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Dokumentenidentifikation DE69432277T2 11.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0624050
Titel Tongerät
Anmelder Kabushiki Kaisha Kenwood, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Harada, Takeshi, Mitaka-shi, Tokyo, JP;
Nasu, Eiki, Tokorozawa-shi, Saitama-ken, JP
Vertreter LEINWEBER & ZIMMERMANN, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69432277
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 05.05.1994
EP-Aktenzeichen 941070773
EP-Offenlegungsdatum 09.11.1994
EP date of grant 19.03.2003
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 29.06.1995
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.2003
IPC-Hauptklasse H04S 1/00
IPC-Nebenklasse H04S 7/00   H04R 3/12   

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Audiogerät, welches eine gewünschte Quelle aus einer Mehrzahl von Quellen auswählt und die gewünschte Quelle abspielt. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Audiogerät, das eine Funktion zum gleichzeitigen oder unabhängigen Ansteuern von Lautsprechern unterschiedlicher Richtwirkung mittels zwei Quellen aufweist, eine Klangfeldverarbeitung durchführt und die Lautstärkepegel von Zwei-Kanal-Lautsprechern gleichzeitig oder in unabhängiger Weise ändert.

Technischer Hintergrund

Ein herkömmliches Audiogerät wählt eine einzige Quelle aus einer Mehrzahl von Quellen mittels einer Eingangswähleinrichtung aus und spielt die ausgewählte Quelle ab. Wie in Fig. 17A dargestellt, wird lediglich eine einzige Musikprogrammquelle von einem R-Kanal-Lautsprecher und einem L-Kanal-Lautsprecher abgespielt.

Wie in Fig. 17B dargestellt, wird auch in dem Fall, bei dem zwei R-Kanal- Lautsprecher und zwei L-Kanal-Lautsprecher verwendet werden, das gleiche Kanalsignal zum Ansteuern dieser Lautsprecher verwendet.

Bei den zuvor beschriebenen herkömmlichen Audiogeräten ist die Kombination von Klangquellen eingeschränkt, da lediglich eine einzige Musikprogrammquelle verwendet wird, und es ist nicht möglich, ein Musikprogramm mit Surround-Klang abzuspielen.

US-A-5,123,051 zeigt ein Audiogerät, welches eine Schalteinrichtung beinhaltet, die mit ersten und zweiten Wähleinrichtungen versehen ist, welche jeweils dazu dienen, aus einer Mehrzahl von Eingangsquellen eine jeweilige Eingangsquelle zu benennen.

US-A-5,117,459 beschreibt eine Tonwiedergabevorrichtung, die ein Lautsprechersystem beinhaltet, das eine Mehrzahl von Ansteuereinrichtungen aufweist, welche, reagierend auf jeweilige elektrische rechte und linke Stereosignale, Audiosignale erzeugt. Eine erste dieser Ansteuereinrichtungen weist eine Schwingspule auf, die verdrahtet und verschaltet ist, um ein Audio-Ausgangssignal zu erzeugen, das ein rechtes oder ein linkes elektrisches Stereosignal repräsentiert. Eine zweite dieser Ansteuereinrichtungen weist eine Dual-Schwingspule auf, die verdrahtet und verschaltet ist, um ein Audio-Ausgangssignal zu erzeugen, das eine Differenz zwischen dem von der ersten Ansteuereinrichtung wiedergegebenen rechten oder linken elektrischen Stereosignal und dem jeweils anderen Stereosignal repräsentiert.

Die Erfindung erfolgte im Hinblick auf die zuvor beschriebenen Gegebenheiten. Es ist ein Ziel der Erfindung, ein Audiogerät bereitzustellen, das eine Funktion zum gleichzeitigen oder unabhängigen Ansteuern von Lautsprechern unterschiedlicher Richtwirkung mittels zweier Quellen aufweist, wobei eine Klangfeld-Verarbeitung durchgeführt wird.

Gemäß der Erfindung wird das zuvor beschriebene Ziel mittels eines Audiogerätes nach Anspruch 1 erzielt. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Ansprüchen 2 bis 5 beansprucht.

