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Dokumentenidentifikation DE69904769T2 02.10.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0945233
Titel Verfahren sowie Vorrichtung zum Bearbeiten von Blattförmigen Materialen
Anmelder G.D. S.p.A., Bologna, IT
Erfinder Spatafora, Mario, 40100 Bologna, IT
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 81476 München
DE-Aktenzeichen 69904769
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.03.1999
EP-Aktenzeichen 991043837
EP-Offenlegungsdatum 29.09.1999
EP date of grant 08.01.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.10.2003
IPC-Hauptklasse B26D 7/26
IPC-Nebenklasse B30B 3/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien und eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien gemäß der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 8.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren zum Bearbeiten von Papierbahnen oder ähnlichen Materialien.

Die folgende Beschreibung bezieht sich nur exemplarisch auf das Schneiden und Prägen von Papierbahnen auf automatischen Packmaschinen.

Automatische Packmaschinen weisen bekanntermaßen Schneide- oder Prägeeinheiten mit zwei gegenseitig zusammenwirkenden Walzen auf, die auf entsprechend ausgelegten Halterungen angebracht sind, um entsprechende im wesentlichen parallele Achsen rotieren und einen Arbeitsbereich definieren, wobei das blattförmige Material zur Bearbeitung durch ein Paar gegenseitig zusammenwirkende Werkzeuge zugeführt wird, von denen jede auf einer entsprechenden Walze angebracht ist.

Eine optimale Werkzeugleistung mit qualitativ hochwertiger Materialbearbeitung und minimaler Werkzeugabnutzung hängt vom Zusammenwirken der Werkzeuge ab, d. h. ob die Werkzeuge nach bestimmten Interaktionsregeln zusammenarbeiten, abhängig vom räumlichen Zusammenhang der zwei Walzen. Zwei Schneidewalzen, die mit einer entsprechenden Anzahl von Schneiden bestückt sind arbeiten beispielsweise dann am besten zusammen, wenn die Schneiden paarweise aneinander vorbeigleiten ohne sich zu behindern.

Ein Fehler oder eine Verlagerung in der räumlichen Anordnung der zwei Walzenachsen verursacht eine beeinträchtigte Zusammenarbeit der Werkzeuge und demzufolge eine qualitativ schlechte Materialbearbeitung; und die Werkzeugabnutzung, d. h. der Schneiden, wird speziell bei Beeinflussung zwischen den Schneiden in jedem Paar stark erhöht.

Im Falle von zwei Walzen, die mit einer entsprechenden Anzahl von Werkzeugen ausgestattet sind, bezieht sich die räumliche Anordnung der Walzenachsen, kaum auch auf andere Werkzeugpaare, beispielsweise wegen unterschiedlicher Montagetoleranzen, was entsprechend zu einer mühsamen und demzufolge teuren Justierung der Verarbeitungseinheit und unweigerlich zu einem Kompromiss zwischen den räumlichen Anordnungen der Walzenachsen, die optimale Arbeitsbedingungen aller Werkzeugpaare bereitstellen, fuhrt. Darüber hinaus werden die optimalen Arbeitsbedingungen ziemlich schnell durch häufige Standzeiten und erhöhte Werkzeugabnutzung beeinträchtigt, so dass die Verarbeitungseinheit häufig justiert werden muss und dadurch erhöhte Wartungskosten verursacht.

EP-A1-707928 und EP-A1-841133 (Intermediate Document entsprechend Art. 54(3) EPC) offenbaren einen Rotationsquerschneider mit einer Schneidewalze und einer mit ihr zusammenwirkenden glatten Walzen, einen Abstandseinstellungsmechanismus, der an beiden Walzenenden, angebracht ist, um den Anpressdruck zwischen der Schneidewalze und der glatten Walze im Betrieb anzupassen. Der Abstandseinstellungsmechanismus enthält einen Umschaltmechanismus, der mit einem Gewindestab, angetrieben von einem Getriebe verbunden mit einem Motor, gekoppelt ist.

