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Dokumentenidentifikation DE10216940A1 06.11.2003
Titel Adapter zur Kopplung einer Tretkurbel mit einem Ende einer Tretlagerwelle
Anmelder FAG Kugelfischer AG & Co. KG, 97421 Schweinfurt, DE
Erfinder Beresch, Eduard, 97529 Sulzheim, DE
DE-Anmeldedatum 17.04.2002
DE-Aktenzeichen 10216940
Offenlegungstag 06.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.11.2003
IPC-Hauptklasse B62M 3/16
Zusammenfassung Die Erfindung richtet sich auf einen Adapter zur verdrehfesten Kopplung einer Tretkurbel, die mit einer Ausnehmung zum Aufstecken auf ein dazu etwa komplementäres Ende einer Tretlagerwelle eines Fahrrades versehen ist, mit einem querschnittlich kleineren Ende einer anderen Tretlagerwelle, wobei der Adapter etwa die Form eines Rings aufweist, dessen Außenkontur etwa der Innenkontur der Ausnehmung in der Tretkurbel entspricht und dessen Innenkontur etwa der Außenkontur des kleineren Tretlagerwellenendes entspricht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf einen Adapter zur verdrehfesten Kopplung einer Tretkurbel, die mit einer Ausnehmung zum Aufstecken auf ein dazu etwa komplementäres Ende einer Tretlagerwelle eines Fahrrades versehen ist, mit einem querschnittlich kleineren Ende einer anderen Tretlagerwelle.

Wie in anderen Bereichen der Technik, so gibt es auch in der Fahrradbranche eine Vielzahl von Herstellerfirmen, die unterschiedlichen Konstruktionsphilosophien folgen und daher auch zu mehr oder weniger stark abweichenden Konstruktionen gelangen. Dadurch wird es der Zubehörindustrie erschwert, Zubehörteile für alle oder zumindest viele Fahrradmarken gemeinsam und damit in großen Stückzahlen produzieren zu können. Große Stückzahlen sind jedoch zur Senkung der Herstellungskosten wünschenswert.

Andererseits herrscht unter den Fahrradfahrern ein ausgeprägter Trend zur "Veredelung" des eigenen Fahrrads durch An- oder Einbau von hochwertigen Ersatz- und Zubehörteilen namhafter Hersteller. Insofern wird auf diesem Sektor vom Endverbraucher eine hohe Kompatibilität derartiger Ersatz- und Zubehörteile mit allen Fahrradmarken gewünscht und erwartet.

Dies gilt bspw. auch für Tretkurbeln, welche an seitlich aus dem Tretlager herausragenden Spindeln drehfest aufzustecken und zu fixieren sind. Hier gab und gibt es mehrere unterschiedliche Verbindungssysteme auf dem Markt. Bei einem sehr alten System ist die Spindel konusförmig ausgestaltet mit einem sekantenförmig abgeflachten Mantelbereich, auf den nach Aufstecken der Tretkurbel ein dieselbe durchgreifender Keil aufgeschoben wird. Bei einem anderen, gebräuchlichem System sind auf der konischen Mantelfläche der Tretlagerspindel vier abgeflachte Bereiche vorgesehen, die um jeweils 90° entlang des Umfangs gegeneinander versetzt sind. Zur Fixierung der aufgesteckten Tretkurbel wird eine zur Längsachse des Tretlagers koaxiale, eine Ausnehmung in der Tretkurbel durchsetzende Schraube in die Tretlagerspindel eingeschraubt. Letzteres gilt auch für ein weiteres, besonders hochwertiges Verbindungssystem, wobei das Drehmoment durch steg- oder zahnartige Erhebungen an der Mantelfläche der Tretlagerspindel von in deren Zwischenräume eingreifenden Erhebungen an der Innenseite der Tretkurbelbohrung aufgenommen wird.