Gemäß einem Audiogerät der Erfindung ist es möglich, zwei Lautsprecher unterschiedlicher Richtwirkung mittels zwei Quellen gleichzeitig oder unabhängig anzusteuern und eine Klangfeld-Verarbeitung durchzuführen. Ein Musikprogramm mit Surround-Klang kann abgespielt werden, welches mittels herkömmlicher Audiogeräte erzielt wurde.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Fig. 1a ist ein Diagramm, welches die Grundstruktur eines Audiogerätes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt; und Fig. 1b ist ein Diagramm von Fig. 1a, gesehen in Richtung eines Pfeils A.

Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, welches die Hardwarekonfiguration eines Audiogerätes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes zeigt, das gegenüber der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform modifiziert ist.

Fig. 6 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß noch einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 8 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 7 dargestellten Audiogerätes erläutert.

Fig. 9 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 10 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 9 dargestellten Audiogerätes erläutert.

Fig. 11 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 12 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 11 dargestellten Audiogerätes erläutert.

Fig. 13 zeigt die Beziehung zwischen DSP-(Digitalsignalverarbeitungs)-Modi und Lautsprecher-Lautstärkepegeln, die beim Ablauf des in Fig. 12 dargestellten Ablaufdiagramms zur Anwendung kommen.

Fig. 14 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 15 ist ein Blockdiagramm, welches die Struktur eines Audiogerätes gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Fig. 16 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des in Fig. 15 dargestellten Audiogerätes erläutert.

Fig. 17A und 17B sind Blockdiagramme, welche die Strukturen von herkömmlichen Audiogeräten darstellen.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Ausführungsformen eines Audiogerätes der Erfindung werden nachfolgend mit Bezug auf die anliegenden Zeichnungen, beschrieben. Fig. 2 ist ein Blockdiagramm, welches die Hardwarekonfiguration eines Audiogerätes gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt. Bezugszeichen 1 repräsentiert einen Allrichtungs- Lautsprecher, der als "Omni-Top"-Lautsprecher bezeichnet wird und Bezugszeichen 2 repräsentiert einen gerichteten Lautsprecher.

Die Lautsprecher 1 und 2 sind in ein einziges Gehäuse eingebaut und arbeiten als R- und L-Kanal-Lautsprecher. In Fig. 2 werden, auch wenn lediglich ein einziger Kanal dargestellt ist, in Wirklichkeit ein weiteres Paar von R- und L-Kanal-Lautsprechern verwendet. Ebenfalls werden in Wirklichkeit zwei Lautsprecher-Ansteuerkanäle verwendet. Bezugszeichen 3 und 4 stellen eine Wählschaltereinheit dar, welche aus einer Mehrzahl von Quellen entweder zwei Quellen gleichzeitig oder nur eine einzige Quelle auswählt, wobei die Wählschaltereinheit 3 eine Haupt-Quelle auswählt und die Wählschaltereinheit 4 eine Neben-Quelle auswählt.

Bezugszeichen 5 repräsentiert einen digitalen Signalprozessor zur Verarbeitung von digitalen Audiosignalen, um beispielsweise Dolby-Surround und das Gefühl einer tatsächlichen Präsenz zu liefern, und zwar dadurch, dass Surround-Klänge wiedergegeben werden, wie sie beispielsweise in einer Arena, einem Jazzclub, einer Disco, einer Kirche und einem Kinosaal vorhanden sind.

Bezugszeichen 6 stellt eine Pegeljustiereinheit dar, welche den Pegel der Neben- Quelle einstellt. Bezugszeichen 7 stellt einen Addierer dar, welcher eine Schalteinrichtung zur Auswahl gewünschter Eingangsgrößen beinhaltet und diese aufaddiert, um das Ergebnis an eine gewünschte Ausgangsleitung auszugeben.