Der obengenannte Abstandseinstellungsmechanismus hat mehrere Nachteile, die daher resultieren, dass so ein Mechanismus die Bewegung der zwei Walzen mechanisch erzeugt und dementsprechend verhältnismäßig langsam und ungenau ist. Darüber hinaus ist der obige Abstandseinstellungsmechanismus ziemlich teuer, aufgrund der Erzeugung einer hochpräzisen Bewegung kombiniert mit einer relativ hohen Kraft.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien geschaffen, wie es im Anspruch 1 definiert ist.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien geschaffen, wie es im Anspruch 8 definiert ist.

Ein nicht einschränkendes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird beispielshalber anhand der begleitenden Zeichnungen beschrieben, bei denen:

Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Vorrichtung gemäß der Erfindung zeigt in der einige Teile für ein besseres Verständnis entfernt wurden;

Fig. 2 eine weitere schematische Vorderansicht der Vorrichtung aus Fig. 1 zeigt. Bezugszeichen 1 in Fig. 1 zeigt als Ganzes eine Schneideeinheit für blattförmige Materialien 2, typischerweise Papierbahnen oder ähnliche Materialien, die zwischen zwei bekannten gegenseitig zusammenwirkenden Walzen 3 geschnitten werden, die sich im Wesentlichen um horizontale, parallele Achsen 4, senkrecht zur Ebene der Fig. 1 drehen.

Jede Walze 3 enthält eine Welle 5, die in einem Rahmen 6 gelagert ist, die sich um die Achse 4 dreht und sich in einer Justierungsrichtung 7 senkrecht zu den Achsen 4 bewegt; und eine Schneideeinheit 1 enthält einen (nicht dargestellten) bekannten Antrieb, der mit jeder Welle 5 verbunden ist, um die Walzen 3 im wesentlichen mit derselben Winkelgeschwindigkeit, und in entgegengesetzte Richtungen um die entsprechenden Achsen 4 zu drehen.

In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Justierrichtung 7, d. h. die Richtung in der die gegenseitige Position der Achsen 4 der Walzen 3 justiert wird, nicht senkrecht zu den Achsen 4 der Walzen 3.

Jede Walze 3 enthält eine Anzahl von Schneiden 8, die im gleichen Abstand auf der Außenfläche befestigt sind, die während der Rotation der Walzen 3 mit der jeweils entsprechenden Schneide 8 der gegenüberliegenden Walze zusammenwirkt. Das heißt, dass jede Schneide 8 auf einer Walze 3 ein Paar von gegenseitig mit einer entsprechenden Schneide 8 auf der ändern Walze zusammenarbeitenden Schneiden 8 bildet.

Die Schnittqualität des Materials 2 mit einer minimalen Abnutzung der Schneiden 8 hängt normalerweise von den zwei entsprechenden Schneiden 8 ab, die nach einem bestimmten Interaktionsgesetz zusammenwirken, die ihrerseits von der jeweiligen räumlichen Anordnung der zwei Walzen 3 abhängt.

Speziell belauft sich an einer gegebenen Schnittstation für ein zusammenwirkendes Schneidenpaar 8 das Interaktionsgesetz auf die Kraft zwischen den beiden Schneiden 8 - ab jetzt "Interaktionskran" genannt - die in einem gegebenen Bereich variieren darf. Der Wert für die Interaktionskraft hängt im wesentlichen vom Grad der Interaktion ab, mit der die beiden Schneiden 8 aufeinander einwirken, und deshalb von der Entfernung zum Schnittzeitpunkt zwischen den Walzenachsen.

Im Allgemeinen, wenn der Wert der Interaktionskraft unter dem ersten Grenzwert entsprechend der unteren Grenze des Bereichs hegt, sind die Schneiden zu weit voneinander entfernt und das Material 2 wird fehlerhaft geschnitten. Im Gegenteil, wenn die Interaktionskraft über dem zweiten Grenzwert entsprechend der oberen Grenze des Bereichs liegt, sind die Schneiden zu nahe aneinander und trotz des wirksamen Schnittes des Materials 2 werden die Schneiden stark abgenutzt.

