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Dokumentenidentifikation DE10207641A1 11.09.2003
Titel Informations- und Anzeigeeinrichtung für eine Versorgungseinheit eines Passagierflugzeuges
Anmelder KID-Systeme GmbH, 21614 Buxtehude, DE
DE-Anmeldedatum 22.02.2002
DE-Aktenzeichen 10207641
Offenlegungstag 11.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.2003
IPC-Hauptklasse B64D 47/00
IPC-Nebenklasse H01L 51/10   
Zusammenfassung Bei einer Versorgungseinheit eines Passagierflugzeuges, die unmittelbar einem Passagiersitz bzw. einer Passagiersitzreihe zugeordnet ist, besteht das Problem, eine Informations- und Anzeigeeinrichtung 1 vorzusehen, welche Passagieren und der Besatzung informative und/oder unterhaltende und sicherheitsrelevante Inhalte unter Vermeidung von relativ schweren Komponenten und zusätzlichen Bildschirmen zur Verfügung stellt.
Das Problem wird dadurch gelöst, dass in die Versorgungseinheit 2 bzw. 2' ein Anzeigedisplay 3 bzw. 3' für flexible Darstellungen von Informationsinhalten integriert ist. Das Anzeigedisplay 3 bzw. 3' ist über ein Datenbussystem 4 mit mindestens einer Bedien- und Steuereinheit 10 und 11 verbunden. Die Bedien- und Steuereinheit 10 und 11 steht über Schnittstellen mit Informationseingabemitteln 7, 8 in Verbindung.
Es können somit flexible Informationsinhalte einem Passagier in einer Passagierkabine zur Verfügung gestellt werden, was eine erhebliche Komfortverbesserung für den Passagier sowie eine Arbeitserleichterung für den Flugbegleiter während des Fluges bedeutet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Informations- und Anzeigeeinrichtung für eine Versorgungseinheit eines Passagierflugzeuges.

In der Passagierkabine eines Flugzeuges sind üblicherweise oberhalb der Passagiersitze Versorgungseinheiten, sogenannte PSU's (Passenger-Service-Units) angeordnet, die Versorgungs- und Informationsfunktionen dem Passagier zur Verfügung stellen. So sind in den Versorgungseinheiten beispielsweise Leselampen, Stewardruftasten, Hinweiszeichen und Lautsprecher integriert. Unter anderem aus DE 34 26 893 A1 sind derartige Passagierversorgungs- und Informationseinheiten bekannt. Bisher werden in den Versorgungseinheiten festgelegte, unveränderliche Informationen für die Passagiere angezeigt. Dieses sind in den meisten Fällen die Anschnall-(Fasten-Seat-Belt-) und Nichtraucher- (No-Smoking-)Zeichen. Hierfür werden bedruckte, hinterleuchtete Scheiben verwendet. Für die Hinterleuchtung werden Glühlampen oder LED eingesetzt. Nachteilig wirkt sich aus, dass die angezeigten Inhalte nicht oder nur durch Austausch der kompletten Anzeigemodule veränderbar sind. Die in der PSU zur Verfügung stehende Fläche kann daher nur für die Anzeige der beiden festgelegten Zeichen genutzt werden.

Sollen den Passagieren jedoch weitere informative oder unterhaltende Inhalte (z. B. Flughöhe, verbleibende Flugzeit, Anschlussflüge, Börsenkurse, Wetterbericht usw.) angezeigt werden, so ist der Einbau komplexer Informationssysteme, wie Inflight Entertainment-(IFE-) oder Passenger Flight Information-(PFIS-)Systeme erforderlich. Diese Systeme erfordern sehr hohe Investitionen und beinhalten relativ schwere Komponenten. So sind beispielsweise Bandlaufgeräte (Video Tape Reproducer), Lagereinheiten (Cassette Stowage Units) und Steuergeräte vorgesehen. Weiter ist in der Kabine der Einbau von zusätzlichen Bildschirmen erforderlich.

