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Dokumentenidentifikation DE10221270A1 04.12.2003
Titel Mann-See-Not-Rettungs-System
Anmelder Koszlat, Heinz, 22767 Hamburg, DE
Erfinder Koszlat, Heinz, 22767 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 14.05.2002
DE-Aktenzeichen 10221270
Offenlegungstag 04.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.12.2003
IPC-Hauptklasse B63C 9/26
Zusammenfassung Der Vorteil des Mann-See-Not-Rettungs-Systems liegt auf der Hand: Es ist schnell einsetzbar, es bringt eine große Rettungs-Fläche gezielt an den Punkt und ist bei voller Fahrt eines Seeschiffes verwendbar, weil die zu rettende Person sich an dem Netz festhalten kann, damit langwierige Stopp- und Such-Manöver sich erübrigen und es erspart dem Großschiff stundenlanges Warten an einem Punkt und das evtl. Aussetzen von Rettungskuttern o. ä.
Es ist einfach zu handhaben wie ein Feuerlöscher, dadurch für "Jedermann" zu bedienen, es ist wirtschaftlich nicht sehr aufwendig, paßt zu jedem Klein- oder Großschiff und ist dadurch "universal" anwendbar.

Beschreibung[de]

Bei "Mann über Bord" oder Schiffbruch; - egal welcher Art, - gilt es; die Personen so schnell als möglich aus dem Wasser und wieder an Bord zu holen um sie vor dem Ertrinken bzw. einer Unterkühlung zu retten.

Der gesamte Rettungsvorgang ist nicht einfach; - besonders bei hohem Seegang.

Da bei geht es um "Minuten" und ein in Fahrt befindliches Großschiff von z. Bsp. 200000 BRT kann nicht plötzlich "Stoppen", - es braucht dafür mindestens; je nach Fahrt, - etwa 400 bis 800 mtr. und länger, - je nach dem das Manöver der Brücke mitgeteilt und das Manöver ausgeführt wurde.

Es muß dann in einem weiten Bogen an den Punkt des Unglücks zurück kehren und beginnen den oder die Ertrinkenden erst einmal wieder zu finden, - was bei Nacht und hohem Seegang ziemlich aussichtslos ist.

Der oder die über Bord gegangenen oder sich sonstwie im Wasser befindlichen Personen haben kaum eine Aussicht lebend geborgen zu werden wenn Wasserkälte und hoher Seegang vorherrschen und Nachts ist.

Der übliche Vorgang bei "Mann über Bord" ist das zuwerfen von Rettungsringen oder Leinen oder "Beides"; - und das zu Wasser lassen eines Beibootes; - bloß was nutzt das Alles wenn man nicht weiß wo der Ertrinkende zu suchen ist?

Falls der Ertrinkende überhaupt einen Rettungsring erfassen konnte; - treibt er ständig weiter ab; - je nach Windrichtung und Strömung.

Die Rettungsversuche schlagen meistens fehl da die bei dem Rettungsmanöver die Zeit viel zu lang ist und selbst beim "Wieder-Auffinden" der Person diese nur noch tot geborgen werden kann.

Als Beispiel kann man annehmen das Ertrinken dreier Marinesoldaten der Bundeswehr bei dem Flottenmanöver im Herbst 2001; - wo bei am hellen Tag und bei wenig Seegang diese Personen im Schlauchboot nur beim "Übersetzen" von einem Großschiff zum "Anderen" ins Wasser fielen und selbst bei Rettungsversuchen mit mehreren Großschiffen und deren Möglichkeiten, - die Personen nur noch tot geborgen werden konnten.

Dieses Ereignis steht als Beispiel für die meisten See-Not-Unfälle mit gleichem Ausgang.

Um die Überlebend - Chancen von Ertrinkenden/Verunglückten wesentlich zu erhöhen, - wurde das im Nachhinein beschriebene Mann-See-Not-Rettungs-System erdacht.

Bei dem Mann-See-Not-Rettungs-System handelt es sich im wesentlichen um zwei Teile.

