück.
Solange der Wert des Messsignals höher als der Schwellwert S1 bleibt, werden die
Operationen 37, 38 und 39 zyklisch wiederholt.
Im gegenteiligen Fall geht die Software zu Operation 40 über, bei der getestet wird, ob
das Messsignal MBAT höher ist als der Schwellwert S2. Sollte dies der Fall sein, geht
die Software zu Operation 41 über, bei der der Takt T beim Wert T2 festgelegt wird;
anschließend kehrt die Software zu Operation 37 zurück. Solange der Wert des
Messsignals höher als der Schwellwert S2 bleibt, werden die Operationen 37, 38, 40 und 41
zyklisch wiederholt.
Während der Entladung des Akkus oder der Batterie testet die Software nacheinander
auf ähnliche Weise, ob der Wert des Messsignals MBAT höher ist als die Schwellwerte
S3, S4, S5, S6 und S7 (Operationen 42, 44, 46, 48 und 50) und legt gegebenenfalls den
Takt T bei Wert T3, T4, T5, T6 oder T7 fest (Operationen 43, 45, 47, 49 oder 51). Wenn
der Wert des Messsignals MBAT schließlich kleiner ist als der Schwellwert S7, legt die
Software den Takt T bei Wert T8 fest (Operation 52), und, solange der Wert des
Messsignals kleiner als S7 bleibt, die Operationen 37, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50 und 52
werden zyklisch wiederholt.
Unter Bezugnahme nunmehr auf Fig. 6 ist ein Kontrollgerät 53 bei der Umsetzung
eines zweiten Teils des Verfahrens entsprechend der Erfindung zu sehen. In Fig. 6 sind
die Elemente, die mit denjenigen in Fig. 1 gleich sind oder die die gleiche Aufgabe
wie diese haben, mit denselben Bezugszeichen bezeichnet und werden nicht nochmals
im Detail beschrieben. Das Kontrollgerät 53 weist in einem Gehäuse 54 eine Antenne 7
auf, die mit dem Eingang eines Verstärkers 8 verbunden ist, dessen Ausgang mit einer
Auswertungsschaltung 55 verbunden ist, die wiederum mit einem Anzeigegerät 56
verbunden ist. Das Kontrollgerät 53 weist ferner einen Schalter 57 und eine Batterie 58 für
den Betrieb des Verstärkers 8 der Auswertungsschaltung 55 und der
Anzeigevorrichtung 56 auf, wenn der Schalter 57 geschlossen ist.
Wie bei dem Kontrollgerät 6 der Fig. 1 werden die Spannungsimpulse 11 (Fig. 7),
die in der Antenne 7 des Kontrollgeräts 53 durch die elektromagnetischen Wellen 5
erzeugt werden, die sich über die Leitung des Zauns 1 ausbreiten und deren
Wiederholungstakt gleich dem Wiederholungstakt der an der Leitung des Zauns vorhandenen
Abschreckungsimpulse ist, durch den Verstärker 8 geformt und in Form von kalibrierten
Impulsen 12, die den gleichen Wiederholungstakt haben wie die Impulse 11, an einen
Ausgang 59 der Auswertungsschaltung 55 abgegeben. Diese Schaltung 55 ist für die
Auswertung des Wiederholungstakts der an ihrem Eingang 59 empfangenen Impulse 12
und für die Aktivierung des Anzeigegeräts 56 in Abhängigkeit vom Wert des Takts der
Impulse 12 ausgelegt. Die Schaltung 55 kann beispielsweise von einem programmierten
oder programmierbaren elektronischen integrierten Schaltkreis vom Typ
Microcontroller gebildet werden, der eine spezielle Software enthält. Der Microcontroller 55 weist
ebenfalls einen internen präzisen Zeitmesser oder Zeitbezugspunkt auf, der von einem
Quarz 60 oder einer anderen ähnlichen Vorrichtung gesteuert wird. Der Microcontroller
55 wird demnach auf einfache Weise so gestaltet, dass er mit Hilfe seines internen
Zeitmessers und seiner speziellen Software das Zeitintervall zwischen zwei
aufeinanderfolgenden Impulsen 12 an seinem Eingang 59 messen kann, also das Zeitintervall
zwischen zwei an der Leitung des Zauns 1 aufeinanderfolgenden
Abschreckungsimpulsen.
Die Anzeigevorrichtung 56 kann von einer Leuchtanzeige gebildet werden, die
beispielsweise zwei Leuchtdioden 61 und 62 aufweist, die, wenn sie angeregt sind, in
verschiedenen Farben, wie beispielsweise grün und rot, aufleuchten können. Die Anode der
Diode 61 ist über einen Widerstand 63 mit einem ersten Ausgang 65 des
Mikrocontrollers 55 und die Anode der Diode 62 über einen Widerstand 64 mit einem zweiten
Ausgang 66 des Microcontrollers 55 verbunden. Die Kathoden der beiden Dioden 61
und 62 sind an die Masse angeschlossen.
Wenn der Ausgang 65 des Microcontrollers 65 im Zustand "high" ist, emittiert die
Anzeige 56 eine erste Farbe, beispielsweise grün. Wenn beide Ausgänge 65 und 66 des
Microcontrollers 55 gleichzeitig im Zustand "high" sind, emittiert die Anzeige 55 eine
zweite Farbe, beispielsweise orange, eine Mischung aus grün und rot. Wenn der
Ausgang 66 im Zustand "high" ist, emittiert die Anzeige 56 eine dritte Farbe, beispielsweise
rot. Wenn beide Ausgänge 65 und 66 im Zustand "low" sind, leuchtet die Anzeige 56
nicht.
