| Dokumentenidentifikation |
DE10209288A1 25.09.2003 |
| Titel |
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem |
| Anmelder |
Rittal GmbH & Co. KG, 35745 Herborn, DE |
| Erfinder |
Hain, Markus, 35684 Dillenburg, DE; Koch, Manuel, 35683 Dillenburg, DE; Kreiling, Jörg, 35444 Biebertal, DE |
| Vertreter |
Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen |
| DE-Anmeldedatum |
01.03.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10209288 |
| Offenlegungstag |
25.09.2003 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
25.09.2003 |
| IPC-Hauptklasse |
G08B 23/00
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| Zusammenfassung |
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem zum Überwachen und/oder Steuern und/oder Regeln von schaltschrankspezifischen Funtionen mit einer Steuerungseinrichtung (2, 3) und mehreren unterschiedlichen daran über eine Sensoranschlusseinrichtung (4) mit mindestens einer Sensoranschlussstelle (4.1) ankoppelbaren oder angekoppelten Sensoren (5) und/oder Aktoren (6). Bei einfachem Aufbau wird eine einfache flexible Einrichtung dadurch erreicht, dass die Sensoranschlusseinrichtung (4) eine Erkennungseinrichtung zum Unterscheiden der verschiedenen Sensoren (5) und/oder Aktoren (6) aufweist, die beliebig und austauschbar an die mindestens eine Anschlussstelle (4.1) in gleicher Weise anschließbar sind (Fig. 1).
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Schaltschranküberwachungs- und
Steuerungssystem zum Überwachen und/oder Steuern und/oder Regeln von
schaltschrankspezifischen Funktionen mit einer Steuerungseinrichtung und mehreren
unterschiedlichen daran über eine Sensoranschlusseinrichtung mit mindestens
einer Sensoranschlussstelle ankoppelbaren oder angekoppelten Sensoren
und/oder Aktoren.
Ein derartiges Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem ist in der DE 199 11 824 A1
angegeben. Bei diesem bekannten
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem ist eine Basisüberwachungseinrichtung zum
Überwachen, Steuern und/oder Regeln von Schaltschrankfunktionen einerseits
mit einer Netzanschlusseinheit an ein übergeordnetes, z. B. öffentliches Netz
anschließbar und andererseits über einen Feldbus mit weiteren
Überwachungseinrichtungen zum Überwachen, Steuern und/oder Regeln von
Schaltschrankfunktionen verbunden oder verbindbar, wobei die weiteren
Überwachungseinrichtungen eine Art Satellitengeräte bilden und z. B. in anderen Schaltschränken
als die Basisüberwachungseinrichtung angeordnet sein können. Die
Satellitengeräte können auf diese Weise über die Basisüberwachungseinrichtung an das
übergeordnete Netz angeschlossen werden. Auch kann eine den
Satellitengeräten übergeordnete Auswertung und Datenverarbeitung in der
Basisüberwachungseinrichtung durchgeführt werden, so dass die Satellitengeräte relativ
einfach ausgeführt sein können. Gleichwohl sind die Satellitengeräte ähnlich wie
die Basisüberwachungseinrichtung mit Anschlüssen für Sensoren und/oder
Aktoren versehen, an die gegebenenfalls eine relativ große Anzahl von Sensoren
bzw. Aktoren angeschlossen sind, um abhängig von der Einsatzsituation eines
Schaltschranks die gewünschten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen
durchführen zu können.
Welche Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen mit einer derartigen
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungseinrichtung zum Ermöglichen eines
flexiblen Einsatzes eines Schaltschranks bereitgestellt werden, ist in der WO 97/34345
gezeigt. Mit den vielfältigen Überwachungs- und
Steuerungsmöglichkeiten ist auch ein entsprechend großer Aufwand der Anordnung verbunden,
um die Signale der verschiedenen Sensoren aufzunehmen und die Steuerung der
unterschiedlichen Einbau- oder Anbaukomponenten des Schaltschranks
vorzunehmen. Beispielsweise sind Feuchtesensoren, Türsensoren bzw.
