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Dokumentenidentifikation DE10315192A1 06.11.2003
Titel Unabhängig ansteuerbare Seitenziehmarken zum seitlichen Ausrichten eines Bogens
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Baumgarten, Sven, 69124 Heidelberg, DE;
Kloß, Jens, 69214 Eppelheim, DE;
Krüger, Michael, 68535 Edingen-Neckarhausen, DE;
Maaß, Jürgen, 69168 Wiesloch, DE;
Müller, Volker, 75031 Eppingen, DE;
Schaeffer, Thomas, Dr., 69256 Mauer, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.2003
DE-Aktenzeichen 10315192
Offenlegungstag 06.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.11.2003
IPC-Hauptklasse B65H 9/10
IPC-Nebenklasse B65H 7/10   B41F 21/14   B65H 9/20   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum seitlichen Ausrichten eines Bogens (5, 6) in einer bogenverarbeitenden Maschine, bei der vorgesehen ist, dass der Bogen (5, 6) im Wesentlichen quer zu seiner Transportrichtung (7) in eine Ausrichtposition (4) bewegbar ist und dass eine Seitenzieheinrichtung vorhanden ist, mit welcher der Bogen (5, 6) in die Ausrichtposition (4) bewegbar ist. Erfindungsgemäß weist die Seitenzieheinrichtung wenigstens zwei unabhängig voneinander ansteuerbare Seitenziehmarken (1, 2) zum Transport des Bogens (5, 6) in Richtung der Ausrichtposition (4) auf. Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens zwei Seitenziehmarken (1, 2) der Seitenzieheinrichtung unabhängig voneinander so angesteuert werden, dass die Seitenziehmarken (1, 2) den Transport eines Bogens (5, 6) in Richtung der Ausrichtposition (4) vornehmen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten eines Bogens in einer bogenverarbeitenden Maschine, bei der vorgesehen ist, dass der Bogen im wesentlichen quer zu seiner Transportrichtung in eine Ausrichtposition bewegbar ist und dass eine Seitenzieheinrichtung vorhanden ist, mit welcher der Bogen in die Ausrichtposition bewegbar ist.

Bevor ein Bogen in einer Druckmaschine oder Falzmaschine verarbeitet werden kann, muss er am Maschineneingang ausgerichtet werden. Zur Lösung dieses Problems sind Seitenzieheinrichtungen bekannt, welche den zu verarbeitenden Bogen gegen einen seitlichen Anschlag befördern, wodurch jeder Bogen am Beginn der Maschine die gleiche seitliche Position aufweist. Eine solche Seitenzieheinrichtung besteht z. B. aus einem Saugkasten, welcher quer zur Transportrichtung des Bogens bewegbar ist, den auszurichtenden Bogen ansaugt und dann in Richtung des seitlichen Anschlages befördert.

Aus der DE 109 10 688 A1 ist eine Seitenziehvorrichtung bekannt, welche zwei Seitenanschläge und zwei Ziehschienen aufweist, um den Bogen sowohl rechts als auch links an einem der Anschläge ausrichten zu können. Auch hier werden die beiden Ziehschienen mit Saugluft beaufschlagt, so dass sie eine Haltekraft auf den auszurichtenden Bogen ausüben können. Weiterhin befinden sich die Ziehschienen jeweils im seitlichen Randbereich des auszurichtenden Bogens, wobei sie einander gegenüberliegend unterhalb der Transportebene des Bogens in einem Zuführtisch angeordnet sind. Soll der Bogen am rechten Anschlag ausgerichtet werden, so wird die rechte Ziehschiene aktiviert, und der Bogen zum rechten Anschlag bewegt. Um den Bogen am linken Anschlag auszurichten, wird die linke Ziehschiene aktiviert und der Bogen am linken Anschlag ausgerichtet. So wird der Bogen je nachdem ob er rechts oder links ausgerichtet werden soll, mal von der einen und mal von der anderen Ziehschiene erfasst und ausgerichtet. Es ist jedoch immer nur die Ziehschiene aktiv, deren Seite manuell angewählt wurde, d. h. es werden entweder alle Bogen nach rechts oder nach links transportiert. Diese Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten von Bogen hat den Nachteil, dass jeweils nur eine Ziehschiene aktiviert ist. Obwohl zwei Ziehschienen vorhanden sind, muss jeweils immer eine Ziehschiene die gesamte Ausrichtarbeit alleine verrichten. Da der Bogen so nur mit einer Ziehschiene festgehalten wird, müssen zusätzliche Andrückrollen vorhanden sein, um ein Flattern des auszurichtenden Bogens an der Seite, an der er nicht geführt ist, zu verhindern.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum seitlichen Ausrichten eines Bogens zu schaffen, welches die Nachteile des Standes der Technik vermeidet.

