Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Schablonendruckmaschine. Die erfindungsgemäße Schablonendruckmaschine umfasst
einen Schablonenbogen und eine Druckkammer zum Bevorraten des
Schablonenbogens und eines Druckbogens. Eine
Druckverringerungseinrichtung ist mit der Druckkammer zum Verringern des
Drucks innerhalb der Druckkammer verbunden. Ein Teil der
Wandstruktur der Druckkammer besteht aus einem flexiblen
Folienmaterial. Wenn die Druckverringerungseinrichtung den
Druck in der Druckkammer verringert, wirkt der
Atmosphärendruck auf Tinte über das flexible Folienmaterial ein. Die
Tinte wird auf den Druckbogen durch Perforationen des
Druckbogens unter Durchführen des Druckvorgangs überführt.
In der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 6-270523 hat die
vorliegende Anmelderin ein Grundkonzept einer
druckunterstützten Schablonendruckmaschine vorgeschlagen, die mit einer
derartigen Druckkammer versehen ist. Die
Schablonendruckmaschine ist mit einer Druckkammer versehen, von der eine
Wandstruktur teilweise aus einer flexiblen Membraneinrichtung
besteht. Mit der Druckkammer ist die
Druckverringerungseinrichtung verbunden. Die druckunterstützte Schablonendruckmaschine
ist dazu geeignet, den Schablonendruck problemlos und rasch
mit einer vorbestimmten und konstanten Druckdichte selbst in
dem Fall durchzuführen, dass der Druckbereich bzw. die
Druckfläche groß ist.
In einer derartigen Schablonendruckmaschine ist die
Druckkammer jedoch unvermeidlich groß bzw. vergrößert und eine
Druckverringerungseinrichtung großer Kapazität ist erforderlich,
wenn die Maschine auf einen großen Druckbereich bzw. eine
große Druckfläche angewendet wird. Eine derartige
Druckver
ringerungseinrichtung großer Kapazität kann als
Unterdruckpumpe vorliegen, insbesondere als eine solche, die mit einem
Motorgebläse versehen ist. In dem Fall, dass diese
Druckverringerungseinrichtung angewendet wird, treten folgende
Probleme auf. Zunächst ist die Druckmaschine insgesamt groß.
Ferner wird viel Zeit verbraucht, bis der für den Druckvorgang
genutzt Druck einen geeigneten Pegel für den Druckvorgang
erreicht, weil die Druckverringerung mit konstanter
Geschwindigkeit durchgeführt wird. Eine Feinsteuerung des Drucks für
den Druckvorgang ist außerdem schwierig durchführbar. Es ist
viel Betätigungszeit erforderlich und die Betätigung
gestaltet sich kompliziert.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Schablonendruckmaschine unter Verwendung der vorstehend
genannten Druckverringerung zu schaffen, bei der die
Druckverringerung problemlos und rasch durchgeführt werden kann,
wobei die gesamte Druckmaschine leicht und einfach ist und
wobei außerdem die Betätigbarkeit verbessert ist.
Eine Schablonendruckmaschine gemäß dem ersten Aspekt der
vorliegenden Erfindung umfasst einen Hauptkörper; einen
Abdeckkörper, der Öffnungsfähig an einer Fläche des Hauptkörpers
angebracht ist, um einen Raum zwischen dem Hauptkörper und
dem Abdeckkörper zu bilden, um einen Druckbogen und einen
Schablonenbogen im Innern zu bevorraten; eine flexible Folie,
die an dem Abdeckkörper zum Schablonenbogen weisend
angebracht ist; eine Druckverringerungseinrichtung, die unter dem
Hauptkörper derart angebracht ist, dass sie mit dem Raum zur
Verringerung des Drucks in dem Raum in Verbindung steht; und
eine manuelle Betätigungseinrichtung, die an der
Druckverringerungseinrichtung angebracht ist, wobei die manuelle
Betätigungseinrichtung die Druckverringerungseinrichtung betätigt,
wenn diese ausgehend von einer Betätigungsstartposition nach
unten gedrückt wird, die im Wesentlichen dem Niveau des
Abdeckkörpers entspricht.
