HINTERGRUND DER ERFINDUNG
a) GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung betrifft einen elektrischen Kühlapparat für den üblichen
häuslichen oder gewerblichen Gebrauch und insbesondere einen Vorratsschrank
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für Lebensmittel, die eine
Temperaturregelung erfordern, wobei der Vorratsschrank von einer Peltiervorrichtung
Gebrauch macht.
b) BESCHREIBUNG DES STANDES DER TECHNIK
Ein herkömmlicher elektrischer Kühlapparat verwendet ein Kältemittel vom FCKW-
Typ, wobei der Innenraum durch Ausnutzen der Verdunstungskälte des
Kältemittels auf einer niedrigen Temperatur gehalten wird. Dies hatte jedoch einen Abbau
der Ozonschicht durch das FCKW zur Folge, was zu einer aktiven Forschung und
zu Entwicklungen von Kühlapparaten, Gefrierapparaten, gekühlten
Vorratsschränken und dergleichen führte, die als mögliche Kühlsysteme, um diese FCKW
enthaltenden Systeme zu ersetzen, von einer oder von mehreren
Peltiervorrichtungen Gebrauch machen.
Ein Kühlsystem des weiter oben erwähnten Typs, das von einer oder von
mehreren Peltiervorrichtungen Gebrauch macht, hat ausgezeichnete Vorteile dadurch,
dass es keinen Ozonschichtabbau bewirkt, da es kein FCKW-Gas verwendet,
besitzt ausgezeichnete Kühleigenschaften, ist frei von jeglicher potenziellen
Gefahr eines Austritts von Gas, ist vibrations- oder geräuschfrei, da kein
Kompressor vorhanden ist, besitzt eine lange Nutzungsdauer und erlaubt eine
Verkleinerung der Abmessungen, da die Peltiervorrichtungen hauptsächlich aus
Halbleitern hergestellt sind.
Fig. 13 ist ein Diagramm, das einen charakteristischen Verlauf der
Temperaturregelung eines Kühlapparats vom Kompressortyp (voreingestellte
Innenraumtemperatur: +2,5ºC, Kurve X) und der Temperaturregelung eines Kühlapparats, der von
einer Peltiervorrichtung Gebrauch macht (voreingestellte
Innentemperatur: -0,2ºC, Kurve Y), zeigt.
Wie aus diesem Diagramm deutlich wird, erfordert der Kühlapparat vom
Kompressortyp eine beträchtliche Zeit, bis nach einem Ingangsetzen der
Temperaturregelung die voreingestellte Temperatur erreicht wird. Hingegen erreicht der
Kühlapparat, der von der Peltiervorrichtung Gebrauch macht, die voreingestellte Temperatur
kurze Zeit nach dem Ingangsetzen der Temperaturregelung, wonach die
Innenraumtemperatur im Wesentlichen konstant gehalten wird. Im Vergleich zu dem
Kühlapparat vom Kompressortyp hat demnach der Kühlapparat, der von der
Peltiervorrichtung Gebrauch macht, die Vorteile, dass die Genauigkeit der
Temperaturregelung sehr gut ist und eine voreingestellte Innenraumtemperatur sehr
zuverlässig gehalten werden kann.
Bei der Entwicklung eines herkömmlichen Kühlapparats, der von einem oder von
mehreren Peltiervorrichtungen Gebrauch macht, wird das Wärmepumpvermögen,
das für einen Kühlapparat erforderlich ist, auf der Grundlage einer
Umgebungstemperatur, einer vorgegebenen Innenraumtemperatur, den
Innenraumabmessungen, der Wärmeleitfähigkeit eines wärmeisolierenden Werkstoffs, der Dicke
des wärmeisolierenden Werkstoffs, des Wärmepumpvermögens jeder
Peltiervorrichtung und der Temperaturdifferenz, die aus der vorgegebenen
Innenraumtemperatur und der Umgebungstemperatur ermittelt wird, berechnet. Anhand des auf
diese Weise berechneten Wärmepumpvermögens wird die Anzahl der
vorzusehenden Peltiervorrichtungen bestimmt (siehe "Comprehensive Bibliograph of
Technologies on Thermoelectric Conversion Systems", Kapitel 4: "Refrigerated
Storage and Warm Storage", S. 87-88, Realize Inc.).
Derartige Verfahren, wie sie oben angeführt worden sind, sind bei der Entwicklung
eines üblichen Kühlapparats befolgt worden, der von einer oder von mehreren
Peltiervorrichtungen Gebrauch macht. Es sind jedoch keine Überlegungen
angestellt worden, wie schnell eine Innenraumtemperatur ansteigt, wenn eine
wärmeisolierende Tür des Kühlapparats geöffnet wird, wobei die
Innenraumtemperatur auf wirtschaftliche Weise abgesenkt werden sollte, während elektrische
Energie geringer Höhe zugeführt wird.
Dies hat zu verschiedenen Problemen geführt, die darin bestehen, dass, bis der
Innenraum auf eine voreingestellte Innenraumtemperatur abgekühlt ist, nachdem
eine wärmeisolierende Tür geschlossen worden ist, eine beträchtliche Zeit
vergeht, was zu einer Verschlechterung der Qualität der Lebensmittel und
dergleichen, die in dem Kühlapparat gelagert sind, oder zu einer unnötig hohen Energiezufuhr
führt, was höhere laufende Kosten und einen unwirtschaftlichen Betrieb zur
Folge hat.
