HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Audiogerät, welches eine gewünschte Quelle aus einer
Mehrzahl von Quellen auswählt und die gewünschte Quelle abspielt. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Audiogerät, das eine Funktion zum gleichzeitigen oder
unabhängigen Ansteuern von Lautsprechern unterschiedlicher Richtwirkung mittels
zwei Quellen aufweist, eine Klangfeldverarbeitung durchführt und die
Lautstärkepegel von Zwei-Kanal-Lautsprechern gleichzeitig oder in unabhängiger Weise
ändert.
Technischer Hintergrund
Ein herkömmliches Audiogerät wählt eine einzige Quelle aus einer Mehrzahl von
Quellen mittels einer Eingangswähleinrichtung aus und spielt die ausgewählte
Quelle ab. Wie in Fig. 17A dargestellt, wird lediglich eine einzige
Musikprogrammquelle von einem R-Kanal-Lautsprecher und einem L-Kanal-Lautsprecher
abgespielt.
Wie in Fig. 17B dargestellt, wird auch in dem Fall, bei dem zwei R-Kanal-
Lautsprecher und zwei L-Kanal-Lautsprecher verwendet werden, das gleiche
Kanalsignal zum Ansteuern dieser Lautsprecher verwendet.
Bei den zuvor beschriebenen herkömmlichen Audiogeräten ist die Kombination von
Klangquellen eingeschränkt, da lediglich eine einzige Musikprogrammquelle verwendet
wird, und es ist nicht möglich, ein Musikprogramm mit Surround-Klang
abzuspielen.
US-A-5,123,051 zeigt ein Audiogerät, welches eine Schalteinrichtung beinhaltet, die
mit ersten und zweiten Wähleinrichtungen versehen ist, welche jeweils dazu dienen,
aus einer Mehrzahl von Eingangsquellen eine jeweilige Eingangsquelle zu
benennen.
US-A-5,117,459 beschreibt eine Tonwiedergabevorrichtung, die ein
Lautsprechersystem beinhaltet, das eine Mehrzahl von Ansteuereinrichtungen aufweist, welche,
reagierend auf jeweilige elektrische rechte und linke Stereosignale, Audiosignale
erzeugt. Eine erste dieser Ansteuereinrichtungen weist eine Schwingspule auf, die
verdrahtet und verschaltet ist, um ein Audio-Ausgangssignal zu erzeugen, das ein
rechtes oder ein linkes elektrisches Stereosignal repräsentiert. Eine zweite dieser
Ansteuereinrichtungen weist eine Dual-Schwingspule auf, die verdrahtet und
verschaltet ist, um ein Audio-Ausgangssignal zu erzeugen, das eine Differenz zwischen
dem von der ersten Ansteuereinrichtung wiedergegebenen rechten oder linken
elektrischen Stereosignal und dem jeweils anderen Stereosignal repräsentiert.
Die Erfindung erfolgte im Hinblick auf die zuvor beschriebenen Gegebenheiten. Es
ist ein Ziel der Erfindung, ein Audiogerät bereitzustellen, das eine Funktion zum
gleichzeitigen oder unabhängigen Ansteuern von Lautsprechern unterschiedlicher
Richtwirkung mittels zweier Quellen aufweist, wobei eine Klangfeld-Verarbeitung
durchgeführt wird.
Gemäß der Erfindung wird das zuvor beschriebene Ziel mittels eines Audiogerätes
nach Anspruch 1 erzielt. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2
bis 5 beansprucht.
Gemäß einem Audiogerät der Erfindung ist es möglich, zwei Lautsprecher
unterschiedlicher Richtwirkung mittels zwei Quellen gleichzeitig oder unabhängig
anzusteuern und eine Klangfeld-Verarbeitung durchzuführen. Ein Musikprogramm
mit Surround-Klang kann abgespielt werden, welches mittels herkömmlicher
Audiogeräte erzielt wurde.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Fig. 1a ist ein Diagramm, welches die Grundstruktur eines Audiogerätes gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung zeigt; und Fig. 1b ist ein Diagramm
von Fig. 1a, gesehen in Richtung eines Pfeils A.
Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, welches die Hardwarekonfiguration eines
Audiogerätes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes zeigt, das
gegenüber der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform modifiziert ist.
Fig. 6 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 8 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 7
dargestellten Audiogerätes erläutert.
Fig. 9 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 10 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 9
dargestellten Audiogerätes erläutert.
Fig. 11 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 12 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 11
dargestellten Audiogerätes erläutert.
Fig. 13 zeigt die Beziehung zwischen DSP-(Digitalsignalverarbeitungs)-Modi und
Lautsprecher-Lautstärkepegeln, die beim Ablauf des in Fig. 12
dargestellten Ablaufdiagramms zur Anwendung kommen.
Fig. 14 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 15 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.
Fig. 16 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 15
dargestellten Audiogerätes erläutert.
Fig. 17A und 17B sind Blockdiagramme, welche die Strukturen von
herkömmlichen Audiogeräten darstellen.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
Ausführungsformen eines Audiogerätes der Erfindung werden nachfolgend mit
Bezug auf die anliegenden Zeichnungen, beschrieben. Fig. 2 ist ein Blockdiagramm,
welches die Hardwarekonfiguration eines Audiogerätes gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung darstellt. Bezugszeichen 1 repräsentiert einen Allrichtungs-
Lautsprecher, der als "Omni-Top"-Lautsprecher bezeichnet wird und Bezugszeichen
2 repräsentiert einen gerichteten Lautsprecher.
Die Lautsprecher 1 und 2 sind in ein einziges Gehäuse eingebaut und arbeiten als R-
und L-Kanal-Lautsprecher. In Fig. 2 werden, auch wenn lediglich ein einziger Kanal
dargestellt ist, in Wirklichkeit ein weiteres Paar von R- und L-Kanal-Lautsprechern
verwendet. Ebenfalls werden in Wirklichkeit zwei Lautsprecher-Ansteuerkanäle
verwendet. Bezugszeichen 3 und 4 stellen eine Wählschaltereinheit dar, welche aus
einer Mehrzahl von Quellen entweder zwei Quellen gleichzeitig oder nur eine
einzige Quelle auswählt, wobei die Wählschaltereinheit 3 eine Haupt-Quelle auswählt
und die Wählschaltereinheit 4 eine Neben-Quelle auswählt.
Bezugszeichen 5 repräsentiert einen digitalen Signalprozessor zur Verarbeitung von
digitalen Audiosignalen, um beispielsweise Dolby-Surround und das Gefühl einer
tatsächlichen Präsenz zu liefern, und zwar dadurch, dass Surround-Klänge
wiedergegeben werden, wie sie beispielsweise in einer Arena, einem Jazzclub, einer Disco,
einer Kirche und einem Kinosaal vorhanden sind.
Bezugszeichen 6 stellt eine Pegeljustiereinheit dar, welche den Pegel der Neben-
Quelle einstellt. Bezugszeichen 7 stellt einen Addierer dar, welcher eine
Schalteinrichtung zur Auswahl gewünschter Eingangsgrößen beinhaltet und diese aufaddiert,
um das Ergebnis an eine gewünschte Ausgangsleitung auszugeben.
Bezugszeichen 8 stellt eine Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung dar, welche das
Pegelverhältnis der Neben-Quelle zur Haupt-Quelle einstellt. Bezugszeichen 9 stellt
eine Master-Lautstärkepegel-Einstelleinrichtung dar, welche die Pegel von Haupt-
Quelle und Neben-Quelle gleichzeitig erhöht oder verringert. Bezugszeichen 10
stellt eine Tastatur dar, in welche ein Befehl zur Steuerung der Wählschaltereinheiten
3 und 4 und ein Befehl eingegeben wird, ein Klangfeldmuster auszuwählen und
dieses dem digitalen Signalprozessor 5 zuzuführen. Diese Befehle werden einem
Mikrocomputer 11 zugeführt.