Da oftmals ein Tretlager beibehalten werden kann und nur die Tretkurbeln erneuert werden müssen, wird nicht selten der Wunsch geäußert, unterschiedliche Systeme miteinander kombinieren und dabei hochwertige Tretkurbeln namhafter Hersteller an ein noch intaktes, herkömmliches Tretlager montieren zu können. Da die Systeme jedoch nicht kompatibel zueinander sind, stellt sich das die Erfindung initiierende Problem, eine Möglichkeit zu finden, welche eine derartige Kombination zulässt.

Die Lösung dieses Problems gelingt dadurch, dass ein zu diesem Zweck geschaffener Adapter etwa die Form eines Rings aufweist, dessen Außenkontur etwa der Innenkontur der Ausnehmung in der Tretkurbel entspricht, und dessen Innenkontur etwa der Außenkontur des kleineren Tretlagerwellenendes entspricht.

Ein derartiger Adapter kann für die Kombination derartiger Systemkomponenten angefertigt und verwendet werden, bei denen jeweils der Innendurchmesser der Tretkurbelbohrung größer ist als der Außendurchmesser der Tretlagerspindel. In der Praxis ist dies beispielsweise bei der Kombination einer Tretlagerspindel mit vier abgeflachten Mantelbereichen mit einer Tretkurbel mit steg- oder zahnartigen Erhebungen an der Innenseite der Tretkurbelbohrung der Fall. Indem der Adapter diesen Elementen jeweils das erforderliche Pendant anbietet, kann er eine spielfreie und verdrehfeste Koppelung dieser Elemente herbeiführen. Der Adapter findet dabei Platz in dem durch die unterschiedlichen Durchmesser dieser Elemente gebildeten Spalt und ist deshalb von außen nicht wahrnehmbar. Um eine koaxiale Verbindung zwischen Tretlagerspindel und Tretkurbelbohrung zu gewährleisten, hat der erfindungsgemäße Adapter die Grundgestalt eines Rings mit gleichbleibender Stärke. In diesen Ring sind sodann die drehmomentaufnehmenden und -übertragenden Formschlusselemente (Keilform, Vierkant, Stege, Zähne, etc.) an-seiner Innen- und Außenseite eingearbeitet.

Wegen der hohen, von einer Tretkurbel auf die Tretlagerspindel zu übertragenden Kräfte ist ein enger Formschluss zwischen diesen Elementen erforderlich, weil bereits ein minimales Spiel in einem kürzesten Zeitraum zu einer nachhaltigen Beschädigung und schließlich Zerstörung eines oder beider, ineinandergreifender Elemente führen würde. Deshalb wird hier bei allen Systemen ein konischer oder pyramidenstumpfförmiger Verlauf der aneinanderliegenden Flächen verwendet, so dass mittels eines Spannelements, meist einer die Tretkurbel durchsetzenden und in der Stirnseite der Tretlagerspindel verankerten Schraube, ein festes und dadurch spielfreies Aneinanderpressen dieser Kontaktflächen erreicht werden kann. Andererseits entstehen durch Verwendung des erfindungsgemäßen Adapters zwei "hintereinandergeschaltete" Übergangs- bzw. Kontaktbereiche, nämlich von der Tretkurbel zu dem Adapter einerseits und von letzterem zu der Tretlagerspindel andererseits. Aus unterschiedlichen Geometrieverhältnissen im Bereich der verschiedenen Verbindungssysteme könnte eine unterschiedliche Aufteilung der Anpress- bzw. Flächennormalkräfte resultieren mit dem nachteiligen Ergebnis eines schädlichen Spiels an der schwächer vorgespannten Verbindungsstelle. Durch eine elastische Ausbildung des erfindungsgemäßen Adapters ist dieser in die Lage versetzt, einer derartigen Tendenz entgegenzuwirken, indem er sich stets zwischen den beiden Verbindungsstellen kräftemäßig "zentrieren" kann. Es gibt demnach keine schwächere Verbindungsstelle, und einem evtl. Auftretendem Spiel kann durch eine Teilentspannung des elastisch vorgespannten Adapters begegnet werden.