ÜBERBLICK ÜBER DIE ERFINDUNG
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die weiter
obenbeschriebenen Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und einen elektrischen
Kühlapparat zu schaffen, der auf wirtschaftliche Weise den Innenraum auch dann
in kurzer Zeit auf eine voreingestellte Temperatur abkühlen kann, wenn eine
wärmeisolierende Tür geöffnet worden ist.
Um die obenbeschriebene Aufgabe zu lösen schafft die vorliegende Erfindung
einen elektrischen Kühlapparat, umfassend:
ein Gehäuse, das aus einer wärmeisolierenden Schicht ausgebildet ist und
eine Öffnung festlegt;
eine wärmeisolierende Tür, um öffenbar die Öffnung des Gehäuses zu
schließen;
einen thermischen Leiter, der in dem Gehäuse angeordnet ist und mit einer
wärmeleitenden Oberfläche versehen ist, die sich gegenüberliegend einem
Innenraum in dem Gehäuse befindet;
eine Peltiervorrichtung, die thermisch mit dem thermischen Leiter verbunden
ist;
eine Vorrichtungs-Leistungsversorgung bzw. Stromversorgung, um
elektrische Leistung zu der Peltiervorrichtung zu zuführen; und
eine Steuereinheit, um die Vorrichtungs-Leistungsversorgung so zu steuern,
dass, nachdem die wärmeisolierende Tür nach deren Öffnen geschlossen worden
ist, die Vorrichtungs-Leistungsversorgung die Peltiervorrichtung mit elektrischer
Leistung versorgt, die so gesteuert ist, dass sie in einem Bereich von 1,3 bis 2 mal
derjenigen liegt, die als elektrische Leistung bewertet bzw. eingestuft ist, die
erforderlich ist, um eine voreingestellte Innentemperatur des Gehäuses
aufrechtzuerhalten, ohne die wärmeisolierende Tür zu öffnen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Gerätestromversorgung so gesteuert,
dass sie, nachdem die wärmeisolierende Tür nach ihrem Öffnen wieder
geschlossen worden ist, der Peltiervorrichtung eine elektrische Leistung zuführt, die so
gesteuert ist, dass sie in etwa 1,3 bis 2 mal so groß wie die theoretische
elektrische Leistung ist, die erforderlich wäre, um eine voreingestellte Innenraumtemperatur
des Gehäuses, wie weiter oben ausgeführt ist, zu halten. Dadurch ist es
möglich, auch dann auf wirtschaftliche Weise den Innenraum in kurzer Zeit auf die
voreingestellte Temperatur abzukühlen, wenn die wärmeisolierende Tür geöffnet
worden ist.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
Fig. 1 ist ein Temperaturverlaufsdiagramm, das eine vorgegebene
Innenraumtemperatur sowie die Abweichungen der Innenraumtemperatur für einen Kühlapparat
zeigt, wenn eine Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist;
Fig. 2 ist ein Temperaturverlaufsdiagramm, das eine vorgegebene
Innenraumtemperatur sowie die Abweichungen der Innenraumtemperatur für einen Kühlapparat
zeigt, wenn eine Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist;
Fig. 3 ist ein Temperaturverlaufsdiagramm, das eine vorgegebene
Innenraumtemperatur sowie die Abweichungen der Innenraumtemperatur für einen Kühlapparat
zeigt, wenn eine Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist;
Fig. 4 ist ein Diagramm, das die Beziehung zwischen einem der Peltiervorrichtung
zugeführten Strom und ihrem Wärmepumpvermögen veranschaulicht;
Fig. 5 ist ein Diagramm, das die Beziehung zwischen der einer Peltiervorrichtung
zugeführten elektrischen Leistung und der Innenraumtemperatur zeigt;
Fig. 6 ist ein Diagramm, das ein Verhältnis von zugeführter elektrischer Leistung
zur elektrischen Leistung im stabilen Zustand und eine Zeit, die erforderlich ist, um
zu einer voreingestellten Temperatur zurückzukehren, darstellt;
Fig. 7 ist eine Vorderansicht eines temperaturgeregelten Apparats gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 8 ist eine Draufsicht auf den temperaturgeregelten Apparat;
Fig. 9 ist eine Seitenansicht des temperaturgeregelten Apparats im Querschnitt;
Fig. 10 ist eine Draufsicht auf ein gekühltes Lagerungsfach und ein Tiefkühlfach,
die zusammen den temperaturgeregelten Apparat bilden;
Fig. 11 ist ein Ausschnitt in einer vergrößerten Perspektivansicht, der eine
Anschlussschnur/Schlauch-Umhüllung, die in dem temperaturgeregelten Apparat
verwendet wird, zeigt;
Fig. 12 ist eine vergrößerte Querschnittansicht eines Umlaufkühlmantels für ein
Wärmeübertragungsmittel, das in dem temperaturgeregelten Apparat verwendet
wird; und
Fig. 13 ist ein Diagramm, das charakteristische Verläufe der Temperaturregelung
eines Kühlapparats vom Kompressortyp sowie der Temperaturregelung eines
Kühlapparats, der von einer Peltiervorrichtung Gebrauch macht, zeigt; und
Fig. 14 ist ein vereinfachter Blockschaltplan, der ein Beispiel für eine Regelung der
Stromversorgung zeigt, die für die Temperaturregelung jedes Fachs des
temperaturgeregelten Apparats geeignet ist und eingesetzt werden kann.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG UND BEVORZUGTER
AUSFÜHRUNGSFORMEN
Das Temperaturverlaufsdiagramm von Fig. 3 zeigt die voreingestellte
Innenraumtemperatur für den Kühlapparat, der ein Fassungsvermögen von 75 Litern hatte
und mit einer Peltiervorrichtung ausgerüstet war, sowie die Änderungen der
Innenraumtemperatur, wenn die Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen
wurde. Die voreingestellte Innenraumtemperatur betrug 3,0ºC, wobei die
zugeführte elektrische Leistung zu dieser Zeit 48 W betrug. Übrigens bedeutet der
Begriff "theoretische elektrische Leistung", so wie er hier verwendet wird, eine
einer Peltiervorrichtung zugeführte elektrische Leistung, die erforderlich ist, um die
Innenraumtemperatur bei einer äußeren atmosphärischen Temperatur von 30ºC,
ohne eine wärmeisolierende Tür zu öffnen, auf einem vorgegebenen Wert zu
halten. In diesem Fall entsprach die zugeführte elektrische Leistung von 48 W der
theoretischen elektrischen Leistung.
