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Dokumentenidentifikation DE10221590A1 27.11.2003
Titel Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn
Anmelder Wilcken, Alexander von, 80939 München, DE
Erfinder Wilcken, Alexander von, 80939 München, DE
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Anmeldedatum 15.05.2002
DE-Aktenzeichen 10221590
Offenlegungstag 27.11.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.11.2003
IPC-Hauptklasse E01B 25/30
IPC-Nebenklasse E01B 19/00   
Zusammenfassung Ein Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn, insbesondere zur Positionierung zwischen zwei im Wesentlichen quer zu einer Fahrweglängsrichtung (L) sich erstreckenden und eine Statoranordnung (16, 18) tragenden Trägerelementen (14), umfasst einen Tragekörper (34) aus Betonmaterial und an dem Tragekörper (34) wenigstens einen Schallabsorptionskörper (36).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn, insbesondere zur Positionierung zwischen zwei im Wesentlichen quer zu einer Fahrweglängsrichtung sich erstreckenden und eine Statoranordnung tragenden Trägerelementen.

Bei Magnetschwebebahnen bewegen sich die Triebwagen mit sehr hohen Geschwindigkeiten auf den dafür vorgesehenen Fahrwegen. Aufgrund der bei fertigen Magnetschwebebahnen vorhandenen elektromagnetischen Wechselwirkung zwischen den Triebwagen einerseits und dem Fahrweg andererseits bewegen sich die Triebwagen im Wesentlichen berührungsfrei entlang der Fahrwege. Dennoch treten, vor allem bedingt durch Luftbewegungen, erhebliche Geräuschpegel auf, die insbesondere dann kritisch sind, wenn derartige Fahrwege sich nahe an bewohnten Gebieten erstrecken.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn bereitzustellen, das in zuverlässiger Art und Weise für eine Geräuschdämpfung sorgen kann.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn, insbesondere zur Positionierung zwischen zwei im Wesentlichen quer zu einer Fahrweglängsrichtung sich erstreckenden und eine Statoranordnung tragenden Trägerelementen, umfassend einen Tragekörper aus Betonmaterial und an dem Tragekörper wenigstens einen Schallabsorptionskörper.

Wesentlich ist, dass bei derartigen Schallabsorptionselementen, die im Bereich von Fahrwegen für Magnetschwebebahnen einzusetzen sind, zwei elementare Anforderungen aufeinander treffen. Zum einen muss durch geeignete Materialauswahl für die gewünschte Geräuschdämpfung gesorgt werden. Zum anderen muss darauf geachtet werden, dass die bei Vorbeibewegung eines Triebwagens erzeugte Sogwirkung nicht dazu führt, dass ein sehr leicht gebautes Schallabsorptionselement vom Fahrweg losgelöst wird. Diesen Anforderungen trägt die vorliegende Erfindung dadurch Rechnung, dass die Schallabsorptionselemente aus zwei Bereichen aufgebaut sind. Dies ist zum einen der Bereich, der zur Schalldämmung beiträgt und aus hierfür besonders geeignetem Material aufgebaut werden kann, da sie im Allgemeinen eine vergleichsweise geringe Dichte hat und somit sehr leicht ist. Zum anderen ist der Tragekörper vorgesehen, der aus Betonmaterial, also sehr schwerem Material, aufgebaut ist und für eine stabile Lageverankerung des Schallabsorptionselements an sich sorgt, ebenso wie für eine stabile Unterlage für den Schallabsorptionskörper selbst.

Um bei dem erfindungsgemäßen Schallabsorptionselement eine sehr hohe Stabilität zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass der Tragekörper aus bewehrtem Betonmaterial gebildet ist.

Der Schallabsorptionskörper kann aus porösem Betonmaterial, wie z. B. Haufwerksbeton oder Drainbeton, ggf. mit Leichtzuschlägen, gebildet sein bzw. kann derartiges Material umfassen.

Weiter ist es möglich, dass der Tragekörper trogartig ausgebildet ist und dass der Schallabsorptionskörper in den Tragekörper eingebettet ist. In diesem Falle bildet der Tragekörper gleichzeitig bei der Fertigung eines derartigen Schallabsorptionselementes die Form für den Schallabsorptionskörper. Alternativ ist es auch möglich, dass der Tragekörper plattenartig ausgebildet ist.

