| Dokumentenidentifikation |
DE10213015A1 09.10.2003 |
| Titel |
Teigband-Herstellungsverfahren mit Formspalt |
| Anmelder |
A. Fritsch GmbH & Co KG, 97348 Markt Einersheim, DE |
| Erfinder |
Bernhardt, Udo, 97346 Iphofen, DE; Hoos, Josef, 97348 Markt Einersheim, DE |
| Vertreter |
Götz & Küchler, 90402 Nürnberg |
| DE-Anmeldedatum |
22.03.2002 |
| DE-Aktenzeichen |
10213015 |
| Offenlegungstag |
09.10.2003 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
09.10.2003 |
| IPC-Hauptklasse |
A21D 8/02
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| IPC-Nebenklasse |
A21C 3/02
A21C 9/08
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| Zusammenfassung |
Maschinelles Teigband-Herstellungsverfahren, bei dem Teigmasse einem Formspalt, insbesondere realisiert mit einem Satelliten- oder Kalibrierkopf, zugeführt wird, woraus ein geformtes Teigband mit einer ersten Fördergeschwindigkeit an eine vom Formspalt wegführende, erste Abführeinrichtung zur Weiterverarbeitung oder -transport übergeben wird, wobei an, in oder mit der Abführeinrichtung das Teigband in sich zusammengedrückt, gestaucht oder relativ zur ersten Fördergeschwindigkeit verzögert oder gestaut wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft ein maschinelles Teigband-Herstellungsverfahren, bei dem
Teigmasse einem Formspalt zugeführt wird, der insbesondere mit einem
Satelliten- oder Kalibrierkopf realisiert ist. Aus dem Formspalt wird ein geformtes
Teigband mit einer ersten Fördergeschwindigkeit zur Weiterverarbeitung oder zum
Weitertransport an eine erste Abführeinrichtung übergeben, die vom Formspalt
wegführend verläuft.
Ferner betrifft die Erfindung eine Anordnung eines Teigband-Formspalts mit einer
nachgeschalteten ersten Teigband-Abführeinrichtung, insbesondere zur
Durchführung des vorgenannten Verfahrens geeignet. Der Formspalt ist durch
derart angetriebene oder antreibbare Drehkörper (die insbesondere zu einem
Satelliten- oder Kalibrierkopf gehören können) definiert, dass das Teigband am
Formspalt-Ausgang mit der ersten Fördergeschwindigkeit zur ersten
Abführeinrichtung bewegt wird oder bewegbar ist.
Aus US 6 082 988 oder DE 295 02 209 U1 sind Vorrichtungen zur
Teigbearbeitung mit Drehkörpern in Form von Satellitenwalzen-Abrollsystemen,
"Satellitenkopfmaschinen" genannt, bekannt. Sie dienen zur stressfreien
Reduzierung hoher Teigstärken auf eine gewünschte Endteigstärke. Am Ausgang
des Formspaltes des Satellitenkopfes wird das in seiner Dicke reduzierte
Teigband einer Abführeinrichtung bzw. einem Abführ-Förderband übergeben. Bei
dieser Übergabe kommt es aufgrund des Eigengewichts des Teigbandes dazu,
dass der Teigbandabschnitt zwischen dem Ausgangs des Formspalts und der
Oberfläche des Abführ-Förderbandes aufgrund seines Eigengewichts bogenartig
durchhängt. Damit werden Restspannungen, die nach Verlassen des
Satellitenkopfes in der Teigstruktur noch ohnehin unvermeidlich vorhanden sind,
weiter verstärkt und damit verbundene Nachteile verschärft. Letztere bestehen vor
allem darin, dass beim nachträglichen Zuschneiden des Teigbandes aufgrund
noch in der Teigstruktur vorhandener mechanischer Spannungen sich die
abgeschnittenen Teigränder zusammenziehen und gebogene oder gekrümmte
Umrisse bilden. Dies verschlechtert auch die Formtreue der zu backenden
Teiglinge. Zwar ist es bekannt, mittels Infrarot-Sensoren den zwischen
Satellitenkopf und Abführ-Förderband bogenartig durchhängenden
Teigbandabschnitt in seiner Lage zu erfassen, und davon abhängig die (erste)
Fördergeschwindigkeit im Formspalt des Satellitenkopfes zu steuern. Allerdings ist
diese Art der geschlossenen Regelschleife technisch aufwendig zu installieren
und wirft im praktischen Betrieb vor allem aufgrund rauher
Umgebungsbedingungen Zuverlässigkeitsprobleme der Sensorik auf. Trotz der
Minimierung des Durchhängeabschnitts des Teigbandes können innere
mechanische Spannungen im Teigband nicht ausreichend vermieden werden.
