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Dokumentenidentifikation DE10216171A1 30.10.2003
Titel Verfahren zur Diebstahlsicherung eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Conti Temic microelectronic GmbH, 90411 Nürnberg, DE
Erfinder Hallitschke, Frank, Dipl.-Ing., 85134 Stammham, DE;
Kober, Alexander, Dipl.-Ing. (FH), 85049 Ingolstadt, DE
DE-Anmeldedatum 12.04.2002
DE-Aktenzeichen 10216171
Offenlegungstag 30.10.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.10.2003
IPC-Hauptklasse B60R 25/10
Zusammenfassung Vorgeschlagen wird ein einfaches, kostengünstiges und zuverlässiges Verfahren zur Diebstahlsicherung bei einem Kraftfahrzeug, dessen Inbetriebnahme durch einen Fahrzeugschlüssel erfolgt.
Hierzu wird bei einer Diebstahlmeldung von einer Diebstahlwarnanlage des Kraftfahrzeugs eine Diebstahlnachricht an eine mit dem Fahrzeugschlüssel gekoppelte Empfangseinheit übertragen. Nach Verifizierung der Diebstahlnachricht wird eine Diebstahlinformation von einer mit dem Fahrzeugschlüssel gekoppelten Ausgabeeinheit des Kraftfahrzeugs ausgegeben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Diebstahlsicherung eines Kraftfahrzeugs. Verbunden mit der hohen Anzahl von Diebstählen ist auch ein starkes Bedürfnis nach einem geeigneten und effizienten Diebstahlschutz für Kraftfahrzeuge; hierfür sind heutzutage einerseits mechanische Vorrichtungen (Lenkradsperren etc.) und andererseits Alarmanlagen zur Überwachung von Türkontakten oder von Stromschleifen oder des Innenraums von Kraftfahrzeugen gebräuchlich. Obwohl im Alarmfall durch die Alarmanlage ein akustischer und/oder optischer Alarm ausgelöst wird, bemerkt der momentane Bediener eines Kraftfahrzeugs in vielen Fällen von einem Diebstahl entweder überhaupt nichts oder erst zu spät etwas, da er sich in großer Entfernung zum Kraftfahrzeug aufhält, insbesondere sich nicht in dessen Sichtweite und/oder in dessen Hörweite befindet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Diebstahlsicherung eines Kraftfahrzeugs anzugeben, mit dem Diebstähle auf einfache Weise wirksam erschwert werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind Bestandteil der weiteren Patentansprüche.

Erfindungsgemäß wird im Alarmfall, d. h. im Falle einer bei einem Diebstahl oder Diebstahlversuch generierten Diebstahlmeldung, der momentane Bediener des Kraftfahrzeugs hierüber unverzüglich informiert, indem vom Kraftfahrzeug, insbesondere von der Diebstahlwarnanlage des Kraftfahrzeugs, nach der Generierung der Diebstahlmeldung eine Diebstahlnachricht an den momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs leitungslos übermittelt wird; diese Diebstahlnachricht wird hierbei von einer mit der Diebstahlwarnanlage gekoppelten Sendeeinheit des Kraftfahrzeugs vorzugsweise codiert (d. h. mittels codierter Datenübertragung) an eine mit dem vom momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs mitzuführenden Fahrzeugschlüssel gekoppelte Empfangseinheit übertragen (vorzugsweise wird die Empfangseinheit im Fahrzeugschlüssel integriert). Die Diebstahlnachricht wird insbesondere durch Funkübertragung (Reichweite bsp. 300 m) von der Sendeeinheit des Kraftfahrzeugs an die mit dem Fahrzeugschlüssel gekoppelte Empfangseinheit übertragen und von dieser decodiert und auf ihre Gültigkeit hin verifiziert. Liegt eine gültige Diebstahlnachricht vor, wird der momentane Bediener des Kraftfahrzeugs mittels einer Diebstahlinformation auf geeignete Weise benachrichtigt, insbesondere mittels einer auf optischem Wege und/oder akustischem Wege und/oder haptischem Wege erfolgenden Diebstahlinformation. Die Diebstahlinformation wird durch eine mit der Empfangseinheit gekoppelte Ausgabeeinheit ausgegeben und hierdurch die Benachrichtigung des momentanen Bedieners des Kraftfahrzeugs vorgenommen, insbesondere durch eine in der Empfangseinheit und damit vorzugsweise auch im Fahrzeugschlüssel integrierte Ausgabeeinheit. Die Zeitdauer für die Ausgabe der Diebstahlinformation und damit für die Benachrichtigung des momentanen Bedieners des Kraftfahrzeugs kann hierbei beliebig gewählt werden; bsp. kann eine bestimmte Mindestzeit und damit eine bestimmte Mindestdauer für die Ausgabe der Diebstahlinformation vorgegeben werden oder die Diebstahlinformation wird so lange ausgegeben, bis deren Kenntnisnahme vom momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs bestätigt (quittiert) wird, bsp. durch Betätigung einer Taste am Fahrzeugschlüssel.

Optional kann vom Kraftfahrzeug eine Reichweitennachricht an den vom momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs mitzuführenden Fahrzeugschlüssel übermittelt werden (vorzugsweise auf die gleiche Weise wie die Diebstahlnachricht); mittels dieser vorzugsweise zyklisch übermittelten Reichweitennachricht wird überprüft, ob sich der momentane Bediener in Reichweite der Sendeeinheit des Kraftfahrzeugs befindet und damit ggf. eine Diebstahlnachricht vom Kraftfahrzeug auch empfangen kann. Hierzu kann der momentane Bediener durch eine auf der Grundlage der Reichweitennachricht generierten Reichweiteninformation auf geeignete Weise benachrichtigt werden (vorzugsweise analog zur Diebstahlinformation auf optischem Wege und/oder akustischem Wege und/oder haptischem Wege), insbesondere dann, wenn die Entfernung zwischen dem Kraftfahrzeug und dem vom momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs mitzuführenden Fahrzeugschlüssel die maximale Reichweite der Sendeeinheit des Kraftfahrzeugs überschreitet.