Vor allem bei Einsatz eines porösen Materials für den Schallabsorptionskörper wird Flüssigkeit in diesen eindringen und nach unten auf den Tragekörper gelangen. Um zu verhindern, dass an ungewünschter Stelle diese Flüssigkeit in einem seitlichen Randbereich austritt oder sich im Bereich des Schallabsorptionselements ansammelt, wird vorgeschlagen, dass der Tragekörper in einem Bodenbereich wenigstens eine Ableitöffnung aufweist und dass eine Oberfläche des Tragekörpers mit Gefälle zur wenigstens einen Ableitöffnung hin ausgebildet ist. Um bei der Entwässerung Sorge dafür zu tragen, dass die abgeleitete Flüssigkeit nicht in potentiell kritische Bereiche gelangen kann, wird vorgeschlagen, dass die wenigstens eine Ableitöffnung in einem Bereich ausgebildet ist, in welchem durch diese austretende Flüssigkeit im Wesentlichen nicht in den Bereich einer Statoranordnung eines Fahrwegs für eine Magnetschwebebahn gelangen kann.

Vor allem beim Aufbau von Fahrwegen für Magnetschwebebahnen mit quer zu einer Fahrweglängsrichtung sich erstreckenden Trägerelementen, an welchen die Statoranordnung getragen ist, welche Trägerelemente wiederum durch eine Mehrzahl von Befestigungsorganen auf einer in der Fahrweglängsrichtung vorzugsweise durchlaufenden Tragestruktur getragen sind, ist es vorteilhaft, wenn in einem Schallabsorptionselement wenigstens eine Aussparung in einem Bereich vorgesehen ist, in welchem bei einem Fahrweg für eine Magnetschwebebahn ein Trägerbefestigungsorgan vorgesehen ist.

Um die Handhabung der erfindungsgemäßen Schallabsorptionselemente vor allem bei großen abzudeckenden Feldern zu erleichtern, wird vorgeschlagen, dass das Schallabsorptionselement zwei Schallabsorptionselemententeile zur Anordnung zwischen zwei benachbarten Trägerelementen umfasst. Vor allem bei dieser Anordnung kann zur verbesserten Verankerung der Schallabsorptionselemente an dem Fahrweg vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Schallabsorptionselemententeile einen in eine Ausnehmung eines Trägerelementes eingreifend zu positionierenden Haltebereich aufweist.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Fahrweg für eine Magnetschwebebahn, umfassend eine in einer Fahrweglängsrichtung sich erstreckende Tragestruktur, auf welcher Trägerelemente für eine Statoranordnung in der Fahrweglängsrichtung aufeinander folgend und sich im Wesentlichen quer zur Fahrweglängsrichtung erstreckend angeordnet sind, ferner umfassend zwischen wenigstens zwei benachbarten Trägerelementen ein erfindungsgemäßes Schallabsorptionselement.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 in Perspektive einen Teilabschnitt eines Fahrwegs für eine Magnetschwebebahn mit Schallabsorptionselementen;

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht einer alternativen Ausgestaltungsart eines Fahrwegs;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Schallabsorptionselements gemäß einer ersten Ausgestaltungsform;

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines aus Betonmaterial gefertigten Tragekörpers des in Fig. 3 dargestellten Schallabsorptionselements;

Fig. 5 eine Längsschnittansicht des in Fig. 3 dargestellten Schallabsorptionselements, geschnitten längs einer Linie V-V in Fig. 3;

Fig. 6 eine Querschnittansicht des in Fig. 3 dargestellten Schallabsorptionselements, geschnitten längs einer Linie VI-VI in Fig. 3;

Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Schallabsorptionselements gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform;

Fig. 8 eine perspektivische Ansicht des Tragekörpers des in Fig. 7 dargestellten Schallabsorptionselements;

Fig. 9 eine perspektivische Ansicht des Schallabsorptionskörpers des in Fig. 7 dargestellten Schallabsorptionselements;

Fig. 10 eine Teil-Längsschnittansicht eines Fahrwegs für eine Magnetschwebebahn, bei welchem zweigeteilte Schallabsorptionselemente eingesetzt sind.

