Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung.
Es gibt eine Anzahl von Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel bei der
Befestigung eines Ersatzrads eines Fahrzeugs in seiner Aufbewahrungsposition am
Fahrzeug, bei denen Probleme bei der Befestigung auftreten. Es ist eindeutig
vorteilhaft, einen Befestigungsmechanismus zu haben, der einfach zu betreiben ist
und es erlaubt, dass ein Gegenstand, wie zum Beispiel ein Rad, schnell und leicht
aus der Halterung gelöst werden kann. Gleichzeitig muss der Mechanismus jedoch
eine genügende Befestigungsstärke bieten, damit er sich auf Grund der
Schwingungen und Stöße, die er während des normalen Betriebs des Fahrzeugs
erfährt, nicht loslöst. Außerdem ist es, weil die Dicke des Gegenstands, wie zum
Beispiel der Nabe des Rads, je nach Typ des Gegenstands unterschiedlich sein
kann, vorzuziehen, einen Mechanismus vorzusehen, der eine geeignete Spannlast
im Wesentlichen unabhängig von der Dicke des Gegenstands vorsieht. Außerdem ist
es sowohl in Bezug auf die Zuverlässigkeit als auch in Bezug auf die
Herstellungskosten vorteilhaft, eine Befestigungsvorrichtung vorzusehen, die eine
minimale Anzahl von Bestandteilen aufweist und die einfach herzustellen und zu
betreiben ist.
WO-A-9601955 offenbart eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung an
einem Gewindebolzen, wobei die Befestigungsvorrichtung ein Gleiteingriffselement
aufweist. US-A-5639196 offenbart eine Befestigungsvorrichtung mit einem
Gewindeeingriffselement.
Erfindungsgemäß ist eine Befestigungsvorrichtung vorgesehen, umfassend:
ein Festhaltegehäuse, das in der Verwendung gleitbar auf einem Bolzen ist,
auf dessen Oberfläche Fortsätze ausgebildet sind; eine im Gehäuse ausgebildete
Bohrung, die so angeordnet ist, dass sie in der Verwendung um den Bolzen herum
reicht und mit diesem im Eingriff ist; gekennzeichnet durch:
eine Fanglasche, die am Gehäuse schwenkbar befestigt und so angeordnet
ist, dass sie in der Verwendung mit dem Bolzen in Eingriff ist, wobei die Fanglasche
auf ihrer Eingriffsoberfläche Fortsätze hat, die mit denjenigen des Bolzens in Eingriff
sind; und
wobei die Bohrung auf ihrer Eingriffsoberfläche Fortsätze zum Eingriff in
entsprechende Fortsätze auf dem Bolzen hat, wenn die Fanglasche mit dem Bolzen
in Eingriff ist.
Die Fortsätze können so ausgebildet sein, dass sie ein Schraubengewinde
definieren, so dass eine Drehung des Gehäuses im Verhältnis zum Bolzen das
Gehäuse in der axialen Richtung des Bolzens bewegt.
Das Gehäuse und die Fanglasche sind vorzugsweise als eine einzige
Komponente ausgebildet, wobei ein Fanglaschenvorspannelement die Fanglasche
am Gehäuse befestigt. Die Fanglasche kann auf sich einen Hebel ausgebildet
haben, wodurch es einem Benutzer erlaubt wird, sie mit dem Bolzen außer Eingriff
zu bringen, um bei der Verwendung das Gehäuse und die Fanglasche vom Bolzen
zu entfernen.
Ein Beispiel der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der begleitenden
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt.
Fig. 1 einen seitlichen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Beispiel; und
Fig. 2 eine isometrische Darstellung des Beispiels von Fig. 1.
Gemäß Fig. 1 hat ein Festhaltegehäuse 1 eine zentrale Bohrung 2, die in der
Verwendung über einen (nicht gezeigten) Bolzen geführt wird. Eine Fanglasche 3 ist
über ein gefedertes Element 4 am Gehäuse 1 befestigt, das die Fanglasche 3 in der
Verwendung in Eingriff mit dem Bolzen drückt. Ein Eingriff der Fanglasche 3 mit dem
Bolzen drückt auch die Eingriffsoberfläche 5 der Bohrung in Eingriff mit dem Bolzen.
In dieser in Eingriff befindlichen Position wird, da der Bolzen auf sich ausgebildete
Fortsätze hat und weil auf der Oberfläche sowohl der Fanglasche 3 als auch der
Eingriffsoberfläche 5 der Bohrung 2 Fortsätze vorhanden sind, das Festhaltegehäuse
1 in einer Position auf dem Bolzen gehalten, wodurch gegebenenfalls ein
Gegenstand auf dem Bolzen festgehalten wird.
Bei diesem Beispiel sind die verschiedenen Fortsätze so ausgebildet, dass sie
ein Schraubgewinde bilden, so dass eine Bewegung des Festhaltegehäuses 1 in der
axialen Richtung des Bolzens durch eine Rotation des Gehäuses 1 um den Bolzen
herum durchgeführt werden kann.
Eine gänzliche und schnelle Lösung oder schnelle Befestigung des
Festhaltegehäuses 1 kann durch Bewegen der Fanglasche 3 außer Eingriff mit dem
Bolzen dadurch bewerkstelligt werden, dass ein Benutzer einen Hebel 6 gegen den
äußeren Rand des Gehäuses 1 drückt, wodurch es dem Bolzen erlaubt wird, frei
durch die Bohrung 2 zu gelangen. Die Fanglasche 3 ist in diesem Beispiel so
angeordnet, dass das Gehäuse 1 in einer Richtung (der Befestigungsrichtung) über
den Bolzen gelangen kann, ohne dass der Benutzer die Fanglasche 3 bewegt.
Während das Gehäuse 1 und die Fanglasche 3 als eine einstückige Einheit in
einer einzigen Form aus einem einzigen Kunststoffmaterial hergestellt werden
können, kann es vorzuziehen sein, zum Beispiel im Bereich des Federelements oder
der Eingriffsoberflächen eine Metallverstärkung vorzusehen, oder gegebenenfalls
das Gehäuse 1 und die Fanglasche 3 aus zwei Typen von Kunststoffmaterial
herzustellen.