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Kurzschließeinrichtung für Elektrolysezellen - Dokument DE10211488A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10211488A1 16.10.2003
Titel Kurzschließeinrichtung für Elektrolysezellen
Anmelder Ritter Starkstromtechnik, 57234 Wilnsdorf, DE
Erfinder Neuser, Johannes, 57250 Netphen, DE
Vertreter Stratmann, E., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 40212 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 15.03.2002
DE-Aktenzeichen 10211488
Offenlegungstag 16.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.10.2003
IPC-Hauptklasse H01H 1/12
IPC-Nebenklasse C25B 15/06   
Zusammenfassung Beschrieben wird eine Kurzschließereinrichtung (10) für die Wartung von Elektrolysezellen, mit einem kurzschließbare Kontakteinrichtungen (14) aufweisenden Rahmen (16), der auf eine Zelle oder eine Gruppe von Zellen derart aufsetzbar ist, daß die Kontakteinrichtungen (14) des Rahmens (16) mit Anschlußkontakten der Zelle oder der Gruppe von Zellen in elektrischen Kontakt treten, wobei der Rahmen (16) von einer Trägereinrichtung gestützte Kontaktarme (20) und daran angeschlossene Schalteinrichtungen (22) umfaßt. Erfindungsgemäß sind die Kontaktarme (20) mit einer Fluidkühleinrichtung, wie Wasserkühlung, verbunden (Rohrleitungen 26).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen, mit einem kurzschließbare Kontakteinrichtungen aufweisenden Rahmen, der auf eine Zelle oder eine Gruppe von Zellen derart aufsetzbar ist, daß die Kontakteinrichtungen des Rahmens mit Anschlußkontakten der Zelle oder der Gruppe von Zellen in elektrischen Kontakt kommen, wobei der Rahmen von einer Trageeinrichtung gestützte Kontaktarme und daran angeschlossene Schalteinrichtungen umfaßt.

Eine derartige Kurzschließereinrichtung ist bereits aus der Zeitschrift "Minerales Revista", Februar 2000, Seite 35-42 bekannt.

In dieser Zeitschriftdarstellung wird die Entwicklung einer neuartigen Kurzschließerrahmenausrüstung für Elektrolysezellen beschrieben, die zur Herstellung von reinem Kupfer dienen. Mit Hilfe der Kurzschließeranordnung können solche Zellen außer Betrieb gesetzt werden, die beispielsweise zu Wartungszwecken außer Betrieb genommen werden müssen, wobei die Kurzschließeranordnung ermöglicht, die nicht betroffenen Zellen weiter arbeiten zu lassen, d. h., daß der elektrische Strom nicht unterbrochen werden muß. Dadurch kann der Kupfer- Elektrolyse-Prozeß wirksamer und optimaler gestaltet werden. Allerdings ist die Anordnung sehr schwer und dadurch schwierig zu handhaben.

Aus der DE 198 13 557 A1 ist ein Trennschalter bekannt, der mittels pneumatischem Antrieb arbeitet und hohe Ströme schalten kann.

Die europäische Patentschrift 0 012 752 (entsprechend der WO 79/00670) beschreibt einen Kurzschließer für hohen Gleichstrom und erlaubt es, eine Zelle in einer Serie von Elektrolysezellen, die zur Erzeugung von Chlor oder Aluminium vorgesehen sind, beispielsweise ohne eine Unterbrechung des Betriebs der anderen Zellen zu isolieren und auseinanderzunehmen. Der in der Druckschrift beschriebene Kurzschließer ist mit zwei Sätzen von sich bewegenden Kontakten ausgestattet, die durch eine gemeinsame Welle gesteuert werden und mit zwei stromführenden Anordnungen zusammen arbeiten, die einen deformierbaren Teil aufweisen und durch in Gehäusen zirkulierendes Wasser gekühlt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, die aus der erstgenannten Druckschrift bekannte Kurzschließereinrichtung für Elektrolysezellen insbesondere dahingehend zu verbessern, daß das Gewicht der Kurzschließereinrichtung reduziert wird und die Einrichtung dadurch leichter handhabbar, aber auch billiger in der Herstellung ist. In einer Weiterbildung soll erreicht werden, daß die Stromverluste reduziert werden können, was zur Energieeinsparung dient. Des weiteren sollte die Kurzschließereinrichtung selbst weniger Wartung erfordern und höhere Standzeit der Kontakteinrichtungen liefern.

