Es ist ausreichend bekannt, dass Kohlenstofffasern, geeignet für kommerzielle
Anwendungen, aus Mesophasepech hergestellt werden können. Kohlenstofffasern, erhalten von
Mesophasepech, besitzen einen hohen Grad einer molekularen Orientierung und sind
leichtgewichtig, fest, steif, thermisch und elektrisch leitfähig, ebenso wie chemisch und
thermisch inert. Aus einer Mesophase abgeleitete Kohlenstofffasern sind als
Verstärkungen in Komposits verwendet worden, besitzen Anwendungen in der Luftfahrtindustrie und
sind in Qualitätssportausrüstungen nützlich. Im Gegensatz dazu zeigen Kohlenstofffasern,
hergestellt aus isotropem Pech, eine geringe, molekulare Orientierung. Als Folge haben
sie relativ schlechte, mechanische Eigenschaften.
Mesophasepech ist nicht gewöhnlich in existierenden Kohlenwasserstoff-Fraktionen, wie
beispielsweise Refining- bzw. Raffinier-Fraktionen, oder in Kohle-Fraktionen, wie
beispielsweise Kohle-Teeren, erhältlich. Allerdings sind Verfahren zum Verarbeiten von
Kohlenwasserstoff-Fraktionen bekannt, um Mesophasepech zu erhalten. Ein ausreichend
bekanntes Verfahren ist dasjenige" Mesophasepech von einem isotropen Pech abzuleiten,
das Mesogene enthält. Isotrope Peche, die Mesogene enthalten, werden gewöhnlich
durch die Behandlung von aromatischen Ausgangsmaterialien präpariert. Eine solche
Behandlung, die ausreichend im Stand der Technik bekannt ist, kann einen oder mehrere
Wärmeausgleichsglühschritte umfassen, ohne oder mit einer Agitation und mit oder ohne
einem Gas-Durchblasen oder -Spülen. Ein Gas-Durchblasen kann mit einem Inertgas
oder mit einem oxidativen Gas, oder mit beiden Typen einer Arbeitsweise, ausgeführt
werden. Zahlreiche Patente beschreiben die Herstellung eines isotropen Pechs aus
Rohstoffen, die einen aromatischen Bestandteil enthalten. Nicht erschöpfend, sondern
repräsentativ, für solche Patente sind: US-Patent Nr. 4,283,269, Durchwärmen von mit
Flussmitteln überzogenem Pech; Japanisches Patent Nr. 65090/85, Erwärmen beim
Vorhandensein eines oxidierenden Gases; US-Patent Nr.'n 4,464,248, katalytisches
Durchwärmen; 3,595,946 und 4,066,737, Verwendung von oxidativem, reaktivem Material; und
4,474,617, Verwendung von oxidierendem Gas; und viele andere. Zusätzlich diskutieren
die US-Patente Nr.'n 4,184,942; 4,219,404; 4,363,715; 4,892,642 die Herstellung und die
Extraktion von isotropem Pech, um Mesophasepech zu erhalten.
In der Vergangenheit wurde Mesophasepech üblicherweise durch Durchwärmen eines
Pechrohstoffs erhalten, um ein Mesogen, das isotropes Pech enthält, zu erzeugen, gefolgt
durch eine Lösungsmittel-Fraktionierung, um die Mesogene zu isolieren. Allgemein
besitzen die derzeitigen Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozesse die folgenden Schritte:
(1) Überziehen des isotropen Pechs mit Flussmittel in einem heißen Lösungsmittel,
(2) Separieren von unlöslichen Flussmittelbestandteilen durch Filterung, Zentrifugation
oder andere, geeignete Mittel,
(3) Hinzufügen eines Anti-Lösungsmittels zu dem sauberen Flussmittel-Filtrat (Comix-
Lösungsmittel), um die erwünschten Mesogene abzusetzen,
(4) Isolieren der Mesogene durch Waschen und Trocknen, und
(5) Schmelzen der Mesogene, um Mesophasepech zu bilden.
Diese Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozedur ist ausreichend im Stand der Technik
bekannt und ist im Detail in zahlreichen Patenten angegeben. Zum Beispiel offenbart das
US-Patent Nr. 4,208,267 als erstes, dass ein isotropes Pech eine lösungsmittel-unlösliche
Fraktion erzeugen kann, die eine Mesophase innerhalb von Minuten beim Erwärmen auf
deren Schmelzpunkt ("Sintern") wird. Dieses Patent offenbart den Extrahierungsprozess,
der ein Lösungsmittel eines Comix-Typs verwendet, und die Mesogene werden als ein
unlösbarer Rest gesammelt.
Das US-Patent Nr. 4,277,324 beschreibt den vorstehenden Lösungsmittel-
Fraktionierungs-Prozess und gibt die Bedingungen, die Prozeduren und die Lösungsmittel,
Anti-Lösungsmittel an, die bei der Lösungsmittel-Fraktionierung eingesetzt werden
können. Zusätzlich beschreibt das '324 Patent die Flussmittelaufbringung eines isotropen
Pechs gefolgt durch Filtern der Flussmittel-Mischung. Das Patent beschreibt dann die
Hinzufügung eines Anti-Lösungsmittels, um die erwünschten, unlöslichen Mesogene von dem
Flussmittel-Filtrat abzuscheiden. Schließlich befasst sich das US-Patent Nr. 5,032,250 mit
einer superkritischen Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion eines isotropen Pechs für ein
direktes Herstellen eines Mesophasepechs. Die Lösungsmittel-Fraktion, beschrieben durch
'250, tritt bei erhöhten Temperaturen und Drücken auf, so dass sowohl die löslichen
Bestandteile als auch die nicht löslichen Bestandteile in dem flüssigen Zustand vorliegen.
Es ist erwünscht, ein alternatives Verfahren zum Erhalten von Mesophasepech aus
isotropem Pech zu schaffen, das eine sehr saubere Mesophase erzeugt. Weiterhin ist es
erwünscht, ein Lösungsmittel-Fraktionierungs-Verfahren zu schaffen, das nicht die
Verfahrensschritte einsetzt, was zu einem Verlust und einer Abfallerzeugung führt, die einem
Fluxen bzw. einem Flussmittelüberziehen und einer Filterung des isotropen Pechs
zugeordnet ist. Darüber hinaus ist es noch erwünscht, einen Flüssigkeit/Flüssigkeit-
Extraktionsprozess zu schaffen, der die Handhabung von Feststoffen vermeidet und nicht
die hohe Temperatur und den Druck einer superkritischen Fluid-Extraktion erfordert.