Wie aus dem Diagramm hervorgeht, wurde die Innenraumtemperatur, bevor die
wärmeisolierende Tür geöffnet wurde (zu einem Zeitpunkt (1)) genau auf dem
vorgegebenen Wert von 3ºC gehalten, da die theoretische elektrische Leistung
von 48 W zugeführt worden war. Durch das Öffnen der Tür (zu einem Zeitpunkt
(2)) stieg die Innenraumtemperatur plötzlich an. Als die wärmeisolierende Tür 10
Sekunden später geschlossen wurde, begann die Innenraumtemperatur zu fällen.
Da die zugeführte elektrische Leistung 48 W betrug, wurde der Gradient des
Temperaturabfalls nach einer verstrichenen Zeit von ungefähr 5 Minuten jedoch
sehr klein und die Innenraumtemperatur erreichte auch nach einer verstrichenen
Zeit von 60 Minuten (zum Zeitpunkt (3)) nicht den voreingestellten Wert von
3,0ºC.
Wenn ein Kühlapparat wie oben beschrieben, ohne von der theoretischen
Leistung abzuweichen, betrieben wird, ist es auch dann unmöglich, mit einem
plötzlichen Anstieg seiner Innenraumtemperatur nach einem Öffnen seiner
wärmeisolierenden Tür zurechtzukommen, wenn eine Peltiervorrichtung
verwendet wird. Es wird deshalb eine lange Zeit benötigt, um den Innenraum auf die
voreingestellte Temperatur abzukühlen. Es besteht also ein potenzielles Problem
darin, dass die in dem Kühlapparat gelagerten Lebensmittel und dergleichen
während dieser langen Zeit schädigend beeinflusst werden könnten.
Das Diagramm von Fig. 1 veranschaulicht die Temperaturänderungen, wenn die
wärmeisolierende Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist, unter
den gleichen Bedingungen wie oben beschrieben, außer dass die zugeführte
elektrische Leistung auf 60 W, 70 W, 120 W und 200 W verändert wurde. Da wie
oben, beschrieben die theoretische elektrische Leistung 48 W betrug, ist die
zugeführte elektrische Leistung von 60 W 1,25 mal so groß wie die theoretische
elektrische Leistung, die zugeführte elektrische Leistung von 70 W ist ungefähr 1,5
mal so groß wie die theoretische elektrische Leistung, die zugeführte elektrische
Leistung von 120 W ist 2,5 mal so groß wie die theoretische elektrische Leistung,
und die zugeführte Leistung von 200 W ist ungefähr 4,2 mal so groß wie die
theoretische elektrische Leistung.
Wie aus diesem Diagramm hervorgeht, fiel mit einer zugeführten elektrischen
Leistung von 60 W die Innenraumtemperatur erst auf den voreingestellten Wert
ab, nachdem wenigstens 15 Minuten nach dem Schließen der wärmeisolierenden
Tür vergangen waren. Es ist deshalb unmöglich, den Anforderungen der
japanischen Industrienorm (JIS C9607) zu genügen, die vom Standpunkt der
Qualitätssicherung der Lebensmittel aus vorgeschrieben ist. (Der Innenraum eines
Kühlapparats soll innerhalb von 12 Minuten nach dem Schließen einer wärmeisolierenden
Tür auf eine voreingestellte Innenraumtemperatur gekühlt sein.) Andererseits
ermöglichte das Erhöhen der zugeführten elektrischen Leistung auf 70 W, den
Innenraum des Kühlapparats in 12 Minuten auf die voreingestellte Temperatur zu
kühlen. Durch ein weiteres Erhöhen der zugeführten elektrischen Leistung auf
120 W oder 200 W war es möglich, die voreingestellte Innenraumtemperatur
früher zu erreichen.
Das Diagramm von Fig. 2 veranschaulicht die Temperaturänderungen, wenn die
wärmeisolierende Tür nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist, unter
den gleichen Bedingungen wie oben beschrieben, außer dass die vorgegebene
Innenraumtemperatur -1ºC betrug (Gefrierzone), die theoretische elektrische
Leistung sich damit auf 70 W veränderte und die zugeführte elektrische Leistung
auf 90 W, 105 W und 120 W verändert wurde. Da in diesem Fall die theoretische
elektrische Leistung 70 W betrug, ist die zugeführte elektrische Leistung von 90 W
1,3 mal so groß wie die theoretische elektrische Leistung, die zugeführte
elektrische Leistung von 105 W ist ungefähr 1,5 mal so groß wie die theoretische
elektrische Leistung und die zugeführte elektrische Leistung von 120 W ist
ungefähr 1,7 mal so groß wie die theoretische elektrische Leistung.