Bezugszeichen 8 stellt eine Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung dar, welche das Pegelverhältnis der Neben-Quelle zur Haupt-Quelle einstellt. Bezugszeichen 9 stellt eine Master-Lautstärkepegel-Einstelleinrichtung dar, welche die Pegel von Haupt- Quelle und Neben-Quelle gleichzeitig erhöht oder verringert. Bezugszeichen 10 stellt eine Tastatur dar, in welche ein Befehl zur Steuerung der Wählschaltereinheiten 3 und 4 und ein Befehl eingegeben wird, ein Klangfeldmuster auszuwählen und dieses dem digitalen Signalprozessor 5 zuzuführen. Diese Befehle werden einem Mikrocomputer 11 zugeführt.

Bezugszeichen 11 stellt einen Ein-Chip-Mikrocomputer dar, welcher über ein ROM, ein RAM und I/O-Schnittstellen verfügt. Der Mikrocomputer 11 arbeitet in Übereinstimmung mit in das ROM geschriebenen Programmen und von der Tastatur 10 kommenden Signalen und steuert die Wählschaltereinheiten 3 und 4, den digitalen Signalprozessor 5, die Pegeleinstelleinheit 6, den Addierer 7, die Lautstärkepegel- Ausgleichseinrichtung 8 und die Master-Lautstärkepegel-Einstelleinrichtung 9.

Verschiedene Funktionen, die mittels der zuvor beschriebenen Hardwarekonfiguration realisiert werden, werden nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 3 bis 16 beschrieben. Fig. 3 ist ein Blockdiagramm, welches eine erste Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt und durch den Addierer 7 aufaddiert, um die Lautsprecher 1 und 2 gleichzeitig anzusteuern. Auch wenn keine Verstärker dargestellt sind, wird das addierte Quellensignal durch Leistungsverstärker verstärkt, um die Lautsprecher anzusteuern. Dies trifft auch für die folgenden Beschreibungen weiterer Funktionen zu.

Fig. 4 ist ein Blockdiagramm, welches eine zweite Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt und steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise an.

Fig. 5 ist ein Blockdiagramm, welches eine dritte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α, β, γ und δ mittels der Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Zwei gewünschte Quellen aus den gewählten Quellen werden durch den Addierer 7 aufaddiert, um die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise anzusteuern.

Fig. 6 ist ein Blockdiagramm, welches eine vierte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zur anderen Quelle addiert, um die Lautsprecher 1 und 2 gleichzeitig anzusteuern.

Fig. 7 ist ein Blockdiagramm, welches eine fünfte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zu einer der Quellen addiert, die durch eine Schalteinheit 7a des Addierers 7 ausgewählt wird. Die erhaltenen Quellen steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise an.

Fig. 8 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1 die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu hören sein sollen; wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.

Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL- SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle auszuwählen. Bei Schritt S4 wird ein Klangfeldmuster ausgewählt und bei Schritt S5 wird das Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten Wert festgelegt, um ein Musikprogramm abzuspielen.

Fig. 9 ist ein Blockdiagramm, welches eine sechste Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β mittels der Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Die als Neben-Quelle ausgewählte Quelle wird mittels der Pegeleinstelleinheit 6 einer Pegeljustierung unterzogen. Die Haupt-Quelle und die Neben- Quelle steuern die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise an.

Fig. 10 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1 die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.

Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL- SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um den Pegel der Neben-Quelle festzulegen, und bei Schritt S5 wird das Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten Wert festgelegt, um ein Musikprogramm abzuspielen.

Fig. 11 ist ein Blockdiagramm, welches eine siebte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β mittels der Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen Signalprozessors 5 einer Klangfeldverarbeitung unterzogen und mittels des Addierers 7 zu einer der Quellen addiert, die durch eine Schalteinheit 7a des Addierers 7 gewählt wurde. Die erhaltenen Quellen werden mittels der Lautstärkepegel- Ausgleichseinrichtung 8 einer Pegeljustierung unterzogen, um die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise anzusteuern.

Auch wenn die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 und die Schalteinheit 7a durch das für den digitalen Signalprozessor 5 festgelegte Klangfeldmuster gesteuert werden, kann die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 manuell gesteuert werden. Die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 kann deaktiviert werden, und zwar in Abhängigkeit von einem gewählten Klangfeldmuster, so dass das Lautstärkenverhältnis der Lautsprecher 1 und 2 auf einen vorbestimmten Wert festgelegt wird. In diesem Fall wird eine Deaktivierung der Lautstärkepegel- Ausgleichseinrichtung 8 angezeigt.