Erfindungsgemäß wird die vorliegende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und die Merkmale des zugehörigen Verfahrensanspruchs 10 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung und mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, den Bogen wie beim Stand der Technik einmal links und einmal rechts auszurichten. Des weiteren ist es aber zusätzlich möglich, den Bogen auf eine Ausrichtposition zu bewegen, welche sich zwischen dem rechten und linken seitlichen Anschlag bzw. den seitlichen Begrenzungen der Führung des Bogens befindet. Um dies verständlicher zu machen wird nachfolgend auf den Ausrichtvorgang eingegangen. Wenn ein Bogen in eine bogenverarbeitende Maschine eintritt, so weist der Bogen quer zu seiner Transportrichtung einen gewissen Abstand zu einer rechten oder linken seitlichen Begrenzung auf. Die Bogenanlage am Anfang der Maschine ist so gestaltet, dass der Bogen immer zwischen der rechten und linken Begrenzung zu liegen kommt. Beim Stand der Technik ist vorgesehen, den Bogen entweder immer an der rechten oder der linken Begrenzung auszurichten. Die Vorrichtung und das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglichen es, den Bogen auch an einer virtuellen Begrenzung auszurichten, welche sich zwischen der rechten und linken Begrenzung befindet und im nachfolgenden Ausrichtposition genannt wird. Dies bedeutet, dass der Bogen in der Ausrichtposition sowohl zur linken als auch zur rechten Begrenzung einen Abstand aufweist. Gelangt der Bogen links von der Ausrichtposition in die Maschine, so wird zumindest eine rechte Seitenziehmarke betätigt, welche den Bogen so weit nach rechts zieht, dass er genau auf der virtuellen Ausrichtposition zu liegen kommt. Tritt der Bogen dagegen rechts von der Ausrichtposition in die Maschine ein, so wird zumindest eine linke Seitenziehmarke aktiviert, welche den Bogen nach links auf die Ausrichtposition bewegt. Die Vorrichtung und das Verfahren erlauben es also, abhängig von der Eintrittsposition des Bogens mal die eine und mal die andere Seitenziehmarke anzusteuern. Außerdem ist es noch möglich, beide Seitenziehmarken gleichzeitig anzusteuern, so dass die eine Seitenziehmarke den Bogen in Richtung der Ausrichtposition zieht, während die andere Seitenziehmarke den Bogen in Richtung der Ausrichtposition schiebt. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es daher auch, die beiden Seitenziehmarken zum gemeinsamen Transport eines Bogens einzusetzen, wodurch der Bogen an beiden Seiten geführt wird und ein Flattern weitestgehend verhindert wird, wogegen beim Stand der Technik zusätzlich zu den Seitenziehmarken Andruckrollen vorhanden sind, um das Flattern des Bogens zu verhindern.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Ansteuerung der Seitenziehmarken mittels eines Lagesensors und einer Steuereinrichtung erfolgt, so dass der Vorgang automatisch abläuft, wobei die Steuereinrichtung je nach Signal des Lagesensors die Seitenziehmarken ansteuert.

In einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung liegt die Ausrichtposition der seitlich auszurichtenden Bogen im wesentlichen in der Mitte des maximalen Ausrichtweges. Dies bietet den großen Vorteil, dass der maximale Ausrichtweg nur maximal die Hälfte des Abstands zwischen der rechten und linken Begrenzung des Bogentransportweges in die Maschine beträgt. Auch wenn der Bogen in die Maschine ganz links bzw. ganz rechts eintritt, kann der Ausrichtweg maximal die Hälfte der Differenz zwischen dem Bogen und der linken bzw. der rechten Begrenzung betragen. Wird der Bogen dagegen an der rechten oder linken Begrenzung ausgerichtet, so kann im ungünstigen Fall, z. B. wenn der Bogen ganz links in die Maschine eintritt und er rechts ausgerichtet wird, ein doppelt so großer Transportweg erforderlich sein.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass ein Lagesensor vorhanden ist, welcher so angeordnet und ausgestaltet ist, dass er die Abweichung des auszurichtenden Bogens von der Ausrichtposition ermitteln kann. In diesem Fall ist nur ein einziger Lagesensor vorhanden, welcher die gesamte Breite des maximalen Ausrichtweges abdeckt, so dass ein in die Maschine eintretender Bogen den Lagesensor in jedem Fall überstreicht. So ist sichergestellt, dass ein Bogen beim Eintritt in die Maschine mit einem einzigen Sensor zuverlässig erkannt werden kann. Mittels der festgestellten Abweichung von der Ausrichtposition, welche der Lagesensor an die Steuereinrichtung der Maschine übermittelt, kann so gleichzeitig festgestellt werden, ob der eintretende Bogen rechts oder links der Ausrichtposition in die Maschine gelangt und wie groß der Abstand des Bogens zu der Ausrichtposition ist.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass, wenn sich der auszurichtende Bogen links von der Ausrichtposition befindet, die rechte Ziehmarke eine Zugfunktion und die linke Seitenziehmarke eine Schubfunktion aufweist und dass, wenn sich umgekehrt der auszurichtende Bogen rechts von der Ausrichtposition beimdet, die linke Seitenziehmarke eine Zugfunktion und die rechte Seitenziehmarke eine Schubfunktion aufweist. Diese Ausgestaltung der Erfindung bietet den Vorteil, dass der auszurichtende Bogen sowohl von der rechten als auch der linken Seitenziehmarke geführt wird. Je nachdem, in welche Richtung der Bogen zur Ausrichtposition transportiert wird, wird er von der einen Ziehmarke gezogen und von der anderen Seitenziehmarke geschoben. Auf jeden Fall ist der Bogen so beidseitig geführt, wodurch Flatterbewegungen des Bogens vermieden werden.