Zugangssensoren, Temperaturfühler, Vibrationssensoren, Rauchsensoren,
Strommesswandler, Spannungsmesswandler und gegebenenfalls auch zusätzliche
Kundentemperatursensoren anzuschließen und unterschiedliche Klimatisierungskomponenten,
wie Wärmetauscher, Lüfter, Kühlgerät, Heizung und/oder Kundenlüfter zu
betreiben. Zudem kann gefordert sein, eine Versorgungsspannung oder
Betriebswerte zu überwachen und eventuell einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten.
Darüber hinaus müssen die verschiedenen Informationen einem Benutzer
dargestellt werden, und es sind auch Eingabemöglichkeiten zum Einstellen der
gewünschten Vorgabewerte oder Betriebsabläufe vorzusehen.
In der DE 199 11 318 A1 ist gezeigt, wie eine
Schaltschranküberwachungseinrichtung mit mindestens einem Basisgerät an ein Netz ankoppelbar ist und über
dieses Informationen ausgeben und z. B. zum Konfigurieren empfangen kann.
Das Basisgerät ist mit mehreren Funktionskarten-Steckplätzen für verschiedene
Funktionskarten und mindestens einem Netzwerkkarten-Steckplatz ausgerüstet.
Mit diesen Maßnahmen sind weitere Anpassungsmöglichkeiten und eine
vereinfachte Bedienungsmöglichkeit gegeben.
Ähnlich zeigt auch die DE 100 07 271 A1 eine Schaltschranküberwachungs-
und Steuerungsanlage mit mehreren an ein Netz angeschlossenen
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungseinrichtungen, wobei Maßnahmen für
eine einfache Bedienung ergriffen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaltschranküberwachungs- und
Steuerungssystem der eingangs genannten Art bereit zu stellen, das mit
möglichst wenig Aufwand vereinfachte Verwendungsmöglichkeiten bietet.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Hiernach ist
vorgesehen, dass die Sensoranschlusseinrichtung eine Erkennungseinrichtung
zum Unterscheiden der verschiedenen Sensoren und/oder Aktoren aufweist, die
beliebig und austauschbar an die mindestens eine Anschlussstelle in gleicher
Weise anschließbar sind.
Mit diesen Maßnahmen kann ein Benutzer unterschiedliche Sensoren und/oder
Aktoren an den vorhandenen Sensoranschlussstellen, die mit geeigneten
Stecker-/Kupplungseinheiten ausgestattet sind, verwechslungsfrei anschließen
und wahlweise austauschen. Auch können je nach Einsatzbedingungen auf
einfache Weise passende Sensoren gewählt werden, wobei die
Erkennungseinrichtung die jeweils angeschlossenen Sensoren und/oder Aktoren automatisch
erkennt.
Eine eindeutige Erkennung unterschiedlicher Sensoren und/oder Aktoren wird
mit einfachen Maßnahmen dadurch erreicht, dass Sensoren und/oder Aktoren
mit jeweils eingebautem unterschiedlichem festem ohmschem Codierwiderstand
vorgesehen sind, die über ein oder mehrere Anschlusselemente eines Sensor-
/Aktorports mit einem darin angeordneten Bezugswiderstand zum Ezeugen eines
unterschiedlichen Spannungsabfalls zusammenwirken, und dass die
Erkennungseinrichtung eine Erkennungsstufe aufweist, die anhand gespeicherter
Zuordnungswerte zu den Spannungsabfällen die verschiedenen Sensoren und/
oder Aktoren unterscheidet.