Die Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene Ausgestaltungsformen eines Fahrwegs 10 für eine Magnetschwebebahn, die jedoch hinsichtlich des grundsätzlichen Aufbaus im Wesentlichen einander entsprechen. So umfasst der Fahrweg 10 eine allgemein mit 12 bezeichnete Tragestruktur, die in einer Fahrweglängsrichtung L sich im Wesentlichen durchgehend erstreckend ausgebildet ist und beispielsweise aus Betonmaterial aufgebaut ist. Diese Tragestruktur 12 liegt z. B. auf einem vorbereiteten Untergrund, beispielsweise einer hydraulisch gebundenen Tragschicht. Auf der Tragestruktur 12, die vor allem zum Überbrücken von Flussläufen o. dgl. selbstverständlich auch frei tragende oder abgestützte Überbrückungsabschnitte aufweisen kann, sind in der Fahrweglängsrichtung L aufeinander folgend mehrere Trägerelemente 14 vorgesehen, die mit ihrer Längserstreckungsrichtung sich im Wesentlichen quer zur Fahrweglängsrichtung L erstrecken. Diese Trägerelemente 14 tragen in ihren beiden Endbereichen jeweilige Abschnitte 16, 18 einer Statoranordnung. In ihrem über der Tragestruktur 12liegenden Bereich sind sie durch mehrere Befestigungsorgane 20 an einer Oberseite der Tragestruktur 12 festgelegt. In dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel sind die Trägerelemente 14 als Stahl-Doppel-T-Träger ausgebildet, und die Befestigungsorgane 20 können nach Art von Einzelstützpunkten aufgebaut sein, wie sie auch im Bereich der Schienenfahrbahnen des Typs feste Fahrbahn eingesetzt werden. In der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltungsvariante sind die Trägerelemente 14 als Betonbauteile ausgeführt, die an ihren Endbereichen beispielsweise in das Betonmaterial eingegossene bzw. daran festgelegte Kopplungsabschnitte 22, 24 aufweisen, an welchen dann die Statorabschnitte 16, 18 getragen sind. In ihrem über der Tragestruktur 12 liegenden Bereich weisen diese aus Beton gefertigten Trägerelemente 14 ebenfalls teilweise in das Betonmaterial eingegossene Plattenelemente auf, die dann wiederum durch die Befestigungsorgane 20 auf der Tragestruktur 12 festgelegt werden.

An den beiden seitlichen Endbereichen sind an den Trägerelementen 14 ferner Gleit- bzw. Führungsleisten 26 bzw. 28 für die auf einem derartigen Fahrweg sich bewegenden Triebwagen vorgesehen.

Man erkennt in den Fig. 1 und 2 ferner, dass zwischen jeweils zwei in der Fahrweglängsrichtung L aufeinander folgenden Trägerelementen 14 ein Schallabsorptionselement 30 angeordnet ist. Dieses füllt den zwischen diesen Trägerelementen 14 gebildeten Zwischenraum im Wesentlichen vollständig aus und erzeugt mit der Oberseite der Trägerelemente 14 aufgrund des bündigen Anschlusses eine in der Fahrweglängsrichtung L im Wesentlichen vollständig durchgehende Oberfläche. Man erkennt ferner, dass im Bereich der Befestigungsorgane 20 die Schallabsorptionselemente 30 Aussparungen 32 aufweisen, um auch bei an einem Fahrweg 10 vorgesehenen Schallabsorptionselementen 30 zur Durchführung von Revisionsarbeiten Zugriff auf die Befestigungsorgane 20 zu haben. Grundsätzlich könnten nach der Montage diese Aussparungen 32 dann z. B. mit leicht entfernbarem Zementmaterial aufgefüllt werden.

Der Aufbau der erfindungsgemäßen Schallabsorptionselemente wird nachfolgend detailliert beschrieben. Die Fig. 3-6 zeigen eine erste Ausgestaltungsform, bei welcher die Schallabsorptionselemente 30 einen trogartigen oder wannenartigen Tragekörper 34 aufweisen. Dieser ist aus vorzugsweise bewehrtem massivem Betonmaterial aufgebaut und enthält im fertigen Zustand eines Schallabsorptionselements 30 dann den im Wesentlichen vollständig in dem Tragekörper 34 aufgenommenen Schallabsorptionskörper 36. Dieser ist vorzugsweise aus porösem, gut schallabsorbierendem Material, wie z. B. Haufwerksbeton, Drainbeton o. dgl., aufgebaut. An seiner nach oben sichtbaren Seite ist zur Verbesserung der Schallabsorptionswirkung der Schallabsorptionskörper 36 mit strukturierter, beispielsweise gerippter Oberfläche 38 ausgebildet, wobei grundsätzlich der Schallabsorptionskörper 36 vorzugsweise bündig mit dem Wandungsbereich 40 des Tragekörpers 34 abschließt.