In Abhängigkeit vom Wert des Zeitintervalls zwischen zwei am Ausgang 59 des
Microcontrollers 55 vorhandenen Impulsen lässt die im Microcontroller enthaltene spezielle
Software die Ausgänge 65 und 66 in den Zustand "high" oder "low" übergehen, derart,
dass die Anzeige eine der drei oben genannten Farben, ständig leuchtend oder blinkend,
emittiert oder gegebenenfalls erloschen bleibt, wie später erläutert wird.
Wenn die Leitung des Zauns 1 vom Elektrozaungerät 14 der Fig. 3 gespeist wird, der
Abschreckungsimpulse erzeugt, die einen Wiederholungstakt mit einem genauen Wert
haben, der von der Spannung des oder der das Elelctrozaungerät 14 speisenden Akkus
oder Batterie 16 abhängt, ist das Kontrollgerät 53 der Fig. 6 in der Lage, eine
Information über den Ladezustand des Akkus oder der Batterie zu liefern. Hierfür erfasst er
die sich über die Leitung des Zauns 1 ausbreitenden elektromagnetischen Wellen 5,
wertet das Zeitintervall zwischen den am Eingang 59 des Microcontrollers 55
empfangenen Impulsen aus, also den Wiederholungstakt der Abschreckungsimpulse, und
steuert die Anzeige 56 in Abhängigkeit vom Ergebnis der oben erwähnten Auswertung.
Fig. 8 zeigt beispielhaft eine Zuordnungstabelle zwischen den Werten T1, T2, T3, . . .T8
des Wiederholungstakts der an der Leitung des Zauns 1 vorhandenen
Abschreckungsimpulse, also der am Eingang 59 des Microcontrollers 55 vorhandenen Impulse
12, und den Zuständen der Ausgänge 65 und 66 des Microcontrollers. Die Zustände der
Ausgänge 65 und 66 sind ebenfalls in dem Diagramm der Fig. 7 für die Werte T1, T2
und T3 des Wiederholungstakts T dargestellt. Im Diagramm der Fig. 7 und in der
Zuordnungstabelle der Fig. 8 werden die Zustände "high" und "low" der Ausgänge 65
und 66 jeweils symbolisch mit den logischen Werten 1 und 0 angegeben. Bei einem
stetigen Zustand der Ausgänge 65 und 66 des Microcontrollers 55 emittiert die
entsprechende Diode 61 oder 62 ein ständig leuchtendes grünes oder rotes Licht. Bei einem
impulsförmigen Zustand der Ausgänge 65 und 66 emittiert die entsprechende Diode 61
oder 62 ein blinkendes grünes oder rotes Licht.
Wenn der Microcontroller 55 des Kontrollgeräts 33 in dem oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel festlegt, dass der Wiederholungstakt T der Abschreckungsimpulse den
Wert T1, beispielsweise 1,33 s hat, werden die Ausgänge 65 bzw. 66 demnach in einen
stetigen Zustand 1 bzw. in einen Zustand 0 gesetzt. In diesem Fall emittiert die Anzeige
56 ein ständig leuchtendes grünes Licht, um anzuzeigen, dass der Akku geladen ist
(Spannung höher als 12 V). Wenn T den Wert T2 hat (beispielsweise 1,36 s), werden die
Ausgänge 65 und 66 gleichzeitig in einen stetigen Zustand 1 gesetzt, und die Anzeige
56 emittiert ein ständig leuchtendes oranges Licht, um anzuzeigen, dass der Akku
geringfügig entladen ist (Spannung zwischen 11 und 12 V). Wenn T den Wert T3 hat
(beispielsweise 1,39 s), werden die Ausgänge 65 und 66 in einen Zustand 0 bzw. in einen
stetigen Zustand 1 gesetzt, und die Anzeige 56 emittiert ein ständig leuchtendes rotes
Licht, um anzuzeigen, dass der Akku stark entladen ist (Spannung zwischen 10 und 11
V). Wenn T den Wert T4 hat (beispielsweise 1,42 s), werden die Ausgänge 65 und 66
gleichzeitig in den Zustand 0 gesetzt, und die Anzeige 56 bleibt erloschen, um
anzuzeigen, dass der Akku unbedingt wiederaufzuladen ist (Spannung zwischen 9,5 und 10 V).
Wenn T den Wert T5 hat (beispielsweise 1,45 s), werden die Ausgänge 65 und 66 in
einen impulsförmigen Zustand 1 bzw. in einen Zustand 0 gesetzt, und die Anzeige 56
emittiert ein blinkendes grünes Licht, um anzuzeigen, dass die Batterie geladen ist
(Spannung höher als 9 V). Wenn T den Wert T6 hat (beispielsweise 1,48 s), werden die
Ausgänge 65 und 66 gleichzeitig in einen impulsförmigen Zustand 1 gesetzt, und die
Anzeige 56 emittiert ein blinkendes oranges Licht, um anzuzeigen, dass die Batterie
geringfügig entladen ist (Spannung zwischen 8 und 9 V). Wenn T den Wert T7 hat
(beispielsweise 1,51 s), werden die Ausgänge 65 und 66 in einen Zustand 0 bzw. in einen
impulsförmigen Zustand 1 gesetzt, und die Anzeige 56 emittiert ein blinkendes rotes
Licht, um anzuzeigen, dass die Batterie stark entladen ist (Spannung zwischen 7 und 8
V). Wenn T schließlich den Wert T8 hat (beispielsweise 1,54 s), werden die Ausgänge
65 und 66 gleichzeitig in den Zustand 0 gesetzt, und die Anzeige 56 bleibt erloschen,
um anzuzeigen, dass die Spannung der Batterie kleiner als 7 V ist und die Batterie
ausgetauscht werden muss.