Eine einfache Zuführung und Abgabe von Eingangssignalen und/oder
Ausgangssignalen unterschiedlicher Art wird dadurch auf einfache Weise erreicht, dass
die Sensoranschlussstellen für verschiedenartige Eingangssignale von den und
Ausgangssignale zu den Sensoren und/oder Aktoren separate
Anschlusselemente aufweisen und dass die Sensoren und/oder Aktoren entsprechend der von
ihnen gelieferten oder empfangenen Signalart mit komplementären
Anschlusselementen zum Zuführen oder Aufnehmen der Eingangssignale oder
Ausgangssignale versehen sind.
Dabei werden auch bei wenigen Anschlusselementen relativ viele Sensoren
und/oder Aktoren dadurch anschließbar, dass zumindest über einen Teil der
Anschlussselemente pro Anschlusselement auch verschiedenartige Eingangssignale
oder Ausgangssignale zuführbar oder abgebbar sind.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich dadurch, dass mindestens zwei
verschiedene Sensoren zum Erzeugen der verschiedenen Signalarten durch
Widerstandsänderung, Stromänderung, Spannungsänderung, Frequenzänderung,
Änderung des Tastverhältnisses bei einem Pulsweitensignal, einen
Ein-/Ausschaltvorgang, Kapazitätsänderung oder Änderung eines spektralen Transmissions-,
Reflektions- oder Absorptionsverhaltens vorhanden sind.
Zusätzlich oder alternativ zu der genannten Unterscheidung mittels
Codierwiderständen bestehen vorteilhafte Maßnahmen zur Erkennung darin, dass die
Unterscheidung verschiedener Sensoren und/oder Aktoren in Abhängigkeit von einer
Belegung der Anschlusselemente (a bis h) mit den komplementären
Anschlusselementen und/oder aufgrund der Signalart erfolgt.
Verschiedene vorteilhafte Ausstattungsvarianten werden dadurch erreicht, dass
zumindest zwei verschieden arbeitende Sensoren und/oder Aktoren aus der
Kategorie der Temperatursensoren, Feuchtesensoren, Rauchsensoren,
Vibrationssensoren, Schließzustandssensoren, Zugangssensoren, Spannungssensoren
und/oder Klimatisierungskomponenten vorhanden sind.
Eine für einen einfachen, übersichtlichen Aufbau mit der Möglichkeit, z. B. durch
Programmierung, Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen, besteht darin,
dass die Sensoranschlusseinrichtung ein Prozessorsystem zum Aufnehmen der
Eingangssignale und Bereitstellen der Aktorsignale aufweist, dass die
Erkennungseinrichtung eine in dem Prozessorsysem ausgebildete
Zuordnungseinrichtung zum Zuordnen der von den Sensoren und/oder Aktoren kommenden
Eingangssignale zu den Zuordnungswerten und zu einer zugehörigen
Verarbeitungsweise aufweist und dass auf der Grundlage der Zuordnung eine
Datenaufbereitung und Datenausgabe zur Anzeige, Steuerung und/oder Regelung
erfolgt.
Dabei ist es für die Signalzuführung und Signalabgabe günstig vorzusehen, dass
zwischen dem Sensor-/Aktorport und dem Prozessorsystem zur Aufnahme,
Aufbereitung und Weiterleitung der Eingangssignale ein Anschlusscontroller mit
integriertem oder externem A/D-Wandler und/oder ein Controller für eine serielle
Schnittstelle und/oder eine Treibereinheit für die Ausgangssignale angeordnet
ist/sind.
Ist weiterhin vorgesehen, dass zwischen dem Prozessorsystem und dem
Sensor-/Aktorport oder dem Anschlusscontroller und/oder dem Controller für die
serielle Sensorschnittstelle zur gesteuerten Verteilung der Eingangssignale von
den und der Ausgangssignale zu den Anschlusselementen mindestens ein
Multiplexer angeordnet ist, so wird bei vielfältigen Auslegungsmöglichkeiten ein
einfacher Aufbau erreicht, wobei auch wenige Anschlusselemente ausreichen,
die programmgesteuert, z. B. zyklisch, abgefragt bzw. beaufschlagt werden
können.
