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Dokumentenidentifikation DE69717374T2 11.09.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0829543
Titel Vorrichtung zur stufenlosen Arbeitsdruckverstellung für Stollmaschinen mit Hammerplatten
Anmelder Officine di Cartigliano S.p.A., Cartigliano, IT
Erfinder Polato, Antonio, 36065 Mussolente (Vincenza), IT
Vertreter Schmid, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 68165 Mannheim
DE-Aktenzeichen 69717374
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FR, GB, IT, NL, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.09.1997
EP-Aktenzeichen 971153960
EP-Offenlegungsdatum 18.03.1998
EP date of grant 27.11.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.09.2003
IPC-Hauptklasse C14B 1/40

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung wird angewandt auf dem Gebiet der Gerberei und betrifft insbesondere eine Vorrichtung zum automatischen Anpassen des Betriebsdrucks, der in Stapelmaschinen mit schlagenden Platten zum Strecken und Erweichen von industriellen Häuten und ähnlichen Produkten angelegt werden kann.

Herkömmliche Stapelmaschinen werden im wesentlichen aus einer oder mehr Paaren von sich gegenüber liegenden Platten gebildet, die sich relativ zueinander bewegen können und Werkzeuge aufweisen, die alternierend zusammen wirken mit den zu behandelnden Häuten, wobei sie im wesentlichen rechtwinklig zur reziproken Bewegung der Platten bewegt werden mittels zwei benachbarter Förderriemen.

Mindestens eine der Platten ist verbunden mittels einem Nocken- und verbindungsartigen System mit einer Schwungradmasse, die von einem elektrischen Motor angetrieben wird, um so eine periodische Bewegung zu und weg von der anderen Platte zu fördern.

Ein Beispiel dieser herkömmlichen Maschinen ist offenbart in IT-1,247,078, auf die bezug genommen wird für eine genaue Beschreibung der unterschiedlichen Teile und mit der Stapelmaschine Modell PAL-3200 mit mehrfachen Köpfen, die hergestellt wird vom selben Anmelder.

Bei diesen herkömmlichen Maschinen sind die Werkzeuge einer der sich gegenseitig gegenüber liegenden Platten im allgemeinen gebildet durch Vorsprünge oder Zapfen, wohingegen die auf der anderen Platte gebildet sind durch Öffnungen oder ähnliche Höhlungen. Die Tiefe der Eindringung der Zapfen in die Öffnungen bestimmt den Stapel- oder Betriebsdruck der Häute.

Zum Variieren des Stapeldrucks, zum Beispiel zum Anpassen an unterschiedliche Arten von Haut oder Behandlung, ist es erforderlich, die relative Position der Platten zu variieren, indem eine einstellbar in Höhe und Winkel ausgebildet wird mit Bezug zur anderen. Zu diesem Zweck ist die feste, obere Platte am Umfang gehalten mit vier Ständern mit Gewinde oder Schneckengewinden, die in Buchsen mit komplementärem Gewinde geschraubt sind, die fest verbunden sind mit dem Rahmen, um so die obere Platte zu oder weg von dem Bett zu bewegen und deshalb zu oder weg von einander. Um die Platte fest zu verriegeln, wenn sie einmal eingestellt ist, sind Verriegelungsvorrichtungen vorgesehen aus zwei seitlichen hydraulischen Pressen, die parallel zu der Achse der Schneckengewinde wirken, um so deren Drehung in den Buchsen zu verhindern.

Normalerweise werden die Schneckengewinde von Hand und diskontinuierlich in Schritten gedreht, die translatorischen Bewegungen von 1 mm entsprechen, wobei eine Vernier-Skala verwendet wird, die an dem oberen Ende des Schneckengewindes ausgebildet ist. DE-A 29 35 742 offenbart eine Vorrichtung zum Einstellen des Stapeldrucks von Hand mittels eines Kettenmechanismus.