Wenn ein Benutzer den Ladezustand eines Akkus oder einer Batterie 16, der oder die
dem Elektrozaungerät 14 zugeordnet ist, das mit der Leitung des Zauns 1 verbunden ist,
kontrollieren möchte, genügt es, an einer beliebigen Stelle entlang des Zauns nah an die
Leitung des Zauns 1 heranzutreten, das Kontrollgerät 53 von dieser Zaunleitung entfernt
nah genug davon, beispielsweise in einer Entfernung von einigen Metern, zu
positionieren, um die elektromagnetischen Wellen 5, die sich über die Leitung des Zauns
ausbreiten, zu erfassen und den Schalter 57 zu schließen. Die Spannungsimpulse 11, die in
der Antenne 7 erzeugt werden und vom Verstärker 8 geformt werden, werden dann in
Form von kalibrierten Impulsen 12 im Takt der an der Leitung des Zauns 1 vorhandenen
Abschreckungsimpulse an den Eingang 59 des Microcontrollers 55 abgegeben. Die im
Microcontroller 9 enthaltene Software führt dann die folgenden Operationen durch
(siehe Fig. 9).
Die erste Operation 67 besteht darin, das Zeitintervall zwischen den am Eingang 59 des
Microcontrollers 55 vorhandenen Impulsen 12, also den Wiederholungstakt T der an der
Leitung des Zauns 1 vorhandenen Abschreckungsimpulse, auszuwerten. Entsprechend
dem Wert des bei der Operation 67 ausgewerteten Takts T durchläuft die Software dann
alle oder einen Teil der Operationen 68 bis 75, die den Wert des Takts T gegenüber den
Werten T1, T2, T3, . . . T8 überprüfen, die im internen Speicher des Microcontrollers 55
hinterlegt sind. Entsprechend dem Ergebnis dieser Tests gelangt die Software zu einer
der Operationen 76 bis 82, womit dem Benutzer angezeigt wird, wie stark ein Akku
oder eine Batterie 16 geladen ist oder ob er den Akku wiederaufladen oder die Batterie
austauschen muss, vorausgesetzt, dass der Benutzer weiß, ob das Elektrozaungerät 14
mit einem Akku oder einer Batterie versehen ist. Bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die erste in den Blöcken 76 und 80 der Fig. 9 angezeigte Farbe die
Farbe grün, die zweite in den Blöcken 77 und 81 angezeigte Farbe die Farbe orange und
die dritte in den Blöcken 78 und 82 angezeigte Farbe die Farbe rot.
Für einen Sachkundigen ist es ein Leichtes, die oben beschriebene Ausführungsart der
Erfindung auf verschiedene Weise abzuändern.
Beispielsweise ist es denkbar, dass die von den Microcontrollern 20 und 55
durchgeführten Operationen durch andere herkömmliche elektronische Komponenten, wie
beispielsweise Vergleicher und/oder integrierte logische Schaltkreise, durchgeführt
werden, wobei diese Lösung vom wirtschaftlichen Aspekt her im allgemeinen weniger
interessant ist.
Außerdem ist es nicht unbedingt erforderlich, dass der vom Microcontroller 20
festgelegte Wert des Takts T der Abschreckungsimpulse eine abnehmende Funktion vom
Wert des an den Eingang 34 das Microcontrollers abgegebenen Messsignals ist.
Tatsächlich könnte diese Funktion eine ansteigende Funktion und anstelle einer
stufenförmigen Funktion eine stetige Funktion sein.
Entsprechend einer weiteren Ausführungsvariante könnte die Leuchtanzeige 56 durch
eine Flüssigkristallanzeige oder durch eine Anzeigevorrichtung vom Typ Bargraph,
akustische Anzeige oder auch eine Kombination mindestens von zwei der oben
erwähnten Anzeigemittel sein.
Bei einer weiteren Ausführungsart ist es denkbar, die an der Leitung des Zauns 1
vorhandenen Abschreckungsimpulse direkt zu erfassen, statt die sich über die Leitung des
Zauns 1 ausbreitenden elektromagnetischen Wellen 5 zu erfassen. In diesem Fall kann
die Antenne 7 des Kontrollgeräts 53 durch eine Sonde ersetzt werden, die dazu
bestimmt ist, im elektrischen Kontakt mit der Leitung des Zauns 1 positioniert zu werden.
Die Sonde ist über eine spannungserniedrigende Vorrichtung und vorzugsweise auch
über einen Koppler, der eine galvanische Trennung zwischen der Sonde und dem
Verstärker 8 bewirken kann, mit dem Verstärker 8 verbunden. Die spannungserniedrigende
Vorrichtung kann beispielsweise von einem Widerstandsspannungsteiler und der
Koppler von einem Optokoppler gebildet werden. Alternativ können die
spannungserniedrigende Vorrichtung und der Koppler von einem einzigen Element wie
beispielsweise einem Abwärtstransformator gebildet werden.