In vielen Fällen sind solche Systeme jedoch überdimensioniert. Auf Kurzstreckenflügen verbleibt oft kaum Zeit, ein solches System sinnvoll zu nutzen. Weiter kommen auf diesen Flügen hauptsächlich Flugzeuge zum Einsatz, bei denen das zusätzliche Gewicht von derartigen Informations-Systemen zu einer nennenswerten Reduzierung der Zuladung und damit zu einem unwirtschaftlicheren Betrieb der Flugzeuge führt. Der wirtschaftliche Einsatz komplexer Inflight Entertainment- Systeme mit zusätzlichen Monitoren und relativ schweren Geräten ist daher in diesen Fällen kaum möglich.

Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Informations- und Anzeigevorrichtung auszubilden, die Passagieren und der Besatzung informative und/oder unterhaltende Inhalte unter Vermeidung der beschriebenen Nachteile anzeigt. Insbesondere sind unter Vermeidung von relativ schweren Komponenten und zusätzlichen Bildschirmen flexible Informationsinhalte zur Verfügung zu stellen, was eine erhebliche Komfortverbesserung für den Passagier sowie eine Arbeitserleichterung für den Flugbegleiter während des Fluges bedeutet.

Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Informations- und Anzeigevorrichtung durch die im Patentanspruch 1 genannten Maßnahmen gelöst.

Dabei ist insbesondere vorteilhaft, dass gegenüber dem bisherigen Stand der Technik eine flexible, universelle Nutzung der zur Verfügung stehenden Fläche in der Versorgungseinheit möglich ist. Hierdurch wird ein erheblicher Mehrwert für die Passagiere, Fluggesellschaften und deren Partner erzielt.

Es müssen keine zusätzlichen Displays außerhalb der Versorgungseinheit in der Passagierkabine eines Flugzeuges montiert werden. Dieses führt zu deutlichen Gewichts- und Kostenreduzierungen. Bei Flugzeugen mit einem bereits vorhandenen Datenübertragungssystem (z. B. CIDS) ist eine Integration der Funktionalitäten in dieses System möglich und damit wird eine weitere Reduktion der Komponenten, Gewichte und Investitionen erreicht.

Das Systemgewicht und die Systemkosten sind gegenüber den bekannten Inflight- Entertainment-Systemen erheblich reduziert.

Durch eine erhebliche Erhöhung und Flexibilität von Informationsinhalten kann beispielsweise die Anzeige aller Informationen einschl. der sicherheitsrelevanten mehrsprachig erfolgen. Auch sind die Anzeigen vorteilhaft als Hilfsmittel für schwerhörige Passagiere bei Ansagen durch das Flugpersonal.

Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Ansprüchen 2 bis 11 angegeben. Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die nachstehend anhand der Fig. 1 bis 4 näher beschrieben sind. In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der Komponenten der erfindungsgemäßen Informations- und Anzeigeeinrichtung einer ersten Ausführungsform,

Fig. 2 die Informations- und Anzeigeeinrichtung in einer zweiten Ausführungsform,

Fig. 3 eine Perspektivdarstellung einer Versorgungseinheit mit integriertem Display der erfindungsgemäßen Informations- und Anzeigeeinrichtung und

Fig. 4 Varianten der Darstellung von Informationen auf dem Anzeigedisplay.

Eine erfindungsgemäße Informations- und Anzeigeeinrichtung 1 besteht aus mehreren Komponenten sowohl am Boden als auch an Bord von Flugzeugen, um folgende Funktionalitäten zur Verfügung zu stellen:

  • - Eingabe und Formatierung von Informationsinhalten am Boden und/oder an Bord eines Passagierflugzeuges
  • - Schnittstelle zu anderen Flugzeugsystemen (z. B. Avionik)
  • - Schnittstelle zum Flugzeug zur Übertragung von Informationen vom Boden oder aus der Luft
  • - Speicherung von Informationsinhalten an Bord des Flugzeuges
  • - Übertragung des Informationsinhaltes zu mehreren Anzeigedisplays
  • - Anzeige der Informationsinhalte
  • - Möglichkeit der Bedienung des Systems und Auswahl von Informationen

Aufgrund von unterschiedlichen technischen Gegebenheiten in einem Flugzeug ist es erforderlich, entsprechend verschiedene Ausführungsformen der Informations- und Anzeigeeinrichtung vorzusehen.