Mit den Maßnahmen, dass in der Sensoranschlusseinrichtung eine
Netzschnittstelle und/oder eine serielle Außenschnittstelle ausgebildet ist, werden die
Datenabgabe nach außen und die Datenaufnahme von außen von übergeordneten
Überwachungs- und/oder Steuerungseinrichtungen auch von entfernten Stellen
aus auf einfache Weise ermöglicht.
Für eine benutzerfreundliche Verwendung sind weiterhin die Maßnahmen von
Vorteil, dass die Sensoranschlusseinrichtung als selbständige Einheit
ausgebildet ist, dass die Steuereinrichtung mindestens ein Satellitengerät und/oder
übergeordnetes Basisgerät aufweist, dass das mindestens eine Satellitengerät
mit einer Netzkoppeleinheit versehen und mit dieser unmittelbar an ein Netz
oder an das Basisgerät angeschlossen oder anschließbar ist, das seinerseits eine
Netzanschlusseinheit aufweist und mit dieser an das Netz anschließbar ist, und
dass die Sensoranschlusseinrichtung mit dem Satellitengerät und/oder dem
Basisgerät verbindbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Schaltschranküberwachungs-
und Steuerungssystems mit einer Schaltschranküberwachungs-
und Steuerungseinrichtung und daran über eine
Sensorkoppeleinrichtung angeschlossenen Sensoren und Aktoren,
Fig. 2 eine nähere Ausgestaltung einer Sensoranschlusseinheit der
Sensoranschlusseinrichtung nach Fig. 1 und
Fig. 3 eine Einbindung eines Schaltschranküberwachubgs- und
Steuerungssystems in ein übergeordnetes Überwachungssystem.
Fig. 1 zeigt ein Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem 1 mit einer
ein Basisgerät 2 und ein Satellitengerät 3 aufweisenden
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungseinrichtung 20, an die über Ankoppeleinheiten 3.2
des Satellitengeräts 3 eine Sensoranschlusseinrichtung 4 mit mehreren
Sensoranschlusseinheiten 4' angeschlossen ist. An jede Sensoranschlusseinheit 4'
sind mehrere Sensoren 5 und/oder Aktoren 6 über Sensoranschlussstellen 4.1
anschließbar. Das Basisgerät 2 ist über eine Netzanschlusseinheit 2.1 mit einem
lokalen Netz (LAN) oder öffentlichen Netz 10 (vgl. Fig. 3) verbindbar, um auch
von einer entfernten Stelle aus eine Kontrolle des Schaltschranküberwachungs-
und Steuerungssystems 1 und erforderlichenfalls Einflussmöglichkeiten für
berechtigte Personen zu ermöglichen. Beispielsweise können in der
Schaltschranküberwachungs- und Steuerungseinrichtung 20 gespeicherte Daten abgefragt
oder geändert oder ergänzt werden oder Verarbeitungsprogramme eingelesen
oder verändert werden. Auch das Satellitengerät 3 ist über eine
Netzkoppeleinheit 3.1 an ein übergeordnetes Netz 10 oder lokales Netz (LAN) anschließbar,
wobei es sich bei der Netzkoppeleinheit 3.1 vorteilhafterweise um denselben
Anschluss handelt, an den alternativ auch das Basisgerät 2 über den
entsprechend ausgelegten Satellitenanschluss 2.2 angeschlossen werden kann.
Das Satellitengerät 3 kann somit auch selbsttätig eine Überwachung und/oder
Steuerung oder Regelung der Sensoren 5 und/oder Aktoren 6 über die
Sensoranschlusseinrichtung 4 vornehmen.
