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Dokumentenidentifikation DE69811653T2 11.12.2003
EP-Veröffentlichungsnummer 0977522
Titel VORRICHTUNG ZÜR KÜNSTLICHEN BEFRUCHTUNG VON ZUCHTTIEREN SOWIE, INSBESONDERE, SÄUEN
Anmelder Genes Diffusion, Douai, FR
Erfinder LIEGOIS, Luc, F-59283 Raimbeaucourt, FR
Vertreter Vonnemann und Kollegen Patentanwälte, 87437 Kempten
DE-Aktenzeichen 69811653
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 23.04.1998
EP-Aktenzeichen 989228556
WO-Anmeldetag 23.04.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/FR98/00817
WO-Veröffentlichungsnummer 0098048731
WO-Veröffentlichungsdatum 05.11.1998
EP-Offenlegungsdatum 09.02.2000
EP date of grant 26.02.2003
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 09.11.2000
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.12.2003
IPC-Hauptklasse A61D 19/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren wie insbesondere Säue.

Solche Vorrichtungen werden in FR-A-3 286 659 und DE-U-295 05 177 beschrieben.

Allerdings, obwohl sie besonders für solche Anwendungen entwickelt wurde, kann sie ebenfalls für jede andere Art von Tieren benutzt werden, die einen ähnlichen Geschlechtsapparat aufweisen.

Momentan, um eine künstliche Befruchtung der Säue durchzuführen, benutzt man flexible Fläschchen oder Beutel, in denen verdünntes Sperma verpackt wird, die über eine Leitung mit einer Sonde verbunden sind, welche mit einen Endstück endet, das sich im Gebärmutterhals blockieren läßt.

Solche Vorrichtungen erlauben also, aus dem genannten, draußen gehaltenen Fläschchen oder flexiblen Beutel her das Sperma in die Gebärmutter des Tieres einzuführen.

Allerdings muß dazu der Züchter zunächst einen vorangehenden Schritt durchführen. In der Tat wird das verdünnte Sperma bei einer Temperatur gelagert, die niedriger ist als seine Benutzungstemperatur, und es ist notwendig, das besagte Fläschchen aufzuwärmen, um dem Sperma seine befruchtenden Eigenschaften zurückzuverleihen.

Nach der Ausführung dieses ersten Schrittes wird dann eine Sonde ins Tier gesetzt, sie wird dann mit Hilfe einer Leitung mit dem Fläschchen verbunden, wobei sich dann das Sperma in die Gebärmutter ausgießt, erlaubend so die Befruchtung.

Obwohl solche Vorrichtungen in Bezug auf die Wirksamkeit der Befruchtung zufriedenstellend sind, weisen sie allerdings Schwierigkeiten bei der Benutzung auf In der Tat, um den Schritt des Aufwärmens des verdünnten Spermas auszuführen, muß der Züchter über eine externe Wärmequelle verfügen und den Anstieg der Temperatur vor der Verbindung der Sonde abwarten.

Diese Vorgänge verursachen also einen Zeitverlust und der Züchter kann nicht schnell von einem Tier zum anderen übergehen, was zwar bei der Zucht von Herden großen Umfangs besonders anspruchsvoll ist.

In der Tat ist es aus Gründen der Wirksamkeit notwendig, daß die Befruchtung der Tiere am selben Tag stattfinden kann, am Tag der Ovulation.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren vorzuschlagen, welche die oben erwähnten Nachteile beseitigt und die Benutzung vereinfacht.

Einweiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren vorzuschlagen, erlaubend, höhere Rhythmen zu erreichen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren vorzuschlagen, die dem Züchter erlaubt, die bei dem Tier verbrachte Zeit zu minimieren.

Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Laufe der folgenden Beschreibung deutlich werden, die nur als Beispiel gegeben wird und nicht zum Ziel hat, sie zu begrenzen.

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren wie insbesondere Säue, umfassend eine Sonde und einen Vorratsbehälter für das Sperma, geeignet, mit der besagten Sonde verbunden zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß:

- die besagte Sonde geeignet ist, in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden, um den Ausguß des Spermas zu erlauben,

- der besagte Vorratsbehälter auch geeignet ist, in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden, um eine Erwärmung des Spermas durch die eigene Hitze des Tieres zu erlauben.

