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Dokumentenidentifikation DE10229303A1 16.10.2003
Titel Hydraulikstempel mit vereinzelt im Stempelkopf untergebrachten Ventilen
Anmelder Richard Voß Grubenausbau GmbH, 58239 Schwerte, DE
Erfinder Voß, Richard, 58239 Schwerte, DE;
Voß, Wolfgang, 58239 Schwerte, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 29.06.2002
DE-Aktenzeichen 10229303
Offenlegungstag 16.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.10.2003
IPC-Hauptklasse E21D 15/44
Zusammenfassung Ein Hydraulikstempel 1, insbesondere für den Einsatz im untertägigen Bergbau, besteht aus zwei Einheiten, nämlich dem Außenstempel 2, der Fußplatte 5 und dem Handgriff 6 sowie dem Innenstempel 3 und dem Stempelkopf 7. Diese Einheiten sind über eine besondere Verbindungstechnik, und zwar über Verbindungsnut 58, 59, 57 und Sicherungsdrähte 60, 61 so miteinander verbunden, dass ihre Kräfte übertragen werden können. Die aus Innenstempel 3 und Stempelkopf 7 bestehende Einheit gibt außerdem den getrennt angeordneten Ventilen, nämlich dem Setzventil 12, dem Raubventil 13 und dem Druckbegrenzungsventil 15, einen sicheren Sitz und sichert eine gute Bedienbarkeit.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Hydraulikstempel mit ineinander verschiebbar ausgeführten Außen- und Innenstempeln, insbesondere Einzelstempel für den untertägigen Berg- und Tunnelbau, mit dem Außenstempel zugeordneter Fußplatte und Handgriff und dem Innenstempel zugeordnetem Stempelkopf sowie Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil und einer Rückholeinrichtung.

Vor allem in untertägigen Bergbau werden Hydraulikstempel eingesetzt, die wegen der besonderen Art und Intensität der auftretenden Belastung mit hoch effektiven Ventilen ausgerüstet werden müssen. Um den Druck von 360-400 und mehr bar aushalten zu können, müssen die zum Einsatz kommenden Einzelbauteile entsprechend genau arbeitend ausgebildet werden, wobei es bekannt ist, als Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil ein Kombiventil einzusetzen, das gleichzeitig dazu dient, den Stempelkopf mit dem Innenstempel zu verbinden. Dazu dient eine Hülse, in das sowohl das Setzventil wie das Raubventil wie auch das Druckbegrenzungsventil eingesetzt sind, wobei das Druckbegrenzungsventil so ausgebildet, dass es gleichzeitig auch als Raubventil mit verwendet werden kann. Solche Hydraulikstempel sind der DE-OS 44 41 778, der DE-OS 44 01 480 und auch der DE-GM 78 30 126 zu entnehmen. Gerade der zuletzt erwähnte Hydraulikstempel aus dem Jahre 1979 baut besonders aufwendig, weil hier der zum Einsatz kommende Kolben, der dem Innenstempel zugeordnet ist, ein eigenes aufwendiges Bauteil darstellt und darüber hinaus auch der Endbereich des Innenstempels sowie der des Außenstempels zusätzlich über einen Boden verschlossen sind. Dadurch ist das Gewicht derartiger Hydraulikstempel hoch, was problematisch ist, weil diese Ausbaustempel unter Tage in der Regel von Hand bewegt werden müssen. Hinzu kommt, dass auch die Bedienung aufwendig ist und eben wie schon erwähnt, die zum Einsatz kommenden Ventile besonders hochwertig und auf den jeweiligen Einsatzfall zugeschnitten sein müssen, um die ihnen zugeschriebene und von ihnen zu übernehmende Funktion effektiv zu erfüllen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen leichtgewichtigen, sicher und einfach zu bedienenden Hydraulikstempel zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil vereinzelt ausgebildet und jeweils in die Kopfplatte des Hydraulikstempels und/oder die Fußplatte und/oder eine Zwischenplatte integriert sind, dass die Kopfplatte, Fußplatte oder Zwischenplatte eine Bohrung, vorzugsweise eine durchgehende Längsbohrung aufweist, in denen einerseits das Setzventil und andererseits das Raubventil angeordnet sind und die mit der vom Außen- und Innenstempel gebildeten Druckkammer und mit einer das Druckbegrenzungsventil aufnehmenden Zusatzbohrung in Verbindung steht.

Durch die Integrierung der einzelnen Ventile in den Stempelkopf oder genauer gesagt in die Kopfplatte, die Fußplatte oder eine Zwischenplatte ist es möglich, dort die einzelnen Ventile so anzuordnen und einander zuzuordnen, dass sie in ihrer optimalen Form ausgebildet und angeordnet werden können, damit voll ihre Funktion erfüllen und andererseits gut und sicher zu betätigen sind. Die Kopfplatte des Stempelkopfes weist eine ausreichende Dicke auf, um darin die Längsbohrung unterzubringen, in der sowohl das Setzventil wie das Raubventil untergebracht sind, diese mit der Druckkammer zu verbinden und auch noch die Zusatzbohrung für das Druckbegrenzungsventil mit unterzubringen und zwar schräg zur Bohrung verlaufend, sodass vorteilhaft der gesamte Innenraum von Innen- und Außenstempel als Druckkammer zur Verfügung steht und so schnell gefüllt und schnell entleert werden kann, sodass eine derartiger vor allem Einzelstempel vorteilhaft zu händeln ist. Überraschend ist auch, dass die Kopfplatte ausreichend Kräfte übernehmen kann, obwohl die vorzugsweise als durchgehende Längsbohrung ausgebildete Bohrung und die Zusatzbohrung darin angeordnet sind, was vor allem auch dadurch erreicht wird, dass eben auf mehr oder weniger Standardventile zurückgegriffen werden kann, die keine besondere Abmessungen und Besonderheiten aufweisen und die sich damit gut in die Kopfplatte integrieren lassen. So kann man beispielsweise auf ein mehr oder weniger handelsübliches Druckbegrenzungsventil zurückgreifen, das in der Zusatzbohrung untergebracht, beispielsweise darin eingeschraubt ist und das dafür Sorge trägt, dass bei Überdruck innerhalb der Druckkammer diese so entlastet wird, dass eine Gefährdung für den Stempel nicht auftreten kann. Die anderen beiden Ventile bleiben bei dieser Beeinflussung bzw. Einschaltung des Druckbegrenzungsventils unbeeinflusst, können damit auch nicht versehentlich betätigt oder sonstwie angesprochen werden.

Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Setzventil einen Dichtkolben aufweist, der in einer Erweiterungskammer der Längsbohrung über die einströmende Druckflüssigkeit gegen die Kraft einer Kolbenfeder verschiebbar in einem trichterförmigen Dichtsitz angeordnet und mit einem vom gegenüberliegenden Bohrungsende aus bedienbaren und als Raubventil wirkenden Lösebolzen verbunden ist. Dieses Setzventil dichtet vorteilhaft ab, zumal durch das hydraulische Ungleichgewicht der eigentliche Dichtkolben gezielt im vorderen Bereich abdichtet, sodass ein schnelles und sicheres Ansprechen des Setzventils gewährleistet ist. Dieses Setzventil bzw. der Dichtkolben ist mit einem Lösebolzen verbunden, sodass er manuell oder auch per Druckmittel aus seinem Sitz herausgezogen werden kann, wenn der Stempel eingeraubt und von der Druckflüssigkeit befreit werden soll bzw. wenn die beiden Rohre ineinandergeschoben werden sollen. Das Setzventil mit dem relativ großen Dichtkolben und der entsprechend großen trichterförmigen Ausbildung des Dichtsitzes können so ausgebildet und geformt werden, dass ein sicheres und schnelles Betätigen auf jeden Fall in jeder Situation gewährleistet ist.

Ein besonders gut funktionierendes Setzventil ist gegeben, wenn der Dichtkolben als Kunststoffbauteil ausgebildet ist, der in Richtung trichterförmiger Dichtsitz kegelstumpfförmig und mit dem Dichtsitz korrespondierend geformt ist. Dieses Kunststoffbauteil kann somit sich genau in den trichterförmigen Dichtsitz hineinsetzen und dort abdichten, wie das weiter vorn erwähnt ist.

Einmal um das Zurückziehen des Dichtkolbens aus dem Dichtsitz sicherzustellen und andererseits für den auftreffenden Druckmittelstrom eine Metallfläche vorzugeben, sieht die Erfindung vor, dass der Dichtkolben eine aus Metall bestehende Mittenachse aufweist, die eine als Kegelscheitel wirkende Endplatte und eine die Grundfläche in etwa abdeckende Stützplatte aufweist und mit dem Lösebolzen verbunden ist. Der Lösebolzen kann beispielsweise über ein Gewinde mit der Mittenachse oder diesem kolbenartigen Bauteil verbunden werden, wobei die Stützplatte eine entsprechende Ausnehmung aufweist, entweder für die Mittenachse oder vorzugsweise für den Lösebolzen, wobei diese Stützplatte dann eine günstige und gleichmäßige Auflage für die Kolbenfeder bildet sowie für eine noch nicht erwähnte Sicherungshülse, auf die noch weiter hinten hingewiesen wird. Der Kunststoffdichtkolben ist somit bis auf die Dichtfläche an den Kopf und am Fuß durch metallene Scheiben abgeschlossen, sodass gezielt das Kunststoffmaterial abdichtend wirksam wird.

Der Dichtkolben braucht nur geringfügig aus dem Dichtsitz herausgehoben zu werden, um die Druckflüssigkeit passieren zu lassen. Um diesen Abstand und damit die Kanäle für das Durchtreten der Druckflüssigkeit vorzugeben und genau zu bemaßen, ist vorgesehen, dass die zwischen Stützplatte und Wandung der Erweiterungskammer angeordnete Kolbenfeder von einer Sicherungshülse umgeben ist, die den Öffnungsverschiebeweg des Dichtkolbens auf das notwendige Maß begrenzend ausgebildet ist. Je nach Länge dieser Sicherungshülse kann der Öffnungsverschiebeweg des Dichtkolbens sein, wobei Erfahrungswerte dafür vorliegen.

Um den schon erwähnten Lösebolzen von außerhalb des Stempelkopfes aus gut erreichbar zu machen, ist vorgesehen, dass der Lösebolzen mit einem gegen die Bohrungswandung abdichtenden O-Ring und endseitig einen aufgesteckten und über einen vorgeformten, aus Federstahl bestehenden Sicherungsdraht mit einem über den Stempelkopf nach außen vorstehenden Zugknopf mit einer Endverdickung ausgerüstet ist. Diese Endverdickung wirkt dann als Anschlagmittel für ein Öffnungswerkzeug, mit dem der Zugknopf und damit der Lösebolzen nach außen gezogen werden, sodass der Dichtkolben aus dem Dichtsitz herausgezogen wird und die Druckflüssigkeit aus dem Inneren des Stempels, d. h. aus der Druckkammer heraus nach außen abströmen kann. Der O-Ring auf dem Lösebolzen sorgt dafür, dass der Bereich dahinter so abgedichtet ist, dass Druckflüssigkeit aus dem Inneren, d. h. aus der Druckkammer heraus hier über diesen Weg nicht nach außen gelangen kann.

Um den Zugknopf einfach auch mechanisch, d. h. also von Hand bewegen zu können, sieht die Erfindung vor, dass zwischen die Endverdickung des Zugknopfes und die Stempelkopfaußenwand eine den Zugknopf nach außen ziehende Öffnungsgabel vorgesehen und vorzugsweise am Stempelkopf festgelegt ist. Sie steht damit immer zur Verfügung und ermöglicht es für den Bergmann oder den sonstigen Arbeiter, den Druck in der Druckkammer gezielt zu verringern und den Stempel einzurauben. Die Öffnungsgabel kann natürlich auch von dem Monteur mitgebracht werden, wichtig ist nur, dass sie genau so hinter die Endverdickung geschoben werden kann, dass damit der Zugknopf und der Dichtkolben bewegt werden können.