Fig. 12 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1 die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.

Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL- SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um den Pegel der Neben-Quelle festzulegen, bei Schritt S5 wird ein Klangfeldmuster gewählt und bei Schritt S6 wird das gewählte Klangfeldmuster identifiziert.

Bei Schritt S7 wird überprüft, ob das identifizierte Klangfeldmuster ein Klangverarbeitungsmuster oder Modus zur Änderung des Lautstärkenverhältnisses der Lautsprecher 1 und 2 ist. Wenn dies zutrifft, wird bei den Schritten 8 und 9 ein Musikprogramm mit dem Lautstärkenverhältnis abgespielt, das dem identifizierten Klangverarbeitungsmuster, wie dargestellt in Fig. 13, entspricht. Wenn dies nicht zutrifft, wird ein Musikprogramm mit dem voreingestellten festen Lautstärkenverhältnis für die Lautsprecher 1 und 2 abgespielt.

Fig. 14 ist ein Blockdiagramm, welches eine achte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Die als Hauptquelle gewählte Quelle wird mittels des digitalen Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen. Das Lautstärkenverhältnis der erhaltenen Haupt-Quelle und Neben-Quelle wird durch die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 eingestellt, um danach die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise anzusteuern. Auch wenn die Lautstärkepegel- Ausgleichseinrichtung 8 das Lautstärkepegelverhältnis in Übereinstimmung mit dem gewählten Klangfeldmuster festlegt, wird deren Operation in Abhängigkeit von einem gewählten Klangfeldmuster deaktiviert. Diese Operation wird in der mit Bezug auf die Fig. 12 und 13 beschriebenen Weise gesteuert.

Fig. 15 ist ein Blockdiagramm, welches eine neunte Funktion des Audiogerätes erläutert. Wie dargestellt, werden Quellen α und β durch die Wählschaltereinheiten 3 und 4 ausgewählt. Eine der gewählten Quellen wird mittels des digitalen Signalprozessors 5 einer Klangfeld-Verarbeitung unterzogen.

Diese verarbeitete Quelle wird mittels des Addierers 7 zu der Quelle addiert, die durch die Schalteinheit 7a des Addierers 7 ausgewählt wird. Das Lautstärkenverhältnis der erhaltenen Quellen wird durch die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 so festgelegt, dass die Lautsprecher 1 und 2 in unabhängiger Weise angesteuert werden. Auch bei manueller Steuerung der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 wird deren Operation in Abhängigkeit von einem gewählten Klangfeldmuster deaktiviert.

Fig. 16 ist ein Ablaufdiagramm, welches die Funktionsweise des die zuvor beschriebenen Funktionen aufweisenden Audiogerätes erläutert. Zuerst drückt man bei S1 die "HAUPTEINGANG"-Taste, um die "normale" Hörquelle auszuwählen. Bei Schritt S2 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass gleichzeitig Surround-Klänge zu hören sein sollen oder nicht. Wenn keine Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird lediglich die Haupt-Quelle abgespielt.

Wenn Surround-Klänge zu hören sein sollen, wird bei Schritt S3 die "DUAL- SOUND"-Taste gedrückt, um eine Surround-Klangquelle oder Neben-Quelle auszuwählen. Bei Schritt S4 wird die "DUAL-SOUND-PEGEL"-Taste gedrückt, um den Pegel der Neben-Quelle einzustellen.

Bei Schritt S5 wird überprüft, ob eine Tasteneingabe vorliegt, dass das Lautstärkenverhältnis für die Lautsprecher 1 und 2 manuell festgelegt ist oder nicht. Wenn dies nicht der Fall ist, wird ein Musikprogramm mit einem vorgegebenen festen Lautstärkenverhältnis für die Lautsprecher 1 und 2 abgespielt. Wenn es manuell eingestellt wird, wird bei Schritt S6 die Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 manuell eingestellt. Die Operation der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung 8 wird in Abhängigkeit vom gewählten Klangfeldmuster deaktiviert.