Schließlich ist es auch erwünscht, die Härte des Mesophase-Produkts in diesem Prozess
ohne die hohen Temperaturen und Drücke einer superkritischen Fluid-Extraktion zu
kontrollieren.
DEFINITIONEN
Für die Zwecke dieser Beschreibung und die Ansprüche finden die folgenden Ausdrücke
und Definitionen Anwendung;
"Pech", wie es hier verwendet wird, bedeutet Substanzen, die Eigenschaften von Pechen
haben, hergestellt als Nebenprodukte in verschiedenen industriellen
Produktionsprozessen, wie beispielsweise als natürlicher Asphalt, als Petroleumpeche und als Schweröl,
erhalten als ein Nebenprodukt in der Naphta-Crack-Industrie, und Peche, erhalten aus
Kohle.
"Petroleumpech" bedeutet das restliche kohlenstoffartige Material, erhalten von dem
katalytischen und thermischen Cracken von Petroleumdestillaten oder Resten.
"Petroleumkoks" bedeutet der feste, nicht schmelzbare Rest, der aus einer thermischen
Hochtemperaturbehandlung von Petroleumpech resultiert.
"Isotropes Pech" bedeutet Pech, das Moleküle aufweist, die nicht in einem optisch
geordneten Flüssigkristall ausgerichtet sind.
"Anisotropes Pech" oder "Mesophasepech" bedeutet Pech, das Moleküle aufweist, die
aromatische Strukturen haben, die, über eine Wechselwirkung, einander zugeordnet sind,
um optisch geordnete, flüssige Kristalle zu bilden, die entweder flüssig oder fest sind, und
zwar in Abhängigkeit von der Temperatur.
"Mesogene" bedeutet Moleküle, die, wenn sie geschmolzen sind, ein Mesophasepech
bilden. Diese Moleküle weisen eine breite Mischung aus großen, aromatischen Molekülen
auf, die sich beim Erwärmen so anordnen, um flüssige Kristalle zu bilden. Ein isotropes
Pech kann Mesogene enthalten und diese Mesogene können durch Hinzufügen eines
geeigneten Lösungsmittels isoliert werden.
"Fasern" bedeutet Filamente von Längen, die zur Bildung von nutzbaren Gegenständen
geeignet sind.
"Orientierte, molekulare Struktur" bedeutet die Ausrichtung von Mesophase-Domänen in
gebildeten; Kohlenstoff enthaltenden Gegenständen; wobei die Ausrichtung der Achse des
Gegenstands entspricht und strukturelle Eigenschaften bei dem Gegenstand erzielt.
"Oxidation/Stabilisation" ist der Prozess, einen Pechgegenstand nicht schmelzbar zu
machen durch Reaktion des Gegenstands mit Sauerstoff oder einem oxidierenden Mittel.
"Erweichungs- und Schmelzpunlkte" werden durch Erwärmen einer Probe bei ungefähr
5ºC/Minute an einem Hot-Stage-Mikroskop unter einer inerten Atmosphäre bestimmt. Der
Erweichungspunkt für getrocknetes Pech ist das erste Abrunden von winkligen Merkmalen
der Pechpartikel. Der Schmelzpunkt für getrocknetes Pech ist die Temperatur, bei der der
erste, beobachtbare Fluss des erweichten Pechs zu sehen ist.
Sauberes, isotropes Pechmaterial ist ein Pech, das weniger als 500 ppm an unlösbaren
Mesophase-Komponenten enthält. Vorzugsweise wird das Pech weniger als 250 ppm
unlösbare Mesophase-Komponenten enthalten.
Unlösbare Mesophase-Komponenten umfassen solche Verbindungen, die sich nicht in das
Mesophasepech lösen werden. Typischerweise werden unlösbare Mesophase-
Komponenten anorganische Asche, Koks und andere Verbindungen umfassen.
Pechöl ist derjenige Teil des Pechs, der bei oder unterhalb von 525ºC unter
atmosphärischem Druck siedet.
KURZE OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung schafft einen verbesserten Lösungsmittel-Fraktionierungs-
Prozess zum Erzeugen von Mesophasepech.
Die vorliegende Erfindung schafft einen Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess zum
Erzeugen eines Mesophasepechs aus einem Rohpech, aufweisend: Durchwärmen eines
Rohmaterials, das weniger als 500 ppm an Mesophase unlösbaren Verunreinigungen
besitzt, um ein isotropes, durchwärmtes Pech, enthaltend Mesogene, herzustellen;
Extrahieren des durchwärmten Pechs mit einem Lösungsmittel bei einer Temperatur und
einem Druck, ausreichend, um das Lösungsmittel und die Mesogene in dem flüssigen Zustand
zu halten, wobei die Temperatur und der Druck geringer als die superkritische
Temperatur und der Druck des Lösungsmittels sind, um die Mesogene zu isolieren;
Zurückgewinnen der Mesogene; Abtrennen des Lösungsmittels von den Mesogenen, um
ein Mesophasepech zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung schafft weiterhin einen Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess
zum Erzeugen eines Mesophasepechs aus einem Rohpech, aufweisend: Durchwärmen
eines Rohmaterials, das weniger als 50 ppm Asche besitzt, um isotrope, durchwärmte,
Pech enthaltende Mesogene herzustellen; Extrahieren des durchwärmten Pechs mit
einem Lösungsmittel, um die Mesogene zu isolieren, umfassend im Wesentlichen alle stark
flussmittel-unlöslichen Bestandteile, ursprünglich vorhanden innerhalb des Rohmaterials,
oder die während des Durchwärmungsschritts erzeugt wurden, wobei die Extraktion bei
einer Temperatur und einem Druck geringer als die superkritische Temperatur und der
Druck des Lösungsmittels auftritt; Zurückgewinnung der Mesogene; Abtrennen des
Lösungsmittels von den Mesogenen, um ein Mesophasepech zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung schafft weiterhin einen Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess
zum Erzeugen eines Mesophasepechs von einem Rohmaterial, aufweisend:
Durchwärmen eines Rohmaterial, um isotrope, durchwärmte, Pech enthaltende Mesogene
herzustellen; Kontrollieren der Härte der Mesogene durch Einstellen des Pechölgehalts des
durchwärmten Pechs; Extrahieren des durchwärmten Pechs mit einem Lösungsmittel, um
die Mesogene zu isolieren, wobei die Extraktion bei einer Temperatur und einem Druck
geringer als die superkritische Temperatur und der Druck des Lösungsmittels auftritt;
Zurückgewinnen der Mesogene, Abtrennen des Lösungsmittels von den Mesogenen, um ein
Mesophasepech zu erhalten.