Vorteilhafter Weise weist diejenige der Seitenziehmarken, welcher beim Ausrichten des Bogens die Zugfunktion zugeordnet ist, eine höhere Betriebsgeschwindigkeit auf als die Seitenziehmarke, welcher die Schubfunktion zugeordnet ist. Auf diese Art und Weise kann der auszurichtende Bogen durch die Seitenziehmarke gespannt und geglättet werden. Selbstverständlich ist darauf zu achten, dass die Kräfte, welche den Bogen spannen und glätten, nicht so groß werden, dass der Bogen reißt.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass in einer weiteren Ausgestaltung zwischen derjenigen der Seitenziehmarken, welcher beim Ausrichten des Bogens die Zugfunktion zugeordnet ist, und dem auszurichtenden Bogen eine größere Anziehungskraft vorhanden ist als zwischen dem Bogen und der Seitenziehmarke, welcher die Schubfunktion zugeordnet ist. Eine solche Ausgestaltung sorgt dafür, dass der Bogen auf der ziehenden Seitenziehmarke nicht verrutscht, so dass immer eine optimale Ausrichtung auf die Ausrichtposition gewährleistet ist. Falls Schlupf zwischen dem Bogen und einer Seitenziehmarke auftritt, so ist dadurch gewährleistet, dass der Schlupf zwischen dem Bogen und der schiebenden Seitenziehmarke auftritt. Mittels dieses Schlupfes zwischen schiebender Seitenziehmarke und Bogen ist außerdem ein schonendes Glätten des Bogens möglich, da man den Schlupf zwischen Bogen und schiebender Seitenziehmarke so dosieren kann, dass ein Einreißen oder Überdehnen des Bogens ausgeschlossen ist, indem durch den Schlupf zwischen schiebender Seitenziehmarke und Bogen die in dem Bogen wirkenden Zugkräfte begrenzt werden können.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorteilhafter Weise vorgesehen, dass wenigstens ein beweglicher seitlicher Anschlag vorhanden ist. Die Ausrichtung des Bogens auf der Ausrichtposition erfordert einen sehr präzise gesteuerten Bewegungsablauf beim Ausrichten des Bogens. Denn das Ausrichten des Bogens auf der Ausrichtposition erfolgt nur dann präzise, wenn der Bogen beim Erreichen der Ausrichtposition eine quer zur Bogentransportrichtung verschwindende Geschwindigkeitskomponente aufweist. Um dies sicher zu stellen, kann zusätzlich ein beweglicher seitlicher Anschlag vorhanden sein.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens zwei bewegliche seitliche Anschläge vorhanden sind, wobei der rechte bewegliche seitliche Anschlag in eine Hilfsausrichtposition bringbar ist, wenn der auszurichtende Bogen nach rechts in Richtung der Ausrichtposition bewegbar ist, und umgekehrt der linke seitliche Anschlag in die Ausrichtposition bringbar ist, wenn der seitlich auszurichtende Bogen nach links in Richtung der Ausrichtposition bewegbar ist. Selbstverständlich können Hilfsausrichtposition und Ausrichtposition auch gegeneinander vertauscht werden, da dies nur davon abhängt, ob die Bogen mit ihrer rechten oder linken Seite ausgerichtet werden. In den der Erfindung zugrundeliegenden Ausführungsbeispielen wird angenommen, dass jeder Bogen mit seiner linken Kante an der Ausrichtposition ausgerichtet wird, wobei gegebenenfalls die rechte Kante des Bogens an der Hilfsausrichtposition ausgerichtet wird. Die Hilfsausrichtposition hängt dabei von der Bogenbreite ab, welche den Abstand zwischen linker und rechter Bogenkante darstellt. Werden schmälere oder breitere Bogen ausgerichtet, muss die Hilfsausrichtposition an die veränderte Bogenbreite angepasst werden. Der Einsatz der beweglichen seitlichen Anschläge bietet den Vorteil, dass auszurichtende Bogen auch dann sicher auf die Ausrichtposition ausgerichtet werden, wenn die Bogen beim Erreichen der Ausrichtposition noch eine minimale Geschwindigkeitskomponente größer Null zur Transportrichtung des Bogens aufweisen. Wird der Bogen nach rechts in Richtung der Ausrichtposition bewegt, so wird der rechte seitliche Anschlag in eine in Abhängigkeit der Bogenbreite bestimmte Hilfsausrichtposition gebracht, so dass der Bogen beim Erreichen der Ausrichtposition mit seiner rechten Bogenkante an der Hilfsausrichtposition anschlägt. Wird der Bogen dagegen links in die Ausrichtposition gebracht, so wird der linke seitliche Anschlag in die Ausrichtposition gebracht, so dass der auszurichtende Bogen mit seiner linken Bogenkante am Anschlag anschlägt. Der jeweils nicht benötigte seitliche Anschlag wird seitlich, nach oben oder nach unten weggeklappt, so dass er den auszurichtenden Bogen weder behindert noch berührt.

