Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brenner für feste Brennstoffe,
insbesonders für Holzpellets, mit einem Brennertopf in den der Brennstoff von oben
her zugeführt wird, wobei im Brenner Öffnungen zur Zufuhr von Primärluft und Sekundärluft
vorgesehen sind.
Feuerungen für stückige feste Brennstoffe, wie etwa Holzpellets, sind
häufig so ausgebildet, daß innerhalb eines mit Ausnahme eines Rauchgasabzuges gasdicht
ausgeführten Brennraumes ein topfförmiger Brenner angeordnet ist. In diesen Brennertopf
werden im wesentlichen kontinuierlich die Brennstoffstücke zugeführt und verbrennen
darin. Bei Holzpellets handelt es sich um gepreßte Sägespäne od. dgl., die in einer
Stückgröße von wenigen Millimetern vorliegen. Übliche Pellets besitzen einen Durchmesser
von 6 mm oder 9 mm und eine Länge von etwa 25 mm.
Aufgrund der CO2-Problematik gewinnen Feuerungen, die mit
nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden können, eine ständig wachsende Bedeutung.
Im Zusammenhang mit solchen Feuerungen gilt es jedoch noch eine Reihe technischer
Probleme zu lösen.
Der Brennertopf ist aufgrund der kontinuierlichen Zufuhr des Brennstoffes
relativ klein. Daher führen schon vergleichsweise geringe Mengen an Asche zu einer
Beeinträchtigung des Verbrennungsvorganges und zur Verschlechterung des Zündverhaltens.
Die Anordnung eines Rostes an der Unterseite des Brennertopfes würde zwar an sich
ein Hindurchfallen von Asche ermöglichen, es ist jedoch in einem solchen Fall kein
kontrollierter Betrieb des Brenners möglich, da eine unkontrollierte Luftbewegung
durch den Brennertopf hindurch auftreten würde, was einen optimal geführten Verbrennungsvorgang
unmöglich macht.
Um die Asche zu entfernen, sind Lösungen bekannt, bei denen die Zufuhr
von Primärluft kurzfristig stark erhöht wird. Auf diese Weise wird die Asche aus
dem Brennertopf herausgeblasen. Nachteilig ist dabei jedoch, daß einerseits die
Emissionswerte einer solchen Feuerung verschlechtert werden und andererseits die
Asche unkontrolliert im Brennraum verbleibt oder sich im Zuluftraum ansammelt.
Aus der US 4 454 828 A ist eine Fcuerung bekannt, bei der Brennstoffpellets
auf einen Verbrennungskopf gefördert werden, der aus einer konvex nach oben gekrümmten
Platte besteht. In dieser Platte sind Öffnungen angeordnet, um über ein Gebläse
Luft zuzuführen. Für das Austragen von Asche sind jedoch keine besonderen Maßnahmen
vorgesehen, da bei dieser Lösung davon ausgegangen wird, daß der überwiegende Teil
der Asche als Flugasche nach oben ausgetragen wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Brenner der oben
beschriebenen Art so weiterzubilden, daß ein stabiler Betrieb möglich ist und daß
die entstehende Asche in kontrollierter Weise gesammelt und entsorgt werden kann.
Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben dadurch gelöst, daß der Brenner
nach unten durch eine Platte verschlossen ist, die nach unten gerichtete Öffnungen
aufweist, die durch Verschlußelemente verschließbar sind, und daß eine motorisch
betriebene Öffnungsvorrichtung vorgesehen ist, die die Verschlußelemente betätigt.
Während des normalen Betriebes sind die nach unten gerichteten Öffnungen an der
Unterseite des Brennertopfes verschlossen. Wenn aufgrund der Betriebsdauer, der
zugeführten Brennstoffmenge od. dgl. festgestellt wird, daß im Brennertopf eine
Aschenmenge vorliegen könnte, die zu einer Beeinträchtigung des Betriebes führt,
werden die entsprechenden Verschlußelemente betätigt, um die Öffnungen freizugeben.