Das verbesserte Verfahren reduziert Abfallnebenprodukte durch Beseitigen der Schritte
eines Flussmittelüberzugs und eines Filterns des durchwärmten Pechs. Zusätzlich
vermeidet das Verfahren der vorliegenden Erfindung die Handhabung von Feststoffen durch
Vorsehen eines sub-superkritischen Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktions-Prozesses.
Weiterhin schafft das offenbarte Verfahren ein Mittel zum Kontrollieren der Härte des sich
ergebenden Mesophasepechprodukts. Schließlich liefert die vorliegende Erfindung ein
Mesophasepech, das Verbindungen mit hohem, molekularem Gewicht enthält,
üblicherweise entfernt während des Flussmittelüberzugs und der Filterung des durchwärmten
Pechs, wenn bekannte Prozeduren verwendet werden.
Gemäß diesem neuartigen Verfahren wird ein sauberes Rohmaterial durchwärmt, um
isotrope, Pech enthaltende Mesogene zu erzeugen. Einem Durchwärmen folgend werden
die Mesogene durch eine Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion des durchwärmten Pechs in
einem einzelnen Schritt bei moderaten Temperaturen und Drücken isoliert. Die Mesogen
enthaltende Phase wird entweder als eine Flüssigkeit oder als ein Feststoff
zurückgewonnen und von irgendwelchem verbleibendem Lösungsmittel getrennt, um Mesophasepech
zu erhalten.
Der Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess der vorliegenden Erfindung liefert ein Mittel
zum Kontrollieren der Härte des sich ergebenden Mesophasepechs. Genauer gesagt wird
der Pechölgehalt des durchwärmten, isotropen Pechs entweder während des
Durchwärmungsschritts eingestellt oder darauffolgend, um dadurch die Härte des sich ergebenden
Mesophasepechprodukts zu kontrollieren. Eine Kontrolle der Pechhärte liefert ein Mittel
zum Kontrollieren des Schmelzpunkts des sich ergebenden Pechs und der
Stabilisierungsrate von Gegenständen, hergestellt aus dem Pech.
Die vorliegende Erfindung liefert auch den Vorteil einer Verringerung von
Abfallnebenprodukten und einer Erhöhung des Ertrags des Mesophase-Produkts. Da ein
Flussmittelüberziehen des durchwärmten, isotropen Pechs eliminiert wird, erzeugt die vorliegende
Erfindung nicht irgendwelche lösbaren Flussmittelbestandteile. Als Folge wird das
Mesophasepech der vorliegenden Erfindung alle die schweren, organischen, unlöslichen
Flussmittelbestandteile, die ursprünglich in dem isotropen Ausgangspech vorhanden waren, oder
erzeugt während des Durchwärmungsschritts, enthalten. Ein früherer Extraktionsprozess
sonderte diese Komponenten mit den unlöslichen Flussmittelbestandteilen aus; allerdings
schließt die vorliegende Erfindung vorteilhafterweise diese Komponenten in das
Mesophasepech ein.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNGA. Lösungsmittel-Fraktionierung
Die vorliegende Erfindung vereinfacht den Lösungsmittel-Fraktionierungs-Weg, um
Mesophasepech zu reinigen. Dieser neue Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess beruht auf der
Verwendung eines sauberen, isotropen Pechs. Allgemein können geeignete, isotrope
Peche aus sauberen, aromatischen Rohmaterialien präpariert werden. Bevorzugte
Rohmaterialien umfassen aromatische Destillate aus Kohleteer, Ethylenteer, dekantiertem Öl,
Petroleumgasöl und saubere, aromatische Restbestandteile von Kohleteer, Ethylenteer
und dekantiertem Öl. Dekantier-Öl-Destillat ist ein bevorzugtes Rohmaterial. Obwohl der
Destillat-Siedebereich nicht kritisch ist, sind Destillate, die von ungefähr 370ºC bis
ungefähr 510ºC sieden, erfolgreich verwendet worden.
So, wie er in dieser Beschreibung und den folgenden Ansprüchen verwendet wird,
bedeutet der Ausdruck "sauber", dass die geeigneten Rohmaterialien weniger als 50 ppm
Asche enthalten sollten und frei von kohlenstoffartigen, unlösbaren
Kontaminierungsbestandteilen sein sollten. Bevorzugte Destillat-Rohmaterialien sind typischerweise klare
Bernstein-Fluide. Schwarze "Destillate" sind ungeeignet, da sie allgemein eingeschlossene
und/oder suspendierte Kohlenstoff-Kontaminierungsbestandteile enthalten. Die
Verwendung der bevorzugten Rohmaterialien wird ein Mesophase-Produkt ergeben, das weniger
als 500 ppm unlösbare Mesophase-Bestandteile enthält. Bevorzugt wird das Mesophase-
Produkt weniger als 50 ppm von unlösbaren Mesophase-Kontaminierungsbestandteilen
enthalten.
Asche-Kontaminierungs-Niveaus des Mesophase-Produkts können durch Verbrennen
einer gewogenen Probe über einem Temperaturbereich von 450ºC bis 850ºC und
Vergleichen des Gewichts der verbleibenden Asche mit dem Anfangsgewicht der Probe bestimmt
werden. Unlösbare, kohlenstoffhaltige Kontaminierungsbestandteile des Mesophase-
Produkts können durch Beobachten des Fließens des Mesophasepechs oder einer
Flüssigkeit-Extraktion von unlösbaren Bestandteilen über ein Metallsieb oder ein Drahtsieb,
das 2 um (Mikron) nominale und 7 Mikron absolute Porenöffnungen besitzt, bestimmt
werden. Wenn die bevorzugten Produkte um 50ºC oberhalb deren Schmelzpunkte erwärmt
werden, werden die bevorzugten Produkte in der Lage sein, durch die 2 um (Mikron)
Öffnungen, ohne ersichtlich die Öffnungen zu verschließen, hindurchführen.
Einer Bestimmung eines geeigneten Rohmaterials folgend wird das Verfahren der
vorliegenden Erfindung zu einem Durchwärmungsschritt fortschreiten. Wie es ausreichend
bekannt ist, erzeugt ein Durchwärmen eines Rohmaterials ein isotropes Pech, das
Mesophase-Precursoren, bekannt als Mesogene, enthält. In dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung tritt ein Durchwärmen bei Temperaturen auf, die von ungefähr 360ºC bis ungefähr
550ºC reichen. Weiterhin verwendet die vorliegende Erfindung eine niedrige
Wärmflussdichte, um die Bildung von Koks zu vermeiden. (Wärmeflussdichte ist ein Maß des Flusses
oder der Übertragung von Wärmeenergie über einen Einheitsflächenbereich einer
gegebenen Oberfläche in einer Zeiteinheit.) Bevorzugt wird die Wärmeflussdichte geringer als
1,86 Watt pro cm² (12 Watt pro Quadratinch) sein. Zusätzlich müssen, um eine
Kontaminierung des Pechs mit anorganischen Verbindungen zu verhindern, Vorsichtsmaßnahmen
ergriffen werden, um eine saubere Ausrüstung zu verwenden und eine mechanische
Abnutzung zu vermeiden.