Die Erfindung wird besser verstanden bei dem Lesen der folgenden Beschreibung, die im Anhang von Zeichnungen begleitet ist, die ein wesentlicher Bestandteil davon sind. Es zeigen:

- Fig. 1, eine Ansicht in zerlegtem Zustand nach einer Längsschnittebene von einem Ausführungsbeispiel der erfindungsmäßigen Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung,

- Fig. 2, das Ausführungsbeispiel der in der vorangehenden Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung in ihrer zusammengesetzten Form,

- Fig. 3, eine nach derselben Orientierung wie vorher gemachte Schnittansicht, die ein weiteres Ausführungsbeispiel von einem der Elemente der erfindungsmäßigen Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung darstellt.

Wie in Fig. 1 und 2 dargestellt ist, umfaßt die erfindungsmäßige Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung, einerseits, eine Sonde 1, die geeignet ist, in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden, um den Ausguß des Spermas zu erlauben. Andererseits umfaßt sie einen Vorratsbehälter 2 für das Sperma, geeignet, mit der besagten Sonde 1 verbunden zu werden und auch in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden.

Was das Sperma betrifft, handelt es sich zum Beispiel um verdünntes Sperma, das heißt um eine Mischung, die Spermien, Samenflüssigkeit und ein Verdünnungsmittel enthält.

Dank einer solchen Vorrichtung wird somit die Arbeit des Züchters vereinfacht. In der Tat, nachdem der besagte Vorratsbehälter 2 ins Tier eingeführt wird, wird das Sperma durch die eigene Hitze desselben erwärmt.

Der Züchter hat dann nicht mehr den Vorgang zum externen Aufwärmen mit den Risiken, die es umfaßt, auszuführen, noch während der künstlichen Befruchtung zu warten, wobei so unverzüglich ein anderes Tier befruchtet werden kann. Des weiteren erübrigt sich die Benutzung von komplizierten und wenig praktischen externen Heizungsapparaturen.

Die besagte Sonde 1 besteht zum Beispiel aus wenigstens einer Leitung 3, die an ihrem entfernten Ende 16 ein Endstück 4 aufweist, geeignet, sich insbesondere im Gebärmutterhals des Tieres blockieren zu lassen.

Die besagte Sonde 1 erlaubt so den Ausguß von Sperma in die Gebärmutter im Bereich des Gebärmutterhalses.

Um die Abdichtung des Gebärmuttermilieus zu begünstigen, ist das besagte Endstück 4 zum Beispiel verdichtbar und/oder ausdehnbar vorgesehen. Des weiteren kann es insbesondere eine runde Form oder, wie es in Fig. 3 dargestellt ist, eine spiralförmige oder eine andere Form aufweisen.

Um den Übergang des Spermas in die Gebärmutter zu erlauben, ist das besagte Endstück 4 zum Beispiel röhrenförmig und/oder auf der besagten Leitung 3 aufgesteckt.

Nach einer ersten Ausführungsart bestehen die besagte Sonde 1 und der besagte Vorratsbehälter 2 aus einem Stück. Allerdings kann es nach einer weiteren, der dargestellten entsprechenden Ausführungsart vorteilhaft sein, eine Sonde 1 und einen Vorratsbehälter 2 vorzusehen, die voneinander unabhängig sind.

Dazu umfaßt die besagte Sonde 1 außerdem eventuell im Bereich ihres nahen Endes 13 Mittel 5 zur Verankerung an dem Vorratsbehälter 2.

Die besagten Verankerungsmittel 5 bestehen zum Beispiel aus einem Ring 6, der geeignet ist, eine Dichtung zwischen dem besagten Vorratsbehälter 2 und der besagten Sonde 1 zu verwirklichen.

Der besagte Ring 6 ist insbesondere aus einem elastisch verformbaren Material gebildet, erlaubend, auf dem besagten Vorratsbehälter 2 ein Einrasten zu verwirklichen. Um die Befestigung zu begünstigen, wird der letztere eventuell mit einer Kehle 7 versehen.