In Fig. 1 ist der Aufbau der Informations- und Anzeigeeinrichtung 1 in einer ersten Ausführungsform gezeigt, wobei eine Integration dieser Einrichtung 1 in ein im Flugzeug vorhandenes System zur Durchführung von passagierbezogenen und/oder flugbegleiterbezogenen Funktionen, genannt CIDS (Cabin Intercommunication Data System) erfolgt. Ein derartiges System ist beispielsweise aus DE 34 26 893 bekannt, welches unter anderem passagierbezogene Funktionen in der Passagierkabine eines Flugzeuges zur Verfügung stellt. Üblicherweise oberhalb von Passagiersitzen sind Versorgungseinheiten 2 (bzw. 2'), sogenannte PSU's (Passenger-Service-Units) angeordnet, die Versorgungs- und Informationsfunktionen dem Passagier zur Verfügung stellen. Unter anderem sind Leselampen, Stewardruftasten, Hinweiszeichen und Lautsprecher vorgesehen (siehe auch Fig. 3). Jeweils ein Anzeigedisplay 3, 3' ist an einer Versorgungseinheit 2 oder 2' angeordnet. Das Anzeigedisplay 3 oder 3' ist als ein grafikfähiges Display zur flexiblen Anzeige von Informationen vorgesehen. Auf diesem Display 3, 3' können sowohl die sicherheitsrelevanten Hinweiszeichen (Anschnallzeichen, Nichtraucherzeichen usw.) als auch informative und unterhaltende Inhalte angezeigt werden. Einige Möglichkeiten der Anzeige und Inhalte von Informationen sind näher in der Fig. 4 dargestellt. Die Übertragung der Informationen erfolgt in dieser Ausführungsform über ein Datenbus-System 4, welches bereits für ein vorhandenes Datenübertragungssystem (bekannt als CIDS-System) in der Passagierkabine installiert ist. Zu diesem System gehört weiterhin eine adressierbare Decoder/Encoder-Einheit 5 sowie auch eine Schnittstellen- und Versorgungseinheit 6, 6', genannt PISA (Passenger Interface and Supply Adapter), die als Kontroll- und Steuerungseinheiten für die jeweils zugeordneten Versorgungseinheiten 2, 2' vorgesehen sind. Die Einspeisung der Informationen kann einerseits über eine airlinespezifische Schnittstelle oder Standardschnittstellen erfolgen, wobei sowohl Informationen vorgesehen sind, die in einem Speichermedium 7 abgelegt sind, als auch während eines Fluges aktualisierte Daten, die den Avionik-Systemen des Flugzeugs entstammen oder über eine geeignete drahtlose Übertragungstechnik 8 (z. B. ACARS 8A) vom Boden zum Flugzeug oder über Satellitentechnik (z. B. Satcom 8B) übertragen werden. Die so empfangenen Daten werden über eine entsprechende Schnittstelle 9 und einen Director 10 (Zentralrechner des CIDS) in das flugzeuginterne Datenbussystem 4 eingespeist.

Als Speichermedien können üblicherweise bekannte Techniken zum Einsatz kommen, wie CD-Roms 7A, Memory-Cards 7B und/oder Disketten 7C oder USB- Speicher (nicht gezeigt). Eine Auswahl, Änderung, Einspeisung der Informationen durch Flugbegleiter oder Flugpersonal ist vorgesehen über ein Bedien-Paneel 11 mit optional einer zusätzlichen Tastatur 12 oder über einen Touchscreen des Flight- Attendant-Paneel 11A des CIDS-Systems.