Eine Schablonendruckmaschine gemäß dem zweiten Aspekt der
vorliegenden Erfindung umfasst einen Hauptkörper mit einer
Oberseite zum Anordnen eines Druckbogens auf ihr; einen
Abdeckkörper, der auf der Oberseite des Hauptkörpers
Öffnungsfähig angebracht ist und auf dem ein Schablonenbogen
angebracht ist, wobei der Abdeckkörper einen Raum zwischen dem
Hauptkörper und dem Abdeckkörper zur Bevorratung des
Schablonenbogens und eines Druckbogens im Innern bildet, wenn der
Abdeckkörper auf der Oberseite des Hauptkörpers zu liegen
kommt; eine flexible Folie, die an einer Oberseite des
Abdeckkörpers zum Schablonenbogen weisend angebracht ist, der
an dem Abdeckkörper angebracht ist; eine
Druckverringerungseinrichtung, die unter dem Hauptkörper derart angeordnet ist,
dass sie mit dem Raum in Verbindung steht, wobei die
Druckverringerungseinrichtung es ermöglicht, dass Atmosphärendruck
auf den Schablonenbogen durch die flexible Folie durch
Verringern von Druck in dem Raum einwirkt, wodurch der
Schablonenbogen mit dem Druckbogen eng in Kontakt gelangt, um einen
Druckvorgang zu beenden; und eine manuelle
Betätigungseinrichtung, die an der Druckverringerungseinrichtung angebracht
ist, wobei die manuelle Betätigungseinrichtung die
Druckverringerungseinrichtung betätigt, wenn sie aus einer
Betätigungsstartposition, die im Wesentlichen auf demselben Niveau
wie der Abdeckkörper zu liegen kommt, nach unten gedrückt
wird.
In Übereinstimmung mit einer Schablonendruckmaschine gemäß
dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst in der
Schablonendruckmaschine gemäß dem zweiten Aspekt der
Abdeck
körper einen Rahmen mit einer Öffnung zur Aufnahme des
Schablonenbogens und die flexible Folie ist an einer Oberseite des
Rahmens derart Öffnungsfähig angebracht, dass die flexible
Folie die Öffnung verschließt, wenn ein Druckvorgang
durchgeführt wird.
In Übereinstimmung mit einer Schablonendruckmaschine gemäß
dem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst in der
Schablonendruckmaschine gemäß dem dritten Aspekt der Rahmen
einen oberen ersten Rahmen mit einer ersten Öffnung und einen
unteren zweiten Rahmen, der unter dem oberen ersten Rahmen
angeordnet ist und eine zweite Öffnung aufweist, wobei die
zweite Öffnung kleiner als die erste Öffnung ist und in der
ersten Öffnung zu liegen kommt; wobei die flexible Folie an
einer Oberseite des ersten Rahmens derart Öffnungsfähig
angebracht ist, dass die flexible Folie die erste Öffnung
verschließt, wenn der Druckvorgang durchgeführt wird; wobei der
Schablonenbogen einen Schablonenbogenaufbau darstellt, der
einen Rahmen mit einer Außenform aufweist, die in die erste
Öffnung passt, einen Schablonenbogen, der an einer Seite des
Rahmens angebracht ist, und eine Abdeckfolie, die an der
anderen Seite des Rahmens angebracht ist, und wobei der
Schablonenbogenaufbau in der ersten Öffnung derart angebracht ist,
dass der Schablonenbogen am Boden zu liegen kommt, wenn der
Druckvorgang durchgeführt wird.
In Übereinstimmung mit einer Schablonendruckmaschine gemäß
dem fünften Aspekt der vorliegenden Erfindung ist in der
Schablonendruckmaschine gemäß dem dritten Aspekt eine
elastische Haft- bzw. Klebeschicht entweder auf der Oberseite des
Rahmens oder einer Unterseite der flexiblen Folie angeordnet
und die andere Seite, die Oberseite des Rahmens bzw. eine
Un
terseite des flexiblen Bogens besteht aus einer Harzfolie mit
glatter Oberfläche.
In Übereinstimmung mit einer Schablonendruckmaschine gemäß
dem sechsten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst in der
Schablonendruckmaschine gemäß dem zweiten Aspekt die
Druckverringerungseinrichtung eine schwenkbare Bodenplatte, die an
der Unterseite des Hauptkörpers an einem hinteren Ende
hiervon angebracht ist, und einen ausdehnbaren flexiblen Sack,
der zwischen der Oberseite der Bodenplatte und der Unterseite
des Hauptkörpers angeordnet ist; wobei die manuelle
Betätigungseinrichtung ein vorderer Endabschnitt der Bodenplatte
ist, und wobei die Schablonendruckmaschine außerdem eine
Rückstelleinrichtung zum Anordnen der Bodenplatte in der
Betätigungsstartposition umfasst, indem die Bodenplatte
aufwärts gedrängt bzw. vorgespannt ist.