Da der Fahrzeugschlüssel vom momentanen Bediener des Kraftfahrzeugs im Regelfall entweder am Körper mitgeführt wird oder sich zumindest in Reichweite (und damit in Sichtweite und/oder Hörweite) des momentanen Bedieners des Kraftfahrzeugs befindet, wird der momentane Bediener des Kraftfahrzeugs mit dem vorgestellten Verfahren zur Diebstahlsicherung vorteilhafterweise sicher und schnell über einen Diebstahl informiert, wodurch auf einfache und kostengünstige Weise ein zuverlässiger Schutz vor Diebstahl realisiert wird, und zwar auch dann, wenn sich der momentane Bediener des Kraftfahrzeugs außerhalb der Sichtweite oder der Hörweite zum Kraftfahrzeug befindet. Die Datenübertragung der Diebstahlnachricht von der Sendeeinheit des Kraftfahrzeugs zur mit dem Fahrzeugschlüssel gekoppelten Empfangseinheit kann durch ein gängiges Datenübertragungsverfahren realisiert werden, wodurch ein schneller und preisgünstiger Serieneinsatz des Verfahrens möglich ist.

Im Zusammenhang mit der Zeichnung soll das Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiel erläutert werden. Hierbei zeigen die Fig. 1 bis 3 die für die Realisierung des Verfahrens zur Diebstahlsicherung benötigten Komponenten.

Im Falle eines Diebstahls oder Diebstahlversuchs wird eine Diebstahlmeldung 11 generiert und von einer in der Diebstahlwarnanlage 4 des Kraftfahrzeugs 1 integrierten Sendeeinheit 10 durch drahtlose Kommunikation auf der Übertragungsstrecke 9, insbesondere durch Funkübertragung mittels der Antenne 6, eine codierte Diebstahlnachricht 12 an den vom momentanen Bediener 8 des Kraftfahrzeugs 1 mitzuführenden Fahrzeugschlüssel 2 mit einer Reichweite von bsp. 300 m übertragen (Übertragungsfrequenz der Diebstahlnachricht 12 bsp. 433 MHz); der bsp. als elektronischer Schlüssel mit Schlüsselbart ausgebildete Fahrzeugschlüssel 2 empfängt die Diebstahlnachricht 12 mittels der als Funkempfänger mit zugehöriger Antenne 7ausgebildeten und im Fahrzeugschlüssel 2 integrierten Empfangseinheit 3. Nach Verifizierung der Diebstahlnachricht 12 in der Empfangseinheit 3 (d. h. einer Überprüfung der Codefolge der Diebstahlnachricht 12) wird bei einer gültigen Diebstahlnachricht 12 durch eine im Fahrzeugschlüssel 2 integrierte Ausgabeeinheit 5 eine Diebstahlinformation 13 als bsp. akustischer Alarm ausgegeben und hierdurch der momentane Benutzer 8 des Kraftfahrzeugs 1 über den Diebstahl oder Diebstahlversuch informiert. Die Ausgabe der Diebstahlinformation 13 erfolgt hierbei bsp. so lange, bis der momentane Benutzer 8 des Kraftfahrzeugs 1 die Kenntnisnahme der Diebstahlinformation 13 durch Drücken einer Taste 14 am Fahrzeugschlüssel 2 bestätigt (quittiert).


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Diebstahlsicherung eines Kraftfahrzeugs, dadurch gekennzeichnet,

    dass bei einer Diebstahlmeldung (11) von einer Diebstahlwarnanlage (4) des Kraftfahrzeugs (1) eine Diebstahlnachricht (12) an eine mit dem zur Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs (1) dienenden Fahrzeugschlüssel (2) gekoppelte Empfangseinheit (3) übertragen wird,

    und dass nach Verifizierung der Diebstahlnachricht (12) eine Diebstahlinformation (13) von einer mit dem Fahrzeugschlüssel (2) gekoppelten Ausgabeeinheit (7) des Kraftfahrzeugs (1) ausgegeben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlnachricht (12) durch Funkübertragung an die mit dem Fahrzeugschlüssel (2) gekoppelte Empfangseinheit (3) übertragen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlnachricht (12) codiert an die mit dem Fahrzeugschlüssel (2) gekoppelte Empfangseinheit (3) übertragen wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlnachricht (12) durch eine im Fahrzeugschlüssel (2) integrierte Empfangseinheit (3) empfangen wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlinformation (13) für eine bestimmte Zeitdauer ausgegeben wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlinformation (13) bis zur Bestätigung der Kenntnisnahme ausgegeben wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlinformation (13) optisch und/oder akustisch und/oder haptisch ausgegeben wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Diebstahlinformation (13) durch eine im Fahrzeugschlüssel (2) integrierte Ausgabeeinheit (5) ausgegeben wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vom Kraftfahrzeug (1) eine Reichweitennachricht an die Empfangseinheit (3) übertragen wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Reichweitennachricht zyklisch übertragen wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass anhand der Reichweitennachricht eine Reichweiteninformation von einer mit dem Fahrzeugschlüssel (2) gekoppelten Ausgabeeinheit ausgegeben wird.






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