In einem Bodenbereich 42 des Tragekörpers 34 sind zwei Austrittsöffnungen 44 vorgesehen. Zwischen diesen beiden Austrittsöffnungen 44 ist die Oberseite 46 des Bodenbereichs 42 dachartig ausgebildet, so dass zu den beiden Austrittsöffnungen 44 hin ein Gefälle besteht. Auch jeweils an dem außen liegenden Bereich, also im Bereich der beiden Endabschnitte des Tragekörpers 34, ist die Oberseite 46 des Bodenbereichs 42 mit Gefälle zu der jeweiligen Austrittsöffnung 44 hin ausgebildet. Da in dem vorzugsweise aus porösem Material aufgebauten Schallabsorptionskörper 36 sich Flüssigkeit ansammeln wird und zum unteren Bereich, also auch zur Oberseite 46 des Tragekörpers 34 bewegen wird, wird durch die gefälleartige Ausgestaltung der Oberseite 46 dafür gesorgt, dass diese Flüssigkeit in Richtung zu den Öffnungen 44 hin geleitet wird und im Bereich dieser Öffnungen dann die Schallabsorptionselemente 30 nach unten hin verlässt. Dabei sind diese Öffnungen 44 derart positioniert, dass sie bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Fahrwegen 10 in einem Bereich liegen, der zwischen jeweils einem der Statorabschnitte 16, 18 und dem nach oben greifenden Trageabschnitt 50 der Tragestruktur 12 liegen. Die aus den Öffnungen 44 austretende Flüssigkeit tropft von diesen somit ungehindert nach unten ab und gelangt entweder auf die Seitenflächen des Trageabschnitts 50 oder auf die an diesen seitlich anschließenden Wangenbereiche 52, 54. Es besteht aber keine Gefahr, dass die im Bereich der Schallabsorptionselemente 30 angesammelte Flüssigkeit auf die Statorabschnitte 16, 18 gelangen kann.

Die Schallabsorptionselemente 30 können zwischen den einzelnen Trägerelementen 14 auf dem Trageabschnitt 50 der Tragestruktur 12 beispielsweise durch Verklebung verankert werden, so dass sie zur Durchführung von Ausbesserungsarbeiten leicht abgelöst werden können. Wenn die Platten 26 erst nachträglich angebracht werden, können die Schallabsorptionselemente 30 seitlich bis unter diese Platten 26 reichen, wodurch eine zusätzliche Verankerungswirkung erzeugt werden kann. Ferner kann, wie im Folgenden mit Bezug auf eine Ausgestaltungsform noch beschrieben, auch zu den einzelnen Trägerelementen 14 hin eine Anbindung, beispielsweise auch durch Verklebung, erzeugt werden, so dass über die Schallabsorptionselemente 30 zusätzlich eine Versteifung der die Statoranordnung, also die Statorabschnitte 16, 18 derselben tragenden Struktur erzeugt werden kann.

In Fig. 7-9 ist eine weitere Ausgestaltungsform eines erfindungsgemäßen Schallabsorptionselements 30 dargestellt. Man erkennt hier, dass der Tragekörper 34 nicht mehr trog- oder wannenartig ausgebildet ist, sondern im Wesentlichen plattenartig ausgebildet ist. Auf der Oberseite 46 dieses plattenartig ausgebildeten, also im Wesentlichen keine den Schallabsorptionskörper 36 seitlich übergreifenden Abschnitte aufweisenden Tragekörpers 34 ist dann der Schallabsorptionskörper 36 getragen. Hier kann beispielsweise bei der Herstellung so vorgegangen werden, dass an den aus vorzugsweise bewehrtem Betonmaterial aufgebauten Tragekörper 34 seitlich eine Schalung angesetzt wird, in welche dann der Schallabsorptionskörper 36 gegossen wird. Alternativ ist es selbstverständlich auch möglich, den Schallabsorptionskörper 36 mit seiner strukturierten Oberseite 38 und einer an die Formgebung der Oberseite 46 des Tragekörpers 34 angepassten Unterseite separat herzustellen und dann mit dem Tragekörper 34 beispielsweise durch Verklebung fest zu verbinden.