In Übereinstimmung mit einer Schablonendruckmaschine gemäß
dem siebten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst in der
Schablonendruckmaschine gemäß dem zweiten Aspekt die
Druckverringerungseinrichtung eine obere Platte, die auf dem
Hauptkörper angeordnet ist, einen vertikal ausdehnbaren
flexiblen Sack, der auf einer Unterseite der oberen Platte
angeordnet ist, eine Bodenplatte, die auf der Unterseite des
Sacks angeordnet ist, und einen Eingriffsabschnitt, der auf
der Bodenplatte angeordnet ist; und bei der manuellen
Betätigungseinrichtung handelt es sich um einen manuellen
Betätigungshebel, der an einer Seitenfläche des Hauptkörpers
schwenkbar angebracht ist, um zum Eingriff mit einer
Oberseite des Eingriffabschnitts vertikal verschwenkbar zu sein; und
eine Rückstelleinrichtung zum Anordnen des manuellen
Betätigungshebels in der Betätigungsstartposition durch Drängen
bzw. Vorspannen der Bodenplatte in Aufwärtsrichtung.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer
Schablonendruckmaschine gemäß der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht entlang den Linien I-I von
Fig. 1;
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Öffnungszustands einer flexiblen Folie in der Schablonendruckmaschine
gemäß der ersten Ausführungsform;
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Öffnungszustands eines Abdeckkörpers in der Schablonendruckmaschine
gemäß der ersten Ausführungsform;
Fig. 5 zeigt eine ähnliche Schnittansicht wie Fig. 1, jedch
unter Darstellung eines Druckverringerungszustands in einer
Druckverringerungskammer der Schablonendruckmaschine gemäß
der ersten Ausführungsform;
Fig. 6 zeigt eine Kurvendarstellung einer Beziehung zwischen
dem Druck in der Druckverringerungskammer und der
Betätigungszeit für die Verringerung;
Fig. 7 zeigt die Kurve II in der Kurvendarstellung von Fig. 6
mit verlängerter Zeitbasis;
Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht einer
Schablonendruckmaschine in der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht eines Druckvorgangs in der
Schablonendruckmaschine der zweiten Ausführungsform.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer
Schablonendruckmaschine 1 in der ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Fig. 2 zeigt eine Schnittansicht entlang den
Linien I-I von Fig. 1. Ein Hauptkörper 2 umfasst einen
horizontalen Plattenabschnitt 2a und ein Paar von vertikalen
Tragabschnitten 2b, 2b. Insbesondere tragen die
Tragabschnitte 2b, 2b den Plattenabschnitt 2a unter Belassung eines Raums
bzw. Abstands zwischen einer Boden- bzw. Grundebene und einer
Unterseite des Plattenabschnitts. In dem Raum unter dem
Plattenabschnitt 2a ist eine Luftpumpe 3 als
Druckverringerungseinrichtung angeordnet. Die Luftpumpe 3 wird nachfolgend
erläutert. Auf dem Zentrum der Oberseite des Plattenabschnitts
2a ist eine Halterungsbasis 4 zum Haltern eines Druckbogens
auf ihr angeordnet. Die Halterungsbasis 4 besteht aus
elastischem Material, wie etwa einem Schwamm. Eine Oberseite der
Halterungsbasis 4 bildet eine Ebene in A4-Größe, die zum
Aufnehmen eines Bogenkörpers geeignet ist, der bedruckt werden
soll, wie etwa ein Papier, ein Kunststoffbogen u. dgl. Auf
der Oberseite der Halterungsbasis 4 ist eine Haft- bzw.
Klebeschicht 5 gebildet, um einen Druckbogen 6 als Druckkörper
darauf zu halten. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist ein
Rahmenelement 7 auf der Oberseite des Hauptkörpers 2 angeordnet. Das
Rahmenelement 7 umgibt die Halterungsbasis 4 mit einem
vorbestimmten Spalt.
Ein Abdeckkörper 8 ist öffnungsfähig an der Oberseite des
Hauptkörpers 2 angebracht. Wie in Fig. 2 gezeigt, handelt es
sich bei dem Abdeckkörper 8 um ein Schichtprodukt bzw. in
Schichtabfolge erstelltes Produkt, das aus einem oberen
ersten Rahmen 9 und einem zweiten Rahmen 10 auf Seiten des
Hauptkörpers 2 miteinander laminiert besteht. Eine
rechteckige Öffnung 9a des ersten Rahmens 9 ist größer als eine
rechteckige Öffnung 10a des zweiten Rahmens 10 auf der Seite des
Hauptkörpers 2. Ausgehend von der Oberseite des Abdeckkörpers
8 gesehen, steht demnach ein Innenumfangsrand des zweiten
Rahmens 10 in die Öffnung 9a des ersten Rahmens 9 vor und
dient dadurch als Schulterabschnitt 11 zum Halten eines
Schablonenbogens im Innern. Eine Innenform der rechteckige
Öffnung 9a des ersten Rahmens 9 stimmt mit einer Außenform
des Schablonenbogens für den Schablonendruckvorgang überein.
