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Dokumentenidentifikation EP0857865 28.08.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0857865
Titel Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges
Anmelder BERU AG, 71636 Ludwigsburg, DE
Erfinder Lindl, Bruno, 63846 Laufach, DE;
Adolf, Manfred, 71409 Schwaikheim, DE
Vertreter Wilhelms, Kilian & Partner, 81541 München
DE-Aktenzeichen 59809037
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 10.02.1998
EP-Aktenzeichen 981022932
EP-Offenlegungsdatum 12.08.1998
EP date of grant 23.07.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.08.2003
IPC-Hauptklasse F02D 37/02
IPC-Nebenklasse F02D 41/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges mit einer Zündeinheit und einer Einspritzsteuereinheit, die mit der zentralen Maschinensteuerung verbunden sind.

Eine derartige Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung ist aus der EP 0 640 762 A1 bekannt und dient dazu, einerseits für die Zündung des Kraftstoffgemisches in den Zylindern der Brennkraftmaschine über die dort angeordneten Zündkerzen und andererseits für die Einspritzung des Kraftstoffes in die Brennkraftmaschine jeweils zu den geeigneten Zeitpunkten zu sorgen. Dabei sind die Zündeinheit und die Einspritzsteuereinheit als separate Baueinheiten jeweils mit eigener Spannungsversorgung vorgesehen.

Aufgrund der getrennten Anordnung der Zündeinheit und der Einspritzsteuereinheit jeweils mit eigener Spannungsversorgung hat die bekannte Vorrichtung jedoch den Nachteil einer hohen Störanfälligkeit aufgrund der großen Anzahl elektrischer Verbindungsstellen. Bei der Fertigung einer derartigen Vorrichtung ist darüber hinaus der Montageaufwand am Fertigungsband auf Seiten des Kraftfahrzeugherstellers sehr groß und entsteht durch die getrennten Spannungsversorgungen ein erheblicher Kostennachteil.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht daher darin, die Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie eine geringe Störanfälligkeit hat.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Netzgerät gelöst, an dem die Bordnetzspannung des Kraftfahrzeuges liegt und das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit und die Einspritzsteuereinheit jeweils liefert.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind somit die Zündeinheit und die Einspritzsteuereinheit einschließlich ihrer Spannungsversorgungen durch das Netzgerät zu einem Montagemodul zusammengefaßt, was die Anzahl der elektrischen Kontakte erheblich herabsetzt und dadurch eine geringere Störanfälligkeit der Vorrichtung gewährleistet.

Die Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung gemäß der Erfindung hat den weiteren Vorteil, daß der Montage- und Verkabelungsaufwand am Fertigungsband des Kraftfahrzeugherstellers geringer ist, daß aufgrund der Ausbildung in Form eines Montagemoduls der Logistikaufwand niedriger ist, da kein Handling von Kabeln und Komponenten erforderlich ist, und daß aufgrund der gemeinsamen Spannungsversorgung der Zündeinheit und der Einspritzsteuereinheit durch das Netzgerät ein Kostenvorteil entsteht.

Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Patentansprüche 2 und 4.

Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher beschrieben.

Die einzige Figur zeigt das schematische Schaltbild des Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die in der Zeichnung dargestellte Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung 9 für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges, die mit Zündkerzen 7 und Einspritzventilen 8 ausgestattet ist, umfaßt eine Zündeinheit 3 und eine Einspritzsteuereinheit 2, die jeweils mit den Zündkerzen 7 und den Einspritzventilen 8 verbunden sind und diese ansteuern.

Die Zündeinheit 3 enthält üblicherweise einen Ladekondensator, einen Transformator oder eine Zündspule, Halbleiterleistungsschalter usw. sowie einen Zündkerzensteckanschluß zu den Zündkerzen 7 und gegebenenfalls eine Auswerteschaltung für die Zünddiagnose und die Erkennung von Zündaussetzern. Für das Laden des Ladekondensators werden bei heutigen nebenschlußfesten Zündungskonzepten auf der Basis von HKZ- oder Wechselspannungszündungen gegenüber der Bordnetzspannung erhöhte Spannungen von 60 bis 500 V benötigt.

Auch die Einspritzsteuereinheit 2 benötigt zur Ansteuerung der Einspritzventile 8 auf Piezobasis Kondensatoren mit gegenüber der Bordnetzspannung erhöhter Ladespannung von 60 bis 500 V. Der Leistungsteil der Einspritzsteuereinheit 2 ist dabei direkt über einen Steckanschluß mit den Einspritzventilen 8 verbunden.

Die Zündeinheit 3 und die Einspritzsteuereinheit 2 sind über einen Zentralstecker 4 mit der zentralen Maschinensteuerung ECU 6 verbunden, die für das Maschinenmanagement sorgt.

Die erwähnten erhöhten Gleichspannungen von 60 bis 500 V für die Zündeinheit 3 und die Einspritzsteuereinheit 2 werden von einem einzigen Netzgerät 1 geliefert, das über den Zentralstecker 4 mit dem Bordnetz 5 verbunden ist, das heißt an dem im wesentlichen die Batteriespannung des Kraftfahrzeuges liegt.

Die in Form eines Montagemoduls ausgebildete Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung 9 mit einem einzigen Netzgerät 1, das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit 3 und die Einspritzsteuereinheit 2 liefert, ist insbesondere so ausgebildet, daß sie zur Kontaktierung direkt auf die in die Maschine eingebauten Zündkerzen 7 und die Einspritzventile 8 aufgesteckt werden kann, ohne daß eine zusätzliche Verkabelung notwendig ist. Bei Problemen hinsichtlich des Platzangebotes im Maschinenraum kann es allerdings notwendig sein, das Netzgerät 1 von dem Rest des Montagemoduls 9 zu trennen.


Anspruch[de]
  1. Zünd- und Einspritzsteuervorrichtung für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeuges mit einer Zündeinheit und einer Einspritzsteuereinheit, die mit der zentralen Maschinensteuerung verbunden sind, gekennzeichnet durch ein Netzgerät (1), an dem die Bordnetzspannung des Kraftfahrzeuges liegt und das die Versorgungsspannungen für die Zündeinheit (3) und die Einspritzsteuereinheit (2) jeweils liefert.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündeinheit (3), die Einspritzsteuereinheit (2) und das Netzgerät (1) in Form einer Baueinheit ausgebildet sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie so ausgebildet ist, daß sie direkt auf die Zündkerzen (7) und die Einspritzventile (8) der Brennkraftmaschine aufsteckbar ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch einen Zentralstecker (4), über den das Netzgerät (1) mit dem Bordnetz (5) und die Zündeinheit (3) und die Einspritzsteuereinheit (2) mit der zentralen Maschinensteuerung (6) verbunden sind.






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