Die Erfindung betrifft eine Kühlanordnung mit einem elektrische Einbauten
aufnehmenden Gehäuse und mit einer Klimatisierungseinrichtung, die über eine
kühlmittelführende Vorlaufleitung und eine Rücklaufleistung mit einer
Wärmequelle der elektrischen Einbauten in Verbindung steht.
Bei derartigen Kühlanordnungen werden elektrische Einbauten, beispielsweise
CPU's von Computon gezielt gekühlt. Hierzu ist auf die entsprechende
Wärmequelle ein flüssigkeitsdurchspülter Kühlkörper aufgesetzt. Dieser ist über einen
Vorlauf und einen Rücklauf an eine Klimatisierungseinrichtung angeschlossen.
Bei diesen bekannten Systemen handelt es sich meist um Individuallösungen,
die für den kommerziellen Einsatz nur bedingt geeignet sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Kühlanordnung der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, die die Klimatisierung von komplexen Systemen mit einer Vielzahl
von elektrischen Einbauten auf einfache Weise ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass von der Vorlaufleitung mehrere
Gerätezulauf- und von der Rücklaufleitung Geräterücklaufleitungen abgehen, und
dass einem elektrischeb Einbau wenigstens eine Gerätezulauf- und wenigstens
eine Geräterücklaufleitung zugeordnet ist.
Mit dieser Kühlanordnung ist es möglich, aus einem Gehäuse große
Wärmemengen von einer Vielzahl von elektrischen Einbauten gezielt abzuführen. Dabei
erfolgt die Sammlung der abgezogenen Wärmemengen in der Rücklaufleitung.
Die elektrischen Einbauten können dabei individuell mit einer Gerätezulauf- und
einer Geräterücklaufleitung angeschlossen werden. Bedarf es der Kühlung
mehrere Wärmequellen innerhalb eines Einbaus, können auch mehrere
Gerätezulauf- und Geräterücklaufleitungen angeschlossen werden. Auf diese Weise ist
ein hohes Maß an Flexibilität erreicht.
Die Vorlaufleitung die Rücklaufleitung sind einer Klimatisierungseinrichtung
zugeleitet. Diese kann eine auf dem Verdampferprinzip arbeitende Anlage sein.
Bevorzugterweise ist die Klimatisierungseinrichtung aus Platzgründen außerhalb
des Gehäuses angeordnet. Sie tauscht die aus dem Gehäuse entnommene
Wärmeenergie mit der Umgebung aus. Hierbei ergibt sich ein Vorteil des
Systems dadurch, dass aus einem Gehäuse sehr hohe Wärmemengen abgeführt
werden können. Dies läßt eine Bestückung des Gehäuseinnenraumes in sehr
kompakter Form zu.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass
die Gerätezulauf- und die Geräterrücklaufleitungen endseitig Koppelstücke
aufweisen, die mit entsprechend ausgebildeten Gegen-Koppelstücken zu
Kupplungsverbindungen fügbar sind. Bei dieser Anordnung werden einem
Anwender Übergabestellen zur Verfügung gestellt. Mit diesem kann er anhand
der Kupplungsverbindungen den Anschluß der Kühlanordnung an den jeweiligen
elektrischen Einbau bewerkstelligen.
Eine mögliche Ausgestaltung der Kühlanordnung kann derart sein, dass von der
Klimatisierungseinrichtung eine Zulaufleitung und eine Rückflußleitung abgeht,
die an die Vorlaufleitung und die Rücklaufleitung angeschlossen sind, und dass
die Anschlüsse von Kupplungsverbindungen gebildet sind. Das Gehäuse läßt
sich dann als System installieren und dann einfach und schnell an die
Klimatisierungseinrichtung anschließen.
Um zu vermeiden, dass im Bereich der Kopplungsverbindung die elektrischen
Einbauten gefährdende Wassermengen bei den Installationsarbeiten austreten,
kann es vorgesehen sein, dass die Kupplungsverbindungen als tropffrei trenn-
und fügbare Kupplungen ausgebildet sind. Diese Art der Kupplungsverbindung
ermöglicht es auch, dass in einem laufenden Kühlsystem nachträglich eine
Änderung vorgenommen werden kann. Die elektrischen Einbauten können
demnach auch während des Betriebseinsatzes der Kühleinrichtung problemlos
angeschlossen oder getrennt werden.
Eine mögliche Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann dadurch
gekennzeichnet sein, dass das Gehäuse ein Schaltschrank ist, der in seinem
rückseitigen Bereich einen Aufnahmeraum für die vertikal verlaufende Vorlaufleitung und
die Rücklaufleitung bildet.
Um bei dieser Anordnung eine problemlose Entlüftung zu erreichen, kann es
vorgesehen sein, dass die Vorlaufleitung mit der Rücklaufleitung im Dachbereich
des Gehäuses über eine Verbindungsleitung übergeleitet ist, und dass in die
Verbindungsleitung eine Entlüftung integriert ist.
Die verfügbare Kälteleistung an einem elektrischen Einbau kann auf einfache
Weise variiert werden, wenn vorgesehen ist, dass die den elektrischen
Einbauten zugeleitete Kühlmittelmenge mittels eine in die Gerätezulauf- oder in die
Geräterücklaufleitung integrierten Begrenzers steuerbar ist.
Gemäß einer bevorzugten Erfindungsvariante kann es vorgesehen sein, dass die
Vorlaufleitung und/oder die Rücklaufleitung als starre Profilschenkel ausgebildet
sind, die einen Führungskanal für die Kühlflüssigkeit, beispielsweise Wasser,
bilden. Der Profilschenkel kann beispielsweise ein Strangpreßprofil sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung kann es auch
vorgesehen sein, dass das Gehäuse ein Traggestell mit vertikalen
Rahmenprofilen aufweist, und dass in wenigstens einem Rahmenprofil die Vorlauf-
und/oder die Rücklaufleitung integriert ist.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung eine Kühlanordnung. In einem
Gehäuse 10 sind dabei eine vertikal verlaufende Vorlaufleitung 22 und eine
Rücklaufleitung 26 angeordnet. Innerhalb des Gehäuses 10 sind auch
elektrische Einbauten 11 untergebracht. Diese weisen Wärmequellen auf, die zu
kühlen sind. Hierzu gehen geräteindividuell von der Vorlaufleitung 22 je eine
Gerätezulaufleitung 23 und von der Rücklaufleitung 26 eine
Geräterücklaufleitung 27 ab. Die elektrischen Einbauten 11 sind dabei zueinander parallel
geschaltet an die Vorlaufleitung 22 beziehungsweise die Rücklaufleitung 26
angeschlossen. Der Anschluß der Einbauten 11 an das kühlmittelführende
System erfolgt mittels tropffrei füg- und trennbarer Kopplungsverbindungen 28.
Zur Regelung der Kälteleistung pro Einbau 11 ist ein Begrenzer 30 in die
Geräterücklaufleitung integriert. Dieser regelt die Kühlmittel-Durchflußmenge.
Die Vorlaufleitung 22 und die Rücklaufleitung 26 sind über
Kupplungsverbindungen 21 an eine Zulaufleitung 20 beziehungsweise Rücklaufleitung 29
angeschlossen. Diese führen zu einer, in der Zeichnung nicht dargestellten
Klimatisierungseinrichtung. In dieser wird die Wärme aus dem Kühlmittel abgetauscht
(vorzugsweise Wasser).
Um eine Entlüftung des Systems durchführen zu können, ist im Bereich einer
Verbindungsleitung 25 eine Entlüftung 24 eingebaut. Die Verbindungsleitung 25
ist im Bereich des Gehäusedaches angeordnet.