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung wird dadurch gelöst, daß die Kontaktarme mit einer Fluidkühleinrichtung verbunden sind. Dadurch kann der Querschnitt der beispielsweise aus Kupfer bestehenden Kontaktarme drastisch zurückgenommen werden, beispielsweise auf 25% reduziert werden. Entsprechend niedriger ist das Gewicht der erfindungsgemäß ausgestalteten Kurzschließereinrichtung, wodurch die Verfahrbarkeit und auch sonstige Handhabbarkeit verbessert wird. Außerdem wird die Gefahr der Beschädigung der Anschlußkontakte der Zelle(n) verringert. Hinzu kommt eine billigere Herstellung, vor allem ist weniger Kupfermaterial erforderlich.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung umfassen die Schaltereinrichtungen Vorkontakte und Hauptkontakte, und zumindest die Hauptkontakte stehen mit der Fluidkühleinrichtung in thermischer Verbindung. Auf diese Weise wird ebenfalls die Möglichkeit geschaffen, mit kleineren Kupferquerschnitten zu arbeiten und damit mit einem geringeren Gewicht auszukommen, abgesehen davon, daß die Kombination von Vorkontakten und Hauptkontakten besonders hohe Schaltzahlen ermöglichen.

Vorzugsweise sind die Schaltereinrichtungen an einem Ende der Kontaktarme angeordnet, was ebenfalls die Handhabbarkeit erleichtert. Es können aber auch an beiden Enden der Kontaktarme Schaltereinrichtungen vorgesehen sein, was wiederum der Gewichtsverringerung dient, da (auch in Richtung des anderen Endes) die Querschnitte der Kupferkontaktarme verringert werden können.

Die Wartungsarbeiten lassen sich dadurch beschleunigen, daß gemäß einer Weiterbildung der Erfindung mehrere Kontakteinrichtungen entlang der Längserstreckung der Kontaktarme angeordnet sind. Damit lassen sich also ganze Gruppen von Zellen gleichzeitig kurzschließen.

Gemäß einer noch anderen Weiterbildung der Erfindung ist der stromführende Querschnitt der Kontaktarme mit jeder Kontakteinrichtung in Richtung auf die Schalteinrichtungen zunehmend ausgestaltet, was eine Anpassung an die tatsächliche Strombelastung bedeutet und damit wiederum eine möglichst effektive und damit gewichtssparende Konstruktion dargestellt.

Der Rahmen kann elektrisch isolierende Distanzstücke zwischen den Kontaktarme aufweisen, was die Stabilität der Gesamtanordnung erhöht, ohne daß die Gefahr von Betriebsstörungen durch fehlgeleitete Ströme besteht.

Der besseren Handhabbarkeit dient es, wenn gemäß einer noch anderen Ausführungsform der Erfindung der Rahmen Befestigungseinrichtungen, wie Krananhängeösen, für eine Transporteinrichtung aufweist.

Den gleichen zielen dienen trichterförmige Einführungen am Rahmen und/oder den Zellen. Insbesondere dienen vier Führungsbolzen zum genauen Positionieren des Rahmens auf dem Zellenrand.

Der Rahmen umfaßt vorzugsweise eine Stahlkonstruktion als Tragelement, sowie eine aus Kupfer bestehende Kontaktarmanordnung, die über elektrisch isolierende Verbindungseinrichtungen an der Stahlkonstruktion befestigt ist.

Für die mit der Zelle in Berührung kommenden Kontakteinrichtungen haben sich federnde Metallstreifen aus Kupfer oder dgl. bewährt.

Hinsichtlich der Schalteinrichtungen wird vorzugsweise mit pneumatischem Antrieb gearbeitet, der in der mit korrodierenden Gasen geschwängerten Umgebung besonders robust ist. Aber auch Handantrieb oder Antrieb mittels elektrischem Motor ist möglich.

Es können Sensoreinrichtungen für die Temperatur des Fluids, wie Kühlwassers, im Rahmen angeordnet sein, deren Meßsignale einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zugeführt sind.

Ebenso können aber auch Sensoreinrichtungen für Strom und/oder Spannung oder Spannungsabfall am Rahmen angeordnet sein, deren Meßsignale ebenfalls einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zuführbar sind.

Diese zentrale Steuerungs- und Überwachungseinrichtung kann am Rahmen oder entfernt von diesem vorgesehen sein, wobei sie auch den Fluidumlauf steuern könnte, also z. B. eine Umwälzpumpe für Kühlwasser.

