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Dokumentenidentifikation DE19644180C2 04.12.2003
Titel Vorrichtung zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen
Anmelder Metz Aerials GmbH & Co. KG, 76185 Karlsruhe, DE
Erfinder Kaip, Peter, 76764 Rheinzabern, DE
Vertreter Lichti und Kollegen, 76227 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 24.10.1996
DE-Aktenzeichen 19644180
Offenlegungstag 30.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.12.2003
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.12.2003
IPC-Hauptklasse B60R 11/06
IPC-Nebenklasse B60P 3/14   B60P 7/06   A62C 27/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen oder dgl. in einem Fahrzeug, insbesondere einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr oder ähnlichem, mit einer die Gegenstände aufnehmenden, teleskopartig ein- und ausfahrbaren Lagerung.

Aus der DE 35 17 290 C2 ist es bekannt, Ausrüstungsmodule eines Einsatzfahrzeugs in eine Schwenk-Drehbewegung abzusenden.

Bekanntlich hat sich das Einsatzspektrum von Feuerwehrfahrzeugen in den letzten Jahren immer mehr von dem eines Löschfahrzeuges zu dem eines Fahrzeugs mit vielseitigen Einsatzschwerpunkten gewandelt. Hierzu gehören die technische Hilfeleistung bei Unfällen, beispielsweise im Straßenverkehr, bei der Produktion und dem Transport chemischer Erzeugnisse und die technische Hilfeleistung im Umweltschutz. Aufgrund dieses umfangreichen Einsatzspektrums müssen in einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr vielfältige und dabei oft auch schwere Gerätschaften zum einen sicher und fest gelagert, zum anderen beim Einsatz aber auch sicher, leicht und schnell von den Einsatzkräften dem Fahrzeug entnommen werden können. Hierzu sind verschiedene Entnahmehilfen zur Erleichterung der Herausnahme der Gegenstände bekannt. Bei einer Lösung sind an der Außenseite des Geräteraumes bzw. Lagerfaches oder -bodens Rollen angebracht, über die das Herausziehen des Gegenstandes vereinfacht werden soll. Derartige Rollen können auch an einer zusätzlich angebrachten Verschlußklappe befestigt sein, um über diese nach Öffnen des Faches die Geräte zu entnehmen. Diese Entnahmehilfen sind nur dann ergonomisch günstig, wenn sich die Gegenstände im unteren Bereich des Fahrzeuges befinden.

Um auch eine reduzierte Entnahmehöhe für im oberen Bereich des Fahrzeugs angeordnete schwere Geräte zu ermöglichen, sind weiterhin Entnahmehilfen in Form von in seitlichen Befestigungen integrierten Schubladen bekannt, welche zwangsgesteuert nach vorne und unten abkippbar sind. So zeigt die DE 44 06 061 A1 die Möglichkeit durch Schubladenartige Schieber für die Aufnahme der Ausrüstungsgegenstände in eine geneigte Stellung herabzuschwenken, wobei durch eine Rückholfeder der Kraftaufwand der Bedienungsperson verringert und ein starkes Anschlagen in der Ruheposition vermieden werden soll. Nachteilig an derartigen Schubladen ist zum einen, daß der Abstand zwischen den einzelnen Laden aufgrund des Abkippens größer gewählt werden muß, als dies bei horizontal verlaufenden Lagerfächern der Fall ist. Zum anderen ist bei in einem Kasten wie einem Werkzeugkasten untergebrachten Gegenständen nur die Entnahme eines kompletten Teilesatzes möglich.

Des weiteren sind in Entnahmerichtung schräg verlaufende Teleskopauszüge bekannt. Ein solcher Teleskopauszug ermöglicht zwar eine Verringerung der Entnahmehöhe und so die Entnahme eines schweren Gerätes wie eines Kastens, eine Einzelentnahme der Teile im Kasten ist aber auch hier nicht bzw. nur schlecht möglich. Des weiteren ist unter Umständen ein geschlossener Kastendeckel notwendig, damit die Geräteteile während des Transports nicht herausfallen, wodurch eine Einzelentnahme eines Werkzeugs wiederum nicht oder nur schlecht möglich ist.