Die Erfindung sieht vor, dass der Adapter einen Längsschlitz aufweist. Dieser Schlitz sollte den ringförmigen Adapter vollständig durchsetzen, um diesem die Grundform eines C zu geben. Indem sich der Abstand zwischen den dadurch entstandenen freien Enden des Adapters elastisch verändern lässt, ist eine Einflussnahme auf den Innen- und Außendurchmesser des ringförmigen Adapters und damit eine Anpassung an Fertigungstoleranzen bei den zu verbindenden Elementen möglich.

Dieser Erfindungsgedanke lässt sich dahingehend weiterbilden, dass der Adapter aus einem harten, aber nicht spröden Metall gefertigt ist. Dieses Material ist einerseits in der Lage, einen hohen Flächendruck aufzunehmen und dadurch eine hohe Vorspannung zwischen den aneinanderliegenden Flächen hervorzurufen und aufrechtzuerhalten. Andererseits kann es sich in begrenztem Umfang elastisch verformen und sich daher an die individuellen Anforderungen anpassen.

Die Innenseite des erfindungsgemäßen Adapters kann in Achsrichtung verjüngt ausgebildet sein, bspw. der Gestalt eines Pyramidenstumpfs(-segments) mit bspw. vier oder acht Mantelkanten folgend und/oder einem Innenkonus(-segment). Dadurch ist eine axiale Verspannung mit einer dazu etwa komplementär gestalteten Tretlagerspindel möglich.

Andererseits hat es sich bewährt, an der Außenseite des erfindungsgemäßen Adapters einen oder mehrere radial auskragende Vorsprünge zur Aufnahme des Drehmoments von einer Tretkurbel anzuordnen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Ausprägung des bekannten Zahnradprinzips zur Übertragung von Drehmomenten.

Mit Vorteil lassen sich die radial auskragenden Vorsprünge als achsparallele Stege ausbilden. Damit übernimmt die Erfindung die Vorteile der bei Zahnrädern gebräuchlichen, geraden Stirnverzahnung.

In Weiterverfolgung dieses Prinzips kann den achsparallelen Stegen ein etwa rechteckiger Querschnitt erteilt werden. Dadurch ergeben sich einerseits etwa radial verlaufende Zahnflanken, welche eine optimale Drehmomentübertragung erlauben; andererseits erhalten die Stege damit eine ausreichende Stabilität, um auch höchsten Beanspruchungen bspw. beim Anfahren oder beim Überwinden von Steigungen verschleißfrei widerstehen zu können.

Die Erfindung empfiehlt weiterhin, dass die Vorsprünge an dem Umfang des Adapters um isogonale Zentrumswinkel gegeneinander versetzt sind. Damit lässt sich eine gleichmäßige Drehmomentverteilung entlang des Adapterumfangs erreichen, so dass dieser keinen unsymmetrischen, Klemmungen hervorrufenden Kräften unterworfen ist.

Der Bereich der Vorsprünge ist weniger geeignet zur gegenseitigen Zentrierung der zusammengesteckten Elemente, da sich die Vertiefungen zwischen den Stegen nicht durch Drehen überarbeiten lassen, sondern vorzugsweise durch achsparalleles Fräsen erzeugt werden müssen. Da den Vorsprüngen eines Elements stets Vertiefungen des anderen gegenüberstehen, gilt dies in allen Umfangssegmenten. Bevorzugt erstrecken sich die Vorsprünge deshalb nur über einen Teil der Außenmantelfläche und lassen daher Platz für einen in axialer Richtung demgegenüber versetzten Zentrierungsbereich.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung gehen die Vorsprünge in Längsrichtung des Adapters schließlich in einen rotationssymmetrischen Ringbereich über, dem die gegenseitige Zentrierung, d. h. die koaxiale Ausrichtung der betreffenden Elemente obliegt.

Eine weitere, vorteilhafte Konstruktionsvorschrift sieht vor, dass der rotationssymmetrische Ringbereich konusförmig ausgebildet ist. Dadurch ist eine optimale Verspannung der hier aneinandergrenzenden Oberflächen durch eine zu der Tretlagerspindel koaxiale Spannschraube möglich.