Ferner beschränkt sich die Erfindung nicht auf die Kontrolle des Ladezustands des oder
der das Elektrozaungerät speisenden Akkus oder Batterie. Tatsächlich kann die
Erfindung auch zur Kontrolle anderer Funktionsparameter eines Elektrozaungeräts verwendet
werden, wie beispielsweise die Höchstspannung, der Spitzenstrom oder die maximale
Energie dieser Abschreckungsimpulse am Ausgang des Elektrozaungeräts, die vom
Elektrozaungerät am Ausgangspunkt des Elektrozauns wahrgenommen wird, oder der
Zustand eines internen Speichers des Elektrozaungeräts mit einem oder mehreren
Werten oder jeder andere bekannte Parameter des Elektrozaungeräts, der für den Benutzer
interessant sein könnte, wobei dies sowohl für ein Elektrozaungerät, das von einem
Akku oder einer Batterie gespeist wird, als auch für ein Elektrozaungerät mit
Netzversorgung (Wechselspannung) gilt.
Für den Fall, dass der zu kontrollierende Parameter die Höchstspannung der
Abschreckungsimpulse am Ausgang des Elektrozaungeräts ist, kann beispielsweise der
Spannungsteiler mit einem entsprechenden Reduzierkoeffizienten zu der Primärwicklung 23
des Transformators 18 parallelgeschaltet sein, wobei der Zwischenabgriff des
Spannungsteilers mit dem Eingang 34 des Microcontrollers 20 an der Stelle des
Zwischenabgriffs 33 des Spannungsteilers 30 verbunden ist.
Bei einer anspruchsvolleren Variante des Verfahrens und der Kontrollvorrichtung
entsprechend der Erfindung, die in einem Elektrozaungerät einsetzbar ist, das dem
Elektrozaungerät 14 der Fig. 3 ähnlich ist und mehrere (nicht abgebildete) Messmittel
aufweist, die jeweils ein Messsignal mit einem repräsentativen Wert eines der oben
genannten Funktionsparameter erzeugen können, kann jedes Messmittel an einen
entsprechenden Analogeingang des Microcontrollers 20 des Elektrozaungerät 14 angeschlossen
werden. Es lässt sich feststellen, dass, wenn eines der Messmittel zur Erzeugung eines
Messsignals vorgesehen ist, dessen Wert repräsentativ für den Spitzenstrom der
Abschreckungsimpulse ist, der Microcontroller 20 des Elektrozaungeräts 14 so
programmiert sein kann, dass er ausgehend von dem gemessenen Wert des Spitzenstroms und
der Dauer der Abschreckungsimpulse, die üblicherweise bekannt ist, auch den Wert für
die maximale Energie dieser Abschreckungsimpulse berechnet.
Bei dieser Variante des Verfahrens und der Kontrollvorrichtung entsprechend der
Erfindung kann die im Speicher des Microcontrollers 20 des Elektrozaungeräts 14 enthaltene
Software derart gestaltet sein, dass der Microcontroller 20 an seinem Ausgang 35
zyklisch n aufeinanderfolgende Sequenzen von Zündungsimpulsen für den Thyristor 19
erzeugt, wobei n eine ganze Zahl größer als 1 ist, die der Anzahl von an den
Microcontroller 20 angeschlossenen Messmitteln und/oder der Anzahl von zu kontrollierenden
Funktionsparametern entspricht. In diesem Fall erzeugt das Elektrozaungerät 14
zyklisch n aufeinanderfolgende Sequenzen SQ1, SQ2, . . . SQn von Abschreckungsimpulsen
I (Fig. 10), deren Takt dem der Zündungsimpulse entspricht.
Wie in Fig. 10 dargestellt, kann jede Sequenz SQ1, SQ2, . . . SQn m
Abschreckungsimpulse I umfassen, wobei m beispielsweise gleich 5 ist. Die Impulse der ersten Sequenz
SQ1 sind mit I11, I21, I31, . . . Im1, die der zweiten Sequenz SQ2 mit I12, I22, I32 . . . Im2 und die
der letzten Sequenz SQ2 mit I1n, I2n, I3n . . . Imn bezeichnet.
Die erste Sequenz SQ1 entspricht einem ersten Funktionsparameter, die zweite Sequenz
SQ2 einem zweiten Funktionsparameter und die n-te Sequenz SQn dem n-ten
Funktionsparameter. Bei jeder Sequenz SQi (i = 1, 2. . . oder n) haben die
Abschreckungsimpulse I1i, I2i, I3i einen Wiederholungstakt Ti (i = 1, 2. . . oder n), dessen Wert vom Wert
eines i-ten Funktionsparameters abhängt und in einem von i-ten von n verschiedenen
Zeitfenstern liegt, wobei jedes Zeitfenster einem der n zu kontrollierenden
Funktionsparameter entspricht.
Falls der erste zu kontrollierende Funktionsparameter der Ladezustand der Batterie oder
des Akkus 16 (Fig. 3) ist, wird der Wiederholungstakt T1 der Abschreckungsimpulse
I11, I21, I31, . . . Im1 der ersten Sequenz SQ1 durch den Microcontroller 20 beispielsweise
derart eingestellt, dass er in einem ersten Zeitfenster liegt, in dem T1 die gespeicherten
Werte T11 = 1,33 s, T12 = 1,36 s, T13 = 1,39 s, . . . T18 = 1,54 s annehmen kann,
entsprechend dem gemessenen Spannungswert der Batterie oder des Akkus 16, analog zu der
oben in Bezug auf die Fig. 4 und 5 beschriebenen Weise (siehe auch die oben in der
Beschreibung angegebene Tabelle). Falls der zweite zu kontrollierende
Funktionsparameter die Höchstspannung der Abschreckungsimpulse ist, wird der Wiederholungstakt
T2 der Abschreckungsimpulse I12, I22, I32 . . . Im2 der zweiten Sequenz SQ2 auf ähnliche
Weise durch den Microcontroller 20 derart eingestellt, dass er in einem zweiten
Zeitfenster liegt, in dem T2 beispielsweise die gespeicherten Werte T21 = 1,57 s, T22 = 1,60 s,
T23 = 1,63 s, T24 = 1,63 s . . . annehmen kann, entsprechend dem gemessenen Wert der
Höchstspannung der Abschreckungsimpulse, und so fort für die übrigen zu
kontrollierenden Funktionsparameter.