Aus EP 0 453 248 A1 ist eine Anordnung mit einem Teig-Formspalt und
mehreren, aneinander unmittelbar anschließenden Abführ-Förderern bekannt.
Dabei sind die Fördergeschwindigkeiten, mit welchen das Teigband aus dem
Formspalt herausbewegt und auf den mehreren, nachgeordneten Abführ-
Förderbändern weitertransportiert wird, zueinander gleich oder jedenfalls in einem
solchen Verhältnis gehalten, dass ein kontinuierlicher Massendurchfluss
gewährleistet ist. Es soll das Problem angegangen werden, die Bildung von
Verwirbelungen oder Knoten oder sonstigen Turbulenzen im beförderten
Teigband zu vermeiden.
Aus der Patentschrift DE 31 23 195 C2 ist ein Kalibrierkopf in Form eines Paares
einander gegenüberliegender Kalibrierwalzen bekannt, die einen Formspalt
bilden. Kalibrierköpfe werden vielfach Satellitenköpfen nachgeordnet, um durch
geringe Nachformungen die Teigbänder auf eine gewünschte Endstärke zu
bringen. Gemäß genannter Patentschrift wird das aus dem Formspalt des
Kalibrierkopfes ausgegebene Teigband einem Abführ-Förderband übergeben,
welches etwa auf gleicher Höhe wie die untere Basiswalze des Kalibrierkopfes
angeordnet ist. Auch hier wird für einen kontinuierlichen Massendurchfluss
aufgrund übereinstimmender Fördergeschwindigkeiten in den einzelnen
Komponenten wie Kalibrierkopf und Abführeinrichtung, nicht aber für eine
Reduzierung der dem Teigband innewohnenden Spannungen Sorge getragen.
Dies gilt auch für die aus WO 00/11 958 bekannte Teigverarbeitungsanordnung,
wo der im Formspalt untere, das Teigband tragende und weitertreibende
Drehkörper gleichzeitig integraler Bestandteil einer nachfolgenden
Abführeinrichtung ist, und ein obiger Durchhängebogen des Teigbandes
vermieden ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Methode und eine Vorrichtung für
die Herstellung eines Teigbandes zur Verfügung zu stellen, welche ein
spannungsfreies bzw. befriedigend entspanntes Teigband zum Ergebnis haben.
Dies soll sowohl bei festen als auch außerordentlich weichen Teigmassen möglich
sein.
Zur Lösung wird bei dem Herstellungsverfahren mit dem eingangs genannten
Merkmalen erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass an, in oder mit der
Abführeinrichtung das Teigband in sich zusammengedrückt, gestaucht oder relativ
zur ersten Fördergeschwindigkeit verzögert oder gestaut wird. Indem so dem
Teigband unmittelbar nach Verlassen des Formspaltes eine gleichsam "negative
Dehnung" erteilt wird, kann es gelingen, dass der Teig sich nahezu vollkommen
entspannt. Es lässt sich dabei der Vorteil erzielen, dass insbesondere beim
Zuschneiden des Teigbandes die entstehenden Teigstückränder der spezifizierten
Zuschneidform treu bleiben und sich nicht aufgrund dem Teig innewohnender
Spannungen verziehen oder verzerren. Es lässt sich also die Formtreue bei der
Teigherstellung erhöhen. Weiterhin ist vermieden, dass sich vor allem beim
Auslaufen das noch kontinuierlichen Teigband wellt oder faltet, weil diese Wellen
oder Falten erzeugenden mechanischen Spannungen vermieden sind. In
Kombination mit der Erfindung lassen sich bei der schrittweisen Verengung des
Formspaltes verhältnismäßig hohe Abwalzgrade unter Inkaufnahme einer
zunächst stärkeren Belastung der Teigstruktur realisieren, weil nach Verlassen
des Formspaltes dem Teigband mit dem erfindungsgemäßen Stauen, Stauchen
oder dergleichen die störenden Spannungen wieder entzogen werden.