Indem der rotationssymmetrischen Ringbereich in dem Bereich seines Übergangs in den mit Vorsprüngen versehenen Mantelbereich einen kleineren Querschnitt aufweist als an seiner gegenüberliegenden Stirnseite, kann der konische Ringbereich beim Zusammenstecken von Tretkurbel und (auf der Tretlagerspindel appliziertem) Adapter eine Führungsfunktion übernehmen, um ein Verklemmen und eine daraus evtl. folgende Beschädigung eines Verbindungselements zu vermeiden.

Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, dass die achsparallele Längserstreckung der Vorsprünge etwa der Breite des Ringbereichs entspricht. Um ein großflächiges Aneinanderliegen der drehmomentübertragenden Flanken der Vorsprünge zu gewährleisten, ist eine optimale koaxiale Ausrichtung der ineinandergesteckten Elemente erforderlich. Deshalb sollte der für die Zentrierung zur Verfügung stehende Mantelbereich mindestens so groß sein wie die für die Drehmomentübertragung verwendete Fläche, welche der Summe aller in jeweils eine Drehrichtung weisenden Zahnflankenbereiche entspricht.

Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigt:

Fig. 1 ein Tretlager eines Fahrrads im Längsschnitt mit einer Tretlagerwelle, auf deren Enden je eine Tretkurbel unter Zwischenschaltung eines erfindungsgemäßen Adapters aufgesteckt ist;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines bei der Anordnung aus Fig. 1 eingesetzten Adapters;

Fig. 3 eine Ansicht auf die Stirnseite des Adapters aus Fig. 2 in Richtung des Pfeils III; sowie

Fig. 4 einen Schnitt durch die Fig. 3 entlang der Linie IV-IV.

Wie Fig. 1 erkennen lässt, ist üblicherweise an einem unteren Rahmenteil 1 eines Fahrrads ein etwa hohlzylindrisches Tretlagergehäuse 2 mit einer quer zur Rahmenebene des Fahrrads verlaufenden Rotationsachse festgelegt, bspw. angeschweißt. Dieses nimmt ein zumeist als integrierte Baugruppe ausgebildetes und dadurch insgesamt austauschbares Tretlager 3 auf. Wesentliche Bestandteile einer derartigen Tretlager-Baugruppe 3 sind üblicherweise ein zweigeteiltes Innengehäuse, bestehend aus zwei ineinandersteckbaren Hülsen 4, 5, sowie zwei im Bereich je einer Stirnseite dieses Innengehäuses 4, 5 angeordnete Kugellager 6, 7 für eine Tretlagerwelle 8 mit axial gegenüber dem Innengehäuse 4, 5 überstehenden Wellenenden oder Tretlagerspindeln 9. An einer Tretlagerspindel 9 ist ein (in der Zeichnung nicht dargestelltes) Kettenzahnrad drehfest angeordnet.

Jede der beiden Tretlagerspindeln 9 ist aus direkt aus dem die Tretlagerwelle 8 bildenden Rundstahl gearbeitet. Bei dem dargestellten, allgemein gebräuchlichen System verjüngen sich die Tretlagerspindeln 8 konisch zu ihren außenliegenden Stirnenden 10 hin. In diesen konischen Mantelbereich 11 sind sodann vier ebene Flächen 12 eingefräst, die um isogonale Zentrumswinkel gegeneinander versetzt entlang des Mantelumfangs 11 angeordnet sind. Da jede dieser Flächen 11 zwei zueinander etwa parallele Längskanten 13 aufweist, konvergieren die Flächen 11 entsprechend der konischen Mantelfläche 11 geringfügig zu dem betreffenden Stirnende 10 hin. In der Stirnseite 10 befindet sich eine koaxiale Bohrung 14 mit Innengewinde.