Dadurch kann die Asche, die sich im Brennertopf angesammelt hat, nach unten herausfallen.
Unter dem Brennertopf ist ein entsprechender Aschenbehälter vorgesehen, der in
größeren Zeitabständen zu entleeren ist. Da die Öffnungen zum Austrag der Asche
im Vergleich zur Gesamtbetriebsdauer jeweils nur kurzfristig geöffnet sind, findet
keine nennenswerte Beeinträchtigung des Brennerbetriebes statt.
In einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen,
daß auf der Platte an der Unterseite des Brenners eine weitere Platte flach aufliegt
und daß die beiden Platten gegeneinander verschiebbar sind. Die obere Platte bildet
dabei ein Verschlußelement für die Öffnungen der unteren Platte. Auf diese Weise
wird eine mechanisch einfache und zuverlässig arbeitende Lösung erzielt.
Im Fall von runden Brennertöpfen ist es aus konstruktiven Gründen
besonders bevorzugt, wenn die Verschiebung der beiden Platten durch eine Verdrehung
um eine gemeinsame Achse erfolgt.
Eine weitere besonders begünstigte Ausführungsvariante der Erfindung
sieht vor, daß in der Platte im mittleren Bereich eine Ausnehmung gebildet ist,
durch die ein Dorn zur Zufuhr von Primärluft in den Brennertopf hineinragt. Günstig
ist es dabei, wenn der Dorn zur Verteilung von Brennstoff erhöht ausgebildet ist,
wobei vorzugsweise seine Höhe mindestens die Hälfte der Höhe des Brennertopfes
ausmacht. Durch den zentrisch angeordneten Dorn wird eine besonders gleichmäßige
Verteilung der Primärluft und der Pellets erreicht, wodurch ein gleichmäßiger Abbrand
gewährleistet ist.
Weiters betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verbrennung
fester Brennstoffe mit folgenden Schritten:
- Zufuhr von Brennstoff in einen nach oben hin offenen Brennertopf;
- Zufuhr von Primärluft und Sekundärluft in den Brennertopf;
- Austragen von Asche aus dem Brennertopf.
Erfindungsgemäß ist dieses Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß das
Austragen von Asche durch periodisches Öffnen von Öffnungen an der Unterseite des
Brennertopfes erfolgt.
In der Folge wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Brenner in einem Längsschnitt,
- Fig. 2
- eine Ansicht einer Platte des Brcnncrs von oben und
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsvariante der Erfindung in einem Schnitt entsprechend
dcr Fig. 1.
In der Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßer Brenner in einem Längsschnitt
dargestellt. Dcr Brenner besteht aus einem Brennertopf 1, der eine im wesentlichen
zylindrische Wand 2 aufweist. Die Wand 2 besitzt oben eine nach außen gerichtetc
Erweiterung 2a. Der Topf 1 ist nach oben hin offen, um das Einwerfen von Holzpellets
durch eine nicht dargestellte Brennstoffzufuhreinrichtung zu ermöglichen. An der
Unterseite ist der Brennertopf 1 durch eine Platte 3 verschlossen, die Öffnungen
4 und 5 aufweist.
In der Fig. 2 ist die Anordnung der Öffnungen 4 und 5 der Platte 3
ersichtlich. Die Öffnungen 4 sind als Langlöcher ausgeführt und in gleichen Winkelabständen
symmetrisch zum Mittelpunkt M der Platte angeordnet. Radial außerhalb jeder Öffnung
4 ist jeweils eine kreisrunde Öffnung 5 vorgesehen. Weiters besitzt die Platte
3 eine zentrische Ausnehmung 6.
Radial außerhalb der Wand 2 ist eine Ummantelung 7 vorgesehen, die
zusammen mit der Wand 2 einen Ringraum 8 bildet. Von diesem Ringraum 8 kann Sekundärluft
über Sekundärluftöffnungen 9 in das Innere des Brennertopfes 1 eingeblasen werden.