Wie in Fig. 2 klarer dargestellt, ist jede Welle 5 über Kugellager 9 (nur eins dargestellt) im Rahmen 6 montiert, die auf beiden Seiten der jeweiligen Walzen 3 fixiert sind, und in jeweiligen Unterstützungskörpern 10 (nur einer dargestellt), die entlang zylindrischer Führungen 11 gleiten, die sich parallel zur Justierungsrichtung 7 erstrecken und gegenüberliegend im Rahmen 6 befestigt sind, untergebracht sind.

Im dargestellten Beispiel enthält die Schneideeinheit 1 vier Unterstützungskörper 10 (nur zwei dargestellt), aufgeteilt auf zwei Paare (nur eines dargestellt), wobei jedes davon dieselben Enden der beiden Wellen trägt. Die Unterstützungskörper 10 werden in jedem der zwei Paare durch elastische Vorrichtungen mit Federn 12, die koaxial zu einer jeweiligen Führung 11 sind, und sich zwischen dem Rahmen 6 und den Unterstützungskörpem 10 befinden, gegeneinander gedrückt; die Unterstützungskörper 10 werden in jedem Paar auf einer vorgegebenen Entfernung auseinandergehalten, dadurch, dass ein zylindrisches Betätigungselement 13 zwischen den Unterstützungskörpem 10 dazwischengestellt ist, auf der Gegenseite der Federn 12 und mit einer Längsachse 14 parallel zur Justierrichtung 7 und senkrecht zu den Achsen 4 der Walzen 3.

In einem weiteren nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist einer der Unterstützungskörper 10 in jedem Paar in einem Stück mit dem Rahmen 6 ausgebildet, und nur der andere Unterstützungskörper 10 gleitet entlang der Führung 11.

Jedes Betätigungselement 13 liegt in einer Spule 15 aus einem leitfähigen Material, welche bei Stromfluss im Betätigungselement 13 ein Magnetfeld erzeugt, im wesentlichen parallel zur Längsachse 14 des Betätigungselements 13.

Die Betätigungselemente 13 werden aus magnetostriktivem Material hergestellt, d. h. aus Material, das sich unter dem Einfluss eines Magnetfeldes deformiert. Speziell ist jedes Betätigungselement 13 aus magnetostriktivem Material hergestellt, dass seine Dimension unter Einfluss eines parallel zur Längsachse 14 orientierten Magnetfeldes verändert, d. h. es zieht sich entlang der Längsachse zusammen, wenn die Intensität der Magnetfeldkomponente parallel zur Längsachse 14 zunimmt. In einem gegebenen Bereich der Intensität des Magnetfelds (im Normalfall zwischen 0 und 1,5 Tesla) ist die Deformation im wesentlichen linear.

Das magnetostriktive Material eines bevorzugten Ausführungsbeispieles ist TERFENOL (registred trademark), das eine Legierung aus seltenen Metallen und ferromagnetischen Materialien umfasst.

Ein 10 cm langer TERFENOL-Zylinder zieht sich um ungefähr 0,1 mm bis 0,4 mm zusammen unter dem Einfluss eines Magnetfeldes von 1 Tesla Intensität; die Deformation kann mit einer Genauigkeit von einigen Mikrometern eingestellt werden, und tritt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1700 m/s und mit einer Beschleunigung von bis zu 4500 m/s² auf. Um die Reluktanz des magnetischen Kreislaufs jeder Spule 15 zu verringern, werden die Unterstützungskörper 10 und die Führungen 11 aus normalem ferromagnetischen Material hergestellt, so dass ein relativ kleiner Strom und dementsprechend eine ziemlich niedrige elektrische Leistung ausreichend ist, um ein Magnetfeld mit relativ hoher Intensität (bis zu 2 Tesla) in jedem Betätigungselement 13 zu erzeugen.