Um eine Einzelentnahme von in Kästen gelagerten Geräteteilen zu ermöglichen, sind im wesentlichen horizontal angeordnete Teleskopauszüge bekannt. Diese haben aber den Nachteil, daß eine Entnahme eines kompletten schweren Gerätes, insbesondere aus größerer Höhe, erschwert wird.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß einer Lagerung sowohl der komplette Satz an Ausrüstungsgegenständen auf einmal als auch Teile davon auf einfache Weise auch aus unterschiedlichen Höhen entnommen werden können.

Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Lagerung in ausgefahrener Stellung unter Einwirkung zumindest der Gewichtskraft der Lagerung gedämpft von einer im wesentlichen horizontalen in eine geneigte Stellung herabschwenkbar ist.

Dadurch, daß die Ausrüstungsgegenstände in Transportstellung waagerecht gelagert sind, sind sie in der Lagerung sicher festgelegt, so daß beispielsweise auf einen geschlossenen Kastendeckel bei Unterbringung von Einzelteilen in einem Kasten verzichtet werden kann. Beim Einsatz können dann die Gegenstände sicher, leicht und schnell durch Ausfahren des Teleskopauszuges und Herabschwenken desselben in herausgefahrener Stellung entnommen werden. Sollen nur einzelne Gegenstände oder Gerätschaften der Lagerung entnommen werden, so kann entsprechend auf ein Herabschwenken des Auszuges verzichtet werden. Je nach Höhe können die Einzelteile beispielsweise auch durch Herausklappen oder -schwenken von Trittbrettern entnommen werden, auf die sich der Entnehmende dann begibt. Durch das Herausziehen der Lagerung in Entnahmerichtung wird dabei die Einzelentnahme vereinfacht. Und dadurch, daß die Lagerung in herausgefahrener Stellung durch ihr Gewicht und das Gewicht der Ausrüstungsgegenstände gedämpft in eine geneigte Stellung herabschwenkbar ist, kann so einfach eine Gesamtentnahme beispielsweise eines Behälters aus ergonomisch günstiger Höhe erfolgen.

Damit die Lagerung in herausgefahrener Stellung wahlweise in horizontaler Stellung verbleiben oder aber herabgeschwenkt werden kann, ist die Lagerung bevorzugt durch einen ersten Ver- und Entriegelungsmechanismus in im wesentlichen horizontaler Lage arretierbar und nach Lösen der Verriegelung in ausgefahrener Stellung herabschwenkbar. In Weiterbildung ist an dem dem ausgefahrenen Ende der Lagerung entgegengesetzten Ende ein die Lagerung in geneigter Stellung haltender Teleskopdämpfer angeordnet, der vorzugsweise einen geschwindigkeitsproportionalen Kraftverlauf aufweist. Mittels eines solchen Teleskopdämpfers kann dann die Abkipphöhe und Abkippgeschwindigkeit festgelegt werden. Folglich kann die Lagerung so jeweils individuell beispielsweise an die Position im Fahrzeug sowie das Gewicht und die Größe der aufzunehmenden Gegenstände angepaßt werden.

Vorzugsweise ist die Lagerung an ihrer Unterseite über ein Scharnier drehbar an einem Bodenelement für die Lagerung angelenkt. Aufgrund dieser Ausbildung mit Teleskopdämpfer am rückwärtigen Ende der Lagerung und Scharnier weiter vorne am Bodenelement der Lagerung kann diese derart herabgeschwenkt werden, daß das in Entnahmerichtung über das Bodenelement vorstehende obere Auszugteil der Lagerung nach vorne und unten abgesenkt und das sich oberhalb des Bodenelementes befindende untere Auszugteil der Lagerung nach oben und hinten angehoben wird, so daß der Abstand zwischen zwei übereinander angeordneten Lagerfächern derart wählbar ist, daß er nur durch die Höhe der zu transportierenden Gegenstände bestimmt wird. Entsprechend können mehr Lagerfächer übereinander angeordnet werden, als dies beispielsweise bei kippbaren Schubladen möglich ist.