Vorteilhafter Weise weisen die Seitenziehmarken Öffnungen für das Erzeugen von Unterdruck oder Überdruck zwischen Seitenziehmarken und Bogen auf. Durch die Öffnung kann mittels Unterdruck der auszurichtende Bogen auf den Seitenziehmarken fixiert werden, so dass ein sicherer Transport des Bogens mittels der Seitenziehmarken möglich ist. Um das Ablösen des Bogens von den Seitenziehmarken zu erleichtern, kann vom Unterdruck- in einen Überdruckbetrieb umgeschaltet werden, so dass der Bogen leicht durch die Öffnungen angeblasen wird und sich zuverlässig von der Seitenziehmarke löst. Über- und Unterdruck werden dabei zweckmäßiger Weise durch eine Vorrichtung erzeugt, welche den Bogen durch die Öffnungen sowohl an die Seitenziehmarken ansaugen kann als auch leicht wegblasen kann.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Seitenziehmarken so ansteuerbar, dass der Bogen bei Erreichen der Ausrichtposition nahezu eine Geschwindigkeitskomponente vz = 0 quer zur Transportrichtung aufweist. Mittels des Lagesensors, Reglern oder in der Steuerung der Seitenzieheinrichtung abgespeicherten Kennlinien werden die Seitenziehmarken derart angesteuert, dass sich der Bogen beim Erreichen der Ausrichtposition nicht mehr quer zur Transportrichtung bewegt. Dies ist wichtig, wenn keine beweglichen seitlichen Anschläge vorhanden sind. Der Verzicht auf die beweglichen seitlichen Anschläge verhindert, dass der auszurichtende Bogen beim Anschlagen an die Anschläge durch Wellen oder Knicken beschädigt werden kann, denn er wird nun sozusagen behutsam an der Ausrichtposition abgelegt.

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben und erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenzieheinrichtung zur Ausrichtung eines Bogens an einer an der Mitte des maximalen Ausrichtwegs liegenden Ausrichtposition,

Fig. 2 ein Blockschaltbild der Steuerungs- und Energieversorgungskomponenten einer erfindungsgemäßen Seitenzieheinrichtung und

Fig. 3 eine Seitenzieheinrichtung mit zusätzlich angebrachten beweglichen seitlichen Anschlägen.

Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Seitenzieheinrichtung, welche in einer papierverarbeitende Maschine eingebaut ist. Die Seitenzieheinrichtung kann z. B. in den Anleger vor dem ersten Druckwerk einer Druckmaschine eingebaut sein, sie kann aber auch in einer Falzmaschine eingebaut sein. Die Seitenzieheinrichtung dient generell dazu, Bogen 5, 6, welche in eine papierverarbeitende Maschine eintreten, bezüglich entweder der rechten oder der linken Kante eines Bogens 5, 6 bezüglich einer vordefinierten Position auszurichten. Die Bogen 5, 6 werden dabei mittels einer hier nicht gezeigten Greifvorrichtung von einem Bogenstapel genommen und zu der Seitenzieheinrichtung transportiert. Die Laufrichtung der Bogen 5, 6 durch die Seitenzieheinrichtung wird dabei als Transportrichtung 7 bezeichnet. Die vordefinierte Position, auf welche die in die Seitenzieheinrichtung eintretenden Bogen 5, 6 ausgerichtet werden, ist in Fig. 1 mittels gestrichelter Linie 4 dargestellt und wird als Ausrichtposition 4 bezeichnet. Die Ausrichtposition 4 ist hier eine sogenannte virtuelle Seitenziehmarke, da sie weder durch einen Anschlag begrenzt wird noch sonst wie auf dem Tisch der Seitenzieheinrichtung markiert sein muss. Die Ausrichtposition 4 ist lediglich in Koordinatenform in einer Steuereinrichtung 11 der Seitenzieheinrichtung abgespeichert. Dies bedeutet, dass die Ausrichtposition 4 einfach verändert werden kann, indem in die Steuereinrichtung 11 von einem Bediener geänderte Koordinaten eingegeben werden.