Es lässt sich feststellen, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, dass die gespeicherten
Werte des Wiederholungstakts Ti in allen Zeitfenstern, die jeweils den Sequenzen SQi
entsprechen, um den gleichen Wert (0,03 s in dem oben angegebenen Beispiel)
gestaffelt sind, und/oder dass die Anzahl von gespeicherten möglichen Werten für den
Wiederholungstakt Ti in jedem Zeitfenster für alle Zeitfenster gleich ist. Tatsächlich können
der Abstand zwischen zwei gespeicherten, aufeinanderfolgenden möglichen Werten für
den Wiederholungstakt Ti und/oder die Anzahl der gespeicherten möglichen Werte für
den Takt Ti von einem Zeitfenster zum nächsten verschieden sein; sie hängen jeweils
von der Art des zu kontrollierenden Funktionsparameters und vom Genauigkeitsgrad
der für die an den Benutzer zu erteilenden Information über den Wert des
Funktionsparameters ab.
Bei dieser Variante des Verfahrens und der Kontrollvorrichtung entsprechend der
Erfindung können die Abschreckungsimpulse auf eine ähnliche Weise wie oben beschrieben
von einem Kontrollgerät erfasst werden, das dem Kontrollgerät 53 der Fig. 6 ähnlich
ist. In diesem Fall ist die im Speicher des Microcontrollers 55 enthaltene Software nicht
nur für die Auswertung des Wiederholungstakts Ti der erfassten Abschreckungsimpulse,
sondern auch für die Bestimmung des Zeitfensters ausgelegt, in dem der ausgewertete
Wiederholungstakt Ti liegt. Ausgehend von dem auf diese Weise bestimmten
Zeitfenster und dem ausgewerteten Wiederholungstakt Ti kann der Microcontroller 55
beispielsweise mit Hilfe einer in seinem Speicher enthaltenen Zuordnungstabelle die Art
und den Wert des Funktionsparameters bestimmen, der der Sequenz SQi von
Abschreckungsimpulsen im Laufe der Erfassung entspricht. Er kann somit ein geeignetes
Anzeigemittel, wie beispielsweise eine Flüssigkristallanzeige, steuern, um dem Benutzer eine
Angabe über die Art und den qualitativen oder quantitativen Wert des entsprechenden
Funktionsparameters zu liefern, und zwar für jede Sequenz SQi.
Wenn jede Sequenz SQi beispielsweise fünf Abschreckungsimpulse (m = 5) mit einem
Abstand von ungefähr 1 bis 2 Sekunden umfasst und das Elektrozaungerät 14 für die
Kontrolle von vier Funktionsparametern (n = 4) ausgelegt ist, benötigt das Kontrollgerät
53 maximal 40 Sekunden, um eine Angabe über die vier Funktionsparameter zu liefern.
Hinsichtlich der Anzeige der vom Kontrollgerät gelieferten Angaben ist es denkbar,
dass der Microcontroller 55 so programmiert ist, dass er während der Erfassung der
Sequenzen SQ1, SQ2, . . . SQn nacheinander die Angaben zu den n Funktionsparametern
anzeigen lässt. Sofern das Anzeigefeld genügend Anzeigezeilen umfasst, ist es denkbar,
den Microcontroller 55 so zu programmieren, dass er nur alle Angaben zu den n
Funktionsparametern nur gleichzeitig anzeigen lässt, nachdem die Sequenzen SQ1, SQ2, . . .
SQn erfasst wurden. Der Microcontroller 55 kann möglicherweise auch so programmiert
werden, dass er diese Angaben speichert, um sie beispielsweise mit den Angaben einer
späteren Kontrolle zu vergleichen.
Die vorliegende Erfindung kann auch bei einem Elektrozaungerät eingesetzt werden,
das mehrere Energiespeicherkondensatoren und mehrere Thyristoren aufweist, die
jeweils zu einem der Kondensatoren parallelgeschaltet sind, um die Entladung jedes
Kondensators einzeln zu bewirken, ohne dass sich dadurch der Ladezustand der übrigen
Kondensatoren ändert. Die Entladung der Kondensatoren wird in ihrer Abfolge derart
gesteuert, dass an die Sekundärwicklung des Transformators des Elektrozaungeräts eine
Folge von komplexen Abschreckungsimpulsen abgegeben wird, wobei jeder komplexe
Abschreckungsimpuls von einer Folge von aufeinanderfolgenden Elementarimpulsen
gebildet wird. Jeder Elementarimpuls entspricht der einzelnen Entladung eines der
Kondensatoren. Ein derartiges Elektrozaungerät ist insbesondere in Dokument
FR-A2 787 964 beschrieben. Üblicherweise haben die Folgen von Elementarimpulsen einen
konstanten Wiederholungstakt von mindestens 1 s, hat jede Folge von
Elementarimpulsen eine konstante Höchstdauer von ungefähr 10 bis 20 ms und jeder Elementarimpuls
bei jeder Folge eine konstante Dauer von ungefähr 0,2 bis 0,3 ms.