Mit der Nutzung des CIDS-Systems ist es darüber hinaus möglich, die Anzeige verschiedener Inhalte abhängig von der Passagierklasse (Kabinenzone) zu realisieren. So können beispielsweise besondere Informationen/Angebote für die ist Class, Börsenkurse in der Business Class und die Flughöhe in der Economy Class eingeblendet werden. Eine individuelle Adressierung der Sitze und damit eine sitzplatzabhängige Anzeige von Informationsinhalten ist bei Nutzung eines geeigneten Adressierungsmechanismus ebenfalls möglich. Die hierfür notwendige Information des Kabinenlayouts können dem CIDS-System entnommen werden.

In Fig. 2 ist eine zweite Ausführungsform einer Informations- und Anzeigeeinrichtung 100 gezeigt, wobei die wesentlichen Komponenten der Einrichtung 100 den Komponenten der Informations- und Anzeigeeinrichtung 1 der ersten Ausführungsform entsprechen. So wird grundsätzlich auf die vorhergehende Beschreibung verwiesen. Für die Übertragung der Daten kann hier jedoch nicht auf ein im Flugzeug bereits installiertes Datenübertragungssystem, wie das genannte CIDS- System, zurückgegriffen werden. Als ein Datenbussystem 400 sind sowohl drahtgebundene beispielsweise ein auf den Standard RS485 basierendes System als auch drahtlose Systeme wie beispielsweise Wireless LAN, Bluetooth oder Infrarot nutzbar. Die Anzeigedisplays 300 bzw. 300' sind räumlich jeweils in eine Versorgungseinheit integriert (siehe Fig. 3), die Informationsübertragung kann jedoch unabhängig zu den anderen Funktionen der Versorgungseinheit erfolgen.

Die Einspeisung der Informationen kann wie bereits beschrieben über ein Speichermedium 7, wie unter anderem CD-Rom 7A, Memory-Card 7B, Diskette 7C erfolgen oder auch über eine geeignete drahtlose Übertragungstechnik 8 (z. B. ACARS 8A) vom Boden zum Flugzeug oder über Satellitentechnik (z. B. Satcom 8B) vorgenommen werden. Auch können während eines Fluges aktualisierte Daten, die den Avionik-Systemen des Flugzeugs entstammen, genutzt werden. Die so empfangenen Daten werden über eine entsprechende Schnittstelle 900 und einer Steuer- und Kontrolleinheit 110 in das flugzeuginterne Datenbussystem 400 eingespeist. Eine Auswahl, Änderung, Einspeisung von Informationen oder eine mögliche Zuordnung der Informationen zu einer Klasseneinteilung ist vorgesehen über eine Rechen- und Bedieneinheit 120 und/oder eine Steuer- und Kontrolleinheit 110. Eine individuelle Adressierung der Sitze und damit der anzuzeigenden Inhalte flexibel je Sitz ist bei Nutzung eines geeigneten Adressierungsmechanismus ebenfalls möglich. Die Rechen- und Bedieneinheit 120 weist entweder ein Bedien- Paneel 120A und/oder eine zusätzliche Tastatur 120B auf. Die manuelle Konfiguration/Bedienung kann bereits am Boden oder während des Fluges durch Flugbegleiter oder Flugpersonal vorgenommen werden. Vorzugsweise ist die Kontroll- und Steuereinheit 110 und die Rechen- und Bedieneinheit 120 zu einer Geräteeinheit 130 zusammengefasst.

In Fig. 3 ist in einer perspektivischen Darstellung eine Versorgungseinheit 2 dargestellt. In eine derartige Versorgungseinheit 2 - auch genannt PSU (Passenger Service Unit) - ist das Anzeigedisplay 3 bzw. 300 der erfindungsgemäßen Informations- und Anzeigeeinrichtung 1 bzw. 100 integriert. Das Anzeigedisplay 3 bzw. 300 ist anstelle der bisher verwendeten hinterleuchteten Scheiben für die Hinweiszeichen "Bitte anschnallen" und "Bitte nicht rauchen" eingesetzt. Das Anzeigedisplay 3 ist in diesem Bereich an zentraler Stelle angeordnet. Eine Anordnung von Hinweiszeichen 15A und 15B für eine Anzeige "Bitte anschnallen" und "Nichtrauchen" erfolgt links bzw. rechts neben dem Display 3. In die Versorgungseinheit 2 sind weiterhin Leseleuchten 13 und Ruftasten 14 integriert.

