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Dokumentenidentifikation DE69529226T2 13.11.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0785846
Titel HANDGRIFF FÜR EIN PNEUMATISCH ANGETRIEBENES WERKZEUG
Anmelder Atlas Copco Tools AB, Stockholm, SE
Erfinder RAHM, Roland, Erik, S-194 37 Väsby, SE
Vertreter Beyer & Jochem Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 69529226
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 09.10.1995
EP-Aktenzeichen 959349242
WO-Anmeldetag 09.10.1995
PCT-Aktenzeichen PCT/SE95/01155
WO-Veröffentlichungsnummer 0096011091
WO-Veröffentlichungsdatum 18.04.1996
EP-Offenlegungsdatum 30.07.1997
EP date of grant 18.12.2002
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.11.2003
IPC-Hauptklasse B25F 5/02

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einem pneumatischen Motorwerkzeug eines Typs mit einem Gehäuse mit einem pistolenartigen Griff, einem Motor in dem Gehäuse, einem Einlaßkanal für Druckluft und einem Abluftkanal, die sich im wesentlichen parallel zueinander durch den Griff erstrecken, und einem manuell betätigbaren Drosselventil, das in dem Lufteinlaßkanal angeordnet ist.

Bei dieser Art von Motorwerkzeug, wie beispielsweise das in der GB 2 098 528 beschriebene Werkzeug, besteht ein Problem darin, die Anforderung an eine gute Wärmeisolierung in Verbindung mit einer akzeptablen Griffgröße des Handgriffes zu befriedigen.

Bei einem Werkzeug der vorstehend genannten Art ist der Griff als eine wärmeleitende Leichtmetallegierung ausgeformt und da die durch den Griff strömende Abluft infolge einer vorhergehenden Expansion in dem Motor sehr kalt ist, wird die Außenfläche des Griffes für den Bediener unangenehm kalt.

Um dieses Kälteproblem zu lösen, ist gelegentlich eine Isolierschicht aus einem geeigneten Material auf der Außenseite des Griffes angebracht worden. Diese addiert sich zur Griffgröße des Handgriffes und macht die Handhabung des Werkzeuges nicht nur unbequem und ermüdend, sondern in einigen Fällen unsicher.

Ein weiteres, bei der vorstehend genannten Art von Motorwerkzeugen bestehendes Problem liegt darin, daß die Griffgröße des Handgriffes nicht variabel ist. Dies bedeutet, daß eine komfortable Handhabung des Werkzeuges nur für diejenigen Bediener gegeben ist, die eine bestimmte Handgröße besitzen, während der Griff für Personen mit kleineren Händen zu dick, wie z. B. weibliche Bediener, aber zu schlank für Bediener mit großen Händen ist.

Eine Lösung für dieses Problem und auch für das Kälteproblem ist in der EP-A-481 947 aufgezeigt. In dieser Veröffentlichung wird ein pneumatisches Motorwerkzeug mit einem pistolenartigen Griff beschrieben, das ein Griffelement besitzt, das leicht austauschbar für alternative Griffelemente unterschiedlicher Größe ist, um sich für verschiedene Bediener zu eignen. Das Kälteproblem wird dadurch gelöst, daß die Abluft gar nicht durch den Griff strömt. Statt dessen besitzt dieses bekannte Werkzeug ein speziell konstruiertes Gehäuse, um sowohl Einlaßluft als auch Abluft zwischen einer Stelle an der Oberseite des Gehäuses und dem Motor zu leiten.

Abgesehen von der Tatsache, daß dieses bekannte Motorgehäuse komplizierter und teurer ist, sind die Einlaß- und Auslaßkanäle von dem Griff getrennt. Dies bedeutet, daß der am meisten übliche und in vielen Fällen am besten geeignete Luftzufuhranschluß und der Auslaß der Abluft am äußeren Ende des Griffes bei diesem Werkzeug nach dem Stand der Technik nicht möglich ist.

Erfindungsgemäß ist ein pneumatisches Motorwerkzeug vorgesehen, bei welchem alle die zuvor diskutierten Probleme gelöst werden. Die Erfindung schafft ein pistolenartiges Motorwerkzeug, das einen Griff aufweist, der nicht nur eine gute Wärmeisolierung und eine Anpassung der Griffbereichsgröße an die individuellen Bedürfnisse des Bedieners erlaubt, sondern auch die konventionelle und einfache Gestaltung des Werkzeuggehäuses ebenso wie die äußerst wünschenswerte Anordnung des Lufteinlasses und -auslasses am äußeren Ende des Griffes beibehält.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 eine teilgeschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Motorwerkzeuges;

Fig. 2 in größerem Maßstab einen Ausbruch des Motorwerkzeuges nach Fig. 1;

Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.