Der vom Anlegerstapel genommene Bogen 5, 6 tritt in die Seitenzieheinrichtung in einer bestimmten Lage ein, wobei die maximale Differenz, welche den sogenannten Ausrichtweg a darstellt, durch die in der papierverarbeitenden Maschine vorhandenen Abmessungen begrenzt wird. In Fig. 1 stellt dabei der Bogen 5 die Lage dar, in der er in die Seitenzieheinrichtung am äußersten linken Rand eintritt, während der Bogen 6 die Lage darstellt, in der er in die Seitenzieheinrichtung am äußersten rechten Rand eintritt. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden die Bogen 5, 6 jeweils an ihrem linken Rand in Transportrichtung 7 gesehen auf die Ausrichtposition 4 ausgerichtet. Die Ausrichtung der Bogen 5, 6 auf die Ausrichtposition 4 geschieht dabei mittels der im wesentlichen quer zur Transportrichtung 7 beweglichen Seitenziehmarken 1 und 2. In der einfachsten Ausführungsform bewegen sich die Seitenziehmarken 1, 2 nur quer zur Transportrichtung 7, wobei sie sich sowohl nach links als auch nach rechts bewegen können. Dazu werden die Seitenziehmarken 1, 2 über in Fig. 1 nicht gezeigte elektrisch betriebene Antriebe in Bewegung versetzt.

Bevor die auszurichtenden Bogen 5, 6 in Transportrichtung 7 gesehen die Seitenziehmarken 1, 2 erreichen, passieren sie einen Lagesensor 3. Die Lage des Bogens 5, 6 wird vom Sensor im allgemeinen erst dann erfasst, wenn der Bogen 5, 6 die Seitenziehmarken 1, 2 bedeckt. So ist sichergestellt, dass der Bogen 5, 6 korrekt in der Lage erfasst wird, von der aus er dann anschließend seitlich verschoben wird. Der Lagesensor 3 ist hier so ausgestaltet, dass er die linken Bogenkante eines auszurichtenden Bogens 5, 6 in jedem Fall erfasst, egal ob sich der Bogen 5 am äußersten linken Rand oder der Bogen 6 am äußersten rechten Rand befindet. Mittels des Lagesensors 3 ist so die Abweichung des auszurichtenden Bogens 5, 6 von der sich hier in der Mitte des Ausrichtweges a befindlichen Ausrichtposition 4 zu bestimmen und in der Steuereinrichtung 11 der Seitenzieheinrichtung zu verarbeiten. Befindet sich der Bogen 5 links von der Ausrichtposition 4, so wird die rechte Seitenziehmarke 1 in jedem Fall in den Betriebsmodus "Bogen nach rechts ziehen" geschaltet, worauf hin die rechte Seitenziehmarke 1 den Bogen 5 soweit nach rechts bewegt, bis die linke Kante des Bogens 5 die Ausrichtposition 4 erreicht hat. Liegt der auszurichtende Bogen 6 dagegen rechts von Ausrichtposition 4, so wird in jedem Fall die linke Seitenziehmarke 2 in den Betriebsmodus "Bogentransport nach links" geschaltet und der Bogen wird soweit nach links gezogen, bis seine linke Bogenkante die Ausrichtposition 4 erreicht hat. Dabei wird die jeweilige Seitenziehmarke 1, 2 so von der Steuereinrichtung 11 angesteuert, dass, wenn der auszurichtende Bogen 5, 6 die Ausrichtposition 4 erreicht hat, die Geschwindigkeit in Ziehrichtung 5a nach rechts quer zur Transportrichtung 7 bzw. nach links in Ziehrichtung 6 a quer zur Transportrichtung 7 keine Geschwindigkeitskomponente vz mehr in Ziehrichtung, d. h. quer zur Transportrichtung 7, aufweist. So ist dafür gesorgt, dass der Bogen 5, 6 genau auf die Ausrichtposition 4 ausgerichtet ist. Die Geschwindigkeit des Bogens 5, 6 in Transportrichtung 7 vt kann dabei durchaus noch einen Restbetrag aufweisen, solange der Bogen 5, 6 seine seitliche Position nicht mehr verändert. Damit die Seitenziehmarken 1, 2 den auszurichtenden Bogen 5, 6 bewegen können, verfügen sie über Öffnungen 1a, 2a, durch welche ein Unterdruck zwischen Bogen 5, 6 und Seitenziehmarke 1, 2 erzeugt wird, welcher wiederum dafür sorgt, dass der Bogen 5, 6 an der Seitenziehmarke 1, 2 haftet. Hat der Bogen 5, 6 die Ausrichtposition 4 erreicht, so wird der Unterdruck abgeschaltet und damit die Verbindung zwischen Bogen 5, 6 und Seitenziehmarke 1, 2 gelöst. Um das Ablösen des Bogens 5, 6 von der Seitenziehmarke 1, 2 zu erleichtern, kann der Bogen durch die Öffnungen 1a, 2a auch leicht angeblasen werden. Zu diesem Zweck ist eine hier nicht gezeigte Vorrichtung vorhanden, welche über die Öffnungen 1a, 2a zwischen den Seitenziehmarken 1, 2 und dem Bogen 5, 6 sowohl einen Unterdruck als auch einen Überdruck herstellen kann. Zweckmäßigerweise ist dies eine elektrisch betriebene Luftpumpe, welche sowohl als Kompressor im Überdruckbetrieb als auch als Vakuumpumpe im Unterdruckbetrieb laufen kann. Des weiteren ist es möglich, dass der Bogen 5, 6 nicht nur von einer Seitenziehmarke 1, 2 in die Ausrichtposition 4 gebracht wird, sondern dass eine Seitenziehmarke 1, 2 den Bogen 5, 6 zieht, während die andere Seitenziehmarke 1, 2 den Bogen schiebt. Muss der Bogen 5 nach rechts auf die Ausrichtposition 4 bewegt werden, so arbeitet die rechte Seitenziehmarke 1 als Ziehmarke, während die linke Seitenziehmarke 2 als Schubmarke arbeitet. Außerdem ist es möglich, für die Schubmarke, hier in diesem Fall die linke Seitenziehmarke 2, eine etwas geringere Betriebsgeschwindigkeit in Ziehrichtung 5a zu wählen, so dass der Bogen 5 während des Ausrichtens gestrafft und glatt gehalten wird. Um den Bogen 5 nicht überzubeanspruchen, ist es weiterhin möglich, ihn an der schiebenden Seitenziehmarke 2 mit einem geringeren Unterdruck festzusaugen als an der ziehenden rechten Seitenziehmarke 1. Dadurch haftet der Bogen 5 an der rechten Seitenziehmarke 1 unverrückbar, während an der linken Seitenziehmarke 2 ein gewisser Schlupf zwischen Bogen 5 und Seitenziehmarke 2 entsteht. Auch so wird der Bogen 5 geglättet, es wird aber auf der anderen Seite verhindert, dass der Bogen 5 auf der ziehenden rechten Seitenziehmarke 1 verrutscht und so ein ungenaues Ausrichten des Bogens auf die Ausrichtposition 4 unterläuft. Außerdem ist dadurch gesichert, dass die Steuereinrichtung 11 von der Position der Zugmarke, hier die Seitenziehmarke 1 auf die Position des Bogens 5 schließen kann, da der Bogen 5 an der Zugmarke unverrückbar geführt wird. Selbstverständlich werden Schub- und Zugmarke vertauscht, wenn der Bogen 6 in Ziehrichtung 6a nach links auf die Ausrichtposition 4 bewegt wird. Es ist auch möglich, die Saugluft der Schubmarke vor Erreichen der Ausrichtposition 4 abzuschalten, so dass auf dem letzten Stück des Ziehweges nur die Ziehmarke den Bogen 5, 6 führt.