Statt oder zusätzlich zur Sicherungshülse sieht die Erfindung eine Beeinflussung des Öffnungsverschiebeweges des Druckkolbens vor, indem die Öffnungsgabel einen den Verschiebeweg des Lösebolzens begrenzenden Sperransatz aufweist. Dieser Sperransatz ist so an der Öffnungsgabel angeordnet, dass diese nach dem Einschieben hinter die Endverdickung nur einen begrenzten Weg ausführen kann, bis nämlich der Sperransatz an den Stempelkopf anschlägt und dann ein weiteres Herausziehen des Zugknopfes unterbindet.

Bekannt ist es, derartige Hydraulikstempel mit einer Setzpistole zu füllen, die über einen Pistolennippel verfügen, der über eine Überwurfkappe o. Ä. am Stempelkopf bzw. am Setzventil festgelegt wird, bis der Setzvorgang beendet ist. Stattdessen sieht die Erfinclung nun vor, dass vor dem Dichtkolben auf der dem Lösebolzen gegenüberliegenden Seite die Längsbohrung zu einer Stufenbohrung erweitert ist und eine Nut aufweist, die mit einer am Setzpistolennippel ausgebildeten Nipnut korrespondierend angeordnet und einen geraden . Sicherungsdraht aufnehmend ausgebildet ist. Nach dem Einschieben des Setzpistolennippels in die Stufenbohrung, kann dieser Setzpistolennippel über eine sehr einfache und absolut sichere Art, nämlich über den eingeschobenen Sicherungsdraht so festgelegt werden, dass der Füllvorgang bzw. Setzvorgang dann problemlos ablaufen kann. Vorteilhaft ist diese Verbindungstechnik vor allem deshalb, weil das Überschieben der bisherigen Sicherung immer mit Gefahren verbunden ist, nämlich sehr stark von der Sorgfalt des Monteurs abhängt. Hier ist ein Betätigen der Setzpistole erst möglich, wenn der gerade Sicherungsdraht eingeschoben ist und dann ist die wirksame Verbindung auf jeden Fall gegeben. Diese Verbindungstechnik ist auch deshalb vorteilhaft, weil sie der entspricht, mit der die einzelnen Bauteile miteinander verbunden sind, was weiter hinten noch erläutert wird.

Vorteilhafterweise ist das beschriebene Setzventil druckfastausgeglichen, weil die Bohrung an der Pistole, also im Bereich der Stufenbohrung, einen geringfügig größeren Durchmesser als der O-Ring-Bereich im Bereich des Lösebolzens aufweist. Dieses "fast größer" bewegt sich im mm-Bereich, reicht aber aus, um ein praktisch druckausgeglichenes Ventil vorzuhalten.

Auch das Druckbegrenzungsventil ist mit in dem Stempelkopf bzw. der Kopfplatte untergebracht, wozu schräg zur Längsbohrung eine in die Erweiterungskammer mündende Stichbohrung im Stempelkopf vorgesehen ist, die ein Druckbegrenzungsventil aufnehmend und sichernd ausgebildet ist. Dieses auch in anderen Bereichen einsetzbare Druckbegrenzungsventil wird über ein Gewinde in die entsprechende Stichbohrung eingeschraubt und liegt damit fest, kann seine Funktion voll erfüllen und bleibt von den übrigen Ventilen unbeeinflusst und kann so seine Sicherungsaufgabe voll wahrnehmen.

Weiter vorn ist bereits darauf hingewiesen worden, dass die Verbindungstechnik für die einzelnen Bauteile des Hydraulikstempels eine sehr einfache und sehr sichere und wie zu erwähnen ist, auch eine wenig platzaufwendige ist. Dies erreicht man dadurch, dass im Verbindungsbereich von Außenstempel und Fußplatte, von Außenstempel und Handgriff sowie von Innenstempel und umgreifendem Stempelkopf eine oder mehrere korrespondierende Verbindungsnuten vorgesehen sind, die mit einem aus Federstahl hergestellten und entsprechend vorgeformten Sicherungsdraht korrespondierend ausgeführt sind. Damit ist es möglich, diesen aus Federstahl bestehenden und einen geringeren Durchmesser als übliche Sicherungsdrähte aufweisenden Sicherungsdraht gezielt in die Verbindungsnuten einzuführen und damit die entsprechenden Bauteile, also beispielsweise Außenstempel und Handgriff, miteinander so zu verbinden, dass auf kürzestem Weg, d. h. also bei wenig Platzbedarf eine wirksame und hohe Kräfte übertragende Verbindung geschaffen ist. Diese Art der Verbindung ermöglicht die Übertragung von 40 t und mehr und das, obwohl im mm-Bereich die Verbindung eigentlich verwirklicht wird. Dort, wo man der Meinung ist, dass eine derartige Verbindungsnut nicht ausreicht, können auf kürzestem Abstand auch zwei oder mehr Verbindungsnuten vorgesehen werden, in die Sicherungsdrähte in der vorgefertigten, d. h. vorgeformten Art und Weise eingeschoben werden können, um damit die wirksame Verbindung herzustellen und darzustellen.

Aufgrund der aus Federstahl hergestellten und entsprechend vorgeformten Sicherungsdrähte kann eine Verbindungstechnik mit wenig Platzbedarf verwirklicht werden. Dies auch dann wenn mehrere Verbindungsnuten vorgesehen werden, wobei gemäß der Erfindung bei mehr als einer Verbindungsnut ein Abstand von 2,5-20 mm, vorzugsweise 5 mm eingehalten ist. Die einzelnen Verbindungsnute und damit die Sicherungsdrähte können in sehr geringem Abstand angeordnet werden, was gegenüber der bisher üblichen Gewindeverbindung wesentliche Vorteile erbringt und eben sicherstellt, dass sehr hohe Kräfte übertragen werden können. Durch die kurzen Verbindungsbereiche ist es darüber hinaus möglich, die Hydraulikstempel mit geringerem Gewicht auszustatten, schon weil diese Überdeckungsbereiche entfallen können, aber auch deshalb, weil die Verbindung im Bereich der Fußplatte und auch im Bereich des Stempelkopfes wesentlich verkürzt und vereinfacht ist.