In der Praxis ist es zum Ausführen der Einstellung erforderlich, die folgenden Vorgänge auszuführen: a) Stoppen des Förderriemens der Häute und des Motors, der die Schwungmasse antreibt bis die Maschine vollständig zum Halten kommt; b) Entspannen der Pressen um die Schneckengewinde zu entlasten; c) schrittweises Drehen der Schneckengewinde, um so die Höhe der festen Platte ein zu stellen; d) Spannen der Pressen um die Schneckengewinde in der beabsichtigten Position zu verriegeln; e) erneutes Starten der Maschine und Hochfahren auf ihren normalen Betriebszustand.

All dies bringt eine erhebliche Verschwendung an Zeit mit sich und vor allem bringt es Stillstand für Arbeiten an der Maschine für einige Minuten mit sich.

Wenn man berücksichtigt, dass diese Arbeiten manchmal mehrfach wiederholt werden müssen, bevor die optimale Einstellung gefunden ist, dann ist es offensichtlich, dass sie eine erheblich negative Auswirkung auf eine Tagesleistung und auf den gesamten Produktionszyklus haben und insbesondere für Subunternehmer und kleine Gerbereien.

Der Nachteil, Einstellungen diskontinuierlich aber nicht kontinuierlich ausführen zu können, ist zudem offensichtlich.

Es sind Stapelmaschinen bekannt mit Systemen zum automatischen Einstellen des Stapeldrucks, die jedoch ziemlich kompliziert sind und erfordern, dass die Maschine für diesen Zweck ausgebildet ist. Mit anderen Worten: mit den gängigen Lösungen ist es nicht möglich, eine vorhandene, manuell eingestellte Maschine abzuändern, um sie mit einer kontinuierlichen und automatischen Einstellung auszurüsten und zu vermeiden, sie zu stoppen. DE-A 35 07 567 offenbart eine Vorrichtung zum automatischen Einstellen des Stapeldrucks mit all den Merkmalen, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 erwähnt sind. Eine derartige bekannte Vorrichtung hat jedoch keine Einrichtung zum Verriegeln der festen Platte in der beabsichtigten Position.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile zu überwinden, in dem eine Vorrichtung geschaffen wird, die es ermöglicht, automatisch während der Bearbeitung den Stapeldruck in Stapelmaschinen mit Heizplatten ein zu stellen, ohne die Maschine anhalten zu müssen, wobei es möglich ist die feste Platte in der beabsichtigten Position zu verriegeln.

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, die Einstellzeiten deutlich zu reduzieren.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, praktisch kontinuierliche Einstellung des Stapeldrucks zu ermöglichen oder auf jeden Fall eine Einstellung, die eine sehr feine Auflösung aufweist.

Noch eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, die auf jeder vorhandenen, von Hand einstellbaren Maschine angebracht werden kann.

Dieses Ziel, diese Aufgaben und weitere, die im Folgenden offensichtlich werden, werden mit einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Einstellen des Betriebsdrucks gemäß Anspruch 1 erreicht.

In einer ersten Ausgestaltung ist der Servomechanismus vom elektromechanischen Typ und besteht aus mindestens einem Servomechanismus, der verbunden ist mit den Ständern mit Gewinde mittels flexibler Übertragungsvorrichtungen.

In einer alternativen Ausgestaltung ist der Servomechanismus vom hydraulischen oder pneumatischen Typ und besteht aus mindestens einem Zylinder mit einem durchgehenden Stiel, der verbunden ist mit den Ständern mit Gewinde mittels flexibler Übertragungsvorrichtungen.

Vorzugsweise bestehen die flexiblen Übertragungsvorrichtungen aus einem Zahnriemen oder einer Kette.