Die Sekundärluftöffnungen 9 sind im oberen Bereich der Seitenwand 2 in zwei Reihen
übereinander angeordnet. Eine Sekundärluftleitung 10 mündet in den Ringraum 8,
um die Sekundärluft in den Ringraum 8 einzubringen.
Im unteren Bereich des Brennertopfes 1 ist eine kegelstumpfförmige
Innenwand 11 vorgesehen, durch die der Brennertopf 1 nach unten hin verjüngt wird.
Durch die Öffnung 6 in der Platte 3 ragt ein Dorn 12 von unten her zentral in den
Brennertopf 1, dessen Höhe h etwa 60% der Gesamthöhe H des Brennertopfes 1 ausmacht.
Die Brennstoffzufuhr wird dabei so eingestellt, daß die Brennstoffpellets auf den
Dorn 12 auftreffen und so gleichmäßig im Inneren des Brennertopfes 1 verteilt werden.
Der Innenraum 13 des Dorns 12 wird über eine Primärluftleitung 14 mit Verbrennungsluft
versorgt. Diese Primärluft wird über Öffnungen 15 im Dorn 12 gleichmäßig in den
unteren Bereich des Brennertopfes 1 eingebracht. Zentrisch innerhalb der Primärluftleitung
14 ist eine Zündluftleitung 16 angeordnet, die die von einer nicht dargestellten
Heißluftquelle erwärmte Zündluft zum Starten des Brenners über die Öffnungen 15
in das Innere des Brennertopfes 1 einbringt.
Ein weiterer Teil der Verbrennungsluft wird über Öffnungen 17 in der
äußeren Wand 2 aus dem Ringraum 8 über weitere Öffnungen 18 in der kegelstumpfförmigen
Innenwand 11 in den unteren Bereich des Brennertopfes 1 eingebracht.
Auf der Platte 3 ist eine weitere Platte 19 angeordnet, die mit Öffnungen
20, 21 versehen ist, die in ihrer Form und Anordnung im wesentlichen den Öffnungen
4 und 5 der Platte 3 entsprechen. Die weitere Platte 19 ist gegenübcr der feststehenden
Platte 3 verdrehbar, und zwar so, daß in einer Stellung der weiteren Platte 19
die Öffnungen 20 mit den Öffnungen 4 der Platte 3 in Übereinstimmung sind. Auf
diese Weise kann Asche, die sich im unteren Bereich des Brennertopfes 1 angesammelt
hat, nach unten hin herausfallen. In gleicher Weise sind in dieser Stellung die
Öffnungen 21 der Platte 19 mit den Öffnungen 5 der Platte 3 in Überdekkung. Daher
kann Asche, die durch die Luftzufuhröffnungen 18 in den Raum 22 außerhalb bzw.
unterhalb der kegelstumpfförmigen Innenwand 11 eingedrungen ist, zuverlässig entfernt
werden. Während des normalen Brennerbetriebs ist jedoch die weitere Platte 19,
gegenüber der Platte 3 so verschoben, daß keine Überdeckung der Öffnungen 20 bzw.
21 mit den Öffnungen 4 bzw. 5 vorliegt. Daher kann zuverlässig verhindert werden,
daß von unten her in den Brennertopf außer der genau geregelten Primärluft- und
Sekundärluftmenge Falschluft zugeführt wird. Die Verdrehung der weiteren Platte
19 gegenüber der Platte 3 wird durch eine Betätigungsstange 23 bewirkt, die über
einen nicht dargestellten motorischen Betätigungsmechanismus angetrieben wird und
die durch einen Schlitz 24 in den Brennertopf 1 hineinragt. Um den Zutritt von
Falschluft zu verhindern, ist ein Abdeckblech 25 an der Betätigungsstange 23 befestigt,
das den Schlitz 24 verschließt.