Die durchgehende Bohrung 15 in der Tretkurbel 16 hat dagegen eine völlig andere Geometrie: Von einem maximalen Durchmesser an der Innenseite 17 des rückwärtigen Tretkurbelendes 19 beginnend verjüngt sich der Querschnitt der an dieser Stelle rotationssymmetrischen Bohrung 15 zunächst entlang eines Innenkonus 18 bis zu einer Tiefe von etwa 40% der Stärke des rückwärtigen Tretkurbelendes 19. Sodann folgt ein Bereich 20, der nach Art einer Innenverzahnung mit nach innen ragenden, achsparallelen Vorsprüngen 21 versehen ist (in Fig. 1 rechts angedeutet). Daran schließt sich ein nach innen noch weiter vorspringender Bund 22 an. Schließlich erweitert sich die Bohrung 15 wieder etwas und verläuft mit etwa konstantem Querschnitt 23 bis zu der Außenseite 24 des rückwärtigen Tretkurbelendes 19. Bei einer vereinfachten Ausführungsform kann sich allerdings der Bund 22 mit unverändertem Querschnitt bis an die Außenseite 24 des rückwärtigen Tretkurbelendes 19 erstrecken.

Der Abstand des nach innen vorspringenden Bundes 22 zu der Innenseite 17 des Tretkurbelendes 19 entspricht etwa der achsparallelen Länge des konischen Mantelbereichs 11 einer Tretlagerspindel 9, jedoch kann dieses Maß u. a. je nach Beschaffenheit der miteinander zu kombinierenden Systeme variieren. Da jedoch der minimale Innenquerschnitt der Tretkurbelbohrung 15 zwischen deren Innenseite 17 und dem nach innen vorspringenden Bund 22 jeweils größer ist als der Außendurchmesser des konischen Mantelbereichs 11 der Tretlagerspindel 9, ist dazwischen Raum für einen erfindungsgemäßen Adapter 25.

Dieser ist in den Fig. 2 bis 4 isoliert wiedergegeben. Man erkennt seine ringartige Grundform sowie einen diesen Ring völlig durchsetzenden Längsschlitz 26. Da der Adapter 25 aus einem harten Material gefertigt ist, um den hohen mechanischen Beanspruchungen gewachsen zu sein, erhält er durch den Längsschlitz 26 eine begrenzte Verformbarkeit, um sich an Herstellungstoleranzen der zu verbindenden Elemente 8, 9 anpassen zu können. Dadurch ist es möglich, anstelle eines Hartgummis oder eines weichen Metalls ein härteres Metall, insbesondere einen zähen Stahl, verwenden zu können, was für eine hohe Betriebsdauer des Adapters 25 von Bedeutung ist. Der Längsschlitz 26 sollte eine Dicke von 0,25 mm bis 3 mm aufweisen, vorzugsweise von 0,5 mm bis 2 mm, insbesondere von 0,75 mm bis 1,5 mm, damit der Ring einen ausreichenden Verformungsspielraum hat.

Ferner ist zu erkennen, dass der Adapter 25 zwei ebene Stirnseiten 27, 28 aufweist, die parallel zueinander verlaufen und von seiner Längsachse 29 lotrecht durchsetzt werden. Der Abstand zwischen diesen Stirnseiten 27, 28 entspricht etwa der Tiefe der Tretkurbelbohrung 15 von der Innenseite 17 des rückwärtigen Tretkurbelendes 19 bis zu dem innenliegenden Bund 22. Aus herstellungstechnischen Gründen kann der Abstand zwischen den Stirnseiten 27, 28 auch kleiner gewählt werden, insbesondere wenn die achsparallele Länge der ebenen Flächen 12 oder sonstiger Verzahnungselemente an der Tretlagerspindel 9 kürzer ist.