Die vorliegende Erfindung kann in entweder einem kontinuierlichen Verarbeitungsmodus
oder in einem Chargen-Verarbeitungsmodus praktiziert werden. Wenn in einem
kontinuierlichen Verarbeitungsmodus gearbeitet wird, wird die Durchwärmung unter Bedingungen
gestoppt, wo das Produktpech vollständig isotrop ist. Allerdings sind im Wesentlichen
isotrope, durchwärmte Pechprodukte, die eine Mesophase enthalten, für die
Extraktionsschritte der vorliegenden Erfindung geeignet.
Einem Durchwärmen folgend haben vorherige Lösungsmittel-Fraktionierungs-Verfahren
die Schritte einer Flussmittelüberziehung und Filterung des durchwärmten Pechs erfordert,
um Kontaminierungsbestandteile zu entfernen. Allerdings eliminiert die vorliegende
Erfindung diese Verfahrensschritte durch Verwendung von sauberem, partikelfreiem,
durchwärmtem Pech. Demzufolge geht das Verfahren der vorliegenden Erfindung direkt von der
Durchwärmung des Rohpechs zu der Lösungsmittel-Extraktion des Mesogen oder
Mesophase enthaltenden, durchwärmten Pechs fort.
Der Lösungsmittel-Extraktions-Prozess der vorliegenden Erfindung kann als entweder eine
Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion oder eine Flüssigkeit/Feststoff-Extraktion vorgenommen
werden. Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktionen sind bevorzugt, da sie schnell ausgleichen
und sich gut an kontinuierliche Verarbeitungsverfahren anpassen. Ein weiterer Vorteil
einer Flüssigkeit/Flüssigkeit-Verarbeitung ist die Fähigkeit, die Feststoffe handhabende
Schritte eines Verarbeitens, eines Filterns, eines Waschens, eines Trocknens und eines
Umschmelzens, die Flüssigkeit/Feststoff-Extraktionsverfahren zugeordnet sind, zu
eliminieren. Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktionen werden bei Temperaturen und Drücken
durchgeführt, die ausreichend sind, um das durchwärmte Pech, das Lösungsmittel und die
niedergeschlagenen Mesogene in dem flüssigen Zustand beizubehalten. Typische, geeignete
Temperaturen werden zwischen ungefähr 100ºC und ungefähr 400ºC liegen.
Vorzugsweise werden die Temperaturen zwischen ungefähr 180ºC und ungefähr 340ºC liegen.
Während des Lösungsmittel-Extraktions-Prozesses muss der Druck des Systems ausreichend
sein, um das Lösungsmittel in dem flüssigen Zustand zu halten. Typischerweise wird der
notwendige Druck der autogene Druck des Lösungsmittels bei der Prozesstemperatur
sein. Die Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion wird bei sub-superkritischen
Lösungsmittelbedingungen durchgeführt, d. h. die Temperaturen und Drücke der Extraktion sind niedriger
als die kritische Temperatur und der Druck des Lösungsmittels.
Das Extraktionsverfahren wird für eine ausreichende Zeit fortgeführt, um eine vollständige
Lösung und Extraktion der Nicht: Mesophase-Komponenten sicherzustellen.
Typischerweise wird der Extraktionsprozess in ungefähr 2 bis ungefähr 60 Minuten abgeschlossen sein.
Nach Abschluss der Extraktion wird das System in zwei Phasen separiert. Darauffolgend
wird die Lösungsmittelphase entfernt und die die unlösbare Mesophase bildende Phase
wird als eine Flüssigkeit zurückgewonnen oder gekühlt und als ein Feststoff
zurückgewonnen. Irgendwelches restliches Lösungsmittel wird von dem Mesophase-Produkt durch eine
Entspannungsverdampfung oder andere, geeignete Prozesse entfernt, um ein
lösungsmittelfreies Mesophasepech zu erhalten.
In den Flüssigkeit/Feststoff-Extraktions-Prozessen werden das Pech und das Extraktions-
Lösungsmittel bei einer Temperatur kombiniert, die ausreichend ist, um die Mesogene als
einen teilchenförmigen Feststoff zu scheiden. Das Pech und das Lösungsmittel werden
gemischt, bis alle lösbaren Pechkomponenten durch das Lösungsmittel extrahiert sind.
Typischerweise wird dieser Schritt 15 Minuten bis fünf Stunden erfordern.
B. Kontrolle der Pechhärte
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf die Fähigkeit, die Härte des
Mesophasepech-Produkts zu ändern. Die Härte der unlöslichen Extraktions-Bestandteile ist direkt zu
der Konzentration von aromatischem Öl in dem Extraktionssystem in Bezug gesetzt.
Genauer gesagt wird eine Erhöhung des Pechöl-Gehalts des durchwärmten Pechs ein
härteres, höher schmelzendes, extrahiertes Mesophasepech in einem leicht verringerten Ertrag
produzieren.
Eine Einstellung des Gehalts an aromatischem Öl kann durch Einstellen des Pechöl-
Gehalts des durchwärmten Pechs durchgeführt werden. Diese Einstellung kann durch
entweder Toppen des Rohmaterials, um übermäßige Öle zu entfernen, oder durch
Hinzufügen von Pechöl durchgeführt werden. Alternativ kann, gemäß der vorliegenden
Erfindung, Öl während des Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozesses hinzugefügt werden.
Während der Gehalt an Pechöl von 0 bis 70% reichen kann, werden bevorzugte Rohstoffe
von ungefähr 0 bis ungefähr 40% Öl bezogen auf das Gewicht enthalten. Allgemein ist der
minimale Ölgehalt eines Rohstoffes durch die Fähigkeit begrenzt, das Öl durch Destillation
oder durch Perlung zu entfernen, und der maximale Ölgehalt ist durch den erwünschten
Ertrag an Mesophasepech begrenzt.
Pechöle, geeignet zum Hinzufügen zu dem isotropen Rohpech, umfassen sowohl
natürliche Pechöle als auch einen breiten Bereich von aromatischen Ölen, erhalten von
Petroleum, Kohle oder synthetischen Prozessen. Allgemein sind natürliche Pechöle bevorzugt.