Wie Fig. 2 zeigt, werden die Sensorsignale und/oder Aktorsignale als
Eingangssignale und/oder Ausgangssignale über Anschlusselemente a bis h einem
Sensor-/Aktorport 4.2 zugeführt bzw. über diesen abgegeben. Von dem Sensor-
/Aktorport 4.2 werden die Eingangssignale einer Stufe mit mehreren
Multiplexern 4.4 zugeführt und gelangen über diese in einen daran angeschlossenen
Anschlusscontroller 4.5, der einen integrierten A/D-Wandler 4.51 für eine
Analog/Digital-Wandlung analoger Eingangssignale und einen Zähler 4.52 zum
Feststellen einer Frequenz digitaler oder analoger Eingangssignale aufweist.
Parallel zu dem Anschlusscontroller 4.5 ist vorliegend für komplexere
Eingangssignale und/oder Ausgangssignale eine serielle Sensorschnittstelle 4.6
insbesondere in Form eines I2 C-Controllers angeordnet. Mittels eines ebenfalls
parallel zu dem Anschlusscontroller 4.5 und der seriellen Sensorschnittstelle 4.6
angeordneten Treibers 4.9 können an digitalen oder analogen Ausgängen der
Sensor-/Aktorports 4.2 auch größere Lasten betrieben werden.
Der Anschlusscontroller 4.5, die serielle Sensorschittstelle 4.6 sowie der Treiber
4.9 sind mit einem Prozessorsystem 4.7 verbunden, das übergeordnete
Steuerungsmaßnahmen für die Ansteuerung der Sensoren 5 und/oder Aktoren 6
sowie die Verarbeitung der empfangenen Eingangssignale und abgegebenen
Ausgangssignale übernimmt. Außerdem stellt das Prozessorsystem 4.7 über eine
Außenverbindung 4.8 in Form einer Netzschnittstelle 4.81 und/oder einer
seriellen Außenschnittstelle 4.82, wie z. B. einer RS 232 Schnittstelle, eine
Datenausgabe und Dateneingabe für eine Anzeige, Überwachung und/oder Steuerung
oder Regelung auch von einer entfernten Stelle aus für eine Bedienperson zur
Verfügung. Diese Außenverbindung kann z. B. die Kommunikation über die
Ankoppeleinheit 3.2 des Satellitengeräts 3 herstellen.
Zum Unterscheiden unterschiedlicher Sensoren 5 und/oder Aktoren 6 sind diese
mit einem abhängig vom Sensortyp unterschiedlichen Codierwiderstand RC
ausgestattet, dem ein Bezugswiderstand Rref an dem entsprechenden
Anschlusselement (z. B. e) zugeordnet ist. Der Codierwiderstand RC und der feste
Bezugswiderstand Rref bilden einen Spannungsteiler, an dem in Abhängigkeit von
der Größe des Codierwiderstand RC unterschiedliche Spannungen abfallen, die
über den entsprechenden Mulitplexer 4.4 und A/D-Wandler 4.51 in dem
Anschlusscontroller 4.5 vorverarbeitet und zur Erkennung des Sensors 5 und/oder
Aktors 6 an eine Erkennungseinheit in dem Prozessorsystem 4.7 weitergeleitet
werden. Die Erkennungseinheit weist eine Zuordnungseinrichtung 4.71 auf, in
der mittels einer Zuordnungstabelle der erfasste Spannungswert einem Code
des angeschlossenen Sensors 5 und/oder Aktors 6 zugeordnet wird. Hierdurch
können die verschiedenen Sensoren 5 und/oder Aktoren 6 unterschieden
werden. In Abhängigkeit von dem Sensor 5 und/oder Aktor 6 können dann die von
diesem erhaltenen Eingangsdaten mit entsprechenden darauf zugeschnittenen
Programmen verarbeitet oder die abzugebenden Ausgangssignale für einen
betreffenden Aktor 6 bereitgestellt und abgegeben werden.