1tens um ein grob-maschiges, - feines Glasfaser/Kunststoff-Netz mit einer Maschen-Größe von ca. 50 × 50 cmtr (dem Rettungs - Netz) das auf Grund seiner Materialbeschaffenheit/Herstellung, - auf dem Wasser "schwimmt" und Nachts fluoszierend leuchtet und 2tens aus einer Aufbewahrungsbox mit einer Abschußvorrichtung, - die in der Form verschieden sein kann und der Einfachheit halber im folgenden als rohrförmiges Gebilde angenommen bzw. beschrieben und gezeichnet wurde, - ähnlich der Form einer "Bazooka" Panzerwaffe aus dem 2ten Weltkrieg.

Die Abschuß bzw. Abschleuder-Kraft des Netzes kann mechanisch durch eine vorgespannte Feder geschehen oder durch Gasdruck (z. Bsp. Co2) ähnlich wie beim Airbag in Autos oder chemisch; - z. Bsp. durch Sprengstoffkapseln bekannter Art; - erzeugt werden, - je nach Größe und Gebrauch.

Das Rettungs-Netz befindet sich dicht gepackt (wie ein Fallschirm) in einem Rohr von ca. 10 cm Durchmesser und 1 mtr. Länge und ist mit einer Rettungsleine, - die ebenso dicht gepackt und aufgeschossen im hinteren Teil des Rohres liegt, - verbunden die mit dem anderen Ende an der Bordwand eingehakt bzw. befestigt sein kann; - je nach Zweck und Gebrauch!

Die Abschußvorrichtung des Rettungsnetzes befindet sich direkt am vorderen Teil des Rohres (siehe Zeichnung) und besteht aus mindestens 2 (oder mehr) schräg (gefächert) angeordneten Abschußrohren die, - über die Verteilerkammer und die Auslösevorrichtung, - mit der z. Bsp. Co2 Patrone verschraubt ist und zur gleichen Zeit als Handgriff dient(siehe Zeichnung).

In jedem Abschußrohr befindet sich eine Schleuderkugel, die verschiedene Formen haben kann, - und mit dem Netz verbunden sind, - in dem Sinne, - das diese (schwimmbaren) Schleudergewichte beim "Abfeuern" des Rettungsnetzes dieses herausziehen und einige zig meter hinter sich her ziehen und fächerförmig ausbreiten.

Das ganze Mann-See-Not-Rettungs-System kann z. Bsp. ringsherum an den Autbauten eines Großschiffes angebracht sein, - ähnlich einem Feuerlöscher, - es kann aber eben so in den einzelnen Rettungsbooten verstaut sein um z. Bsp. bei "Havarie" eines Großschiffes über Bord gegangene Ertrinkende Personen regelrecht "aufzufischen" und kann auch bei kleineren Schiffen (Yachten usw.) im privaten Bereich, - als kleinere Version verwandt werden, wo bei evtl. die mechanische Version mit vorgespannter Feder ausreicht, - und den Vorteil hat; sich mittels "Hebel" immer wieder "Neu" spannen läßt ohne Kosten zu verursachen und Netz und Leine sich eben so wieder einlegen läßt, - das Rettungs - System sich also vielfach "wiederverwenden" läßt.

Das ist bei größeren Systemen eben so möglich, - aber mit Kosten verbunden da die Co2 Patronen erneuert werden müssen oder die Sprengkapseln und das Netz und die Rettungsleine meistens nicht mehr in Ordnung sind.

Die technische Handhabung bzw. Funktion des See-Not-Rettungs-Systems funktioniert folgerdermaßen:

Bei "Mann über Bord" oder anderen Rettungsversuchen wird das griffbereit an der Bordwand hängende Gerät, wie ein Feuerlöscher; aus der Halterung entnommen und der Sicherungsbolzen entfernt.

Die evtl. (je nach Gebrauch) bei Großschiffen an der Bordwand befestigte Rettungsleine reißt die hintere Abdeckung ab bzw. auf und wickelt sich ab bis die Benutzerperson an der Bordwand steht.

Von hier aus sollte dann der "Abschuß" des Rettungs-Netzes mit der Zieleinrichtung wie Kimme und Korn bzw. Kerbe o. ä. getätigt werden; in dem der Benutzer diese auf die zu rettende Person hält und den Abschuß Mechanismus mit einem Handgriff (siehe Zeichnung) betätigt; wie bei einem Feuerlöscher.