Weitere Eigenschaften und Vorzüge werden offenbart von der genauen Beschreibung einiger bevorzugter aber nicht ausschließlicher Ausgestaltungen einer Vorrichtung zur Einstellung des Stapeldrucks gemäß der Erfindung, die dargestellt ist anhand eines nicht beschränkenden Beispiels mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen, in denen

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausgestaltung der Vorrichtung zur Einstellung des Stapeldrucks gemäß der Erfindung ist, die angewandt ist auf eine Stapelmaschine mit einem einzigen Paar schlagender Platten,

Fig. 2 ist eine ebene Ansicht des mechanischen Teils der Vorrichtung von Fig. 1,

Fig. 3 ist ein Diagramm des hydraulischen Teils der Vorrichtung der vorhergehenden Figuren,

Fig. 4 ist eine ebene Ansicht einer zweiten Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß der Erfindung.

Mit Bezug auf die oben genannten Figuren ist eine Vorrichtung zur Einstellung des Stapeldrucks gemäß der Erfindung dargestellt und im allgemeinen bezeichnet mit der Bezugsziffer 1, die Vorrichtung ist angeordnet auf einer Stapelmaschine 2 mit schlagenden Platten, zum Beispiel von der Art, die hergestellt wird von den Officine di Cartigliano S.p.A., Modell Nr. PAL 3200 mit zwei Köpfen. Zugunsten der Einfachheit in der Darstellung wird die maschine dargestellt mit einem einzigen Kopf anstelle von zwei, da der zweite Kopf absolut identisch ist mit dem Ersten.

Auf eine an sich bekannte Weise weist die Maschine 2 ein Bett 3 auf, auf der sich eine bewegliche untere Platte 4 befindet, die versehen ist mit hohl geformten Werkzeugen und einer festen oberen Platte 5 mit zapfenförmigen Werkzeugen, die ausgerichtet sind mit den Öffnungen der unteren Platte 4.

Die bewegliche untere Platte 4 ist schwenkbar zu dem Bett bei 6, so dass sie im wesentlichen vertikal schwingen kann, wobei sie mit der oberen Platte 5 zusammen wirkt, um die Häute zu strecken, und ist exzentrisch verbunden mit einer Schwungmasse 7 durch eine Verbindung 8. Die Schwungmasse 7 wird von einem elektrischen Motor 9 gedreht. Die obere Platte 5 ist befestigt an einem rohrförmigen Stab 10, der auf dem Bett mittels vier Ständern 11 mit Gewinde montiert ist, die angeordnet sind an den Ecken des Stabs und sich drehen aber keine translatorischen Bewegungen ausführen können relativ zu dem Stab. Die Ständer 11 mit Gewinde sind in die Buchsen 12 mit Gewinde geschraubt, die fest verbunden sind mit dem Bett 3.

Zwei Pressen 13 sind zwischen dem Bett 3 und dem Stab 10 angeordnet, um es anzuheben, wobei selektiv die Drehung der Ständer 11 mit Gewinde relativ zu den Buchsen 12 verriegelt wird.

Zwei gegenüber liegende motorisierte Förderriemen 14 und 15 sind auf dem Bett 3 angeordnet und bewegen sich übereinstimmend, um so die Häute P transversal zur Arbeitsrichtung der Platten zu bewegen.

Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung 1 zum Einstellen einen Servomechanismus auf, der auf der festen Platte 5 angeordnet ist und verbunden ist mit den Ständern 11 mit Gewinde, um diese automatisch zu drehen, Sensoren 23 zum Erfassen des Werts der maximalen Eindringung der Werkzeuge und zum Erzeugen eines ersten elektrischen Signals, elektronische Steuervorrichtungen zum Vergleich des ersten elektrischen Signals mit einem zweiten voreinstellbaren Signal, das dem vorgesehenen Stapeldruck entspricht und zum kontinuierlichen Einstellen der Energiezufuhr zu dem Servomechanismus.

Wie deutlicher dargestellt in Fig. 2 ist ein bidirektionaler elektrischer Servomechanismus 16 auf dem Stab 143 angeordnet und weist ein Kettenrad 17 mit Zähnen auf.

Jeder Ständer 11 mit Gewinde weist an seiner Spitze koaxiale Riemenscheiben 18 mit Zähnen auf, die verbunden und gelöst werden können relativ zu dem jeweiligen Ständer mittels Bolzen 19, die geöffnet werden können.