Ebenso kann diese zentrale Steuerungs- und Überwachungseinrichtung die Bewegung der Haupt-Schaltkontakte wie auch der eventuell vorhandenen Vor- Schaltkontakte zeitlich steuern, um so die Lebensdauer dieser Kontakte zu vergrößern.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, J die in den Zeichnungen dargestellt sind.

Es zeigt:

Fig. 1 in einer Draufsicht eine erfindungsgemäß ausgestaltete Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen, an dessen einen Ende eine Schaltereinrichtung vorgesehen ist;

Fig. 2 in einer Ansicht von vorn auf die Kurzschließereinrichtung gemäß Fig. 1 zur Erläuterung der Schaltereinrichtung.

Fig. 3 und Fig. 4 in ähnlichen Ansichten wie Fig. 1 und Fig. 2 eine Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen, die mit zwei Schaltereinrichtungen an beiden Enden versehen ist;

Fig. 5 in einer gegenüber der Fig. 4 vergrößerten Darstellung die pneumatisch betätigbare Schaltereinrichtung mit vier Vorkontakten und sechs Hauptkontakten;

Fig. 6 eine weitere Darstellung zur Erläuterung der Kontaktanordnung; und

Fig. 7 eine Querschnittsansicht entlang der Linie VII-VII der Fig. 1.

In Fig. 1 ist in einer Draufsicht eine Kurzschließereinrichtung 10 für die Wartung von Elektrolysezellen, nicht dargestellt, zu erkennen, die mit einem kurzschließbare Kontakteinrichtungen 14 aufweisenden Rahmen 16 versehen ist, der auf einer Zelle oder auf einer Gruppe von Zellen derart aufsetzbar ist, daß die Kontakteinrichtungen 14 in elektrischen Kontakt mit den Anschlüssen der Zelle(n) kommen, wobei der Rahmen 16 von einer Trageinrichtung 18 gestützte Kontaktarme 20 und eine daran angeschlossene Schaltereinrichtung 22 umfaßt. Wie die vergrößerte Schnittansicht entlang der Schnittlinie VII-VII der Fig. 1 in Fig. 7 zeigt, umfaßt der Kontaktarm 20, der beispielsweise im Querschnitt eine Winkelprofilform hat, eine in den Winkel eingeschweißte oder eingelötete Rohrleitung 24, durch die ein kühlendes Fluid, wie beispielsweise Kühlwasser 26 hindurchströmen kann. Das Lötmaterial zwischen dem Rohr 24 und dem Winkel 20, bzw. 28, 30 stellt einen innigen Wärmekontakt zwischen der Wandung des Rohrs 14 einerseits und dem Material des Winkels 20 andererseits her, so daß durch Stromfluß innerhalb des Winkels 20 erzeugte Wärme über die Rohrwandung 24 auf das Kühlmittel, wie beispielsweise Kühlwasser 26 übertragen und so abgeführt werden kann.

Der in Fig. 7 schematisch angedeutete Anschlußkontakt 32 einer Elektrolysezelle steht mit dem Winkelprofil des Kontaktarms 20 über ein aus federndem Kupfermaterial bestehende Kontaktfahne 34 in Verbindung, die durch Federdruck einen sicheren Kontakt zwischen sich und den Anschlußkontakt 32 beim Absenken des Rahmens 16 herstellt.

Außerdem zeigt Fig. 7 Winkelversteifungsstücke 35, die auch das Rohr 24 halten und Wärmeleitung zum unteren Ende des Winkels zu liefern.

Der in Fig. 1 rechts dargestellte Kontaktarm 20 weist beispielsweise gemäß der dortigen Darstellung 64 Kontaktfahnen 34 auf, die mit entsprechenden Kontaktanschlüssen oder Verbindungsleitungen 32 von darunter angeordneten hier nicht näher dargestellten Elektrolysezellen in Verbindung treten. Entsprechend findet sich auf der linken Seite der Fig. 1 ein Kontaktarm 120, der über entsprechend ausgebildete Kontaktfahnen mit Elektrolysezellenkontaktanschlüssen in Verbindung steht, wobei beispielsweise über den Kontaktarm 20 die positiven Anschlüsse von Elektrolysezellen kontaktiert werden, während der Kontaktarm 120 mit seinen Fahnen die entsprechend negativen Anschlußkontakte dieser Elektrolysezellen in Eingriff nimmt. Zwei Anschlußschienen 36 bzw. 136 führen von den Kontaktarmen 20, 120 zu einer Hochstromschaltereinrichtung 22, die in einer Ansicht von oben gemäß Fig. 2 in Fig. 5 erkennbar ist, und in einer dazu senkrechten Darstellung in Fig. 6 deutlich gemacht ist.

Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Schaltereinrichtung 22 umfaßt ein oder mehrere, hier vier Vorkontakte 38 und ein oder mehrere, hier beispielsweise sechs Hauptkontakte 40. Die Schaltereinrichtung 22 kann im Prinzip die Konstruktion darstellen, die in der DE 198 13 557 näher beschrieben ist. So ist beispielsweise ein pneumatischer Antrieb 42 vorgesehen, der eine Welle 44 z. B. hin und her drehen kann. Die Welle 44 steht ihrerseits mit hier nicht näher dargestellten Hebel- oder Exzentereinrichtungen in Verbindung, die mittels Schlitzführung 46, 146 gemäß Fig. 6 auf- und abbewegliche Kontaktscheiben 48, 148 auf- und abbewegen können, die über flexible Anschlußleitungen 50, 150 mit dem Ende 52, 152 der Anschlußschiene 36, 136 verschraubt sind, siehe Bezugszahl 154. Dieses Endstück 52, 152 kann ebenfalls eine Kühlwasserbohrung 56, 156 aufweisen, durch die Kühlwasser, allgemein: Kühl-Fluid, siehe Pfeil 58, 158, zugeführt werden kann, um sowohl die Anschlußleitungen 50, 150 zu kühlen, wie auch anschließend beim Übertritt in die Anschlußstange oder -schiene 36, 136, siehe Pfeil 57, 157, diese stromführende Anschlußstange und dann die Kontaktarme 20, 120 zu kühlen, siehe Pfeil 26.

Auf der gemäß der Fig. 5 und 6 rechten Seite finden sich starre Anschlußleitungen 51, 151, die feste Kontaktscheiben 49, 149 in analoger Weise mit dem Ende 52 der Anschlußschiene 36 verbinden.

Hier gibt es also einen Kühlmittelkreislauf über den Pfeil 58, 158 durch eine im Ende 52, 152 angeordnete Bohrung 56, 156, die im Rohr 36, 136 mündet.

Wird der Schalter 22 (z. B. durch den pneumatischen Antrieb 42) betätigt, so dreht er die Welle 44 und verschiebt beispielsweise die Kontaktträger 60, 160 und damit die von diesem getragenen beweglichen Kontaktscheiben 148, 48 nach außen, wodurch zwischen den Kontaktscheiben 48, 49 bzw. 148, 149 ein Spalt entsteht, der den Stromfluß unterbricht.

Wird die Welle 44 erneut, z. B. in umgekehrter Richtung gedreht, schließen sich die beiden Kontakte wieder.

Entsprechend arbeiten die Vorkontakte 38, die über Leitungen 64, 164 bzw. 66, 166 über entsprechende Verschraubungen, mit 65 bezeichnet, mit den Endstücken 52, 152 in Verbindung stehen.

Der in den Fig. 5 und 6 dargestellte Schalter wird bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 benutzt, wobei in Fig. 1 die drei flexiblen Anschlußleitungen 50, 150 und die zugehörigen drei festen Anschlußleitungen 51, 151 erkennbar sind, die beispielsweise 3 × 12 kA schalten, insgesamt also 36 kA schalten können.

In den Fig. 3 und 4 ist diese Last auf zwei Schalter 122 bzw. 222 verteilt, so daß diese Schalter mit ihren drei Hauptkontaktpaaren nur noch die halbe Amperezahl (3 × 6 kA) schalten müssen und entsprechend kleiner bzw. mit weniger Kontaktpaaren ausgeführt sein können.

Diese beiden Schalter 122, 222 werden zur gleichmäßigen Abnutzung wechselweise geschaltet, also einmal ist der Schalter 122 zuerst dran, ein anderes Mal der Schalter 222.

Mit der Möglichkeit 36 kA kurzzuschließen, können somit 64 Anschlußkontakte zu jeweils 562,5 A pro Anschlußkontakt geschaltet werden.

Die Größe des Rahmens ist an die Größe der zu überbrückenden Elektrolysezelle(n) angepaßt, so beträgt die Länge des Rahmens beispielsweise ca. 7 m und die Breite ca. 3 m.