Die Schneideeinheit 1 enthält:

Eine zentrale Steuereinheit 16, welche die Spulen 15 mit demselben elektrischen Strom variabler Intensität speist;

zwei Encoder 17, die an die zentrale Steuereinheit 16 angeschlossen sind und die die Winkelstellung der entsprechenden Wellen 5 bestimmen;

zwei lineare Encoder 18, die an die zentrale Steuerungseinheit 16 angeschlossen sind und zur Bestimmung der Position der entsprechenden Unterstützungskörper 10 und der entsprechenden Wellen 5 in Justierrichtung 7;

und mindestens ein Kraftmesselement 19, das an die zentrale Steuerungseinheit 16 angeschlossen ist und für die Bestimmung der Kraft ausgelegt ist, die von den entsprechenden Unterstützungskörpem 10 auf das entsprechende Betätigungselement 13 in Justierrichtung 7 ausgeübt wird.

Die zentrale Steuereinheit 16 enthält eine bekannte Verarbeitungseinheit (nicht gezeigt), die wiederum, eine mit einer Speichereinheit (nicht gezeigt) enthält und durch entsprechende bekannte I/O-Vorrichtungen (nicht gezeigt), an deren Eingang die Encoder 17, Encoder 18 und das Kranmesselement 19 sowie an deren Ausgang die entsprechende Spule 15 angeschlossen sind.

Der Speicher der zentralen Steuereinheit 16 speichert die räumliche Anordnung der Walzen 3 um jedes entsprechende Schneidenpaar nach der erforderlichen Interaktionsregel zu betreiben; die räumliche Anordnung ist im Speicher der zentralen Steuereinheit 16 in einer Tabelle eingetragen, die jeder Winkelposition der Walzen 3 eine bestimmte Distanz, gemessen in der Justierrichtung 7, zwischen den entsprechenden Punkten entlang der Achse 4 der Walzen 3 zuweist.

Im tatsächlichen Einsatz liest die zentrale Steuereinheit 16 sequenziell die Winkelposition der Walzen 3 in Bezug auf die entsprechenden Achsen 4 und als Funktion der Winkelposition passt sie die Entfernung zwischen den Achsen 4 der Walzen 3 entsprechend den Werten an, die in dem Speicher abgelegt sind, um es den Schneiden 8 in jedem Paar entsprechender Schneiden 8 zu ermöglichen, an der Schneidestation nach der erforderlichen Interaktionsregel zusammenzuwirken.

Die zentrale Steuereinheit 16 justiert die Entfernung zwischen den Achsen 4 der Walzen 3 durch die Anpassung der Intensitätswerte des Magnetfelds in jedem Betätigungselement 13. Eine Erhöhung der Stromstärke z. B. in der Spule 15 verstärkt auch Intensitätswerte des Magnetfelds in den Betätigungselementen 13, so dass durch die magnetorestriktiven Eigenschaften jedes Betätigungselement 13 sich in der Justierrichtung 7 zusammenzieht und durch die Einwirkung der Federn 12, die Wellen 5, und damit die Walzen 3, näher zusammengedrückt werden, so dass die Distanz zwischen den Achsen 4 verkleinert wird.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel werden die Spulen 15 der zwei Betätigungselemente 13 unabhängig voneinander angesteuert, so dass die Entfernung zwischen den gegenseitigen Neigungen der Walzen 3 in der Ebene, die durch die Achsen 4 bestimmt wird, einzustellen. Die Interaktionskraft zwischen zwei gegenseitig zusammenarbeitenden Schneiden 8 wird zu den Unerstützungskörpern 10 der Walzen 3 weitergeleitet, wodurch die Walzen 3 leicht auseinander gedrückt werden, in entgegengesetzter Wirkungsweise der Federn 12, so dass die Kraft, die die Federn 12 auf die Betätigungselemente 13 ausüben, kleiner wird. Demzufolge entspricht der maximalen Interaktionskraft zwischen den Schneiden 8 während des Schneidevorgangs der maximalen Absenkung des Druckes, den die Federn 12 während des Schneidens auf das Betätigungselement ausüben.