Die Riemenscheiben 18 sind verbunden mit dem Kettenrad 17 des Servomechanismus 16, vorzugsweise mittels einer flexiblen Übertragungsvorrichtung, wie zum Beispiel einem Riemen oder einer Kette. Insbesondere ist es möglich einen Zahnriemen 20 zu verwenden, der gespannt wird von Führungsrollen 21 und Spannrollen 22.

Auf diese Weise verursacht die Drehung des Servomechanismus 16 die synchrone Drehung der Riemenscheiben 18, die all die Ständer 11 mit Gewinde drehen, wodurch die vertikale Einstellung des Stabs 10 und damit der oberen Platte 5 bewirkt wird.

Elektronische Steuereinrichtungen sind vorgesehen, um den minimalen Abstand zu halten zwischen den Platten und entsprechend dem Stapeldruck, der proportional ist zu diesem Abstand.

Die elektronischen Steuereinrichtungen sind durch mindestens einen potentiometrischen Weganzeiger 23 gebildet, der zwischen den Platten 4 und 5 angeordnet ist und geeignet ist deren minimalen Abstand zu erfassen und diesen in ein erstes elektrisches Signal S1 umzusetzen. Das erste elektrische Signal wird zu einem an sich bekannten Typ eines Differential- Schaltkreises 24 übertragen, der in ein Steuerpult 25 eingefügt ist, zum Vergleich mit einem zweiten elektrischen Signal S2, das von dem Betreiber voreingestellt wird mittels zweier Schalter 26 und 27 und dargestellt ist auf einer digitalen Anzeige 28. Die Fehleranzeige stellt die Leistungszufuhr zum Servomechanismus 16 ein, so dass der voreingestellte Wert des minimalen Abstands zwischen den Platten herbei geführt wird. Die Einstellung kann mit minimalen Schritten von ungefähr 0,1 mm durchgeführt werden, das heißt mit der zehnfachen Genauigkeit herkömmlicher, manueller Maschinen.

Zur Einstellung der Neigung der Platte 5 ist es möglich die Bolzen 19 zu lösen, so dass die manuelle Drehung der Ständer 11 zur Einstellung von jedem einzelnen möglich ist.

Die Leistungszufuhr der Verrieglungspressen 13 ist mit einer Reihe von Standardkomponenten versehen, wie zum Beispiel einem Ölbehälter 30, einer Pumpe 31, einem Prüfventil 32 und einem Steuerventil 33 für die Hauptzufuhr, die normal sind für herkömmliche Maschinen, die über keine automatische Einstellvorrichtung verfügen.

Hinsichtlich der herkömmlichen Maschine ist auch ein gesteuertes elektrisches Ventil 34 vorgesehen, das entlang dem Rücklauf der Leistungszufuhr der Pressen 13 angeordnet ist, um die Flüssigkeit zum Behälter 30 zu entsorgen, ein Druckreduktionsventil 35, das stromabwärts des gesteuerten elektrischen Ventils 34 vorgesehen ist, um den Druck auf einem minimalen Wert zu halten, der so eingestellt ist, dass das Gewicht der festen Platte 5 und des Stabs 10 ausgeglichen sind, wodurch die erforderliche Kraft zum Drehen der Ständer 11 mit Gewinde auf ein Minimum gebracht wird. In diesem Zustand ist die obere Platte in einem betriebsbereiter Zustand zum Ausführen der automatischen Einstellung mittels dem Servomechanismus 16 und dem zugeordneten elektronischen Steuersystem.

Um die Beschädigung des Einstellsystems zu vermeiden, ist auch ein differentieller Druckschalter 36 vorgesehen, der geeignet ist, den Druck in der Leistungszufuhr der Pressen zu erfassen und die Zufuhr der elektrischen Leistung zu dem Servomechanismus 16 nur bei diesem minimalen Druck zu ermöglichen.

