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Dokumentenidentifikation DE10119894C2 04.09.2003
Titel Zylinderrollenlager
Anmelder Aktiebolaget SKF, Göteborg/Gotenburg, SE
Erfinder Rößner, Sonja, 97516 Oberschwarzach, DE;
Weidinger, Alfred, 97464 Niederwerrn, DE;
May, Erwin, 97422 Schweinfurt, DE
Vertreter Gosdin, M., Dipl.-Ing.Univ. Dr.-Ing., Pat.-Ass., 97422 Schweinfurt
DE-Anmeldedatum 24.04.2001
DE-Aktenzeichen 10119894
Offenlegungstag 25.04.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.09.2003
IPC-Hauptklasse F16C 33/46
IPC-Nebenklasse F16C 19/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zylinderrollenlager bestehend aus einem Außenring, einem Innenring, einer Vielzahl von zwischen Außenring und Innenring angeordneten Wälzkörpern sowie mindestens einem Käfig, der eine der Anzahl der Wälzkörper entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen aufweist, wobei der Käfig eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweist und in einer sich radial erstreckenden Nut im Außenring oder Innenring angeordnet ist, die im axialen Bereich der Lautbahnen von Außen- oder Innenring angeordnet ist, wobei der Käfig an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung aufweist.

Zylinderrollenlager der gattungsgemäßen Art sind bekannt und werden als Lager mit Scheibenkäfig bezeichnet. Zur Führung der Zylinderrollen werden Käfige eingesetzt, die eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweisen. Entsprechende Lager mit Scheibenkäfigen sind beispielsweise aus der DE 42 44 091 A1 und der DE 197 36 374 A1 bekannt.

Zur Vereinfachung der Montage bzw. damit diese überhaupt erst möglich wird, ist vorgesehen, dass der Käfig an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung aufweist. Diese Unterbrechung kann nach der Montage des Scheibenkäfigs in das Lager beispielsweise durch Verschweißen oder Verkleben wieder geschlossen werden; genauso ist es auch möglich, Verschlusselemente an der Unterbrechungsstelle anzuordnen, mit denen die Unterbrechungsstelle, z. B. durch formschlüssiges Eingreifer zweier Haken, am Auseinandergehen gehindert wird.

Lager, bei denen ein Käfig zum Einsatz kommt, der in einer sich radial erstreckenden Nut im Innen- oder Außenring geführt ist, sind auch aus der DE 24 41 121 C3, aus der EP 0 342 247 A1, der DE 90 03 461 U1 und der DE 33 00 655 A1 bekannt. Die DE 79 14 789 U1 offenbart ein Zylinderrollenlager, dessen Käfig in einer Nut geführt wird, die sich im Außenring in Achsrichtung erstreckt.

Wenngleich der Einsatz von Scheibenkäfigen bei Zylinderrollenlagern gewisse Vorteile bringt, stellt die relativ geringe Stabilität des Käfigs zumindest dann ein Problem dar, wenn dieser an einer Umfangsstelle geschlitzt ist, damit er in die den Käfig aufnehmende Nut eingesetzt werden kann.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zylinderrollenlager mit einem Scheibenkäfig so auszugestalten, dass der Käfig eine erhöhte Stabilität aufweist. Damit soll auch das Laufverhalten infolge verbesserter Führungsmöglichkeit optimiert werden.

Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig Haltenasen aufweist, die senkrecht aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustreten, wobei eine Haltenase zumindest teilweise im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers axial im Bereich der, Laufbahn des Außenrings positioniert ist und wobei die Haltenase zur Schaffung einer guten Notlaufeigenschaft des Zylinderrollenlagers im Falle des Öffnens des Käfigs an der Unterbrechung radial nahe der Laufbahn des Außenrings angeordnet ist.

Ein besonders gutes Laufverhalten ergibt sich für das Zylinderrollenlager, wenn es mit zwei Scheibenkäfigen ausgestattet ist; bevorzugt wird dabei dann im axialen Endbereich der Wälzkörper jeweils ein Käfig angeordnet.

Mit der vorgeschlagenen Ausgestaltung eines Zylinderrollenlagers mit Scheibenkäfig wird es möglich, das Laufverhalten des Lagers zu verbessern und die Stabilität des Käfigs zu erhöhen. Weiterhin wird eine sehr einfache und damit preiswerte Herstellungsmöglichkeit für den Käfig geschaffen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch den Radialschnitt durch ein Zylinderrollenlager,

Fig. 2 den Ausschnitt aus der Seitenansicht des Lagers und

Fig. 3 eine Vergrößerung eines Ausschnitts aus Fig. 1, die den sich in der Nut befindlichen Käfig darstellt.

