Stellorgane werden insbesondere in Fahrzeugen, wie Kraftfahrzeugen,
Flugzeugen, Schiffen usw. verwendetet, um Klappen, Drosselklappen usw. verstellen
zu können.
Eine Steuereinrichtung für ein derartiges Stellorgan beschreibt die
unveröffentlichte DE 101 00 966.6. Die Steuereinrichtung umfaßt dabei einen Diametralmagneten
und wenigstens einen Hall-Schalter. Der Magnet ist mit wenigstens einem Stellorgan
verbunden und diametral oder mehrpolig segmentiert. Durch diesen Magneten wird
bei Verstellung des Stellorgans und damit der Änderung seiner Lage zum Hall-Schalter
über diesen ein Abschaltsignal für den Motor erzeugt. Dabei wird davon ausgegangen,
daß die Segmentierung ein Maß der Winkelstellung insbesondere der Endlagen des
Stellorgans sind.
In der gleichfalls unveröffentlichten DE 101 23 605.0 ist ein Rundmagnet
offenbart, der als dünnwandig Ringmagnet bzw. Teilringmagnet ausgeführt ist. Dieser
weist eine lineare Feldabwicklung auf.
Die Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine weitere effektive Steuereinrichtung
für einen Motor zur Verstellung eines Stellorgans aufzuzeigen.
Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, bei Erreichen einer einzustellenden
Position eines zu verstellenden Stellorgans ein Signal zu erzeugen, mit welchem
die nachfolgende bzw. nächste Laufrichtung des Motors voreingestellt wird, wobei
sich diese nicht unbedingt ändern muß. Dazu kann beispielsweise ein bereits zum
Abschalten des Motors erzeugtes Signal herangezogen werden, das von einem Hall-Schalter
bereitgestellt wird, der mit einem Magneten am Stellorgan zusammenwirkt. Dieses
Signal wird dann in einem Logikschaltkreis mit einem zweiten, einem Stellsignal
verglichen, das je nach Definition (Software) zur Richtungsänderung des Motors
entweder gleich oder unterschiedlich zum Hall-Schalter-Signal ist. Anhand der Auswertung
wird dann der Motor so angesteuert, daß dieser bleibend oder sich ändernd in einen
Rechts- oder in einen Linkslauf gedreht wird.
Der Logikschaltkreis arbeitet mit zwei unterschiedlichen Signalpegeln für die Laufrichtungen,
einem low (0) und high (1) Signal.
Zur Betätigung des Hall-Schalters ist ein segmentierter Diametralmagnet
am Stellorgan vorgesehen, wobei bei Polungsumkehrung zwischen N (Nord) und S (Süd)
am Hall-Schalter ein Signal erzeugt wird.
Eine weitere Variante ergibt sich bei der Nutzung eines Ring- bzw.
Teilringmagneten nach der DE 101 23 605.0 . Der Hall-Schalter reagiert dann nicht
bei der Polungsumkehr, sondern bei Erreichen eines vorgegebenen Spannungswertes,
der vorzugsweise in den Hall-Schalter einprogrammierbar und durch die lineare Feldabwicklung
eindeutig zugeordnet werden kann, wozu in Weiterführung der Erfindung ein programmierbarer
Hall-Sensor Anwendung findet. Dadurch sind auch einzelne Winkelgrößen sowie unterschiedliche
Endlage selbst frei programmierbar.
Mit einer derartigen Steuereinrichtung können unter anderem Einfachsteller,
deren wichtigste Stellungen 0° und 90° sind und die dichtende Klappen verstellen,
als auch Klappen mit unterschiedlichen Winkellagen oder Endlagen kleiner 90° angesteuert
werden.
Die Lösung ermöglicht eine verschleißfreie, berührungslose Klappensteuerung
mit rechts/links Lauf und frei programmierbaren Winkel- (end-) -stellungen.
Anhand eines Ausführungsbeispieles mit Zeichnung soll die Erfindung
näher erläutert werden. Der Fachmann wird die Merkmale diesen Ausführungen entnehmen
und diese zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigt
- Fig. 1
- eine in Schaltungsform vereinfacht dargestellte Steuereinrichtung mit einem
vierpoligen Segmentmagneten und einem Hall-Schalter,
- Fig. 1a
- eine Ausschnittsdarstellung A aus Fig. 1 mit einem dünnwandigen Ringmagneten,
- Fig. 2
- ein Stellorgan nach dem Stand der Technik.
In Fig. 1 ist eine Steuereinrichtung für ein hier nicht näher dargestelltes
Stellorgan 20 als Schaltungsanordnung vereinfacht dargestellt. Mit 1 ist ein Magnet
gekennzeichnet, hier ein segmentierter Rundmagnet 10, dem ein Hall-Schalter 2 zugeordnet
ist. Der Rundmagnet 10 ist hier vierpolig und symetrisch ausgeführt, wobei die
verschiedenen Polungsübergänge N/S bzw. S/N verschiedene Schaltpunkte am Hall-Schalter
2 definieren. Der Hall-Schalter 2 ist vorzugsweise programmierbar.
Ein Ausgang des Hall-Schalters 2 ist auf einen Eingang E2 eines Logikschaltkreises
3 geführt, dessen anderer Eingang E1 von einem separaten Steuergerät ( nicht näher
dargestellt) mit Signalen beaufschlagt wird. Der Logikschaltkreis 3 ist ausgangsseitig
auf eine vereinfacht dargestellte Brückenendschaltung 4 geführt, von der ein Motor
5 seine Ansteuersignale erhält.