Der zweite Rahmen 10 besteht aus einer flexiblen Magnetfolie
bzw. einem flexiblen Magnetblech. Das Rahmenelement 7 besteht
aus ferromagnetischem Material. Wenn der Abdeckkörper 8 auf
den Hauptkörper 2 gelegt ist, befindet sich der Abdeckkörper
in engem Kontakt mit dem Hauptkörper, so dass zwischen ihnen
für Luftleckage nicht viel Freiraum verbleibt.
Eine flexible Folie 12 ist auf einer Oberseite des
Abdeckkörpers 8 angeordnet. Der Abdeckkörper 8, der die flexible Folie
12 enthält, ist relativ zu dem Plattenabschnitt 2a
verschwenkbar, während er mit dem Rand des Plattenabschnitts
2a verbunden ist. Die flexible Folie 12 vermag den ersten
Rahmen 9 freizugeben bzw. zu öffnen. Wenn die flexible Folie
12 hochschwenkt und vom ersten Rahmen 9 getrennt wird, kann
der Schablonenbogen für den Schablonendruck auf dem
Schulterabschnitt 11 angeordnet werden.
Eine elastische Haftschicht bzw. Klebeschicht 13 ist mit
einer Oberseite des ersten Rahmens 9 vorgesehen. Die flexible
Folie 12 besteht aus einer Harzfolie, wie etwa einer
Polyvinylchloridfolie mit hoher Glattheit. Wenn die flexible Folie
12 auf den ersten Rahmen 9 gelegt ist, befindet sich die
flexible Folie in engem Kontakt mit dem ersten Rahmen, so dass
zwischen ihnen für Luftleckage nicht viel Freiraum verbleibt.
In der vorliegenden Ausführungsform können der Hauptkörper 2,
die flexible Folie 12 und die ersten und zweiten Rahmen 9, 10
insgesamt aus Kunststoffmaterial hergestellt sein. In dieser
Ausführungsform sind die flexible Folie 12 und die Rahmen 9,
10 aus einer Chlorethylenfolie einer Dicke von etwa 0,5 mm
bzw. 5 mm hergestellt, so dass zwischen ihnen Haftung
sichergestellt ist. Es ist erwünscht, dass die Rahmen 9, 10 starrer
sind als die flexible Folie 12. Die schwenkbare Verbindung
zwischen dem Abdeckkörper 8 und dem Hauptkörper 2 kann derart
gebildet sein, dass eine gefaltete Linie bzw. eine
dünnwandige Linie auf einem Teil der flexiblen Folie 12 benachbart zu
einem Verbindungsabschnitt mit den Rahmen 9, 10 erstellt ist.
In dieser Ausführungsform besteht der Verbindungsabschnitt
aus weichem Polypropylen; die flexible Folie 12 und die
Rahmen 9, 10 können jedoch mit dem Hauptkörper 2 durch ein
Gelenk verbunden sein.
Wenn der Abdeckkörper 8 auf dem Hauptkörper zu liegen kommt,
ist demnach ein Raum zwischen dem Abdeckkörper 8 und dem
Hauptkörper 2 gebildet. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist der Raum
als Druckverringerungsraum S bezeichnet. Durch einfaches
Anordnen des Abdeckkörpers 8 auf dem Hauptkörper 2 ist die
Luftdichtigkeit der Druckverringerungskammer S relativ zur
Außenseite sichergestellt. Vor Anordnen des Abdeckkörpers 8
auf dem Hauptkörper sind der Schablonenbogen für den
Schablonendruck und der Druckbogen in der Druckverringerungskammer S
aufgenommen bzw. bevorratet. Insbesondere wird die Platte in
den ersten Rahmen 9 nach Öffnen der flexiblen Folie 12
eingeführt. Der Druckbogen kommt auf der Halterungsbasis 4 nach
Öffnen des Abdeckkörpers 8 zu liegen.