Bezugszeichen 11 stellt einen Ein-Chip-Mikrocomputer dar, welcher über ein ROM,
ein RAM und I/O-Schnittstellen verfügt. Der Mikrocomputer 11 arbeitet in
Übereinstimmung mit in das ROM geschriebenen Programmen und von der Tastatur 10
kommenden Signalen und steuert die Wählschaltereinheiten 3 und 4, den digitalen
Signalprozessor 5, die Pegeleinstelleinheit 6, den Addierer 7, die Lautstärkepegel-
Ausgleichseinrichtung 8 und die Master-Lautstärkepegel-Einstelleinrichtung 9.
Verschiedene Funktionen, die mittels der zuvor beschriebenen
Hardwarekonfiguration realisiert werden, werden nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 3 bis 16
beschrieben. Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, welches eine erste Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt und durch den Addierer 7 aufaddiert, um die Lautsprecher 1 und 2
gleichzeitig anzusteuern. Auch wenn keine Verstärker dargestellt sind, wird das
addierte Quellensignal durch Leistungsverstärker verstärkt, um die Lautsprecher
anzusteuern. Dies trifft auch für die folgenden Beschreibungen weiterer Funktionen zu.
Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, welches eine zweite Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt und steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise an.
Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, welches eine dritte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α, β, γ und δ mittels der Wählschaltereinheiten
3 und 4 ausgewählt. Zwei gewünschte Quellen aus den gewählten Quellen werden
durch den Addierer 7 aufaddiert, um die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger
Weise anzusteuern.
Fig. 6 ist ein Blockdiagramm, welches eine vierte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und
4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen
Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zur
anderen Quelle addiert, um die Lautsprecher 1 und 2 gleichzeitig anzusteuern.
Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, welches eine fünfte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und
4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen Signalprozessors
5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zu einer
der Quellen addiert, die durch eine Schalteinheit 7a des Addierers 7 ausgewählt
wird. Die erhaltenen Quellen steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger
Weise an.
Fig. 8 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor
beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1
die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei
Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig
Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu
hören sein sollen; wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.
Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL-
SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle
auszuwählen. Bei Schritt S4 wird ein Klangfeldmuster ausgewählt und bei Schritt S5
wird das Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten
Wert festgelegt, um ein Musikprogramm abzuspielen.
Fig. 9 ist ein Blockdiagramm, welches eine sechste Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β mittels der Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt. Die als Neben-Quelle ausgewählte Quelle wird mittels der
Pegeleinstelleinheit 6 einer Pegeljustierung unterzogen. Die Haupt-Quelle und die Neben-
Quelle steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise an.
Fig. 10 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor
beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1
die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei
Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig
Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu
hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.
Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL-
SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle
auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um
den Pegel der Neben-Quelle festzulegen, und bei Schritt S5 wird das
Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten Wert festgelegt, um ein
Musikprogramm abzuspielen.
Fig. 11 ist ein Blockdiagramm, welches eine siebte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β mittels der Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen
Signalprozessors 5 einer Klangfeldverarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zu
einer der Quellen addiert, die durch eine Schalteinheit 7a des Addierers 7 gewählt
wurde. Die erhaltenen Quellen werden mittels der Lautstärkepegel-
Ausgleichseinrichtung 8 einer Pegeljustierung unterzogen, um die Lautsprecher 1
und 2 in unabhängiger Weise anzusteuern.
Auch wenn die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 und die Schalteinheit 7a
durch das für den digitalen Signalprozessor 5 festgelegte Klangfeldmuster gesteuert
werden, kann die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 manuell gesteuert
werden. Die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 kann deaktiviert werden, und
zwar in Abhängigkeit von einem gewählten Klangfeldmuster, so dass das
Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten Wert festgelegt
wird. In diesem Fall wird eine Deaktivierung der Lautstärkepegel-
Ausgleichseinrichtung 8 angezeigt.