Sofern die Erfindung auf ein Elektrozaungerät angewendet wird, das eine derartige
Folge von komplexen Abschreckungsimpulsen erzeugen kann, kann der Microcontroller
des Elelctrozaungeräts so programmiert werden, dass er mindestens einen von den
folgenden, nämlich dem Wiederholungstakt der Elementarimpulsfolgen und dem
Zeitabstand von zwei aufeinanderfolgenden Elementarimpulsen jeder Impulsfolge, in
Abhängigkeit vom Wert mindestens eines repräsentativen Messsignals eines zu
kontrollierenden Funktionsparameters einstellt.
Wenn das Elektrozaungerät beispielsweise vier Energiespeicherkondensatoren aufweist,
denen jeweils vier Thyristore zugeordnet sind, erzeugt das Elektrozaungerät komplexe
Abschreckungsimpulse I (das heißt, Elementarimpulsfolgen), die aus jeweils vier
Elementarimpulsen P1, P2, P3, P4 gebildet werden, wie in Fig. 11 dargestellt. In diesem
Fall können vier Messmittel zur Erzeugung jeweils eines Messsignals mit einem
repräsentativen Wert eines der zu kontrollierenden Funktionsparameter vorgesehen sein.
Jedes dieser vier Messmittel ist jeweils an einen Analogeingang des Microcontrollers des
Elelctrozaungeräts angeschlossen. Jedem Analogeingang des Microcontrollers ist ein
Ausgang des Microcontrollers zugeordnet, der am Gate einer der vier Thyristoren
angeschlossen ist.
Unter diesen Umständen kann die im Microcontroller enthaltene Software so gestaltet
sein, dass die Zündung des ersten, zweiten, dritten und vierten Thyristors, also die
Entladung des ersten, zweiten, dritten und vierten Kondensators des Elektrozaungeräts in
ihrer Sequenz zu Zeitpunkten gesteuert ist, die jeweils vom Wert des ersten, zweiten,
dritten und vierten Messsignals abhängen, das jeweils an die vier Analogeingänge des
Microcontrollers abgegeben wird, also vom Wert der vier zu kontrollierenden
Funktionsparameter, beispielsweise mit Hilfe der entsprechenden, im Speicher des
Microcontrollers hinterlegten Zuordnungstabellen.
Wie in Fig. 11 dargestellt, haben beispielsweise die ersten Elementarimpulse P1 der
Abschreckungsimpulse I, also die Impulsfolgen, einen Wiederholungstakt T, der vom
Wert des ersten Funktionsparameters abhängt; der Wert des Zeitabstands t1 zwischen
den Elementarimpulsen P1 und P2 jedes komplexen Impulses I hängt vom Wert des
zweiten Funktionsparameters ab; der Wert des Zeitabstands t2 zwischen den
Elementarimpulsen P2 und P3 hängt vom Wert des dritten Funktionsparameters ab; und der Wert
des Zeitabstands t3 zwischen den Elementarimpulsen P3 und P4 hängt vom Wert des
vierten Funktionsparameters ab.
Falls der erste zu kontrollierende Funktionsparameter der Ladezustand der Batterie oder
des Akkus ist, von dem das Elektrozaungerät gespeist wird, kann der Wiederholungstakt
T derart eingestellt werden, dass er beispielsweise einen der Werte 1,33 s, 1,36 s, 1,39
s . . . 1,54 s entsprechend dem gemessenen Wert für die Batterie- oder Akkuspannung
annimmt. Bei den übrigen Funktionsparametern können die Zeitabstände t1, t2 und t3
derart eingestellt werden, dass sie beispielsweise Werte zwischen 0,5 ms und 5 ms
entsprechend dem gemessenen Wert der entsprechenden Funktionsparameter annehmen.
Die komplexen Abschreckungsimpulse I können von einem Kontrollgerät erfasst
werden, das dem Kontrollgerät 53 der Fig. 6 ähnlich ist und mit einem geeigneten
Anzeigemittel, wie beispielsweise eine Flüssigkristallanzeige, ausgestattet ist, das Angaben
über die Art und den qualitativen oder quantitativen Wert mehrerer Funktionsparameter
liefern kann. In diesem Fall ist die im Speicher des Microcontrollers 55 enthaltene
Software für die Auswertung des Wiederholungstakts T der Impulsfolgen und der
Zeitabstände t1, t2 und t3 der Elementarimpulse P1, P2, P3 und P4 ausgelegt. Ausgehend von
den Werten von T, t1, t2 und t3 kann der Microcontroller 55 beispielsweise mit Hilfe
einer in seinem Speicher enthaltenen Zuordnungstabelle die Art und den Wert der
entsprechenden Funktionsparameter bestimmen und dem Benutzer durch Steuerung der
Anzeige Angaben über die Funktionsparameter anzeigen.