Dadurch, daß am Bodenelement sowie an der Unterseite der Lagerung das Scharnier sowie der Teleskopdämpfer und entsprechend auch der Ver- und Entriegelungsmechanismus angeordnet sind, kann auf einfache Weise aus einer teleskopierbaren Lagerung eine teleskopier- und herabschwenkbare Lagerung geschaffen werden. Es ist lediglich der Anbau von Zusatzeinrichtungen am Bodenelement und am Teleskopauszug der Lagerung notwendig.

Um die herausziehbare Lagerung bzw. den Teleskopauszug in ein- und in ausgefahrener Stellung sicher festlegen zu können, ist die Lagerung vorzugsweise durch einen zweiten Ver- und Entriegelungsmechanismus in ein- und ausgefahrener Stellung zumindest in ihren Endstellungen arretierbar. Dieser Ver- und Entriegelungsmechanismus für den Teleskopauszug der Lagerung sowie der Ver- und Entriegelungsmechanismus zum Herabschwenken der Lagerung können getrennt oder aber kombiniert auslösbar sein. Sie können sich auch gegenseitig sperrend und freigebend ausgebildet sein. Das Auslösen kann dabei mechanisch, pneumatisch, elektrisch oder elektromagnetisch erfolgen, wobei zur Auslösung vorzugsweise zumindest ein Betätigungsknopf oder aber ein Hebel vorgesehen sind.

In bevorzugter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen jeweils an Verriegelungsböckchen oder -laschen lösbar festlegbare Schnappstifte aufweisen. Zur Betätigung der Schnappstifte können dabei Gestänge, Seilzüge oder aber Stellglieder vorgesehen sein.

Damit im eingefahrenen Zustand der Lagerung im Bereich unterhalb dieser möglichst wenig Raum für den Teleskopdämpfer notwendig ist, ist der beispielsweise mit seinem einen Ende drehbar am Bodenelement der Lagerung und mit seinem anderen Ende drehbar an der Unterseite der Lagerung angelenkte Teleskopdämpfer in horizontaler Stellung der Lagerung im wesentlichen parallel zu dieser ausrichtbar.

Insgesamt ist so für eine funktionelle und einfach handhabbare Lagerung für Ausrüstungsgegenstände gesorgt, bei der aufgrund der erfindungsgemäßen teleskopier- und herabschwenkbaren Lagerung jeweils die günstigste Stellung zur Entnahme einzelner Teile sowie zur Gesamtentnahme von Ausrüstungsgegenständen aus ergonomisch günstiger Höhe einstellbar ist. Durch Hinzufügen eines Ver- und Entriegelungsmechanismus, eines Scharniers sowie eines Teleskopdämpfers am Bodenelement der Lagerung kann diese einfach und zuverlässig herabschwenkbar gestaltet werden.

Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Teilansicht eines Einsatzfahrzeuges im Schnitt mit seitlich angeordneten teleskopier- und herabschwenkbaren Lagerungen;

Fig. 2 eine Draufsicht auf eine eingefahrene Lagerung aus Fig. 1;

Fig. 3 eine Seitenansicht einer ausgefahrenen und herabgeschwenkten Lagerung;

Fig. 4a und b schematische Seitenansichten einer Lagerung mit unterschiedlichen Betätigungs- und Verriegelungsmechanismen;

Fig. 5a-d sowie Fig. 6a-d weitere schematische Ausführungsbeispiele zur Anordnung und Funktion der Arretierteile sowie der Ver- und Entriegelungsmechanismen; und

Fig. 7 eine schematische und teilweise Seitenansicht des Fahrzeugs aus Fig. 1 bei Einzelentnahme von Gegenständen aus einem Kasten.

Das in Fig. 1 und 7 teilweise dargestellte Einsatzfahrzeug 1 weist einen seitlich zu öffnenden Lade- oder Geräteraum 2 auf, in dem übereinander an der Längsseite des Laderaums 2 Lagerfächer 3, 3' für Ausrüstungsgegenstände 4, in der dargestellten Ausführungsform Behälter oder Kästen, angeordnet sind. Die Ausrüstungsgegenstände 4 können dem Einsatzfahrzeug 1 an der Längsseite desselben von den Einsatzkräften 5 entnommen werden.