Die bevorzugten Pechöle werden eine wesentliche Fraktion umfassen, die einen
Siedebereich von 450ºC bis 525ºC besitzt. Ungeachtet des Öls, das verwendet wird, kann der
Ertrag des Mesophasepechs beeinflusst werden, wenn irgendeine Änderung in den
Pechölen auch den Extraktrationsprozess aufgrund der Wechselwirkung des Öls mit dem
Lösungsmittel beeinflussen wird.
C. Verbesserter Ertrag von Mesophasepech
Wie zuvor beschrieben ist, beseitigt die vorliegende Erfindung die Schritte eines
Flussmittelüberzugs und eine Filterung des durchwärmten Pechs vor einer Erzeugung von
Mesophasepech. Typischerweise wurde dieser Prozessschritt verwendet, um nicht-mesogene,
unlösliche Bestandteile zu beseitigen. Allerdings eliminieren diese Prozesse auch einen
Teil der Moleküle mit hohem Molekulargewicht, das in dem isotropen Rohpech vorhanden
ist. Durch Eliminieren dieser Prozessschritte kann ein Mesophasepech, das diese zuvor
entfernten Verbindungen enthält, erzeugt werden. Als Folge erzeugt die überraschende
Fähigkeit, Verbindungen mit größerem Molekulargewicht zurückzuhalten, höhere Erträge
des Mesophaseprodukts. Zusätzlich zu einer Erhöhung des Mesophasepechertrags durch
Einschließen von unlöslichen Flussmittelbestandteilen in das Produkt vermeidet die
vorliegende Erfindung die Erzeugung von kohlenstoffhaltigen Abfallmaterialien und beseitigt
Prozessschritte und zugeordnete Ausrüstungen für einen Flussmittelüberzug und eine
Flussmittelfilterung.
BEISPIELE
Die folgenden Beispiele sind vorgesehen, um die vorliegende Erfindung zu erläutern. Alle
Teile und Prozentsätze sind auf das Gewicht bezogen, ohne dass dies ansonsten in
anderer Weise angegeben ist. Die Anmelder wünschen es nicht, durch die Theorie, die
innerhalb der Beispiele präsentiert wird, eingeschränkt zu sein; im Gegensatz dazu sollte der
wahre Schutzumfang der Erfindung basierend auf den beigefügten Ansprüchen bestimmt
werden.
Die Beispiele 1 und 2 demonstrieren den Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess der
vorliegenden Erfindung. Diese Beispiele demonstrieren die erfolgreiche Herstellung eines
Mesophasepechs ohne die Schritte einer Flussmittelüberziehung und Filterung des
durchwärmten Pechs.
Beispiel 1
Ein Mineraldekantieröl wurde vakuum destilliert, um ein nominales 427ºC bis 493ºC
Destillat zu isolieren, das weniger als 10 ppm unlösbare Mesophase-Asche enthält. Dieses
Destillat wurde in einem gerührten Druckkessel für 3 Stunden 40 Minuten bei 441ºC und
827 kPa Gage (120 psig) durchwärmt. Das durchwärmte Pech wurde mit einem Ertrag von
64,8% bezogen auf das Gewicht zurückgewonnen. Das Pech war vollständig isotrop und
enthielt 11% unlösliche Tetrahydrofuran-Bestandteile und weniger als 10 ppm unlösbare
Mesophase-Asche.
Eine Extraktion wurde durch Kombinieren von 1 Teil Asche mit 5 Teilen bezogen auf das
Gewicht Lösungsmittel in einem mit Stickstoff gespülten Druckkessel ausgeführt. Das
Lösungsmittel bestand aus 70 : 30 Gewichtsverhältnissen einer Mischung von Xylen und
Heptan. Das Gefäß wurde abgedichtet und Lösungsmittel und Pech wurden auf 200ºC
und 524 kPa Gage (76 psig) autogenem Druck erwärmt. Die Pech-Lösungsmittel-
Mischung wurde bei dieser Temperatur für 30 Minuten gemischt, dann wurde ihr
ermöglicht, sich 15 Minuten abzusetzen und dann wurde sie abkühlen lassen. Ein Kuchen aus
festem Pech wurde von dem Reaktorboden entnommen. Der Extraktions-Rest wurde
vakuumgetrocknet bei 150ºC und dann bei 360ºC, um ein Mesophasepech-Produkt einem
Ertrag von 22,0% bezogen auf das Gewicht von dem durchwärmten Pech zu erhalten. Das
Mesophasepech, das getestet wurde, war 100% anisotrop und erweichte und schmolz bei
330ºC und 344ºC jeweils.
Beispiel 2
Dasselbe Destillat-Rohmaterial, das in dem Beispiel 1 verwendet wurde, wurde in
derselben Art und Weise durchwärmt, um einen Ertrag von 68,4% des durchwärmten Pechs
bezogen auf das Gewicht, enthaltend 11% unlösbare Tetrahydrofuran-Bestandteile, zu
erzielen. Dieses Pech wurde mit einem 50 : 50 Gewichtsverhältnis aus Xylen : Heptan unter
Verwendung von 5 Teilen Lösungsmittel pro einem Teil Pech extrahiert. Die Bedingungen
von Beispiel 1 wurden verwendet und ein autogener Druck von 621 kPa Gage (90 psig)
entwickelte sich während der Extraktion. Ein Ertrag von 360ºC vakuum-getrocknetem
Mesophasepech war 23,0% bezogen auf das Gewicht von dem durchwärmten Pech. Das
Produkt war 100% anisotrop und erweichte und schmolz bei 312ºC und 325ºC jeweils. Der
unlösliche Mesophase-Asche-Gehalt des Mesophasepech-Produkts wurde dahingehend
bestimmt, dass er geringer als 10 ppm war.
Die Beispiele 3-8 demonstrieren die Fähigkeit der vorliegenden Erfindung, die Härte eines
Mesophasepech-Produkts zu kontrollieren. Wie zuvor diskutiert ist, entspricht eine
Erhöhung in der Pechhärte einer Erhöhung in dem Schmelzpunkt.