Ein sicheres Ausfahren und wieder Einschieben des Innenstempels in den Außenstempel wird unter anderem dadurch gewährleistet, dass der Handgriff im auf dem Innenstempel gleitenden Abschnitt mit einer Breitnut und Teflonring und endseitig mit einem Schmutzdichtring ausgerüstet ist. Über den Schmutzdichtring wird das Eindringen von Schmutz in den Innenbereich, d. h. in den Bereich zwischen den beiden Stempeln verhindert, während der Teflonring Führungseigenschaften und Führungsaufgaben hat. Er sorgt dafür, dass der Innenstempel beim Ausschieben und auch beim Einschieben sicher geführt ist.

Das Führen des Innenstempels beim Aus- und Einschieben wird dadurch wesentlich optimiert, dass Innenstempel und ein gegen den Außenstempel im Gleitbereich abdichtender Kolben einteilig ausgebildet sind, wobei der Kolben mit zwei breiten Führungsringen aus Polytetrafluoräthylen versehen ist. Diese Führungsringe liegen in entsprechend breiten Nuten, sodass sie beim Aus- und Einschieben nicht verschoben werden können. Der Kolben führt sich und führt damit das Innenrohr beim Aus- und Einschieben sicher, bis er oben gegen den Handgriff anstößt und dann seinen Ausfahrvorgang beendet.

Der Kolben ist kein geschlossenes Bauteil, sondern ist wie schon erwähnt Teil des Innenstempels. Er zeichnet sich eigentlich nur dadurch aus, dass im unteren Bereich der Schlitz zwischen Innenrohr und Außenrohr abgedichtet ist, sodass die einströmende Druckflüssigkeit dafür sorgt, dass der Innenstempel aus dem Außenstempel herausgedrückt wird. Hierzu ist ergänzend vorgesehen, dass das untere freie Ende des Kolbens einen Doppeldichtring mit Gummiteil und Gummiteilführungsring Polytetrafluoräthylen aufweist, der sich an einer unteren, zurückspringenden Nase des Kolbens abstützend angeordnet und ausgebildet ist. So ist eine Fläche geschaffen, die mit dazu beiträgt, dass der Innenstempel bei einströmender Druckflüssigkeit hochgeschoben und aus dem Außenstempel herausgefahren wird, wobei die schon erwähnte Doppeldichtung bzw. der Doppeldichtring den Schlitz zwischen den beiden Stempeln wirksam verschließt auch während des Ausfahrens oder des Einfahrvorgangs des Innenstempels.

Bekannt ist es, eine Feder zu verwenden, die beim Ausfahren des Innenstempels aus dem Außenstempel vorgespannt wird und beim Verringern des Innendruckes in der Druckkammer dafür sorgt, dass der Innenstempel wieder in den Außenstempel zurückgezogen wird. Abweichend vom Stand der Technik ist diese zylindrische Rückholfeder bei der Erfindung aber so angeordnet, dass die Rückholeinrichtung als direkt mit der Fußplatte und direkt mit dem Stempelkopf verbundene zylindrische Rückholfeder ausgebildet ist. Diese zylindrische Rückholfeder ist also nicht mit irgendwelchen anderen Bauteilen direkt oder indirekt verbunden, sondern direkt am Stempelkopf angeschlagen und direkt auch an der Fußplatte. Zusätzliche Einbauten sind hierzu nicht erforderlich. Eine lange und wirksame zylindrische Rückholfeder kann so sicher angeordnet werden und kann den ihr zugedachten Dienst optimal erfüllen.

Beschrieben ist weiter vorn, dass beim Öffnen des Hauptventils die Druckflüssigkeit abströmt und zwar in die Atmosphäre. Hierzu ist es aber auch denkbar, einen Schlauch anzuschließen, über den die Druckflüssigkeit abgeführt wird, wozu die Erfindung vorsieht, dass der Stufenbohrung ein Verbindungsnippel zuzuordnen ist, der über eine mit dem Sicherungsdraht korrespondierenden Nut und am anderen Ende eine Aufnahme für den Stecknippel eines Druckmittelabführungsschlauches verfügt. Damit wird nach dem Herausnehmen der Setzpistole einfach der Verbindungsnippel eingeschaltet bzw. genauso festgelegt wie vorher der Setzpistolennippel, um dann über den Druckmittelabführungsschlauch die Druckflüssigkeit beim Betätigen des Raubventils abführen zu können.

Darüber hinaus ist neben der weiter vorn beschriebenen mehr oder weniger mechanischen Betätigung des Raubventils auch eine hydraulische Betätigung möglich, indem nämlich der Lösebolzen an seinem freien Ende eine Mittenbohrung mit endseitiger Radialbohrung aufweist, die hinter dem Einsteckende eines Verbindungsnippels in einer Kammer endet, der mit dem Lösebolzen über einen vorgeformten, aus Federstahl bestehenden Sicherungsdraht verbunden ist und einen Anschluss für den Setzpistolennippel aufweist. Auch hier wird eine Art Verbindungsnippel vorgegeben, der auf den entsprechend ausgerüsteten Lösebolzen aufgeschoben wird und eine Kammer bildet, die beim Aufsetzen einer Setzpistole mit Druckmittel gefüllt wird und dafür sorgt, dass der Lösebolzen und damit der Dichtkolben verschoben wird.

Besonders vorteilhaft ist diese Einrichtung dann, wenn wie weiter vorn beschrieben auf der gegenüberliegenden Seite ein Druckmittelabführungsschlauch angeordnet ist, sodass die Druckflüssigkeit über einen entsprechenden Schlauch zur Pumpe zurückgeführt werden kann.