Jedes Lagerfach 3, 3' weist ein Bodenelement 6 auf, an dem eine Lagerung 7 in Form eines Teleskopauszuges mit einem oberen Auszugteil 7' und einem unteren Auszugteil 7" aufliegt und festgelegt ist. An ihrer Oberseite ist die Lagerung 7 an ihrem oberen Auszugteil 7' mit einer Aufnahme 8 für den zu transportierenden Behälter 4 versehen. Diese Aufnahme 8 kann dabei in Form einer Schublade mit Vorder-, Seiten- und Rückwänden ausgebildet sein, um den Behälter 4 auch in herabgeschwenkter Stellung der Lagerung 7 zuverlässig zu halten.

An der Unterseite ihres unteren Auszugteils 7" ist die Lagerung 7 bzw. der Teleskopauszug an ihrem/seinem rückwärtigen Ende 9 über einen Teleskopdämpfer 10 schwenkbar am rückwärtigen Ende 11 des Bodenelementes 6 festgelegt. Der Teleskopdämpfer 10 ist dabei mit seinem einen Ende 12 drehbar am Bodenelement 6 und seinem anderen Ende 13 drehbar an der Unterseite der Lagerung 7 angelenkt. Auf diese Weise ist der Teleskopdämpfer 10 im dargestellten Ausführungsbeispiel, wie in Fig. 3 mit durchgezogenen Linien dargestellt, bei horizontaler Stellung der Lagerung 7 im wesentlichen parallel zu dieser ausgerichtet und richtet sich, wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 3 dargestellt ist, beim Herabschwenken der Lagerung 7 auf. Wie den Fig. 4a und 4b zu entnehmen ist, kann der Teleskopdämpfer 10 am Bodenelement 6 auch weiter vorne dem vorderen Ende 14 des Bodenelementes 6 zugerichtet drehbar festgelegt sein. An diesem Ende 14 des Bodenelements 6 ist ein Scharnier 35 festgelegt, über das die Lagerung 7 drehbar am Bodenelement 6 angelenkt ist.

Seitlich ist die Lagerung 7, insbesondere das obere Auszugteil 7', durch Teleskopschienen 15, 15' geführt bzw. getragen. Über diese Teleskopschienen 15, 15' wird der Teleskopauszug beim Ein- und Ausfahren sicher gehalten und geführt.

Um die Lagerung bzw. den Teleskopauszug 7 in ein- und ausgefahrener Stellung zu arretieren sowie freizugeben, ist ein Ver- und Entriegelungsmechanismus 16 vorgesehen (s. Fig. 2). Dieser Ver- und Entriegelungsmechanismus 16 wird dabei durch eine Schnappstiftmechanik 17, 17', dazugehörige Betätigungsstangen 18, 18' und einen Auslöseknopf 19 gebildet. An den einander zugewandten Seiten der Teleskopschienen 15, 15' sind seitlich sowohl am rückwärtigen Ende als auch am vorderen Ende jeweils Verriegelungsböckchen 20, 20' sowie 21, 21' angebracht. Die als Arretierungsteile dienenden Schnappstifte 17, 17' können beispielsweise mit Hilfe integrierter Federn jeweils an/in den Verriegelungsböckchen 20, 20' bzw. 21, 21' durch Einschnappen festgelegt werden. Dadurch, daß die Verriegelungsböckchen 20, 20', 21, 21' jeweils am rückwärtigen und vorderen Ende 22, 23 der Teleskopschienen 15, 15' angeordnet sind, wird der Teleskopauszug 7, hier das obere Auszugteil 7', in seinen Endstellungen in ausgefahrener bzw. eingefahrener Stellung sicher festgelegt. Die Betätigung der Schnappstifte 17, 17' erfolgt dabei mittels der beiden jeweils einem Schnappstift zugeordneten Betätigungsstangen 18, 18', die mit einem Ende mit dem Schnappstift 17, 17' und mit ihrem entgegengesetzten Ende wirksam mit dem Auslöseknopf 19 verbunden sind. Durch Drücken des Auslöseknopfes 19 werden dann die Schnappstifte 17, 17' gelöst, so daß die Lagerung 7 freigegeben wird und in ihre Endstellung ein- bzw. ausgefahren werden kann. Der Auslöseknopf 19 ist dabei mittig an einem Doppelgriff 24 angeordnet, über den der Teleskopauszug 7 durch die Einsatzkräfte 5 bewegt wird. Dadurch, daß der Auslöseknopf 19 mittig angeordnet ist, wird dessen Betätigung für die Einsatzkraft 5 erleichtert.