Wie aus den Fig. 1 und 2 hervorgeht, ermöglicht eine Erhöhung der zugeführten
elektrischen Leistung auf einen Wert, der wenigstens 1,3 mal so groß wie die
theoretische elektrische Leistung ist, einen Innenraum innerhalb von 12 Minuten
nach dem Schließen der wärmeisolierenden Tür, d. h. in einer solch kurzen Zeit,
dass kein wesentlicher schädigender Einfluss auf die Qualität der Lebensmittel
oder dergleichen vorliegt, auf eine vorgegebene Temperatur abzukühlen.
Das Diagramm von Fig. 4 veranschaulicht die Beziehungen zwischen einem einer
Peltiervorrichtung zugeführten Strom und dem Wärmepumpvermögen der
Peltiervorrichtung und dem Wirkungsgrad. Wie aus diesem Diagramm hervorgeht, erhöht
sich das Wärmepumpvermögen der Peltiervorrichtung mit dem Strom, wenn der
Temperaturunterschied konstant ist. Als weiteres Merkmal erreicht das
Wärmepumpvermögen dann ein Maximum (Qmax) bei einer bestimmten Stromstärke, so
dass der Wirkungsgrad ebenfalls maximal wird, wohingegen eine weitere
Erhöhung der Stromstärke zu einer Abnahme des Wärmepumpvermögens (des
Wirkungsgrads) führt. In der Beschreibung der vorliegenden Erfindung ist die einer
Peltiervorrichtung zugeführte Stromstärke, die zu dem obenbeschriebenen
maximalen Pumpvermögen Qmax führt, als Maximalstromstärke Imax definiert.
Das Diagramm von Fig. 5 veranschaulicht die Beziehung z wischen der
elektrischen Leistung, die einer Peltiervorrichtung zugeführt wird, und der niedrigsten
erreichbaren Temperatur in einem Innenraum. In diesem Diagramm wurde die
Maximalstromstärke Imax der Peltiervorrichtung bei etwa 400 W erreicht. Die
niedrigste erreichbare Temperatur im Innenraum pendelte sich in etwa so niedrig
wie mit ungefähr 270 W ein. Die niedrigste erreichbare Temperatur wurde
selbstverständlich im Wesentlichen mit einer zugeführten elektrischen Leistung erreicht,
die weit geringer als die Leistung entsprechend den Betriebsbedingungen für Imax
(d. h. 400 W in diesem Experiment) war, und die Zufuhr einer höheren
elektrischen Leistung ist Verschwendung. In einem weiteren Experiment wurde bestätigt,
dass, wenn die vorgegebene Innenraumtemperatur auf -7ºC und die theoretische
elektrische Leistung auf 130 W eingestellt wurden, eine Zufuhr von 240 W
elektrischer Leistung ausreichend waren, um den Innenraum innerhalb von 12 Minuten,
nachdem die wärmeisolierende Tür nach ihrem Öffnen geschlossen worden war,
auf die voreingestellte Temperatur abzukühlen. Das Verhältnis zwischen
zugeführter elektrischer Leistung und theoretischer elektrischer Leistung betrug in
diesem Fall 240/130 = 1,8.
Das Diagramm von Fig. 6 stellt die Beziehung zwischen dem Verhältnis von
zugeführter elektrischer Leistung und theoretischer elektrischer Leistung und der
Zeit dar, die erforderlich ist, um, nachdem die wärmeisolierende Tür nach ihrem
Öffnen wieder geschlossen worden ist, zu einer voreingestellten
Innenraumtemperatur zurückzukehren, wobei sowohl die voreingestellte Innenraumtemperatur als
auch die theoretische elektrische Leistung verändert wurden. In dem Diagramm
gibt eine Kurve A ein Experiment an, bei dem die voreingestellte
Innenraumtemperatur +3ºC und die theoretische elektrische Leistung 48 W betrugen, eine Kurve B
zeigt ein weiteres Experiment, bei dem die voreingestellte Innenraumtemperatur
-1ºC und die theoretische elektrische Leistung 70 W betrugen, eine Kurve C gibt
ein weiteres Experiment an, bei dem die voreingestellte Innenraumtemperatur
-4,7ºC und die theoretische elektrische Leistung 100 W betrugen, und eine Kurve
D beschreibt noch ein weiteres Experiment, bei dem die voreingestellte
Innenraumtemperatur -7ºC und die theoretische elektrische Leistung 130 W betrugen.
Wie aus dem Diagramm leicht entnommen werden kann, muss das Verhältnis aus
zugeführter elektrischer Leistung und theoretischer elektrischer Leistung unter den
jeweiligen Bedingungen um wenigstens einen Faktor von 1,3 erhöht werden, um
den Innenraum innerhalb von 12 Minuten, nachdem die wärmeisolierende Tür
nach ihrem Öffnen wieder geschlossen worden ist, auf die voreingestellte
Innenraumtemperatur abzukühlen. Jedoch wird die Zeit, die erforderlich ist, um zu der
voreingestellten Temperatur zurückzukehren, auch dann nicht wesentlich verkürzt,
wenn die zugeführte elektrische Leistung signifikant erhöht wird. Außerdem wird
die Qualität der Lebensmittel nicht wesentlich beeinflusst, vorausgesetzt, die Zeit,
die erforderlich ist, um zu der voreingestellten Temperatur zurückzukehren,
beträgt nicht mehr als 12 Minuten.