Da bei werden die Verschlußkappen der Schleudergewicht-Zielrohre weggerissen wie eben so die Abdeckung für das Rettungs-Netz.

Das Netz wird jetzt über die sich im Wasser befindliche Person auf großer Fläche ausgebreitet und die zu rettende Person kann jetzt irgendeine der Maschen des Netzes ergreifen und sich weitere Maschen heranziehen und ist damit erst mal wieder mit dem Schiff verbunden und kann nicht mehr "Verloren" gehen und wird mit der Fahrt des Schiffes mitgezogen. - Die "großen" Maschen verhindern das "Unterdrücken" des Ertrinkenden, - die Maschen fallen so um ihn herum und dieser mit dem Kopf und Körper da "durch" so das auch eine leblose Person sich wieder "Einfischen" läßt.

An Hand der mit dem Netz verbundenen Rettungsleine läßt sich die zu rettende Person an Bord ziehen; bzw. mit anderen Netzen oder Leinen heran und (wieder) an Bord ziehen.

Die Abschußvorrichtung des Reifungs-Systems (das Rohr mit der Patrone und der Abschuß- Vorrichtung) hängt nach dem Abschuß noch über der Rettungsleine (die durch das Abschußrohr verläuft) herum; es kann sinnergerweise durch "Verdrehen" der Rettungsleine als Knebel zum Heraufziehen der zu rettenden Person benutzt werden.

Wie schon vormals erwähnt, - läßt sich die Abschußvorrichtung bzw. die gesamte Behältervorrichtung für das Rettungs-System wieder verwenden bzw. neu "Bestücken". Zeichnungs - Zeichen Erklärung! Zeichnung Blatt 1: Fig.1 und 1a.

A symbolhaft dargestelltes, - abgeschossenes; auf dem Wasser schwimmbares Rettungsnetz mit einer zu rettenden Person in der Mitte. (X).

A1, A2 und A3 schwimmbare Schleudergewichte, - die beim "Abschuß" das Rettungs- Systems das Netz hinter sich herziehen und durch die abgewinkelte Flugrichtung ausbreiten.

A4 Markierungs-Ecklaschen aus leuchtfähigem Stoff.

C symbolische Darstellung der mit dem Rettungs-Netz und (evtl./nach Bedarf) mit der Bordwand des Schiffes verbundenen Rettungsleine.

E Ziel-Abschuß/Schleuder-Vorrichtung für die Schleudergwichte und Netz.

D leeres Netz bzw. Rettungsleinen-Behälterrohr.

D1 Packbereich für das Rettungs-Netz

D2 Packbereich für die Rettungsleine.

C2 Rettungsleinen-Verbinder mit der Bordwand.

C3 Bordwand oder Festpunkt.

Zeichnung Blatt 2.

Fig.1 stellt eine Draufsicht auf das Rettungs-Netz-System da.

Fig.2 stellt eine Unteransicht des Rettungs-Systems da.

Fig.3 stellt eine Seitenansicht des Netz-Rettungs-Systems da mit dem Netz und Rettungsleinen-Behälter (Rohr).

Fig.4 stellt die "Frontansicht" des Rettungs-Systems da mit den (hier 3) Abschuß- Rohren für die Schleudergewichte.

E Ziel-Abschuß/Schleuder-Vorrichtung.

V Kunststoff-Verschlußkappen für den Netz/Leinen Behälter so wie für die Auswurf/Abschuß-Rohre der Schleudergewichte.

D Rohrbehälter für das Rettungsnetz und der damit zusammenhängenden Rettungsleine.

L Abschuß/Führungs-Rohr für die Schleudergewichte.

S Schleudergewichte.

AK Auslöse-Mechanik.

Co gleich CO2 Patrone.

AH Auslöse-Hebel.

SB Sicherungsbolzen.

HG Handgriff

ZE Zieleinrichtung.

D Rohr bzw. Netz und Leinen-Behälter.

D1 Packraum für Netz.

D2 Packraum für Leine.

V Abdeck/Verschluß-Kappen die sich beim Betätigen der Abschußvorrichtung ablösen bzw. durch das "Abnehmen" von der Bordwand abtrennen bzw. abgerissen werden.