Wie insbesondere Fig. 3 zu entnehmen ist, ist der Ver- und Entriegelungsmechanismus 16 mit Schnappstiften 17, 17', Betätigungsstangen 18, 18', Verriegelungsböckchen 20, 20', 21, 21' und Auslöseknopf 19 unterhalb der Aufnahme 8 für den Behälter 4 angeordnet.

Um die Lagerung 7 aus ihrer im wesentlichen horizontalen Stellung herabzuschwenken, ist ein weiterer Ver- und Entriegelungsmechanismus 25 vorgesehen. Dieser Ver- und Entriegelungsmechanismus 25 weist einen in Entnahmerichtung seitlich des Doppelgriffes 24 am Bodenelement 6 angeordneten Auslöseknopf 26, eine Betätigungsstange 27 sowie einen mit einer Haltelasche 28 zusammenwirkenden Schnappstift 29 auf. Die Haltelasche 28 ist dabei an der Unterseite der Lagerung 7 angeordnet, während der Rest des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25 am Bodenelement 6 angeordnet ist.

Durch Betätigen des Auslöseknopfes 26 wird, wie in Fig. 3 dargestellt ist, der Schnappstift 29 aus der Haltelasche 28 gezogen, wodurch die Bewegung der Lagerung 7 nach unten durch die Gewichtskraft des Behälters 4 sowie der Lagerung 7 selbst ausgelöst wird. Der Teleskopdämpfer 10 richtet sich dabei auf, und die gesamte Einheit aus Lagerung und Ausrüstungsgegenstand schwenkt gedämpft von der durchgezogenen, waagerechten Lage in die geneigte, gestrichelte Stellung. Das gedämpfte Herabschwenken ist dadurch möglich, daß der Teleskopdämpfer 10 einen geschwindigkeitsproportionalen Kraftverlauf aufweist. Dadurch, daß das Scharnier 35 am vorderen Ende des Bodenelementes 3 angeordnet ist, wird der hintere Teil, also das ortsfeste untere Auszugteil 7", des Teleskopauszuges 7 nach oben und der vordere, ausgezogene Teil, also das obere Auszugteil 7', nach unten geschwenkt. Wie insbesondere Fig. 1 zu entnehmen ist, wird so auch für eine platzsparende Entnahme nach Ausziehen und Herabschwenken der Lagerung gesorgt.

Durch entsprechende Auslegung der Länge L des Teleskopdämpfer 10 in Verbindung mit dessen Anlenkpunkt 12 kann die Absenkhöhe der Lagerung 7 festgelegt werden.

Während die im dargestellten Ausführungsbeispiel dargestellten Ver- und Entriegelungsmechanismen 16, 25 mechanisch lösbar sind, kann auch vorgesehen sein, daß das Lösen pneumatisch, elektrisch oder elektromagnetisch erfolgt. Zum Auslösen kann dabei statt eines Betätigungsknopfes 19, 26 auch ein entsprechender Hebel vorgesehen sein. Es ist auch möglich, anstelle von zwei separaten Betätigungs- bzw. Auslöseknöpfen 19, 26 eine kombinierte Auslösebetätigung vorzusehen. Anstelle einer Betätigungsstange zum Auslösen der Schnappstifte kann auch ein entsprechender Seilzug vorgesehen sein.