Gemäß dem Audiogerät der Erfindung kann man durch Auswählen gewünschter Quellen Musik mit natürlichem und angemessenem Höreindruck abspielen.

Musik kann sehr genossen werden, indem Surround-Klänge wiedergegeben werden, beispielsweise der Klang von Stimmen und Applaus in einer Konzerthalle, einem Jazzclub, einem Stadion oder dergleichen.

Durch automatische Einstellung der Lautstärkepegel-Ausgleichseinrichtung lassen sich zu einem Musikprogramm passende optimale Surround-Klänge automatisch wiedergeben.


Anspruch[de]

1. Audiogerät, welches aufweist:

L-Kanal-Lautsprecher (1, 2), die zwei Lautsprecher unterschiedlicher Richtwirkung beinhalten;

R-Kanal-Lautsprecher (1, 2), die zwei Lautsprecher unterschiedlicher Richtwirkung beinhalten;

Schalteinrichtungen (3, 4), welche aus einer Mehrzahl von Quellen eine Mehrzahl von Quellen benennen; und

eine Klangfeld-Verarbeitungseinrichtung (5), welche zur Verarbeitung des Klangfeldes von mindestens einem durch die Schalteinrichtung benannten Quellen-Klangsignal dient;

GEKENNZEICHNET DURCH

einen Addierer (7), welcher eine Ausgangsgröße der Klangfeld- Verarbeitungseinrichtung zu einem anderen Quellen-Klangsignal als dem von der Klangfeld-Verarbeitungseinrichtung verarbeiteten Quellen- Klangsignal addiert

wobei ein Quellen-Klangsignal, dass durch die Addition des Addierers erhalten wurde, und Quellen-Klangsignale, die keiner Addition unterzogen wurden, die R-Kanal-Lautsprecher und die L-Kanal-Lautsprecher in unabhängiger Weise oder gleichzeitig ansteuern.

2. Audiogerät nach Anspruch 1, welches weiter aufweist:

eine Pegelausgleichseinrichtung (8), welche zum Einstellen der Pegel eines durch die Addition der Addiereinrichtung erhaltenen Quellen-Klangsignals und eines nicht der Addition unterzogenen Quellen-Klangsignals dient,

wobei die Pegelausgleichseinrichtung automatisch in Übereinstimmung mit einem Klangfeldmuster eingestellt wird, das durch die Klangfeld- Verarbeitungseinrichtung festgelegt wurde, und die Signale, deren Pegel durch die Pegelausgleichseinrichtung eingestellt wurden, in unabhängiger Weise die R-Kanal-Lautsprecher und die 1-Kanal-Lautsprecher ansteuern.

3. Audiogerät nach Anspruch 1, welches weiter aufweist:

eine Pegelausgleichseinrichtung (8), welche zum Einstellen der Pegel eines durch die Addition der Addiereinrichtung erhaltenen Quellen-Klangsignals und eines nicht der Addition durch die Addiereinrichtung unterzogenen Quellen-Klangsignals dient,

wobei die Pegelausgleichseinrichtung manuell eingestellt wird, und die Signale, deren Pegel durch die Pegelausgleichseinrichtung eingestellt wurden, die R-Kanal-Lautsprecher und die L-Kanal-Lautsprecher in unabhängiger Weise ansteuern.

4. Audiogerät nach Anspruch 3, bei welchem die manuelle Bedienung der Pegelausgleichseinrichtung in Abhängigkeit von einem speziellen Klangfeldmuster ungültig wird, das von der Klangfeld-Verarbeitungseinrichtung eingestellt wird, und das Pegelverhältnis der Quellen-Klangsignale zur Ansteuerung der R-Kanal-Lautsprecher und der L-Kanal-Lautsprecher auf ein vorbestimmtes Pegelverhältnis festgelegt ist.

5. Audiogerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welchem die L-Kanal- Lautsprecher mindestens einen Allrichtungs-Lautsprecher und mindestens einen gerichteten Lautsprecher beinhalten, und die R-Kanal-Lautsprecher mindestens einen Allrichtungs-Lautsprecher und mindestens einen gerichteten Lautsprecher beinhalten.







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