Umgekehrt hat eine Erhöhung der zugeführten elektrischen Leistung höhere
laufende Kosten und einen unwirtschaftlichen Betrieb zur Folge. Es ist deshalb
erforderlich, das Verhältnis von zugeführter elektrischer Leistung zur theoretischen
elektrischen Leistung unter 2 zu steuern. In Anbetracht dessen ist das Verhältnis
aus zugeführter elektrischer Leistung und theoretischer elektrischer Leistung in
der vorliegenden Erfindung auf den Bereich von 1,3 bis 2 eingeschränkt.
Mit Bezug auf die Fig. 7 bis 12 wird nun eine Beschreibung der besonderen
Konstruktion des kombinierten temperaturgeregelten Apparats gemäß der
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gegeben.
Der temperaturgeregelte Apparat gemäß dieser Ausführungsform ist in ein
Gefrierfach 1, ein Auftaufach 2, ein gekühltes Lagerungsfach 3 und ein
Tiefkühlfach 4 unterteilt. Die Temperatur der Fächer 1-4 wird für jedes Fach individuell und
unabhängig geregelt. Die Fächer 1-4 sind in zwei Stufen gestapelt und als Ganzes
in eine Tischkocheinrichtung 5 eingebaut, sodass sie vom ortsfesten Typ sind.
Das Gefrierfach 1 und das Auftaufach 2 können aus der Tischkocheinrichtung 5
herausgezogen werden um das Kochen zu erleichtern, während das gekühlte
Lagerungsfach 3 und das Tiefkühlfach 4 in den Tisch 5 eingebaut sind.
Wie in Fig. 9 veranschaulicht ist, hat das Gefrierfach 1 (das Auftaufach 2) ein
wärmeisolierendes Gehäuse 6 in Form eines nach oben zu öffnenden Kastens
und eine wärmeisolierende Abdeckung 7, welche die Öffnung verschließt und
geöffnet werden kann. Die wärmeisolierende Abdeckung 7 ist an ihren einander
gegenüberliegenden Enden mit Griffen 8 versehen. Außerdem ist ein Griff 9 an
der Vorderwand des wärmeisolierenden Gehäuses 6 angebracht.
Wie ebenfalls in Fig. 9 gezeigt ist, ist ein behälterförmiger erster thermischer Leiter
10, der aus Aluminium oder Ähnlichem hergestellt ist, im Inneren des
wärmeisolierenden Gehäuses 6 angeordnet. An einer Rückseite eines Bodenteils des
wärmeisolierenden Gehäuses 6 ist eine Peltiervorrichtung 12 in Kaskadenstruktur über
einen zweiten thermischen Leiter 11, der beispielsweise aus Aluminium oder
Ähnlichem in Form mehrerer Blöcke hergestellt ist, angeordnet. Des Weiteren ist
an einer Außenfläche des zweiten thermischen Leiters 11 ein Umlaufkühlmantel
13 für ein Wärmeübertragungsmittel angefügt. An die Peltiervorrichtung 12
angeschlossene elektrische Versorgungsleitungen 14 und an den
Umlaufkühlmantel 13 angeschlossene Schläuche 15 sind in einer lang gestreckten, flexiblen
Anschlussschnur/Schlauch-Umhüllung 16 (siehe Fig. 11) aufgenommen und mit
einer zweiten Wärme abstrahlenden Einheit 17 verbunden (siehe Fig. 8 und 9).
In einem Zustand, in dem das Gefrierfach 1 aus der Tischkocheinrichtung 5
herausgezogen ist, wie in Fig. 9 gezeigt ist, nimmt die Anschlussschnur/Schlauch-
Umhüllung 16 eine lang gestreckte Form an. Wenn das Gefrierfach 1
eingeschoben ist, ist die Anschlussschnur/Schlauch-Umhüllung 16 in gekrümmter Form
hinter dem Gefrierfach 1 untergebracht, wie durch die strichpunktierte Doppellinie
angegeben ist. Übrigens sind die elektrischen Versorgungsleitungen 14 mit einer
Stromversorgungssteuereinheit 18 verbunden, die nahe der zweiten Wärme
abstrahlenden Einheit 17 angeordnet ist.
In dieser Ausführungsform besitzen das Gefrierfach 1 und das Auftaufach 2 ein
geringeres Speichervermögen als das gekühlte Lagerungsfach 3 und das
Tiefkühlfach 4, wobei die Schläuche 15 der beiden Fächer 1, 2 nur an eine Wärme
abstrahlende Einheit, nämlich die zweite Wärme abstrahlende Einheit 17,
angeschlossen sind. Jedoch äst jedes Fach mit seiner eigenen
Stromversorgungssteuereinheit 18 ausgestattet. Die an das Gefrierfach 1 angeschlossene
elektrische Versorgungsleitung 14 ist mit der Gefrierfach-Stromversorgungssteuereinheit
18 verbunden, während die an das Auftaufach 2 angeschlossene elektrische
Versorgungsleitung 14 mit einer (nicht gezeigten)
Auftaufach-Stromversorgungssteuereinheit verbunden ist.
Fig. 12 veranschaulicht im Einzelnen den Aufbau in der Umgebung des
Umlaufkühlmantels 13 für das Wärmeübertragungsmittel. Dieser Umlaufkühlmantel 13
besitzt eine plattenförmige, Wärme übertragende Basis 21, die an eine Wärme
abstrahlende Fläche der Peltiervorrichtung 12 gefügt ist. Von einem Umfangsabschnitt
der Wärme übertragenden Basis 21 erstreckt sich ein erster Rahmen 22 in
Richtung des zweiten thermischen Leiters 11. Der erste Rahmen 22 ist ein an
seinem oberen und unteren Ende offenes Hohlprofil, das einen auf der Basis
aufliegenden Endabschnitt 23 und einen lang gestreckten Abschnitt 22 hat, der
sich von dem auf der Basis aufliegenden Abschnitt nach oben erstreckt, wobei er
eine im Wesentlichen gestufte Querschnittsform aufweist. Der auf der Basis
aufliegende Abschnitt 23 ist in flüssigkeitsdichter Weise an einem am Rand
gelegenen Abschnitt einer oberen Oberfläche der Wärme übertragenden Basis 21
angebracht, wozu beispielsweise ein Klebstoff oder ein O-Ring zusammen mit
einem Klebstoff verwendet werden.