Zur Realisierung des Stauchens oder Stauens des kontinuierlich geförderten
Teigbandes besteht eine vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen
Herstellungsverfahrens darin, dass die Abführeinrichtung Fördermittel,
insbesondere ein Abführ-Förderband, aufweist, welche mit einer
Fördergeschwindigkeit kleiner als die im Formspalt erteilte Fördergeschwindigkeit
betrieben werden.
Um insbesondere die Gefahr des Entstehens von Wellen bei der Übergabe des
Teigbandes an die Abführeinrichtung zu vermindern, wird gemäß einer weiteren
vorteilhaften Ausbildung bei der Übergabe des Teigbandes vom Formspalt auf die
Abführeinrichtung ein möglichst kleiner Abstand zwischen beiden eingehalten.
Dadurch lässt sich die Gefahr der Wellen- oder Faltenbildung beim Teigband
weitgehend ausschließen.
Eine solche möglichst kleine Übergabestelle ist auch zweckmäßig, wenn eine
zweite, der ersten Abführeinrichtung nachgeordnete Abführeinrichtung zur
Weiterverarbeitung oder zum Weitertransport des Teigbandes verwendet wird. Zur
weiteren Spannungsreduzierung ist auch hier eine stau- oder
stauchungserzeugende dritte Fördergeschwindigkeit von Vorteil, die kleiner als die
zweite ist.
Im Rahmen der allgemeinen erfinderischen Idee liegt auch eine zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Anordnung zum Zusammenwirken
des Teigband-Formspalts mit der nachgeschalteten, ersten Teigband-
Abführeinrichtung, die sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass die
nachgeschaltete, erste Abführeinrichtung zur Erfassung und zum Weitertransport
des Teigbands ein erstes Abführ-Förderband oder sonstige Fördermittel aufweist,
die mit einer zweiten Fördergeschwindigkeit kleiner als die erste
Fördergeschwindigkeit des Formspalts antreibbar oder angetrieben sind. In der
Praxis hat ein Geschwindigkeitsverhältnis von zweiter zu erster
Fördergeschwindigkeit von 60% bis 99% bewährt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale, Wirkungen und Vorteile auf der Basis der
Erfindung ergeben sich aus den insbesondere abhängigen Patentansprüchen und
aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung sowie aus den Zeichnungen. Diese zeigen jeweils in schematischer
Längsansicht in:
Fig. 1 eine erste Teigband-Herstellungsanordnung mit einem
Satellitenkopf,
Fig. 2 vergrößert eine zweite Anordnung mit Satellitenkopf, und
Fig. 3 eine dritte Teigband-Herstellungsanordnung mit Kalibrierkopf.
Gemäß Fig. 1 wird ein bereits vorgeformtes Rohteigband 1 auf einem Zuführ-
Förderband 2 einem Teig-Formspalt 3 einer an sich bekannten
Satellitenkopfmaschine 4 zugeführt. Diese weist üblicherweise unter anderem
eine Mehrzahl um ein gemeinsames Drehzentrum 5 geführter Satellitenwalzen 6
sowie eine darunter befindliche, größere Basiswalze 7 auf. Die Satellitenwalzen 6
werden in einem Umlaufsinn 8 entgegen dem Uhrzeigersinn nach Art von
Satelliten oder Planeten auf einer Kreisbahn um das gemeinsame Drehzentrum 5
bewegt. Gleichzeitig führen die Satellitenwalzen 6 Eigenrotationen 9 im
Uhrzeigersinn jeweils um eine Eigendrehachse 10 aus. Komplementär zum
Umlaufsinn 8 der Satellitenwalzen 6 ist die untere Basiswalze 7 durch einen
Antrieb 11 in Drehung 12 im Uhrzeigersinn versetzt. Aufgrund des derartigen
Zusammenwirkens der oberen Satellitenwalzen 6 und der unteren Basiswalze 7
wird das Rohteigband 1, wie schematisch veranschaulicht, in seiner Dicke
reduziert und gleichzeitig mit einer ersten Fördergeschwindigkeit f1 aus dem
Formspalt 3 einer ersten Abführeinrichtung 13 zugeleitet, die mit einem ersten
Abführ-Förderband 13a realisiert ist. Dieses wird von etwaigen Antriebstrommeln
14 mit einer zweiten Fördergeschwindigkeit f2 in eine vom Formspalt 3
wegführende Richtung betrieben. Aus dem Formspalt 3 wird das bearbeitete bzw.