Auch bei dieser Ausgestaltungsform weist zum definierten Ableiten von Flüssigkeit der Tragekörper 34 die Öffnungen 44 auf. Die Oberseite 46 ist zwischen diesen Öffnungen 44 wieder dachartig geneigt. Auch die außerhalb dieser Öffnungen 44 liegenden Abschnitte sind zu diesen Öffnungen 44 hin mit Gefälle ausgebildet. Da bei dieser Ausgestaltungsform kein das seitliche Ablaufen von Flüssigkeit verhindernder Wandungsbereich vorhanden ist, kann daran gedacht werden, die Außenumfangsfläche 54 des Schallabsorptionskörpers 36 mit abdichtendem Material zu beschichten oder zu tränken, z. B. mit Kunstharzmaterial, so dass auch bei dieser Ausgestaltungsform das Ablaufen von Flüssigkeit nur durch die Öffnungen 44 hindurch möglich ist.

Bei dieser Ausgestaltungsform erkennt man weiter, dass im zentralen Bereich der Tragekörper 34 eine deutlich größere Dicke aufweist. Diese Tartige Formgebung kann in Anpassung an eine entsprechende Formgebung der Trägerelemente 14 vorgegeben werden, wenn diese zum Erhöhen der Steifigkeit derselben im zentralen Bereich entsprechend verdickt sind. Dies kann selbstverständlich auch bei der mit Bezug auf die Fig. 3-6 beschriebenen Ausgestaltungsform vorgesehen sein.

In Fig. 10 ist eine Ausgestaltungsform eines Fahrwegs 10 mit als Doppel-T- Träger ausgeführten Stahl-Trägerelementen 14 dargestellt. Die hier dargestellten Schallabsorptionselemente 30 sind zweiteilig ausgeführt, umfassen also jeweils zwei Schallabsorptionselemententeile 56, 58, die zueinander im Wesentlichen baugleich sein können. Die beiden Schallabsorptionselemententeile 56, 58 liegen einander in einem mittigen Bereich zwischen jeweils zwei in der Fahrweglängsrichtung L aufeinander folgenden Trägerelementen 14 mit möglichst geringem Abstand gegenüber, so dass, wie vor allem auch in Fig. 1 erkennbar, wiederum eine im Wesentlichen vollständig geschlossene Oberfläche generiert wird. Jedes dieser Schallabsorptionselemententiele 56, 58 weist wieder die Aussparungen 32 für die Befestigungsorgane 20 auf und weist darüber hinaus an der einem jeweiligen Trägerelement 14 zugewandten Längsseite desselben einen in das T-Profil eines jeweiligen Trägerelements 14 eingreifend zu positionierenden Haltebereich 60 auf. Dieser kann in der Längsrichtung der Trägerelemente 14 in mehrere Abschnitte unterteilt sein, um in mehrere in der Fig. 1 auch erkennbare Fächer im T-Profil eingreifend positioniert werden zu können. Durch diese Haltebereiche 60 werden die Schallabsorptionselemententeile 56, 58 noch verbessert am Fahrweg 10 verankert.

Um den in Fig. 10 dargestellten Fahrweg 10 mit den Schallabsorptionselementen 30 aufbauen zu können, sind die beiden Schallabsorptionselemententeile 56, 58 an ihren Seiten nach unten hin, also in Richtung zum Bodenbereich 46 hin, voneinander weg abgeschrägt ausgebildet, um die einzelnen Schallabsorptionselemententeile 56, 58 in einer Schwenkschiebebewegung auf der Tragestruktur 12 und mit den Haltebereichen 60 in die Trägerelemente 14 eingreifend zu positionieren. Ebenso wie bei den vorangehend beschriebenen Ausgestaltungsformen können selbstverständlich die Schallabsorptionselemententeile 56, 58 an der Tragestruktur 12 zusätzlich noch durch Verklebung oder in sonstiger Weise festgelegt werden.

Für diese mehrteilige Ausgestaltungsform der Schallabsorptionselemente 30, wie sie in Fig. 10 dargestellt ist, eignet sich besonders die vorangehend mit Bezug auf die Fig. 7-9 beschriebene Variante, bei welcher der Tragekörper 34 plattenartig ausgebildet ist. Selbstverständlich kann jedoch auch der in Fig. 4 dargestellte trogartig aufgebaute Tragekörper mit entsprechender Formgebung zum Bereitstellen der seitlichen Anschrägung und zum Bereitstellen der Haltebereiche 60 vorgesehen werden.