Es können unterschiedliche Displaytechnologien zum Einsatz kommen. Hierbei ist jedoch die erforderliche Ablesbarkeit unter im Flugzeug vorliegenden Lichtverhältnissen zu berücksichtigen. Hierbei können sowohl mehrfarbige als auch monochrome Displays eingesetzt werden. Dieses können Textdisplay, Grafikdisplays oder eine Mischung beider sein. Mögliche Technologien aus heutiger Sicht sind beispielsweise: LCD (Liquid Crystal Display), VFD (Vacuum Fluorescence Display), Flexible LCD (Liquid Crystal Display), Microdisplay, LED-Display (Light Emitting Diode), OLED-Display (Organic Light Emitting Diode), TFT-Display (Thin-Film Transistor) oder FED (Field Emitting Display). Für eine ausreichende Sichtbarkeit und Signalisierung kann das Display bzw. die Hintergrundbeleuchtung dimmbar ausgeführt sein. Ein Verstärkung der Signalwirkung kann beispielsweise zusätzlich erzielt werden durch ein Invertieren der Darstellung, ein Blinken der Hintergrundbeleuchtung oder eine unterschiedliche farbliche Gestaltung der Hintergrundbeleuchtung.

In Fig. 4 sind verschiedene Varianten der Anzeige von Informationen auf dem Anzeigedisplay 3 bzw. 300 ersichtlich. Es ist ersichtlich, dass die grafischen Zeichen in ihrer Symbolform übernommen wurden. Zusätzlich können neben den sicherheitsrelevanten Signs (Fasten-Seat-Belt, No Smoking usw.) auch informative und unterhaltende Inhalte angezeigt werden.

Als Beispiele sind zu nennen:

  • - Fluginformationen, beispielsweise Flughöhe, verbleibende Flugzeit, geplante Ankunftszeit, Außentemperatur, Name der Besatzung, Infos zum Flugzeug
  • - Sicherheitsinformationen
  • - Werbung, Sonderangebote der Airlines und ihrer Partner
  • - Aktuelle Informationen wie Nachrichten, Sportinformationen, Börsenkurse, Wetterbericht
  • - Flughafen-Informationen
  • - Gates für Anschlußflüge und Abflugzeiten, Gate Changes
  • - Aktuelle, wichtige Nachrichten

Die Inhalte können mehrsprachig dargestellt werden. Es können sowohl Text- als auch Grafikinformationen präsentiert werden. Eine flexible Auswahl und Anpassung der Informationsinhalte kann - abhängig von den Inhalten, die dem Passagier zur Verfügung gestellt werden sollen - von der Airline bedarfsweise erfolgen.

Als Beispiel ist gezeigt, dass ein Anzeigedisplay 3 bzw. 300 (für Informationen in Ticker-Form, Textinformationen) auch kombiniert werden kann mit den bekannten Hinweisschildern 15A, 15B (Fig. 4A, 4B).

In den Fig. 4C und 4D sind Hinweiszeichen und Informationen auf einem gemeinsamen Display 3 (300) (Farbe oder Monochrom) angezeigt. Die Textinformationen sind in der gezeigten Darstellung in Fig. 4D unterhalb der Hinweiszeichen angeordnet. Möglich ist es weiterhin, dass ein Umschalten zwischen Hinweiszeichen und anderen Informationstexten erfolgt, d. h. dass bei Notwendigkeit die sicherheitsrelevanten Zeichen eingeblendet werden und ansonsten Informationen auf dem Display 3 angezeigt werden. Bezugszeichenliste 1 Informations- und Anzeigeeinrichtung