in seiner Dicke reduzierte Teigband 15 auf die Oberfläche des ersten Abführ-
Förderbands 13a ausgegeben, worauf es mit der zweiten Fördergeschwindigkeit
f2 weitertransportiert wird.
Erfindungsgemäß weist die zweite Fördergeschwindigkeit f2 einen niedrigeren
Betrag als die erste Fördergeschwindigkeit f1 auf. Daraus ergibt sich für das
bearbeitete Teigband 15 ein Stauch- oder Staueffekt, das heißt, es wird in sich je
nach Unterschreiten der ersten Fördergeschwindigkeit f1 durch die zweite
Fördergeschwindigkeit f2 in sich zusammengedrückt und erhält dabei eine
"negative Dehnung". Mit Hilfe dieses Stauch- oder Staueffekts auf dem ersten
Abführ-Förderband bzw. "Stauband" 13a werden im Formspalt 3 entstandene oder
snstige Spannungen innerhalb der Teigstruktur drastisch reduziert oder beseitigt.
Zur Vermeidung einer etwaigen Faltenbildung beim fertig bearbeiteten Teigband
15 ist gemäß Fig. 1 das Eingangsende 16 des ersten Förderbands 13a möglichst
nah an die untere Basiswalze 7 plaziert. Gegebenenfalls können die Basiswalze 7
und das Eingangsende 16 des ersten Förderbands 13a einander mit jeweiligen
Gleitbewegungen kontaktieren.
Wie weiter gemäß Fig. 2 veranschaulicht, kann alternativ noch ein, wenn auch
möglichst geringer, Abstand 17 zwischen der Basiswalze 7 und dem
Eingangsende 16 des ersten Förderbands 13a verbleiben. Zur Vermeidung von
Faltenbildungen beim bearbeiteten Teigband kommt es jedenfalls darauf an, dass
der keilartige Zwischenbereich 18 zwischen der unteren Basiswalze 7 und dem
Abschnitt des ersten Förderbands 13a, der um eine das Eingangsende 16 mit
bildenden Umlenkrolle 19 geführt ist, möglichst klein bzw. gering gehalten wird.
Dazu ist es zweckmäßig, wenn der genannte, umgelenkte Eingangs-Endbereich
16 des Förderbandes 13a einen Radius von etwa 2 mm bis etwa 13 mm nicht
übersteigt. Dadurch ergibt sich ein besonders "scharfes" Messerkantenprofil für
den Eingangs-Endbereich 16. Dann ist auch bei weichen Teigen die Gefahr
weitgehend gebannt, dass das bearbeitete Teigband 15 zu tief in den keilartigen
Zwischenbereich 18 gerät, woraus sich die unerwünschte Faltenbildung ergeben
würde.
In Fig. 1 ist noch gestrichelt eine Verstellbarkeit des Eingangs-Endbereichs 16
des ersten Förderbands 13a angedeutet: Der Endbereich 16 lässt sich
beispielsweise nach oben verschwenken, wodurch sich der genannte keilartige
Zwischenbereich 18 entsprechend unterschiedlich beschaffenen Teigarten
verändern lässt. Die gestrichelt gezeichnete, höherliegende Stellung ist mehr für
weiche Teige geeignet, welche nicht so stark an der unteren Basiswalze 7 kleben
bzw. haften. Die in Fig. 1 voll ausgezogen gezeichnete Stellung ermöglicht eine
Verlängerung bzw. Erstreckung der Klebehaftung von stark klebenden Teig auf
der Manteloberfläche der unteren Basiswalze 7. Mit dem tiefergelegenen
Eingangsende 16 lässt sich dann verhältnismäßig stark an der Basiswalze 7
klebender Teig durch das erste Förderband 13a zuverlässiger erfassen.