Da die beiden Kontaktarme 20, 120 bei geöffneten Kurzschlußschaltern unterschiedliches Potential aufweisen, sind die beispielsweise aus Metall bestehenden Distanzstücke 68, 70 über Isoliereinrichtungen 72 an ihnen befestigt. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Strom innerhalb des Kontaktarms 20, 120 desto größer, je näher man sich am Schalter 22 befindet. Daher kann es günstig sein, den stromführenden Querschnitt des Kontaktarms mit Annäherung an den Schalter 22 zu vergrößern.

Entsprechend könnte man bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ausgehend von der Mitte der Kontaktarme in Annäherung zu den beiden Schaltern den Querschnitt vergrößern.

Zur besseren Handhabung der Tragkonstruktion des Rahmens 16 kann die Trageinrichtung 18 mit Krananhängeösen 74 ausgestattet sein, die das Einhängen eines Kranhakens ermöglicht, siehe Fig. 7, wo auch noch eine weitere Isolation 76 zwischen der aus Stahlrahmen bestehenden Tragkonstruktion 16 einerseits und dem stromführenden Winkelkupferarmen 20 andererseits angeordnet ist.

Hier nicht näher dargestellt sind möglicherweise vorhandene Sensoreinrichtungen für die Temperatur des Kühlwassers, das durch den Rahmen fließt, wobei die Sensoreinrichtungen ihr Meßsignal einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zuführen werden, die über andere Sensoreinrichtungen auch noch den Strom oder die Spannung oder auch den Spannungsabfall im Rahmen abfühlen. So kann beispielsweise die Strömungsgeschwindigkeit des Kühlwassers an die Stromstärke angepaßt werden, die der Kurzschließer übertragen muß.

Die Kurzschließereinrichtung gemäß der Figur arbeitet folgendermaßen:

Muß nach einer bestimmten Zeit eine Zelle gereinigt werden, wird man die erfindungsgemäße Konstruktion mittels eines Hallenkrans auf der in dieser Halle angeordneten Elektrolysezelle anordnen und - beispielsweise unterstützt durch Führungsbolzen und/oder trichterförmige Führungseinrichtungen - derart ausrichten, daß sie mit ihren Kontakten 34 auf die entsprechenden Anschlußkontakte 32 der zu wartenden Elektrolysezelle aufsetzt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schaltereinrichtungen 22, 122 noch geöffnet.

Mittels z. B. einer Steuereinrichtung wird nunmehr der Schalter 22 derart betätigt, daß aufeinanderfolgend die Vorkontakte 38 und dann die Hauptkontakte 40 im Zeitabstand von einigen Millisekunden geschlossen werden. Damit fließt der Strom nicht mehr durch die Zelle, sondern aufgrund des sehr viel niedrigeren Durchgangswiderstandes durch die Kurzschließereinrichtung. Nunmehr kann an der Elektrolysezelle die notwendige Wartungsarbeit vorgenommen werden, beispielsweise die Zelle von schädlichen Ablagerungen gereinigt werden.

Der in Fig. 7 angedeutete Anschlußkontakt 32 einer Elektrolysezelle ist üblicherweise pro Zelle mehrfach vorhanden, beispielsweise besitzt eine Elektrolysezelle in ihrem Inneren 32 Anodenkontakte und 32 Katodenkontakte. Die Katoden bestehen zunächst aus Kupfer oder Edelstahl, an denen sich dann aufgrund des Elektrolysevorganges Kupfer abscheidet. Die Anoden, die aus Blei bestehen, unterlaufen einem Oxydationsprozeß (Abnutzung), wobei Partikel in Lösung gehen, und sich ein Bodensatz bildet, der alle paar Monate beseitigt werden muß. Dies geschieht während des kurzgeschlossenen Zustandes, so daß während des Reinigens kein störender Stromfluß innerhalb der Elektrolysezelle auftritt.

Üblicherweise werden mit dem Kurzschlußrahmen gemäß Fig. 1 oder Fig. 3 zwei Zellen mit ihren jeweils 32 Kontakten für Anode und 32 Kontakten für die Katode zu Wartungszwecken kurzgeschlossenen, so daß der Strom, angedeutet durch die Pfeile 78, 80 nicht mehr durch die Zellen fließt, sondern über die Schienen und Arme 20, 36, dem Schalter 22 und die Schienen und Arme 136, 120.