Obwohl die Fig. 11 komplexe Abschreckungsimpulse I zeigt, die jeweils von vier
Elementarimpulsen P1, P2, P3 und P4 zusammengesetzt sind, ist die Erfindung nicht auf
diese Anzahl von Elementarimpulsen beschränkt. Jeder komplexe Impuls I kann
tatsächlich aus zwei, drei, vier oder mehr Elementarimpulsen bestehen, je nach der Anzahl
von Kondensatoren und Thyristoren, die im Elektrozaungerät vorgesehen sind. Für den
Fall, dass jeder komplexe Impuls I vier oder mehr als vier Elementarimpulse umfasst,
sollte darauf geachtet werden, dass:
1. die maximale Dauer jedes komplexen Impulses, also jeder Folge von
Elementarimpulsen, ausreichend gering ist, beispielsweise kleiner oder gleich 20 ms, damit jeder
komplexe Impuls I von einem Tier oder einer Person physiologisch als nur ein Impuls
mit einer Gesamtenergie wahrgenommen wird, die gleich ist der Summe der einzelnen
Energien der Elementarimpulse, aus denen der komplexe Impuls besteht;
2. die Gesamtenergie jedes komplexen Impulses nicht den gemäß den Normen
zulässigen Wert übersteigt; und
3. der Zeitabstand zwischen dem letzten Elementarimpuls eines komplexen Impulses
und dem ersten Elementarimpuls des nächsten komplexen Impulses mindestens gleich 1
s ist, damit die für Elektrozaungeräte geltenden Sicherheitsnormen eingehalten werden.
Anspruch[de]
1. Verfahren zur Kontrolle mindestens eines Funktionsparameters eines
Elektrozaungerätes (14), von dem ein Elektrozaun (1) mit Hochspannungsimpulsen versorgt
wird, gekennzeichnet durch die Schritte:
a) Erzeugung mindestens eines Messsignals (MBAT) mit einem für den zu
kontrollierenden Funktionsparameter repräsentativen Wert;
b) Steuerung der Erzeugung von Abschreckungsimpulsen in Abhängigkeit von
dem Messsignal, derart, dass der Zeitabstand (T) der Abschreckungsimpulse vom Wert
des Messsignals abhängt;
c) Erfassung der Abschreckungsimpulse in einem beliebigen Bereich entlang des
Elektrozauns (1), entfernt vom Elektrozaungerät (14), Auswertung des Zeitabstands der
erfassten Abschreckungsimpulse und der Steuerung einer Anzeige (56) in Abhängigkeit
vom ausgewerteten Zeitabstand, derart, dass sie eine Angabe über den
Funktionsparameter liefert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Elektrozaungerät (14) eine Folge
von einzelnen Abschreckungsimpulsen mit einem Wiederholungstakt (T) erzeugen
kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Zeitabstand der Wiederholungstakt
(T) der Abschreckungsimpulse ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es daraus
besteht, im Schritt a) n Messsignale (MBAT) zu erzeugen, wobei n eine ganze Zahl
größer als 1 ist, deren Werte jeweils n zu kontrollierenden Funktionsparametern
entsprechen; im Schritt b) zyklisch n aufeinanderfolgende Sequenzen (SQi, i = 1 bis n) von
Abschreckungsimpulsen zu erzeugen, derart, dass in jeder Sequenz (SQi) die
Abschreklcungsimpulse (I1i, I2i . . . Imi) einen Wiederholungstakt (Ti) haben, dessen Wert jeweils
vom Wert eines der n Messsignale abhängt und in einem von n verschiedenen
Zeitfenstern liegt, wobei jedes Zeitfenster einem der n Funktionsparameter entspricht; und im
Schritt c) mindestens eine der n aufeinanderfolgenden Sequenzen (SQi) von
Abschreckungsimpulsen erfasst wird, der Wiederholungstakt (Ti) der Abschreckungsimpulse der
erfassten Sequenz (SQi) ausgewertet wird und das Zeitfenster bestimmt wird, in dem
sich der ausgewertete Wiederholungstakt befindet, derart, dass eine Angabe über den
entsprechenden Funktionsparameter erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Elektrozaungerät eine Folge von
komplexen Abschreckungsimpulsen (1) erzeugen kann, wobei jeder komplexe
Abschreckungsimpuls durch eine Folge von mindestens zwei Elementarpulsen (P1, P2, P3,
P4) gebildet wird, die relativ nah aufeinanderfolgen, wobei die Impulsfolgen einen
Wiederholungstakt (T) haben, der im wesentlichen größer ist als die Gesamtdauer jeder
Impulsfolge, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Zeitabstand mindestens einer
der folgenden, nämlich Wiederholungstakt (T) der Impulsfolgen und dem Zeitabstand
(t1, t2 oder t3) von zwei aufeinanderfolgenden Elementarimpulsen jeder Impulsfolge, ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es daraus
besteht, im Schritt a) n Messsignale zu erzeugen, wobei n eine ganze Zahl größer als 1
ist, deren Werte jeweils n zu kontrollierenden Funktionsparametern entsprechen; im
Schritt b) die Erzeugung der komplexen Abschreckungsimpulse (1) zu steuern, derart,
dass der Wiederholungstakt (T) der Impulsfolgen einen Wert hat, der von mindestens
einem der n Messsignale abhängt, und der Zeitabstand (t1, t2 oder t3) von mindestens
zwei aufeinanderfolgenden Elementarimpulsen (P1, P2, P3, P4) jeder Impulsfolge einen
Wert hat, der von mindestens einem anderen von den n Messsignalen abhängt; und im
Schritt c) den Wiederholungstakt (T) der Impulsfolgen und diesen Zeitabstand (t1, t2
oder t3) von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Elementarfolgen jeder Impulsfolge
auszuwerten, um Angaben über die jeweiligen Funktionsparameter zu liefern.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass im Schritt c) die Erfassung ohne elektrischen Kontakt mit dem Elektrozaun
(1) erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, dass der oder die Funktionsparameter aus der Gruppe ausgewählt ist oder sind,
die den Ladezustand einer autonomen Stromquelle (16) des Elektrozaungeräts (14), die
Höchstspannung, die maximale Energie und den Spitzenstrom der
Abschreckungsimpulse am Ausgang des Elektrozaungeräts, den Isolierungsgrad des Elektrozauns (1), der
vom Elektrozaungerät am Ausgangspunkt des Elektrozauns wahrgenommen wird, den
Zustand eines internen Speichers mit einem oder mehreren Werten oder jeden anderen
bekannten Parameter des Elektrozaungeräts, der für den Benutzer interessant sein
könnte, umfasst.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert
des Zeitabstands (T) dieser Abschreckungsimpulse eine monotone Funktion vom Wert
des Messsignals (MBAT) ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert
des Zeitabstands (T) der Abschreckungsimpulse eine diskontinuierliche Stufenfunktion
ist.