Gemäß Fig. 1 wird vom Ausgangs-Endbereich 20 des ersten Abführ-
Förderbandes 13a das bearbeitete Teigband 15 einer zweiten Abführeinrichtung
21 mit einem zweiten Abführ-Förderband 21a übergeben, das mit einer dritten
Fördergeschwindigkeit f3 angetrieben wird. Damit die Übergabe vom zweiten auf
das dritte Abführ-Förderband 21a möglichst zuverlässig und teigschonend erfolgt,
erstreckt sich letzteres unterhalb der Formspalt-Anordnung mit dem Satellitenkopf
4 bis zum keilartigen bzw. messerförmigen Ausgangs-Endbereichs 20 des ersten
Abführ-Förderbandes 13a. Zur intensiveren Entspannung des bearbeiteten
Teigbandes 15 ist es zweckmäßig, den vorgenannten Stau- oder Staucheffekt zu
wiederholen und dabei nicht nur das erste, sondern auch das zweite Abführ-
Förderband 21a als "Stauband" zu betreiben. Dazu wird die dritte
Fördergeschwindigkeit f3 des zweiten Abführ-Förderbandes 21a im Betrag
ebenfalls kleiner gehalten als die zweite Fördergeschwindigkeit f2 (f2 > f3). Zur
Vermeidung von Faltenbildungen beim Teigband 15 ist es dabei geboten, den
zweiten keilartigen Zwischenbereich 22 zwischen dem Ausgangsende 20 des
ersten Abführ-Förderbandes 13a und dem unmittelbar gegenüberliegenden,
schräg ansteigenden Eingangsabschnitt mit der dortigen Führungstrommel 23
auch möglichst klein zu halten. Dies lässt sich wiederum durch Verwendung einer
Ausgangs-Umlenktrommel 24 für das erste Abführ-Förderband 13a erreichen, die
so dimensioniert ist, dass sich möglichst ein Radius zwischen 2 mm und 13 mm
für den im Ausgangs-Endbereich 20 umgelenkten Förderbandabschnitt des ersten
Abführ-Förderbandes 13a ergibt. Dadurch lässt sich - ebenso für das
Eingangsende 16 - eine besonders "scharfe" Messerkantenform für das
Ausgangsende 20 erreichen.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 ist der Satellitenkopf durch einen
Kalibrierkopf 25 mit einer oberen Kalibrierwalze 26 ersetzt. Im übrigen stimmt die
zeichnerische Darstellung mit der in Fig. 1 überein und die zu Fig. 1 gehörigen
Ausführungen gelten hier entsprechend.
Bezugszeichenliste
1 Rohteigband
2 Zuführ-Förderband
3 Teig-Formspalt
4 Satellitenkopf
5 Drehzentrum
6 Satellitenwalze
7 Basiswalze
8 Umlaufsinn
9 Eigenrotation
10 Eigendrehachse
11 Antrieb
12 Drehung
f1 erste Fördergeschwindigkeit
13 erste Abführeinrichtung
13a erstes Abführ-Förderband
14 Antriebstrommel
f2 zweite Fördergeschwindigkeit
15 bearbeitetes Teigband
16 Eingangsende
17 Abstand
18 keilartiger Zwischenbereich
19 Umlenkrolle
20 Ausgangs-Endbereich
21 zweite Abführeinrichtung
21a zweites Abführ-Förderband
f3 dritte Fördergeschwindigkeit
22 zweiter keilartiger Zwischenbereich
23 Führungstrommel
24 Ausgangsumlenktrommel
25 Kalibrierkopf
26 Kalibrierwalze
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| Anspruch[de] |
- 1. Maschinelles Teigband-Herstellungsverfahren, bei dem Teigmasse (1)
einem Formspalt (3), insbesondere realisiert mit einem Satelliten- oder
Kalibrierkopf (4, 25), zugeführt wird, woraus ein geformtes Teigband (15)
mit einer ersten Fördergeschwindigkeit (f1) an eine vom Formspalt (3)
wegführende, erste Abführeinrichtung (13) zur Weiterverarbeitung oder
-transport übergeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass an, in oder
mit der Abführeinrichtung (13) das Teigband (15) in sich
zusammengedrückt, gestaucht oder relativ zur ersten Fördergeschwindigkeit (f1)
verzögert oder gestaut wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Abführeinrichtung (13) bei der Weiterverarbeitung oder dem Weitertransport
mit einer zweiten Fördergeschwindigkeit (f2) betrieben wird, die kleiner
als die erste (f1) ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Übergabe des Teigbandes (15) vom Formspalt (3) auf die erste
Abführeinrichtung (13) unter minimalem Abstand (17) zwischen beiden (3, 13)
durchgeführt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
eine der ersten Abführeinrichtung (13) nachgeordnete zweite
Abführeinrichtung (21) zur Weiterverarbeitung oder -transport verwendet wird, die
das Teigband (15) von der ersten (13) übernimmt und mit einer dritten
Fördergeschwindigkeit (f3) betrieben wird, die kleiner als die zweite (f2)
ist.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Übergabe des Teigbandes (15) von der ersten (13) auf die zweite
Abführeinrichtung (21) unter minimalem Abstand (22) zwischen beiden (13, 21)
durchgeführt wird.