Um den Elektrolyseprozeß in der Zelle einzuleiten, muß eine Mindestspannung zwischen den Anschlußklemmen der Zelle (Anode, Katode) vorhanden sein. Durch eine bestimmte Schaltfolge, beim Schließen zunächst Vorkontakte, dann Hauptkontakte, beim Öffnen zunächst Hauptkontakte, dann Vorkontakte, wird erreicht, daß die Lichtbogenbildung verkleinert wird. Außerdem wird die Zelle, wie auch der den Zellen als Lieferant von Strom zugeschaltete Gleichrichter weniger stark belastet.

Hinzukommt, daß während des Öffnens und Schließens des Schalters sich in dem von dem Rahmenstrom gebildeten Magnetfeld gespeicherte Energie ändert. Dies kann nicht schlagartig geschehen, sondern braucht Zeit.

Diese Magnetfelder erzeugen auch starke Kräfte, die die Rahmenkonstruktion auffangen muß. Eine Hybridkonstruktion aus Stahl und Kupfer ist daher besonders gut geeignet.


Anspruch[de]
  1. 1. Kurzschließereinrichtung (10) für die Wartung von Elektrolysezellen, mit einem kurzschließbare Kontakteinrichtungen (14) aufweisenden Rahmen (16), der auf eine Zelle oder eine Gruppe von Zellen derart aufsetzbar ist, daß die Kontakteinrichtungen (14) des Rahmens (16) mit Anschlußkontakten (32) der Zelle oder der Gruppe von Zellen in elektrischen Kontakt treten, wobei der Rahmen (16) von einer Tragereinrichtung (18) gestützte Kontaktarme (20) und daran angeschlossene Schalteinrichtungen (22) umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktarme (20) mit einer Fluidkühleinrichtung (26) verbunden sind.
  2. 2. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (22) Vorkontakte (38) und Hauptkontakte (40) umfassen, und daß zumindest die Hauptkontakte (40) mit einer Fluidkühleinrichtung (56, 156) in thermischer Verbindung stehen.
  3. 3. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltereinrichtungen (22) an einem Ende der Kontaktarme (20) angeordnet sind (Fig. 1, 2).
  4. 4. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Enden der Kontaktarme (20) Schaltereinrichtungen angeordnet sind (Fig. 3, 4).
  5. 5. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kontakteinrichtungen (14) entlang der Längserstreckung der Kontaktarme (20) angeordnet sind.
  6. 6. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der elektrisch wirksame Querschnitt der Kontaktarme (20) mit jeder Kontakteinrichtung (14) in Richtung auf die Schalteinrichtungen (22) zunimmt.
  7. 7. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16) elektrisch isolierende Distanzstücke (68, 70) zwischen den Kontaktarme (20) aufweist.
  8. 8. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16) Befestigungseinrichtungen, wie Krananhängeösen (74), für eine Transporteinrichtung aufweist.
  9. 9. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (16) eine Stahlkonstruktion (18) als Tragekonstruktion umfaßt, sowie eine aus Kupfer bestehende Kontaktarmanordnung (20), die über elektrisch isolierende Verbindungseinrichtungen (76) an der Stahlkonstruktion befestigt ist.
  10. 10. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Zellen in Berührung kommenden Kontakteinrichtungen (34) federnde Metallstreifen aus Kupfer oder dgl. darstellen.
  11. 11. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (22) von Hand, elektrisch oder pneumatisch betätigt werden (42).
  12. 12. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoreinrichtungen für die Temperatur des Fluids, wie Wasser, am Rahmen (16) angeordnet sind, deren Meßsignale einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zugeführt werden.
  13. 13. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoreinrichtungen für Strom und/oder Spannung oder Spannungsabfall am Rahmen (16) angeordnet sind, deren Meßsignale einer zentralen Steuerungs- und Überwachungseinrichtung zugeführt werden.
  14. 14. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß eine zentrale Steuerungs- und Überwachungseinrichtung am Rahmen (16) oder entfernt von diesem vorgesehen ist, die den Fluidumlauf steuert.
  15. 15. Kurzschließereinrichtung für die Wartung von Elektrolysezellen nach einem der Ansprüche 1-14, dadurch gekennzeichnet, daß eine zentrale Steuerungs- und Überwachungseinrichtung am Rahmen oder entfernt von diesem vorgesehen ist, die die Bewegung der Haupt-Schaltkontakte (40) und/oder Vor- Schaltkontakte (38) zeitlich steuert.






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