Eine ebenfalls nicht dargestellte Steuerungseinrichtung steuert diese
Betätigungseinrichtung so an, daß nach Ablauf eines Zeitintervalls in dem vermutet
werden kann, daß sich eine nennenswerte Aschenmenge angesammelt hat, ein Reinigungsvorgang
durchgeführt wird, indem die Öffnungen 20 bzw. 21 und 4 bzw. 5 in Übereinstimmung
gebracht werden. Ein sehr gut geeigneter Parameter zur Steuerung der Aschenabfuhr
ist die seit dem letzten Reinigungsvorgang durchgeführte Anzahl von Umdrehungen
der Schnecke zur Brennstoffzufuhr.
Die Ausführungsvariante von Fig. 3 entspricht im wesentlichen der
von Fig. 1. In der Folge werden daher nur die Unterschiede diskutiert. Die weitere
Platte ist in dieser Ausführungsvariante als Doppelplatte 29 ausgebildet, die aus
zwei gleichartigen Scheiben 29a und 29b und einem ringförmigen Verbindungsstück
29c besteht. Da dieses Verbindungsstück 29c den Schlitz 24 abdeckt, ist ein eigenes
Abdeckblech nicht erforderlich.
Die Primärluft, die durch die Primärluftleitung 14 zugeführt wird,
tritt in den Zwischenraum 29d zwischen den Scheiben 29a und 29b der Doppelplatte
29 ein und strömt durch die Öffnungen 20a der oberen Scheibe 29a in den Brennertopf
ein. Die Öffnungen 20b der unteren Scheibe 29b sind während des normalen Betriebs
durch die Platte 3 verschlossen, so daß kein Luftverlust auftritt. Nur wenn die
Doppelplatte 29 so verdreht wird, daß die Öffnungen 20a bzw. 20b und 4 übereinstimmen,
so daß die Asche hindurchfallen kann, ist die Luftzufuhr nicht geregelt.
Die Zündluft wird über Öffnungen 15 im Dorn 12 eingeblasen, um eine
gute Zündung zu gewährleisten. Der Dorn 12 ist in dieser Ausführungsvariante aus
einem keramischen Material und im oberen Teil voll ausgebildet. Ansonsten entspricht
diese Ausführungsvariante im wesentlichen der oben beschriebenen.
Der erfindungsgemäße Brenner ist in an sich bekannter Weise in einem
Brennraum angeordnet, der mit Ausnahme des Rauchgasabzuges luftdicht ist. Um ein
Austreten von Rauchgasen durch eventuelle Undichtheiten des Brennraumes in allen
Betriebszuständen zuverlässig zu vermeiden, ist dabei ein Sauggebläse am Ende der
Heizregister und Wärmetauscher vor dem Abgasrohr angeordnet. Dadurch wird sichergestellt,
daß im Brennraum in allen Betriebszuständen ein leichter Unterdruck vorliegt. Unterhalb
des Brenners ist im Brennraum eine Aschenlade angeordnet, die eine größere Menge
an Asche aufnehmen kann. Diese Aschenladc muß vom Benutzer in größeren Zeitabständen
geleert werden. Davon abgesehen ist mit dem erfindungsgemäßen Brenner ein wartungsfreier
Betrieb über relativ lange Zeiträume möglich.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die
zuverlässige Abfuhr der Asche und durch die spezielle Anordnung des Zündgasrohres
eine einfache und sichere Zündung des Brenners bei der Inbetriebnahme erreicht
werden kann. Insbesonders durch die gleichmäßige Zufuhr der Zündluft und durch
die geringe Wärmekapazität des Rohres 16 im Inneren der Primärluftzufuhr 14 und
durch die zentrale Zufuhr der Zündluft durch die Öffnungen 15 im Dorn 12 kann eine
besonders schnelle Zündung mit einer geringen Zündluftmenge erreicht werden.