- 6. Anordnung eines Teigband-Formspalts (3) mit einer nachgeschalteten
ersten Teigband-Abführeinrichtung (13), zur Durchführung des
Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Formspalt
(3) durch derart angetriebene oder antreibbare Drehkörper (6, 7, 26)
insbesondere eines Satelliten- oder Kalibrierkopfes (4, 25) begrenzt ist, dass
das Teigband (15) am Formspalt-Ausgang mit der ersten
Fördergeschwindigkeit (f1) zur ersten Abführeinrichtung (13) bewegt wird oder
bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste
Abführeinrichtung (13) zur Erfassung und zum Weitertransport des Teigbands (15) ein
erstes Abführ-Förderband (13a) oder sonstige Fördermittel aufweist, die
mit einer zweiten Fördergeschwindigkeit (f2) kleiner als die erste (f1)
antreibbar oder angetrieben sind.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag
der zweiten Fördergeschwindigkeit (f2) etwa 60% bis 99% der ersten
Fördergeschwindigkeit (f1) ausmacht.
- 8. Anordnung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das
erste Abführ-Förderband (13a) an seinem dem Formspalt (3)
zugeordneten Förderband-Eingangsende (16) eine erste Umlenktrommel (19)
umfaßt, die für das Eingangsende (16) einen Umfangsradius von etwa 2 mm
bis 15 mm, vorzugsweise 3 mm bis 12 mm, ergibt.
- 9. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drehkörper (6, 7, 26) vertikal übereinander
angeordnet sind, und das erste Abführ-Förderband (13a) mit seinem
Förderband-Eingangsende (16) die Oberfläche eines unteren (7) der
Drehkörper direkt kontaktiert.
- 10. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drehkörper (6, 7, 26) vertikal übereinander
angeordnet sind, und das erste Abführ-Förderband (13a) mit seinem
Förderband-Eingangsende (16) gegenüber einem unteren (7) der Drehkörper
(6, 7, 26) in seiner Vertikallage verschwenkbar oder sonst verstellbar
ausgebildet ist.
- 11. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch ein an das erste Abführ-Förderband (13a) anschließendes zweites
Abführ-Förderband (21a) oder sonst anschließende zweite Fördermittel,
das oder die zur Erfassung und zum Weitertransport des Teigbands (15)
ausgebildet und mit einer dritten Fördergeschwindigkeit (f3) kleiner als
die zweite (f2) antreibbar oder angetrieben sind.
- 12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite
Abführ-Förderband (21a) unterhalb eines dem Formspalt (3)
abgewandten Förderband-Ausgangsendes (20) des ersten Abführ-Förderbandes
(13a) verläuft.
- 13. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das erste Abführ-Förderband (13a) an seinem dem
Formspalt (3) abgewandten Förderband-Ausgangsende (20) eine zweite
Umlenktrommel (24) umfaßt, die für das Ausgangsende (20) einen
zweiten Umfangsradius von etwa 2 mm bis 13 mm, vorzugsweise 3 mm
bis 12 mm, ergibt.
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