Ein in Fig. 3 gezeigter Schablonenbogenaufbau 20 wird in der
vorliegenden Ausführungsform als Druckplatte genutzt. Der
Druckbogenaufbau 20 umfasst einen Rahmen 21, eine
Schablonenbogen 22 und eine Tintenabdeckfolie 23. Der Rahmen 21 besteht
aus Karton oder Kunststoff. Der Schablonenbogen 22 ist an
ei
ner Seite des Rahmens 21 angebracht. Die Tintenabdeckfolie 23
ist tintenundurchlässig und an der anderen Seite des Rahmens
21 Öffnungsfähig angebracht. Durch Perforieren des
Schablonenbogens 22 wird die Tintenabdeckfolie 23 geöffnet und Tinte
wird auf dem Schablonenbogen 22 angeordnet. Nach Schließen
der Tintenabdeckfolie 23 ist daraufhin der Aufbau für den
Druckvorgang bereit. Der starre Rahmen 21 ist bevorzugt, weil
er durch den Schulterabschnitt 21 zuverlässig getragen und
gehalten wird. Die Tintenabdeckfolie 23 kann gegebenenfalls
entfallen. Der Schablonenbogenaufbau 20 kann ein solcher mit
im Wesentlichen demselben Aufbau sein, wie er in der
japanischen Gebrauchsmusterschrift Nr. 51-132005 offenbart ist. Auf
diese Druckschrift wird wegen Einzelheiten Bezug genommen.
Ein wärmeempfindlicher Schablonenbogen kann als
Schablonenbogen eingesetzt werden. Als wärmeempfindlicher Schablonenbogen
kann ein solcher zur Anwendung gelangen, der aus einem
thermoplastischen Harzfilm und aus einer porösen Tragsubstanz,
wie etwa Japanpapier oder Gewebe, besteht, die miteinander
laminiert sind.
Die Luftpumpe 3, die auf der Unterseite des Hauptkörpers 2
angeordnet ist, wird unter Bezug auf Fig. 2 und 5 erläutert.
Die Luftpumpe 3 weist eine Bodenplatte 30 auf, die an einem
hinteren Teil der Unterseite des Plattenabschnitts 2a
schwenkbar angebracht ist. Die Pumpe weist außerdem einen
flexiblen Sack 31 zwischen der Bodenplatte 30 und der
Unterseite des Plattenabschnitts 2a auf. Der Sack besteht aus
einer Harzfolie, die balgartig gefaltet ist und einen Raum
zwischen der Bodenplatte 30 und der Unterseite des
Plattenabschnitts 2a einschließt. Durch vertikales Verschwenken der
Bodenplatte 30 wird der Sack veranlasst, akkordeonartig
aufzuweiten und zu schrumpfen. Ein Innenraum 33 des Sacks 31 ist
mit der Druckverringerungskammer S verbunden, in der der
Druckbogen angeordnet ist. Wenn die Bodenplatte 30 abgesenkt
wird, wie in Fig. 5 gezeigt, wird der Druck der
Druckverringerungskammer S verringert. Der Druckverringerungsabschnitt
in der Kammer S erlaubt es, dass Atmosphärendruck auf die
flexible Folie 12 einwirkt und diese in Richtung auf den
Hauptkörper 2 verformt, wodurch der Schablonenbogenaufbau 20
mit dem Druckbogen 6 eng in Kontakt gelangt.
Ein Vorderendabschnitt der Bodenplatte 30 der Luftpumpe 3
steht über der Vorderseite des Hauptkörpers vor. Dieser
Abschnitt dient als manuelle Betätigungseinrichtung, d. h., als
manueller Betätigungshebel 35 zum Antreiben der Luftpumpe 3.
Zwischen dem manuellen Betätigungshebel 35 und dem
Plattenabschnitt 2a ist eine Rückstellfeder 37 als
Rückstelleinrichtung angeordnet. Wie in Fig. 2 gezeigt, hält die
Rückstellfeder 37 die Bodenplatte 30 in virtuell horizontaler Position.
Bei dieser Position handelt es sich um eine
Betätigungsstartposition des Betätigungshebels 35. Der manuelle
Betätigungshebel 35 in der Betätigungsstartposition befindet sich im
Wesentlichen auf demselben Niveau wie der geschlossene
Abdeckkörper 8. Wenn der manuelle Betätigungshebel 35 aus dieser
Position nach unten gedrückt wird, wird die Rückstellfeder 37
gedehnt. Bei Freigeben der Drückkraft führt die
Rückstellfeder 37 den manuellen Betätigungshebel 35 in die
Betätigungsstartposition rück.
Ein unter Verwendung der vorliegenden Maschine durchgeführte
Druckvorgang wird nunmehr erläutert.