Der erfindungsgemäße Adapter 25 dient primär der koaxialen Ausrichtung der Tretkurbelbohrung 15 zu der Tretlagerspindel 9. Er verfügt zu diesem Zweck an seinem Außenmantel 30 über eine Oberflächengestalt, die kompatibel zu den Bereichen 18 und 20 der Tretkurbelbohrung 15 ist. In diesem Sinne kann ein zu dem Innenkonus 18 komplementärer Außenkonus 31 vorgesehen sowie ein axial demgegenüber versetzter Verzahnungsbereich 32 zum Eingriff mit den Vorsprüngen 21 des betreffenden Bereichs 20 einer Tretlagerspindel 9. Jedoch ist nicht in jeder Hinsicht das jeweils komplementäre Element erforderlich. Bspw. könnte der Außenkonus 31 kürzer sein als der Innenkonus 18, und die Verzahnungserhebungen 33 müssen die Zwischenräume zwischen den Vorsprüngen 21 an der Innenseite 20 der Tretkurbelbohrung 15 nicht vollständig ausfüllen. Wichtiger kann jedoch die Anzahl der Erhebungen 33, deren isogonale Abstände, ihr Maximalquerschnitt und die Parallelität ihrer Seitenflanken mit den Flanken der Vorsprünge 21 sein.

Wie bei dem Außenmantel 30, so ist auch die Gestalt des Innenmantels 34 des Adapters 25 an die zu verbindenden Teile, in diesem Fall an eine Tretlagerspindel 9, angepasst. Auch hier sind vor allem Entsprechungen hinsichtlich der zueinander kompatiblen Grundformen wichtig wie Öffnungswinkel der konusförmigen Mantelabschnitte 11, 35 einerseits sowie aufeinander abgestimmte Anzahl, Breite, Länge, Ausrichtung und isogonale Anordnung der ebenen Flächen 12, 36 andererseits.

Eine sekundäre Aufgabe des Adapters 25 liegt darin, einen geeigneten Abstand zwischen der Innenseite 17 des rückwärtigen Tretkurbelendes 19 von der Stirnseite 37 des Tretlagers 3 vorzugeben, damit hier keine Reibung entsteht und ggf. genügend Raum für das Einfügen eines Kettenzahnrades verbleibt. Dies wird erreicht durch eine auf die Tretlagerspindel 9 abgestimmte Querschnittsbemaßung des konischen Innenmantels 34, insbesondere von dessen Maximalquerschnitt. Durch Variation dieser Größe kann die Position der Tretkurbel in Richtung der Tretlagerspindel verändert werden. Ein sicherer Sitz des Adapters 25 auf der Tretlagerspindel 9 ist bei dieser Systemkombination allerdings nur dann gewährleistet, wenn für den maximalen Durchmesser dA,max des konischen Innenmantels 34 gilt:



dA,max dLs,min + (dLs,max - dLs,min).(IA + IB)/ILs



mit:

dLs,min: = Minimaldurchmesser des konischen Bereichs 11 der Tretlagerspindel 9

dLs,max: = Maximaldurchmesser des konischen Bereichs 11 der Tretlagerspindel 9

IA: = Achsparallele Länge des Adapters 25

IB: = Achsparallele Länge des Bundes 22 in der Tretkurbelbohrung 15

ILs: = Achsparallele Länge des konischen Bereichs 11 der Tretlagerspindel 9

Dadurch ist sichergestellt, dass beim Zusammenstecken von Tretlagerspindel 9, Adapter 25 und Tretkurbel 16 der Bund 22 nicht (vollständig) auf die Tretlagerspindel 9 aufgeschoben werden kann. Demzufolge ist es möglich, eine Schraube 38 in die stirnseitige Bohrung 14 der Tretlagerspindel 9 so tief einzuschrauben, dass die Unterseite des Schraubenkopfs 39 oder einer auf die Schraube 38 aufgeschobenen Unterlegscheibe 40 an der Außenseite 41 des Bundes 22 vollflächig anliegt und dieser gegenüber verspannt werden kann, um die Tretkurbel 16 über den Adapter 25 an der Tretlagerspindel 9 unverrückbar festzulegen. Hierbei ist der Adapter 25 dank seiner elastischen Eigenschaften in der Lage, sich ggf. unter der Einwirkung der aneinanderliegenden Konusflächen 11, 34 aufzuweiten und dadurch auch zwischen Innen- und Außenkonus 18, 31 trotz deren weitaus geringerer Öffnungswinkel eine fest Verspannung hervorzurufen. Die Tretkurbel 16 sitzt daher äußerst fest auf Tretlagerspindel 9 und kann dennoch bei Bedarf leicht wieder gelöst werden. Darüber hinaus kann auch der Adapter 25 jederzeit wieder aus der Tretkurbel 16 entfernt werden. Bezugszeichenliste 1 Fahrradrahmen