Das Setzen für Gleitkappen ist erreichbar, wenn wie erfindungsgemäß vorgesehen im Bereich des Handgriffes ein Setzpistolennippelanschluss mit Hinterfüllbohrung vorgesehen und im Bereich des Kolbens eine oder mehrere Ringflächen ausgebildet sind.

Weiter kann auch mit einem Anschluss sowohl geraubt wie gesetzt werden, wenn dem Setzpistolennippel ein mit der Pumpe und der Wasserrückführungsleitung verbundenes federbelastetes Wechselventil zugeordnet ist. Über das Wechselventil läuft bei entsprechender Beaufschlagung das Druckmittel in den Stempel hinein, füllt den Druckraum und sorgt dafür, dass der Innenstempel aus dem Außenstempel herausgedrückt wird. Beim Rauben bleibt das Wechselventil an der besagten Stelle, nur dass jetzt die Druckflüssigkeit über das Wechselventil in die Wasserrückführungsleitung gelangt und von dort zur Pumpe zurück.

Denkbar ist es auch, die Ventile gesondert außerhalb des Hydraulikstempels anzuordnen und dann über Rohre und Leitungen mit der Druckkammer zu verbinden. Dabei ist in Kauf zu nehmen, dass die Ventile vor Beschädigungen nur schwer zu schützen sind.

Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ein Hydraulikstempel geschaffen ist, der vor allem im Untertagebergbau aber auch in anderen Bereichen eingesetzt werden kann, um Sicherungsaufgaben zu übernehmen. Dieser Hydraulikstempel ist durch eine besondere Bauweise ausgezeichnet, weil nämlich die benötigten Ventile, nämlich das Setzventil, das Raubventil und auch das Druckbegrenzungsventil in die Kopfplatte des Stempelkopfes integriert sind. Sie sind dabei so angeordnet, dass sie alle Verbindung mit der von Innen- und Außenstempel gebildeten Druckkammer aufweisen und von außen her leicht zu erreichen, d. h. zu montieren aber auch zu bedienen sind. Setz- und Raubventil sind in einer Längsbohrung untergebracht, einander gegenüberliegend und so, dass mit einem und demselben Dichtkolben sowohl die Druckkammer verschlossen werden kann, um den notwendigen Druck zu wahren, als auch geöffnet werden kann, wenn der Stempel geraubt werden soll. Die einzelnen Bauteile, nämlich der Außenstempel und der Innenstempel sind einmal mit der Fußplatte und einmal mit dem Stempelkopf verbunden, sodass praktisch der gesamte Stempel auf ein Mindestmaß von Bauteilen zusammengeschrumpft ist, die einfach und sicher so miteinander verbunden sind, dass die notwendigen Dichtungen und Verbindungen auf sehr kurzem Raum verwirklicht werden können.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den zugehörigen Zeichnungen, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen eingefahrenen Hydraulikstempel mit gesonderter Wiedergabe des Druckbegrenzungsventils,

Fig. 2 die Anschlussmöglichkeit für einen Druckmittelabführungsschlauch sowie die Möglichkeit der hydraulischen Betätigung des Raubventils,

Fig. 3 eine Anordnung für das Setzen von Gleitkappen und

Fig. 4 eine Anordnung für Setzen und Wasserrückführung mit Hilfe eines Wechselventils.

Fig. 1 zeigt einen Hydraulikstempel 1, der aus einem Außenstempel 2 mit Fußplatte 5 und Handgriff 6 besteht sowie einem Innenstempel 3 mit Stempelkopf 7. Von beiden wird somit eine lange und große Druckkammer 4 vorgegeben, die über ein Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil 8 bedient werden kann und die eine Rückholeinrichtung 9 aufnimmt, die für das Wiedereinschieben des Innenstempels 3 in den Außenstempel 2 sorgt, wenn der Druck in der Druckkammer 4 entsprechend heruntergenommen wird.

Im vorliegenden Fall sind die einzelnen Ventile, nämlich das Setzventil 12, das Raubventil 13 und auch das Druckbegrenzungsventil 15 in die Kopfplatte 10 des Stempelkopfes 7 integriert. Hierzu ist in der Kopfplatte 10 eine Längsbohrung 11 eingebracht und eine Zusatzbohrung 14, in der das Druckbegrenzungsventil 15 sitzt. Setz- und Raubventil 12, 13 sitzen oder sind in der Längsbohrung 11 angeordnet und ausgebildet, wobei von der Ansicht Fig. 1 rechts der Füllvorgang abläuft, während von links der Raubvorgang eingeleitet und gewahrt wird.

Sowohl für den Setz- wie für den Raubvorgang wichtig ist der Dichtkolben 18, der in eine Erweiterungskammer 19 der Längsbohrung 11 angeordnet ist und in einen trichterförmigen Dichtsitz 20 hineingedrückt wird und zwar über die Kolbenfeder 22. Diese Kolbenfeder 22 stützt sich an der Wandung 21 der Erweiterungskammer 19 ab und sorgt dafür, dass der Dichtkolben 18 in den trichterförmigen Dichtsitz 20 hineingedrückt wird. Entsprechendes verdeutlicht Fig. 1.

Der Dichtkolben 18 mit der Kolbenfeder 22 sorgt für die Wirkung des Setzventils. Beim Setzen wird die Druckflüssigkeit über die gezeigte Setzpistole gegen den Dichtkolben 18 gefördert, sodass dieser gegen die Wirkung der Kolbenfeder 22 aus dem trichterförmigen Dichtsitz 20 herausgedrückt wird. Die Druckflüssigkeit kann dann aus der Erweiterungskammer 19 in die Druckkammer 4 gelangen, um den Innenstempel 3 aus dem Außenstempel 2 herauszudrücken.

Am gegenüberliegenden Bohrungsende 24 der Längsbohrung 11 ragt ein Lösebolzen 25 weitgehend heraus, der über einen Zugknopf 35 so verschoben werden kann, dass er den mit ihm verbundenen Dichtkolben 18 dann aus dem trichterförmigen Dichtsitz 20 herauszieht, wenn der Hydraulikstempel 1 geraubt werden soll.

