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Dokumentenidentifikation DE10209438A1 18.09.2003
Titel Einrichtung zum Verbinden von Platten, insbesondere Betonplatten sowie feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge
Anmelder Ferd. Braselmann GmbH & Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Steinfeld, Horst E., 58239 Schwerte, DE;
Braselmann, Dieter, 58256 Ennepetal, DE
Vertreter Cichy, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 58256 Ennepetal
DE-Anmeldedatum 05.03.2002
DE-Aktenzeichen 10209438
Offenlegungstag 18.09.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.09.2003
IPC-Hauptklasse E01B 25/30
IPC-Nebenklasse E04B 1/21   
Zusammenfassung Einrichtung zum Verbinden von mit Verankerungselementen, insbesondere Rippenstählen, ausgerüsteten Platten, insbesondere Betonplatten, einsetzbar als feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, gebildet durch mit den Verankerungselementen in Wirkverbindung bringbare Zughülsen, deren dem jeweiligen Verankerungselement abgewandtes Ende zumindest partiell als in einem zugehörigen Gehäuseabschnitt geführte Kalotte ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Verbinden von mit Verankerungselementen, insbesondere mit Rippenstählen, ausgerüsteten Platten, insbesondere Betonplatten, insbesondere einsetzbar als feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge.

Zur Erzeugung von festen Fahrbahnen für Schienenfahrzeuge werden vielfach Betonplatten verwendet, die aneinander gelegt werden, wobei die Schienen über entsprechende Stützelemente mit der festen Fahrbahn verbunden werden. Je nach Vorgabe können auch Betonplatten zum Einsatz gelangen, die mit entsprechenden Profilen versehen sind, wobei selbige dann ineinanderlegbar sind. Ebenfalls denkbar ist es, die Betonplatten fest miteinander zu verbinden, um somit einen stabilen, d. h. nicht verschiebbaren Untergrund als Auflage für die Fahrschienen zu erhalten. Hier müssen spezielle Verankerungselemente vorgesehen werden, die über ebenfalls entsprechend ausgebildete Verbindungselemente miteinander in Wirkverbindung bringbar sind. Die vielfach als Rippenstähle ausgebildeten Verbindungselemente werden herstellerseitig in die Betonplatten eingegossen, wobei es immer wieder geschehen kann, daß Toleranzen nicht eingehalten werden, so daß es auf der Baustelle zu nicht in einer Ebene liegenden, d. h. einander gegenüberliegenden Verankerungselementen, wie Rippenstählen, kommt. Die Ausrichtung der Betonplatten sowie die Verbindung wird somit erheblich erschwert.

Ziel des Erfindungsgegenstandes ist es, eine Einrichtung zum Verbinden von mit Verankerungselementen, wie Rippenstählen oder dergleichen, ausgebildeten Platten, insbesondere Betonplatten bereitzustellen, die auch bei Versatz der Verankerungselemente auf einfache Art und Weise eine wirksame Verbindung der einzelnen Platten gewährleistet. Des weiteren soll eine aus Platten, insbesondere Betonplatten, bestehende feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge dahingehend weitergebildet werden, daß eine problemlose Verbindung der aneinander angrenzenden Plattenbereiche herbeiführbar ist.

Dieses Ziel wird erreicht durch eine Einrichtung zum Verbinden von mit Verankerungselementen, insbesondere Rippenstählen, ausgerüsteten Platten, insbesondere Betonplatten, insbesondere einsetzbar als feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, gebildet durch mit den Verankerungselementen in Wirkverbindung bringbare Zughülsen, deren dem jeweiligen Verankerungselement abgewandtes Ende zumindest partiell als in einen zugehörigem Gehäuseabschnitt geführte Kalotte ausgebildet ist.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den zugehörigen Unteransprüchen zu entnehmen.

Dieses Ziel wird auch erreicht durch eine aus Platten, insbesondere Betonplatten, bestehende feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, wobei die Platten im Bereich ihrer einander gegenüberliegender Flächenbereiche mit Verankerungselementen, insbesondere Rippenstählen versehen sind, die über kardanartig wirkende Verbindungselemente miteinander in Wirkverbindung bringbar sind.

Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen festen Fahrbahn sind den zugehörigen Unteransprüchen zu entnehmen.