Zusätzlich zu den verschiedenen vorangehend beschriebenen Schallabsorptionselementen, die unmittelbar in demjenigen Bereich des Fahrwegs 10 vorgesehen sind, in welchem Triebwagen sich bewegen werden, also im Bereich der Statoranordnung bzw. der Trägerelemente für diese vorgesehen sind, ist es selbstverständlich möglich, Schallabsorptionselemente auch an der Tragestruktur 12 zu plazieren. Vorzugsweise können hier Schallabsorptionselemente auf den Oberflächen der Wangenabschnitte 52, 54 positioniert werden. Da hier eine vollflächige Abstützung für die Schallabsorptionselemente vorgesehen werden kann, ist es möglich, hier lediglich Schallabsorptionskörper ohne zusätzliche sehr massiv ausgestaltete Tragekörper anzubringen, beispielsweise zu verkleben. Ferner ist es möglich, in diesem Bereich bzw. seitlich angrenzend an die Wangenabschnitte 52, 54 auf Erdreich Rasen anzusäen, da auch dadurch eine sehr gute Schallabsorptionswirkung erzielt werden kann.

In den Figuren und in der vorangehenden Beschreibung wurde darauf hingewiesen, dass die Schallabsorptionselemente 30 mit einer mit Strukturierung versehenen Oberfläche, beispielsweise rippenartig strukturierter Oberfläche, ausgebildet sein können, um ein bestimmtes Schallabsorptions- bzw. Reflexionsverhalten zu erlangen. In Abhängigkeit vom Einsatzbereich kann es gleichwohl zur Geräuschminimierung vorteilhaft sein, die Schallabsorptionselemente 30, insbesondere die Schallabsorptionskörper 36 derselben, mit einer im Wesentlichen glatten, zumindest in makroskopischer Hinsicht unstrukturierten Oberfläche bereitzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1, Schallabsorptionselement für einen Fahrweg einer Magnetschwebebahn, insbesondere zur Positionierung zwischen zwei im Wesentlichen quer zu einer Fahrweglängsrichtung (L) sich erstreckenden und eine Statoranordnung (16, 18) tragenden Trägerelementen (14), umfassend einen Tragekörper (34) aus Betonmaterial und an dem Tragekörper (34) wenigstens einen Schallabsorptionskörper (36).
  2. 2. Schallabsorptionselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragekörper (34) aus bewehrtem Betonmaterial gebildet ist.
  3. 3. Schallabsorptionselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schallabsorptionskörper (36) poröses Betonmaterial umfasst.
  4. 4. Schallabsorptionselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragekörper (34) trogartig ausgebildet ist und dass der Schallabsorptionskörper (36) in den Tragekörper (34) eingebettet ist.
  5. 5. Schallabsorptionselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragekörper (34) plattenartig ausgebildet ist.
  6. 6. Schallabsorptionselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragekörper (34) in einem Bodenbereich (42) wenigstens eine Ableitöffnung (44) aufweist und dass eine Oberfläche (46) des Tragekörpers (34) mit Gefälle zur wenigstens einen Ableitöffnung (44) hin ausgebildet ist.
  7. 7. Schallabsorptionselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Ableitöffnung (44) in einem Bereich ausgebildet ist, in welchen durch diese austretende Flüssigkeit im Wesentlichen nicht in den Bereich einer Statoranordnung (16, 18) eines Fahrwegs für eine Magnetschwebebahn gelangen kann.
  8. 8. Schallabsorptionselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch wenigstens eine Aussparung (32) in einem Bereich, in welchem bei einem Fahrweg für eine Magnetschwebebahn ein Trägerbefestigungsorgan (20) vorgesehen ist.
  9. 9. Schallabsorptionselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Schallabsorptionselement (30) zwei Schallabsorptionselemententeile (56, 58) zur Anordnung zwischen zwei benachbarten Trägerelementen (14) umfasst.
  10. 10. Schallabsorptionselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Schallabsorptionselemententeile (56, 58) einen in eine Ausnehmung eines Trägerelementes (14) eingreifend zu positionierenden Haltebereich (60) aufweist.
  11. 11. Fahrweg für eine Magnetschwebebahn, umfassend eine in einer Fahrweglängsrichtung (L) sich erstreckende Tragestruktur (12), auf welcher Trägerelemente (14) für eine Statoranordnung (16, 18) in der Fahrweglängsrichtung (L) aufeinander folgend und sich im Wesentlichen quer zur Fahrweglängsrichtung (L) erstreckend angeordnet sind, ferner umfassend zwischen wenigstens zwei benachbarten Trägerelementen (14) ein Schallabsorptionselement (30) nach einem der vorangehenden Ansprüche.






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