Wie in Fig. 3 gezeigt, wird die flexible Folie 12 nach oben
geöffnet bzw. in Öffnungsstellung überführt, woraufhin der
perforierte Schablonenbogenaufbau 20 mit Tinte in der Öffnung
9a angeordnet wird. Daraufhin wird der Schablonenbogenaufbau
20 derart getragen bzw. abgestützt, dass der Rahmen 21 sich
in Flächenkontakt mit dem Schulterabschnitt 11 befindet. Wie
in Fig. 1 gezeigt, wird als nächstes die flexible Folie 12
auf der Oberseite des Rahmens 9 erneut angeordnet. Der
Schablonenbogenaufbau 20 wird durch den Rahmen 10 und die flexible
Folie 12 gehalten, während er dazwischen sandwichartig zu
liegen kommt. Wie in Fig. 4 gezeigt, wird der gesamte
Abdeckkörper 8 in Aufwärtsrichtung mit der flexiblen Folie 12 und
den Rahmen 9, 10 geöffnet, die übereinander zu liegen kommen.
Ein Druckbogen wird auf der Halterungsbasis 4 angeordnet.
Als nächstes wird ein Druckvorgang durchgeführt. Der
Abdeckkörper 8 wird nach unten verschwenkt und kommt auf dem
Hauptkörper 2 zu liegen. Daraufhin befindet sich der Abdeckkörper
8 in dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Zustand; der
Schablonenbogenaufbau 20 ist jedoch in Fig. 2 nicht gezeigt. Wie in Fig.
5 gezeigt, wird als nächstes der manuelle Betätigungshebel 35
nach unten gedrückt. Der Sack 31 dehnt sich aus und der
Innenraum 33 wird größer. Luft in der Druckverringerungskammer
S wird in den Innenraum 33 überführt und Druck in der
Druckverringerungskammer S wird verringert. Die flexible Folie 12
wird durch Atmosphärendruck deformiert, wodurch der
Schablonenbogenaufbau 20 gedrückt bzw. gepresst wird. Tinte wird
gepresst und auf den Schablonenbogen durch die Perforationen
des Schablonenbogens 22 überführt. Dadurch wird ein
Druckvorgang durchgeführt.
Nach dem Druckvorgang wird der manuelle Betätigungshebel 35
(die Bodenplatte 30) freigegeben. Der manuelle
Betätigungshebel 35 (die Bodenplatte 30) wird durch die Rückstellfeder 37
nach oben geschwenkt und kehrt in die
Betätigungsstartposition zurück. Der verformte Sack 31 schrumpft. Luft in dem
In
nenraum 33 kehrt zu der Druckverringerungskammer S durch das
Verbindungsloch 34 zurück. Nachdem der Abdeckkörper 8
geöffnet ist, wird der Schablonenbogen herausgenommen.
Wenn Tinte zugeführt werden muss, nachdem der Druckvorgang
mehrmals durchgeführt wurde, wird der Schablonenbogenaufbau
20 aus dem Rahmen herausgenommen, nachdem die flexible Folie
12 geöffnet bzw. in ihre Öffnungsstellung überführt ist, wie
in Fig. 3 gezeigt, und Tinte wird daraufhin dorthin
zugeführt.
Bei der verwendeten Tinte handelt es sich bevorzugt um
Drucktinte vom Emulsionstyp, die in der japanischen Patentschrift
Nr. 54-23601 erläutert ist. Die Tinte besitzt eine Viskosität
von weniger als 32 Grad auf dem Aufstreichmessgerät nach
einer Minute bzw. mit einem Minutenwert; hierdurch vermag sie
ihre Form von selbst zu halten. Die Tinte kann thixotrop
sein.
Die vorliegende Maschine ist derart erstellt, dass lediglich
ein (einziger) Hub des manuellen Betätigungshebels 35 eine
notwendige Druckverringerung in der Druckverringerungskammer
S auf Seiten des Hauptkörpers 2 erzielen kann. Insbesondere
ist die Luftpumpe 3 derart erstellt, dass ihr Hubvolumen
dasjenige der Druckverringerungskammer S übertrifft. In dem
Fall, dass die notwendige Druckverringerung durch lediglich
einen (einzigen) Hub des manuellen Betätigungshebels 35
erzielt wird, wird angenommen, dass die Druckverringerung
schlagartig ohne (Berücksichtigung von) Geschwindigkeit
erfolgt, so dass in einer kurzen Betätigungszeit im Gegensatz
zu einem Druckbild unter Unterdruckpumpenansaugen ein klares
Druckbild erzielt wird.