Der Dichtkolben 18 besteht im Wesentlichen aus Kunststoff, wobei in der Mittenachse 26 eine Art Schraube angeordnet ist, die über das endseitige Gewinde 29 eine Verbindung mit dem Lösebolzen 25 ermöglicht. Am gegenüberliegenden Ende der Mittenachse 26 ist eine Endplatte 27 angeordnet, sodass die Druckflüssigkeit aus der Setzpistole 47 zunächst einmal gegen diese Endplatte 27 strömt und dabei den Dichtkolben 18 aus seinem Dichtsitz 20 herausdrückt. Die gegenüberliegende Seite des Dichtkolbens 18 weist eine Stützplatte 28 auf, an der die Kolbenfeder 22 anliegt und gegen die eine Sicherungshülse 30 anstößt, wenn der Dichtkolben 18 seinen maximalen Öffnungsweg oder Verschiebeweg vollführt hat. Stößt der Dichtkolben 18 mit der Stützplatte 28 gegen diese Sicherungshülse 30, kann die Druckflüssigkeit an dem Dichtkolben 18 vorbei in die Erweiterungskammer 19 strömen.

Im Bereich der Bohrungswandung 32 sitzt in einer entsprechenden Nut im Lösebolzen 25 an O-Ring 33, der hier abdichtet und dafür sorgt, dass die Druckflüssigkeit nicht am Lösebolzen 25 vorbei in die Atmosphäre austreten kann. Hier ist der Durchmesser des Lösebolzens 25 etwas geringer als im Abspritzbereich 50 der Stufenbohrung 44 auf der gegenüberliegenden Seite 43 des Lösebolzens 25.

Der Lösebolzen 25 ist mit dem Zugknopf 35 über einen Sicherungsdraht 34 verbunden, wobei dieser Sicherungsdraht 34 aus Federstahl besteht und vorgebogen oder vorgeformt ist, um ihn in die entsprechende Nut genau einfügen zu können. Der Zugknopf 35 weist am freien Ende eine Endverdickung 36 auf, hinter die eine Öffnungsgabel 38 greifen kann, die sich dann an der Stempelkopfaußenwand 37 abstützt und dafür sorgt, dass durch eine Bewegung des Gabelgriffes 40 in Richtung Stempelkopfaußenwand 37 der Lösebolzen 25 aus der Längsbohrung 11 herausgezogen und dadurch der Dichtkolben 18 aus seinem trichterförmigen Dichtsitz 20 herauskommt. Dann spritzt die Druckflüssigkeit aus der Druckkammer 4 und die entsprechend offene Stufenbohrung 44 heraus ins Freie. Ein zweites Öffnern des Dichtkolbens 18 wird einmal über die Sicherungshülse 30 begrenzt und/oder durch den Sperransatz 39 an der Öffnungsgabel 38, wobei dieser Sperransatz 39 ein zu weites Bewegen des Gabelgriffes 40 in Richtung Stempelkopfaußenwand 37 verhindert.

Auf die gegenüberliegende Seite 43 war bereits hingewiesen worden und die hier vorgesehene Stufenbohrung 44, die eine Nut 45 aufweist, die mit der Nipnut 48 an den Setzpistolennippel 46 korrespondierend geformt ist und einen geraden Sicherungsdraht 49 aufnehmen kann, um auf diese Art und Weise den Setzpistolennippel 46 und damit die Setzpistole 47 so mit der Kopfplatte 10 zu verbinden, dass eine sichere Befüllung bzw. ein Setzen des Hydraulikstempels 1 möglich wird.

Links neben dem Zugknopf 35 ist ein Schnitt gezeichnet, wobei deutlich wird, wie die Öffnungsgabel 38 hinter die Endverdickung 36 des Zugknopfes 35 greifen kann, um diesen zu bewegen und damit den Lösebolzen 25 und damit auch den Dichtkolben 18. Weiter ist die Anordnung des Druckbegrenzungsventils 15 wiedergegeben, die in einer Stickbohrung 52 bzw. einer Zusatzbohrung 14, die versetzt zur Längsbohrung 11 angeordnet ist und so endet, dass eine Verbindung mit der Erweiterungsbohrung innerhalb der Erweiterungskammer 19 erreicht ist. Dadurch steht auch dieser Bereich, d. h. die Stichbohrung 52 mit der Druckkammer 4 in Verbindung und bei auftretendem Überdruck kann das Druckbegrenzungsventil 15 ansprechen, das in die entsprechende Zusatzbohrung bzw. Stichbohrung 14, 52 eingeschraubt ist.

Der gezeigte Hydraulikstempel 1 zeichnet sich nicht nur durch die besondere Anordnung und Ausbildung der einzelnen Ventile 12, 13, 15 aus, sondern auch durch die besondere Gestaltung der Verbindungsbereiche 54, 55, 56. Hier ist eine Verbindungsnut 57, 57', 58, 59, 59' vorgesehen, in die ein Sicherungsdraht 60 bzw. 61 eingeschoben ist, um so die Verbindung der einzelnen Bauteile miteinander sicherzustellen. Bei diesen Sicherungsdrähten 60, 61 handelt es sich um vorgeformte, aus Federstahl bestehende Drähte, die einen geringeren Durchmesser als übliche Sicherungsdrähte haben und dennoch hohe Kräfte bis zu 40 t und mehr übertragen können.

Beim Ausschieben und auch beim Einziehen des Innenstempels 3 in den Außenstempel 2 wird der Innenstempel am oberen und am unteren Ende sicher geführt, wozu im Bereich des Handgriffes 6 und zwar in dessen Abschnitt 63 eine Breitnut 64 mit einem Teflonring 65 vorgesehen ist. Außerdem ist der Endbereich dieses Abschnittes 63 durch eine Schmutzdichtring 66 gekennzeichnet, der dafür sorgt, dass Schmutz nicht beim Einschieben des Innenstempels 3 in den Außenstempel 2 mit in den Innenbereich hineingelangt.