Der Logikschaltkreis 3 wirkt als Verbindungsglied , d.h. als Vergleicher zwischen
den Signalen des separaten Steuergerätes und den Signalen des Hall-Schalter 2 als
Auswerteeinrichtung für das Schalten des Motors 5.
Mit Anliegen eines Stellsignals UST vom Steuergerät Logikschaltkreis
3 schaltet diese durch, wobei zu diesem Zeitpunkt vom Hall-Schalter 2 kein definiertes
Signal UH
geliefert wird. Mit Durchschaltung wird der Motor 5 angesteuert,
wobei der Motor 5 seinerseits durch Verstellung des mit dem Rundmagnet 10 verbunden
Stellorgans 20 die Lage des Segmentmagneten 10 zum Hall-Schalter 2 verstellt. Dabei
verändert sich die Polungslage von beispielsweise N/S auf S/N zum Hall-Schalter
2. Dies bewirkt, daß der Hall-Schalter 2 bei der Umpolungsphase schaltet und ein
entsprechendes Signal UH an den Logikschaltkreis 3 gelangt, wodurch
der Motor 5 abgeschaltet wird.
Gleichzeitig wird über den Vergleich dieses Signals UH
mit dem Stellsignal UST im Logikschaltkreis 3 festgestellt, welche Laufrichtung
einzulegen ist, so daß die neue Laufrichtung rechts/links für den Motor 5 voreingestellt
werden kann. Der Logikschaltkreis 3 vergleicht die Signalpegel der beiden Signale
UH und UST , die je nach Software für eine Umschaltung einen
gleichen oder einen unterschiedlichen Pegel aufweisen müssen. Der Motor 5 wird
dann auf diese Umschaltung vorbereitet oder behält die alte Laufrichtung bei, was
durch entsprechende Ausgangssignale der Brückenendschaltung 6 definiert wird.
Bei Anliegen eines neuen umgekehrten Stellsignals UST vom
Steuergerät wird nunmehr der Motor 5 in eine neue Laufrichtung bewegt. Dabei wiederholt
sich diese Prozedur, wobei der Hall-Schalter 2 erneut schaltet und dieser ein neues
Signal UH an den Logikschaltkreis 3 gibt, der Motor 5 abgeschaltet und
dieser auf seine Laufrichtung vorbereitet wird.
Insbesondere bei einem Neustart entfällt in vorteilhafter Art und
Weise eine Abfrage des Schaltzustandes des Hall-Schalter 2, eine Abfrage der aktuellen
Stellung des Stellorgans 20 sowie des Motors 5.
In einer besonderen Variante, wie in Fig.1a dargestellt, wird anstelle
des Segmentmagneten 10 ein dünnwandiger diametraler Ringmagnet 11 verwendet, dessen
Feldabwicklung linear ist. Der hier verwendete Hall-Schalter 2, der gleichfalls
programmierbar ist, reagiert dann nicht auf eine Polungsumkehr, sondern auf das
Erreichen eines vorgegebenen Spannungswertes UR , der in den Hall-Schalter
2 einprogrammiert worden ist. Durch die Linearität der Feldabwicklung ist bei der
Programmierung dieser Größe ein bestimmter Spannungswert UR zugeordnet.
Bei einem Stellorgan 20, beispielsweise einer Drosselklappe, die bekanntlich
zwei Zustände einnimmt, entweder "Voll-Auf" oder "Voll-Zu", erfolgt das Umschalten
in eine andere Laufrichtung, wenn die Klappe ihre Endlagen 0° oder 90° erreicht
hat.
Bei einem Stellorgan 20, das in kleineren Winkelpositionen stufenmäßig
einzustellen ist, werden diese vorzugsweise in den Hall-Schalter 2 einprogrammiert.
Eine Laufrichtungumschaltung erfolgt dabei je nach Programmierung. Vorteilhaft
für dieses Stellorgan 20 ist dann die Verwendung des Diametralringmagneten 11,
wobei auch ein fein segmentierter Magnet 10 zum Einsatz kommen kann.
Mit dieser bevorzugten Ausführung sind auch Stellorgane 20 mit Endlagen kleiner
als 90° zu versehen, da diese Endlagen in den Hall-Schalter 2 einprogrammiert werden
können.
Der Vollständigkeit halber ist in Fig. 2 ein Stellorgan 20 nach dem
Stand der Technik aufgezeigt, das mit dem Magneten 1 (10, 11) funktional verbunden
ist.
Es versteht sich, daß in Rahmen des Erfindungsgedankens Änderungen
möglich sind.
So kann als Magnet auch ein sektorenförmig am Umfang oder sektorenförmig auf der
Fläche unterschiedlich gepolter Stabmagnet (nicht näher dargestellt) verwendet
werden, wobei die rotierende Bewegung des Stellorgans in eine lineare Bewegung
des Magneten 1 gegenüber dem Hall-Schalter 2 umgewandelt wird, was sich in einer
Hin- und Herbewegung des Magneten 1 widerspiegelt.
Bei anderen Winkelstellungen, beispielsweise 0° und 180°, kann auch
ein einfacher Diametralmagnet als Magnet 1 angewendet werden (nicht näher dargestellt).