Fig. 4 ist eine schematische Ansicht von oben einer Abwandlung der Vorrichtung gemäß der Erfindung, bei der die Komponenten, die ähnlich sind zu denen von Fig. 2 mit den selben Bezugszeichen bezeichnet worden sind. Die Abwandlung unterscheidet sich von der aus Fig. 2 im wesentlicher dadurch, dass anstelle des bidirektionalen elektrischen Servomechanismus 16 einer der hydraulischen oder pneumatischen Art 16' vorgesehen ist, der vorzugsweise gebildet ist durch einen doppelt wirkenden Zylinder, der mit einem durchgehenden Pleuel gebildet ist. Insbesondere sind Versorgungs- und Entsorgungsleitungen 37, 38 an den Enden der Zylinder 16' verbunden mit einer hydraulischen Steuereinheit, die in den Figuren nicht dargestellt ist aber dem fachmann auf dem Gebiet bekannt ist.

Während des Betriebs stoppt der Betreiber die Maschine nicht sondern setzt die obere Platte 5 in eine ausgeglichene oder betriebsbereite Position, dann stellt er den Abstand zwischen den Platten und dem Stapeldruck mittels der Schalter 26 und 27 ein, nach Ablesen der sich ergebenden Werte auf der Anzeige 28 löst er möglicherweise die Bolzen 19 und stellt von Hand die Neigung ein, indem er auf jeden einzelnen Ständer einwirkt, schließlich stellt er den Druck der Ständer wieder auf den normalen Betriebswert ein und nimmt die Arbeit wieder auf.

Praktische Versuche haben gezeigt, dass die erforderliche Zeit für diese Vorgänge zwischen ungefähr 30 und 60 sek. liegt.

Aus der obigen Beschreibung ist es offensichtlich, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung die gestellten Aufgaben löst, insbesondere wird hingewiesen auf die kontinuierliche und genaue automatische Einstellung des Stapeldrucks, ohne dass die Maschine gestoppt werden muß, auf die deutliche Zeitersparnis beim Einstellen und auf die Möglichkeit es auf jede vorhandene, vom Typ der von Hand einstellbaren Maschinen zu installieren.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann vielerlei Modifikationen und Abänderungen erfahren. Alle Einzelheiten können ersetzt werden mit anderen technischen Äquivalenten, die alle als mit geschützt zu verstehen sind.

Zum Beispiel der einzelne elektrische Servomotor 16 kann ersetzt werden durch einen oder mehrere hydraulische Kolben, die auf den Riemen 20 wirken. Als eine Alternative ist es möglich für jeden Ständer mit Gewinde elektrische, pneumatische oder hydraulische Servomotoren vorzusehen, die unabhängig sind und gesteuert werden von einem geeigneten elektronischen Schaltkreis.

Wo technische Merkmale in irgendeinem Anspruch von einem Bezugszeichen gefolgt sind, wurden diese Bezugszeichen zu dem einzigen Zweck eingeführt, um die Verständlichkeit der Ansprüche zu verbessern und entsprechend haben solche Bezugszeichen keine beschränkende Wirkung auf den Schutzbereich von jedem Element, das beispielhaft mittels solcher Bezugszeichen gekennzeichnet ist.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zum automatischen Einstellen des Stapeldrucks in Stapelmaschinen mit schlagenden Platten für industrielle Häute und ähnliche Produkte mit mindestens einer festen Platte (5) und mindestens einer beweglichen Platte (4), die einander gegenüber liegen und mit komplementär geformten Werkzeugen versehen sind, wobei die feste Platte (5) montiert ist an Ständern (11) mit Gewinde, die in Buchsen (12) mit komplementärem Gewinde geschraubt sind, die fest verbunden sind mit einem Bett (3), und vorgesehen sind Vorrichtungen (13) zum Verriegeln, die wahlweise auf diese feste Platte 5 wirken, um in der beabsichtigten Position zu verriegeln, Sensoren (23) zum Erfassen des Werts der maximalen Eindringung der Werkzeuge und zum Erzeugen eines ersten elektrischen Signals (S1), mindestens ein Servomechanismus (16, 16'), der fest verbunden ist mit der festen Platte (5) und verbunden ist mit den Ständern (11) mit Gewinde zu deren automatischer Rotation, dadurch gekennzeichnet, dass der Servomechanismus (16, 16') elektronische Steuervorrichtungen (24) umfasst zum Vergleich des ersten elektrischen Signals (S1) mit einem zweiten, vorher einstellbaren elektrischen Signal (S2), das dem vorgesehenen Stapeldruck entspricht und zum kontinuierlichen Einstellen der Energiezufuhr zu dem Servomechanismus (16, 16') und dass die Vorrichtungen (13) zum Verriegeln hydraulische Pressen (13) umfassen, die wahlweise auf die feste Platte (5) wirken, um den Ständer (11) mit Gewinde gegen die jeweilige Buchse (12) zu drücken, wobei hydraulische Steuereinrichtungen vorgesehen sind zum Steuern des Versorgungsdrucks der Pressen (13) und die hydraulischen Steuereinrichtungen ein Druckreduzierventil (35) aufweisen, um den Druck der Pressen (13) bei einem vorbestimmten minimalen Wert zu halten um die feste Platte (5) in der Waage zu halten und die Kraft zu minimieren, die erforderlich ist zum Drehen der Ständer (11) mit Gewinde beim Betrieb des Servomechanismus (16, 16').