Wie in der Zeichnung gezeigt ist, befindet sich der lang gestreckte Abschnitt 24
gegenüber und parallel zu einer Umfangswand des zweiten thermischen Leiters
11, wobei der Zwischenraum mit einem Klebstoff 25 ausgegossen ist, sodass der
zweite Leiter 11 und der erste Rahmen 22 fest zusammengefügt sind.
Durch die Umfangswand des zweiten thermischen Leiters 11 und den lang
gestreckten Abschnitt 24 erstrecken sich mehrere Fixierstifte 26, um jede
Lageverschiebung zwischen dem zweiten thermischen Leiter 11 und dem ersten
Rahmen 22 vor dem vollständigen Aushärten des Klebstoffs 25 zu verhindern. Der
lang gestreckte Abschnitt 24 ist an einer seiner Außenflächen mit mehreren (in
dieser Ausführungsform vier) Verstärkungsrippen 27 versehen, die sich in
Richtung des auf der Basis aufliegenden Endabschnitts 23 erstrecken, wodurch dem
ersten Rahmen 22 ermöglicht wird, starr zu bleiben.
Des Weiteren versieht die abgestufte oder, anders ausgedrückt, nichtlineare
Konfiguration zwischen dem auf der Basis aufliegenden Endabschnitt 23 und dem
lang gestreckten Abschnitt 24 den ersten Rahmen 22 sicherlich mit einer längeren
Kriechstrecke von dem zweiten thermischen Leiter 11 des ersten Rahmens 22 zu
der Wärme leitenden Basis 21, wodurch eine Wärmemenge zurückgeführt wird,
die durch den ersten Rahmen 22 zurückfließt.
Mit einem am Rand gelegenen Teil der Unterseite der Wärme übertragenden
Basis 21 ist ein zweiter hohler Rahmen 28, der an seiner Unterseite im
Wesentlichen geschlossen und an seiner Oberseite offen ist, in flüssigkeitsdichter Weise
über einen O-Ring, der dazwischen geschoben ist, verbunden. Der zweite
Rahmen 28 ist an einem im Wesentlichen mittigen Abschnitt mit einem Zuflussrohr 30
und nahe seiner Umfangskante mit einem Abflussrohr 31 versehen.
Ein Verteilerelement 32, das in dem Hohlraum des zweiten Rahmens 28
angeordnet ist, ist mit einer Umfangswand 33 versehen, wobei eine obere Wand 34 in
Weiterführung einer oberen Kante der Umfangswand 33 angeordnet ist und sich
eine Anzahl von Düsenröhrchen 35 aus der unteren Wand 34 in Richtung der
Wärme übertragenden Basis 21 erstreckt. Durch die Düsenabschnitte 35 hindurch
sind jeweils Strahldüsen 36 ausgebildet.
Durch das Anbringen des Verteilerelements 32 innerhalb des zweiten Rahmens
28 wird auf der Seite des Verteilerelements 32 gegenüber dem Zuflussrohr 30 ein
erster abgeflachter Raum 37 gebildet und auf einer Seite des Verteilerelements 32
gegenüber der Wärme übertragenden Basis 21 wird ein zweiter abgeflachter
Raum gebildet. Des Weiteren ist ein Ableitungskanal 39 ausgebildet, der den
zweiten Raum 38 mit dem Abflussrohr 31 verbindet.
Wenn das Wärmeübertragungsmittel 40, das aus gereinigtem Wasser, einem
Gefrierschutzmittel oder dergleichen besteht (wobei in dieser Ausführungsform
gereinigtes Wasser verwendet wird), durch das mittige Zuflussrohr 30 zugeführt
wird, wie in der Zeichnung dargestellt ist, breitet es sich sofort in dem ersten Raum
37 aus und spritzt kräftig aus dem einzelnen Düsenabschnitt 35 (den Strahldüsen)
im Wesentlichen senkrecht in Richtung der Unterseite der Wärme übertragenden
Basis 21. Das Wärmeübertragungsmittel 40 trifft auf die Wärme übertragende
Basis 21 und nimmt von dieser Wärme auf. Es läuft dann unverzüglich in den
engen zweiten Raum 38 und strömt durch den Ableitungskanal 39 und das
Abflussrohr 31 aus dem System heraus. Das auf diese Weise abgeleitete
Wärmeübertragungsmittel 40 fließt durch die in Fig. 11 gezeigten Schläuche 15. Es wird
dann in einer (nicht gezeigten) Kühlvorrichtung, die in der zweiten Wärme
abstrahlenden Einheit 17, die in Fig. 9 gezeigt ist, angeordnet ist, einer
Zwangskühlung ausgesetzt und wird dann mit Hilfe einer nicht gezeigten Pumpe dem
Umlaufkühlmantel 13 wieder zugeführt. In Fig. 12 bezeichnet das Bezugszeichen 41 eine
Schicht aus einem wärmeisolierenden Werkstoff, die um den Umlaufkühlmantel 13
für das Wärmeübertragungsmittel aufgetragen ist.