In den Fig. 4a und 4b sind weitere Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Betätigungs- sowie Ver- und Entriegelungsmechanismen für die erfindungsgemäße Lagerung 7 beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend dargestellt. Die in den Fig. 4a und 4b dargestellten Arretierteile für die beiden Ver- und Entriegelungsmechanismen können dabei auch weiterhin an Verriegelungsböckchen 20 bzw. Haltelaschen 28 oder anderen geeigneten Teilen festgelegt sein. Bei dem in Fig. 4a dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Arretierteil 30 am rückwärtigen Ende der Lagerung 7 am unteren Auszugteil 7" getrennt vom oberen Auszugteil 7' angeordnet, wird durch Druckbetätigung des Ver- und Entriegelungsmechanismus 16' gelöst und verbleibt in seiner rückwärtigen Stellung, während das Auszugteil 7' ausfährt. Das Arretierteil 31 des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25' ist am Bodenelement 6 angeordnet und wird durch Zugbetätigung von der Haltelasche 28 an der Unterseite des Auszugteils 7" gelöst. Die Betätigungs- bzw. Auslöseknöpfe 19, 26 oder aber andere Verriegelungsauslöser sind dabei für den Ver- und Entriegelungsmechanismus 16' an dem oberen Auszugteil 7' der Lagerung 7 und für den Ver- und Entriegelungsmechanismus 25' am Bodenelement 6 angeordnet.

Bei dem in Fig. 4b dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Arretierteil 30' an der Lagerung 7 festgelegt, wird wiederum durch Druckbetätigung des Ver- und Entriegelungsmechanismus 16" von einem am rückwärtigen Ende 20 der Lagerung 7 am unteren Auszugteil 7" angeordneten Teil wie einer Haltelasche gelöst und bewegt sich anschließend gemeinsam mit dem oberen Auszugteil 7' der Lagerung 7 nach vorne. Das Arretierteil 31' des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25' ist an der Unterseite der Lagerung 7 am unteren Auszugteil 7" festgelegt und wird durch Zugbetätigung von einer am Bodenelement 6 festgelegten Haltelasche 28 gelöst. Die Betätigungs- bzw. Auslöseknöpfe 19, 16 oder aber andere geeignete Verriegelungsauslöser sind bei diesem Ausführungsbeispiel jeweils beide an dem oberen Auszugteil 7' der Lagerung 7 angeordnet.

Bei dem in Fig. 5a dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Arretierteil 30a am rückwärtigen Ende der Lagerung 7 am unteren Auszugteil 7" getrennt vom oberen Auszugteil 7' angeordnet, wird durch Druckbetätigung des Ver- und Entriegelungsmechanismus 16a gelöst und verbleibt in seiner rückwärtigen Stellung, während das obere Auszugteil 7' ausgefahren wird. Das Arretierteil 31a des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25a ist am Bodenelement 6 angeordnet und wird durch Druckbetätigung von der Haltelasche 28, welche an der Unterseite des Auszugteils 7" angeordnet ist, gelöst. Die Betätigungs- bzw. Auslöseknöpfe oder aber andere Verriegelungsauslöser sind bei diesem Ausführungsbeispiel jeweils am oberen Auszugteil 7' bzw. am Bodenelement 6 angeordnet.

Bei dem in Fig. 5b dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 16a demjenigen aus Fig. 5a, während das Arretierteil 31b des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25b nun an der Unterseite des unteren Auszugteils 7" der Lagerung 7 drehbar festgelegt ist und am Halteteil 28 am Bodenelement 6 arretiert wird. Die Lösung des Arretierteils 31b erfolgt hierbei vorzugsweise durch Zugbetätigung, wobei der Verriegelungsauslöser ebenfalls an der Lagerung 7 festgelegt ist.

Bei der in Fig. 5c dargestellten Ausführungsform entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 25a demjenigen aus Fig. 5a, während das Arretierteil 30b nun drehbar am oberen Auszugteil 7' der Lagerung 7 festgelegt ist und an einen Halteteil 20 am unteren Auszugteil 7" am rückwärtigen Ende der Lagerung 7 arretiert wird. Das Lösen des Arretierteils 30b erfolgt dabei durch Druckbetätigung, wobei der Verriegelungsauslöser an der Lagerung 7, beispielsweise am oberen Auszugteil 7', festgelegt ist.

