Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines Mittels zur Flotation von sulfidischen Erzen, enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel
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worin R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für Alkylgruppen mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, Arylgruppen mit 6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder Alkylarylgruppen mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen stehen.
Beschreibung[de]
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von
Alkylamidothiophosphorsäuredialkylestern in der flotativen Aufbereitung von sulfidischen Erzen.
Bei der flotativen Gewinnung von sulfidischen Erzen und Kupfer-/Molybdänerzen
werden kommerziell verschiedene Sammlertypen, wie Dithiophosphate, Xanthate,
Xanthogenformiate und Thionocarbamate (Schubert: Aufbereitung fester
mineralischer Rohstoffe, Band II, 1977, S. 296 ff) sowie deren Mischungen in
Kombination mit Schäumern eingesetzt. Durch den Prozess der Flotation werden die
Kupfer- und Molybdänsulfide von Gangmineralien getrennt.
Sammler bewirken eine Benetzung der Oberfläche des Wertminerals, welche zu
einer Hydrophobierung der Partikel führt. Durch Eindüsung von Luft in die wässrige
Flotationstrübe werden Luftblasen erzeugt, zu denen die hydrophobierten Erzpartikel
eine hohe Affinität aufweisen, und mit den Luftblasen zur Oberfläche der
Flotationstrübe ausgetragen werden, während Gangmineralien in der Trübe
verbleiben. Zu den handelsüblichen Schäumern gehören zum Beispiel Alkohole,
Propylenglykole sowie deren Ether und MIBC (Methylisobutylcarbinol).
US-4 699 711 A offenbart ein Verfahren zur Flotation von Sulfidmineralien mit
vorzugsweise kurzkettigen alkylsubstituierten Thionocarbamaten.
WO-02/38277 A2 offenbart die Verwendung von Mischungen aus Thionocarbamaten
und Mercaptobenzthiazolen als Sammler für die Flotation sulfidischer Erze,
insbesondere Kupfererz, das mit Molybdän und Gold assoziiert ist.
Aufgabe vorliegender Erfindung war es, einen verbesserten Sammlertyp für
sulfidisches Kupfer und Kupfer-/Molybdänerze aufzufinden, der bessere
Flotationsergebnisse als Sammler des Standes der Technik aufweist.
Es wurde gefunden, dass Alkylamidothiophosphorsäuredialkylester, insbesondere
der Ethylamidothiophosphorsäurediisobutylester, ein deutlich höheres Ausbringen
bei gleichem Kupfer-/Molybdängehalt bewirken.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung eines Mittels zur Flotation von sulfidischen Erzen,
enthaltend eine oder mehrere Verbindungen der Formel
worin
R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für Alkylgruppen mit 1 bis 18
Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, Arylgruppen mit
6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder Alkylarylgruppen mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen
stehen.
Bei den sulfidischen Erzen
handelt es sich vorzugsweise um kupferhaltige Erze.
Bei dem erfindungsgemäßen Flotationsreagenz können bei der Flotation von Nicht-
Fe-Metallsulfiden im Vergleich zu Standardsammlern verbesserte Resultate bei
Selektivität und Ausbeute erreicht werden.
Vorzugsweise stehen R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für Alkyl- oder
Alkenylgruppen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen. Beispielhaft stehen R1, R2 und R3
unabhängig voneinander für C2- bis C4-Alkylgruppen. Besonders bevorzugt stehen
R1 und R2 für einen Butylrest, insbesondere einen Isobutylrest. R3 steht insbesondere
für einen Ethylrest.
Flotiert werden können alle Metallsulfide (außer Fe), wobei die Erze von Cu, Mo, Pb,
Zn, und Ni besonders hervorzuheben sind. Besonders gute Ergebnisse sind bei der
Aufbereitung der Erze von Cu und Mo zu beobachten. Das erfindungsgemäße
Flotationsreagenz ist in einem weiten pH Bereich anwendbar (2 bis 12) und wird der
wässrigen Trübe in einer Konzentration zwischen vorzugsweise 0,001 und
1,0 kg/Tonne Roherz zugesetzt.
Mit dem erfindungsgemäßen Flotationsreagenz wird gegenüber den
Xanthogenformiaten und Thionocarbamaten des Standes der Technik eine
signifikante Verbesserung von Ausbringen und Selektivität erreicht. Die Beispiele 1, 3
und 5 zeigen deutlich, dass das Ausbringen an Kupfer und Molybdän höher ist als
mit dem entsprechenden Standardreagenz. Hervorzuheben ist Beispiel 3, in dem mit
77,3% Kupfer- und 69,5% Molybdänausbringen um 4,8 und 7,1% deutlich höhere
Werte erzielt werden als mit der entsprechenden Menge an
Ethylisopropylhionocarbamat {Beispiel 4(V)}, wobei der Kupfer- bzw. Molybdängehalt
auf gleichem Niveau bleibt. Der Zusatz "V" bezeichnet ein Standardreagenz des
Standes der Technik.
Beispiele
Es wurden folgende Sammler/Schäumer-Kombinationen verwendet:
Tabelle 1Sammler/Schäumer-Kombinationen
Oxo-Rückstände haben hier etwa die folgende Zusammensetzung:
BestandteilKonzentrationsbereich (Gew.-%)Di-2-ethylhexylether10-252-Ethylhexylsäure-2-ethylhexylester10-25C16-Lactone4-202-Ethylhexylbutyrat3-102-Ethylhexandiol(1,3)-mono-n-butyrat5-152-Ethylhexanol4-10C4- bis C8-Acetale2-102-Ethylhexandiol-(1,3)2-5Ether und Ester ≥ C200-20
Tabelle 2Ergebnisse der Flotationsversuche
Anspruch[de]
1. Verwendung einer oder mehrerer Verbindung der Formel
worin
R1, R2 und R3 unabhängig voneinander für Alkylgruppen mit 1 bis 18
Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit 2 bis 18 Kohlenstoffatomen, Arylgruppen mit
6 bis 10 Kohlenstoffatomen oder Alkylarylgruppen mit 7 bis 10 Kohlenstoffatomen
stehen, zur Flotation von sulfidischen Erzen.
2. Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen nach Anspruch 1, worin R1, R2 und R3 unabhängig voneinander
für C2- bis C4-Alkylgruppen stehen.
3. Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gemäß Anspruch 1 oder 2 in einem pH-
Bereich von 2 bis 12.
4. Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gemäß Anspruch 1 oder 2 in Mengen
von 0,001 bis 1,0 kg pro Tonne Roherz.
5. Verwendung einer oder mehrerer Verbindungen gemäß Anspruch 1 oder 2 bei der
Flotation von nicht eisenhaltigen sulfidischen Erzen, wobei das sulfidische Erz
Kupfersulfid, Nickelsulfid, Zinksulfid, Bleisulfid oder Molybdänsulfid ist.