Z Zünd bzw. Auslösemechanik die mit Auslösegriff (AH) verbunden ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Anspruch wie nach der Beschreibung; - Universal-Mann-See-Not-Rettungs-System, - in der Form eines grobmaschigen und feinen Netzes, - das mit einer Abschußvorrichtung von Bord oder Land aus abgefeuert/abgeschleudert werden kann und sich dabei auf ca. 50 bis 100 qm entfaltet, - dann auf dem Wasser "schwimmt" und mit einer Leine mit der Abschuß -vorrichtung verbunden ist und bei Bordbetrieb diese wiederum mit der Bordwand und mit der Eigenschaft, daß das Netz im dunkeln durch Fluoszierung sichtbar leuchtet und dadurch; daß das ganze Rettungssystem in dem Sinne verwendbar ist, - das sich das Netz nach dem "Abschuß" über den Ertrinkenden ausbreitet; dieser irgendeine Masche des Netzes ergreifen kann, - dadurch mit dem Schiff oder Land verbunden bleibt ohne von der Strömung (oder Fahrt eines Großschiffes) weiter abzutreiben und damit erstmal nicht "Verloren" geht und sich wieder an Bord bzw. an Land ziehen (fischen) lassen kann und auch mit dem Anspruch, - das die Abschußvorrichtung mechanisch (mit z. Bsp. vorgespannter Feder) geschehen kann, - oder durch Gasdruck (z. Bsp. Co2) - wie Auto-Airbag, - oder chemisch durch Sprengkapseln o. ä. geschehen kann und das Netz durch 1 bis mehrere Gewichte verschiedener Form aus einem oder mehreren schräg laufenden Läufen abgefeuert bzw. abgeschleudert wird und diese das Netz aus dem Abschuß-Netzbehälter heraus bzw. hinter sich her ziehen und selber schwimmfähig sind.
  2. 2. Anspruch wie nach 1, - jedoch zusätzlich dadurch gekennzeichnet; - daß das abgeschleuderte/abgeschossene Rettungs-Netz mit kleinen Lämpchen bzw. Leuchtdioden erleuchtet ist um bei Dunkelheit eine bessere Erkennung (zusätzlich zur fluoszierenden Wirkung) zu erreichen und mit dem Merkmal, - das sich die dafür benötigten Energie-Quellen in den Schleudergewichten befinden und durch Sensoren mit dem Wasserkontakt aktiviert werden.
  3. 3. Anspruch nach 1 und 2, - jedoch besonders dadurch gekennzeichnet; - daß das verwendete schwimmbare Netzmaterial (ähnlich wie bekannte 0815 Wäscheleinen) zusätzlich mit chemischen oder mechanischen Zusatzteilen ausgestattet sind die bei der Berührung mit dem Wasser sich "Aufblähen" bzw. Aufschäumen, - dabei Sauerstoff aufnehmen und zur schwimmbaren "Tragfähigkeit" des Rettungsnetzes zusätzlich beitragen oder mit zusätzlichen Schwimmkörpern oder "Markierungen" (wie reflektierenden Teilen) ausgerüstet sind.
  4. 4. Anspruch nach 1, 2 oder 3, - jedoch mit dem besonderen Merkmal, - daß das benutzte Netz nicht nur an "Einer" Leine mit der Abschußvorrichtung verbunden ist, - sondern verschiedene dünne oder dickere Einzugsleinen besitzt um das "Einholen" des Netzes besser steuern zu können und den verschiedenen Gegebenheiten anzupassen.
  5. 5. Anspruch nach 1, 2, 3 oder 4, - jedoch mit dem besonderen Merkmal, - daß das zusammengepackte Rettungsnetz nicht durch die abgeschleuderten/abgeschossenen Schleudergewichte aus den verschiedenen Abschußläufen nach dem "Abschuß" das Netz hinter sich her ziehen und im Fluge ausbreiten, - sondern als Bündel abgeschossen wird das sich dann wie ein Fallschirm in der Luft ausbreitet.
  6. 6. Anspruch wie 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, - mit dem Merkmal, - daß das Netz feinere Maschen hat um damit "Treibgut" einzusammeln, - wo bei nur die eine Hälfte des Netzes schwimmbar ist und der hintere Teil mit den Gewichten hinter dem Treibgut versinkt und sich das Netz durch mehrere "Einholseile" über dem Treibgut schließt und an Bord holen läßt.






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