Bei dem in Fig. 5d dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 16b demjenigen aus Fig. 5c, während der Ver- und Entriegelungsmechanismus 25b demjenigen aus Fig. 5b entspricht.

Allen in den Fig. 5a-d dargestellten Ausführungsbeispielen bzw. -formen ist gemeinsam, daß das Ausfahren und Schwenken der Lagerung 7 funktionsunabhängig voneinander erfolgt, wobei natürlich eine Kombination bezüglich der Bedienung möglich ist. D. h., daß die Arretierteile 30a, b bzw. 31a, b jeweils unabhängig voneinander zur Auslösung der jeweiligen Ausfahr- bzw. Drehfunktion gelöst werden müssen.

In den Fig. 6a-d sind weitere Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Betätigungs- sowie Ver- und Entriegelungsmechanismen für die erfindungsgemäße Lagerung 7 beispielhaft dargestellt, wobei die hier dargestellten Mechanismen im Gegensatz zu den vorangehenden funktionell voneinander abhängen. Bei dem in Fig. 6a dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Arretierteil 30c des Ver- und Entriegelungsmechanismus 16c am rückwärtigen Ende der Lagerung 7 am unteren Auszugteil 7" drehbar festgelegt und an einem Halteteil 20 am rückwärtigen Ende des oberen Auszugteils 7' arretiert. Das Arretierteil 31c des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25c ist am Bodenelement 6 drehbar festgelegt und am Halteteil 28 an der Unterseite des oberen Auszugteils 7' arretiert. Wird nun das Arretierteil 30c durch Druckbetätigung vom Halteteil 20 gelöst, so verbleibt dieses in seiner rückwärtigen Stellung, während das obere Auszugteil 7' in der durch den Pfeil gekennzeichneten Richtung ausfährt. Hierbei wird nun dadurch, daß sich das Halteteil 28 mit dem oberen Auszugteil 7' mitbewegt, das untere Arretierteil 31c ebenfalls gelöst und die gesamte Lagerung 7 kann durch Gewichts- oder Schwerkraft herabschwenken. Der Verriegelungsauslöser ist dabei vorzugsweise an der Lagerung 7 angeordnet.

Bei dem in Fig. 6b dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 16c demjenigen in Fig. 6a. Das Arretierteil 31d des Ver- und Entriegelungsmechanismus 25d hingegen ist nun drehbar an der Unterseite des oberen Auszugteils 7' drehbar festgelegt und am Halteteil 28 am Bodenelement 6 arretiert. Wird nun wiederum das Arretierteil 30c durch Druckbetätigung gelöst, so daß das obere Auszugteil 7' ausfährt, so wird das Arretierteil 31d mitbewegt und löst sich aufgrund der nun ausgeübten Zugwirkung von der Haltelasche bzw. dem Halteteil 28, so daß die gesamte Lagerung herabschwenken kann.

Bei dem in Fig. 6c dargestellten Ausführungsbeispiel entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 25c demjenigen aus Fig. 6a, so daß das Arretierteil 31c bei Ausfahren des oberen Auszugteils 7' aufgrund der dadurch ausgeübten Druckbewegung vom Halteteil 28 gelöst wird, während nun das Arretierteil 30d des Ver- und Entriegelungsmechanismus 16d drehbar am rückwärtigen Ende des oberen Auszugteils 7' der Lagerung 7 angeordnet ist und am Halteteil 20 arretiert wird, wobei letzteres am unteren Auszugteil 7" am rückwärtigen Ende der Lagerung 7 angeordnet ist. Wird nun das Arretierteil 30d durch Auslösen eines Verriegelungsauslösers an der Lagerung 7durch Druckbetätigung vom Halteteil 20 gelöst, so fährt auch hier das Auszugteil 7' aus, wodurch dann das Arretierteil 31c in der bereits beschriebenen Weise gelöst wird.