Beispiele 3-6
Ein stark aromatisches, durchwärmtes Pech wurde aus einem 454ºC+ Rest von
mittelkontinentem Mineraldekantieröl präpariert. Der Dekantierölrest wies 92% Kohlenstoff,
6,5% Wasserstoff auf und enthielt 82% aromatische Kohlenstoffe bei einem Kohlenstoff 13
NMR Test. Der Dekantierölrest wurde durchwärmt für 6,9 Stunden bei 398ºC. Das sich
ergebende, stark aromatische, durchwärmte Pech enthielt 20% unlöslicher Bestandteile
bezogen auf das Gewicht in Tetrahydrofuran (THF) unter Verwendung von 1 Gramm an
Pech in 20 ml an THF bei 23ºC. Die Pechrohstoffe für die Extraktionen von Beispiel 3
wurden durch Einstellen des Pechöl-Gehalts des durchwärmten Dekantieröls hergestellt. Für
Beispiel 3 wurde das durchwärmte Pech durch ein Vakuum-Destillieren zu einem
äquivalenten, atmosphärischen Schnittpunkt von 524ºC entölt. Für Zwecke dieser Beispiele ist
dies als ein durchwärmtes Pech mit 0% Öl beschrieben. Für Beispiel 4 wurde das
durchwärmte Pech vakuummäßig getappt zu einem äquivalenten, atmosphärischen
Schnittpunkt von 357ºC, um ein Pech mit 9% Öl herzustellen. Nicht getopptes, durchwärmtes
Pech, das 19% Öl enthielt, wurde in dem Beispiel 5 verwendet. Das Pech mit 28% Öl von
Beispiel 6 wurde durch Kombinieren von 454ºC bis 524ºC Pechöl mit nicht getopptem
Pech hergestellt.
Jedes durchwärmte Pech wurde durch Kombinieren von gebrochenem Pech und
Lösungsmittel in einem abgedichteten, evakuierten Autoklaven und Erwärmen unter Rühren
auf 230 bis 235ºC extrahiert. Jede Extraktionsmischung wurde unter einem Verhältnis von
1 Gramm Pech mit 0% Öl zu 8 ml an Lösungsmittel präpariert. In diesem Fall wies das
Lösungsmittel Toluen und 524ºC Pechöle auf (d. h. Pechöle, die Siedepunkte niedriger als
524ºC haben). Ein Druck von 1,10 bis 1,28 MPa Gage (160 bis 135 psi) entwickelte sich
bei der Exktraktionstemperatur. Die Mischung wurde 1 Stunde gerührt und ihr wurde dann
ermöglicht, sich 15 Minuten abzusetzen, und zwar vor einem Abkühlen. Das unlösliche
Pechprodukt wurde als ein dichter Kuchen von dem Reaktorboden nach dem Entfernen
der Lösungsmittelphase und Abkühlen der Schlacke gesammelt.
Jedes unlösbare Pechprodukt wurde gebrochen, getrocknet und dann unter Vakuum bei
360ºC geschmolzen, um im Wesentlichen das gesamte Lösungsmittel zu entfernen. Die
geschmolzenen Peche waren alle vollständig anisotrop. Die Schmelztemperatur jedes
geschmolzenen Pechs wurde durch thermochemische Analyse (TMA) bestimmt, während bei
10ºC pro Minute unter einem Stickstofffluss erwärmt wurde. Der Schmelzpunkt wurde als
der zweite derivative Hauptpeak herangezogen. Die Beispiele zeigten eine wesentliche
Erhöhung in der Schmelztemperatur des geschmolzenen Pechs, wenn die Menge an Öl in
dem Extraktionsmedium erhöht wurde. Wie zuvor angeführt ist, spiegelt sich eine
Erhöhung in der Pechschmelztemperatur in einer Erhöhung der Pechhärte wider.
Tabelle 1Beispiele 3 bis 6
Die Beispiele 7 und 8 zeigen die Fähigkeit, die Schmelztemperatur des Pechprodukts,
den Ertrag und die prozentuale Anisotropie durch Kontrollieren der Menge an Pechöl, das
während der Extraktion vorhanden ist, zu kontrollieren.
Beispiele 7 und 8
Eine Probe aus schwerem, aromatischem Pech Aerocarb 400 wurde von Ashland
Chemical Co. erhalten. Dieses Pech wies 94% Kohlenstoff auf und besaß einen Verkokungswert
von 72%. Das Pech ist weniger als 1% Leukol bzw. Quinolin unlösliche Bestandteile und
17,5% Toluen unlösbare Bestandteile. Das Pech erweichte nahe 210ºC. Aerocarb 400
enthält nicht wesentliches Pechöl/Material, das unterhalb von 524ºC Atmosphärendruck
siedet).
Aerocarb 400 Pech wurde extrahiert, gefolgt durch Hinzufügen von 454ºC bis 524ºC
aromatisches Pechöl unter Bedingungen, die in Tabelle 2 angegeben sind. Öl, erhalten von
einem Vakuumdestillieren von durchwärmtem Pechöl, wie dies in Beispiel 3 beschrieben
ist, wurde in das Toluen hinzugegeben. Die Extraktionen wurden so durchgeführt, wie dies
in den vorherigen Beispielen beschrieben ist. Unlösbare Bestandteile wurden von dem
Reaktorboden zurückgewonnen, gebrochen und geschmolzen, um die geschmolzenen
Produkte herzustellen, die in Tabelle 2 beschrieben sind.
Tabelle 2Beispiele 7 und 8
Die Beispiele 9-10 und Tabelle 3 demonstrieren die Fähigkeit der vorliegenden Erfindung,
selektiv die Verbindungen mit höherem, molekularem Gewicht in dem sich ergebenden
Mesophasepechprodukt zurückzuhalten. Diese Fähigkeit führt zu höheren Erträgen des
sich ergebenden Mesophaseprodukts.
Beispiel 9
Dasselbe, durchwärmte Pech, beschrieben in dem Beispiel 5, wurde durch Kombinieren
mit gemischtem Xylen (42,9 Gew.-% m-Xylen, 24, 6 Gew.-% Ethylbenz, 21,6 Gew.-% p-
Xylen und 10,8 Gew.-% o-Xylen) in einem Verhältnis von 8 ml Lösungsmittel pro Gramm
an Pech extrahiert. Die Extraktion wurde in einem abgedichteten, evakuierten Autoklaven
durchgeführt. Die Mischung wurde, während auf 320ºC erwärmt wurde, während 1 Stunde
und 20 Minuten gerührt. Der Druck erreichte 690 kPa Gage (100 psig). Die Mischung
wurde 1 Stunde gerührt und ihr wurde dann ermöglicht, sich für 15 Minuten bei 231ºC
abzusetzen. Nach einem Kühlen wurde der Autoklav geöffnet und ein dichter Kuchen aus
unlösbarem Pech wurde dem Reaktorboden entnommen. Das Pechprodukt wurde
gebrochen und unter Vakuum auf 360ºC erwärmt, um 21,5% flüchtige Bestandteile zu
entfernen. Die lösungsmittel freien Mesogene wurden in einem Ertrag von 25,3% erhalten und
bei 386ºC geschmolzen.