2, 2' Versorgungseinheit

3, 3' Anzeigedisplay

4 Datenbussystem

5 Decoder-Encoder-Einheit

6, 6' PISA-Einheit

7 Speichermedium

7A CD-Rom

7B Memorycard

7C Diskette

8 drahtlose Übertragungstechnik

9 Schnittstelle

10 Director

11 Bedien-Paneel/FAP

11A Touchscreen

12 externe Tastatur

13 Leseleuchten

14 Ruftasten

15A, 15B Hinweiszeichen

100 zweite Ausführung der Informations- und Anzeigeanordnung

300, 300' Anzeigedisplay

400 Datenbussystem

900 Schnittstelle

110 Steuer- und Kontrolleinheit

120 Rechen- und Bedieneinheit

120A Bedienpaneel

120B externe Tastatur

130 Geräteeinheit


Anspruch[de]
  1. 1. Informations- und Anzeigeeinrichtung für eine Versorgungseinheit eines Passagierflugzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass in die Versorgungseinheit (2, 2') ein Anzeigedisplay (3, 3'; 300, 300') für flexible Darstellungen von Informationsinhalten integriert ist, das Anzeigedisplay (3, 3'; 300, 300') über ein Datenbussystem (4, 400) mit mindestens einer Bedien- und Steuereinheit (10, 11, 11A, 12, 5, 6, 6'; 130) verbunden ist und die Bedien- und Steuereinheit (10, 11, 11A, 12, 5, 6, 6'; 130) über Schnittstellen mit Informationseingabemitteln (7, 8) in Verbindung steht.
  2. 2. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Datenbussystem (4) und zumindest teilweise Bedien- und Steuereinheiten (10, 11, 11A, 5, 6, 6') mittels eines im Flugzeug vorhandenen Datenübertragungssystems und dazugehörigen Komponenten (CIDS-System) (4, 10, 11, 11A, 5, 6, 6') gebildet sind.
  3. 3. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Datenbussystem (400) als drahtgebundenes, beispielsweise ein auf den Standard RS485 basierendes System oder als drahtloses System, wie Wireless LAN, Bluetooth- oder Infrarot-System ausgebildet ist.
  4. 4. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Informationseingabemittel (7, 8) sowohl Speichermedien (7, 7A, 7B, 7C) als auch Schnittstellen (9, 900) zur drahtlosen Übertragung (8) von zum Flugzeug übermittelte Daten (8A, 8B) oder Schnittstellen zur Übertragung von Daten aus dem Avionik-System des Flugzeuges vorgesehen sind.
  5. 5. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Speichermedium (7) CD-Roms (7A), Memorycards (7B), Disketten (7C) und/oder USB-Speicher vorgesehen sind.
  6. 6. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als drahtlose Übertragungstechnik (8) Systeme vom Boden zum Flugzeug (8A, z. B. ACARS) oder Satellitentechnik (8B, z. B. Satcom 8B) nutzbar sind.
  7. 7. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Rechen- und Bedieneinheit (10, 11; 120) eine direkte Eingabe/Bedienung über ein Bedien-Paneel (11A, 120A) und/oder über eine extern anschließbare Tastatur (12, 120B) vorgesehen ist.
  8. 8. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontroll- und Steuereinheit (110) und die Rechen- und Bedieneinheit (120) zu einer Geräteeinheit (130) zusammengefasst sind.
  9. 9. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ansteuerung der einzelnen Anzeigedisplays (3, 3', 300, 300') zur Informationsübermittlung sitzplatzbezogen und/oder abhängig von der Passagierklasseneinteilung durch individuelle Adressierung der Information erfolgt.
  10. 10. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigedisplay (3, 300) für Informationsinhalte kombinierbar ist mit Hinweiszeichen bekannter Art.
  11. 11. Informations- und Anzeigeeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigedisplay (3, 300) ein gemeinsames Display für Hinweiszeichen und Informationsinhalten aufweist.






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