2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulischen Steuereinrichtungen weiterhin ein gesteuertes elektrisches Ventil (34) aufweisen, das entlang der Rücklaufleitung des Versorgungskreislaufs der Pressen (13) angeordnet ist, um das Fluid zu einem Behälter (30) zu entladen.

3. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckreduzierventil (35) stromabwärts von dem gesteuerten elektrischen Ventil (34) angeordnet ist.

4. Vorrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein differentieller Druckschalter (36) vorgesehen ist, der geeignet ist den Druck in dem Versorgungskreislauf zu erfassen und die Betätigung des Servomechanismus (16, 16') nur bei diesem minimalen Druck zu ermöglichen, um Beschädigung des Servomechanismus zu vermeiden.

5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mechanismus (16, 16') verbunden ist mit den Ständern (11) mit Gewinde mittels flexibler Übertragungsvorrichtungen.

6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Servomechanismus elektromechanisch ist und einen Getriebemotor (16) umfasst, wobei die flexiblen Übertragungsvorrichtungen aus einem Zahnriemen (20) oder einer Kette bestehen.

7. Vorrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ständer (11) mit Gewinde an seinem oberen Ende eine Riemenscheibe (18) mit Zähnen aufweist, mit der der Riemen (20) oder die Kette zusammen wirkt.

8. Vorrichtung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Getriebemotor (16) mit einem Kettenrad (17) mit Zähnen versehen ist, mit dem der Riemen oder die Kette (20) mit Hilfe von Führungsrollen (21) und Spannrollen (22) zusammen wirkt.

9. Vorrichtung gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Riemenscheibe (18) fest verbunden ist mit dem jeweiligen Ständer (11) mittels Bolzen (19), die gelöst werden können, um die Drehung des Ständers (11) von Hand zu ermöglichen.

10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren (23) gebildet sind aus einem Positionsübermittler, der zwischen den Platten (4, 5) angeordnet ist.

11. Vorrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronischen Steuervorrichtungen (24) einen elektronischen, differentiellen Kreis umfassen, der geeignet ist das erste elektrische Signal (S1) mit dem zweiten Bezugssignal (S2) zu vergleichen, um ein Fehlersignal (Se) zu erzeugen, das die Energiezufuhr zu dem Getriebemotor (16) einstellt.

12. Vorrichtung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Vorrichtungen (26, 27) vorgesehen sind, um es einem Benutzer zu ermöglichen, das Bezugssignal (S2) zu variieren und es auf einem digitalen Display (18) sichtbar zu machen.

13. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Servomechanismus hydraulisch oder pneumatisch ist und mindestens einen Zylinder (16') mit einem Stiel aufweist.







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