Nach der dargestellten Ausführungsart ist der besagte Ring 6 ebenfalls geeignet, zum Beispiel auf der besagten Sonde 1 einzurasten. Dazu weist diese letztere insbesondere im Bereich des nahen Endes seiner Leitung 3 eine Schürze 8 auf, geeignet, die entsprechende Form von dem Ring 6 anzunehmen.

Allerdings ist es nach weiteren Ausführungsarten auch denkbar, einen auf der besagten Leitung 3 direkt geformten Ring 6 vorzusehen.

Die besagte Sonde 1 weist außerdem zum Beispiel einen Stöpsel 9 auf, der aus einer Masse gebildet ist, die bei einer geringfügig niedrigeren Temperatur geliert als diejenige des Geschlechtsapparats des Tieres.

So kann sich das Sperma nicht ausgießen, bevor es nicht die gewünschte Temperatur erreicht hat. In der Tat, solange das noch nicht der Fall ist, wird es durch den besagten Stöpsel 9 zurückgehalten, der fest bleibt und der sich verflüssigt, um den Durchgang des Spermas nur dann zu erlauben, wenn sich die Temperatur des letzteren der gewünschten Temperatur angenähert hat.

Es ist also begreiflich, daß die Benutzung eines solchen Stöpsels 9 die Arbeit des Züchters noch mehr vereinfacht, da er nicht mehr den Anstieg der Temperatur des Spermas überwachen soll, da das letztere weder die erwünschte Temperatur überschreiten kann, denn die Wärmequelle durch das Tier selbst dargestellt wird, noch sich ausgießen kann, wenn seine Temperatur noch zu niedrig ist, solange sich der besagte Stöpsel 9 noch nicht aufgelöst hat.

Außerdem hat der Züchter nicht einzugreifen, um den Ausguß des Spermas auszulösen, da es hier auch die eigene Hitze des Tieres bewirkt, den Stöpsel schmelzen zu lassen.

Die Temperatur, bei welcher sich der besagte Stöpsel 9 verflüssigt, ist beispielsweise annähernd 30ºC gewählt, wobei die Masse, aus welcher er gebildet ist, unterhalb dieser Temperatur im gelierten Zustand und oberhalb dieser Temperatur im flüssigen Zustand sei.

Nun, der besagte Vorratsbehälter 2 besteht zum Beispiel aus einer Röhre 10, die geeignet ist, einen Sack 11 aufzunehmen, der das Sperma enthält.

Die besagte Röhre 10 ist geeignet, insbesondere im Bereich der Vagina des Tieres eingesetzt zu werden, und weist zum Beispiel eine Länge auf, die mit jener dieses Organs im wesentlichen identisch ist.

Die besagte Röhre 10 ist insbesondere starr und/oder halbstarr, während der besagte Sack 11 zum Beispiel biegsam ist.

Da eine zu große Konzentration von Spermien eine giftige Wirkung auf diese Letzteren hat, muß ein Absetzendes Spermas in einem begrenzten Volumen vermieden werden.

So weist die besagte Röhre 10 zum Beispiel wenigstens eine flache, nach unten verstellbare Fläche auf. Dazu wird die besagte Röhre 10 insbesondere mit einem vieleckigen, rechteckigen und/oder quadratischen Querschnitt versehen.

Außerdem weist die besagte Röhre 10 an ihrem entfernten Ende zum Beispiel einen Stöpsel 12 auf, der geeignet ist, von der besagten Sonde 1 perforiert zu werden. In diesem Zusammenhang, um einen solchen Vorgang zu vereinfachen, wird die besagte Leitung 3 eventuell mit einem abgeschrägten nahen Ende 13 versehen.

Wie dargestellt, dichtet der besagte Stöpsel 12 des Vorratsbehälters 2 ebenfalls insbesondere den besagten Sack 11 ab.