Im eigentlichen Einsatz stellt die Schneideeinheit 1 einen kontinuierlichen, selbstregelnden Ablauf sicher, durch den automatisch die Abstandswerte zwischen den Achsen 4 der Walzen 3 angepasst werden, die im Speicher der zentralen Steuereinheit 16 gespeichert sind. Gemäß diesen Vorgangs liest die zentrale Steuereinheit sequenziell und mittels des Kraftmesselements 19 die durch die Federn 12 auf das Betätigungselement 13 während eines Schneidevorgangs ausübt wird, und wenn der Wert der Variation - der wie festgelegt dem Wert der Interaktionskraft zwischen den zwei Schneiden entspricht - tendenziell nicht im vorgegebenen Wertebereich liegt, justiert die zentrale Steuereinheit 16 den Distanzwert zwischen den Achsen 4 der Walzen 3, um den Schwankungswert innerhalb des vorgegebenen Bereichs zu halten. Die Anpassung kann teilweise oder ganz im Verlauf der nächsten Umdrehung der Walzen durchgeführt werden.

Die Schneideeinheit 1 bietet auch einen anfänglichen automatischen Lernschritt, durch den die Distanzwerte automatisch gelernt werden, die im Speicher der zentralen Steuereinheit 16 zwischen den Achsen 4 der Walzen 3 gespeichert werden. Gemäß diesen Ablaufs speichert die zentrale Steuereinheit 16 die Sollwerte für die Distanz zwischen den Achsen 4 für jede Winkelposition der Walzen 3; diese Werte werden anschließend korrigiert - in genau derselben Art und Weise wie für den selbstregelnden Ablauf - in einer Anfangsbetriebsstufe der Walzen 3, die normalerweise bei verringerter Geschwindigkeit ausgeführt wird und zumindest anfangs, ohne das Material 2 zwischen den Walzen 3 zugeführt wird.

In einem weiteren, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel, führt die Vorrichtung 1 mit den zwei Walzen 3 andere Abläufe aus (als Schneiden), die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Walzen 3 mit entsprechenden Werkzeugen ausgestattet sind und nach gegebenen Interaktionsregeln gegenseitig zusammenarbeiten, abhängig von der räumlichen Anordnung zwischen den zwei Walzen 3.

Die Vorrichtung 1 kann speziell einen Prägevorgang ausführen, in welchem Fall die Justierrichtung 7, d. h. die Richtung in welcher die gegenseitige Position der Achsen 4 der Walzen 3 eingestellt wird, vorzugsweise quergerichtet zu den Achsen 4 ist.

In einem weiteren, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann die gegenseitige Position der Achsen 4 der zwei Walzen 3 in mehr als einer Justierrichtung 7 justiert werden, normalerweise senkrecht aufeinander. Je nach Anwendungen können zwei oder drei Justierrichtungen 7 gegeben sein, abhängig von der Literaktionsregel zwischen den Werkzeugen der zwei Walzen 3.

In einem weitem, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel können die Spulen 15 durch ähnliche Baugruppen ausgetauscht werden, die ein variables elektrisches Feld im Betätigungselement 13 erzeugen.

Im Vergleich zu anderen Vorrichtungen des selben Typs, bietet die vorliegende Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Material beträchtliche Vorteile, dadurch, dass die Paare gegenüberliegender Werkzeuge auf den zwei Walzen 3 in die Lage versetzt werden, ständig in optimalen Bedingungen zusammenarbeiten, d. h. entsprechend der erforderlichen Interaktionsregel.

Darüber hinaus werden die Wartungskosten beträchtlich reduziert, dadurch, dass im wesentlichen komplexe Anfangsjustierungen und periodische Justierungen entfallen.

Schließlich wird eine hochqualitative Bearbeitung durch den Einsatz von magnetorestriktivem Material ermöglicht, die eine präzise Justierung - im Mikrometerbereich - und einen rapiden Eingriff - im Bereich von 0,1 Tausendstel Sekunden - ermöglicht.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien, worin die blattförmigen Materialien (2) zwischen zwei Walzen (3) bearbeitet werden, die um jeweilige im wesentlich parallele Achsen (4) gedreht werden und nach einer bestimmten Interaktionsregel zusammenarbeiten, abhängig von einer räumlichen Beziehung der zwei Walzen (3); wobei die räumliche Beziehung gemäß der gegebenen Interaktionsregel durch Einstellung einer räumlichen Position einer jeden Achse (4) bezüglich der anderen Achse (4) eingestellt wird; dadurch gekennzeichnet, dass die räumliche Position jeder Achse (4) bezüglich der anderen Achse (4) sequentiell durch Verändern eines elektromagnetischen Felds eingestellt wird, das auf ein Betätigungselement (13) einwirkt, das aus magnetostriktivem Material gebildet und mit den zwei Walzen verbunden ist, wobei das Betätigungselement (13) die räumliche Position durch Verformung einstellt.