Beispiel 10
Als ein Vergleich wurde das durchwärmte Pech, das in dem Beispiel 9 beschrieben ist, mit
einem gleichen Gewicht an Toluen kombiniert und auf 110ºC erwärmt, um eine
Flussmittelmischung zu bilden. Diese Mischung wurde mit einer kleinen Menge an Celite-Filter-
Unterstützung gefiltert, um unlösliche Flussmittelbestandteile zu entfernen. Die unlöslichen
Flussmittelbestandteile betrugen 9,4% des Pechs. Die unlöslichen Flussmittelbestandteile
sind unschmelzbar und stellen Pech-Komponenten mit einem relativ hohen
Molekulargewicht dar. Reines flussmittel-gefiltertes Pech wurde von Toluen abgetrennt und unter
Stickstoff bevorratet.
Eine Extraktion wurde durch Hinzufügen von gebrochenem, flussmittel-gefiltertem Pech zu
einem reinen Autoklaven durchgeführt. Der Autoklav wurde abgedichtet und evakuiert und
1,1 Teile bezogen auf das Gewicht an Xylen wurden hinzugefügt. Das gefilterte Flussmittel
wurde durch Rühren umgeformt, während auf 90ºC erwärmt wurde, und zwar während ¹/&sub2;
Stunde. Die umgeformte Flussmittelmischung wurde mit zusätzlichem Xylen verrührt, so
dass die Endmischung 8 ml an Lösungsmittel pro Gramm des ursprünglichen, nicht
flussmittel-gefilterten, durchwärmten Pechs enthielt. Eine Extraktion trat bei 231ºC für 30
Minuten bei 690 kPa Gage (100 psig) auf. Der Mischung wurde ermöglicht, sich für 15
Minuten bei 231ºC abzusetzen, und wurde dann gekühlt. Ein fester Kuchen aus unlösbarem
Pech wurde von dem Reaktorboden zurückgewonnen. Eine Erwärmung auf 360ºC unter
Vakuum entfernte flüchtige Bestandteile. Die lösungsmittel-freien Mesogene wurden mit
einem Ertrag von 18,5% erhalten und teilweise bei 363ºC geschmolzen.
Beispiel 9 und das Vergleichsbeispiel 10 bestätigen den im Ertrag erhöhten Vorteil eines
Erhöhens des Gehalts mit großem Molekulargewicht der lösungsmittel-extrahierten
Mesophase. Dieser Vorteil tritt mit nur einer geringen Erhöhung in der Schmelztemperatur des
lösungsmittel-freien Mesogens auf.
Tabelle 4Beispiele 9 und 10
Es sollte für einen Fachmann auf dem betreffenden Fachgebiet ersichtlich sein, dass die
Flüssigkeit/Flüssigkeits-Extraktion von sauberem, durchwärmtem Pech, um sauberes
Mesophasepech in den Beispielen 1 und 2 zu erhalten, die Kontrolle der Mesophasepech-
Härte durch Einstellen von Öl in den Beispielen 3 bis 8 und der Ertrags-Erhöhung von
vorhandenen, organischen, unlösbaren Flussmittel-Bestandteilen in dem Mesophasepech,
dargestellt in Beispiel 9, kombiniert werden kann, um einen besonders vorteilhaften
Prozess zu erhalten, um Mesophasepech herzustellen.
Weiterhin werden Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung für Fachleute auf dem
betreffenden Fachgebiet unter Berücksichtigung dieser Beschreibung und der Ausführung
der Erfindung, die hier offenbart ist, ersichtlich werden. Es ist vorgesehen, dass die
Beschreibung nur als beispielhaft angesehen wird, wobei der Schutzumfang der Erfindung
durch die folgenden Ansprüche angegeben ist.
Anspruch[de]
1. Lösungsmittel-Fraktionierungs-Verfahren zum Erzeugen eines Mesophasepechs
aus einem Rohpech, aufweisend:
Durchwärmen eines Rohmaterials, das weniger als 500 ppm an unlösbaren
Mesophase-Verunreinigungen besitzt, um ein isotropes, durchgewärmtes Pech,
enthaltend Mesogene, herzustellen;
Extrahieren des durchgewärmten Pechs mit einem Lösungsmittel bei einer
Temperatur und einem Druck, ausreichend, um das Lösungsmittel und die Mesogene in
dem flüssigen Zustand zu halten, wobei die Temperatur und der Druck geringer als
die superkritische Temperatur und der Druck des Lösungsmittels sind, um die
Mesogene zu isolieren;
Zurückgewinnen der Mesogene;
Abtrennen des Lösungsmittels von den Mesogenen, um ein Mesophasepech zu
erhalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Rohmaterial aus der Gruppe ausgewählt ist,
die aus aromatischen Destillaten von Kohleteer, aromatischen Destillaten von
Ethylenteer, aromatischen Destillaten von Dekantieröl, aromatischen Destillaten
von thermischem Teer, aromatischen Resten von Kohleteer, aromatischen Resten
von Ethylenteer und aromatischen Resten von Dekantieröl besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Rohmaterial weniger als 50 ppm Asche
besitzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Extrahierschritt eine Flüssigkeit/Flüssigkeit-
Extraktion ist und ein in Kontakt bringen des durchgewärmten Pechs mit einem
Lösungsmittel bei einer ausreichenden Temperatur und einem ausreichenden Druck
umfasst, um zu bewirken, dass sowohl die lösbare Phase als auch die unlösbare,
Mesogen enthaltende Phase Flüssigkeiten sind, so dass während des Rückgewinnungsschritts
die löslichen Bestandteile und die unlöslichen Bestandteile
kontinuierlich als Flüssigkeiten isoliert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Extraktionsmischung gekühlt wird und die
löslichen Bestandteile als eine Flüssigkeit zurückgewonnen werden und die
Mesogen enthaltenden, unlöslichen Bestandteile als ein Feststoffpech isoliert werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1, umfassend den Schritt eines Kontrollierens der Härte
des Mesophasepechs durch Einstellen des Gehalts an Pechöl während des oder
auf den Durchwärmungsschritt folgend.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei der Pechöl-Gehalt zwischen ungefähr 0 bis
ungefähr 70% des durchgewärmten Pechs bezogen auf das Gewicht aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei im Wesentlichen alle Mesogene, ursprünglich in
dem Rohmaterial und irgendwelche Mesogene umfassend, die während des
Durchwärmungsschritts erzeugt wurden, innerhalb des Mesophasepechs enthalten
sind, und dass das Mesophasepech weniger als 500 ppm an unlöslichen
Bestandteilen enthält und das Mesophasepech durch ein 2 um (Mikron) Sieb fließt, wenn es
geschmolzen ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Mesogene, wenn sie sich in dem
geschmolzenen Zustand befinden, durch einen 2 Mikrometer (Mikron) nominalen, sieben
Mikrometer (Mikron) absoluten Filter hindurchführen und weniger als 50 ppm Asche
enthalten.