Die Beförderung des Spermas in die Gebärmutter wird zum Beispiel durch Gravitation durchgeführt. Die erfindungsmäßige Vorrichtung kann ebenfalls außerdem eventuell nicht dargestellte Mittel umfassen, um den Ausguß des Spermas aus dem besagten Vorratsbehälter 2 zu der besagten Sonde 1 zu vereinfachen.

Diese Mittel werden nämlich als eine Verkleidung aus elastischem Material, vorgesehen an den Wänden der besagten Röhre 10, und/oder eines Kolbens ausgestaltet sein, der am nahen Ende 15 der besagten Röhre 10 vorgesehen ist.

Wie aus der vorangehenden Beschreibung hervorgeht, kann das dargestellte Ausführungsbeispiel der Vorrichtung folgendermaßen benutzt werden. Der Züchter setzt zunächst die besagte Sonde 1 und den besagten Vorratsbehälter 2 zusammen, dann führt er die Gesamtheit in den Geschlechtsapparat des Tieres ein, sich bemühend, das Endstück 4 in seinem Gebärmutterhals zu blockieren.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Rolle des Züchters beendet. In der Tat wird unter der Wirkung der eigenen Hitze des Tieres das Sperma aufgewärmt und der Stöpsel 9 verflüssigt sich, um den Abguß des Spermas automatisch zu erlauben, wenn einmal die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Dann muß der Züchter nur noch die Vorrichtung zurückziehen, wenn einmal die Befruchtungszeit abgelaufen ist.

Natürlich könnten andere Methoden der Anwendung in der Reichweite des Fachmanns in Betracht gezogen werden, ohne trotzdem aus dem Rahmen der Erfindung herauszukommen.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur künstlichen Befruchtung von Zuchttieren, wie nämlich Säuen, umfassend eine Sonde (1) und einen Vorratsbehälter (2) für das Sperma, geeignet, mit der besagten Sonde (1) verbunden zu werden, wobei die besagte Sonde (1) geeignet sei, in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden, um das Einbringen des Spermas zu erlauben, dadurch gekennzeichnet, daß:

- der besagte Vorratsbehälter (2) geeignet ist, ebenfalls in den Geschlechtsapparat des Tieres eingeführt zu werden, um eine Erwärmung des Spermas durch die eigene Hitze des Tieres zu erlauben.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die besagte Sonde (1) aus wenigstens einer Leitung (3) gebildet ist, die an ihrem distalen Ende ein Endstück (4) aufweist, das geeignet ist, im Gebärmutterhals des Tieres blockiert zu werden.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die besagte Sonde (1) außerdem Mittel (5) zur Verankerung an dem Vorratsbehälter (2) im Bereich seines proximalen Endes (13) umfaßt.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der die besagten Mittel (5) zur Verankerung aus einem Ring (6) bestehen, der geeignet ist, eine Dichtung zwischen dem besagten Vorratsbehälter (2) und der besagten Sonde (1) zu verwirklichen.

5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die besagte Sonde (1) außerdem einen Stöpsel (9) aufweist, der aus einer Masse besteht, die bei einer leicht niedrigeren Temperatur geliert als diejenige des Geschlechtsapparats des Tieres.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der besagte Vorratsbehälter (2) aus einer Röhre (10) gebildet ist, geeignet, einen Sack (11) aufzunehmen, der das Sperma enthält, wobei die besagte Röhre (10) geeignet ist, im Bereich der Vagina eingesetzt zu werden.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die besagte Röhre (10) im Querschnitt vieleckig ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der die besagte Röhre (10) an ihrem distalen Ende (14) einen Stöpsel (12) aufweist, der geeignet ist, von der besagten Sonde (1) durchbohrt zu werden.

9. Vorrichtung nach Anspruch 6, umfassend außerdem Mittel, um das Ausfließen des Spermas aus dem besagten Vorratsbehälter (2) zu der besagten Sonde (1) zu erleichtern.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die besagten Mittel, um das Ausfließen des Spermas zu erleichtern, von einer Verkleidung aus elastischem Material, die an den Wänden der besagten Röhre (10) vorgesehen ist und/oder einem Kolben gebildet sind, der am proximalen Ende (15) der besagten Röhre (10) vorgesehen ist.







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