Das gekühlte Lagerungsfach 3 (das Tiefkühlfach 4) besitzt ein wärmeisolierendes
Gehäuse 51 in Form eines Kastens, der eine Öffnung durch die Vorderwand
aufweist. Eine wärmeisolierende Tür 52 ist so angebracht, dass sie die Öffnung in
der Vorderwand verschließt und geöffnet werden kann. In engem Kontakt zu einer
Innenwand des wärmeisolierenden Gehäuses 51 ist ein behälterförmiger erster
thermischer Leiter 48 angeordnet. Ein blockförmiger zweiter thermischer Leiter 54
ist an einer Rückseite eines im Wesentlichen mittigen Teils eines Wandabschnitts
des ersten thermischen Leiters 53 angeordnet, wobei sich dieser Wandabschnitt
gegenüber der Öffnung befindet oder - anders ausgedrückt - ein
Stirnwandabschnitt des ersten thermischen Leiters 53 ist. An einer Rückseite des zweiten
thermischen Leiters 54 ist nach einer Peltiervorrichtung 55 in Kaskadenstruktur ein
Umlaufkühlmantel 56 für das Wärmeübertragungsmittel angeordnet. Der
Umlaufkühlmantel 56 für das Wärmeübertragungsmittel gleicht in Aufbau und
Funktionsweise demjenigen, der weiter oben mit Bezug auf Fig. 12 beschrieben worden ist,
weshalb die Beschreibung seines Aufbaus und seiner Funktionsweise an dieser
Stelle übergangen wird.
Um die Innenraumluft A (siehe Fig. 9 und Fig. 10), die im Inneren des gekühlten
Lagerungsfachs 3 vorhanden ist, zu einer Strömung entlang einer oberen
Umfangswand 53a des ersten thermischen Leiters 53, zu einem Auftreffen auf einer
Stirnwand 53b, an welcher die Peltiervorrichtung 55 angeordnet ist, und dann zu
einer Strömung entlang der Stirnwand 53b nach unten, wie durch Pfeile
angegeben ist, zu veranlassen, ist die obere Umfangswand 53a an ihrer Innenseite mit
einem eingebauten Ventilator 57 und einer Anzahl von Wärme absorbierenden
Kühlrippen 58 versehen, die Führungskanäle haben, die sich parallel zueinander
erstrecken. Außerdem sind die obere Umfangswand 53a und die Stirnwand 53b
etwas dicker als die übrigen Wände des ersten thermischen Leiters 53.
Durch diese Funktionen des eingebauten Ventilators 57 und der Wärme
absorbierenden Kühlrippen 58, die mit Führungskanälen versehen sind, wird eine große
Kühlwirkung erzielt, wenn die Innenraumluft A dazu veranlasst wird, von der
oberen Umfangswand 53a aus entlang einer Oberfläche der Stirnwand 53b zu
strömen.
In dieser Ausführungsform werden das Gefrierfach 1 und das Auftaufach 2
verwendet, um nur die Sachen einzufrieren und aufzutauen, die erforderlich sind,
sodass das Fassungsvermögen der beiden Fächer 1, 2 mit beispielsweise jeweils
etwa 7 Litern verhältnismäßig gering ist. Hingegen werden das gekühlte
Lagerungsfach 3 und das Tiefkühlfach 4 zur Lagerung verwendet, sodass das
Fassungsvermögen der beiden Fächer 3, 4 mit beispielsweise jeweils etwa 30 Litern
verhältnismäßig groß ist. Da das Fassungsvermögen der beiden Fächer 3, 4 groß
ist und eine genaue Regelung ihrer Innenraumtemperaturen erforderlich ist, um
die Qualität der gelagerten Lebensmittel und dergleichen konstant zu halten, sind
das gekühlte Lagerungsfach 3 und das Tiefkühlfach 4 mit eigenen Wärme
abstrahlenden Einheiten ausgestattet, nämlich mit der ersten Wärme abstrahlenden
Einheit 59 bzw. mit der dritten Wärme abstrahlenden Einheit 60, wie in Fig. 8
gezeigt ist, um äußere Störungen so weit wie möglich zu reduzieren.
Mit Bezug auf Fig. 14 wird im Folgenden eine Beschreibung eines Beispiels für
das Stromversorgungs-Steuerungssystem gegeben, das für die
Temperaturregelung jedes der Fächer 1-4 des weiter obenbeschriebenen temperaturgeregelten
Apparats verwendet werden kann. Die Zeichnung zeigt als Beispiel ein gekühltes
Lagerungsfach 3, das ein wärmeisolierendes Gehäuse 71 in Form eines nach
links zu öffnenden Kastens mit einer wärmeisolierenden Tür 72 hat, wobei die
wärmeisolierende Tür 72 die Öffnung verschließt und geöffnet werden kann. An
einer Innenwand des wärmeisolierenden Gehäuses 71 ist ein kastenförmiger
thermischer Leiter 73, der beispielsweise aus Aluminium hergestellt ist,
angebracht. Eine Peltiervorrichtung 75 wird mit der von einer Gerätestromversorgung
6'1 gelieferten elektrischen Leistung betrieben, während ein eingebauter Ventilator
77 mit der von einer Ventilator-Stromversorgung 62 gelieferten elektrischen
Leistung betrieben wird. Diese Gerätestromversorgung 61 und die Ventilator-
Stromversorgung 62 werden durch Signale von einer Steuereinheit 63 gesteuert.
Des Weiteren ist der thermische Leiter 73 an einer seiner Oberflächen nahe der
Stelle, an welcher die Peltiervorrichtung 75 angeordnet ist, mit einem
Temperaturfühler 64 versehen. Die Erfassungssignale von dem Temperaturfühler werden
in die Steuereinheit 63 eingegeben.