10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die sub-superkritische Flüssigkeit/Flüssigkeit-
Extraktion bei Temperaturen und Drücken niedriger als die kritische Temperatur
und der Druck des Lösungsmittels durchgeführt wird.
11. Lösungsmittel-Fraktionierungs-Prozess zum Erzeugen eines Mesophasepechs aus
einem Rohmaterial, aufweisend:
Durchwärmen eines Rohmaterials, das weniger als 50 ppm Asche besitzt, um
isotrope, wärmegeglühte, Pech enthaltende Mesogene herzustellen; Extrahieren
des durchgewärmten Pechs mit einem Lösungsmittel, um die Mesogene zu
isolieren, umfassend im Wesentlichen alle schweren, unlöslichen Flussmittel-
Bestandteile, ursprünglich vorhanden innerhalb des Rohmaterials, oder die
während des Durchwärmungsschritts erzeugt wurden, wobei die Extraktion bei einer
Temperatur und einem Druck geringer als die superkritische Temperatur und der
Druck des Lösungsmittels auftritt;
Zurückgewinnung der Mesogene;
Abtrennen des Lösungsmittels von den Mesogenen, um ein Mesophasepech zu
erhalten.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Rohmaterial aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus aromatischen Destillaten von Kohleteer, aromatischen Destillaten von
Ethylenteer, aromatischen Destillaten von Dekantieröl, aromatischen Destillaten
von thermischem Teer, aromatischen Resten von Kohleteer, aromatischen Resten
von Ethylenteer und aromatischen Resten von Dekantieröl besteht.
13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Extraktionsschritt eine
Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion ist, durchgeführt bei einer ausreichenden Temperatur
und einem ausreichenden Druck, um das Lösungsmittel und die Mesogene in dem
flüssigen Zustand beizubehalten.
14. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der Extraktionsschritt eine
Flüssigkeit/Flüssigkeit-Extraktion ist und ein in Kontakt bringen des durchgewärmten
Pechs mit Lösungsmittel bei einer ausreichenden Temperatur und einem
ausreichenden Druck umfasst, um zu bewirken, dass sowohl die lösliche Phase als auch
die unlösliche, Mesogen enthaltende Phase Flüssigkeiten sind, so dass während
des Zurückgewinnungsschritts die löslichen Bestandteile und die unlöslichen
Bestandteile kontinuierlich als Flüssigkeiten isoliert werden.
15. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Extraktionsmischung gekühlt wird und die
löslichen Bestandteile als eine Flüssigkeit zurückgewonnen werden und die
Mesogen enthaltenden, unlöslichen Bestandteile als ein festes Pech isoliert werden.
16. Verfahren nach Anspruch 11, umfassend den Schritt eines Kontrollierens der Härte
des Mesophasepechs durch Einstellen des Pechöl-Gehalts während des
Durchwärmungsschritts oder darauffolgend.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Pechöl-Gehalt zwischen ungefähr 0 bis
ungefähr 70% des durchgewärmten Pechs bezogen auf das Gewicht aufweist.
18. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Mesogene, wenn sie sich in dem
geschmolzenen Zustand befinden, durch einen 2 Mikrometer (Mikron) nominalen,
sieben Mikrometer (Mikron) absoluten Filter hindurchführen und weniger als 50 ppm
Asche enthalten.
19. Lösungsmittel-Fraktionierungs-Verfahren zum Erzeugen eines Mesophasepechs
von einem Rohmaterial, aufweisend:
Durchwärmen eines Rohmaterials, um isotrope, durchgewärmte, Pech enthaltende
Mesogene herzustellen;
Kontrollieren der Härte der Mesogene durch Einstellen des Pechöl-Gehalts des
durchgewärmten Pechs;
Extrahieren des durchgewärmten Pechs mit einem Lösungsmittel, um die
Mesogene zu isolieren, wobei die Extraktion bei einer Temperatur und einem Druck
geringer als die superkritische Temperatur und der Druck des Lösungsmittels auftritt;
Zurückgewinnung der Mesogene;
Abtrennen des Lösungsmittels von den Mesogenen, um ein Mesophasepech zu
erhalten.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei das Rohmaterial aus der Gruppe ausgewählt
ist, die aus aromatischen Destillaten von Kohleteer, aromatischen Destillaten von
Ethylenteer, aromatischen Destillaten von Dekantieröl, aromatischen Destillaten
von thermischem Teer, aromatischen Resten von Kohleteer, aromatischen Resten
von Ethylenteer und aromatischen Resten von Dekantieröl besteht.
21. Verfahren nach Anspruch 19, wobei das Rohmaterial weniger als 50 ppm Asche
besitzt.
22. Verfahren nach Anspruch 19, wobei der Extrahierschritt ein Beibehalten einer
ausreichenden Temperatur und eines ausreichenden Drucks umfasst, so dass das
Lösungsmittel und die Mesogene in dem flüssigen Zustand vorhanden sind.
23. Verfahren nach Anspruch 19, wobei der Extrahierschritt ein in Kontakt bringen des
durchgewärmten Pechs mit Lösungsmittel bei einer ausreichenden Temperatur und
einem ausreichenden Druck umfasst, um zu bewirken, dass sowohl die lösliche
Phase als auch die unlösliche, Mesogen enthaltende Phase Flüssigkeiten sind, so
dass während des Zurückgewinnungsschritts die löslichen Bestandteile und die
unlöslichen Bestandteile kontinuierlich als Flüssigkeiten isoliert werden.
24. Verfahren nach Anspruch 19, wobei die Extraktionsmischung gekühlt wird und die
löslichen Bestandteile als eine Flüssigkeit zurückgewonnen werden und die
Mesogen enthaltenden, unlöslichen Bestandteile als ein festes Pech isoliert werden.
25. Verfahren nach Anspuch 19, wobei im Wesentlichen die gesamten Mesogene, die
ursprünglich in dem Rohmaterial vorhanden sind und irgendwelche Mesogene
umfassen, die während des Durchwärmungsschritts erzeugt wurden, innerhalb des
Mesophasepechs vorhanden sind, und dass das Mesophasepech weniger als 500
ppm unlöslicher Bestandteile enthält und das Mesophasepech durch ein 2 um
(Mikron) Sieb fließt, wenn es geschmolzen ist.