2 Tretlagergehäuse

3 Tretlager

4 Hülse

5 Hülse

6 Kugellager

7 Kugellager

8 Tretlagerwelle

9 Tretlagerspindeln

10 Stirnende

11 konischer Mantelbereich

12 Fläche

13 Längskante

14 Bohrung mit Innengewinde

15 Bohrung

16 Tretkurbel

17 Innenseite

18 Innenkonus

19 Tretkurbelende

20 Bereich mit Vorsprüngen

21 Vorsprünge

22 Bund

23 Konstanter Querschnitt

24 Außenseite

25 Adapter

26 Schlitz

27 Stirnseite

28 Stirnseite

29 Längsachse

30 Außenmantel

31 Außenkonus

32 Verzahnungsbereich

33 Erhebung

34 Innenmantel

35 Mantelabschnitt

36 Fläche

37 Stirnseite

38 Schraube

39 Schraubenkopf

40 Unterlegscheibe

41 Außenseite


Anspruch[de]
  1. 1. Adapter (25) zur verdrehfesten Kopplung einer Tretkurbel (16), die mit einer Ausnehmung (15) zum Aufstecken auf ein Ende einer Tretlagerwelle eines Fahrrades versehen ist, mit einem demgegenüber querschnittlich kleineren Ende (9) einer anderen Tretlagerwelle (8), dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (25) etwa die Form eines Rings aufweist, dessen Außenkontur (30) etwa der Innenkontur (18, 20) der Ausnehmung (15) in der Tretkurbel (16) entspricht, und dessen Innenkontur (34) etwa der Außenkontur (11, 12) des kleineren Tretlagerwellenendes (9) entspricht.
  2. 2. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er begrenzt elastisch ausgebildet ist.
  3. 3. Adapter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Längsschlitz (26) aufweist.
  4. 4. Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem harten, aber nicht spröden Metall gefertigt ist.
  5. 5. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass seine Innenseite (34) in Achsrichtung verjüngt ausgebildet ist, bspw. der Gestalt eines Pyramidenstumpfs(-segments) (12) mit bspw. vier oder acht Mantelkanten (13) folgend und/oder einem Innenkonus(-segment) (11).
  6. 6. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er an seiner Außenseite (30) einen oder mehrere radial auskragende Vorsprünge (33) zur Drehmomentaufnahme von einer Tretkurbel (16) aufweist.
  7. 7. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (33) als achsparallele Stege ausgebildet sind.
  8. 8. Adapter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die achsparallelen Stege (33) einen etwa rechteckigen Querschnitt aufweisen.
  9. 9. Adapter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (33) an dem Umfang (32) des Adapters (25) um isogonale Zentrumswinkel gegeneinander versetzt sind.
  10. 10. Adapter nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (33) sich nur über einen Teil (32) der Außenmantelfläche (30) erstrecken.
  11. 11. Adapter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (33) in Längsrichtung (29) des Adapters (25) schließlich in einen rotationssymmetrischen Ringbereich (31) übergehen.
  12. 12. Adapter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der rotationssymmetrische Ringbereich (31) konusförmig ausgebildet ist.
  13. 13. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der rotationssymmetrischen Ringbereich (31) in dem Bereich seines Übergangs in den mit Vorsprüngen (33) versehenen Mantelbereich (32) einen kleineren Querschnitt aufweist als an seiner gegenüberliegenden Stirnseite (27).
  14. 14. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die achsparallele Längserstreckung der Vorsprünge (33) etwa der achsparallelen Erstreckung des Ringbereichs (31) entspricht.






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