Mit den Erfindungsgegenständen wird es auf einfache Weise möglich, auch nicht in einer Ebene liegende Verankerungselemente, wie Rippenstähle oder dergleichen, ohne großen Aufwand auf der Baustelle miteinander zu verbinden. Die üblicherweise gegebenen Toleranzen können somit im wesentlichen vernachlässigt werden. Bedingt durch die kalottenartig ausgebildeten, in einem entsprechend ausgebildeten Gehäuseabschnitt eines Gehäuses angeordneten Endbereiche der jeweiligen Zughülsen, sind kardanartige Bewegungen der Zughülsen ohne Kraftaufwand realisierbar. Die Betonrippenstähle dienen einerseits zur festen Verbindung mit den Platten, insbesondere Betonplatten und werden andererseits als Gewindebereiche verwendet, so daß selbige von entsprechend mit einem Innengewinde versehenen Bereichen der Zughülsen aufgenommen werden können.

Die Platten, insbesondere Betonplatten, werden vorteilhafterweise zur Erzeugung von festen Fahrbahnen für Schienenfahrzeuge eingesetzt, wobei der Erfindungsgegenstand darauf nicht beschränkt ist. Sind die Rippenstähle nicht eingegossen, besteht auch die Möglichkeit, selbige nach Art einer Schraubverbindung mit der jeweiligen Platte in Wirkverbindung zu bringen.

Vorteilhafterweise sind die Zughülsen mit gegenläufigen Gewinden versehen, so daß eine simple Verbindung der einzelnen Platten, insbesondere Betonplatten, herbeiführbar ist. Zur Aufnahme eines Werkzeuges, wie eines Schraubenschlüssels, ist eine jede Zughülse mit einem polygonartig ausgebildeten Bereich (z. B. einem Sechskantprofil) versehen. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, die Rippen- oder Schmiedestähle, beispielsweise mittels Muttern, vorzuspannen.

Das Gehäuse kann, einem weiteren Gedanken der Erfindung gemäß, als Schmiede- oder Gußteil ausgebildet sein, wobei die zur Aufnahme der Kalotten vorgesehenen Gehäuseabschnitte entsprechend gerundet ausgebildet werden. Das Gehäuse wird aus mehreren Segmenten, insbesondere zwei Halbschalen gebildet, die über Verbindungselemente, wie Schrauben oder dergleichen, miteinander in Wirkverbindung bringbar sind. Die Schraube ist zwischen planen Bereichen der kalottenseitigen Enden der Zughülsen vorgesehen, so daß eine kompakte Bauweise des Gehäuse realisierbar ist.

Der Erfindungsgegenstand ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung dargestellt und wird wie folgt beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 Prinzipskizze zweier miteinander zu verbindender Betonplatten für eine feste Fahrbahn;

Fig. 2 Einzelteildarstellung einer Zughülse;

Fig. 3 Einander gegenüberliegende Zughülsen in Wirkverbindung mit Rippenstählen;

Fig. 4 Einrichtung zum Verbinden der Betonplatten gemäß Fig. 1.

Fig. 1 zeigt zwei nebeneinander liegende Betonplatten 1, 2, in welchen Rippenstähle 3, 4 eingegossen sind. Im unteren Teil der Fig. 1 (Draufsicht) ist erkennbar, daß die Rippenstähle 3, 4 nicht in einer Ebene liegen, d. h. mit Versatz zueinander vorgesehen sind. Eine derartige Verbindung ist mit herkömmlicher Technik nur schwer realisierbar.

Fig. 2 zeigt eine einzelne Zughülse 5, die im Bereich ihres einen Endes 6 partiell als Kalotte 7 ausgebildet ist. Die zugehörige Stirnfläche 8 ist plan vorgesehen. Im Bereich ihres anderen Endes 9 weist die Zughülse 5 einen als Bohrung ausgebildeten Bereich 10 auf, in welchen ein Innengewinde 11 eingearbeitet ist. Der Außenumfang 12 der Zughülse 5 ist zur Aufnahme eines Schraubenschlüssels mit einem Außensechskantprofil versehen.

Fig. 3 zeigt zwei einander gegenüberliegende Zughülsen 5, die analog zu Fig. 2 aufgebaut sind. Im Bereich der Bohrung 10 einer jeden Zughülse 5 ist das Ende eines Rippenstahles 3, 4 (Fig. 1) eingebracht. Die auf den Rippenstählen 3, 4 vorgesehenen geneigt verlaufenden Rippen 13, 14 werden in das Innengewinde 11 der Zughülse 5 eingeschraubt. Damit eine gute Spannverbindung zwischen den Rippenstählen 3, 4 realisiert werden kann, sind selbige mit gegenläufig ausgebildeten Rippen 13, 14 versehen. Gleiches gilt für die Innengewinde 11 der Zughülsen 5.

Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäße Einrichtung 15 zum Verbinden der mit den Rippenstählen 3, 4 versehenen Betonplatten 1, 2, wobei zur besseren Übersicht lediglich die Einrichtung 15 an sich, zum Teil geschnitten, dargestellt ist. Erkennbar sind die beiden einander gegenüberliegenden Zughülsen 5 samt Kalotten 7. Die Einrichtung 15 wird gebildet durch zwei Gehäusehälften 16, 17, die mit einem den Kalotten 7 entsprechenden Gehäuseabschnitt 18, 19 ausgestattet sind. Durch diese Maßnahme wird eine Art Kardangelenk gebildet, wobei die Zughülsen 5 sowohl in Umfangsrichtung als auch unter einem vorgebbaren Winkel zu den Gehäusehälften 16, 17 bewegbar sind. Die Gehäusehälften 16, 17 werden mittels einer Schraubverbindung, gebildet durch eine Schraube 20 und eine Mutter 21, miteinander verbunden. Die Schraube 20 liegt in dieser Figur zwischen den planen Bereichen 8 der Zughülsen 5, so daß ein kompaktes Bauteil gebildet wird. Die Kalotten 7 liegen mit entsprechendem Spiel in den korrespondierenden Gehäuseabschnitten 18, 19 der Gehäusehälften 16, 17. Durch diese Einrichtung ist es nun möglich, die versetzt zueinander vorgesehenen Rippenstähle 3, 4 gemäß Fig. 1 wirksam miteinander zu verbinden, ohne daß es auf der Baustelle zu Montageproblemen kommt.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Verbinden von mit Verankerungselementen (3, 4), insbesondere Rippenstählen, ausgerüsteten Platten (1, 2), insbesondere Betonplatten, insbesondere einsetzbar als feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, gebildet durch mit den Verankerungselementen (3, 4) in Wirkverbindung bringbare Zughülsen (5), deren dem jeweiligen Verankerungselement (3, 4) abgewandtes Ende (6) zumindest partiell als in einem zugehörigen Gehäuseabschnitt (18, 19) geführte Kalotte (7) ausgebildet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das jeweilige Verankerungselement (3, 4), insbesondere den eine Art Außengewinde (13, 14) bildende Rippenstahl (3, 4) aufnehmende Bereich (10) der Zughülse (5) mit einem Innengewinde (11) versehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Gehäuses (16, 17) zwei einander gegenüberliegende Gehäuseabschnitte (18, 19) zur Aufnahme und Führung jeweils einer Kalotte (7) vorgesehen sind.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (16, 17) aus mehreren Segmenten, insbesondere zwei Halbschalen, gebildet ist, die lösbar, insbesondere durch Schrauben (20,21), miteinander verbindbar sind.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einander gegenüberliegenden Zughülsen (5) mit gegenläufigen Innengewinden (11) versehen sind.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (20) zwischen planen Bereichen (8) der einander gegenüberliegenden Kalotten (7) angeordnet ist.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Innengewinde (11) versehene Bereich (10) der jeweiligen Zughülse (5) mit einem polygonartig ausgebildeten Profil (12) versehen ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente (16, 17) des Gehäuses durch Guß- oder Schmiedestücke gebildet sind, die zur Aufnahme der Kalotten (7) mit entsprechend ausgestatteten Gehäuseabschnitten (18, 19) versehen sind.
  9. 9. Aus Platten (1, 2), insbesondere Betonplatten, bestehende feste Fahrbahn für Schienenfahrzeuge, wobei die Platten (1, 2) im Bereich ihrer einander gegenüberliegenden Flächenbereiche mit Verankerungselementen (3, 4), insbesondere Rippenstählen, versehen sind, die über kardanartig wirkende Verbindungselemente (15) miteinander in Wirkverbindung bringbar sind.
  10. 10. Feste Fahrbahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das jeweilige Verbindungselement (15) ein mehrteiliges Gehäuse (16, 17) umfaßt, innerhalb dessen zwei einander gegenüberliegende Zughülsen (5) angeordnet sind, die jeweils einen Aufnahmebereich (10) für ein zugehöriges Verankerungselement (3, 4), insbesondere einen stabartig ausgebildeten Rippenstahl, aufweisen.
  11. 11. Feste Fahrbahn nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmebereiche (10) der Zughülsen (5) mit gegenläufig ausgebildeten Gewinden (11) versehen sind.
  12. 12. Feste Fahrbahn nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zughülsen (5) in ihren gehäuseseitigen Endbereichen (6) zumindest partiell als Kalotten (7) ausgebildet sind, die in entsprechend ausgebildeten Gehäuseabschnitten (18, 19) des Gehäuses (16, 17) beweglich gelagert sind.
  13. 13. Feste Fahrbahn nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der das Innengewinde (11) umgebende Bereich (12) der Zughülsen (5) mit einem polygonartigen Querschnitt versehen ist.
  14. 14. Feste Fahrbahn nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippenstähle, insbesondere mittels Muttern, vorspannbar sind.






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