Fig. 6 zeigt eine Kurvendarstellung einer Beziehung zwischen
dem Druck in der Druckverringerungskammer S und der
Betätigungszeit für die Verringerung. Die Kurve III zeigt den Fall,
in dem die Druckverringerungseinrichtung in der Druckmaschine
1 gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine herkömmliche
Unterdruckpumpe ersetzt ist. Die Kurve II zeigt den Fall, in
dem die Druckmaschine 1 der vorliegenden Erfindung arbeitet.
Fig. 7 zeigt die Kurve III im Kurvenverlauf von Fig. 6 bei
verlängerter Zeitbasis. Fig. 6 zeigt deutlich, dass die
Druckverringerungsdruckmaschine 1 der vorliegenden Erfindung
weniger Zeit erfordert als dann, wenn eine herkömmliche
Unterdruckpumpe angewendet wird, um den Druck auf einem
bestimmten Pegel in der Druckverringerungskammer S zu
verringern. Je niedriger der Druck in der Druckverringerungskammer
S ist, umso höher ist die erzielte Druckdichte. Die
Drucktinte verfließt nicht übermäßig, weil der Verringerungsdruck
lediglich für eine kurze Zeit andauert, so dass bedrucktes
Material hoher Qualität mit weniger Verlaufen erzielt werden
kann.
Fig. 8 zeigt eine Schnittansicht einer
Druckverringerungsdruckmaschine 50 in der zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Fig. 9 zeigt eine Darstellung eines
Druckvorgangs durch die Druckverringerungsdruckmaschine 50.
Nachfolgend werden hauptsächlich solche Teile erläutert, die sich
von der ersten Ausführungsform unterscheiden. Zur
Vereinfachung der Erläuterung wird auf den jeweils selben Teil wie
bei der ersten Ausführungsform mit derselben Bezugsziffer wie
bei der ersten Ausführungsform Bezug genommen und eine
Erläuterung desselben erübrigt sich.
Ein Hauptkörper 51 ist als hohler Kasten gebildet. Ein
Abdeckkörper 52 ist auf einer Oberseite des Hauptkörpers 51
über ein Gelenk 53 schwenkbar angebracht. Bei dem
Abdeckkörper 52 handelt es sich um einen Rahmen mit einer Öffnung 54
in seiner Mitte. Ein Rahmenelement 55 kommt unter der
Unterseite des Abdeckkörpers 52 zu liegen. Das Rahmenelement 55
steht in die Öffnung 54 vor. Ein Schablonenbogenaufbau 25 ist
in der Öffnung 54 angeordnet. Der Schablonenbogenaufbau 25
umfasst den Rahmen 21 und den Schablonenbogen 22. Der
Schablonenbogenaufbau 25 ist auf dem Rahmenelement 55 angeordnet.
Das Rahmenelement 55 gelangt in engen Kontakt mit dem
Rahmenelement 1, wenn der Abdeckkörper 52 auf dem Hauptkörper 51 zu
liegen kommt.
Eine Tintenzufuhreinheit 56 ist in der Öffnung 54 lösbar
angebracht. Die Tintenzufuhreinheit 56 umfasst eine Basis 57 in
Rahmenform, Tinte 58, die im Zentrum angeordnet ist, und eine
flexible Folie 59, die die Oberfläche der Tinte 58 abdeckt.
Die Bezugsziffer 60 bezeichnet eine Abdeckung. Die
Tintenzufuhreinheit 56 ist in der Öffnung 54 durch eine
Fixiereinrichtung 61 festgelegt. Die Tintenzufuhreinheit 56 kann je
nach Typ und Farben der erforderlichen Tinte ausgetauscht
werden.
Eine Luftpumpe 70 ist im Hauptkörper 51 angeordnet. Die
Luftpumpe 70 weist einen Kasten 71 im Hauptkörper 51 auf. Ein
flexibler Sack 73 ist unter einer Unterseite einer oberen
Platte 72 des Kastens 71 angeordnet. Der Sack 73 weist eine
Bodenplatte 74 auf. Die Bodenplatte 74 weist einen
Plattenabschnitt 74a außerhalb des Sacks 73 auf. Der Plattenabschnitt
74a ist auf beiden Enden des Sacks 73 in Richtung des Gelenks
53 angeordnet. Jeder Plattenabschnitt 74a umfasst einen
Eingriffabschnitt 75 in Rollenform. Zwischen jedem
Plattenabschnitt 74a und einer Bodenplatte des Hauptkörpers 51 ist als
Rückstelleinrichtung eine Rückstellfeder 76 angeordnet. Wenn
auf die Bodenplatte 74 keine abwärts wirkende Kraft einwirkt,
wie in Fig. 8 gezeigt, trägt die Rückstellfeder 76 die
Bodenplatte 74 in horizontaler Position. Zu diesem Zeitpunkt
besitzt ein Innenraum 100 des Sacks 73 minimales Volumen.