Wenn die wärmeisolierende Tür 72 des gekühlten Lagerungsfachs 3 geöffnet wird
oder wenn ein einzufrierender Artikel, etwa ein Lebensmittel, in das gekühlte
Lagerungsfach gelegt wird, steigt die Innenraumtemperatur schnell an. Dieser
Temperaturanstieg wird von dem Temperaturfühler 64 erfasst und auf der
Grundlage eines Erfassungssignals von dem Temperaturfühler liefert die Steuereinheit
63 mittels der Gerätestromversorgung 61 eine hohe elektrische Leistung an die
Peltiervorrichtung 75.
Als Folge sinkt die Temperatur des thermischen Leiters 73 insbesondere in der
Jähe der Stelle, an der die Peltiervorrichtung 75 angeordnet ist, schnell ab. Die
Temperatur des thermischen Leiters beginnt also auf eine Temperatur, bei
welcher Wasser gefriert, oder auf eine niedrigere Temperatur zu sinken. Folglich
wird, während die Erfassungssignale vom Temperaturfühler 64 überwacht werden,
die dem eingebauten Ventilator 77 zugeführte elektrische Leistung zu einem
Zeitpunkt, kurz bevor die Temperatur des thermischen Leiters unter einen Wert
abfällt, bei dem Wasser gefriert, erhöht. Dies hat zur Folge, dass sich die lineare
Geschwindigkeit der Innenraumluft erhöht, was zu einer höheren
Wärmeleitfähigkeit an dem thermischen Leiter 73 führt. Das Ausfrieren von Wasser an der
Oberfläche des thermischen Leiters 73 wird daher vermieden, wodurch es möglich
wird, die Innenraumfeuchtigkeit hoch zu halten.
Übrigens kann das sehr schnelle Drehen des eingebauten Ventilators 77 entweder
kontinuierlich oder intermittierend erfolgen. Jedoch führt ein Drehen des
eingebauten Ventilators mit einer hohen Geschwindigkeit während einer unangemessen
langen Zeit zu einer Verschwendung elektrischer Energie sowie außerdem zu
schädigenden Einflüssen auf die Lagerung von frischem Gemüse und Ähnlichem.
Es ist deshalb notwendig, einen Steuermodus so festzulegen, dass der Zeitraum,
in dem sich der Ventilator mit hoher Geschwindigkeit dreht, so begrenzt ist, dass
die Aufrechterhaltung der gewünschten Werte für Temperatur und Feuchtigkeit
möglich ist, wobei die festgelegte Operation dann wiederholt ausgeführt werden
kann.
Es kann das folgende besondere Beispiel angegeben werden:
- Fassungsvermögen des Innenraums: 30 Liter
- Wärmeisolierender Werkstoff: aufgeschäumtes Zwei-Komponenten-Harz
vom FCKW-freien Typ; Stärke 80 mm
- Peltiervorrichtung: 142 Halbleiterelemente werden verwendet. Jedes Element
hat eine quadratische Form mit einer Seitenlänge von 1,4 mm. Zweistufige
Kaskadenstruktur. Sechs Vorrichtungen aus Halbleiterelementen sind angebracht.
- Wärmeabsorptionssystem: Ein erster thermischer Leiter, der aus Aluminium
hergestellt ist, ist mit einem eingebauten Lüfter und Wärme aufnehmenden Rippen
versehen. Spannung für den eingebauten Ventilator: 6 bis 12 V
(Betriebsspannung: 6 V)
- Wärmeabgabesystem: Wiederumlauf-Typ, der gereinigtes Wasser als
Wärmeübertragungsmittel verwendet. Schließlich erfolgt die Wärmeabgabe als
Abstrahlung der Wärme von einem Kühlkörper in die Umgebungsluft.
- Voreingestellte Innenraumtemperatur des gekühlten Lagerungsfachs: 3,5ºC
Temperatur der Umgebungsluft: 30ºC
Für die obenbeschriebene Ausführungsform erfolgte die Beschreibung des
elektrischen Kühlapparats für den üblichen häuslichen Gebrauch. Diese Erfindung
ist jedoch nicht auf einen solchen elektrischen Kühlapparat beschränkt, sondern
kann beispielsweise auch auf einen gekühlten Aufbewahrungsbehälter, der auch
als Kühlbox für Freihauslieferungen bezeichnet wird, angewendet werden. Es gibt
ein System, bei dem in einem allein stehenden Haus oder in einem Wohnhaus mit
mehreren Wohnungen, wie etwa einem Apartmenthaus, ein gekühlter
Aufbewahrungsbehälter aufgestellt ist. Wenn der Empfänger nicht zuhause ist, wenn der
Freihaus-Lieferservice eintrifft, hinterlässt der Überbringer ein Paket in dem
gekühlten Aufbewahrungsbehälter und wirft einen Lieferschein in den
Hausbriefkasten des Empfängers. Wenn der Empfänger wieder nach Hause kommt, erfährt
er durch den Lieferschein von der Lieferung des Pakets und nimmt dann das
Paket aus dem gekühlten Aufbewahrungsbehälter entgegen. Da dieser
Aufbewahrungsbehälter, beispielsweise ein Vorratsschrank, eine Kühl- oder Gefrierfunktion
für die Lagerung von leicht verderblichen Waren wie etwa Fleisch oder Fisch
besitzt, kann der elektrische Kühlapparat gemäß der vorliegenden Erfindung
Anwendung finden.