Fig. 12 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor
beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1
die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei
Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig
Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu
hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.
Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL-
SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle
auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um
den Pegel der Neben-Quelle festzulegen, bei Schritt S5 wird ein Klangfeldmuster
gewählt und bei Schritt S6 wird das gewählte Klangfeldmuster identifiziert.
Bei Schritt S7 wird überprüft, ob das identifizierte Klangfeldmuster ein
Klangverarbeitungsmuster oder Modus zur Änderung des Lautstärkenverhältnisses der
Lautsprecher 1 und 2 ist. Wenn dies zutrifft, wird bei den Schritten 8 und 9 ein
Musikprogramm mit dem Lautstärkenverhältnis abgespielt, das dem identifizierten
Klangverarbeitungsmuster, wie dargestellt in Fig. 13, entspricht. Wenn dies nicht zutrifft,
wird ein Musikprogramm mit dem voreingestellten festen Lautstärkenverhältnis für
die Lautsprecher 1 und 2 abgespielt.
Fig. 14 ist ein Blockdiagramm, welches eine achte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt. Die als Hauptquelle gewählte Quelle wird mittels des digitalen
Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen. Das
Lautstärkenverhältnis der erhaltenen Haupt-Quelle und Neben-Quelle wird durch die
Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 eingestellt, um danach die Lautsprecher 1 und 2 in
unabhängiger Weise anzusteuern. Auch wenn die Lautstärkepegel-
Ausgleichseinrichtung 8 das Lautstärkepegelverhältnis in Übereinstimmung mit dem
gewählten Klangfeldmuster festlegt, wird deren Operation in Abhängigkeit von
einem gewählten Klangfeldmuster deaktiviert. Diese Operation wird in der mit Bezug
auf die Fig. 12 und 13 beschriebenen Weise gesteuert.
Fig. 15 ist ein Blockdiagramm, welches eine neunte Funktion des Audiogerätes
erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3
und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen
Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen.
Diese verarbeitete Quelle wird mittels des Addierers 7 zu der Quelle addiert, die
durch die Schalteinheit 7a des Addierers 7 ausgewählt wird. Das
Lautstärkenverhältnis der erhaltenen Quellen wird durch die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8
so festgelegt, dass die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise angesteuert
werden. Auch bei manueller Steuerung der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8
wird deren Operation in Abhängigkeit von einem gewählten Klangfeldmuster
deaktiviert.
Fig. 16 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor
beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1
die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei
Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig
Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu
hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.
Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL-
SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle
auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um
den Pegel der Neben-Quelle einzustellen.
Bei Schritt S5 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass das
Lautstärkenverhältnis für die Lautsprecher 1 und 2 manuell festgelegt ist oder nicht. Wenn dies
nicht der Fall ist, wird ein Musikprogramm mit einem vorgegebenen festen
Lautstärkenverhältnis für die Lautsprecher 1 und 2 abgespielt. Wenn es manuell eingestellt
wird, wird bei Schritt S6 die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 manuell
eingestellt. Die Operation der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 wird in
Abhängigkeit vom gewählten Klangfeldmuster deaktiviert.
Gemäß dem Audiogerät der Erfindung kann man durch Auswählen gewünschter
Quellen Musik mit natürlichem und angemessenem Höreindruck abspielen.
Musik kann sehr genossen werden, indem Surround-Klänge wiedergegeben werden,
beispielsweise der Klang von Stimmen und Applaus in einer Konzerthalle, einem
Jazzclub, einem Stadion oder dergleichen.
Durch automatische Einstellung der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung lassen
sich zu einem Musikprogramm passende optimale Surround-Klänge automatisch
wiedergeben.