Das in den Zeichnungen gezeigte Motorwerkzeug besitzt ein Gehäuse 10 mit einem pistolenartigen Griff 11 und einem Drosselventil 12. Innerhalb des Gehäuses ist ein Pneumatikmotor (nicht gezeigt) angeordnet, der mit Antriebsdruckluft durch einen Einlaßkanal 13 versorgt wird und Luft durch einen Abluftkanal 14 ausstößt. Die Einlaß- und Abluftkanäle 13, 14 erstrecken sich im wesentlichen parallel zueinander durch den Griff 11.

Das Drosselventil 12, das durch einen Druckknopf 16 manuell betätigbar ist, bildet einen Teil des Einlaßkanals 13. Das Drosselventil 12 erstreckt sich auch durch den Abluftkanal 14 und besitzt eine äußere Hülse 17 mit zwei seitlichen Öffnungen 18, 19, die Teile des Abluftkanals 14 bilden.

Der Griff 11 besitzt einen zentralen, röhrenförmigen Stiel 20, der einen Teil des Einlaßkanals 13 bildet und durch einen Vorsprung 21 von dem Gehäuse 10 und zwei Röhrenabschnitten 22, 23 gebildet ist, die durch eine Gewindeverbindung 24 miteinander verbunden und an dem Gehäusevorsprung 21 mittels einer weiteren Gewindeverbindung 25 festgelegt sind. Der äußere Röhrenbereich 23 ist mit einer Gewindebuchse 27 zum Anschluß einer Druckluft-Versorgungsleitung ausgebildet.

Das innere Ende des äußeren Röhrenabschnittes 23 bildet einen Ringabsatz 28, der an einem gegenüberliegenden Absatz 29 an einem Hohlgriffelement 30 anliegt, um letzteres fest an dem Werkzeuggehäuse 10 anzubringen. Das Griffelement 30, das an einem Kragenbereich 31 an dem Gehäuse 10 abgestützt ist, umgibt den röhrenförmigen Stiel 20 und bildet zusammen mit letzterem einen Teil des Abluftkanals 14. Der Absatz 29 ist durch einen inneren Ringbereich 32 des Griffelements 30 gebildet und ist auf einer Seite durch ein Tragelement 33 abgestützt.

Ein röhrenförmiger Auslaßdiffusor 34 ist koaxial um den äußeren Röhrenabschnitt 23 abgestützt und ist axial durch einen Schließring 35 verriegelt, der in einer Umfangsnut 36 in der Buchse 27 montiert ist. Der Diffusor, der auf einer Seite mit einer Anzahl von Auslaßschlitzen 37 ausgebildet ist, ist jedoch drehbar, um eine Änderung der Auslaßstromrichtung zu ermöglichen.

Das Griffelement 30, das nach der Entfernung des äußeren Röhrenabschnittes 23 leicht von dem Werkzeuggehäuse 10 entfernbar ist, ist aus einem wärmeisolierenden Harzmaterial geformt, um den Bediener vor der Kälte der Abluft zu schützen.

Das Griffelement 30 ist nicht nur leicht von dem Gehäuse 10 lösbar, sondern es ist auch gegen alternativ geformte Griffelemente zur Anpassung an die Griffgröße und -form von verschiedenen Bedienerbedürfnissen austauschbar. In anderen Worten ist das Griffelement 30 eines von zwei oder mehr untereinander austauschbaren Griffelementen, die für verschiedene Größen und Formen des Handgriffes sorgen.


Anspruch[de]

1. Pneumatisches Motorwerkzeug mit einem Gehäuse (10) mit einem pistolenartigen Griff (11), einem in dem Gehäuse (10) angeordneten Motor, einem Einlaßkanal für Druckluft und einem Abluftkanal (14), die sich im wesentlichen parallel zueinander durch den Griff (11) erstrecken, und einem manuell betätigbaren Drosselventil (12), das in dem Lufteinlaßkanal (13) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (11) einen röhrenförmigen Stiel (20), der einen Teil des Lufteinlaßkanals (13) bildet, und ein getrenntes, hohles Griffelement (30) aufweist, das den Stiel (20) wenigstens teilweise umgibt und einen Teil des Abluftkanals (14) bildet, wobei dass Griffelement (30) lösbar am Gehäuse (10) durch Klemmittel (22-24, 28, 29) an dem Stiel (20) angebracht ist.

2. Motorwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stiel einen inneren Bereich (22), der fest mit dem Gehäuse (10) verbunden ist, und einen äußeren Bereich (23) aufweist, wobei die Klemmittel (22-24, 28, 29) eine Gewindeverbindung (24) zum Festlegen des äußeren Stielbereichs (23) an dem inneren Stielbereich (22) und aneinander anlegbare Absätze (28, 29) an dem äußeren Stielbereich (23) und dem Griffelement (30) aufweisen.

3. Motorwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement (30) aus einem wärmeisolierenden Material besteht.

4. Motorwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement (30) aus einem Harzmaterial geformt ist.

5. Motorwerkzeug nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement (30) eines von zwei oder mehreren gegeneinander austauschbaren Griffelementen ist, die verschiedene Griffgrößen und/oder -formen bereitstellen.







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