In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild der wichtigsten elektrischen Komponenten einer erfindungsgemäßen Seitenzieheinrichtung dargestellt. Herzstück der Seitenzieheinrichtung ist dabei die Steuereinrichtung 11 der Seitenzieheinrichtung. Die Steuereinrichtung 11 steuert den Bewegungsablauf der linken Seitenziehmarke 2 und der rechten Seitenziehmarke 1. Des weiteren kommuniziert die Steuereinrichtung 11 mit einer übergeordneten Maschinensteuerung 10, welche z. B. die Maschinensteuerung einer Druckmaschine oder Falzmaschine repräsentiert. Die Steuereinrichtung 11 erhält dazu Eingangssignale 14 des Lagersensors 3 und der Leistungsteile 12, 13 der Seitenziehmarken 1, 2. Die Leistungsteile 12, 13 dienen dazu, die Antriebsmotoren der Seitenziehmarken 1, 2 in Abhängigkeit der Steuerbefehle der Steuereinrichtung 11 mit Strom zu versorgen. Mittels des Signals 14 des Lagesensors 3 erhält die Steuereinrichtung 11 die Eintrittsposition sowie die Lage eines Bogens 5, 6 während des Ausrichtvorgangs übermittelt, während die Signale 14 der Leistungsteile 12, 13 die Istposition der jeweiligen Seitenziehmarke 1, 2 an die Steuereinrichtung 11 übermitteln. Des weiteren empfängt die Steuereinrichtung 11 Signale 14 der übergeordneten Maschinensteuerung 10. Über Ausgänge der Steuereinrichtung 11 werden Signale 14 an die Leistungsteile 12, 13 gesendet, welche die Sollwerte für den Ausrichtvorgang eines Bogens 5, 6 auf die Ausrichtposition 4 beinhalten. Die Leistungsteile 12, 13 stellen wiederum gemäß der übermittelten Sollwerte den Strom oder auch die Spannung der jeweiligen Seitenziehmarke 1, 2 ein, so dass die Sollposition der Seitenziehmarken 1, 2 erreicht wird. Außerdem tauschen die Leistungsteile 12, 13 mit den Seitenziehmarken 1, 2 Signale 14 aus, um die Istposition der Seitenziehmarken 1, 2 ermitteln zu können. Die Leistungsteile 12, 13 sind außerdem an eine elektrische Energieversorgung 15, z. B. das Stromnetz, angeschlossen und versorgen so die Antriebsmotoren der Seitenziehmarken 1, 2 mit Strom.

Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform basiert auf der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform, wobei sie zwei zusätzliche bewegliche seitliche Anschläge 9a, 9b aufweist. Des weiteren ist in Fig. 3 eine weitere virtuelle Seitenziehmarke 8 gestrichelt eingezeichnet, welche als Hilfsausrichtposition 8 bezeichnet wird. Der rechte bewegliche seitliche Anschlag 9a ist so beschaffen, dass er genau auf der Hilfsausrichtposition 8 zu liegen kommt, wenn er sich in Anschlagsposition befindet. Der linke bewegliche seitliche Anschlag 9b ist dagegen so beschaffen, dass er genau auf der Ausrichtposition 4 zu liegen kommt, wenn er sich in Anschlagsposition befindet. Die beweglichen seitlichen Anschläge 9a, 9b dienen zur Unterstützung der Seitenziehmarken 1, 2 beim korrekten Ablegen des Bogens 5, 6 in der Ausrichtposition 4.

Tritt ein Bogen 5 links von der Ausrichtposition 4 in die Seitenzieheinrichtung ein, so wird der rechte bewegliche seitliche Anschlag 9a in Anschlagsposition gebracht, so dass, wenn die linke Kante des Bogens 5 die Ausrichtposition 4 erreicht hat, die rechte Kante des Bogens 5 am rechten seitlichen Anschlag 9a anliegt. Tritt der Bogen 6 dagegen rechts von der Ausrichtposition 4 in die Seitenzieheinrichtung ein, so wird der linke bewegliche seitliche Anschlag 9b in Anschlagsposition gebracht, so dass der Bogen 6 gegen den linken seitlichen Anschlag 9b stößt, wenn er die Ausrichtposition 4 erreicht hat. Dazu sind die beweglichen seitlichen Anschläge 9a, 9b klappbar oder drehbar ausgeführt, so dass je nachdem, welcher seitliche Anschlag 9a, 9b gerade benötigt wird, nur dieser Anschlag 9a, 9b den Bogen 5, 6 berühren kann. Die seitlichen Anschläge 9a, 9b weisen dazu hier nicht gezeigte elektrische Antriebe auf, mittels denen sie in die Anschlagsposition bewegt werden können. Die elektrischen Antriebe werden dazu von der Steuereinrichtung 11 angesteuert. D. h. die Steuereinrichtung 11 koordiniert und steuert sämtliche Bewegungsabläufe der Seitenziehmarke 1, 2 und beweglichen seitlichen Anschläge 9a, 9b. Alternativ können die beweglichen, seitlichen Anschläge 9a, 9b auch pneumatisch oder hydraulisch angetrieben in die Anschlagsposition bewegt werden, wobei noch weitere Antriebsarten denkbar sind. Da die heutigen Druckmaschinen meist über ein pneumatisches Drucksystem verfügen, bietet sich der pneumatische Antrieb der seitlichen Anschläge 9a, 9b geradezu an.

Es ist zu beachten, dass zumindest einer der seitlichen Anschläge 9a, 9b zusätzlich in seiner Position quer zur Transportrichtung 7 veränderbar sein muss, wenn die Bogen 5, 6 unterschiedliche Bogenbreiten aufweisen können. Da in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 die Ausrichtposition 4 als feste Ausrichtposition und damit als Bezugspunkt festgelegt ist, muss in diesem Fall der rechte bewegliche seitliche Anschlag 9a quer zur Transportrichtung 7 in seiner Lage veränderbar sein. Falls die Ausrichtposition 4 und die Hilfsausrichtposition 8 gegeneinander vertauscht werden, muss natürlich der linke seitliche Anschlag 9b in seiner Lage veränderbar sein. Bezugszeichenliste 1 rechte Seitenziehmarke