Alternativ zu Ohmschen Widerständen ist zum Unterscheiden der Sensoren und
/oder Aktoren die Verwendung von Zenerdioden in den Anschlüssen der
Sensoren/Aktoren möglich. Durch die Verwendung von unterschiedlichen Zenerdioden
mit unterschiedlichen Zenerspannungen kann erkannt werden, um welchen
Sensor-/Aktortyp es sich handelt.
Durch Verwendung von zwei Zener-Dioden, die an zwei Eingängen von 4.2
angeschlossen werden, kann bei 10 unterschiedlichen Zener-Spannungsarten 100
unterschiedliche Sensoren/Aktoren erkannt werden.
Ein weiteres Anschlusselement, z. B. das Anschlusselement g, wird für ein
Strom-Eingangssignal eines Messstroms IX verwendet, das über ein
komplementäres Anschlusselement von einem Sensor 5 aus zugeführt wird, der auf
eine Messgrößenänderung mit einer charakteristischen Stromänderung reagiert.
Zum Abgreifen des Strom-Eingangssignals ist in dem Sensor/Aktorport 4.2 an
dem entsprechenden Anschlusselement g ein weiterer Bezugswiderstand Rref,
angeschlossen und an Masse gelegt. Das Stromsignal wird dann ebenfalls
weiter über einen zugeordneten Multiplexer 4.4 an den Anschlusscontroller 4.5
weitergeleitet und dem Prozessorsystem 4.7 zur Verarbeitung zugeführt.
Über ein weiteres Anschlusselement, z. B. das Anschlusselement d, können
mehrere verschiedene Eingangssignale, nämlich ein Widerstands-, Spannungs-
oder Frequenz-Eingangssignal über ein entsprechendes komplementäres
Anschlusselement des Sensors 5 zugeführt werden, wobei ein gegen Masse
geschalteter äußerer Referenzwiderstand Rr bei einem Widerstands-Eingangssignal
oder einem digitalen Eingangssignal verwendet wird, der in dem entsprechenden
Sensor 5 angeordnet sein kann. Um das Spannungs-Eingangssignal bereit zu
stellen, wird z. B. ein Sensor verwendet, der die Messgröße aufgrund des
Seebeckeffekts in eine Gleichspannung bei Temperaturänderung umwandelt, so
dass es sich dabei um einen Temperatursensor handelt. Zum Erzeugen eines
Widerstands-Eingangssignals kann bei einem Temperatursensor z. B. ein
Widerstand mit positivem oder negativem Temperaturkoeffizienten, beispielsweise ein
Halbleiterwiderstand verwendet werden. Weitere Sensortypen können darauf
beruhen, dass eine Messgrößenänderung durch eine Änderung der Kapazität,
der Frequenz oder des Tastverhältnisses eines PWM-Signals erfasst wird. Ein
digitales Eingangssignal kann z. B. durch einen Ein-/Ausschaltvorgang erhalten
werden, etwa mit einem Reed-Relais als Türkontaktschalter.
So kann ein Temperatursensor beispielsweise auch als Quarzthermometer
ausgebildet sein, bei dem die Resonanzfrequenz eines Schwingquarzes bei
Temperaturänderung verändert wird und ein digitales Signal im Sensor gebildet und als
Eingangssignal dem Sensor-/Aktorport 4.2 zugeführt wird. Für den Aufbau
verschiedener Feuchtesensoren können folgende Effekte genutzt werden:
Änderung der Leitfähigkeit durch Feuchtigkeit, Änderung der Elektrizitätskonstane
durch Feuchtigkeit oder Absorption langweiliger Infrarotstrahlung je nach
Wassermenge (Infrarothygrometer).
Komplexere Eingangssignale können über weitere Anschlusselemente, z. B. die
Anschlusselemente b und c einer I2-C-Schnittstelle zugeführt und von dort aus
über zugeordnete Multiplexer 4.5 an den I2-C-Controller 4.6 und das
Prozessorsystem 4.7 weitergeleitet werden. Auf diese Weise können Messwerte des
Sensors mit Hilfe eines Bus-Protokolls ausgelesen werden und auch Daten einer
Zugangskontrolleinheit, beispielsweise einer Kartenleseeinheit, einer
Transpondereinheit oder dgl. weitergeleitet werden. Anstelle eines I2-C-Buses
kommen beispielsweise auch ein CAN-Bus, ein LON-Bus oder ein Profi-Bus in
Betracht.