In Fig. 1 ist ein Zylinderrollenlager 1 dargestellt, das einen Außenring 2, einen Innenring 3 sowie zwischen Außen- und Innenring angeordnete Wälzkörper 4 aufweist. Der Außenring 2 hat sich radial erstreckende Borde 9 und 10. Die Führung der Wälzkörper 4 wird durch zwei Käfige 5 und 5' bewerkstelligt, die sich jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper 4 befinden. Zur Positionierung der Käfige 5, 5' ist jeweils eine Nut 7 vorgesehen, die in den Außenring 2 eingedreht ist.

Der Käfig ist also als sogenannter Scheibenkäfig ausgebildet und weist eine im wesentlichen ringförmige flache Basiskontur auf. Durch einen Stanzvorgang des aus Blech bestehenden Käfigs 5, 5' sind Vorsprünge 8 derart eingearbeitet, dass diese sich normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs herausheben. Wie in Fig. 1 gut gesehen werden kann, ragen diese Vorsprünge 8 aus dem axialen Bereich der Wälzkörper 4 heraus und schaffen mit ihrem radial außen liegenden Ende 11 eine Anlagefläche am radial innen liegenden Ende der Borde 9 bzw. 10. Der Käfig 5, 5' kann damit radial geführt werden.

In Fig. 2 ist die Seitenansicht eines Ausschnitts des Zylinderrollenlagers 1 dargestellt. Dieser Figur kann zunächst entnommen werden, dass der Käfig 5 Aufnahmetaschen 6 für die zu führenden Wälzkörper 4 definiert. Gut zu erkennen ist auch, wie das radial außen liegende Ende 11 der Vorsprünge 8 die Anlage am Bord 9 definiert.

Zwecks Verbesserung der Montage ist vorgesehen, dass der Käfig 5 an einer Umfangsstelle eine Unterbrechung 12 aufweist. Im Ausführungsbeispiel sind keine weiteren Vorkehrungen getroffen, dass diese Unterbrechungsstelle 12 nach der Montage verschlossen wird. Dies kann jedoch - wie oben bereits beschrieben - geschehen.

In Fig. 3 ist dargestellt, dass am flachen, ringförmigen Basiskörper des Käfigs 5, der in die Nut 7 eingesetzt ist, eine Haltenase 13 angeformt sein kann, die normal aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs heraustritt; im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers befindet sich diese Haltenase 13 axial im Bereich der Laufbahn des Außenrings 2. Löst sich unbeabsichtigterweise eine nicht dargestellte Verbindung, mit der die Unterbrechungsstelle 12 (siehe Fig. 2) nach der Montage des Lagers verschlossen wird, kann die Haltenase 13 sicherstellen, dass immer noch eine gute Notlaufeigenschaft des Lagers erhalten bleibt, da sie an der geschliffenen Laufbahn des Außenrings anläuft. Die Haltenasen 13 können alternativ oder additiv zu den Vorsprüngen 8 (gemäß Fig. 1 und 2) vorgesehen sein. Bezugszeichenliste 1 Zylinderrollenlager

2 Außenring

3 Innenring

4 Wälzkörper

5, 5' Käfig

6 Aufnahmetaschen

7 Nut

8 Vorsprung

9, 10 Bord

11 radial außen liegendes Ende des Vorsprungs

12 Unterbrechung

13 Haltenase


Anspruch[de]
  1. 1. Zylinderrollenlager (1), bestehend aus

    einem Außenring (2),

    einem Innenring (3),

    einer Vielzahl von zwischen Außenring (2) und Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern (4) sowie

    mindestens einem Käfig (5, 5'), der eine der Anzahl der Wälzkörper (4) entsprechende Anzahl Aufnahmetaschen (6) aufweist,

    wobei der Käfig (5, 5') eine im wesentlichen flache, ringförmige Basiskontur aufweist und in einer sich radial erstreckenden Nut (7) im Außenring (2) oder Innenring (3) angeordnet ist, die im axialen Bereich der Laufbahnen von Außen- oder Innenring (2, 3) angeordnet ist,

    wobei der Käfig (5, 5') an mindestens einer Umfangsstelle eine Unterbrechung (12) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Käfig (5, 5') Haltenasen (13) aufweist, die senkrecht aus der Ebene der Basiskontur des Käfigs (5, 5') heraustreten,

    wobei eine Haltenase (13) zumindest teilweise im montierten Zustand des Zylinderrollenlagers (1) axial im Bereich der Laufbahn des Außenrings (2) positioniert ist und

    wobei die Haltenase (13) zur Schaffung einer guten Notlaufeigenschaft des Zylinderrollenlagers (1) im Falle des Öffnens des Käfigs (5, 5') an der Unterbrechung (12) radial nahe der Laufahn des Außenrings (2) angeordnet ist.
  2. 2. Zylinderrollenlager nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Käfige (5, 5,).
  3. 3. Zylinderrollenlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Käfige (5, 5') jeweils im axialen Endbereich der Wälzkörper (4) angeordnet sind.
  4. 4. Zylinderrollenlager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig (5, 5') aus Blech oder Kunststoff besteht.






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