10. Vorrichtung zur Kontrolle mindestens eines Funktionsparameters eines
Elektrozaungerätes (14), von dem ein Elektrozaun (1) mit Abschreckungsimpulsen
versorgt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst:
a) mindestens ein Messmittel (30) zur Erzeugung eines Messsignals (MBAT)
mit einem für den zu kontrollierenden Funktionsparameter repräsentativen Wert;
b) ein Steuermittel (20) zur Steuerung der Erzeugung von
Abschreckungsimpulsen in Abhängigkeit von dem Messsignal derart, dass der Zeitabstand (T) der
Abschreckungsimpulse vom Wert des Messsignals abhängt;
c) ein Erfassungsmittel (7) zur Erfassung der Abschreckungsimpulse in einem
beliebigen Bereich entlang des Elektrozauns (1);
d) ein Anzeigemittel (56); und
e) Auswertungsmittel (55) zur Auswertung des Zeitabstands der erfassten
Impulse und zur Steuerung des Anzeigemittels (56) in Abhängigkeit vom ausgewerteten
Zeitabstand, derart, dass es eine Angabe über den Funktionsparameter liefert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10 für ein Elektrozaungerät (14) mit einem
Microcontroller (20), bei dem jeder Abschreckimpuls in Reaktion auf das Auslösen
eines elektronischen Schalters (19) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuermittel (20) von dem Microcontroller gebildet wird, der derart programmiert
oder programmierbar ist, dass er an den elektronischen Schalter (19) Auslöseimpulse
mit einem Takt sendet, der vom Wert des Messsignals (MBAT) abhängt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 für ein Elektrozaungerät, umfassend
mindestens zwei elektronische Schalter, die von einem Microcontroller derart gesteuert
werden, dass das Elektrozaungerät eine Folge von komplexen Abschreckungsimpulsen (I)
erzeugen kann, wobei jeder komplexe Abschreckungsimpuls durch eine Folge von
mindestens zwei aufeinanderfolgenden Elementarpulsen (P1, P2, P3, P4) gebildet wird, die
relativ nah aufeinanderfolgen, wobei jede Impulsfolge in Reaktion auf das Auslösen
eines entsprechenden elektronischen Schalters erzeugt wird und die Impulsfolgen einen
Wiederholungstakt (T) haben, der im wesentlichen größer ist als die Gesamtdauer jeder
Impulsfolge, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuermittel (20) von dem
Microcontroller gebildet wird, der derart programmiert oder programmierbar ist, dass er
an einen der elektronischen Schalter Auslöseimpulse mit einem Takt sendet, der vom
Wert des Messsignals abhängt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass das Erfassungsmittel (7), das Anzeigemittel (56) und die
Auswertungsmittel (55) in einem tragbaren Gehäuse (54) unabhängig vom Elektrozaungerät
(14) installiert sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das
Erfassungsmittel (7) eine Antenne aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die
Antenne (7) mit den Auswertungsmitteln (55) durch eine Impulsformerschaltung (8)
verbunden ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auswertungsmittel (55) einen zweiten programmierten oder programmierbaren
Microcontroller aufweisen, der einem Zeitmesser (60) zugeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das
Anzeigemittel (56) ein Element der Gruppe ist, die eine Leuchtanzeige mit mindestens
einer Leuchtdiode (61, 62), eine Flüssigkristallanzeige, einen Bargraph und eine
akustische Anzeige umfasst.
18. Elektrozaungerät, umfassend
a) einen Abschreckungsimpulsgeber (15, 17, 18, 19), der mit einem Elektrozaun
(1) verbunden wird;
b) mindestens ein Messmittel (30) zur Erzeugung eines Messsignals (MBAT)
mit einem für einen Funktionsparameter des Elektrozaungeräts (14) repräsentativen
Wert,
dadurch gekennzeichnet, dass es im übrigen ein Steuermittel (20) aufweist,
das mit dem Messmittel (30) und dem Abschreckungsimpulsgeber (15, 17, 18, 19)
verbunden ist zur Steuerung des Abschreckungsimpulsgebers derart, dass der Zeitabstand
(T) der Abschreckungsimpulse vom Wert des Messsignals (MBAT) abhängt.
19. Gerät zur Kontrolle mindestens eine Funktionsparameters eines
Elektrozaungerätes nach Anspruch 18, wobei das Kontrollgerät (53) umfasst
a) ein Erfassungsmittel (7) zur Erfassung der Abschreckungsimpulse in einem
beliebigen Bereich entlang des Elektrozauns (1);
b) ein Anzeigemittel (56),
dadurch gekennzeichnet, dass es im übrigen umfasst
a) Auswertemittel (55) zur Auswertung des Zeitabstands der erfassten
Abschreckungsimpulse und zur Steuerung des Anzeigemittels (56) in Abhängigkeit vom
ausgewerteten Zeitabstand derart, dass es eine Angabe über den Funktionsparameter
liefert.