1a Öffnungen in der rechten Seitenziehmarke

2 linke Seitenziehmarke

2a Öffnungen in der linken Seitenziehmarke

3 Lagesensor

4 Ausrichtposition

5 Bogen links von der Ausrichtposition

5a Ziehrichtung nach rechts quer zur Transportrichtung

6 Bogen rechts von der Ausrichtposition

6a Ziehrichtung nach links quer zur Transportrichtung

7 Transportrichtung

8 Hilfsausrichtposition

9a rechter beweglicher seitlicher Anschlag

9b linker beweglicher seitlicher Anschlag

10 Maschinensteuerung

11 Steuereinrichtung der Seitenzieheinrichtung

12 Leistungsteil der rechten Seitenziehmarke

13 Leistungsteil der linken Seitenziehmarke

14 Signale

15 Elektrische Energieversorgung

a Ausrichtweg

vt Geschwindigkeit in Transportrichtung

vz ;Geschwindigkeit in Ziehrichtung nach rechts oder links quer zur Transportrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten eines Bogens (5, 6) in einer bogenverarbeitenden Maschine, bei der vorgesehen ist, dass der Bogen (5, 6) im wesentlichen quer zur seiner Transportrichtung (7) in eine Ausrichtposition (4) bewegbar ist, dass eine Seitenzieheinrichtung vorhanden ist, mit welcher der Bogen (5, 6) in die Ausrichtposition (4) bewegbar ist, und dass die Seitenzieheinrichtung wenigstens zwei unabhängig voneinander ansteuerbare Seitenziehmarken (1, 2) zum Transport eines Bogens (5, 6) in Richtung der Ausrichtposition (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn sich der auszurichtende Bogen (5) links von der Ausrichtposition (4) befindet, der rechten Seitenziehmarke (1) eine Zugfunktion und dass, wenn sich umgekehrt der auszurichtende Bogen (6) rechts von der Ausrichtposition (4) befindet, der linken Seitenziehmarke (2) eine Zugfunktion zugeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtposition (4) der seitlich auszurichtenden Bogen (5, 6) im wesentlichen in der Mitte des maximalen Ausrichtweges (a) liegt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn sich der auszurichtende Bogen (5) links von der Ausrichtposition (4) befindet, der linken Seitenziehmarke (2) eine Schubfunktion und dass, wenn sich umgekehrt der auszurichtende Bogen (6) rechts von der Ausrichtposition (4) befindet, der rechten Seitenziehmarke (1) eine Schubfunktion zugeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Lagesensor (3) vorhanden ist, welcher so angeordnet und ausgestaltet ist, dass die Abweichung eines auszurichtenden Bogens (5, 6) von der Ausrichtposition (4) ermittelbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein beweglicher seitlicher Anschlag (9a, 9b) vorhanden ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei bewegliche seitliche Anschläge (9a, 9b) vorhanden sind, wobei der rechte bewegliche seitliche Anschlag (9a) in eine Hilfsausrichtposition (8) bringbar ist, wenn der auszurichtende Bogen (5) nach rechts in Richtung der Ausrichtposition (4) bewegbar ist, und umgekehrt der linke seitliche Anschlag (9b) in die Ausrichtposition (4) bringbar ist, wenn der seitlich auszurichtende Bogen (6) nach links in Richtung der Ausrichtposition (4) bewegbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenziehmarken (1, 2) so ansteuerbar sind, dass der Bogen (5, 6) bei Erreichen der Ausrichtposition (4) nahezu eine Geschwindigkeitskomponente (vz) = 0 quer zur Transportrichtung (7) aufweist.
  8. 8. Druckmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
  9. 9. Falzmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
  10. 10. Verfahren zum seitlichen Ausrichten eines Bogens (5, 6) in einer bogenverarbeitenden Maschine, bei dem vorgesehen ist, dass der Bogen (5, 6) im wesentlichen quer zur seiner Transportrichtung (7) mittels einer Seitenzieheinrichtung in eine Ausrichtposition (4) bewegt wird, dass wenigstens zwei Seitenziehmarken (1, 2) der Seitenzieheinrichtung unabhängig voneinander so angesteuert werden, dass die Seitenziehmarken (1, 2) den Transport eines Bogens (5, 6) in Richtung der Ausrichtposition (4) vornehmen, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn sich der auszurichtende Bogen (5) links von der Ausrichtposition (4) befindet, die rechte Seitenziehmarke (1) den Bogen (5) in Richtung der Ausrichtposition (4) zieht und dass umgekehrt, wenn sich der auszurichtende Bogen (6) rechts von der Ausrichtposition (4) befindet, die linke Seitenziehmarke (2) den Bogen in Richtung der Ausrichtposition (4) zieht.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn sich der auszurichtende Bogen (5) links von der Ausrichtposition (4) beimdet, die linke Seitenziehmarke (2) den Bogen in Richtung der Ausrichtposition (4) schiebt und dass umgekehrt, wenn sich der auszurichtende Bogen (6) rechts von der Ausrichtposition (4) befindet, die rechte Seitenziehmarke (1) den Bogen in Richtung der Ausrichtposition (4) schiebt.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein rechter beweglicher seitlicher Anschlag (9a) in eine Hilfsausrichtposition (8) gebracht wird, wenn der auszurichtende Bogen (5) nach rechts in Richtung der Ausrichtposition (4) bewegt wird, und umgekehrt ein linker seitlicher Anschlag (9b) in die Ausrichtposition (4) gebracht wird, wenn der seitlich auszurichtende Bogen (6) nach links in Richtung der Ausrichtposition (4) bewegt wird.
  13. 13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenziehmarken (1, 2) so angesteuert werden, dass der Bogen (5, 6) bei Erreichen der Ausrichtposition (4) nahezu oder exakt eine Geschwindigkeitskomponente (vz) = 0 quer zur Transportrichtung (7) aufweist.






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