Im unteren Ende ist der mit dem Innenstempel 3 einstückige Kolben 68 gezeigt, der über zwei Führungsringe 69, 70 verfügt, wobei auch hier in die entsprechenden Nuten aus Polytetrafluoräthylen bestehende Führungsringe 69, 70 eingelegt sind, die für das gleichmäßige Gleiten des Kolbens 68 und damit des Innenstempels 3 sorgen. Das untere Ende 71 weist einen Doppeldichtring 72 auf, der aus dem abdichtenden Gummiteil 73 und dem Gummiteilführungsring 74 besteht und sich an der Nase 75 des Innenstempels 3 abstützt.

Mittig des Innenstempels 3 ist die als Rückholfeder 77 ausgebildete Rückholeinrichtung 9 zu erkennen, wobei diese direkt an der Fußplatte 5 und am Stempelkopf 7 bzw. der Kopfplatte 10 festgelegt ist.

Fig. 2 zeigt in der rechten Darstellung den Anschluss eines Druckmittelabführungsschlauches 83, der an oder in der Stufenbohrung 44 festgelegt ist. Hierzu ist in die Stufenbohrung 44 ein Verbindungsnippel 78 eingeführt, der über eine Nut 79 verfügt, in die ein gerader Sicherungsdraht 49 eingeschoben ist. Dadurch ist eine feste Verbindung mit der Kopfplatte 10 erreicht, während von der anderen Seite vom anderen Ende 80 aus der Druckmittelabführungsschlauch 83 festgelegt werden kann. Hierzu verfügt der Verbindungsnippel 78 hier über eine Aufnahme 81 und über eine Stecknippelverbindung 82.

In der anderen Darstellung ist gezeigt, wie eine hydraulische Raubeinrichtung aussehen kann. Hierzu ist das freie Ende 85 des Lösebolzens 25 mit einer Mittenbohrung 86 und einer endseitigen Radialbohrung 87 ausgerüstet. Die Radialbohrung 87 endet in einer Kammer 91, sodass beim Aufsetzen der Setzpistole 47 und der Verbindung mit dem Verbindungsnippel 89 Druckflüssigkeit über die Mittenbohrung 86 und die Radialbohrung 87 in die Kammer 91 einströmen kann. Sie schiebt den Verbindungsnippel 89 und den Lösebolzen 25 aus der Längsbohrung 11 heraus, sodass der hier nicht dargestellte Dichtkolben 18 aus dem trichterförmigen Dichtsitz 20 herausgezogen wird und die Druckflüssigkeit in den Druckmittelabführungsschlauch 83 ein- und abströmen kann.

Der Verbindungsnippel 89 umfasst mit seinem Einsteckende 88 den Lösebolzen 25, um die Kammer 91 abzuschließen. In den Anschluss 90 des Verbindungsnippels 89 wird der Setzpistolennippel 46 eingeführt und dann über den geraden Sicherungsdraht 59, der in die Nut 45, 48 eingeschoben wird, festgelegt ist.

Fig. 3 zeigt die Möglichkeit des Setzens für Gleitkappen. Hierzu ist eine Hinterfüllbohrung 93 vorgesehen und ein Setzpistolennippelanschluss 92, der sich im Bereich des Handgriffes 6 befindet. Über diesen Setzpistolennippelanschluss 92 kann Druckflüssigkeit in die Hinterfüllbohrung 93 bis zur Ringfläche 95 gepresst werden, sodass dann über den Dichtring 94 zusätzlich abgesichert der Innenstempel 3 aus dem Außenstempel 2 herausgedrückt wird.

Fig. 4 zeigt eine weitere Anschlussmöglichkeit, wobei hier über den Setzpistolennippel 46 ein Wechselventil 97 angeschlossen ist, das öffnet, wenn über den Pumpenanschluss 98 Druckflüssigkeit ansteht. Diese Druckflüssigkeit gelangt dann über das Wechselventil 97 in den Bereich des Dichtkolbens 18, sodass dieser öffnet und Druckflüssigkeit in das Innere des Hydraulikstempels 1, d. h. in die Druckkammer 4 einströmen kann. Nach dem Füllen und während des späteren Raubens gelangt die Druckflüssigkeit über den Verbraucheranschluss 100 und den Anschluss 99 für die Wasserrückführungsleitung 96 aus der Druckkammer 4 heraus, ohne in die Atmosphäre austreten zu können.

Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Hydraulikstempel mit ineinander verschiebar ausgeführen Außen- (2) und Innenstempeln (3), insbesondere Einzelstempel für den untertägigen Berg- und Tunnelbau, mit dem Außenstempel (2) zugeordneter Fußplatte (5) und Handgriff (6) und dem Innenstempel (3) zugeordnetem Stempelkopf (7) sowie Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil (8) und einer Rückholeinrichtung (9), dadurch gekennzeichnet, dass das Setz-, Raub- und Druckbegrenzungsventil (8) vereinzelt ausgebildet und jeweils in die Kopfplatte (10) des Hydraulikstempels (1) und/oder in die Fußplatte (5) und/oder eine Zwischenplatte integriert sind, dass die Kopfplatte (10) oder die Fußplatte (5) oder Zwischenplatte eine Bohrung (11) aufweist, in denen einerseits das Setzventil (12) und andererseits das Raubventil (13) angeordnet sind und die mit der vom Außen- und Innenstempel (2, 3) gebildeten Druckkammer (4) und mit einer das Druckbegrenzungsventil (15) aufnehmenden Zusatzbohrung (14) in Verbindung steht.
  2. 2. Hydraulikstempel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Setzventil (12) einen Dichtkolben (18) aufweist, der in einer Erweiterungskammer (19) der Längsbohrung (11) über die einströmende Druckflüssigkeit gegen die Kraft einer Kolbenfeder (22) verschiebbar in einem trichterförmigen Dichtsitz (20) angeordnet und mit einem vom gegenüberliegenden Bohrungsende (24) aus bedienbaren und als Raubventil (13) wirkenden Lösebolzen (25) verbunden ist.
  3. 3. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkolben (18) als Kunststoffbauteil ausgebildet ist, der in Richtung trichterförmiger Dichtsitz (20) kegelstumpfförmig und mit dem Dichtsitz (20) korrespondierend geformt ist.
  4. 4. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtkolben (18) eine aus Metall bestehende Mittenachse (26) aufweist, die eine als Kegelscheitel wirkende Endplatte (27) und eine die Grundfläche in etwa abdeckende Stützplatte (28) aufweist und mit dem Lösebolzen (25) verbunden ist.
  5. 5. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen Stützplatte (28) und Wandung (21) der Erweiterungskammer (19) angeordnete Kolbenfeder (22) von einer Sicherungshülse (30) umgeben ist, die den Öffnungsverschiebeweg des Dichtkolbens (18) auf das notwendige Maß begrenzend ausgebildet ist.
  6. 6. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösebolzen (25) mit einem gegen die Bohrungswandung (32) abdichtenden O-Ring (33) und endseitig einen aufgesteckten und über einen vorgeformten, aus Federstahl bestehenden Sicherungsdraht (34) mit einem über den Stempelkopf (7) nach außen vorstehenden Zugknopf (35) mit einer Endverdickung (36) ausgerüstet ist.
  7. 7. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Endverdickung (36) des Zugknopfes (35) und die Stempelkopfaußenwand (37) eine den Zugknopf (35) nach außen ziehende Öffnungsgabel (38) vorgesehen und vorzugsweise am Stempelkopf (7) festgelegt ist.
  8. 8. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungsgabel (38) einen den Verschiebeweg des Lösebolzens (25) begrenzenden Sperransatz (39) aufweist.
  9. 9. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Dichtkolben (18) auf der dem Lösebolzen (25) gegenüberliegenden Seite (43) die Längsbohrung (11) zu einer Stufenbohrung (44) erweitert ist und eine Nut (45) aufweist, die mit einer am Setzpistolennippel (46) ausgebildeten Nipnut (48) korrespondierend angeordnet und einen geraden Sicherungsdraht (49) aufnehmend ausgebildet ist.
  10. 10. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenbohrung (44) im Abspritzbereich (50) einen etwas über dem Durchmesser des O-Ringes (33) auf dem Lösekolben (25) liegenden Durchmesser aufweist.
  11. 11. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass schräg zur Längsbohrung (11) eine in die Erweiterungskammer (19) mündende Stichbohrung (14, 52) im Stempelkopf (7) vorgesehen ist, die ein Druckbegrenzungsventil (15) aufnehmend und sichernd ausgebildet ist.
  12. 12. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungsbereich (54, 55, 56) von Außenstempel (2) und Fußplatte (5), von Außenstempel (2) und Handgriff (6) sowie von Innenstempel (3) und umgreifendem Stempelkopf (7) eine oder mehrere korrespondierende Verbindungsnuten (57, 58, 59) vorgesehen sind, die mit einem aus Federstahl hergestellten und entsprechend vorgeformten Sicherungsdraht (60, 61) korrespondierend ausgeführt sind.
  13. 13. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei mehr als einer Verbindungsnut (57, 59) ein Abstand von 2,5-20 mm, vorzugsweise 5 mm eingehalten ist.
  14. 14. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (6) im auf dem Innenstempel (3) gleitenden Abschnitt (63) mit einer Breitnut (64) und Teflonring (65) und endseitig mit einem Schmutzdichtring (66) ausgerüstet ist.
  15. 15. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Innenstempel (3) und ein gegen den Außenstempel (2) im Gleitbereich abdichtender Kolben (68) einteilig ausgebildet sind, wobei der Kolben (68) mit zwei breiten Führungsringen (69, 70) aus Polytetrafluoräthylen versehen ist.
  16. 16. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das untere freie Ende (71) des Kolbens (68) einen Doppeldichtring (72) mit Gummiteil (73) und Gummiteilführungsring (74) Polytetrafluoräthylen aufweist, der sich an einer unteren, zurückspringenden Nase (75) des Kolbens (68) abstützend angeordnet und ausgebildet ist.
  17. 17. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückholeinrichtung (9) als direkt mit der Fußplatte (5) und direkt mit dem Stempelkopf (7) verbundene zylindrische Rückholfeder (77) ausgebildet ist.
  18. 18. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stufenbohrung (44) ein Verbindungsnippel (78) zuzuordnen ist, der über eine mit dem Sicherungsdraht (49) korrespondierenden Nut (79) und am anderen Ende (80) eine Aufnahme (81) für den Stecknippel (82) eines Druckmittelabführungsschlauches (83) verfügt.
  19. 19. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösebolzen (25) an seinem freien Ende (85) eine Mittenbohrung (86) mit endseitiger Radialbohrung (87) aufweist, die hinter dem Einsteckende (88) eines Verbindungsnippels (89) in einer Kammer (91) endet, der mit dem Lösebolzen (25) über einen vorgeformten, aus Federstahl bestehenden Sicherungsdraht (34) verbunden ist und einen Anschluss (90) für den Setzpistolennippel (46) aufweist.
  20. 20. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Handgriffes (6) ein Setzpistolennippelanschluss (92) mit Hinterfüllbohrung (93) vorgesehen und im Bereich des Kolbens (68) eine oder mehrere Ringflächen (95) ausgebildet sind.
  21. 21. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Setzpistolennippel (46) ein mit der Pumpe und der . Wasserrückführungsleitung (83, 96) verbundenes federbelastetes Wechselventil (97) zugeordnet ist.
  22. 22. Hydraulikstempel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Setzventil (12) und das Raubventil (13) sowie das Druckbegrenzungsventil (15) vereinzelt außerhalb des Hydraulikstempels (1) angeordnet und mit der Druckkammer (4) über Rohre verbunden sind.






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