Der Innenraum 100 des Sacks 73 ist mit der
Druckverringerungskammer S durch ein flexibles Rohr 80 verbunden.
Wie in Fig. 9 gezeigt, ist ein Paar von manuellen
Betätigungshebeln 90, 90 zu beiden Seiten des Hauptkörpers 51 in
Richtung des Gelenks 53 angeordnet. Rückwärtige Enden des
Paars der manuellen Betätigungshebel 90, 90 sind durch eine
Antriebsachse integral verbunden, die parallel zur
Axialrichtung des Gelenks 53 verläuft. Das Paar von manuellen
Betätigungshebeln 90, 90 ist um die Antriebsachse vertikal
verschwenkbar. Der manuelle Betätigungshebel 90 steht mit
einer Oberseite des Eingriffabschnitts 75 im Eingriff.
Wie in Fig. 9 gezeigt, ist ein Paar von Betätigungselementen
91, 91 zu beiden Seiten des Hauptkörpers 51 in Richtung des
Gelenks 53 angeordnet. Jeder Anlegepunkt bzw. Ausübungspunkt
auf den Betätigungselementen 91, 91 ist integral durch eine
Querstange 91a verbunden, die parallel zu der Axialrichtung
des Gelenks 53 verläuft. Ein Vorderende (ein Antriebspunkt)
am Betätigungselement 91 steht mit einem Vorderende des
manuellen Betätigungshebels 90 im Eingriff. Eine Rolle ist am
Vorderende des manuellen Betätigungshebels 90 angeordnet.
Der manuelle Betätigungshebel 90 und das Betätigungselement
91 befinden sich horizontal in einer
Betätigungsstartposition, die im Wesentlichen auf demselben Niveau liegt wie der
geschlossene Abdeckkörper 52. Zu diesem Zeitpunkt nimmt der
Innenraum 100 des Sacks 53 minimales Volumen ein. Wenn der
manuelle Betätigungshebel 90 aus dieser Position abwärts
gedrückt wird, wird die Rückstellfeder 76 zusammengedrückt.
Wenn die Kraft freigegeben wird, führt die Rückstellfeder 76
den manuellen Betätigungshebel 90 und das Betätigungselement
in die Betätigungsstartposition zurück.
Wie in Fig. 9 strichliert gezeigt, wird dann, wenn das
Betätigungselement 91 nach unten gedrückt wird, der manuelle
Betätigungshebel 90 gedrückt, um abwärts zu verschwenken. Der
manuelle Betätigungshebel 90 drückt den Eingriffabschnitt 75
nach unten, während er abwärts verschwenkt wird. Dadurch
vergrößert sich der Sack 73 abwärts. Das Volumen des Innenraums
100 des Sacks 73 wird größer. Luft in der
Druckverringerungskammer S strömt in den Innenraum 100 und der Druck in der
Kammer S wird verringert.
Luft in dem Innenraum 33 kehrt in die
Druckverringerungskammer S durch das Verbindungsloch 34 zurück. Nachdem der
Abdeckkörper 8 seine Öffnungsstellung eingenommen hat, wird der
Druckbogen entnommen. Die flexible Folie 59 wird durch
Atmosphärendruck deformiert, wodurch sie den
Schablonenbogenaufbau 20 presst bzw. drückt. Tinte gepresst und zu dem
Schablonenbogen 6 durch die Perforationen des Schablonenbogens 22
übertragen. Dadurch wird ein Druckvorgang durchgeführt.
Da in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung die
Druckverringerungseinrichtung zum Verringern von Druck in
einer Druckverringerungskammer unter einem Hauptkörper zu
liegen kommt, ist der gesamte Aufbau verringert. Da eine
Position, in der ein Druckbogen zu liegen kommt, und eine
Betätigungsstartposition eines manuellen Betätigungsarms im
Wesentlichen auf demselben Niveau liegen, kann ein Druckvorgang
gleichmäßig durchgeführt werden. In Übereinstimmung mit einer
Schablonendruckmaschine der vorliegenden Erfindung wird der
Druck in der Druckkammer schlagartig bzw. mit hoher
Geschwindigkeit verringert, so dass ein Schablonendruckvorgang auf
dem Druckbogen problemlos durchgeführt werden kann.