Bei dem in Fig. 6d dargestellten letzten Ausführungsbeispiel entspricht der Ver- und Entriegelungsmechanismus 16d demjenigen aus Fig. 6c und der Ver- und Entriegelungsmechanismus 25d demjenigen aus Fig. 6b, so daß hier auf Anordnung und Funktion nicht noch einmal eingegangen werden muß.

Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Lagerung 7 kann nun ein Behälter 4 insgesamt in der in Fig. 1 dargestellten Weise durch Ausfahren und Herabschwenken der Lagerung 7 dem Einsatzfahrzeug 1 entnommen werden. Die Entnahme ist dabei ebenerdig möglich. Sollen lediglich Einzelteile dem Behälter 4 entnommen werden, s. Fig. 7, so braucht die Lagerung 7 lediglich ausgefahren, aber nicht herabgeschwenkt zu werden. Je nach Höhe der Lagerung 7 kann dabei beispielsweise ein Trittbrett 41 aus dem Fahrzeug 1 heraus- oder aber herabgeschwenkt werden, so daß die Einsatzkräfte 5 die Einzelteile dem Behälter 4 dadurch, daß sie sich auf das Trittbrett 41 begeben, einfach und aus ergonomischer Höhe entnehmen können. Insgesamt ist so eine Vorrichtung geschaffen, bei der die Lagerung zum einen individuell an die Gegebenheiten im Fahrzeug sowie die der aufzunehmenden Ausrüstungsgegenstände angepaßt werden kann und bei der zum anderen sowohl die Möglichkeit zur Entnahme der Gegenstände in ausgezogener, horizontaler Stellung als auch in ausgezogener, herabgeschwenkter Stellung möglich ist. Die Neigungshöhe und Neigungsgeschwindigkeit kann dabei durch den Teleskopdämpfer optimal ausgelegt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Lagerung von Ausrüstungsgegenständen od. dgl. in einem Fahrzeug, insbesondere einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr oder ähnlichem, mit einer die Gegenstände aufnehmenden, teleskopartig ein- und ausfahrbaren Lagerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (7) in ausgefahrener Stellung unter Einwirkung zumindest der Gewichtskraft der Lagerung (7) gedämpft von einer im wesentlichen horizontalen in eine geneigte Stellung herabschwenkbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (7) durch einen ersten Ver- und Entriegelungsmechanismus (25, 25', 25", 25a-d) in im wesentlichen horizontaler Lage arretierbar und nach Lösen der Verriegelung (25, 25', 25", 25a-d) in ausgefahrener Stellung herabschwenkbar ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem ausgefahrenen Ende der Lagerung (7) entgegengesetzten Ende (9) ein die Lagerung in geneigter Stellung haltender Teleskopdämpfer (10) angeordnet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Teleskopdämpfer (10) einen geschwindigkeitsproportionalen Kraftverlauf aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (7) an ihrer Unterseite über ein Scharnier (35) drehbar an einem Bodenelement (6) für die Lagerung (7) angelenkt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (7) durch einen zweiten Ver- und Entriegelungsmechanismus (16, 16', 16", 16a-d) in ein- und ausgefahrener Stellung zumindest in ihren Endstellungen arretierbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen (16, 25) mechanisch lösbar sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen pneumatisch lösbar sind.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen elektrisch lösbar sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen elektromagnetisch lösbar sind.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen (16, 25) jeweils mittels eines Betätigungsknopfes (19, 26) lösbar sind.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen jeweils mittels eines Hebels lösbar sind.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen (16, 25) an Verriegelungsböckchen- oder -laschen (20, 20', 21, 21', 28) lösbar festlegbare Schnappstifte (17, 17', 29) aufweisen.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen jeweils zumindest ein die Schnappstifte (17, 17', 29) betätigendes Gestänge (18, 18', 27) aufweisen.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen jeweils zumindest einen die Schnappstifte betätigenden Seilzug aufweisen.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ver- und Entriegelungsmechanismen jeweils zumindest ein die Schnappstifte betätigendes Stellglied aufweisen.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Teleskopdämpfer (10) mit seinem einen Ende (12) drehbar am Bodenelement (6) der Lagerung (7) und seinem anderen Ende (13) drehbar an der Unterseite der Lagerung (7) angelenkt ist.






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