Über weitere Anschlusselemente, z. B. die Anschlusselemente a und h, werden
ein Masseanschluss und ein Versorgungsspannungsanschluss für die Sensoren
5 und/oder Aktoren 6 zur Verfügung gestellt. Damit kann dann z. B. der
Spannungsabfall für den Codierwiderstand RC oder eine Widerstandsmessung erzeugt
werden. Zum Betreiben einer Last über den Treiber 4.9 kann z. B. das
Anschlusselement b verwendet werden.
Für die Erkennung der verschiedenen Sensoren 5 und/oder Aktoren 6 kann
alternativ zu der Erkennung über den Codierwiderstand RC oder zusätzlich die
Zuführung der Eingangssignale über verschiedene Anschlusselemente a bis h und/
oder die in einer entsprechenden Detektionseinheit des Prozessorsystems 4.7
erfasste Signalart ausgenutzt werden.
Die Sensoren 5 und/oder die Aktoren 6 können aufgrund der beschriebenen
Maßnahmen stets in gleicher Weise an dem Sensor-/Aktorport 4.2
angeschlossen werden. Jede Sensoranschlusseinheit 4' der
Sensoranschlusseinrichtung 4 kann mit mehreren Verbindungseinheiten nach Fig. 2 versehen sein,
und zur Vervielfachung der Anschlussmöglichkeiten können an ein
Satellitengerät 3 mehrere Sensoranschlusseinheiten 4' angeschlossen werden, die
jeweils in einem eigenen Gehäuse untergebracht sein können.
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| Anspruch[de] |
- 1. Schaltschranküberwachungs- und Steuerungssystem zum Überwachen
und/oder Steuern und/oder Regeln von schaltschrankspezifischen
Funktionen mit einer Steuerungseinrichtung (2, 3) und mehreren
unterschiedlichen daran über eine Sensoranschlusseinrichtung (4) mit mindestens
einer Sensoranschlussstelle (4.1) ankoppelbaren oder angekoppelten
Sensoren (5) und/oder Aktoren (6),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoranschlusseinrichtung (4) eine Erkennungseinrichtung zum
Unterscheiden der verschiedenen Sensoren (5) und/oder Aktoren (6)
aufweist, die beliebig und austauschbar an die mindestens eine
Anschlussstelle (4.1) in gleicher Weise anschließbar sind.
- 2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Sensoren (5) und/oder Aktoren (6) mit jeweils eingebauten
unterschiedlichem festem ohmschem Codierwiderstand (RC) vorgesehen sind,
die über ein oder mehrere Anschlusselemente eines Sensor-/Aktorports
(4.2) mit einem darin angeordneten Bezugswiderstand (Rref) zum Ezeugen
eines unterschiedlichen Spannungsabfalls zusammenwirken, und
dass die Erkennungseinrichtung eine Erkennungsstufe aufweist, die
anhand gespeicherter Zuordnungswerte zu den Spannungsabfällen die
verschiedenen Sensoren und/oder Aktoren (6) unterscheidet.
- 3. System nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoranschlussstellen (4.1) für verschiedenartige
Eingangssignale von den und Ausgangssignale zu den Sensoren (5) und/oder
Aktoren (6) separate Anschlusselemente (a bis h) aufweisen und
dass die Sensoren (5) und/oder Aktoren (6) entsprechend der von ihnen
gelieferten oder empfangenen Signalart mit komplementären
Anschlusselementen zum Zuführen oder Aufnehmen der Eingangssignale oder
Ausgangssignale versehen sind.