2. Verfahren nach Anspruch 1, mit einem anfänglichen automatischen Lemschritt, um die Variationsregel der räumlichen Beziehung in Übereinstimmung mit der Interaktionsregel zu bestimmen; wobei der anfängliche automatische Lemschritt das Erfassen und Korrigieren von mindestens einem physikalischen Parameter im Zusammenhang mit mindestens einer der beiden Walzen (3) umfasst.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der physikalische Parameter die Interaktionskraft zwischen den zwei Walzen (3) ist.

4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der physikalischen Parameter eine Distanz zwischen entsprechenden Punkten der Achsen (4) der zwei Walzen (3) ist.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitung ein Schneidevorgang ist; wobei die räumliche Position einer jeden Achse (4) mit Bezug auf die andere Achse (4) in einer Justierrichtung (7) senkrecht zu den Achsen (4) der beiden Walzen (3) eingestellt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Justieren durch das Variieren der magnetischen Komponente des elektromagnetischen Felds erfolgt.

7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Justieren durch die elektrische Komponente des elektromagnetischen Felds erfolgt.

8. Vorrichtung zum Bearbeiten von blattförmigen Materialien, worin die Vorrichtung zwei gegenseitig zusammenwirkende Walzen (3) enthält, die gegenseitig zusammenwirken entsprechend einer gegebenen Interaktionsregel, die von der räumlichen Beziehung der zwei Walzen (3) abhängt; Antriebseinheiten für die Rotation der zwei Walzen (3) um jeweilige im wesentlichen parallele Achsen (4); und eine Justiereinrichtungen (16) für das Justieren der räumlichen Beziehung gemäß der gegebenen Interaktionsregel durch das Justieren der räumlichen Position einer jeden Achse (4) im Bezug zu den anderen Achsen (4); dadurch gekennzeichnet, dass die Justiereinrichtung (16) mindestens ein Betätigungselement (13) umfasst, welches aus magnetostriktivem Material gefertigt und mit mindestens einer Walze (3) verbunden ist, und Einrichtungen (15) für das Erzeugen von einem variablen elektromagnetischen Feld umfasst, das auf das Betätigungselement (13) einwirkt, um es zu verformen und dadurch die räumliche Beziehung zu justieren.

9. Vorrichtung wie in Anspruch 8 beansprucht, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (13) zwischen zwei Walzen angebracht ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Justiereinrichtung (16) ebenfalls mindestens einen Sensor (18, 19) für das lesen des Wertes von mindestens einem physikalischen Parameter umfasst, zugehörig zu mindestens einer der zwei Walzen (3).

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (18, 19) ein Kranmesselement (19) ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (18, 19) ein linearer Abstandsdetektor (19) ist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, die im weiteren mindestens zwei Halterungen (10) für die Walzen (13) umfasst; dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Halterungen (10) so angebracht sind, dass sie sich im Verhältnis zueinander in einer Justierrichtung (7), unter dem einwirken der Justiereinrichtung (16), bewegen.

14. Vorrichtung nach 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner elastische Einrichtungen (12) für das zusammendrücken der zwei Walzen (3) in der Justierrichtung (7) umfasst.

15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Walzen (3) zwei Schneidewalzen (3) sind, und die Justierrichtung (7) senkrecht zu den Achsen (4) der zwei Schneidewalzen (3) ist.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das variable elektromagnetische Feld im Wesentlichen ein Magnetfeld ist.

17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das variable elektromagnetische Feld im Wesentlichen ein elektrisches Feld ist.







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