- 4. System nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest über einen Teil der Anschlussselemente (a bis h) pro
Anschlusselement (z. B. d) auch verschiedenartige Eingangssignale oder
Ausgangssignale zuführbar oder abgebbar sind.
- 5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens zwei verschiedene Sensoren (5) zum Erzeugen der
verschiedenen Signalarten durch Widerstandsänderung, Stromänderung,
Spannungsänderung, Frequenzänderung, Änderung des Tastverhältnisses
bei einem Pulsweitensignal, einen Ein-/Ausschaltvorgang,
Kapazitätsänderung oder Änderung eines spektralen Transmissions-, Reflektions-
oder Absorptionsverhaltens vorhanden sind.
- 6. System nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unterscheidung verschiedener Sensoren (5) und/oder Aktoren
(6) in Abhängigkeit von einer Belegung der Anschlusselemente (a bis h)
mit den komplementären Anschlusselementen und/oder aufgrund der
Signalart erfolgt.
- 7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest zwei verschieden arbeitende Sensoren (5) und/oder
Aktoren (6) aus der Kategorie der Temperatursensoren, Feuchtesensoren,
Rauchsensoren, Vibrationssensoren, Schließzustandssensoren,
Zugangssensoren, Spannungssensoren und/oder Klimatisierungskomponenten
vorhanden sind.
- 8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoranschlusseinrichtung (4) ein Prozessorsystem (4.7) zum
Aufnehmen der Eingangssignale und Bereitstellen der Aktorsignale
aufweist,
dass die Erkennungseinrichtung eine in dem Prozessorsysem (4.7)
ausgebildete Zuordnungseinrichtung (4.71) zum Zuordnen der von den
Sensoren (5) und/oder Aktoren (6) kommenden Eingangssignale zu den
Zuordnungswerten und zu einer zugehörigen Verarbeitungsweise aufweist und
dass auf der Grundlage der Zuordnung eine Datenaufbereitung und
Datenausgabe zur Anzeige, Steuerung und/oder Regelung erfolgt.
- 9. System nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Sensor-/Aktorport (4.2) und dem Prozessorsystem
(4.7) zur Aufnahme, Aufbereitung und Weiterleitung der Eingangssignale
ein Anschlusscontroller (4.5) mit integriertem oder externem A/D-Wandler
(4.51) und/oder ein Controller für eine serielle Schnittstelle (4.6) und/oder
eine Treibereinheit (4.9) für die Ausgangssignale angeordnet ist/sind.
- 10. System nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Prozessorsystem (4.7) und dem Sensor-/Aktorport
(4.2) oder dem Anschlusscontroller (4.5) und/oder dem Controller für die
serielle Sensorschnittstelle (4.6) zur gesteuerten Verteilung der
Eingangssignale von den bzw. der Ausgangssignale zu den Anschlusselementen (a
bis h) mindestens ein Mulitplexer (4.4) angeordnet ist.
- 11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Sensoranschlusseinrichtung (4) eine Netzschnittstelle (4.81)
und/oder eine serielle Außenschnittstelle (4.82) ausgebildet ist.
- 12. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sensoranschlusseinrichtung (4) eine oder mehrere als
selbstständige Einheit ausgebildete Sensoranschlusseinheiten (4')
aufweist,
dass die Steuereinrichtung mindestens ein Satellitengerät (3) und/oder ein
übergeordnetes Basisgerät (2) aufweist,
dass das mindestens eine Satellitengerät (3) mit einer Netzkoppeleinheit
(3.1) versehen und mit dieser unmittelbar an ein Netz (10) oder an das
Basisgerät (2) angeschlossen oder anschließbar ist, das seinerseits eine
Netzanschlusseinheit (2.1) aufweist und mit dieser an das Netz (10)
anschließbar ist, und
dass die Sensoranschlusseinrichtung (4) mit dem Satellitengerät (3)
und/oder dem Basisgerät (2) verbindbar ist.
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